Tips zur Handhabung des Carnet de Passage

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marylin
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Re: Tips zur Handhabung des Carnet de Passage

Beitrag von marylin »

Ulli Dorn hat geschrieben:Ich weißt ja nicht wo ihr eure Informationen so her habt, aber ich habe in Bezug auf Bankbürgschaften oder Avalkredite andere Erfahrungen.

Wie der Name so schön sagt, handelt es sich um eine Kreditform, bei der es im Normalfall nicht zur Auszahlung der Kreditsumme kommt. Da sind die Gebühren bzw. Zinsen deutlich niedriger als bei normalen Krediten. Zur Zeit liegen sie je nach Bank, Bürgschaftssumme und weiteren Eckdaten zwischen 1% und 2,5% der Bürgschaftssumme pro Jahr. Daher würde auch niemand, der sich auch nur ein bisschen auskennt, so blöd sein und eine größere Bürgschaftssumme cash beim ADAC hinterlegen. Das Geld, vernünftig angelegt, bringt auf jeden Fall mehr Ertrag als die Zinzen für den Avalkredit kosten.

Allerdings: es ist eben ein Kredit. Und den bekommt man nur gegen entsprechende Sicherheiten. Wenn man die nicht hat, kann man sich Gang zur Bank auch sparen. Man braucht aber nur die tatsächliche Bürgschaftssumme zu besichern. Irgendwelches Kleingedrucktes in Carnetbedingungen interessiert da überhaupt nicht. Wenn man z. B. bei der Bank einen Avalkredit über 5.000 Euro hat, haftet die Bank auch nur in dieser Höhe. Eventuelle weitere Forderungen landen ohnehin via ADAC direkt bei dem Carnetinhaber.

Schlechte Karten haben in diesem Zusammenhang alle, die nur ein Konto einer der Internetbanken haben. Die bieten meines Wissens Avalkredite nicht an. Sonst aber alle nornalen Haus- und Geschäftsbanken. Im Zweifel muss man mal einen Termin bei einem Geschäftskundenbetreuer machen.

Gruß

Ulli
SO kannte ich es bisher auch- allein letztes Jahr war kein Avalkredit zu bekommen, nach Nachfragen bot Ihn mir dann die Raiffeisenbank zu 12 % Zinsen an.....
Die wollten nicht mal Gold per Avalkredit absichern.
Ich habe auch festgestellt, dass der ADAC vieeel freundlicher ist, wenn man die Summe bei Ihm hinterlegt...LOL
Turi
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Re: Tips zur Handhabung des Carnet de Passage

Beitrag von Turi »

Konkret sieht das doch so aus, mit dem Risiko steigt der Zins.
12% sind so die untersten Kleinkreditzinsen mit grossem Risiko.
Kann man Sicherheiten bieten, zB. das Haus der Oma verpfänden :lol: dann ist das doch gar kein Problem und wenn man dann noch eine Hausbank hat, wo einem das Personal persönlich kennt, sicher kein Problem.
Die Banken sind auch nicht mehr so blauäugig um ein Risiko einzugehen, vor allem nicht bei so kleinen Beträgen :wink:
Die schreiben nicht gerne Geld ab.
Und wenn ich so manchmal Beiträge lese wie; Wenn ich nach der Reise nach Hause komme, bekomme ich dann Harz 4, dann kann ich die Bedenken der Banken auch verstehen.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Ina
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Re: Tips zur Handhabung des Carnet de Passage

Beitrag von Ina »

@ Ulli: Anscheinend hast Du das ja schon gemacht,oder? Bei welcher Bank denn?

Ich habe hier noch keinen einzigen Namen einer Bank gehört.
Meine Hausbank (Postbank) hat sofort abgelehnt und zwar ohne vorherige
Prüfung meiner Bonität. Sie machen das ganz einfach nicht!
Ebenso die Dresdner Bank, Deutsche Bank und Targobank.
Ganz so einfach scheint es, trotz Bonität, nicht zu sein....

