Sali Kuno
die Stimmung während einer Kamelreise, welche von A nach B kommen MUSS, ist natürlich
angespannter, als auf einer Tour, welche vor allem den Weg als Ziel hat. Wenn Kamel und Sattel
stimmen, gibt es Momente, in denen man einfach abhebt. Und wenn dann noch ein Chamelier zu
singen anfängt, leise, monoton, herzerweichend melancholisch, wie in allen Dokumentarfilmen
mit schönsten Landschaften und Sonnenuntergängen, dann, dann geht das mitten ins Mark.
Abheben kann man aber auch unfreiwillig, schneller als man denkt, liegt man unten...
Auf ein Pferd bin ich seit meinem ersten Kamelritt (Allahseidank auf einem Packsattel!)
nie mehr gestiegen, denn diese Gangart ist mir nun zu hart.
ein paar Klassiker von harten Männern und Frauen
- In search of the forty days Road von Michael Asher
- Impossible Journey = Zu zweit gegen die Sahara von Michael Asher
- Barfuss durch Mauretanien von Odette du Puigaudeau
- Wüstenwanderungen von Theodore Monod
- Arabian Sands = Die Brunnen der Wüste von Wilfried Thesinger
- Shadows across the Sahara = Verwehte Spuren (diejenigen von Hanns Vischer) von John Hare
- Mit dem Herzen einer Löwin von Pat Shipman
und ein paar Reiseberichte aus letzter Zeit
- Sand Dance = Im Leeren Viertel von Bruce Kirkby
- Forbidden Sands von Richard Trench
- Durchgekommen von Werner Gartung
und meine noch nicht gelesene eiserne Reserve für schwere Tage
- Wüstennomaden von Arita Baaijens
Mit der Überheblichkeit und Besserwisserei der Autoren, der Schinderei von Mensch und Tier und
dem regelmässig vorkommenden Übervorteilen der europäischen Kamelkäufer hatte ich manchmal
grosse Mühe
Leider kann ich dir nur all-inclusive Erfahrungen bieten, falls dich das doch interessiert
Grüsse
Ursula
PS auf den letzten Seiten von South from Barbary hats in der Bibliographie auch noch einige Tipps