Wolfgang K hat geschrieben:...
Es geht um Staatsschulden, die in wesentlichen Teilen zur Erfüllung von Wahlversprechen und zur Sicherung der Wiederwahl gemacht wurden. ...
Man sollte dabei nicht übersehen was der griechische Staat mit diesem Geld bezahlt.
Beispielsweise deutsche Rüstungsgüter wie U-Boote (für hunderte von Millionen Euros), Panzerhaubitzen, Flugzeuge.
Griechenland ist einer der grössten Rüstungsimporteure der Welt.
Besonders pikant, wenn man an den Zypernkonflikt mit der Türkei denkt, die ja auch NATO-Mitglied ist.
Die EU finanziert die Aufrüstung gegen ein anderes NATO-Mitglied. (ok, etwas überspitzt ...)
Die Zinsbelastung beträgt angeblich mehr als 150% der Wirtschaftsleistung.
30 Milliarden Schuldendienst in 2015 ...
Angeblich 23 Milliarden Neuverschuldung allein in 2013.
Dafür geht der Bärenanteil der Ausgaben drauf, nicht für die Wahlversprechen an die Griechen.
Das Geld ist nicht bei Banken ... vergluckert
Und wo landen die Zinsen und Zinseszinsen? - Bei den Banken.
Wo landen die Ausgaben für Rüstungsgüter? - Bei den Rüstungskozernen.
, sondern in Griechenland und dort durchaus bei den Bürgern. Dass jetzt „nichts mehr ankommt“ ist folgerichtig. Es ist nämlich schon in der Vergangenheit(!) angekommen, ohne dass dem entsprechende Produktivität gegenüber gestanden hätte. Das Ergebnis nennt man: Schulden. Da eben die schuldenfinanzierte Gieskanne nicht mehr funktioniert ist es nur der harte Aufschlag auf dem Boden der Realität.
Grüße
Wolfgang
Bin da teils ganz deiner Meinung. Habs nicht ganz so deutlich geschrieben und nur die kleinen Tricksereien und die Steuern erwähnt.
Der griechische Staat ist und war schon immer pleite.
Die Gründe sind vielschichtig; siehe auch hier
http://www.welt.de/geschichte/article13 ... Recht.html
Und was sie in über 100 Jahren nicht geändert haben, werden sie auch jetzt nicht ändern.
Nur ändert das für D und die EU nix. Es gibt eben, wieder jede Vernunft ein vielschichtiges Interesse daran, den Laden irgendwie am Laufen zu halten; koste es was es wolle.
Und so werden wir gegen jede Vernunft weiter zahlen. Wir alle.
Den einzig vernünftigen Weg denen zu sagen
"So jetzt ist Schluß!
Raus aus dem Euro!
Schuldenschnitt = Schuldenerlaß.
Jetzt seht zu wie ihr mit eigener Leistung auf die Füße kommt."
Ifo-Chef Hans-Werner Sinn rät Griechenland zu einem Konkurs und dem Austritt aus der Euro-Zone
http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... nkurs.html
(Sind recht interessant, die Äußerungen von Herrn Sinn.)
Diesen Weg wird niemand aus unserer Politik gehen, denn es gibt eine "übergeordnete" wirtschaftliche Interessenlage.
Und schließlich zahlen die deutschen Schulden nicht unsere Politiker sondern wir.
Und das Geld von anderen gibt sich leichter aus als das eigene.
Und die griechischen Politiker auch nicht. Denn es gibt noch den einen oder anderen Euro für gewisse Beratungen, Unterstützung oder was auch immer bei den Rüstungskonzernen und Banken abzustauben.
Lange Rede, wenig Sinn:
Alles Lamentieren und das Suchen von Schuldigen nützt nix.
Wir werden, gegen jede Vernunft weiter zahlen, weil es eine politische "Lösung" geben wird und keine zukunftsorientierte sachgerechte.