Reise-/Sicherheitshinweis Chile 22.07.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 12.01.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile:
Stand 12.01.2018
(Unverändert gültig seit: 12.01.2018)

Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise (redaktionelle Änderungen)
- Allgemeine Reiseinformationen (Kommunikation/Mobiltelefone)
- Medizinische Hinweise (Hantavirus)


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Kriminalität
In der Umgebung von Temuco (VIII. und IX. Region) kommt es regelmäßig zu Angriffen auf Fahrzeuge, wobei Gewalttäter gelegentlich auch Fernstraßen sperren. Die Polizei rät, nachts (20 bis 8 Uhr) keine Fernstraßen in der IX. Region und Umgebung zu befahren. Besucher sollten aufmerksam sein und sich bei Übergriffen defensiv verhalten. Der Besuch ärmerer Wohnviertel, ohne ortskundige Begleitung, sollte vermieden werden.
In ganz Chile - insbesondere in der Innenstadt, dem Stadtteil Bellavista und im Parque Metropolitano von Santiago, in den historischen Innenstädten und an den Uferpromenaden von Valparaíso und Viña del Mar sowie den Touristenzentren Calama und San Pedro de Atacama - kommt es regelmäßig zu Rucksack- und Taschendiebstahl bei Reisenden, häufig unter Gewaltanwendung. Die Täter verwenden manchmal sog. K.O.-Tropfen bzw. Nervengifte, die die Opfer für mehrere Stunden handlungsunfähig machen. Eine weitere Variante ist der sogenannte Vogelkot-Trick. Touristen wird dabei eine nach Vogelkot riechende breiige Flüssigkeit übergeschüttet. Umgehend leisten Umstehende „Hilfe“ beim Reinigen. Währenddessen nutzen deren Komplizen die Ablenkung der Betroffenen blitzschnell zum Diebstahl. Bitte versuchen Sie daher Abstand zu halten und, sofern möglich, sofort den Ort des Geschehens zu verlassen.
Einbrüche in Mietwagen sind keine Seltenheit mehr. Zunehmend kommt es auch zu Überfällen auf wartende PKWs an Kreuzungen und Ampeln. Die Täter schlagen die Autoscheibe ein, um z. B. Taschen vom Beifahrersitz zu entwenden. Taschen und Wertgegenstände sollten möglichst an einem von außen nicht sichtbaren Ort verstaut werden. Darüber hinaus werden parkenden Mietwagen die Reifen zerstochen. Während Umstehende „Hilfe“ leisten wollen und die Betroffenen in ein Gespräch verwickeln, nutzen deren Komplizen die Lage für einen Diebstahl aus. Bringen Sie in solchen Situationen Ihre Wertsachen in Sicherheit und verlassen Sie umgehend den Ort des Geschehens. Wegen der Panne sollten Sie die Mietwagenfirma unterrichten, die Ihnen ggfls. einen Abschleppdienst empfehlen kann.
In Busbahnhöfen, an öffentlichen Plätzen, am Strand, in Restaurants, Cafés und Supermärkten sowie bei Metrofahrten sollte das Gepäck bzw. die persönliche Habe nicht aus den Augen gelassen und möglichst immer in unmittelbarer Nähe behalten werden.
Insgesamt ist große Vorsicht geboten. Insbesondere Reisepässe, Führerscheine, Flugtickets und Geld/ Kreditkarten sollte im Hotel eingeschlossen oder sicher am Körper getragen werden.

