Teilreisewarnung Tschad 26.05.2026
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Re: Teilreisewarnung Tschad 19.01.2015
Hello Alexander,
Sorry, if you think my post is inappropriate in this thread, please move elsewhere or delete, there will be no hard feelings.
I have made it clear at the beginning of the post that this is a personal assessment, limited to a narrow geographical region of Chad, based on my observations that probably went a little bit deeper than that of an average visitor. As for authorities' travel warnings, certainly there are two sides, but based on my experience such warnings are mostly to protect officials who later may say "I told you so" rather than to give an objective assessment of the real situation. My intention was to provide a first hand account of my personal experiences, which is of course just one point of view, with no strings attached, for the benefit of anyone contemplating a visit.
Saying that there are "no hassles with local people" in places like Egypt, Tunisia, ... etc. is a bit of an exaggeration. In fact my own personal view is that the constant hassles one experiences in Egypt have reached a level that is intolerable for even the most seasoned travelers among us... Having been to a few other places on this fine continent (and elsewhere), believe me I do not give such an assessment lightly.
Sorry, if you think my post is inappropriate in this thread, please move elsewhere or delete, there will be no hard feelings.
I have made it clear at the beginning of the post that this is a personal assessment, limited to a narrow geographical region of Chad, based on my observations that probably went a little bit deeper than that of an average visitor. As for authorities' travel warnings, certainly there are two sides, but based on my experience such warnings are mostly to protect officials who later may say "I told you so" rather than to give an objective assessment of the real situation. My intention was to provide a first hand account of my personal experiences, which is of course just one point of view, with no strings attached, for the benefit of anyone contemplating a visit.
Saying that there are "no hassles with local people" in places like Egypt, Tunisia, ... etc. is a bit of an exaggeration. In fact my own personal view is that the constant hassles one experiences in Egypt have reached a level that is intolerable for even the most seasoned travelers among us... Having been to a few other places on this fine continent (and elsewhere), believe me I do not give such an assessment lightly.
Happy Travels,
András
András
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Birgitt
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Teilreisewarnung Tschad 16.04.2014
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 16.04.2014
(Unverändert gültig seit: 16.04.2014)
Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung - Reisen im Land
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Nach der Entführung von sieben französischen Staatsangehörigen in der Nähe der Stadt Dabanga und des Nationalparks Waza im nördlichen Kamerun, somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad, am 19. Februar 2013, eines weiteren französischen Staatsangehörigen am 13. November 2013 in Mokolo / Nord-Kamerun und von zwei italienischen Priestern sowie einer kanadischen Nonne am 04. April 2014 nördlich von Maroua / Nord-Kamerun besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad.
Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik mehrere zehntausend Menschen, unter ihnen auch bewaffnete Gruppen der ehemaligen Rebellenformation Séléka, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan geflüchtet.
Tschadische Truppen sichern die Grenze und leisten im Rahmen des Möglichen logistische Unterstützung für Rückkehr- bzw. Ausreisewillige. Die Unterbringung der Flüchtlinge in den größeren Provinzstädten verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und/oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur der Zentralafrikanischen Republik gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten.
Bei Reisen in den Norden Kameruns, z. B. auch Kurzreisen vom Gebiet der Republik Tschad aus, wird dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Kamerun zu beachten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben: http://service.diplo.de/registrierungav Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten
Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unb edingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
Gruß
Birgitt
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Teilreisewarnung Tschad 14.05.2014
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 14.05.2014
(Unverändert gültig seit: 14.05.2014)
Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Nach der Entführung von sieben französischen Staatsangehörigen in der Nähe der Stadt Dabanga und des Nationalparks Waza im nördlichen Kamerun, somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad, am 19. Februar 2013, eines weiteren französischen Staatsangehörigen am 13. November 2013 in Mokolo / Nord-Kamerun und von zwei italienischen Priestern sowie einer kanadischen Nonne am 04. April 2014 nördlich von Maroua / Nord-Kamerun besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. In der kamerunischen Grenzstadt Kousseri fand am 05. Mai 2014 ein Angriff auf eine Polizeistation statt, der mutmaßlich von Anhängern der nigerianischen Terrororganisation „Boko Haram“ verübt wurde. Der Grenzübergang N´Djamena – Kousseri wurde daraufhin zeitweilig geschlossen.
Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik rund einhunderttausend Menschen, unter ihnen auch bewaffnete Angehörige der ehemaligen Rebellenformation Séléka, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan geflüchtet. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen, verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage, kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur der Zentralafrikanischen Republik gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten.
Bei Reisen in den Norden Kameruns, z. B. auch Kurzreisen vom Gebiet der Republik Tschad aus, wird dringend empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Kamerun zu beachten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben: http://service.diplo.de/registrierungav Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten
Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unb edingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
Gruß
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Teilreisewarnung Tschad 16.06.2014
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 16.06.2014
(Unverändert gültig seit: 16.06.2014)
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Landesspezifische Sicherheitshinweise / Teilreisewarnung
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Nach einer Reihe von Entführungen und extremistisch motivierten Vorfällen im nördlichen Kamerun und somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad (mehrere Entführungen von Personen verschiedener Staatsangehörigkeit, mutmaßlich von Anhängern der nigerianischen Terrororganisation „Boko Haram“ verübter Angriff auf einen Polizeistation in Kousseri, bewaffnete Auseinandersetzungen mit der kamerunischen Armee) besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun wurden zeitweilig geschlossen; das Grenzgebiet wird zurzeit stark kontrolliert.
Ebenso besteht ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik rund einhunderttausend Menschen, unter ihnen auch bewaffnete Angehörige der ehemaligen Rebellenformation Séléka, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan geflüchtet. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik gewarnt. Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor. Wegen möglicher Sicherheitsrisiken ist jedoch auch im Stadtgebiet von N´Djamena und in anderen Städten Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad wird dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.
Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten
Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unb edingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
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Teilreisewarnung Tschad 19.01.2015
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:
Stand 19.01.2015 (Unverändert gültig seit: 19.01.2015)
Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Nach einer Reihe von Entführungen und extremistisch motivierten Vorfällen im nördlichen Kamerun und somit in unmittelbarer Nähe der Grenzen zu Nigeria und zum Tschad (mehrere Entführungen von Personen verschiedener Staatsangehörigkeit, mutmaßlich von Anhängern der nigerianischen Terrororganisation „Boko Haram“ verübter Angriff auf einen Polizeistation in Kousseri, bewaffnete Auseinandersetzungen mit der kamerunischen Armee) besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun wurden zeitweilig geschlossen; das Grenzgebiet wird zurzeit stark kontrolliert. Seit dem 16.01.2015 entsendet Tschad Truppen nach Kamerun zur Unterstützung des Kampfes gegen „Boko Haram“.
Es besteht ebenfalls ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Darüber hinaus sind seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik rund einhunderttausend Menschen, unter ihnen auch bewaffnete Angehörige der ehemaligen Rebellenformation Séléka, in den Süden des Tschad, insbesondere in den Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan geflüchtet. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees sowie in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik gewarnt.
Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor. Wegen möglicher Sicherheitsrisiken wie z.B. einer erhöhten Anschlagsgefahr nach dem militärischen Eingreifen des Tschads in Kamerun im Kampf gegen Boko Haram, ist jedoch auch im Stadtgebiet von N´Djamena und in anderen Städten Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad sowie in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherten Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.
Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten
Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unb edingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
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Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
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Teilreisewarnung Tschad 05.05.2015
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:
Stand 05.05.2015 (Unverändert gültig seit: 05.05.2015)
Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise
Nach einer Reihe von Entführungen und extremistisch motivierten Vorfällen, verübt durch die nigerianische Terrororganisation „Boko Haram“ im nördlichen Kamerun und Nordost-Nigeria, besteht ein erhöhtes Sicherheits- bzw. Entführungsrisiko in den an Kamerun angrenzenden Teilen des Tschad. Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Seit dem 16.01.2015 sind tschadische Truppen in Kamerun, Nordost-Nigeria und Niger an der Bekämpfung von „Boko Haram“ beteiligt; der Anführer der Terrororganisation hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht.
Es besteht ebenfalls ein hohes Sicherheitsrisiko im Grenzgebiet zu Nordost-Nigeria und zu Niger im Gebiet des Tschadsees.
Darüber hinaus halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000 Flüchtlinge und Rückkehrer, im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees, in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun und in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik gewarnt.
Ausgenommen hiervon sind die Stadtgebiete von N´Djamena und Bongor. Wegen möglicher Sicherheitsrisiken wie z.B. einer erhöhten Anschlagsgefahr nach dem militärischen Eingreifen des Tschads in Kamerun im Kampf gegen Boko Haram, ist jedoch auch im Stadtgebiet von N´Djamena und in anderen Städten Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad sowie in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherten Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.
Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sog. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten.
Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.
Außerdem sind in N´Djamena wie auch in anderen Städten Demonstrationen wiederholt in Gewalt eskaliert. Größere Menschenansammlungen sollten daher gemieden werden.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unb edingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Teilreisewarnung Tschad 16.06.2015
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 16.06.2015
(Unverändert gültig seit: 16.06.2015)
Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Aktuelle Hinweise
Am 15.06. fanden in N´Djamena erstmals zwei Sprengstoffanschläge statt; neben den vier Selbstmordattentätern starben dabei mindestens 23 Menschen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Seit dem 16.01.2015 sind tschadische Truppen in Kamerun, Nordost-Nigeria und Niger an der Bekämpfung der Terrororganisation „Boko Haram“ beteiligt; ihr Anführer hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Im Februar und März des Jahres wurden bereits mehrere tschadische Gemeinden in der Tschadseeregion von „Boko Haram“ angegriffen. Besonders in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
Es wird daher vor Reisen in die Region des Tschadsees und das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun gewarnt.
Wegen möglicher Sicherheitsrisiken ist auch im Stadtgebiet von N´Djamena und in anderen Städten Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten. Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anordnungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.
Darüber hinaus halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000 Flüchtlinge und Rückkehrer, im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Vor Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird deshalb gewarnt.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad sowie in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherten Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.
Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sogenannte Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden
Innenpolitische Lage und Situation an den Landesgrenzen
Die politische Lage im Tschad selbst ist stabil. Seit einem gescheiterten Putschversuch Anfang Februar 2008 ist es weder zu politischen Unruhen, noch zu politisch oder religiös motivierten Anschlägen gekommen. Entführungen oder Anschläge durch dschihadistische Terrorgruppen haben sich im Tschad bisher nicht ereignet.
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der Annäherung im Jahre 2010 hat sich das politische Verhältnis zwischen beiden Ländern zwar entspannt, von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird aufgrund der dortigen Sicherheitslage jedoch dringend abgeraten. Überfälle auf außerhalb der Städte verkehrende Fahrzeuge sind häufig; im Falle der Gegenwehr muss mit Gewaltanwendung (Schusswaffengebrauch) gerechnet werden.
An den Grenzen zu Nigeria und Niger (Provinzen Lac und Kanem) sowie insbesondere im Gebiet um den Tschad-See muss mit der Präsenz von bewaffneten Personen gerechnet werden, die der nigerianischen islamistischen Terrororganisation „Boko Haram“ oder anderen islamistischen Terrorgruppen zuzurechnen ist.
Die Grenze zu Libyen ist derzeit geschlossen. Ein Grenzübertritt ist nicht möglich; von Reisen in die Grenzgebiete in den Regionen Borkou, Ennedi und Tibesti wird dringend abgeraten.
Sicherheitslage in der Hauptstadt N´Djamena
Auch wenn die tschadische Hauptstadt, ebenso wie das Land insgesamt, von dschihadistisch motivierten Anschlägen und Entführungen bislang verschont geblieben ist, kann das Risiko von Verschleppungen und Gewaltakten auch in N´Djamena nicht ausgeschlossen werden. Beim Besuch westlich geprägter Örtlichkeiten (Restaurants, Hotels, Bars) und öffentlicher Plätze ist Umsicht geboten. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Bei Überfällen ist im Falle der Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte grundsätzlich Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen und willkürlicher Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte gerechnet werden muss.
Außerdem sind in N´Djamena wie auch in anderen Städten Demonstrationen wiederholt in Gewalt eskaliert. Größere Menschenansammlungen sollten daher gemieden werden.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
Gruß
Birgitt
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Teilreisewarnung Tschad 18.06.2015
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:
Stand 18.06.2015 (Unverändert gültig seit: 18.06.2015)
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Aktuelle Hinweise
Am 15.06. fanden in N´Djamena erstmals zwei Sprengstoffanschläge statt; neben den vier Selbstmordattentätern starben dabei mindestens 23 Menschen.
