Reise-/Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung Niger 02.02.2005 - 11.01.2011
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung Niger 02.02.2005 - 11.01.2011
Im Zusammenhang mit dem Überfall im Niger, 60 km nördlich von Agadez gibt das Französische Außenministerium folgende Reisewarnung heraus:
Reisewarnung des Ministère des Affaires étrangères Francais für den Niger vom 02.12.2005
hier der Orginaltext
Übersetzung:
In Anbetracht der andauernden Aktivität kleiner bewaffneter Banden und aufgrund des Mordes eines französischen Touristen wird von Reisen im Massiv Aïr offiziell abgeraten. Die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen müssen im Gebiet des Tenere und um Kawar beachten werden. Von Reisen in die Nordwestregionen des Landes insbesonders um Azawagh (Linie Tahoua/Tchintabaraden/Tamanrasset und Arlit/Tamanrasset) wird offiziell abgeraten. Randbemerkung: Reisen auf das Djado Tableau über Chirfa sollen aufgrund der verminten Gegend nur mit einem Führer unternommen werden.
Grüsse
Alexander
Reisewarnung des Ministère des Affaires étrangères Francais für den Niger vom 02.12.2005
hier der Orginaltext
Übersetzung:
In Anbetracht der andauernden Aktivität kleiner bewaffneter Banden und aufgrund des Mordes eines französischen Touristen wird von Reisen im Massiv Aïr offiziell abgeraten. Die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen müssen im Gebiet des Tenere und um Kawar beachten werden. Von Reisen in die Nordwestregionen des Landes insbesonders um Azawagh (Linie Tahoua/Tchintabaraden/Tamanrasset und Arlit/Tamanrasset) wird offiziell abgeraten. Randbemerkung: Reisen auf das Djado Tableau über Chirfa sollen aufgrund der verminten Gegend nur mit einem Führer unternommen werden.
Grüsse
Alexander
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Niger Sicherheitshinweis 06.12.2005
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 06.12.2005 Unverändert gültig seit: 05.12.2005
In der Region Agadez (insb. Aïr-Gebirge und Ténéré-Wüste), aber auch in der Region nördlich von Tahoua, besteht eine anhaltende Gefahr bewaffneter Überfälle durch kriminelle Banden.
Es wurden mehrfach Touristen überfallen und beraubt, Anfang Dezember 2005 auch mit tödlichem Ausgang.
In der unübersichtlichen Region der südlichen Sahara besteht außerdem für Bürger westlicher Staaten die Gefahr von Entführungen und Erpressungen.
Auf Minengefahr im Djado-Gebirge (im äußersten Nordosten des Landes) wird hingewiesen.
Die Routen Djanet-Chirfa und Iferouane – in Azawa zwischen Algerien und Niger sowie die Route Salvador – Dirkou zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit spezieller Genehmigung des Tourismusministeriums befahren werden (Mitnahme von ortskundigen Führern).
Auf der Südroute zwischen Dogondoutchi und Zinder kam es auch zu bewaffneten Überfällen.
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
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Sicherheitshinweis Niger 11.04.2006
Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 11.04.2006 Unverändert gültig seit: 11.04.2006
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Reisen in der Nordregion sollten grundsätzlich mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, die lokalen Reiseagenturen organisieren auch die für die Reise notwendigen Straßenscheine (feuille de route), die bei den Polizei-Kontrollstellen vorgewiesen werden müssen.
In der Region Agadez (insb. Aïr-Gebirge) und in der nördlichen Zone der Region Tahoua fanden in der Vergangenheit gelegentlich Überfälle –auch mit tödlichem Ausgang- durch kriminelle Banden statt. Es wurden insbesondere westliche Touristen überfallen und beraubt.
In der unübersichtlichen Region der südlichen Sahara (Grenzgebiet Niger-Mali-Algerien) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden.
Auf Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Landes) wird hingewiesen. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen Djanet - Chirfa und Iferouane – In Azawa zwischen Algerien und Niger sowie die Route Salvador – Dirkou zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden.
Für den Fall, dass von Niamey eine Fahrt auf dem Landweg in Richtung Ouagadougou vorgesehen ist, sollten die aktuellen Sicherheitshinweise für Burkina Faso unbedingt beachtet werden.
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Sicherheitshinweis Niger 12.04.2006
Auswärtiges AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand: 12.04.2006 Unverändert gültig seit: 12.04.2006
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Nordregionen des Niger
Reisen in der Nordregion sollten grundsätzlich mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, die lokalen Reiseagenturen organisieren auch die für die Reise notwendigen Straßenscheine (feuille de route), die bei den Polizei-Kontrollstellen vorgewiesen werden müssen.
