Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

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schnorr
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von schnorr »

übrigens kippt ein geländewagen erst später als man gemeinhin annehmen mag. im auto ist es sogar noch ein schlimmeres gefühl als als außenstehender.

und noch was zur vorbereitung: je mehr gewicht ich auf dem dach habe (dachzelt, sprit, wasser, reifen, möbel und was ich sonst so alles auf den dächern erlebe)desto mehr geht der schwerpunkt nach oben, desto eher ist der kippmoment erreicht.
vorbeugung= wenig gewicht aufs dach. eigentlich klar, aber was ich so alles sehe auf den dächern :roll:

und immer wieder höre ich von schlechten sichtbedingungen, die dazu führen, das sich fahrfehler einstellen. gg hat schon recht, den tollen hecht mal zu hause lassen und eher eine pause einlegen und zu fuß erkunden kann einiges an schaden ersparen.
Zuletzt geändert von schnorr am Di 11. Mär 2008, 17:36, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Kuno
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Kuno »

...und beim zweiten Photo hat wohl jemand etwas Mühe gehabt, die Kamera horizontal zu halten :roll:
ursula
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kritische Situationen

Beitrag von ursula »

:oops: jetzt hast du mich doch bei der Schummelei erwischt...

hast du keine solche Rettungsaktionsbilder aus deinem reichen Saharaleben, welche man hier als Anschauungsmatreial benutzen könnte?
:wink:

Grüsse
Ursula
4x4traveler
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von 4x4traveler »

was mir noch zum umfaller einfällt:

den dachgarten vorm aufrichten unbedingt von lasten befreien (minimiert erneutes umfallen allerdings in die andere richtung) und alles unnötig schwere aus dem innenraum herausnehmen. denn beim aufrichten können die gegenstände im inneren des fahrzeugs großen schaden anrichten.
Kuno
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Re: kritische Situationen

Beitrag von Kuno »

ursula hat geschrieben: hast du keine solche Rettungsaktionsbilder aus deinem reichen Saharaleben, welche man hier als Anschauungsmatreial benutzen könnte?
Ursula; da ich ein extrem verantwortungsbewusster Fahrer bin, der sich niemals auf irgendwelche Risiken einlassen würde, kann ich mit solchen spektakulären Bildern selbstverständlich NICHT dienen 8)

Ok, und du musst bedenken, dass ich jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahrelang mit einem normalen VW PASSAT unterwegs war. Da sitzt du im Sand sofort mit dem Bauch auf. Sieht auf dem Foto nicht schlimm aus und ein "Offroadexpeditionsurvivalvehicle" würde diese Stelle ohne Probleme passieren. Also auch nichts, was sich photographish-dramatisch darstellen liesse :cry:
ursula
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kritische Situationen

Beitrag von ursula »

da ich ein extrem verantwortungsbewusster Fahrer bin, der sich niemals auf irgendwelche Risiken einlassen würde, kann ich mit solchen spektakulären Bildern selbstverständlich NICHT dienen
Ku-no.
Damit wäre das Thema wohl abgewürgt. Wer stellt denn seine "spektakulären" Bilder hier noch rein, wenn er damit in den Verdacht kommt, ein unverantwortlicher Fahrer, der Risiken eingegangen ist, zu sein?

Schade. Aber vielleicht finden sich doch noch ein paar Beispiele. Notfalls aus dem fernen Ausland - click .

Ursula
Gerhard Göttler
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Ihr Umfallbewussten!

Was man natürlich in Dünen nicht vergessen darf: Der extrem niedrige Luftdruck und schlimmer noch, ein Reifen, der von der Felge springt, begünstigen einen Umfaller. Wer Kanister üblicherweise auf dem Dach spazieren fährt, sollte diese vor einer Dünenfahrt im Fahrzeuginneren verzurren. In den bevölkerten Dünen des Mandaragebietes eröffnet sich die einfache Möglichkeit, solche schweren Dinge in einem der Camps am Rand des Dünengebietes zu deponieren.