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Seit dem 16.01.2015 sind tschadische Truppen in Kamerun, Nordost-Nigeria und Niger an der Bekämpfung der Terrororganisation „Boko Haram“ beteiligt; ihr Anführer hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Im Februar und März des Jahres wurden bereits mehrere tschadische Gemeinden in der Tschadseeregion von „Boko Haram“ angegriffen. Besonders in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
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Teilreisewarnung Tschad 03.07.2015
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:
Stand 03.07.2015 (Unverändert gültig seit: 03.07.2015)
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Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Aktuelle Hinweise
Am 15.06.2015 fanden in N´Djamena erstmals zwei Sprengstoffanschläge statt; neben den vier Selbstmordattentätern starben dabei 23 Menschen. Am 29.06.2015 sprengten sich im Verlauf einer Operation gegen eine „Boko Haram“ - Terrorzelle vier Verdächtige in die Luft, elf Menschen wurden getötet.
Es ist nicht auszuschließen, dass es vor allem in N´Djamena, aber auch in den anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommen kann. Es wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Vor Reisen in die Region des Tschadsees und das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun wird gewarnt.
Seit dem 16.01.2015 sind tschadische Truppen in Kamerun, Nordost-Nigeria und Niger an der Bekämpfung der Terrororganisation „Boko Haram“ beteiligt; ihr Anführer hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Im Februar und März des Jahres wurden bereits tschadische Gemeinden in der Tschadseeregion von „Boko Haram“ angegriffen. Besonders in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach N’Djamena und den übrigen Landesteilen wird wegen bestehender Anschlagsgefahr abgeraten.
Der Anschlag in der Hauptstadt und die weiteren Ereignisse zeigen, dass landesweit mit Anschlägen gerechnet werden muss. Auch in N´Djamena kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Verschleppungen und Gewaltakten kommt. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Im Zusammenhang mit Überfällen ist bei Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen.
Bei unabdingbaren Aufenthalten ist besondere Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Mit verschärften Sicherheitskontrollen ist zu rechnen.
Darüber hinaus halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000Flüchtlinge und Rückkehrer, im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Vor Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird deshalb gewarnt.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad sowie in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherten Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone dringend abgeraten.
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Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sogenannte Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
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Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
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Teilreisewarnung Tschad 11.07.2015
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:
Stand 11.07.2015 (Unverändert gültig seit: 11.07.2015)
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Am 11.07.2015 kam es ein N´Djamena erneut zu einem Selbstmordanschlag, bei dem mindestens 15 Menschen getötet und 74 Menschen verletzt wurden. Bereits am 15.06.2015 ereigneten sich in N´Djamena zwei Sprengstoffanschläge; neben den vier Selbstmordattentätern starben dabei 23 Menschen. Am 29.06.2015 sprengten sich im Verlauf einer Operation gegen eine „Boko Haram“ - Terrorzelle vier Verdächtige in die Luft, elf Menschen wurden getötet.
Es ist nicht auszuschließen, dass es vor allem in N´Djamena, aber auch in den anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommen kann. Es wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
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Vor Reisen in die Region des Tschadsees und das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun wird gewarnt.
Seit dem 16.01.2015 sind tschadische Truppen in Kamerun, Nordost-Nigeria und Niger an der Bekämpfung der Terrororganisation „Boko Haram“ beteiligt; ihr Anführer hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Im Februar und März des Jahres wurden bereits tschadische Gemeinden in der Tschadseeregion von „Boko Haram“ angegriffen. Besonders in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach N’Djamena und den übrigen Landesteilen wird wegen bestehender Anschlagsgefahr abgeraten.
Der Anschlag in der Hauptstadt und die weiteren Ereignisse zeigen, dass landesweit mit Anschlägen gerechnet werden muss. Auch in N´Djamena kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Verschleppungen und Gewaltakten kommt. Nachts steigt das Risiko krimineller Überfälle stark an, insbesondere in den peripheren Stadtbezirken (Raubüberfälle, „car-napping“). Im Zusammenhang mit Überfällen ist bei Gegenwehr mit hoher Gewaltbereitschaft zu rechnen.
Bei unabdingbaren Aufenthalten ist besondere Vorsicht beim Besuch öffentlicher Plätze, Restaurants etc. geboten. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Mit verschärften Sicherheitskontrollen ist zu rechnen.
Darüber hinaus halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000Flüchtlinge und Rückkehrer, im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Vor Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird deshalb gewarnt.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Grenzregionen der Republik Tschad sowie in entlegene oder nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherten Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone dringend abgeraten.
