Gepard und Hyäne in Nordafrika?

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Roger-Tecumseh
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Wir haben uns mehrfach getroffen. Waren auch auf dem Messak sehr vergnüglich zusammen. An ihre (echten! :) ) Hunde denke ich nicht so gerne - sie transportierten ganze Armeen blutrünstiger Flöhe. :lol:
Das von Dir erwähnte Buch habe ich mir damals bei ihnen selbst abgeholt. Sie wohnen nicht so weit weg (dans l'Aude).
Regula St.
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Füchse

Beitrag von Regula St. »

Hallo, ich bin ganz neu dazu gestossen. Zu den Füchsen kann ich noch einen Beitrag liefern: Im November/Dezember 2006 haben wir Vulpes Ruepelli im Karkur Talh (Uweinat), am Aqaba-Pass, im Wadi Hamra, im Wadi Talh, in der Weissen und in der Schwarzen Wüste angetroffen.

Im Karkur Talh bin ich zudem auf die Spuren eines grösseren Raubtiers gestossen. Wohin kann ich das Bild schicken, damit mir jemand sagen kann, wen ich knapp verpasst habe?

Ich freue mich auf Reaktionen!
Alexander
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von Alexander »

Hallo Regula,

herzlich Willkommen im Wüstenschiff ;-)

Entweder du schickst das Bild mir per Email info@wuestenschiff.de und ich stelle es für dich rein. Du kannst aber auch das Bild zu deinem Beitrag selbst hochladen. Eine Beschreibung findest du hier: Bilder hochladen jetzt ganz einfach

Viele Grüsse
Alexander
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Regula St.
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Bilder

Beitrag von Regula St. »

Hallo Alexander

Danke für den Tipp! Allerdings muss ich die Bilder erst verkleinern (die haben jeweils mehr als 1 MB), und da komm ich erst am Dienstag zu.

Sonnige Pfingsttage!

Regula
Regula St.
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von Regula St. »

Hallo zusammen!

Also, hier kommen meine Bilder. Als erstes mal der Sandfuchs aus der Schwarzen Wüste (ca. 5 km südlich von Bahariya, 3. Dezember 2006, morgens um 05.00 Uhr):

Bild

Und jetzt noch der Pfotenabdruck aus dem Karkur Talh (23. November 2006, ca. 13.00 Uhr; das Taschenmesser misst ca. 8.5 cm):

Bild

Ich hoffe, dass mir jemand von Euch sagen kann, wer das war (die Beduinen haben behauptet, es sei eine Wolfsspur...)

Herzlichen Dank für Eure Hilfe

Regula
ursula
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Lycaon - Wilder Hund

Beitrag von ursula »

Roger-Tecumseh hat geschrieben:
Do 8. Mai 2008, 16:12
Der Lykaoon gehört bei den Gravuren (z.B. im Messak) als Mensch-Tierwesen zu den eindrucksvollsten Darstellungen. Wirklich rätselhaft!
Roger - eine gewisse Ähnlichkeit ist unverkennbar 8)

7-971295.jpg
8-968813.jpg

ganz eigenartige Laute geben sie von sich, einem Bellen überhaupt nicht ähnlich
http://www.predatorconservation.com/wild%20dog.htm
(click auf Sound)

Grüsse
Ursula
Roger-Tecumseh
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Re: Lycaon - Wilder Hund

Beitrag von Roger-Tecumseh »

ursula hat geschrieben:
Fr 20. Jun 2008, 11:49
Roger - eine gewisse Ähnlichkeit ist unverkennbar.
Hallo Ursula,

habe daraufhin doch mal wieder in den Spiegel geschaut und erkenne da nicht so viel Ähnlichkeit. (Schon die Gebißstellung weicht geringfügig vom Vorbild ab.) Aber niemand sieht sich ja wirklich! :lol:

Wenn man das Glück hatte, ein Wildhund-Rudel über einen längeren Zeitraum in Freiheit zu beobachten, ist man nachhaltig beeindruckt vom dortigen Familienzusammenhalt. Unvergesslich und sehr anrührend! Das ist von klarer Intelligenz geprägt und scheint manchmal wirklich den einfachen Impuls der Arterhaltung zu übersteigen.

Théranthrope mit Hundekopf findet man ja in Libyen reichlich - und nicht nur im Mathendous. Ich sehe da schon "symbolische Geschichte vor der Geschichte", obwohl dies manche Wissenschaftler tief zu beunruhigen scheint. :)
Die zahlreichen "Maskenträger" sind dafür ein schönes Beispiel. - Und auch der "Mythische Kampf von Pavianen gegen Menschen mit Hundekopf" (Tirehart-Tassili) ist sehr rätselhaft, da diese Doppelwesen nun garantiert keine Masken tragen.
Le "Grand Dieu" (Sefar) und die "Martiens" sind - wenn schon nicht religiös - so mit Sicherheit doch ein symbolischer Hinweis auf ungeheure, beherrschende Kräfte in einer schon damals als mehrschichtig empfundenen Realität. Unsere dualistische Weltsicht hat ja sehr viel später mit diesen mythischen Zwischenformen gründlich aufgeräumt. - Aber - wem sag ich das hier eigentlich?! Ich werde doch nicht Eulen nach Athen tragen ! :lol:

Gruß

Roger-T.
Regula St.
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von Regula St. »

Ich hab' da noch etwas, zu dem sich jede/r selbst etwas denken kann :lol:

Oder hilft mir jemand, dieses Tier zu benennen?

Foggini Cave:

Bild

Grüsse Regula
Regula St.
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von Regula St. »

Ganz einfach: Es hat keinen Kopf, aber ein menschenfressendes Maul...
Gerhard Göttler
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Roger, alter Indianer!