Gerhard Göttler
Kuno
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Kuno »

Gerhard Göttler hat geschrieben:In den bevölkerten Dünen des Mandaragebietes eröffnet sich die einfache Möglichkeit, solche schweren Dinge in einem der Camps am Rand des Dünengebietes zu deponieren.
Anstatt die stinkenden, siffenden Kanister im Fahrzeuginnern festzuzurren oder sie irgendwo zu deponieren wo sie womöglich von Terro... äh Touristen geklaut werden könnte man sie doch auch an die mittlerweile zahlreichen Dünenwandertouristen abgeben, welche sie dann kostenlos zum Zielort schleppen. Damit hilft man auch den Wanderern, denn sie bekommen ein viel authentischeres Gefühl dafür, wie es -vor allem für die Frauen- gewesen sein muss, als die Seen noch bevölkert waren :mrgreen:
Gerhard Göttler
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Kuno!

Die Frauen mussten schleppen? Jetzt mal ernsthaft: Was denn schleppen? Ich hab sie nur mit diesen "Schmetterlingsnetzen" gesehen, die sie zum Dud-Fang mit sich führten. Woran denkst Du?

Der Gerhard

p.s.: Ich fahre seit jeher Diesel. Bei mir hat eigentlich noch nie ein Kanister gesifft. Wenn, dann bekam er gleich eine neue Dichtung oder wurde ganz aussortiert. Werden die Kanister allerdings nicht wirklich ganz sicher verzurrt, können sich beim Scheuern die Verschlüsse öffnen - das sollte man tunlichst vermeiden. Im Lauf der Jahre nimmt man halt so seine Gewohnheiten an ...
Kuno
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Kuno »

Geeeerhard; ich kenne das Photo mit den beiden Frauen und den Käschern auch. Du glaubst aber nicht wirklich, dass die nur mit diesen Netzchen rumgehüpft sind; oder? Das durften sie vielleicht nach der anderen Hausarbeit und nach dem Wasserschleppen etc. dann auch noch machen :D
Gerd C.
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Gerd C. »

[quote="Gerhard Göttler"]
.....

Aber wie gesagt, danach hattest Du eigentlich nicht gefragt. Aber ich meine dennoch, man sollte erst mal einen Schwerpunkt in Vermeidungsstrategien setzen, nicht als Thema hier, sondern als Thema für seine zukünftige Reise.

.....

Hallo Miteinander!

Apropos "Vermeidungsstrategie".
Vor oder zu Beginn einer Reise mach ich mich immer bei meinen Mitreisenden unbeliebt, in dem ich meine "Grundsatzregeln" verteile.
Viele fanden es gut, manche fanden es blöd, andere sogar kindisch!
Ich nutze jetzt mal die Gelegenheit und stelle sie hier herein, vielleicht kann ja der eine oder andere was damit anfangen?
Da ich die Regeln aus verschiedenen Reiseführern zusammen getragen habe, werden villeicht GG, oder Personen die noch das Buch "Motorradreisen, zwischen Urlaub und Expedition" von Trossmann kennen, einige Pasagen bekannt vor .

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Grundsätzliches:
· Wir fahren GEMEINSAM durch eine sehr lebensfeindliche Gegend!
· Die anderen Gruppenmitglieder sind NICHT als Lebensversicherung anzusehen!!
· Auf „Ausflüge“ einzelner neben der gewählten Strecke muss wegen der hohen Unfallgefahr und der Gefahr des „verlorengehens“ verzichtet werden!!
· Eine Piste hat immer einen Grund, warum sie gerade hier verläuft!

Fahren in der Gruppe
· Grundsätzlich sollte in einer fest einzuhaltenden Reihenfolge hintereinander (wenn nötig nebeneinander) gefahren werden
· Jeder ist für seinen „Hintermann“ verantwortlich, bei „Verlust“ ist sofort anzuhalten (Rückspiegel!!)
o Ausnahmen: Bei staubigen Pisten muss der Hinterherfahrende manchmal Abstand außer Sichtweite einhalten
o In schwierigen Streckenabschnitten ist dem Fahrer nicht zuzumuten auf den Hintermann aufzupassen
o „Muss“ in schwierigen Streckenabschnitten überholt werden, ist so bald wie möglich wieder die ursprüngliche Reihenfolge hergestellt werden
· In regelmäßigen Abständen wird auf die Reisepartner gewartet. Zudem auch an Verzweigungen oder nach schwierigen Streckenabschnitten
o Ausnahme: Auf staubigen Pisten kann auch nur so lange gewartet werden, bis der Hintermann in Sichtweite ist. Trotzdem sollten sich aber in regelmäßigen Abständen alle versammeln
· Kurz nach dem „Aufbruch“ (Übernachtung, Mittagspause o.ä.) ein Zwischenstop zur Fahrzeug- / Gepäckkontrolle