In der Region Agadez (insb. Aïr-Gebirge) und in der nördlichen Zone der Region Tahoua fanden in der Vergangenheit gelegentlich Überfälle –auch mit tödlichem Ausgang- durch kriminelle Banden statt. Es wurden insbesondere westliche Touristen überfallen und beraubt.
In der unübersichtlichen Region der südlichen Sahara (Grenzgebiet Niger-Mali-Algerien) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden.
Auf Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Landes) wird hingewiesen. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen Djanet - Chirfa und Iferouane – In Azawa zwischen Algerien und Niger sowie die Route Salvador – Dirkou zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden.
Südwestliche Regionen des Niger
Für Fahrten auf dem Landweg von Niamey in Richtung Ouagadougou sollten die aktuellen Sicherheitshinweise für Burkina Faso unbedingt beachtet werden.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden. Da es in letzter Zeit in diesem Grenz-Gebiet zu sicherheitsrelevanten Vorkommnissen kam, ist auch eine Beachtung der Sicherheitshinweise für Benin unerlässlich, um das Risiko von Überfällen zu mindern.
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Sicherheitshinweis Niger 22.08.2006
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Stand 22.08.2006 (Unverändert gültig seit: 22.08.2006)
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Nordregionen des Niger
Reisen in der Nordregion sollten grundsätzlich mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, die lokalen Reiseagenturen organisieren auch die für die Reise notwendigen Straßenscheine (feuille de route), die bei den Polizei-Kontrollstellen vorgewiesen werden müssen.
In der Region Agadez (insb. Aïr-Gebirge) und in der nördlichen Zone der Region Tahoua fanden in der Vergangenheit gelegentlich Überfälle –auch mit tödlichem Ausgang- durch kriminelle Banden statt. Es wurden insbesondere westliche Touristen überfallen und beraubt.
In der unübersichtlichen Region der südlichen Sahara (Grenzgebiet Niger-Mali-Algerien; Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden.
Auf Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Landes) wird hingewiesen. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen Djanet - Chirfa und Iferouane – In Azawa zwischen Algerien und Niger sowie die Route Salvador – Dirkou zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Häufung bewaffneter Überfälle, die auch auf nigrisches Gebiet übergegriffen haben - nur im Konvoi und mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Sicherheitshinweise für Burkina Faso wird explizit hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden. Da es in letzter Zeit in diesem Grenz-Gebiet zu sicherheitsrelevanten Vorkommnissen kam, ist auch eine Beachtung der Sicherheitshinweise für Benin unerlässlich, um das Risiko von Überfällen zu mindern.
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Reise-/Sicherheitshinweis Niger 27.02.2007
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 27.02.2007 (Unverändert gültig seit: 27.02.2007)
Landesspezifische Sicherheitshinweis
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Die Hauptverbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in einem sehr schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Nord-/Ostregionen des Niger
Reisen in der Nordregion sollten grundsätzlich mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, die lokalen Reiseagenturen organisieren auch die für die Reise notwendigen Straßenscheine (feuille de route), die bei den Polizei-Kontrollstellen vorzuweisen sind.
In der Region Agadez (insb. Aïr-Gebirge) und in der nördlichen Zone der Region Tahoua fanden in der Vergangenheit gelegentlich Überfälle durch kriminelle Banden statt. Es wurden insbesondere westliche Touristen überfallen und beraubt.
In der unübersichtlichen Region der südlichen Sahara (Grenzgebiet Niger-Mali-Algerien;
Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden.
Auf Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Landes) wird hingewiesen. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen Djanet - Chirfa und Iferouane – In Azawa zwischen Algerien und Niger sowie die Route Salvador – Dirkou zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Häufung bewaffneter Überfälle - nur im Konvoi und mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird explizit hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Es besteht im Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenart beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Militärische Anlagen und Personal, Staudämme, Flughäfen, Brücken und Sicherheitskräfte dürfen nicht fotografiert werden.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS: 79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im Niger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
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Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 19.06.2007 (Unverändert gültig seit: 19.06.2007)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Die Hauptverbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in einem sehr schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und noch nicht eindeutig identifizierter bewaffneter Kleingruppen westlich und nördlich des Air-Gebirges wird von nicht unbedingt notwendigen Reisen in dieses Gebiet bzw. in das Aïr-Gebirge abgeraten.
In der unübersichtlichen Region der südlichen Sahara (Grenzgebiet Niger-Mali-Algerien;
Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden.
Auf Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Landes) wird hingewiesen. Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen Djanet - Chirfa und Iferouane – In Azawa zwischen Algerien und Niger sowie die Route Salvador – Dirkou zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Häufung bewaffneter Überfälle - nur im Konvoi und mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird explizit hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Es besteht im Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenart beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Militärische Anlagen und Personal, Staudämme, Flughäfen, Brücken und Sicherheitskräfte dürfen nicht fotografiert werden.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS: 79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im Niger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Niger 08.08.2007
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 08.08.2007 (Unverändert gültig seit: 08.08.2007)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Die Straßen im gesamten Land sind überwiegend in schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Piste über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.Die Hauptverbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten außerhalb von Ortschaften Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.