Du schreibst
Roger-Tecumseh hat geschrieben:
Fr 20. Jun 2008, 17:44
diese Doppelwesen nun garantiert keine Masken tragen.
Was macht Dich so sicher?

Der Gerhard
Roger-Tecumseh
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Hallo, Grauer Speer!

Du hast PN!

Grüße

Roger-T.
TGerd
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von TGerd »

Dieses "menschenfressende" Tier ohne Kopf, das anscheinend gelegentlich für schlichte Gemüter zur Erheiterung beiträgt, ist in den Abris und Höhlen des Gilf oft anzutreffen. Nach meinen Beobachtungen immer dort, wo als "Schwimmer" bezeichnete Malereien zu finden sind. Und die gibt es bei weitem nicht nur in der Höhle, die Almasy gefunden hat. Die kleinen Figürchen gruppieren sich zu längeren Reihen, mal waagrecht, dann senkrecht herab zu diesem "kopflosen Wesen", in dem sie letztlich verschwinden, in ihm "aufgehen".

Dieser kopflose Körper führt die Almasy-Positionierung dieser Figuren als "Schwimmer in der Wüste" von einer physischen "Schwimmer"-Situation auf eine metaphysische Situation des "Zurückkehrens in den Bauch der Erde" zurück, wo sie meiner Ansicht nach auch hingehört. Wir stehen hier m. E. vor einer frühen "religiösen" Form der Lebens- und Todesbetrachtung der Neolithiker, anscheinend der Beendigung eines Kreislaufs, einer Rückkehr des "Bewußtseins" zu einem übergeordneten Urgrund.

Die "Schwimmer"-Theorie Almasys dürfte damit ins Wasser gefallen sein.

Wüstengruß
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
ursula
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Ägypten Gilf Kebir

Beitrag von ursula »

hallo Regula

diese menschenfressenden Monster werden "Löwen" genannt. Jean-Loïc Le Quellec, Ethnologe und Anthropologe, Spezialgebiet Kunst in der Sahara, am CNRS (vergleichbar mit den Max Planck Instituten) nennt sie "bêtes". Er hat sich mit ihnen ausführlich auseinandergesetzt, hier ein paar interessante Zeilen und Bilder dazu

http://www.soleb.com/pdf/sahara/revue-d ... ologia.pdf

http://www.soleb.com/pdf/sahara/sahara.pdf

Grüsse
Ursula

noch etwas zu deinem Grossen-Pfoten-Foto:
ich habe bei Leuten, welche den SW Ägyptens regelmässig befahren, rumgefragt und bekam die fast unglaubliche Antwort,
dass libysche Jäger im Grossraum Gilf/Uweinat einen Löwen gesehen haben wollen! es gäbe sogar Warnungen in arabisch
an den Felsen

Löwenspur aus Südafrika
Löwenspur aus Südafrika

zum Vergleich noch ein Abdruck auf http://www.predatorconservation.com/lion.htm

Koen, was sagst du dazu???
koendesmet
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doch hyena, kein wolf !!

Beitrag von koendesmet »

schones bild aber der grosse und form nach hyena !! gerade zuruck auss nordost algerien (el kala national park) und dort dreimal hyenea fährten gesehen: kein zweifel

in egypten gibt es Wolfe, aber die sich nicht viel grosser als jackals : beiden nennt man "dib" : der wolf auf "fuzha" arabisch, jackal ist "ibn awa"

grosse fahrten auss der wueste sind also hyena oder guepard: nur ist die gueparden-spur viell langer und dass ende der handinnenflache (pad auf english) hat wie bei alle katzen DREI lappen (lobs auf english) und nich Zwei oder keine wie hunde , hyenahunde oder hyena's

das bild ist sehr interessant weil wir so weit in der wueste in egypten, bisher keine hinnweise auf hyena hatten: also solche bilder immer auf dem forum veröffentlichen !!


zusammen mit thomas rabeil der im niger im tin touma das addax projet macht, sind wir beim sahara conservation fund dabei ein CD-rom zu veröffentlichen mit alle wuestenfahrten und auch der schritt -typos von allen grossen saugetiere aus der sahara wueste

koen
Regula St.
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Re: Gepard und Hyäne in Nordafrika?

Beitrag von Regula St. »

Hallo Ursula, TGerd und Koen

danke für Eure Antworten!

Beim Pfotenabdruck habe ich die Grosskatze eigentlich schon von Anfang an ausgeschlossen, weil er zu wenig rund war; ein Wolf (aber sicher kleiner als der euopäisch-skandinavische Wolf, dessen Pfotenabdrücke ich in Norwegen gesehen hatte) wäre noch in Frage gekommen. Mit einer Hyaene bin aber auch zufrieden, vor allem so weit im Südwesten von Ägypten. :D

Zum Tier ohne Kopf: In der Vorbereitung der Reise ist mir dies nicht begegnet; ich stand dann mit offenem Mund und meinem Wissen um die europäischen Höhlenmalereien davor (gefressen habe ich allerdings niemanden...). Die Figur hat schon etwas löwenartiges, auch der Schwanz sieht so aus, aber die Kopflosigkeit und die tanzenden/schwebenden Menschenfiguren waren für mich ein klarer Hinweis auf ein transzendentes Wesen. Mir ist dann allerdings auch der keltische Silberkessel von Gundestrup in den Sinn gekommen, der direkt natürlich nichts damit zu tun hat, auf dem aber eine ähnliche Vorstellung dargestellt ist.

Liebe Grüsse an Euch alle

Regula
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