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Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
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Am 11.07.2015 kam es ein N´Djamena erneut zu einem Selbstmordanschlag, bei dem mindestens 15 Menschen getötet und 74 Menschen verletzt wurden. Bereits am 15.06.2015 ereigneten sich in N´Djamena zwei Sprengstoffanschläge; neben den vier Selbstmordattentätern starben dabei 23 Menschen. Am 29.06.2015 sprengten sich im Verlauf einer Operation gegen eine „Boko Haram“ - Terrorzelle vier Verdächtige in die Luft, elf Menschen wurden getötet.
Es ist nicht auszuschließen, dass es vor allem in N´Djamena, aber auch in den anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommen kann. Es wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
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Seit dem 16.01.2015 sind tschadische Truppen in Kamerun, Nordost-Nigeria und Niger an der Bekämpfung der Terrororganisation „Boko Haram“ beteiligt; ihr Anführer hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Im Februar und März des Jahres wurden bereits tschadische Gemeinden in der Tschadseeregion von „Boko Haram“ angegriffen.
Die Anschläge der letzten Wochen in der Hauptstadt zeigen, dass dort ein besonders hohes Anschlagsrisiko besteht. Mit weiteren Anschlägen muss gerechnet werden. Öffentliche Plätze, Restaurants und größere Menschenansammlungen gelten dabei als besonders gefährdet. Zudem ist mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen.
Auch in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone, dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.
Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sogenannte Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten: www.auswaertiges-amt.de
Gruß
Birgitt
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Alexander
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Teilreisewarnung Tschad 04.12.2015
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:
Stand 04.12.2015 (Unverändert gültig seit: 04.12.2015)
Letzte Änderung.
Aktuelle Hinweise (gelöscht)
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Vor Reisen in die Hauptstadt N'Djamena, in die Region des Tschadsees, in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun sowie in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird gewarnt.
Am 11.07.2015 kam es in N’Djamena erneut zu einem Selbstmordanschlag, bei dem mindestens 15 Menschen getötet und 74 Menschen verletzt wurden. Bereits am 15.06.2015 ereigneten sich in N´Djamena zwei Sprengstoffanschläge; neben den vier Selbstmordattentätern starben dabei 23 Menschen. Am 29.06.2015 sprengten sich im Verlauf einer Operation gegen eine „Boko Haram“ - Terrorzelle vier Verdächtige in die Luft, elf Menschen wurden getötet.Es ist nicht auszuschließen, dass es vor allem in N´Djamena, aber auch in den anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommen kann. Es wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Seit dem 16.01.2015 sind tschadische Truppen in Kamerun, Nordost-Nigeria und Niger an der Bekämpfung der Terrororganisation „Boko Haram“ beteiligt; ihr Anführer hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Im Februar und März des Jahres wurden bereits tschadische Gemeinden in der Tschadseeregion von „Boko Haram“ angegriffen.
Die Anschläge der letzten Wochen in der Hauptstadt zeigen, dass dort ein besonders hohes Anschlagsrisiko besteht. Mit weiteren Anschlägen muss gerechnet werden. Öffentliche Plätze, Restaurants und größere Menschenansammlungen gelten dabei als besonders gefährdet. Zudem ist mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen.
Auch in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr zur Gänze geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin angespannten Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone, dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://service.diplo.de/registrierungav) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.
Die Deutsche Botschaft N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Sogenannte Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
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Teilreisewarnung Tschad 10.12.2015
Auswärtige AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 10.12.2015 (Unverändert gültig seit: 10.12.2015)
Letzte Änderung.
Aktuelle Hinweise
Die deutsche Botschaft in N´Djamena ist über den Jahreswechsel vorübergehend nicht besetzt. In konsularischen Angelegenheiten ist weiterhin die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun erreichbar.
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Teilreisewarnung Tschad 29.03.2016
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 29.03.2016
(Unverändert gültig seit: 29.03.2016)
Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise – Teilreisewarnung
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Vor Reisen in die Hauptstadt N'Djamena, in die Region des Tschadsees, in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun sowie in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird gewarnt.
Am 11.07.2015 kam es in N’Djamena erneut zu einem Selbstmordanschlag, bei dem mindestens 15 Menschen getötet und 74 Menschen verletzt wurden. Bereits am 15.06.2015 ereigneten sich in N´Djamena zwei Sprengstoffanschläge; neben den vier Selbstmordattentätern starben dabei 23 Menschen. Am 29.06.2015 sprengten sich im Verlauf einer Operation gegen eine „Boko Haram“ - Terrorzelle vier Verdächtige in die Luft, elf Menschen wurden getötet.