Naturkatastrophen
Chile liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, in der immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden muss.
Aktivitäten zeigten zuletzt Vulkane im Nationalpark Conguillío in der Región de la Araucania, in der Región de los Lagos, der Región de los Riós, der Región de Antofagasta, der Región de Aysén und der Región de Bío-Bío.
Schwerere Erdbeben haben des Öfteren Todesopfer und Verletzte gefordert.
Kleinere Beben sind an der Tagesordnung. Tsunami-Warnungen mit weitreichenden Evakuierungen von Küsten weg können dabei erforderlich werden.
Etwaigen Anordnungen der lokalen Behörden ist stets Folge zu leisten. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bieten das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.
In Chile gibt es extreme Wetterbedingungen unterschiedlicher Art und hohe Temperaturschwankungen auch innerhalb eines Tages.
Insbesondere in den Sommermonaten kann es vielerorts zu zum Teil verheerenden, weitflächigen Waldbränden und in Folge dessen zu Beeinträchtigungen im Verkehr, der Stromversorgung und der Kommunikation kommen. Heftige Regenfälle führen dann auf ausgetrocknetem Boden zu reißenden Flüssen, Überschwemmungen und Erdrutschen.
Die chilenische Katastrophenschutzbehörde ONEMI veröffentlicht ständig aktualisierte Informationen.

Gefährdung durch Landminen
Grenzgebiete zu den Nachbarstaaten Peru, Bolivien und Argentinien, verschiedene kleinere Inseln in der XII. Region sowie in der V. Region (Sector San Antonio – Tejas Verdes) sind selbst in der Nähe von Touristenorten und in Naturschutzgebieten zum Teil noch vermint. Auf öffentlichen Straßen und Wegen wurden die Landminen geräumt; Minenfelder abseits sind in der Regel markiert, Warnschilder sollten unbedingt beachtet werden. Die Kennzeichnung der Minenfelder ist allerdings nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht vorhanden. Insbesondere in abgelegenen Gegenden sollten Reisende sich in diesen Gebieten nur auf befestigten Straßen und Wegen oder mit ortskundigen Führern bewegen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Pauschalreisende werden in der Regel über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen
Reisen über Land
Chile ist ein gut erschlossenes Reiseland. Mit modernen Überlandbussen sind fast alle Teile des Landes erreichbar. Zugverbindungen gibt es von Santiago aus nur in Richtung Süden (bis Chillán).
Reisende sollten zumindest über Grundkenntnisse des Spanischen verfügen, da Englisch- und Deutschkenntnisse (außer im Süden des Landes) wenig verbreitet sind.
Auf den Überlandstraßen und Wüstenpisten kommt es vor allem im Norden Chiles immer wieder zu teils schweren Auto- und Busunfällen. Grund sind in der Regel technische Defekte der Fahrzeuge, überhöhte Geschwindigkeit bzw. nicht angepasste Fahrweise und Übermüdung der Fahrer. Bei Mietwagen und organisierten Touren sollte je nach Anbieter auf den technischen Zustand der Fahrzeuge geachtet und die Fahrweise an die klimatischen und Straßenverhältnisse angepasst bzw. die Fahrer dazu angehalten werden.
In den Wintermonaten (Juni bis August) treten in Santiago und anderen größeren Städten Umweltprobleme in Verbindung mit Smog auf. Dabei werden regelmäßig Fahrverbote verhängt.
Aufgrund seiner enormen Nord-Süd-Ausdehnung verfügt das Land über eine große geographische und klimatische Vielfalt. Reisende unterschätzen die entstehenden Gefahren durch die weiten Entfernungen, das teilweise extreme Klima sowie plötzliche Wetterumschwünge.
Wegen immer wieder vorkommender Unglücks- und Todesfälle sollten Berg- und Vulkanbesteigungen nur mit ortskundigen Führern sowie guter Ausrüstung und ausreichender Verpflegung durchgeführt werden; diese Empfehlung gilt auch für erfahrene Bergsteiger. Insbesondere bei der Besteigung der Vulkane Villarica und Osorno, die für ihre gefährlichen Spalten bekannt sind, sollte auf die Führung durch gut ausgebildete Bergführer geachtet werden. Den örtlichen Carabineros oder Nationalparkwächtern sollte die ungefähre Route sowie die Dauer der Wanderung mitgeteilt werden, um eventuelle Suchaktionen zu erleichtern. Besondere Vorsicht ist aufgrund rascher Wetterumschwünge geboten.
Der Lago Chungará an der chilenisch-bolivianischen Grenze liegt auf 4500 m. Von der auf Meereshöhe liegenden Stadt Arica werden Tagesausflüge mit dem Bus dorthin angeboten. Die Höhe, verbunden mit den Anstrengungen der Fahrt, verursacht bei vielen Touristen, v.a. bei älteren Menschen, Höhenkrankheit, die bereits zu Todesfällen geführt hat. Auf langsame Akklimatisation, z. B. durch eine Übernachtung in dem auf 3300m Höhe gelegenen Ort Putre sollte unbedingt geachtet werden. Bei Auftreten der Höhenkrankheit hilft in der Regel nur ein Abstieg.
In den trockenen Gebieten in Nordchile ist außerdem darauf zu achten, dass stets ausreichend Wasser mitgeführt und getrunken wird. Auch in der Wüste wird es trotz der hohen Tagestemperaturen nachts empfindlich kalt (z. B. bei Ausflügen zum Hochplateau El Tatio bei San Pedro de Atacama).

