Teilreisewarnung Kolumbien 09.07.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 22.11.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 22.11.2016

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Der Tropensturm „Otto“ in der südwestlichen Karibik hat annähernd Hurrikanstärke erreicht und wird voraussichtlich zu einem solchen Hurrikan hochgestuft. Er wird am 23./24. November 2016 auf San Andrés und Providencia, Costa Rica und Nicaragua treffen. Die Stärke des Sturmes, dessen genauer Verlauf und die konkrete Gefährdung können sich innerhalb von Stunden ändern.

Es muss in der gesamten Region, aber besonders an den karibischen Küsten in den nächsten Tagen mit starken Regenfällen gerechnet werden, in deren Folge es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen kann. Reisende sollten die regionalen Wettervorhersagen verfolgen und die Hinweise der lokalen Behörden beachten. Stets aktuelle Informationen sind auch beim National Hurricane Center in Miami erhältlich.
Auswärtiges Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 04.04.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 04.04.2017

Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise (Naturkatastrophen)


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Naturkatastrophen

Lang anhaltende Regenfälle haben Anfang April 2017 in der 65.000 Einwohner zählenden Stadt Mocoa, im südkolumbianischen Departament Putumayo, eine Schlamm- und Gerölllawine ausgelöst, die viele Häuser der Stadt zerstört und Bewohner unter sich begraben hat. Die Gesundheitsversorgung ist in diesem Gebiet zusammengebrochen, Wasserversorgung und Infrastruktur sind schwer in Mitleidenschaft gezogen. Von Reisen in die Region wird abgeraten.

Bei Reisen in die unmittelbare Umgebung von Vulkanen sollten die Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte beachtet werden.
Hinweise zu vulkanischen Aktivitäten gibt das staatlich geologische Institut Ingeominas unter Observatorios-Vulcanologicos.

Aktuelle Informationen zu regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen nach schweren Regenfällen werden auf der Website der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz (http://www.sigpad.gov.co) eingestellt.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 12.04.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 12.04.2017

Letzte Änderungen:
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige


Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und noch mindestens für die vorgesehene Aufenthaltsdauer gültig sein.
Bei der Einreise kann die Vorlage eines Rück- bzw. Weiterflugtickets verlangt werden.

Reisende, die ihren aktuellen Pass jemals als verloren oder gestohlen gemeldet haben, sollten sich vor der Abreise vergewissern, dass die Meldung in der Interpol-Datei vollständig gelöscht ist. Andernfalls kann es zu Einreiseproblemen kommen.

Deutsch-kolumbianische Doppelstaater müssen mit einem kolumbianischen Pass ein- und ausreisen. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Für Kinder, die (auch) kolumbianische Staatsangehörige sind (z.B. deutsch-kolumbianische Doppelstaater) ist die Ausreise nur mit schriftlicher, notarieller Einverständniserklärung der nicht mitreisenden Eltern bzw. des nicht mitreisenden Elternteils möglich.

Bei der Einreise nach Kolumbien müssen Reisende derzeit am Flughafen mit stichprobenartigen Befragungen der kolumbianischen Behörden zur Ebola-Krankheit rechnen. Abgefragt werden könnten beispielsweise Voraufenthalte in afrikanischen Ländern.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen rein touristischen Aufenthalt in Kolumbien kein Visum. An den Grenzübergangsstellen bzw. auf den internationalen Flughäfen wird von der Immigrationsbehörde „Migración Colombia“ (http://www.migracioncolombia.gov.co ) per Stempel im Reisepass die Aufenthaltsdauer festgelegt. Reisende sollten daher bei der Einreisekontrolle durch Vorlage von Einladungsschreiben, Flugtickets o. ä. die Grenzbeamten bitten, eine Aufenthaltsdauer zu genehmigen, die den angestrebten Aufenthaltszeitraum abdeckt, was in der Regel auch erfolgt. Die zunächst maximale Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage, verlängerbar um weitere 90 Tage.

Reisende, die über die genehmigte Aufenthaltsdauer hinaus im Land bleiben wollen, müssen rechtzeitig vor Ablauf des bereits genehmigten Zeitraums bei der Migración Colombia eine (gebührenpflichtige) Verlängerung beantragen. Migración Colombia ist in allen größeren Städten des Landes vertreten.

Sofern der Aufenthalt nicht ausschließlich touristischen Zwecken dient, kontaktieren Sie bitte die Botschaft der Republik Kolumbien in Berlin mit der Frage, ob ein Visum für Ihren Aufenthalt in Kolumbien erforderlich ist. Das jeweils zuständige Konsulat finden Sie auf der Internetseite der kolumbianischen Botschaft www.botschaft-kolumbien.de

Einreise aus/über Brasilien
Wegen eines Gelbfieberausbruchs in Brasilien haben mehrere Staaten in Lateinamerika ihre Einreisebestimmungen verschärft, hierunter auch Kolumbien. Reisende, die aus oder über Brasilien einreisen möchten, müssen derzeit eine Gelbfieberimpfung nachweisen, ohne die oft bereits die Beförderung von Flughäfen in Brasilien abgelehnt werden kann.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 07.06.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 07.06.2017

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise (Teilentfall)


Aktuelle Hinweise
Aufgrund außergewöhnlich starker Regenfälle kommt es derzeit in verschiedenen Regionen zu Erdrutschen und Überschwemmungen. Zu Reisen außerhalb der großen Städte ist es deshalb angeraten, sich über die aktuelle Situation vor Ort zu erkundigen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 15.06.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 15.06.2017

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Aufgrund außergewöhnlich starker Regenfälle kommt es derzeit in verschiedenen Regionen zu Erdrutschen und Überschwemmungen. Zu Reisen außerhalb der großen Städte ist es deshalb angeraten, sich über die aktuelle Situation vor Ort zu erkundigen.