LG
Ina
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Ralf Kiefer
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Re: Tips zur Handhabung des Carnet de Passage

Beitrag von Ralf Kiefer »

Ina hat geschrieben: Meine Hausbank (Postbank) hat sofort abgelehnt
Die gelten als Bank? Ich bin erstaunt.
Ina hat geschrieben: Sie machen das ganz einfach nicht!
Eben, doch keine Bank.
Ina hat geschrieben: Ebenso die Dresdner Bank, Deutsche Bank und Targobank.
Haben die ersten beiden Interesse an Kleinkundengeschäften, die keine Millionen persönliche "Boni" einbringen? Nein. q.e.d.

Den 3. Name kenne ich nicht.

Wenn Du nach Banken mit richtigem Kleinkundengeschäft gefragt hättest, hätte ich Spaßkassen sowie die genossenschaftlichen erwähnt. Von denen kenne ich eine, die Bürgschaften fürs Carnet verkauft, die BBBank.

Gruß, Ralf
Ulli Dorn
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Re: Tips zur Handhabung des Carnet de Passage

Beitrag von Ulli Dorn »

Die Postbank wirbt sogar im Internet damit auch Avalkredite anzubieten, allerdings im Geschäftskundenbereich. Daher in meinem vorherigen Post der Hinweis gegebenenfalls mal einen Berater zu kontaktieren, der auch wirklich Ahnung hat.

Die Dresdner Bank gibt es seit 2009 nicht mehr. Aber auch bis dahin haben die definitiv Avalkredite vergeben. Ich hatte seinerzeit eine Bürgschaft für ein Carnet von denen.

Der Nachfolger ist die Commerzbank. Auch die vergeben Avalkredite, zumindest bei mir :wink:

Die Targobank ist der Nachfolger der Citibank. Die würde ich sowieso nur unter Androhung körperlicher Gewalt betreten...

Zusammenfassend bleibe ich dabei. Es ist nach wie vor möglich zu guten Konditionen Avalkredite zu bekommen, auch als Bürgschaftsleistung für ein ADAC Carnet. Voraussetzung ist aber sicherlich eine vernünftige Hausbank zu haben UND dort bekannt zu sein bzw. über eine besicherbare Bonität zu verfügen. Wer nur mit seinem Gehaltszettel zu einer Bank marschiert, die ihn bisher nicht kennt, wird bestimmt kein Glück haben.

Gruß

Ulli
schnorr
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Re: Tips zur Handhabung des Carnet de Passage

Beitrag von schnorr »

Ulli Dorn hat geschrieben:Sonst aber alle nornalen Haus- und Geschäftsbanken. Im Zweifel muss man mal einen Termin bei einem Geschäftskundenbetreuer machen.
leider nicht. postbank machts definitiv nicht (aber ist die "normal"?)
eine alternative wäre noch ein freund oder verwandter, der für dich bei deiner bank bürgt. der bleibt ja hier und arbeitet fleissig :lol:
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Amanzi
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Registriert: Mo 10. Nov 2008, 22:35

Re: Tips zur Handhabung des Carnet de Passage

Beitrag von Amanzi »

Hallo zusammen,

kann ebenfalls Uli's Erfahrungen bestätigen. Wir hatten seinerzeit zunächst für 2 Jahre 5.000 EUR beim ADAC hinterlegt. Dann waren wir zwischendurch mal kurz in Deutschland und haben die Barhinterlegung gegen einen Avalkredit bei meiner langjährigen Hausbank (damals Sparkasse) ausgetauscht. Aus den von Uli geschilderten Gründen: der Avalkredit war günstiger als der Zinsertrag. Das war überhaupt kein Problem.

Ebenso haben wir nur gute Erfahrungen im Umgang mit einem CdP gemacht. Beim Rückverschiffen des Fahrzeuges habe ich allerdings zum ersten und einzigen Mal gepennt. Ein Stempelchen fehlte und wir mussten die Wartefrist beim ADAC abwarten. Logischerweise kam keine Zollreklamation und so wurde das Carnet problemlos freigegeben. Fazit: jederzeit wieder. Man muss das gute Stück halt hüten wie seinen Augapfel ;-)

Gruß
Amanzi
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