Führerschein
Laut Auskunft des chilenischen Außenministeriums ist für Reisende der deutsche nationale Führerschein in Chile an sich ausreichend. Für eventuelle Polizeikontrollen empfiehlt es sich, eine spanische Übersetzung oder den mehrsprachigen internationalen Führerschein mitzuführen.

Geld / Kreditkarten
Kreditkarten können grundsätzlich verwendet werden; Einschränkungen für deren Benutzung sind lediglich in kleineren Orten gegeben. Bargeld kann mit Kreditkarte oder Bankkarte (nicht V-Pay) an den meisten Geldautomaten abgehoben werden. Geldautomaten sollten aus Sicherheitsgründen nur während der Geschäftszeiten benutzt werden. Es wird empfohlen, grundsätzlich keine größeren Bargeldmengen bei sich zu tragen.
Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten ausreichend Reisemittel eingeplant werden.

Kommunikation/Mobiltelefone
Seit September 2017 ist es gesetzlich nicht mehr möglich, aus dem Ausland ein- oder mitgeführte Mobiltelefone mit der SIM-Karte eines örtlichen chilenischen Mobilfunknetzbetreibers zu nutzen. Hierfür ist eine vorherige Registrierung der Telefongeräte bei den zuständigen chilenischen Stellen notwendig. Eine andere Möglichkeit, Pre-paid SIM-Karten (tarjetas prepago) chilenischer Mobilfunktanbieter zu nutzen, besteht derzeit nicht mehr, die Registrierung ist in jedem Fall erforderlich. Datenroaming über SIM-Karten aus der EU funktioniert weiterhin ohne Registrierung, verbunden mit den entsprechenden höheren Tarifgebühren. Alternativ müssten deutsche Besucher, die sich nur vorübergehend in Chile aufhalten, vor Ort ein neues Mobiltelefon beschaffen oder sind mehr oder weniger auf die Kommunikation z.B. per WLAN angewiesen. Weiterführende Hinweise erteilt die Subsecretaría de Telecomunicaciones in spanischer Sprache.

Medizinische Hinweise
Zika-Virus-Infektion
Bisher sind auf dem Festlandteil von Chile lediglich eingeschleppte Infektionen bekannt geworden. Da die Überträgermücken nicht vorkommen, wird eine Gefahr für die Bevölkerung hier nicht gesehen.
Auf den zu Chile gehörenden Osterinseln sind 2014 und 2015 Infektionen bekannt geworden, dort kommt auch die Überträgermücke vor.
Auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen sollte hier geachtet werden, s.u. und auch: Expositionsprophylaxe Insektenstiche

Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet auf die Oster-Inseln gefordert, siehe auch http://www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (http://www.rki.de).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden zudem Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch Hepatitis B empfohlen; nur bei besonderer Exposition ggf. auch Tollwut und Typhus.

Malaria
Chile ist malariafrei

Dengue-Fieber
Dengue wird derzeit nur auf der Osterinsel durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, (s. u.).