Wegen des anhaltenden Streiks mit Protestmärschen der Lehrer kommt es in Bogotá immer wieder zu Straßensperrungen. Mit verlängerten Fahrzeiten muss gerechnet werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 19.06.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 19.06.2017

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Am 17. Juni 2017 kam es zu einem Anschlag auf das beliebte Einkaufszentrum CC Andino in Bogotá, bei dem mehrere Personen getötet oder verletzt wurden.

Reisende sollten besonders umsichtig sein und Hinweise der Sicherheitskräfte unbedingt befolgen.

Aufgrund außergewöhnlich starker Regenfälle kommt es derzeit in verschiedenen Regionen zu Erdrutschen und Überschwemmungen. Zu Reisen außerhalb der großen Städte ist es deshalb angeraten, sich über die aktuelle Situation vor Ort zu erkundigen.

Wegen des anhaltenden Streiks mit Protestmärschen der Lehrer kommt es in Bogotá immer wieder zu Straßensperrungen. Mit verlängerten Fahrzeiten muss gerechnet werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 16.02.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 16.02.2018

Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Allgemeine Reiseinformationen
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus

Seit dem Friedensschluss der kolumbianischen Regierung mit der Guerillagruppe FARC im Dezember 2016 hat diese ihre militärischen Aktivitäten eingestellt, die Demobilisierungs- und Entwaffnungsphase ist weitgehend erfolgreich abgeschlossen. FARC-Dissidenten sowie andere illegale Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben jedoch weiterhin Anschläge und Bandenkriege im Kampf um die Vorherrschaft in dem entstandenen Machtvakuum. Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenökonomie, illegaler Bergbau, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv.
Die verbliebene Guerillagruppe ELN führt zwar seit Frühjahr 2017 ebenfalls Friedensgespräche mit der Regierung. Nach Ablauf einer Waffenstillstandsvereinbarung kommt es seit 10. Januar 2018 aber zu gezielten Angriffen auf staatliche Einrichtungen (Polizeistationen, Stromleitungen, Ölpipeline). Die Zivilbevölkerung ist derzeit nicht Ziel solcher Akte, Kollateralschäden werden jedoch regelmäßig in Kauf genommen.

Insbesondere in den Grenzregionen Kolumbiens, sowie in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten mit schwacher Infrastruktur ist die staatliche Kontrolle nicht gewährleistet. In den betroffenen Regionen sind Entführungen, Raub und andere Gewaltdelikte bis hin zu offenen Kämpfen krimineller Banden sowie Anschläge auf die Staatsgewalt daher jederzeit möglich. Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden. Besonders betroffen sind hier die gesamte Pazifikküste, insbesondere Chocó und Nariño (außer Touristenzentrum Nuqui), der Norden Antioqias und die Region Norte de Santander. Von Reisen in diese Gebiete wird dringend abgeraten.

Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind mit Ausnahme eines Anschlags in einem Einkaufszentrum in Bogotá in den letzten Jahren nicht vorgekommen. Der Friedensschluss mit der FARC sollte jedoch nicht dazu verleiten, die weiterhin bestehenden Gefahren insbesondere außerhalb der Großstädte zu unterschätzen.

Landminen
Neben dem Gewaltpotential geht Gefahr von Landminen aus. Befestigte Straßen (=Teerstraßen, regelmäßig befahrene Schotterpisten) sollten daher außerhalb von Ortschaften nicht verlassen werden. Schon wenige Schritte neben der Piste besteht die Gefahr, auf eine Mine zu treten. Informationen zur Verteilung der verminten Gebiete finden sich z.B. unter accioncontraminas.gov.co

Kriminalität
In den Großstädten (Bogotá, Medellin, Cali, Cartagena, Santa Marta) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.

Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren. Selbst tagsüber muss selbst in belebten Straßen mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr der Gewaltanwendung.

Reisende sollten bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen in größeren Städten meiden und abseits der Touristenzentren nicht alleine unterwegs sein, insbesondere wenn keine Ortkenntnisse vorhanden sind. Im Falle eines Überfalls sollte auf keinen Fall Widerstand geleistet werden.

Bei Menschenansammlungen wie z.B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen sollte besonders gut auf Wertgegenstände und Gepäck geachtet werden, auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck sollte verzichtet und Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mitgenommen werden.

Taxis sollten nicht am Straßenrand angehalten, sondern stets per Telefon- oder Internetservice (z.B. die Taxi-App TAPPSI) bestellt oder Taxis an den autorisierten Taxiständen benutzt werden, in der Regel erkennbar am mit offizieller Kleidung kenntlich gemachten Personal, welches vor Abfahrt den Namen des Reisenden und die Nummer des Taxis notiert. Andernfalls besteht Gefahr, Opfer einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN-Nummern abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. In letzter Zeit geschah dies mehrfach sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá. Deshalb sollte vom Flughafen nach Möglichkeit ein Limousinenservice (im internationalen Ankunftsbereich buchbar) oder ein Hoteltransfer genutzt werden.

Auf Fahrten als Anhalter sollte verzichtet und auch auf die Mitnahme von Anhaltern sollte grundsätzlich verzichtet werden. Fahrzeuge sollten stets auf bewachten Parkplätzen abgestellt und keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto gelassen werden.

Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten sollten nicht von Fremden angenommen und Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Auf diese Weise werden Opfern sog. „K.O.-Tropfen“ oder ähnliche Mittel verabreicht. Insbesondere in Bogotá häufen sich diese Fälle in letzter Zeit.