Das Fotografieren von Personen in Uniform, öffentlichen Gebäuden und militärischen Einrichtungen ist verboten.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen (überwiegend Tuareg) westlich, nördlich und östlich des Air-Gebirges wird von Reisen in diese Gebiete (ungefähr nördlich des 16 Längengrades), insbesondere in das Aïr-Gebirge, nördlich von Agadez, dringend abgeraten (Überfälle, Entführungen, Erpressungen). Hierzu gehört auch die Grenzregion zu Libyen und die Nutzung der Grenzübergänge zwischen Niger und Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad.
Es besteht vermehrt Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Landes). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Dennoch gab es im Juli 2007 durch Überfahren von Minen Tote und Verletzte. Die Routen „Djanet – Chirfa“ und „Iferouane – In Azawa“ zwischen Algerien und Niger sowie die Route „Salvador – Dirkou“ zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Häufung bewaffneter Überfälle - nur im Konvoi und mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird explizit hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Es besteht im Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenart beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Militärische Anlagen und Personal, Staudämme, Flughäfen, Brücken und Sicherheitskräfte dürfen nicht fotografiert werden.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS: 79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im Niger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Niger 22.08.2007
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Stand 22.08.2007 (Unverändert gültig seit: 22.08.2007)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Die Straßen im gesamten Land sind überwiegend in schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Piste über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.Die Hauptverbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten außerhalb von Ortschaften Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.
Das Fotografieren von Personen in Uniform, öffentlichen Gebäuden und militärischen Einrichtungen ist verboten.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen (überwiegend Tuareg) westlich, nördlich und östlich des Air-Gebirges wird von Reisen in diese Gebiete (ungefähr nördlich des 16 Längengrades), insbesondere in das Aïr-Gebirge, nördlich von Agadez, dringend abgeraten (Überfälle, Entführungen, Erpressungen). Hierzu gehört auch die Grenzregion zu Libyen und die Nutzung der Grenzübergänge zwischen Niger und Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad.
Es besteht vermehrt Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Landes). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Außerdem zeigen die letzten Ereignisse mit zahlreichen Toten und Verletzten auf verschiedenen Routen im Air-Gebirge, nördlich von Agadez, dass auch hier vermehrt Minen mit unbekannten Verlegeorten ausgelegt sind. Zudem werden während der anhaltenden Regenzeit Minen immer wieder deplatziert.
Die Routen "Djanet - Chirfa" und "Iferouane - In Azawa" zwischen Algerien und Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden.
Dennoch gab es im Juli 2007 durch Überfahren von Minen Tote und Verletzte.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Häufung bewaffneter Überfälle - nur im Konvoi und mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird explizit hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Es besteht im Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenart beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Militärische Anlagen und Personal, Staudämme, Flughäfen, Brücken und Sicherheitskräfte dürfen nicht fotografiert werden.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS: 79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im Niger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Niger 30.08.2007
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Niger:
Stand 30.08.2007 (Unverändert gültig seit: 30.08.2007)
Aktueller Hinweis
Ab dem 24. August 2007 wurde für den Zeitraum von drei Monaten in der Region Agadez eine Gefährdungslage („Etat de mise en garde“) bekannt gegeben. Einzelheiten dazu unter Nord-/Ostregionen des Niger im nachfolgenden Kapitel.
Landesspezifische Sicherheitshinweis
Reisen über Land
Die Straßen im gesamten Land sind überwiegend in schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Piste über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.
Die Hauptverbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten außerhalb von Ortschaften Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen (überwiegend Tuareg) westlich, nördlich und östlich des Air-Gebirges wird von Reisen in diese Gebiete (ungefähr nördlich des 16 Längengrades), insbesondere in das Aïr-Gebirge, nördlich von Agadez, dringend abgeraten (Überfälle, Entführungen, Erpressungen). Hierzu gehört auch die Grenzregion zu Libyen und die Nutzung der Grenzübergänge zwischen Niger und Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad.
Es besteht vermehrt Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Landes). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Außerdem zeigen die letzten Zwischenfälle mit zahlreichen Toten und Verletzten im Air-Gebirge nördlich von Agadez, dass auch hier vermehrt Minen verlegt sind. Die betroffenen Zonen sind hier i.d.R. nicht bekannt. Zudem werden während der anhaltenden Regenzeit Minen immer wieder weggeschwemmt und ändern somit ihre vorher vielleicht gekannten Lageplätze. Die letzten Unfälle mit Todesfolge zeigen, dass auch in der unmittelbaren Umgebung von Agadez Minen verlegt sind. Es wird nicht empfohlen, die Stadt anzufahren. Wenn in besonderen Notfällen die Straßen in der Umgebung von Agadez befahren werden müssen, wird geraten, ausschließlich geteerte Straßen zu benutzen.