Verfahren / Verloren (Einzelner!)
· Grundsätzlich den EIGENEN Spuren bis zu dem Punkt zurückfahren, an dem man sich das letzte mal versammelt, bzw. gesehen hat
· Nicht abkürzen!!
· Nicht versuchen, den verlorengegangen Reisepartnern hinterherzufahren!! (Wer hat wen verloren???)
· Nicht zum nächsten GPS-Punkt fahren!!!! Außer es wurde vorher eindeutig so besprochen!!
Falls man sich nicht mehr finden sollte
· Wenn Möglich auf erhöhten Punkt IN SICHTWEITE des letzten gemeinsamen Punktes „Stellung“ beziehen
· Wenn Möglich mit Scheinwerfer oder Spiegel Lichtsignale geben
· Nach Einbruch der Dunkelheit zu jeder halben Stunde eine Signalrakete (rot) abfeuern.
· Am nächsten Morgen qualmendes Feuer machen

Verhalten im Notfall
Gestürzt / Panne
· Wenn obige Regeln eingehalten werden, dauert es nicht lange, bis Hilfe kommt!
· Trotzdem kann es sein, dass man nicht gleich gefunden wird
o 20m neben der Piste kann in der Sahara verdammt viel sein!!!
· In diesem Fall auf sich aufmerksam machen (Signalrakete, Feuer usw.)
Zurücklassen eines Verletzten
· Wenn irgendwie möglich sollten sich zwei auf den Weg machen, um Hilfe zu holen
· Den Verletzten mit Medikamenten versorgen (Schmerzmittel!)
· Lagerplatz herrichten:
o Schatten, sicher vor Flutwellen, Steinschlägen und anderen Verkehrsteilnehmern. Zelt, guten Schlafsack, Rettungsfolie
o Genug Wasser dort lassen! Pro Tag 5 Liter. Ggf. Wasser besorgen (naher Brunnen?).
o Genug Essen, einfach zuzubereiten, Kocher
o Wenn möglich Feuerholz bereit legen, Feuerzeug
o Signalausrüstung (Signalrakete, evtl. „Qualmfeuer“ vorbereiten, Benzin)
o „Waffen“ gegen Tiere! Steine, Montiereisen, Signalraketen
o Taschenlampe
o Lektüre, Radio usw. gegen Langeweile
· Die Hilfeholenden sollten ihre Fahrzeuge mit genug Treibstoff versorgen!
· In der nächsten Ortschaft Hilfe organisieren.
o Es kann Sinnvoller sein, zuerst auf Campingplätzen oder in „Tourist-Agencys“ nach Hilfe zu suchen bzw. ein Fahrzeug zu organisieren
o Bei Polizei oft viel Bürokratismus. Wenn aber dringend ein Krankenwagen benötigt wird, doch erste Wahl!
Ausfall der Fahrzeuge
· Grundregel: Beim Fahrzeug bleiben
o Ausnahme: Querfeldeinstrecke, wenig befahrene Pisten (2 Fahrzeuge in der Woche ist nicht wenig!!)
Muss doch zur nächsten Hauptpiste / Ortschaft / Brunnen gelaufen werden:
· Immer in eigenen Spuren zurücklaufen. Ausnahme: Sichere Wasserversorgung auf weiterführender Strecke
· Nicht während hoher Tagestemperaturen laufen, also nachts!
· RUCKSACK nicht zu schwer bepacken! (Max 20 Kg inkl. Wasser)
· Ausrüstung: Wasser, Orientierungsausrüstung, Proviant, Brunnenausrüstung (Seil, Eimer) Sonnenschutz, Erste Hilfe, Signalraketen......
Verirrt (Gruppe)
· In eigenen Spuren zurückfahren, bis wieder Klarheit über den Standpunkt besteht
· Nur bei absoluter Sicherheit „Querfeldein“ zur nächsten Hauptpiste „abkürzen“
· Bei Benzinknappheit muss unbedingt die nächste sichere Wasserversorgungsstelle oder die nächste Hauptpiste erreicht werden.