Grenzgebiet zu Venezuela
Die Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela ist an den Hauptübergangsstellen für Fußgänger tagsüber geöffnet. Gleichwohl bleibt bei Reisen in die Grenzregion zu Venezuela Vorsicht geboten, eine Grenzüberquerung mit Fahrzeug ist nicht möglich. Die Sicherheitslage im Grenzgebiet ist derzeit besonders volatil

Drogenkuriere
Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht. Vor Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen, wird gewarnt, ebenso sollten Reisende kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften.

Naturkatastrophen
Kolumbien liegt in einer seismisch aktiven Zone. Im Bereich der Kordilleren im Westteil Kolumbiens ist mit erhöhter Erdbebengefahr zu rechnen. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Bei Reisen in die unmittelbare Umgebung von Vulkanen sollten die Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte beachtet werden. Hinweise zu vulkanischen Aktivitäten gibt das staatliche geologische Institut Ingeominas.

Von April bis Mitte Juni und im Oktober und November ist in Kolumbien Regenzeit, in der es zu heftigen Regenfällen, häufig mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommt. Aktuelle Informationen zu regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen nach schweren Regenfällen sind bei der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz UNGRD erhältlich.

An der Nordküste am karibischen Meer ist von Juni bis Dezember Wirbelsturmsaison. Reisende in dieser Zeit in dieser Küstenregion werden um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen
Infrastruktur/Straßenverkehr

Es gibt ein dichtes Netz von Inlandsflügen und Autobusverbindungen. Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich.

Aufgrund des schlechten Straßenzustands und der gebirgigen Topographie besteht allerdings ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Überfälle, Entführungen und Unfällen, und es muss mit langen Fahrtzeiten gerechnet werden. Unauffällige Fahrzeuge sollten bevorzugt werden.
In der niederschlagsreichen Zeit ist zudem mit Behinderungen bei Erdrutschen und bei Streiks zu rechnen.

Wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr sollten Nachtfahrten (auch mit Bussen) im ganzen Land vermieden werden. Reisen im Land sollten stets gut vorbereitet werden, Transportmittel und Übernachtungsmöglichkeiten im Voraus feststehen.

Sprache
Grundkenntnisse der spanischen Sprache sind empfehlenswert, Fremdsprachenkenntnisse sind außerhalb der Touristenzentren wenig verbreitet.

Besuch von Nationalparks
Für den Besuch einiger Nationalparks ist der Nachweis der Gelbfieberimpfung Pflicht.
Die Impfung ist kostenlos am Flughafen El Dorado/Bogota sowie in diversen Impfzentren möglich, gültiger Impfschutz entsteht aber erst nach 10 Tagen. Weitere Informationen gibt es unter Parques Nacionales Naturales de Colombia.

Geld/Kreditkarten
Euro können bei Wechselstuben in Landeswährung umgetauscht werden. Die Akzeptanz von Kreditkarten (Visa- und Mastercard) ist weit verbreitet, auch ist das Abheben am Geldautomaten damit in der Regel möglich. Dort sollte besondere Vorsicht gelten, Automaten sollten auf mögliche Präparierungen zum illegalen Auslesen der Karte überprüft werden. Abhebungen sollten nur tagsüber, in belebten Straßen, großen Banken oder Einkaufszentren und möglichst in Begleitung erfolgen.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente[/b]
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und noch mindestens für die vorgesehene Aufenthaltsdauer gültig sein.
Bei der Einreise kann die Vorlage eines Rück- bzw. Weiterflugtickets verlangt werden.

Reisende, die ihren aktuellen Pass jemals als verloren oder gestohlen gemeldet haben, sollten sich vor der Abreise vergewissern, dass die Meldung in der Interpol-Datei vollständig gelöscht ist. Andernfalls kann es zu Einreiseproblemen kommen.
Deutsch-kolumbianische Doppelstaater müssen mit einem kolumbianischen Pass ein- und ausreisen.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Für Minderjährige, die (auch) kolumbianische Staatsangehörige sind (z.B. deutsch-kolumbianische Doppelstaater) ist die Ausreise nur mit schriftlicher, notarieller Einverständniserklärung der nicht mitreisenden Eltern bzw. des nicht mitreisenden Elternteils möglich.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen rein touristischen Aufenthalt in Kolumbien kein Visum. An den Grenzübergangsstellen bzw. auf den internationalen Flughäfen wird von der Immigrationsbehörde „Migración Colombia“ per Stempel im Reisepass die Aufenthaltsdauer festgelegt. Reisende sollten daher bei der Einreisekontrolle durch Vorlage von Einladungsschreiben, Flugtickets o. ä. die Grenzbeamten bitten, eine Aufenthaltsdauer zu genehmigen, die den angestrebten Aufenthaltszeitraum abdeckt, was in der Regel auch erfolgt. Die zunächst maximale Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage, verlängerbar um weitere 90 Tage. Bei Einreise auf dem Landweg, z.B. mit Bus, muss unbedingt auf die Anbringung des Einreisestempels geachtet werden, da es andernfalls Probleme bei der Ausreise gibt. Gerade an der Grenze von Ecuador nach Kolumbien lassen Überlandbusse sich gern „durchwinken“, ohne ihren Fahrgästen Zeit für die Einreiseformalitäten zu lassen.