Ab dem 24. August 2007 wurde für den Zeitraum von drei Monaten in der Region Agadez der „Etat de mise en garde“ verordnet. Hiermit sind eine Reihe von einschränkenden Maßnahmen verbunden, die noch nicht in allen Einzelheiten bekannt sind. Schon jetzt wird darauf hingewiesen, dass dem gesamten Spektrum der Sicherheitskräfte (Militär, Gendarmerie, FNISS, Polizei) erweiterte Befugnisse zugestanden werden (vermehrte Personenkontrollen, Fahrzeugkontrollen, Registrierungen, Festnahmen, besonderes Fotographierverbot, Ausgangssperre usw.). Es wird dringend geraten, den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten, um Überreaktionen zu vermeiden.
Die Routen "Djanet - Chirfa" und "Iferouane - In Azawa" zwischen Algerien und Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Häufung bewaffneter Überfälle - nur im Konvoi und mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird explizit hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Es besteht im Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenart beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Einreise in den Niger ist nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Personal, Staudämmen, Flughäfen, Brücken, öffentlichen Gebäuden und Personen in Uniform (Militär, Sicherheitskräfte) ist verboten.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen, Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen und ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS: 79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im Niger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweis Niger 29.11.2007
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Niger:
Stand 29.11.2007 (Unverändert gültig seit: 29.11.2007)
Aktueller Hinweis
Zum 24. November 2007 wurde die Gefährdungslage („Etat de mise en garde“) in der Region Agadez um weitere drei Monate verlängert. Einzelheiten dazu unter Nord-/Ost-Regionen des Niger.
Landesspezifische Sicherheitshinweis
Reisen über Land
Die Straßen im gesamten Land sind in überwiegend schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.
Die Verbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in weiten Teilen in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen wird von Reisen in die Stadt Agadez, das nördlich davon gelegene Aïr-Gebirge dringend abgeraten.
Im Aïr-Gebirge besteht Minengefahr, die Verlegung der Minen erfolgte ohne Kennzeichnung. In den letzten Wochen kam es im und um das Aïr herum auch zu Autodiebstählen unter Androhung von Waffengewalt.
Ab dem 24. August 2007 wurde zunächst für den Zeitraum von drei Monaten in der ganzen Region Agadez der „Etat de mise en garde“ angeordnet, diese Maßnahme wurde zum 24. November 2007 um weitere drei Monate (d.h. bis 23. Februar 2007) verlängert.
Es wird darauf hingewiesen, dass den nigrischen Sicherheitskräften (Militär, Gendarmerie, FNIS, Polizei) erweiterte Befugnisse erteilt sind (vermehrte Personen- und Fahrzeugkontrollen, Registrierungen, Festnahmen, besonderes Fotographierverbot, Ausgangssperre usw.). Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten, um Überreaktionen zu vermeiden.
Auf den Verbindungsstraßen zwischen Tahoua und Agadez bzw. zwischen Arlit und Agadez kam es im November 2007 zu Minenexplosionen. Von der Nutzung der Transitstrecke Assamaka (algerische Grenze) – Arlit – Agadez - Tahoua sollte deshalb unter den gegenwärtigen Bedingungen Abstand genommen werden. Auf dieser Strecke und auch auf der Verbindungsstraße Agadez-Zinder sind keine Individualfahrten mehr erlaubt, es herrscht Zwang zur Fahrt im Konvoi, der vom Militär begleitet wird.
In der unübersichtlichen Region der nigrischen Sahara (Grenzgebiet Mali-Niger-Algerien;
Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden.Hierzu gehört auch die nordöstliche Grenzregion zu Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad.
Es besteht zudem Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen "Djanet - Chirfa" zwischen Algerien und Nordost-Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden, sie sind als Alternative – um z.B. das Aïr-Gebirge weitläufig zu umfahren - nicht geeignet.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Möglichkeit bewaffneter Überfälle - nur mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird explizit hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Die Einreise in den Niger ist grundsätzlich nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Es besteht in Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenarten beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Personal, Staudämmen, Flughäfen, Brücken, öffentlichen Gebäuden und Personen in Uniform (Militär, Sicherheitskräfte) ist verboten.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen, Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen und ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS: 79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im Niger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Reise/Sicherheitshinweis Niger 10.01.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Niger:
Stand 10.01.2008 (Unverändert gültig seit: 10.01.2008)
Aktueller Hinweis
Am 24. November 2007 wurde die Gefährdungseinstufung („Etat de mise en garde“) in der Region Agadez um weitere drei Monate verlängert. Einzelheiten dazu unter Nord-/Ost-Regionen des Niger.