Leishmaniasis
Die kutane und mukokutane Form kommt (sehr selten, Zentral- und Nord-Chile) vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Sandmücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Der Verzehr roher Fleisch-, Geflügel-, Fisch- bzw. Eier-Speisen sollte vermieden werden.

Hantavirus
Diese insgesamt seltene Erkrankung kann landesweit in der Regel in ländlichen Gebieten nach durchschnittlich 2-4 Wochen nach Aufnahme von mit Hantaviren kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Kanal zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen führen.
In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen (hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom, HFRS oder kardio-pulmonales Syndrom, HPS bzw. HCPS).
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nur in extrem seltenen Fällen statt.
Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht.
Einer Infektion kann lediglich dadurch vorzubeugen versucht werden, indem auf möglichst hochgradige Sauberkeit der Unterkünfte und Aufenthaltsräume geachtet wird und Hinweise auf das Vorkommen von Ratten und anderen Nagetieren sowie deren Ausscheidungen in oder in der Nähe der Unterkünfte an die jeweiligen Betreiber weitergegeben wird.

Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.
Vor einer Reise nach Chile wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch http://www.dtg.org
Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Die Angaben erfolgen aufgrund von Informationen, die den Auslandsvertretungen zum Zeitpunkt der Abfassung vorliegen. Die Hinweise und insbesondere die Benennung der Ärzte sind dabei unverbindlich und ohne Gewähr. Der Patient hat für alle Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit dem von ihm selbst erteilten Behandlungsauftrag aufzukommen.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 19.10.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 19.10.2019
(Unverändert gültig seit: 19.10.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Nach schweren Unruhen wurde über große Teile Santiagos der Notstand verhängt:
Dies gilt für die Provinzen Santiago und Chacabuco sowie die Gemeinden Puente Alto und San Bernardo in der Metropolregion.

Weitere Ausschreitungen auch in größeren Städten des Landes sind nicht auszuschließen.

Der öffentliche Nahverkehr ist behindert; die Metro in der Hauptstadt wurde beschädigt und ist bis mindestens Montag, den 21.10. vollständig geschlossen.

Aufgrund der Ausrufung des Notstands kann es zu Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit kommen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Vermeiden Sie öffentliche Plätze und Menschenansammlungen/Protestveranstaltungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 20.10.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 20.10.2019
(Unverändert gültig seit: 20.10.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Nach schweren Unruhen wurde über große Teile Santiagos sowie Valparaiso und Concepción der Notstand verhängt.

Weitere Ausschreitungen auch in größeren Städten des Landes sind nicht auszuschließen.

Der öffentliche Nahverkehr ist behindert; die Metro in der Hauptstadt wurde schwer beschädigt und ist bis mindestens Montag, den 21.10.2019 vollständig geschlossen.

Aufgrund der Ausrufung des Notstands kommt es zu Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit, u.a. durch Ausgangssperren.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Vermeiden Sie öffentliche Plätze und Menschenansammlungen/Protestveranstaltungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 22.10.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 22.10.2019
(Unverändert gültig seit: 22.10.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Seit dem 18. Oktober 2019 kommt es in der Hauptstadt Santiago und anderen Regionen zu teils gewaltsamen Demonstrationen, Streiks, Straßenblockaden und Plünderungen. Über große Teile Santiagos, Valparaíso und Concepción sowie inzwischen auch die Regionen Antofagasta, La Serena, Maule, BioBio, Araucanía, Los Rios und Magallanes gelten der Ausnahmezustand und nächtliche Ausgangssperren. Weitere Ausschreitungen in Santiago und anderen größeren Städten des Landes sind nicht auszuschließen.

