Im Norden Algeriens sind 14 Soldaten bei einem Anschlag getötet worden. Die Einheit sei in der Nacht auf heute in Iboudrarene in der Unruheprovinz Kabylei in einen Hinterhalt geraten, hieß es aus Militärkreisen. Islamistische Milizen, die während des Bürgerkriegs in den 90er Jahren die Armee bekämpften, sind noch immer in der Bergregion aktiv.
Auch die Extremistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb hat in der Gegend Anschläge auf Sicherheitskräfte verübt. In der vergangenen Woche hatte die Armee nach eigenen Angaben nahe Iboudrarene zwei „Terroristen“ getötet.
Anschläge überschatten Präsidentschaftswahl
Der Anschlag ereignete sich kurz nach der Präsidentschaftswahl in Algerien, aus der Staatschef Abdelaziz Bouteflika als Sieger hervorging. Der 77-Jährige wurde am Donnerstag für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Sein Hauptrivale Ali Benflis erkannte den von Betrugsvorwürfen überschatteten Wahlsieg Bouteflikas jedoch nicht an.
Die Unzufriedenheit mit dem Präsidenten hatte sich am Donnerstag in der Kabylei bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizisten und Jugendlichen entladen. Bei den Krawallen wurden etwa 70 Menschen verletzt.
Quelle: http://www.orf.at
Anschlag in Algerien
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