Reisende, die über die genehmigte Aufenthaltsdauer hinaus im Land bleiben wollen, müssen rechtzeitig vor Ablauf des bereits genehmigten Zeitraums bei der Migración Colombia eine (gebührenpflichtige) Verlängerung beantragen. Migración Colombia ist in allen größeren Städten des Landes vertreten. In der Regel wird eine einmalige Verlängerung um weitere 90 Tage gewährt, ein Anspruch darauf besteht jedoch nicht.
Sofern der Aufenthalt nicht ausschließlich touristischen Zwecken dient, ist die mit der Frage zu kontaktieren, ob ein Visum für den Aufenthalt in Kolumbien erforderlich ist.

Einreise aus/über Brasilien
Wegen eines Gelbfieberausbruchs in Brasilien haben mehrere Staaten in Lateinamerika ihre Einreisebestimmungen verschärft, hierunter auch Kolumbien. Reisende, die aus oder über Brasilien einreisen möchten, müssen derzeit eine Gelbfieberimpfung nachweisen, ohne die oft bereits die Beförderung von Flughäfen in Brasilien abgelehnt werden kann.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 23.05.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 23.05.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Anlässlich der Präsidentschaftswahlen am Sonntag, 27.05.2018, schließt Kolumbien ab Donnerstag, 24.05.2018, die Landgrenzen zu Venezuela. Am Wahltag werden auch die Grenzübergänge nach Ecuador, Peru und Brasilien geschlossen sein. Ein- und Ausreisen sind im genannten Zeitraum nur noch auf dem Luftweg möglich.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 01.06.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 01.06.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Der im Bau befindliche Staudamm Hidroituango am Rio Cauca, ca 170 km nördlich von Medellin, ist aufgrund extremer Regenfälle möglicherweise einsturzgefährdet. Sollte es zu einem Dammbruch oder Abrutschen des begrenzenden Gebirgszugs kommen, ist mit einer enormen Flutwelle zu rechnen. Die Gemeinden Puerto Valdivia, Puerto Antioquia, Cáceres und Taraza wurden vorsorglich evakuiert.
Reisende sollten die betroffene Gegend am nördlichen Ende der westlichen Kordilleren derzeit möglichst meiden. Bei notwendigen Reisen in die Region ist das Einholen aktueller Informationen zur Gefährdungseinschätzung sowie Notfallplanung angeraten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 15.11.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 15.11.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise (Demonstrationen)


Aktuelle Hinweise
Im November und Dezember 2018 sind eine geplante Steuerreform und der Bildungsetat Anlass für Proteste. Für den 15. und 28. November sowie 13. Dezember 2018 sind größere Demonstrationen und Streiks in der Hauptstadt Bogotà und anderen größeren Städten angekündigt. Gewalttätige Ausschreitungen sind dabei nicht auszuschließen. Es kann zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Straßenblockaden wie vor Grenzübergängen zu Nachbarstaaten wie Ecuador kommen.
Reisende werden gebeten, sich in lokalen Medien über die Lage informiert zu halten und Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig zu meiden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Von Reisen in folgende Departamentos bzw. Gebiete wird
– mit Ausnahme von Fahrten auf Hauptstraßen zwischen Großstädten bei Tageslicht – dringend abgeraten:
  • Norte de Santander (mit Ausnahme der Hauptstadt Cúcuta)
  • Arauca (mit Ausnahme der gleichnamigen Hauptstadt)
  • Vichada (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Carreño)
  • Guainía (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Inírida)
  • Guaviare (mit Ausnahme der Hauptstadt San José del Guaviare)
  • Caquetá (mit Ausnahme der Hauptstadt Florencia)
  • Östliche und südliche Teile von Meta (mit Ausnahme der Tourismusregion Caño Cristales)
  • Putumayo (mit Ausnahme der Hauptstadt Mocoa)
  • Nariño (außer der Hauptstadt Pasto und dem Grenzübergang Ipiales)
  • Südlicher Teil des Valle del Cauca
  • Chocó (außer dem Küstenstreifen zwischen Nationalpark Utría und Punta Arusi)
  • Ländliche Regionen im Norden von Antioquia
  • Süd-Córdoba und
  • Süd-Bolívar
Terrorismus
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Verbliebene Guerillaorganisationen (ELN, EPL), FARC-Dissidenten sowie weitere Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben jedoch nach wie vor Gewalttaten und liefern sich Bandenkriege im Kampf um die Vorherrschaft in dem entstandenen Machtvakuum. Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenökonomie, illegaler Bergbau, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv und gehen aggressiv gegen Eindringlinge bzw. potentielle Opfer vor.

In den Grenzregionen Kolumbiens wird um besondere Vorsicht gebeten. Dort ist in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten mit schwacher Infrastruktur die staatliche Kontrolle weiterhin nicht gewährleistet. In den o.g. Regionen sind Entführungen, Raub und andere Gewaltdelikte bis hin zu offenen Kämpfen krimineller Banden sowie Anschläge auf die Staatsgewalt jederzeit möglich. Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden.

Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind mit Ausnahme eines Anschlags in einem Einkaufszentrum in Bogotá in den letzten Jahren nicht vorgekommen. Der Friedensschluss mit der FARC sollte jedoch nicht dazu verleiten, die weiterhin bestehenden Gefahren durch kriminelle Akteure insbesondere außerhalb der Großstädte zu unterschätzen.

Demonstrationen
Demonstrationen, Protestaktionen und Streiks können insbesondere in großen Städten in Kolumbien jederzeit stattfinden. Gewalttätige Ausschreitungen sind dabei nicht auszuschließen. Auch kann es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Straßenblockaden kommen, wie vor Grenzübergängen zu Nachbarstaaten wie Ecuador. Demonstrationen und größere Menschenansammlungen sollten weiträumig gemieden werden.