Anfang Dezember 2007 und Januar 2008 explodierten Minen auf innerstädtischen Straßen in Maradi, Tahoua und Niamey. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Je eine nicht detonierte Mine wurde in Dosso und Zinder sichergestellt. Bisher sind die Urheber dieser Minen wie auch das Ziel der Anschläge nicht bekannt. Unter diesen Umständen können keine Angaben über unsichere oder sichere Stadtviertel gemacht werden. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht - es handelt sich aber bisher um isolierte Ereignisse.
Landesspezifische Sicherheitshinweis
Reisen über Land
Die Straßen im gesamten Land sind in überwiegend schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.
Die Verbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in weiten Teilen in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen wird von Reisen in die Stadt Agadez und das nördlich davon gelegene Aïr-Gebirge dringend abgeraten.
Im Aïr-Gebirge besteht Minengefahr, die Verlegung der Minen erfolgte ohne Kennzeichnung. In den letzten Wochen kam es im und um das Aïr herum auch zu Autodiebstählen unter Androhung von Waffengewalt.
Ab dem 24. August 2007 wurde zunächst für den Zeitraum von drei Monaten in der ganzen Region Agadez der „Etat de mise en garde“ angeordnet, diese Maßnahme wurde am 24. November 2007 um weitere drei Monate (d.h. bis 23. Februar 2007) verlängert.
Es wird darauf hingewiesen, dass den nigrischen Sicherheitskräften (Militär, Gendarmerie, FNIS, Polizei) erweiterte Befugnisse erteilt sind (vermehrte Personen- und Fahrzeugkontrollen, Registrierungen, Festnahmen, besonderes Fotographierverbot, Ausgangssperre usw.). Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten, um Überreaktionen zu vermeiden.
Auf den Verbindungsstraßen zwischen Tahoua und Agadez bzw. zwischen Arlit und Agadez kam es im November 2007 zu Minenexplosionen. Von der Nutzung der Transitstrecke Assamaka (algerische Grenze) – Arlit – Agadez - Tahoua sollte deshalb unter den gegenwärtigen Bedingungen Abstand genommen werden. Auf dieser Strecke und auch auf der Verbindungsstraße Agadez-Zinder sind keine Individualfahrten mehr erlaubt, es herrscht Zwang zur Fahrt im Konvoi, der vom Militär begleitet wird.
In der unübersichtlichen Region der nigrischen Sahara (Grenzgebiet Mali-Niger-Algerien;
Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden. Hierzu gehört auch die nordöstliche Grenzregion zu Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad.
Es besteht zudem Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen "Djanet - Chirfa" zwischen Algerien und Nordost-Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden, sie sind als Alternative – um z.B. das Aïr-Gebirge weitläufig zu umfahren - nicht geeignet.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Möglichkeit bewaffneter Überfälle - nur mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird in diesem Zusammenhang hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Die Einreise in den Niger ist grundsätzlich nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
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Es besteht in Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenarten beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Personal, Staudämmen, Flughäfen, Brücken, öffentlichen Gebäuden und Personen in Uniform (Militär, Sicherheitskräfte) ist verboten.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber: Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria: Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS: 79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung:
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im Niger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweis Niger 27.02.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Niger:
Stand 27.02.2008 (Unverändert gültig seit: 27.02.2008)
Aktueller Hinweis
Am 24. Februar 2008 wurde die Gefährdungseinstufung („Etat de mise en garde“) in der Region Agadez um weitere drei Monate verlängert. Einzelheiten dazu unter Nord-/Ost-Regionen des Niger.
Anfang Dezember 2007 und Januar 2008 explodierten Minen auf innerstädtischen Straßen in Maradi, Tahoua und Niamey. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Je eine nicht detonierte Mine wurde in Dosso und Zinder sichergestellt. Bisher sind die Urheber wie auch das Ziel der Anschläge nicht bekannt. Unter diesen Umständen können keine Angaben über unsichere oder sichere Stadtviertel gemacht werden. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht - es handelt sich aber bisher um isolierte Ereignisse.
Landesspezifische Sicherheitshinweis
Reisen über Land
Die Straßen im gesamten Land sind in überwiegend schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.
Die Verbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in weiten Teilen in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen wird von Reisen in die Stadt Agadez und das nördlich davon gelegene Aïr-Gebirge dringend abgeraten.
Im Aïr-Gebirge besteht Minengefahr, die Verlegung der Minen erfolgte ohne Kennzeichnung. In den letzten Wochen kam es im und um das Aïr herum auch zu Autodiebstählen unter Androhung von Waffengewalt.
Ab dem 24. August 2007 wurde in der ganzen Region Agadez der „Etat de mise en garde“ angeordnet, diese Maßnahme wurde am 24. Februar 2008 um weitere drei Monate (d.h. bis 23. Mai 2007) verlängert.