Der öffentliche Nahverkehr in Santiago ist durch die Schäden am Metronetz vom Wochenende weiterhin behindert und auf den teilweisen Betrieb von nur einer Linie beschränkt, auch der restliche Nahverkehr in und um Santiago ist größtenteils zum Erliegen gekommen. Die Fernstraßen sind befahrbar, die Flughäfen Chiles sind in Betrieb.
Mit weiteren Verzögerungen und Behinderungen im Straßenverkehr, Fernbusverkehr und (vor allem im inländischen) Flugverkehr ist aber weiterhin zu rechnen.

Aufgrund des Ausnahmezustands und nächtlicher Ausgangssperren kommt es zu Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit, aktuell für Santiago, Valparaíso und Rancagua sowie für Concepción, jeweils bis 6.00 Uhr.
  • Bewegen Sie sich in betroffenen Gebieten nur soweit wie nötig und mit besonderer Vorsicht.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien.
  • Halten Sie engen Kontakt zu Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft über mögliche Änderungen im Reiseplan.
  • Meiden Sie öffentliche Plätze und Menschenansammlungen wie Protestveranstaltungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte und halten Sie sich unbedingt an die nächtlichen Ausgangssperren.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 23.10.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 23.10.2019
(Unverändert gültig seit: 23.10.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Seit dem 18. Oktober 2019 kommt es in der Hauptstadt Santiago und anderen Regionen zu teils gewaltsamen Demonstrationen, Streiks, Straßenblockaden und Plünderungen. Über große Teile Santiagos, Valparaíso und Concepción sowie die Regionen Antofagasta, La Serena, O´Higgins, Maule, Ñuble, BioBio, Araucanía, Los Rios und Magallanes gelten der Ausnahmezustand und nächtliche Ausgangssperren. Weitere Ausschreitungen in Santiago und anderen größeren Städten des Landes sind nicht auszuschließen.

Der öffentliche Nahverkehr in Santiago ist durch die Schäden am Metronetz vom Wochenende weiterhin behindert und auf den teilweisen Betrieb von nur einer Linie beschränkt, auch der restliche Nahverkehr in und um Santiago läuft mit Schwierigkeiten und längeren Wartezeiten. Die Fernstraßen sind befahrbar, die Flughäfen Chiles sind in Betrieb.
Mit weiteren Verzögerungen und Behinderungen im Straßenverkehr, Fernbusverkehr und (vor allem im inländischen) Flugverkehr ist weiterhin zu rechnen.

Aufgrund des Ausnahmezustands und nächtlicher Ausgangssperren kommt es zu Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit, aktuell für Santiago, Valparaíso, Rancagua, La Serena/Coquimbo, Iquique/Alto Hospicio, Copiapó/Vallenar/Caldera, Concepción sowie für Valdivia.
  • Bewegen Sie sich in betroffenen Gebieten nur soweit wie nötig und mit besonderer Vorsicht.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien sowie über die genauen Zeiten der Ausgangssperren bei der deutschen Botschaft in Santiago.
  • Halten Sie engen Kontakt zu Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft über mögliche Änderungen im Reiseplan.
  • Meiden Sie öffentliche Plätze und Menschenansammlungen wie Protestveranstaltungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte und halten Sie sich unbedingt an die nächtlichen Ausgangssperren.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 24.10.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 24.10.2019
(Unverändert gültig seit: 24.10.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Seit dem 18. Oktober 2019 kommt es nach der Ankündigung von Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt Santiago und anderen Regionen zu teils gewaltsamen Demonstrationen, Streiks, Straßenblockaden und Plünderungen. Über große Teile Santiagos, Valparaíso und Concepción sowie die Regionen Antofagasta, La Serena, O´Higgins, Maule, Ñuble, BioBio, Araucanía, Los Rios und Magallanes gelten der Ausnahmezustand und nächtliche Ausgangssperren. Weitere Streikaktionen und auch Ausschreitungen in Santiago und anderen größeren Städten des Landes sind nicht auszuschließen.

Der öffentliche Nahverkehr in Santiago ist insbesondere durch die Schäden am Metronetz vom Wochenende weiterhin eingeschränkt. Die Fernstraßen sind befahrbar, die Flughäfen Chiles sind in Betrieb.
Mit Verzögerungen und Behinderungen im Straßenverkehr, Fernbusverkehr und (vor allem im inländischen) Flugverkehr ist weiterhin zu rechnen.