Kriminalität
In den Großstädten (Bogotá, Medellin, Barranquilla, Cali, Cartagena, Santa Marta usw.) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.

Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren. Selbst tagsüber muss auch in belebten Straßen mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr der Gewaltanwendung.

Reisende sollten bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen in größeren Städten meiden und abseits der Touristenzentren nicht alleine unterwegs sein, insbesondere wenn keine Ortkenntnisse vorhanden sind. Bei einem Überfall sollte auf keinen Fall Widerstand geleistet werden.
Bei Menschenansammlungen wie z.B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen sollte besonders gut auf Wertgegenstände und Gepäck geachtet werden, auf auffälligen (auch Mode-) Schmuck sollte verzichtet und Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mitgenommen werden.

Taxis sollten nicht am Straßenrand angehalten, sondern stets per Telefon- oder Internetservice (z.B. die Taxi-App EASY TAPPSI) bestellt oder Taxis an den autorisierten Taxiständen benutzt werden. Andernfalls besteht Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. In letzter Zeit widerfuhr dies orts- und sprachkundigen Fahrgästen sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá. Eine sicherere Alternative für die Fahrt vom Flughafen ist ein Limousinenservice (im internationalen Ankunftsbereich buchbar) oder ein Hoteltransfer.
Sowohl auf Fahrten als Anhalter als auch auf die Mitnahme von Anhaltern sollte verzichtet werden. Fahrzeuge sollten stets auf bewachten Parkplätzen abgestellt und keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto gelassen werden.

Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten sollten nicht von Fremden angenommen und Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Auf diese Weise werden Opfern sog. „K.O.-Tropfen“ oder ähnliche Mittel verabreicht. Insbesondere in Bogotá häufen sich diese Fälle in letzter Zeit.

Landminen
Neben dem Gewaltpotential geht Gefahr von Landminen aus. Befestigte Straßen (=Teerstraßen, regelmäßig befahrene Schotterpisten) sollten daher außerhalb von Ortschaften nicht verlassen werden. Schon wenige Schritte neben der Piste besteht die Gefahr, auf eine Mine zu treten. Informationen zur Verteilung der verminten Gebiete finden sich z.B. unter DescontaminaColombia.

Naturkatastrophen
Kolumbien liegt in einer seismisch aktiven Zone. Im Bereich der Kordilleren im Westteil Kolumbiens ist mit erhöhter Erdbebengefahr zu rechnen. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Bei Reisen in die unmittelbare Umgebung von Vulkanen sollten die Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte beachtet werden. Hinweise zu vulkanischen Aktivitäten gibt der Servicio Geológico Colombiano.

Der im Bau befindliche Staudamm Hidroituango am Rio Cauca, ca 170 km nördlich von Medellin, ist möglicherweise einsturzgefährdet. Sollte es zu einem Dammbruch oder Abrutschen des begrenzenden Gebirgszugs kommen, ist mit einer enormen Flutwelle zu rechnen. Die Gemeinden Puerto Valdivia, Puerto Antioquia, Cáceres und Taraza wurden zeitweilig evakuiert. Reisende sollten die betroffene Gegend am nördlichen Ende der westlichen Kordilleren derzeit möglichst meiden. Bei notwendigen Reisen in die Region ist das Einholen aktueller Informationen zur Gefährdungseinschätzung sowie Notfallplanung angeraten.

Von April bis Mitte Juni und im Oktober und November ist in Kolumbien Regenzeit, in der es zu heftigen Regenfällen, häufig mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommt. Aktuelle Informationen zu regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen nach schweren Regenfällen sind bei der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz UNGRD erhältlich.

An der Nordküste am karibischen Meer ist von Juni bis Dezember Wirbelsturmsaison. Reisende in dieser Zeit in dieser Küstenregion werden um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten.

Drogenkuriere
Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler„ missbraucht. Besondere Vorsicht gilt bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen, ebenso sollten Reisende kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird grundsätzlich empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Auswärtiges Amt

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 28.12.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand: 28.12.2018

Letzte Änderungen:
- Allgemeine Reiseinformationen (Wanderungen, Bergtouren, Besuch von Nationalparks)


Allgemeine Reiseinformationen
Wanderungen, Bergtoren, Besuch von Nationalparks

Für den Besuch einiger Nationalparks ist der Nachweis der Gelbfieberimpfung Pflicht.
Die Impfung ist kostenlos am Flughafen El Dorado/Bogota sowie in diversen Impfzentren möglich, gültiger Impfschutz entsteht aber erst nach 10 Tagen.

Bei Hochgebirgstouren kommt es aufgrund der extremen Höhenlage von oft über 5000 Metern und der besonderen lokalen Bedingungen wie z.B. überwachsenes Geröll auch unter erfahrenen Bergsteigern zu teilweise schweren Unfällen. Eine flächendeckende, zuverlässig erreichbare Bergwacht existiert nicht. Rettungsflüge und ein Mobilfunkempfang sind vielerorts nicht möglich.

Für Notfälle sollten alternative Kommunikationsmittel wie ein Satellitentelefon oder ein anmietbares Notrufsystem wie z.B. SPOT mitgeführt werden. Vor Aufbruch sollten beim Veranstalter bzw. lokalen Führer Informationen über die konkreten Rettungsmöglichkeiten im Notfall eingeholt und sich nicht mit beschwichtigenden Worten hierzu oder zum Schwierigkeitsgrad zufrieden gegeben werden.

Restriktionen und Empfehlungen der nationalen Parkverwaltung zu den einzelnen Gebieten sollten unbedingt beachtet werden.