Es wird darauf hingewiesen, dass den nigrischen Sicherheitskräften (Militär, Gendarmerie, FNIS, Polizei) erweiterte Befugnisse erteilt sind (vermehrte Personen- und Fahrzeugkontrollen, Registrierungen, Festnahmen, besonderes Fotographierverbot, Ausgangssperre usw.). Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten, um Überreaktionen zu vermeiden.
Auf den Verbindungsstraßen zwischen Tahoua und Agadez bzw. zwischen Arlit und Agadez kam es im November 2007 zu Minenexplosionen. Von der Nutzung der Transitstrecke Assamaka (algerische Grenze) – Arlit – Agadez - Tahoua sollte deshalb unter den gegenwärtigen Bedingungen Abstand genommen werden. Auf dieser Strecke und auch auf der Verbindungsstraße Agadez-Zinder sind keine Individualfahrten mehr erlaubt, es herrscht Zwang zur Fahrt im Konvoi, der vom Militär begleitet wird.
In der unübersichtlichen Region der nigrischen Sahara (Grenzgebiet Mali-Niger-Algerien;
Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden. Hierzu gehört auch die nordöstliche Grenzregion zu Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad.
Es besteht zudem Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen "Djanet - Chirfa" zwischen Algerien und Nordost-Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden, sie sind als Alternative – um z.B. das Aïr-Gebirge weitläufig zu umfahren - nicht geeignet.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Möglichkeit bewaffneter Überfälle - nur mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird in diesem Zusammenhang hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Geld/ Kreditkarten
Es besteht in Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenarten beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Straßennutzungsgebühr
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente / Visum
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Einreise in den Niger ist grundsätzlich nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Personal, Staudämmen, Flughäfen, Brücken, öffentlichen Gebäuden und Personen in Uniform (Militär, Sicherheitskräfte) ist verboten.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber
Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen, Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen und ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankenversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im Niger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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Reise/Sicherheitshinweis Niger 27.03.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Niger:
Stand 27.03.2008 (Unverändert gültig seit: 27.03.2008)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Anfang Dezember 2007 und Januar 2008 explodierten Minen auf innerstädtischen Straßen in Maradi, Tahoua und Niamey. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Je eine nicht detonierte Mine wurde in Dosso und Zinder sichergestellt. Bisher sind die Urheber wie auch das Ziel der Anschläge nicht bekannt. Unter diesen Umständen können keine Angaben über unsichere oder sichere Stadtviertel gemacht werden. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht - es handelt sich aber bisher um isolierte Ereignisse.
Reisen über Land
Die Straßen im gesamten Land sind in überwiegend schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.
Die Verbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in weiten Teilen in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen wird von Reisen in die Stadt Agadez und das nördlich davon gelegene Aïr-Gebirge dringend abgeraten.
Im Aïr-Gebirge besteht Minengefahr, die Verlegung der Minen erfolgte ohne Kennzeichnung. In den letzten Wochen kam es im und um das Aïr herum auch zu Autodiebstählen unter Androhung von Waffengewalt.
Ab dem 24. August 2007 wurde in der ganzen Region Agadez der „Etat de mise en garde“ angeordnet, diese Maßnahme wurde am 24. Februar 2008 um weitere drei Monate (d.h. bis 23. Mai 2008) verlängert.
Es wird darauf hingewiesen, dass den nigrischen Sicherheitskräften (Militär, Gendarmerie, FNIS, Polizei) erweiterte Befugnisse erteilt sind (vermehrte Personen- und Fahrzeugkontrollen, Registrierungen, Festnahmen, besonderes Fotographierverbot, Ausgangssperre usw.). Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten, um Überreaktionen zu vermeiden.
Auf den Verbindungsstraßen zwischen Tahoua und Agadez bzw. zwischen Arlit und Agadez kam es im November 2007 zu Minenexplosionen. Von der Nutzung der Transitstrecke Assamaka (algerische Grenze) – Arlit – Agadez - Tahoua sollte deshalb unter den gegenwärtigen Bedingungen Abstand genommen werden. Auf dieser Strecke und auch auf der Verbindungsstraße Agadez-Zinder sind keine Individualfahrten mehr erlaubt, es herrscht Zwang zur Fahrt im Konvoi, der vom Militär begleitet wird.
In der unübersichtlichen Region der nigrischen Sahara (Grenzgebiet Mali-Niger-Algerien;
Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden. Hierzu gehört auch die nordöstliche Grenzregion zu Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad.
