Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Senegal
Stand 23.02.2024
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Präsidentschaftswahlen)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur und Verkehr)
Aktuelles
Von nicht erforderlichen Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Mali und zum südlichen Teil von Mauretanien im Département Matam wird abgeraten.
Präsidentschaftswahlen
Senegal steht im Zeichen der innenpolitischen Auseinandersetzung um die ursprünglich für den 25. Februar 2024 vorgesehene Präsidentschaftswahl (siehe Sicherheit - Innenpolitische Lage). Demonstrationen in Dakar und weiteren größeren Städten des Landes sind möglich. Auch spontane, möglicherweise gewaltsame Demonstrationen und Kundgebungen können nicht ausgeschlossen werden.Sicherheit
- Halten Sie sich von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen weiträumig fern.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
- Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien.
- Tragen Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts ein.
Innenpolitische Lage
Siehe Aktuelles.
Die innenpolitischen Auseinandersetzungen um die Präsidentschaftswahlen halten an. Die Wahl wird nicht wie vorgesehen am 25. Februar 2024 stattfinden. Ein neuer Wahltermin wurde noch nicht bekanntgegeben. Es kann deshalb im ganzen Land zu Kundgebungen und Protestmärschen kommen.
Kriminalität
Landesweit kann es zu Belästigungen durch Händler, Obdachlose und selbsternannte Touristenführer kommen. Taschendiebstähle, Handtaschenraub und seltener auch gewalttätige Übergriffe können landesweit vorkommen. Häufig nähern sich die Diebe auf Motorrädern.
Es besteht neben Internetbetrügereien (Scams) eine erhöhte Gefahr von Entführungen und Erpressungen im Zusammenhang mit per Internet angebahnten Liebesbeziehungen. Mehrere Deutsche, die ihre senegalesische Internet-Bekanntschaft besuchen wollten, wurden von den angeblichen Familienmitgliedern oder Freunden teilweise über mehrere Tage hinweg festgehalten und erst gegen Zahlung größerer Geldbeträge wieder freigelassen.Reiseinfos
- Unternehmen Sie keine nächtlichen Spaziergänge.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie auf Märkten besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Infrastruktur/Verkehr
Die Brücke über den Fluss Gambia bei Farafenni/Mansa Konko ist mautpflichtig; das Mitführen eines Reisepasses ist erforderlich. Von der gambischen Hauptstadt Banjul aus kann der Gambia nur per Fähre überquert werden. Dabei sind längere, im Vorfeld kaum abschätzbare Wartezeiten mit einzuplanen.
Auch bei Reisen mit der Fähre von Dakar zur Insel Gorée erfolgen beim Betreten des Hafens in Dakar Kontrollen der Ausweispapiere durch die Sicherheitskräfte.Zahlreiche Fahrzeuge des Stadt- und Überlandverkehrs sind nicht in verkehrssicherem Zustand.
- Der Zustand der Hauptstraßen ist meist recht gut, viele andere Straßen sind in schlechtem Zustand. Insbesondere in der Regenzeit von Juni bis September sind Straßen ohne Allradantrieb oft kaum passierbar. Überflutungen und Erdrutsche sind dann möglich. Überprüfen Sie daher die Wetterlage vor Antritt einer Reise.
Das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer unterscheiden sich teils deutlich von dem in Deutschland und ist schwer vorhersehbar. Es muss mit Fußgängern und Tieren auf Straßen und nicht immer verkehrstauglichen Fahrzeugen gerechnet werden, insbesondere in Dakar gibt es zudem ein hohes Verkehrsaufkommen. Verzichten Sie auf Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit.
Die Entminung in den Wäldern im Grenzgebiet zu Gambia und Guinea-Bissau ist noch nicht abgeschlossen.
- Verzichten Sie möglichst auf Reisen in die Grenzgebiete der Casamance zu Gambia und Guinea-Bissau abseits der Hauptrouten, verlassen Sie asphaltierte Straßen dort nicht und seien Sie insbesondere in entlegenen Gebieten besonders vorsichtig.
- Vermeiden Sie bei notwendigen Reisen in die Grenzgebiete zu Mauretanien und Mali das Verlassen der Hauptstraßen.
Für weitere Infos siehe auch unseren Thread: Achtung !!!!!! Unruhen im Senegal !!!!
Gruß
Birgitt