Weitere Informationen gibt es unter Parques Nacionales Naturales de Colombia.
Auswärtiges Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 28.01.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 28.01.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Medizinische Hinweise


Aktuelle Hinweise
Seit Jahresanfang 2019 häufen sich Überfälle auf Touristen auf der Straße Riohacha – Cabo de la Vela im nördlichsten Departamento La Guajira an der Karibikküste.
Reisenden wird durch die Polizei geraten, die Strecke bis auf Weiteres nur auf dem Hauptweg und mit von der Polizei eingerichteter Sicherheitsbegleitung zu befahren

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Von Reisen in folgende Departamentos bzw. Gebiete wird
– mit Ausnahme von Fahrten auf Hauptstraßen zwischen Großstädten bei Tageslicht – dringend abgeraten:
  • Norte de Santander (mit Ausnahme der Hauptstadt Cúcuta)
  • Arauca (mit Ausnahme der gleichnamigen Hauptstadt)
  • Vichada (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Carreño)
  • Guainía (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Inírida)
  • Guaviare (mit Ausnahme der Hauptstadt San José del Guaviare)
  • Caquetá (mit Ausnahme der Hauptstadt Florencia)
  • Östliche und südliche Teile von Meta (mit Ausnahme der Tourismusregion Caño Cristales)
  • Putumayo (mit Ausnahme der Hauptstadt Mocoa)
  • Nariño (außer der Hauptstadt Pasto und dem Grenzübergang Ipiales)
  • Südlicher Teil des Valle del Cauca
  • Chocó (außer dem Küstenstreifen zwischen Nationalpark Utría und Punta Arusi)
  • Ländliche Regionen im Norden von Antioquia
  • Süd-Córdoba und
  • Süd-Bolívar
Terrorismus
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Der Abbruch der Friedensgespräche mit der ELN nach einem Attentat der ELN gegen eine Polizeischule in Bogota am 17. Januar 2019 lässt jedoch befürchten, dass es zu weiteren Anschlägen der ELN kommen kann. Der Friedensprozess mit der sehr viel größeren FARC wird jedoch weiter fortgesetzt und bleibt davon unberührt. Guerillareste (ELN, EPL), FARC-Dissidenten sowie Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben darüber hinaus weiter Gewalttaten und liefern sich Bandenkriege im Kampf um die Vorherrschaft in den Drogengebieten. Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenökonomie, illegaler Bergbau, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv und gehen aggressiv gegen Eindringlinge bzw. potentielle Opfer vor.

In den Grenzregionen Kolumbiens wird um besondere Vorsicht gebeten. Dort ist in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten mit schwacher Infrastruktur die staatliche Kontrolle weiterhin nicht gewährleistet. In den o.g. Regionen sind Entführungen, Raub und andere Gewaltdelikte bis hin zu offenen Kämpfen krimineller Banden sowie Anschläge auf die Staatsgewalt jederzeit möglich. Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden.

Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind mit Ausnahme eines Anschlags in einem Einkaufszentrum in Bogotá in den letzten Jahren nicht vorgekommen. Der Friedensschluss mit der FARC sollte jedoch nicht dazu verleiten, die weiterhin bestehenden Gefahren durch kriminelle Akteure insbesondere außerhalb der Großstädte zu unterschätzen.

Demonstrationen
Demonstrationen, Protestaktionen und Streiks können insbesondere in großen Städten in Kolumbien jederzeit stattfinden. Gewalttätige Ausschreitungen sind dabei nicht auszuschließen. Auch kann es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Straßenblockaden kommen, wie vor Grenzübergängen zu Nachbarstaaten wie Ecuador. Demonstrationen und größere Menschenansammlungen sollten weiträumig gemieden werden.

Kriminalität
In den Großstädten (Bogotá, Medellin, Barranquilla, Cali, Cartagena, Santa Marta usw.) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.

Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren. Selbst tagsüber muss auch in belebten Straßen mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr der Gewaltanwendung.

Reisende sollten bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen in größeren Städten meiden und abseits der Touristenzentren nicht alleine unterwegs sein, insbesondere wenn keine Ortkenntnisse vorhanden sind. Bei einem Überfall sollte auf keinen Fall Widerstand geleistet werden.

Bei Menschenansammlungen wie z.B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen sollte besonders gut auf Wertgegenstände und Gepäck geachtet werden, auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck sollte verzichtet und Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mitgenommen werden.

Taxis sollten nicht am Straßenrand angehalten, sondern stets per Telefon- oder Internetservice (z.B. die Taxi-App EASY TAPPSI) bestellt oder Taxis an den autorisierten Taxiständen benutzt werden. Andernfalls besteht Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. In letzter Zeit widerfuhr dies orts- und sprachkundigen Fahrgästen sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá. Eine sicherere Alternative für die Fahrt vom Flughafen ist ein Limousinenservice (im internationalen Ankunftsbereich buchbar) oder ein Hoteltransfer.
Sowohl auf Fahrten als Anhalter als auch auf die Mitnahme von Anhaltern sollte verzichtet werden. Fahrzeuge sollten stets auf bewachten Parkplätzen abgestellt und keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto gelassen werden.

Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten sollten nicht von Fremden angenommen und Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Auf diese Weise werden Opfern sog. „K.O.-Tropfen“ oder ähnliche Mittel verabreicht. Insbesondere in Bogotá häufen sich diese Fälle in letzter Zeit.

Landminen
Neben dem Gewaltpotential geht Gefahr von Landminen aus. Befestigte Straßen (=Teerstraßen, regelmäßig befahrene Schotterpisten) sollten daher außerhalb von Ortschaften nicht verlassen werden. Schon wenige Schritte neben der Piste besteht die Gefahr, auf eine Mine zu treten. Informationen zur Verteilung der verminten Gebiete finden sich z.B. unter DescontaminaColombia.