Es besteht zudem Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen "Djanet - Chirfa" zwischen Algerien und Nordost-Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden, sie sind als Alternative – um z.B. das Aïr-Gebirge weitläufig zu umfahren - nicht geeignet.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Möglichkeit bewaffneter Überfälle - nur mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird in diesem Zusammenhang hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
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Allgemeine Reiseinformationen
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Geld/ Kreditkarten
Es besteht in Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenarten beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Straßennutzungsgebühr
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
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Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente / Visum
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Einreise in den Niger ist grundsätzlich nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
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Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
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Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Personal, Staudämmen, Flughäfen, Brücken, öffentlichen Gebäuden und Personen in Uniform (Militär, Sicherheitskräfte) ist verboten.
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Medizinische Hinweise
Impfschutz
Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen zusätzlich Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningokokken-Krankheit (einschließlich Typ A und W).
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber
Im Jahr 2006 wurden 26 Fälle von Gelbfieber gemeldet. Betroffen waren die Regionen Agadez, Diffa, Maradi, Tahoua, Tillaberi und Zinder.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen, Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden), ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen und ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren 1,1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 ca. 9,4 – 37,9 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen ausschließlich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit: Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Dengue-Fieber kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose): Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe: Im Februar 2006 traten im Niger Fälle der klassischen Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die Zahl adäquat ausgebildeter Fachärzte ist begrenzt. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Die Stadt verfügt über keine deutsch sprechenden Ärzte. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigsten Fachrichtungen sind vorhanden.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die in den Niger kommen, sollten eine zusätzliche Reisekrankeversicherung abschließen. Personen, die sich längerfristig im iger aufhalten wollen, sollten über eine private Krankenversicherung verfügen, die Behandlungskosten im Niger, aber auch in Deutschland abdeckt. Es wird der Abschluss einer Luftrettungsversicherung bei einer Flugrettungsorganisation empfohlen.Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise/Sicherheitshinweise Niger 26.05.2008
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Niger:
Stand 26.05.2008 (Unverändert gültig seit: 26.05.2008)
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Anfang Dezember 2007 und Januar 2008 explodierten Minen auf innerstädtischen Straßen in Maradi, Tahoua und Niamey. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Je eine nicht detonierte Mine wurde in Dosso und Zinder sichergestellt. Bisher sind die Urheber wie auch das Ziel der Anschläge nicht bekannt. Unter diesen Umständen können keine Angaben über unsichere oder sichere Stadtviertel gemacht werden. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht - es handelt sich aber bisher um isolierte Ereignisse.
Reisen über Land
Die Straßen im gesamten Land sind in überwiegend schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.
Die Verbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in weiten Teilen in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.
Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.
Nord-/Ostregionen des Niger
Wegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen wird von Reisen in die Stadt Agadez und das nördlich davon gelegene Aïr-Gebirge dringend abgeraten.
Im Aïr-Gebirge besteht Minengefahr, die Verlegung der Minen erfolgte ohne Kennzeichnung. In den letzten Wochen kam es im und um das Aïr herum auch zu Autodiebstählen unter Androhung von Waffengewalt.
Ab dem 24. August 2007 wurde in der ganzen Region Agadez der „Etat de mise en garde“ angeordnet, diese Maßnahme wurde am 24. Mai 2008 um weitere drei Monate (d.h. bis 23. August 2008) verlängert.
Es wird darauf hingewiesen, dass den nigrischen Sicherheitskräften (Militär, Gendarmerie, FNIS, Polizei) erweiterte Befugnisse erteilt sind (vermehrte Personen- und Fahrzeugkontrollen, Registrierungen, Festnahmen, besonderes Fotographierverbot, Ausgangssperre usw.). Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten, um Überreaktionen zu vermeiden.
Auf den Verbindungsstraßen zwischen Tahoua und Agadez bzw. zwischen Arlit und Agadez kam es im November 2007 zu Minenexplosionen. Von der Nutzung der Transitstrecke Assamaka (algerische Grenze) – Arlit – Agadez - Tahoua sollte deshalb unter den gegenwärtigen Bedingungen Abstand genommen werden. Auf dieser Strecke und auch auf der Verbindungsstraße Agadez-Zinder sind keine Individualfahrten mehr erlaubt, es herrscht Zwang zur Fahrt im Konvoi, der vom Militär begleitet wird.
In der unübersichtlichen Region der nigrischen Sahara (Grenzgebiet Mali-Niger-Algerien;
Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden. Hierzu gehört auch die nordöstliche Grenzregion zu Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad.
Es besteht zudem Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.
Die Routen "Djanet - Chirfa" zwischen Algerien und Nordost-Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden, sie sind als Alternative – um z.B. das Aïr-Gebirge weitläufig zu umfahren - nicht geeignet.
Südwestliche Regionen des Niger
Unvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Möglichkeit bewaffneter Überfälle - nur mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird in diesem Zusammenhang hingewiesen.
Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
Allgemeine Reiseinformationen
Informationen zu Niger in französischer Sprache finden Sie unter www.izf.net/izf/Guide/Niger/Default.htm.