Aufgrund des Ausnahmezustands und nächtlicher Ausgangssperren kommt es zu Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit. Ausgangssperren gelten aktuell in folgenden Regionen: Santiago, Valparaíso, Rancagua, La Serena/Coquimbo, Iquique/Alto Hospicio, Copiapó/Vallenar/Caldera, Concepción und Valdivia.
Grenzübergänge nach Argentinien, Bolivien und Peru sind nachts geschlossen.
Reisende, die während der Ausgangssperren am Flughafen in Santiago ankommen, erhalten eine Ausnahmeerlaubnis „Salvoconducto“, um den Flughafen verlassen zu können.
  • Bewegen Sie sich in betroffenen Gebieten nur soweit wie nötig und mit besonderer Vorsicht.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien sowie bei der deutschen Botschaft in Santiago über die genauen Orte und Zeiten der Ausgangssperren.
  • Halten Sie engen Kontakt zu Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft über mögliche Änderungen im Reiseplan.
  • Meiden Sie öffentliche Plätze und Menschenansammlungen wie Protestveranstaltungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte und halten Sie sich unbedingt an die nächtlichen Ausgangssperren.
.
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 06.11.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Chile:
Stand: 06.11.2019

Letzte Änderungen:
Aktuelles


Aktuelles
Seit dem 18. Oktober 2019 kommt es nach der Ankündigung von Preiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt Santiago und anderen Städten immer wieder zu teils gewaltsamen Demonstrationen, Streiks, Straßenblockaden und Plünderungen. Zwischenzeitlich wurden der Ausnahmezustand und nächtliche Ausgangssperren verhängt, die inzwischen wieder aufgehoben wurden. Weitere Protestaktionen und auch Ausschreitungen in Santiago und anderen größeren Städten des Landes können dennoch nicht ausgeschlossen werden.

Der öffentliche Nahverkehr in Santiago ist insbesondere durch die bei den Ausschreitungen entstandenen Schäden am Metronetz weiterhin eingeschränkt, der Busverkehr teilweise überlastet. Die Fernstraßen sind befahrbar, die Flughäfen Chiles sind in Betrieb.
Mit Verzögerungen und Behinderungen im Straßenverkehr, Fernbusverkehr und (vor allem im inländischen) Flugverkehr ist weiterhin zu rechnen.

• Bewegen Sie sich weiterhin mit besonderer Umsicht.
• Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien über die aktuelle Lage, über Verkehrsmittel informiert die Regierung auf Gob.cl und die Metro Santiago auf Metro.cl .
• Beachten Sie aktuelle Informationen für Touristen des Ministerío de Economía, Fomento y Turismo in spanischer Sprache.
• Halten Sie engen Kontakt zu Ihrem Reiseveranstalter oder Ihrer Fluggesellschaft über mögliche Änderungen im Reiseplan.
• Meiden Sie öffentliche Plätze und Menschenansammlungen wie Protestveranstaltungen weiträumig.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 11.02.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 11.02.2021

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Gesundheit (Impfschutz)


Sicherheit
Innenpolitische Lage

Demonstrationen gibt es vor allem in Santiago und Valparaíso, aber auch in anderen Städten. Studentenproteste können zu Straßenblockaden, Störungen des öffentlichen Nahverkehrs und auch Auseinandersetzungen mit der Polizei führen, insbesondere an Tagen mit besonderer nationaler Bedeutung wie dem 29. März, dem 1. Mai und dem 11. September.
Gewaltsame Ausschreitungen können nicht ausgeschlossen werden.