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In der Hoffnung, nie (wieder) in Schlamassel zu geraten!
Grüße
Gerd
Der Mensch ist das einzige Tier, das sich für einen Menschen hält!
Kuno
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Kuno »

Tönt doch sehr vernünftig. Was sind denn das für Leute, die dich wegen diesen Grundsätzen nicht mögen?
Gerhard Göttler
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Kuno!

Ja klar, die Frauen dort hatten auch zu arbeiten. Und in Gesellschaften mit patriarchalischen Strukturen tragen halt die Männer sehr schwer an ihrer Verantwortung; ich maße mir aber nicht an, dies womöglich heftig zu kritisieren. Aber im Ggsatz zu anderen Regionen Nordafrikas (oder gar der Sahel-Zone) waren die Wege zum Wasser nie weit. Da hatten die Daouada-Frauen mindestens nicht weit zu schleppen. Im übrigen habe ich die Frauen dort stets sehr temperamentvoll erlebt und gegenüber den Männern in keiner Weise etwa duckmäuserisch; so auch bei Begegnungen in den letzten Jahren, also auch noch in New Gabroon. Ich kenne die Strukturen dort nicht, aber mindestens dem Anschein nach sind die Daouada-Frauen deutlich emanzipierter als (arabische) Frauen in anderen Regionen Libyens. Dieses Urteil allerdings stüzt sich auf gerade mal eine Handvoll Begegnungen, nicht mehr, nicht weniger.

Aber wie schweifen ab!

Gerd C. hat ja ganz recht mit seiner Beobachtung (dieser Leute, die seine Grundsätze nicht mögen), dass ein gemeisames Regelwerk v o r einer Reise auf wenig Gegenliebe stößt. Geht dann irgendwas in die Hose, heißt es rasch, man hätte vielleicht doch im vorhinein und es wäre gut gewesen wenn ... ziemlich genau das, was ich ja auch von meiner Reise berichtet hatte, dass man bei der Schlussbesprechung erst feststellt, dass der vermeintlich Lahme ein Raser war.

Bei seinen Regeln (Trossmann lässt grüßen, aber der ist oder war ja auch ein erfahrener Gruppenreisender) fiel mir auf, dass ein wie mir scheint wichtiger Punkt nicht berücksichtigt wurde: Auf Piste die Reihenfolge einzuhalten erscheint mir klar, aber es muss deutlich gesagt werden, dass gerade auf großen Pisten mit vielen Nebenspuren und auch in vermeintlich (!) übersichtlichem Gelände gerade dies äußerst schwierig ist; fehlt ein Mitreisender plötzlich, ist oft nicht klar, ob er schon voraus oder noch (weit) hintendran ist! Gerade solche "Missverständnisse", unbeabsichtigtes und unbemerktes Überholen (von beiden Seiten unbemerkt, d.h. weder der Überholende noch der Überholte wissen davon) sollte in irgend einer Form zuvor besprochen und die möglichen Konsequenzen daraus fürs Wiederfinden bedacht sein.

