Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Nigeria
Stand 13.08.2024
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Teilreisewarnung; Terrorismus)
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19: Gesundheitserklärung Mpox erforderlich)
- Gesundheit (Mpox)
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in den gesamten Bundesstaat Borno, auch auf dem Luftweg, wird gewarnt.
Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Hauptstadt des Bundesstaates Borno Maiduguri auf dem Luftweg wird abgeraten.
Vor Reisen auf dem Landwegwird gewarnt.
- in die nördlichen Bundesstaaten, Bauchi, Gombe, Kaduna, Kano, Yobe, Sokoto, Katsina, Zamfara und Jigawa,
- in den nördlichen Teil des Bundesstaats Adamawa (nördlich des Benue-Flusses)
- und den östlichen Teil des Bundesstaats Nassarawa
Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die vorgenannten Bundesstaaten auf dem Luftweg wird abgeraten.
Von Reisen in die folgenden Bundesstaatenwird dringend abgeraten.
- Zentral- und Nord-Nigeria: Taraba und den südlichen Teil des Bundesstaats Adamawa (sofern nicht auf dem direkten Luftweg),
- in und innerhalb des sog. „Middle Belt“, d.h. die Bundesstaaten Plateau, Benue, Niger, Kebbi,
- Südnigeria (sofern nicht auf dem direkten Luftweg): Ondo, Ekiti, Edo, Delta, Bayelsa, Rivers, Imo, Anambra, Enugu, Abia, Ebonyi, Akwa Ibom und Cross Rivers State,
- die vorgelagerten Küstengewässer, Golf von Guinea, Nigerdelta, Bucht von Benin und Bucht von Bonny
Von Überlandreisen in alle übrigen Landesteile Nigerias wird abgeraten. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sind unbedingt zu vermeiden.
Terrorismus
In den nordöstlichen Landesteilen werden fortlaufend terroristische Gewaltakte, wie z.B. Angriffe und Sprengstoffanschläge von militanten Gruppen auf die Zivilgesellschaft, Sicherheitskräfte, Märkte, Schulen, Kirchen und Moscheen verübt. Auch Angriffe auf dort tätige humanitäre Hilfsorganisationen waren zu verzeichnen. 2021 fand ein schwerer Sprengstoffanschlag in Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaats Borno, statt.
In den nördlichen bzw. nordwestlichen Bundesstaaten, insbesondere im Grenzgebiet zu Niger, kommt es verstärkt zu Entführungen und schweren Gewaltakten, deren Urheberschaft nicht eindeutig ist, die aber unter Umständen ebenfalls terroristischen Gruppen zuzuschreiben sind.
In nigerianischen Metropolen besteht weiterhin grundsätzlich die Gefahr von Anschlägen. Auch in Abuja besteht ein allgemeines Risiko terroristischer oder krimineller Überfälle bzw. Übergriffe. Besondere Wachsamkeit und Umsicht wird empfohlen.
2022 gab es zum wiederholten Male einen Sprengstoffanschlag auf die Zugstrecke von Abuja nach Kaduna, bei dem mehrere Insassen eines Zuges ums Leben kamen oder entführt wurden. Die Zugverbindung wurde nach achtmonatiger Sperre im Dezember 2022 wieder aufgenommen.
Von der Nutzung der Zugverbindung wird abgeraten.
Belebte Orte wie Märkte, Moscheen, Kirchen, Hotels, Einkaufszentren und Verkehrsknotenpunkte wie Busbahnhöfe und große Taxistände, die nicht über verlässliche Sicherheitsvorkehrungen verfügen, bieten ein erhöhtes Risiko für Anschläge.
Das Risiko von terroristisch oder kriminell motivierten Entführungen ist hoch, in den Bundesstaaten Borno, Yobe, Sokoto, Katsina, Zamfara, Jigawa und im nördlichen Teil des Bundesstaats Adamawa besteht ein sehr hohes Entführungsrisiko.Einreise und Zoll
- Führen Sie Reisen im Land möglichst nicht auf dem Landweg durch und vermeiden Sie unbedingt Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit.
- Prüfen Sie bei unausweichlichen Reisen auf dem Landweg vor und während der Reise die Sicherheitslage auf der geplanten Route sorgfältig und führen Sie sie mit einer bewaffneten Eskorte (z.B. Mobile Polizei, MoPol) durch.
- Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen und beim Besuch öffentlicher bzw. öffentlich zugänglicher Einrichtungen und Plätze besonders aufmerksam und meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19
Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen Nigerias, wie z. B. dem Nigerian Immigration Service und dem nigerianischen Seuchenkontrollzentrum NCDC sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
Mpox-Ausbruch
Aufgrund eines Ausbruchs von Mpox-Viren in Zentralafrika (Affenpocken) verlangen die nigerianischen Gesundheitsbehörden seit dem 11. August 2024 die Vorlage einer Gesundheitsbestätigung (Health Declaration Form) bei der Einreise nach Nigeria, die auch online ausgefüllt und abgeschickt werden kann. Die Erklärung sollte online nach Möglichkeit vor dem Abflug ausgefüllt und abgeschickt werden, um eine zügige Einreise nach Nigeria zu ermöglichen.
Gesundheit
Aktuelles
Siehe Einreise und Zoll – Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19.
Mpox
Seit Frühjahr 2024 breitet sich das Mpox-Virus der Klade I (Ia und Ib) länderübergreifend auf dem afrikanischen Kontinent weiter aus. Nachdem ein internationaler Mpox-Ausbruch der Klade II seit 2022 weite Teile der Welt betrifft, handelt es sich bei dem Virus der Klade I um einen virulenteren Stamm mit einer höheren Sterblichkeitsrate.
In Nigeria wurden bisher nur Mpox-Fälle der Klade II gemeldet. Es ist jedoch bei Einreise ggf. vermehrt mit Mpox-Screeningmaßnahmen wie z.B. dem Ausfüllen von Fragebögen oder Temperaturmessungen zu rechnen.
Aktuell gibt es keine allgemeine Reiseimpfempfehlung zum Schutz vor Mpox seitens des Auswärtigen Amts, der DTG oder der STIKO. Weitere Informationen zum aktuell in Deutschland verfügbaren Impfstoff gegen Mpox und zu bestehenden Indikationen finden Sie hier.
Siehe auch
Gruß
Birgitt