In der Umgebung von Temuco in der IX. Region (Araucanía) und in der VII. Region (Bio Bio) sowie Los Lagos und Los Rios (ca. 500 – 900 km südlich von Santiago), traditionelles Siedlungsgebiet der Mapuche-Gemeinschaften, ist die Sicherheitslage angespannt. Radikale Aktivistengruppen verüben mittlerweile fast täglich Gewaltakte gegen die Holzindustrie, Grundbesitzer, Transportunternehmer, Regierungsvertretungen und Sicherheitskräfte sowie Brandanschläge auf Häuser, Kirchen und Schulen. In diesem Zusammenhang kann es zu Straßensperren und gewalttätigen Übergriffen kommen, bei denen auch Unbeteiligte zu Schaden kommen können.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Fernstraßen in der IX. und VII. Region und Umgebung bei Dunkelheit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Auswärtiges Amt

Hinweise zum Corona-Virus in Chile siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 16.05.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 16.05.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (COVID-19)
- Sicherheit (Innenpolische Lage, Kriminalität)
- Reiseinfos (Geld/Kreditkarten)
- Gesundheit (Impfschutz, Dengue-Fieber, Hanta-Virus)


Aktuelles: COVID-19
Einreise

Bitte informieren Sie sich immer bei den offiziellen Stellen Chiles.
Am 9. Mai 2023 wurden alle pandemiebedingten Einreisebeschränkungen nach Chile aufgehoben.

Ausreise und Transit
Derzeit bestehen keine pandemiebedingten Beschränkungen.

Beschränkungen im Land
Im Rahmen des nationalen Planes „Plan Seguimos Cuidándonos Paso a Paso “ erfolgt in Abhängigkeit vom örtlichen COVID-19-Geschehen eine Einteilung in drei Krisenstufen.

Im medizinischen Einrichtungen besteht weiterhin die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Empfehlungen
  • Befolgen Sie die Hinweise lokaler Behörden.
  • Informieren Sie sich zu detaillierten Maßnahmen und ergänzenden Hinweisen über das chilenische Gesundheitsministerium.
  • Bei COVID-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten kontaktieren Sie das chilenische Gesundheitsministerium.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Studentenproteste können zu Straßenblockaden, Störungen des öffentlichen Nahverkehrs und auch Auseinandersetzungen mit der Polizei führen, insbesondere an Tagen mit besonderer nationaler Bedeutung wie dem 29. März, dem 1. Mai, dem 11. September und dem 18. Oktober.
Gewaltsame Ausschreitungen können nicht ausgeschlossen werden.

In der Umgebung von Temuco in der 9. Region (Araucanía) und in der 8. Region (Bio Bio) sowie Los Lagos und Los Rios (ca. 500 – 900 km südlich von Santiago), traditionelles Siedlungsgebiet der Mapuche-Gemeinschaften, ist die Sicherheitslage angespannt. Radikale Aktivistengruppen verüben mittlerweile fast täglich Gewaltakte gegen die Holzindustrie, Grundbesitzer, Transportunternehmer, Regierungsvertretungen und Sicherheitskräfte sowie Brandanschläge auf Häuser, Kirchen und Schulen. In diesem Zusammenhang kann es zu Straßensperren und gewalttätigen Übergriffen kommen, bei denen auch Unbeteiligte zu Schaden kommen können.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Fernstraßen in der 9. und 8. Region und Umgebung bei Dunkelheit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, Rucksack- und Handtaschenraub kommt insbesondere in Santiago-Zentrum, Calama, Valparaíso, Viña del Mar und San Pedro de Atacama vor; in letzter Zeit vermehrt auch unter Gewaltanwendung. Die Gefahr ist in Armenvierteln und bei Dunkelheit besonders hoch.
Der Einsatz von K.O.-Tropfen und auch Tricks wie das Überschütten von potentiellen Opfern mit Flüssigkeiten sowie Reinigung zwecks Ablenkung und Raub finden des Öfteren Anwendung. Auch Betrugsversuche über das Telefon (Scams) und Kreditkartenbetrüge sind verbreitet.