Naturkatastrophen
Kolumbien liegt in einer seismisch aktiven Zone. Im Bereich der Kordilleren im Westteil Kolumbiens ist mit erhöhter Erdbebengefahr zu rechnen. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis bietet das Deutsche GeoForschungsZentrum.

Bei Reisen in die unmittelbare Umgebung von Vulkanen sollten die Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte beachtet werden. Hinweise zu vulkanischen Aktivitäten gibt der Servicio Geológico Colombiano.

Der im Bau befindliche Staudamm Hidroituango am Rio Cauca, ca 170 km nördlich von Medellin, ist möglicherweise einsturzgefährdet. Sollte es zu einem Dammbruch oder Abrutschen des begrenzenden Gebirgszugs kommen, ist mit einer enormen Flutwelle zu rechnen. Die Gemeinden Puerto Valdivia, Puerto Antioquia, Cáceres und Taraza wurden zeitweilig evakuiert. Reisende sollten die betroffene Gegend am nördlichen Ende der westlichen Kordilleren derzeit möglichst meiden. Bei notwendigen Reisen in die Region ist das Einholen aktueller Informationen zur Gefährdungseinschätzung sowie Notfallplanung angeraten.

Von April bis Mitte Juni und im Oktober und November ist in Kolumbien Regenzeit, in der es zu heftigen Regenfällen, häufig mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommt. Aktuelle Informationen zu regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen nach schweren Regenfällen sind bei der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz UNGRD erhältlich.

An der Nordküste am karibischen Meer ist von Juni bis Dezember Wirbelsturmsaison. Reisende in dieser Zeit in dieser Küstenregion werden um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten.

Drogenkuriere
Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler„ missbraucht. Besondere Vorsicht gilt bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen, ebenso sollten Reisende kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Medizinische Hinweise
Aktuelle medizinische Hinweise

Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.

Impfschutz
Kolumbien verlangt bei der direkten Einreise aus Deutschland zwar keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung, dennoch wird die Impfung allen Reisenden dringend empfohlen, bevor sie in Kolumbien in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt.
Hierzu gehören Gebiete unterhalb 2.300m in den Departments von Amazonas, Antioquia, Arauca, Atlántico, Bolivar, Boyacá, Caldas, Caquetá, Casanare, Cauca, Cesar, Córdoba, Cundinamarca, Guainía, Guaviare, Huila, Magdalena, Meta, Norte de Santander, Putumayo, Quindio, Riasaralda, San Andrés, Providencia, Santander, Sucre, Tolima, Vaupés und Vichada; den Städten von Acandí, Juradó, Riosucio und Unguía im Department Choco, den Städten von Albania, Barrancas, Dibulla, Distracción, El Molino, Fonseca, Hatonuevo, La Jagua del Pilar, Maicao, Manaure, Riohacha, San Juan del Cesar, Urumita und Villanueva im La Guajira Department.
Ein niedriges Expositionspotential existiert für Gelbfieber auch in den Departments von Cauca, Nariño und Valle de Cauca, dem zentralen und südlichen Choco Department und den Städten von Barranquilla, Cali, Cartagena und Medellín.
Gelbfieber wird in Gebieten oberhalb von 2.300 m, inkl. den Stadtgebieten von Bogotá und Uribia im La Guajira Department, nicht übertragen.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Influenza, Pneumokokken und Herpes Zoster (Gürtelrose).
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Zika-Virus-Infektion
Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird Kolumbien mit einer möglichen Übertragbarkeit von Zika-Viren klassifiziert, d.h. Kategorie 1 bzw. 2 der aktuellen WHO-Einteilung, auch wenn u.U. aktuell keine neuen Erkrankungsfälle dokumentiert werden.
Das Übertragungsrisiko kann dabei sowohl regional als auch saisonal erheblich variieren.
In Anlehnung an die derzeitigen WHO-Empfehlungen empfiehlt das Auswärtige Amt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von vermeidbaren Reisen in Regionen der o.g. WHO-Kategorie 1 oder 2 abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion und deren Prävention finden Sie im mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) sowie dem Robert Koch-Institut (RKI) abgestimmten Merkblatt Zika-Virus-Infektion des Gesundheitsdienstes.

Chikungunya
Für Kolumbien wie auch zuvor schon in anderen Gebieten der Karibik und den angrenzenden Ländern wurden bestätigte Erkrankungsfälle von Chikungunya gemeldet.
Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie das Dengue-Fieber (s.u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten.

Dengue-Fieber
Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).

Malaria
Ein geringes Risiko für Malaria besteht im ganzen Land unterhalb von 1.600m Höhe, ein sehr geringes Risiko in den ländlichen Gebieten im Norden.
Als Malaria-frei gelten die großen Städte, S. Andres und Providencia.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Je nach Reiseprofil kann im Einzelfall eine Chemoprophylaxe bzw. Standby-Medikation sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
Aufgrund der o.g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden empfohlen,
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.

Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Dies ist besonders wichtig in ländlichen Gebieten. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

Trypanosomiasis („Mal de Chagas“)
In Kolumbien kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. Einen Schutz gegen Bisse können korrekt angebrachte Bettnetze bieten. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und u.U. eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen am Herzen und des Verdauungstraktes auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering.

