Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali
Stand 29.04.2026
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Sicherheitslage in Mali; Terrorbedrohung)
- Sicherheit (Terrorismus)
Aktuelles
Vor Reisen nach Mali wird gewarnt.
Deutsche Staatsangehörige werden aufgefordert, Mali auf dem Luftweg zu verlassen.
Vor Ausreisen über Land wird gewarnt, da die Nationalstraßen derzeit Ziele von Angriffen terroristischer Gruppen sind.
Sicherheitslage in Mali
Die Al-Qaida-nahe, islamistische Terrorgruppe Jama’at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM) und die Front de libération de l’Azawad (FLA) haben in den frühen Morgenstunden des 25. April 2026 einen Angriff auf Einheiten und Einrichtungen der malischen Regierung in Kati, Kidal, Gao, Bourem, Sévaré/Mopti sowie eine Militärbasis am internationalen Flughafen Bamako durchgeführt. Westliche Ausländer oder Einrichtungen waren nicht das Ziel der Angriffe. Die malischen Behörden haben bekanntgegeben, die Lage unter Kontrolle gebracht zu haben.
Am Abend des 27. April 2026 kam es zu Kampfhandlungen an der Militärbasis beim internationalen Flughafen in Bamako. In Kati gibt es seit dem 25. April 2026 vereinzelte Schusswechsel im Rahmen von gezielten Anti-Terror-Einsätzen. Auch im Stadtgebiet von Bamako werden Anti-Terror-Einsätze durchgeführt. Die Sicherheitslage bleibt volatil.
Der internationale Flughafen Bamako ist geöffnet, Fluggesellschaften haben während der bis einschließlich 1. Mai 2026 in Bamako geltenden Ausgangssperre (21 bis 6 Uhr) ankommende bzw. startende Flüge jedoch gestrichen. Eine weitere Verlängerung der Ausgangssperre kann nicht ausgeschlossen werden. Ausgangssperren in anderen Landesteilen bestehen fort.
Terrorbedrohung
Die Aktivitäten der Terrorgruppe JNIM im Süden Malis haben in den letzten Monaten stark zugenommen. Gezielte Angriffe auf Treibstofftransporte haben seit September 2025 zu zeitweise massiver Treibstoffknappheit in der Hauptstadt Bamako geführt. Das Risiko weiterer Angriffe auf Transporte und erneuter Treibstoffknappheit besteht fort. In Bamako besteht zudem ein erhöhtes Risiko für Terroranschläge. Mögliche Ziele sind u.a. Einrichtungen der malischen Sicherheitskräfte und der Regierung, aber auch öffentliche Orte einschließlich des internationalen Flughafens (BKO). JNIM hat angekündigt, auch gegen die Zivilbevölkerung vorzugehen, wenn diese sich der Terrorgruppe entgegenstellt.
Insbesondere vor dem Hintergrund der Vorfälle vom 25. April 2026 und den anhaltenden Spannungen wird auch in der Hauptstadt sowie in Südmali zu besonderer Vorsicht geraten.
- Beachten Sie die Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Mali sowie die geltenden Ausgangssperren.
- Nutzen Sie kommerzielle Fluglinien zur Ausreise, solange noch Flüge durchgeführt werden. Im Falle einer weiteren Verschärfung der Sicherheitslage muss damit gerechnet werden, dass Flüge storniert und der Flugverkehr nach Mali eingestellt werden.
- Prüfen Sie in jedem Einzelfall, ob Ihr Flug durchgeführt wird und ob Sie den Flughafen sicher erreichen können, bevor Sie sich zum Flughafen begeben. Bleiben Sie solange an einem sicheren Ort.
- Kontaktieren Sie bei Fragen zu gebuchten Flügen Ihre Fluggesellschaft.
- Führen Sie stets einsatzfähige Kommunikationsmittel mit sich.
- Meiden Sie Menschenansammlungen sowie Einrichtungen der malischen Sicherheitskräfte (z.B. Kasernen und andere militärische Anlagen) und Regierungsgebäude (z.B. Cité Administrative).
- Achten Sie auf ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff). Sollte es zu Menschenansammlungen vor Tankstellen kommen, meiden Sie diese.
Sicherheit
Terrorismus
Anschläge sind in Mali überall und jederzeit möglich. Vorwiegend islamistische Terrorgruppen sind in ganz Mali aktiv, insbesondere im Norden und im Zentrum (Region Mopti) des Landes, vermehrt jedoch auch im Süden und um die Hauptstadt Bamako. Es kommt regelmäßig zu Anschlägen auf staatliche Sicherheitskräfte und militärischen Kampfhandlungen, die oft auch zivile Opfer fordern. In den nord-östlichen und zentralen Landesteilen sowie in Gebieten entlang der Grenzen zu Mauretanien, Burkina Faso und Côte d’Ivoire sind Terrorgruppen besonders aktiv.
Zunehmend kommt es auch im Süden Malis, inklusive der Hauptstadt Bamako, zu Überfällen und terroristischen Angriffen sowie Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Terrorgruppen.
Für Angehörige westlicher Staaten besteht, insbesondere außerhalb von Bamako, ein hohes Risiko, Opfer von Entführungen und gezielten Anschlägen zu werden. Zudem stellen Landminen oder Sprengfallen eine ernstzunehmende Gefahr dar.
- Beachten Sie die Reisewarnung und Ausreiseaufforderung für Mali.
- Machen Sie sich die auch in der Hauptstadt Bamako sowie deren Umgebung bestehende generelle Gefährdung durch terroristische Gruppen bewusst.
- Seien Sie auch in der Hauptstadt Bamako besonders vorsichtig und meiden Sie nach Möglichkeit Orte und Ausflugsziele, die regelmäßig von Ausländern aufgesucht werden.
- Meiden Sie Menschenansammlungen (insbesondere vor Tankstellen) sowie Einrichtungen der malischen Sicherheitskräfte (z.B. Kasernen und andere militärische Anlagen) und Regierungsgebäude (z.B. Cité Administrative) weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
- Vermeiden Sie Überlandfahrten; reisen Sie keinesfalls nachts und treffen Sie Sicherheitsvorkehrungen.
- Führen Sie stets einsatzfähige Kommunikationsmittel mit sich.
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.