Es ist nicht auszuschließen, dass es vor allem in N´Djamena, aber auch in den anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommen kann. Öffentliche Plätze, Restaurants und größere Menschenansammlungen gelten als besonders gefährdet. Zudem ist mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen. Reisenden wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung der Terrororganisation „Boko Haram“; deren Anführer hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Seit Februar 2015 werden immer wieder tschadische Gemeinden in der Tschadseeregion von „Boko Haram“ angegriffen. Die Regierung hat über die an den Tschadsee angrenzende Provinz „Lac“ den Ausnahmezustand verhängt.
Auch in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr vollständig geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin schwierigen Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone, dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://elefand.diplo.de) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.
Die deutsche Botschaft in N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
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Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Ja
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Das Reisedokument muss bis zum Ende der Reise gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Tschad ein gültiges Einreisevisum, das bei der tschadischen Botschaft in Berlin beantragt werden muss.
Sonstige Hinweise
Bei der Einreise über den Flughafen N’Djamena ist darauf zu achten, ob die Passbehörden eine Aufforderung in den Pass stempeln, sich beim zuständigen Commissariat zu registrieren. Dieser Aufforderung ist ggfs. innerhalb von 24 Stunden nachzukommen.
Bei Einreise auf dem Landweg finden an der tschadisch-nigrischen Grenze häufig keine Grenzkontrollen statt. Mit eigenem Fahrzeug von dort einreisende Touristen sollten deshalb umgehend die nächste Präfektur oder Unterpräfektur aufsuchen, da bei Weiterreise ohne Einreisestempel die Gefahr der Festnahme wegen illegaler Einreise besteht.
Für alle Präfekturen im Lande ist eine Reiseerlaubnis („autorisation de circuler“) erforderlich. Die Reiseerlaubnis muss vor Einreise auf dem Landweg zusammen mit dem Visum bei der tschadischen Botschaft beantragt werden und wird vom Innenministerium auf Vorschlag des Tourismusministeriums erteilt.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
Gruß
Birgitt
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Alexander
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Teilreisewarnung Tschad 29.08.2016
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:
Stand 29.08.2016 (Unverändert gültig seit: 29.08.2016)
Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen, die älter als 1 Jahr sind, zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch indiziert.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis (Kinderlähmung) und bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und ggf. Cholera (s. u.) empfohlen.
Während der Trockenzeit (Dezember bis April) kommt es in den Ländern des Afrikanischen Meningitisgürtels regelmäßig zu Meningitis-Epidemien.
Als Erreger werden überwiegend Pneumokokken und Meningokokken identifiziert. Eine tetravalente Meningokokken-Impfung kann bei besonderer Exposition oder Langzeitaufenthalt sinnvoll sein.
Eine Pneumokokken-Impfung wird als Reiseimpfung nicht empfohlen, da die zirkulierenden Serotypen nicht bekannt sind und die verfügbaren Impfstoffe nur wenige Serotypen abdecken.
Malaria
Es besteht ganzjährig ein hohes Risiko für die fast ausschließlich vorkommende Malaria tropica. Das größte Risiko besteht im südlichen Landesteil einschließlich der Hauptstadt, nach Norden in den Wüstengebieten wird es geringer. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig. Eine Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind in Deutschland verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• in den Abendstunden und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Weitere, nur durch Mückenschutz vermeidbare Erkrankungen kommen vor.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders die Cholera vermeiden.
Es kommt immer wieder zu Cholera-Erkrankungen, die auch größere Ausmaße annehmen können.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, insbesondere immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf. (vgl. auch Merkblatt des Auswärtigen Amts unter www.diplo.de/reisemedizin ).
Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderen Expositionen (z.B. Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben. Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land sinnvoll sein. Das hängt vom persönlichen Reiseprofil des Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner dazu wird empfohlen.
Medizinische Versorgung
Reisende sollten für den Tschad unbedingt eine zuverlässige Rückholversicherung und einen Auslands-Krankenversicherungsschutz abschließen.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch, ganz besonders abseits der großen Städte. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke – ist dringend empfohlen. Das französische Centro Medico-Social (CMS) bietet auch für Touristen eine allgemeinmedizinische Erstversorgung an.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ )oder http://www.frm-web.de ).
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