HIV/AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.
Vor einer Reise nach Kolumbien wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 22.03.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 22.03.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Der kolumbianische Teil des Straßensystems „Panamericana“ ist derzeit aufgrund von teilweise gewaltsamen Protesten und Straßenblockaden streckenweise nicht passierbar. Von einer Reise auf dieser Strecke sowie auf im Gebiet verlaufenden Nebenstrecken wird dringend abgeraten. Betroffen ist die Hauptverkehrsverbindung zwischen Cali und Popayan, weiter nördlich kann es punktuell zu Sperrungen kommen. Auch die östlich der Kordillere verlaufende Nord-Südverbindung, von Huila nach Putumayo, ist von den Protesten betroffen und sollte gemieden werden. Reisenden wird geraten, den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten.

Von Reisen in die Grenzgebiete zu Venezuela wird aufgrund der aktuellen Ereignisse in Venezuela derzeit abgeraten. Es kann zu kurzfristigen Grenzschließungen kommen.
Reisende sollten größere Menschenansammlungen meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge leisten.

Seit Jahresanfang 2019 häufen sich Überfälle auf Touristen auf der Straße Riohacha – Cabo de la Vela im nördlichsten Departamento La Guajira an der Karibikküste.
Reisenden wird durch die Polizei geraten, die Strecke bis auf Weiteres nur auf dem Hauptweg und mit von der Polizei eingerichteter Sicherheitsbegleitung zu befahren.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 09.04.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 10.04.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise (Kriminalität)
- Allgemeine Reiseinformationen (Kommunikation)


Aktuelle Hinweise
Von Reisen in die Grenzgebiete zu Venezuela wird
aufgrund der aktuellen Ereignisse in Venezuela derzeit abgeraten. Es kann zu kurzfristigen Grenzschließungen kommen.
Reisende sollten größere Menschenansammlungen meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge leisten.

Straßenblockaden auf der „Panamericana“ zwischen Cali und Popayan wurden aufgehoben. Die Straße und damit die Verbindung nach Ecuador ist wieder passierbar.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität

In den Großstädten (Bogotá, Medellin, Barranquilla, Cali, Cartagena, Santa Marta usw.) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.

Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren.

Ein erhöhtes Überfallrisiko auf Touristen besteht auf der Straße Riohacha – Cabo de la Vela im nördlichsten Departamento La Guajira an der Karibikküste. Reisenden wird empfohlen, die Strecke bis auf weiteres nur auf dem Hauptweg und mit von der Polizei eingerichteter Sicherheitsbegleitung zu befahren.

Selbst tagsüber muss auch in belebten Straßen mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr der Gewaltanwendung.

Reisende sollten bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen in größeren Städten meiden und abseits der Touristenzentren nicht alleine unterwegs sein, insbesondere wenn keine Ortkenntnisse vorhanden sind. Bei einem Überfall sollte auf keinen Fall Widerstand geleistet werden.
Bei Menschenansammlungen wie z.B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen sollte besonders gut auf Wertgegenstände und Gepäck geachtet werden, auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck sollte verzichtet und Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mitgenommen werden.

Taxis sollten nicht am Straßenrand angehalten, sondern stets per Telefon- oder Internetservice (z.B. die Taxi-App EASY TAPPSI) bestellt oder Taxis an den autorisierten Taxiständen benutzt werden. Andernfalls besteht Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. In letzter Zeit widerfuhr dies orts- und sprachkundigen Fahrgästen sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá. Eine sicherere Alternative für die Fahrt vom Flughafen ist ein Limousinenservice (im internationalen Ankunftsbereich buchbar) oder ein Hoteltransfer.
Sowohl auf Fahrten als Anhalter als auch auf die Mitnahme von Anhaltern sollte verzichtet werden. Fahrzeuge sollten stets auf bewachten Parkplätzen abgestellt und keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto gelassen werden.

Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten sollten nicht von Fremden angenommen und Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt gelassen werden. Auf diese Weise werden Opfern sog. „K.O.-Tropfen“ oder ähnliche Mittel verabreicht. Insbesondere in Bogotá häufen sich diese Fälle.

Allgemeine Reiseinformationen
Kommunikation

Außerhalb der großen Städte und insbesondere in den Naturparks gibt es keine flächendeckende Internet- und Mobilfunkverbindung. Für Notfälle sollten für Touren in Nationalparks alternative Kommunikationsmittel wie ein Satellitentelefon oder ein anmietbares Notrufsystem wie z.B. SPOT mitgeführt werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 24.04.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 24.04.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Gewerkschaften, Studentenvertretungen und andere soziale Organisationen haben für Donnerstag, 25. April 2019, zu einem landesweiten Generalstreik aufgerufen. In Bogotá muss ab 08.00 Uhr mit Blockaden von Hauptstraßen, insbesondere der Avenida El Dorado (Straße zum Flughafen), der Calle 10 sowie der Carrera 7 gerechnet werden. Mit weiträumigen Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen. Weitere Schwerpunkte der Proteste werden die Städte Barranquilla, Bucaramanga, Cali und Medellin sein. Auch in ländlichen Regionen muss grundsätzlich mit Behinderungen gerechnet werden. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Proteste über den 25. April 2019 anhalten werden. Konfrontationen mit den Sicherheitskräften können nicht ausgeschlossen werden. Reisenden wird geraten, sich von den Demonstrationszügen fernzuhalten und den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten.

Von Reisen in die Grenzgebiete zu Venezuela wird aufgrund der aktuellen Ereignisse in Venezuela derzeit abgeraten. Es kann zu kurzfristigen Grenzschließungen kommen.

Reisende sollten größere Menschenansammlungen meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge leisten.

Straßenblockaden auf der „Panamericana“ zwischen Cali und Popayan wurden aufgehoben. Die Straße und damit die Verbindung nach Ecuador ist wieder passierbar.
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