Hoffentlich ein nicht zu langatmiges Beispiel dafür, dass einem solches sogar auf eigentlich verkehrsarmes Asphaltstraße passieren kann: Mein Begleiter in seinem Fahrzeug konnte wegen technischer Panne nur sehr langsam fahren; also fuhr ich immer wieder voraus, machte dort z.B. Kaffee oder ähnl., um dann beim Zusammentreffen nicht noch zusätzlich mit solchen Arbeiten Zeit zu verlieren. Wir hatten sogar die maximalen Kilometer vereinbart (waren das 50? Ich erinnere mich so konkret nicht mehr daran), nach denen ich stets anzuhalten und auf ihn zu warten hatte. Es war nordwärts fahrend kurz vor Touggourt (und wer diese Strecke kennt, weiß vielleicht, dass es zwei Möglichkeiten gibt, diesen Ort Ri El Oued zu durchfahren), ich hielt an, um die Ortsdurchfahrt gemeinsam zu "bewältigen". Nach einiger Zeit tauchte das Fahrzeug meines Freundes im Süden am Horizont auf - gleichzeitig aber auch zwei große Tanklastzüge, die noch langsamer fuhren als er. Und ausgerechnet auf meiner Höhe setzte er zum Überholen an und übersah mich dabei völlig, obwohl ich kaum 5 m neben der Straße und im eigentlich freien Gelände stand! Jetzt war er vor mir, aber ihm war das natürlich nicht klar. Ich machte den Kocher aus, räumet schnell das Kaffeezeugs ins Auto und so schnell es ging ihm hinterher. Aber ich konnte nicht mehr sehen, ob er nun die erste Möglichkeit nach Osten nahm oder die zweite! Weg war er jedenfalls! Und ich kann Dir sagen dass es vier Stunden dauerte, bis wir uns wieder gefunden hatten - und er machte mir die größten Vorwürfe, dass ich einfach weitergefahren wäre, was ja nicht richtig war, weil er ja vor mir war ... Wie hatte ich mich verhalten? Als ich merkte, dass er irgendwie, irgendwo in die Stadt reingefahren war, fuhr ich zunächst bis in die Stadtmitte, dann wieder bis an den südlichen Stadtrand zurück und stellte mich dort - eigentlich weithin sichtbar - auf die dort dammartig verlaufende Straße. Dann versuchte ich möglichst viele in unsere Richtung fahrend Fahrzeuge zu stoppen - was überwiegend misslang - und bat darum, man möge doch dem Fahrer eines blauen Landcruisers mit deutschen Kennzeichen ... sofern man ihn träfe ... mitteilen, dass ich hier am südlichen Stadtrand stünde. Er dagegen war bis ans östliche Ortsende gefahren, war dann zurück die alternative Ortsdurchfahrt gefahren und hatte sich ungefähr in der Ortsmitte auf den Marktplatz gestellt (dort gaben große Bäume Schatten). Hier war schließlich die Polizei auf ihn aufmerksam geworden, hatte ihn befragt und einer der Polizisten hat dann über Funk bei anderen Kollegen nachgefragt und einer dieser Kollegen muss mich wohl schon Stunden zuvor dort am Straßenrand beim Kaffekochen gesehen haben und konnte den Zusammenhang herstellen ...

Man lernt daraus: Es gibt die unmöglichsten Zufälle und nicht alles ist planbar und im Vorhinein absprechbar. Aber nicht zu wissen, wer nun schon weiter und wer noch hintendran ist - gerade dies ist nach meiner Erfahrung ein eher häufiges Vorkommnis und sollte bedacht und besprochen sein.

Der Gerhard
PeterC
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Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von PeterC »

Hallo zusammen

mir ist bei den vielen guten Tipps noch etwas aufgefallen:
der Ansaugtrakt wird bei der Dieselfraktion leicht unterschätzt.
Kippt ein HZJ 7X auf die rechte Seite, läuft über die Kurbelgehäuseentlüftung Öl in den Ansaugdämpfer und in den Filterkasten. Obwohl der Motor selbst kein Öl im Brennraum hatte, ging der HJZ nach dem Anlassen wie eine Rakete los. Nur durch vorheriges Gang einlegen, Kupplung kommen lassen und über Abwürgen mit der Bremse konnte der Fahrer verhindern, daß sich das robuste Motörchen in ein Stück Altmetall verwandelte. Da das Öl aus dem Ausaugtrakt verbrannt wird, hilft es auch nicht, die Dieselversorgung mit dem Zündschlüssel abzudrehen.

Allzeit kippfreie Fahrt
Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
Gerhard Göttler
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Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36

Re: Unfälle - kritische Situationen - was tun?

Beitrag von Gerhard Göttler »

Sehr guter Hinweis! Danke!

Also: Im Luftansaugbereich für eine Fehllüftung sorgen, indem man z.B. die Schlauchleitung zwischen Luftfilter und Ansaugtrichter löst.

Da kommen doch noch mal ganz neue Aspekte, hätt ich nicht gedacht!

Und übrigens: Dieses Problem entsteht auch dann, wenn man z.B. unterwegs den Filter mit einem Benzin/Öl-Gemisch reinigt! Unbedingt den Filter dann möglichst über Nacht auslüften lassen bzw. nach dem Einsetzen und Motorstarten für oben genannte Fehllüftung sorgen. Und Hände weg aus dem Ansaugbereich! Da ist bei hoch drehendem Motor sonst schnell mal ein Finger gebrochen! Oder im Lüfterbereich zerhäckselt. Schlimm aber wahr. Mein Schwager hat so drei Finger verloren. Das war dann zu seinem Glück nicht in der Sahara sondern auf einem Acker hier in D.!

Gerhard Göttler
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