Geld/ Kreditkarten
Es besteht in Niger außerhalb der Hauptstadt kein Bankautomatennetz. Kreditkarten können nur in sehr wenigen Restaurants/Hotels, und auch meist nur auf bestimmte Kartenarten beschränkt, benutzt werden. Deshalb ist auf ausreichende Bargeldmitnahme zu achten.
Straßennutzungsgebühr
Auf Asphaltstraßen wird an offiziell gekennzeichneten Stellen „poste de péage“ Straßennutzungsgebühr erhoben.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente / Visum
Für deutsche Staatsbürger sind zur Einreise in den Niger ein gültiger Reisepass mit gültigem Visum für Niger sowie der Nachweis einer noch gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Die Einreise in den Niger ist grundsätzlich nur an Grenzposten mit Zollstation zulässig. Nigerreisende sind gehalten, ihre Reiseroute und den Ort des Grenzübergangs bei Beantragung des Visums für den Niger anzugeben.
Besondere Zollvorschriften
Nicht eingeführt werden dürfen: Waffen und Munition, Sprengstoff, Drogen und giftige Substanzen, die öffentliche Gesundheit gefährdende Medikamente und Produkte, vom Innenministerium verbotene Filme und Druckerzeugnisse.
Vom Zoll befreit sind grundsätzlich nur nicht-kommerziell eingeführte Waren.
Für die nachfolgend genannten Produkte gelten Obergrenzen für die zollfreie Einfuhr (jeweils für Erwachsene):
Tabak: 1 Stange Zigaretten
Alkohol: 1 Liter Alkohol bzw. alkoholhaltige Getränke
Parfum: 50 cl und 1 Liter Eau de Toilette
Kaffee: 100 Gramm
Tee: 40 Gramm
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Personal, Staudämmen, Flughäfen, Brücken, öffentlichen Gebäuden und Personen in Uniform (Militär, Sicherheitskräfte) ist verboten.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Der Niger ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr (www.who.int/ith/countries/en/index.html).
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, insbesondere auch Poliomyelitis (Kinderlähmung) und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken-Krankheit (ACWY) und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de/cln_049/nn_195844/DE/ ... /30_07.pdf ) sollten auf aktuellem Stand sein.
Gelbfieber
Jedes Jahr werden zahlreiche Verdachtsfälle gemeldet. Angaben über laborbestätigte Gelbfiebererkrankungen liegen jedoch nicht vor.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen im Niger. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Niger!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes Malariarisiko im ganzen Land. Im Süden besteht geringere, im mittleren Teil und im Norden des Landes zunehmend ausgeprägte Saisonalität mit höchsten Erkrankungszahlen während der Regenzeit und der anschließenden Übergangsphase und Abnahme in der Trockenzeit. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige, Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
79.000 Fälle von HIV/AIDS-Infektionen werden 2005 für Niger gemeldet. 2005 waren ca. 1 % der erwachsenen Bevölkerung und 2002 bis zu 38 % der Prostituierten HIV-infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningokokken-Krankheit
Niger wird während der Trockenzeit in den Monaten Dezember bis April regelmäßig von Epidemien der Meningokokken-Hirnhautentzündung (Meningitis) heimgesucht mit ca. 1500 bis 4500 gemeldeten Fällen pro Jahr in den vergangenen Jahren. Die Meningokokken-Impfung ist während der Meningitissaison auch für Reisende mit einer Aufenthaltsdauer unter 4 Wochen zu empfehlen. Auf die Verwendung eines Kombinations-impfstoffes gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY sollte geachtet werden.
Kinderlähmung (Poliomyelitis)
Niger ist eines der Länder Westafrikas, in denen es zu einer Wiederausbreitung von Poliomyelitis kam. Zwischen 2004 – 2007 wurden bis zu 25 Fälle von Kinderlähmung pro Jahr von der WHO bestätigt. Bei Reisen in den Niger sollte unbedingt Polioimpfschutz bestehen.
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzig mögliche Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land (z.B. im Niger-Fluss, Timia Wasserfälle). Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Vogelgrippe
2006 traten im Niger erstmalig Fälle der klassischen Geflügelpest (H5N1, hoch pathogene Form der aviären Influenza, Vogelgrippe) auf. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen. Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlichte Information „Hinweise an Reisende zur Vogelgrippe“ unter www.bmelv.de.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Niamey ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden. Deutsch sprechende Ärzte sind nicht bekannt.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den chirurgischen Notfall, der nicht mehr evakuierte werden kann, kommt nur das Hôpital National und eine Privatklinik, für einen internistischen oder tropenmedizinischen Notfall eine weitere Privatklinik in Betracht.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine Hausapotheke ist zu empfehlen und für Personen notwendig, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Niamey haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente, häufig französischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Touristen, die nach Niger kommen, sollten über einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen
Lassen Sie sich vor einer Reise in den Niger durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de).
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