Einbrüche in Mietwagen, vor allem in der Umgebung des Flughafens von Santiago, sowie vorgetäuschte oder absichtlich herbeigeführte Schäden z.B. an Reifen und Überfälle auf wartende Fahrzeuge an Kreuzungen und Ampeln sind keine Seltenheit.
  • Meiden Sie Spaziergänge bei Dunkelheit sowie den Besuch ärmerer Wohnviertel ohne ortskundige Begleitung.
  • Seien Sie in größeren Menschenansammlungen wie an Flughäfen, Busbahnhöfen, auf öffentlichen Plätzen am Strand, in Restaurants, Cafés, Supermärkten und Einkaufszentren ebenso wie bei U-Bahnfahrten besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf und nehmen Sie diese Unterlagen nur mit, wenn Sie diese auch wirklich benötigen.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen (in Chile kann fast überall bargeldlos gezahlt werden) und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Verteilen Sie mehrere Kopien Ihrer Reisedokumente auf Ihr gesamtes Gepäck und/oder sichern Sie eine elektronische Kopie Ihrer Reisedokumente.
  • Halten Sie Fahrzeuge stets verschlossen und lassen Sie keine Wertsachen oder Gegenstände sichtbar zurück.
  • Halten Sie möglichst nicht an, sondern fahren auch bei einer (angeblichen) Panne bis zu einer Tankstelle weiter oder rufen Sie direkt einen Abschleppdienst.
  • Bewahren Sie Geld und Wertsachen stets getrennt von Ihren Ausweispapieren auf und
  • leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand.
Reiseinfos
Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Chilenische Peso (CLP). Kreditkarten können grundsätzlich verwendet werden; Einschränkungen für deren Benutzung sind lediglich in kleineren Orten gegeben. Bargeld kann mit Kreditkarte oder Bankkarte (nicht V-Pay) an den meisten Geldautomaten abgehoben werden. Daneben kann nahezu flächendeckend bargeldlos bezahlt werden, außer in Regionen mit Funklöchern.
  • Geldautomaten sollten aus Sicherheitsgründen nur während der Geschäftszeiten benutzt werden. Es wird empfohlen, grundsätzlich keine größeren Bargeldmengen bei sich zu tragen.
  • Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten daher ausreichend Reisemittel eingeplant werden.
Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden in einigen Provinzen und auf der Osterinsel durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft auch Reisende. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Voraussichtlich ab Februar 2023 ist eine Impfung in Deutschland verfügbar. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
Hanta-Virus
Diese seltene virale Erkrankung wird meist in ländlichen Gebieten durch Aufnahme von kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Trakt übertragen. Nach zwei bis vier Wochen kann es zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen kommen. In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen. Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht, siehe Hantavirus.
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren.
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 29.09.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 29.09.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Erhöhte Aktivität des Vulkans „Villarica“)
- Natur und Klima (Erdbeben, Vulkane, Tsunamis)
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19)


Aktuelles
Von Reisen in die Provinzen Cautín und Valdivia, insbesondere in die Gemeinden Villarrica, Pucón und Panguipulli wird derzeit dringend abgeraten.


Erhöhte Aktivität des Vulkans „Villarica“
Aufgrund erhöhter Aktivität des Vulkans „Villarrica“ in der Region de la Araucanía und der Region de los Ríos im Süden des Landes wurde die Warnstufe von gelb auf orange (Stufe 3 von 4) von der zuständigen Behörde angehoben. Betroffen sind v.a. die Provinzen Cautín und Valdivia und somit die Gemeinden Villarrica, Pucón und Panguipulli. Mit Einschränkungen und Straßensperren in diesen Regionen muss gerechnet werden.
  • Überprüfen Sie Ihre Reisepläne und unternehmen Sie keine Reisen in die Provinzen Cautín und Valdivia, insbesondere in die 8-km-Zone rund um den Krater des „Villarica“.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen der Behörden.
  • Halten Sie sich über die Medien informiert und beachten Sie die Hinweise und Warnstufen der chilenischen Zivilschutzbehörde SENAPRED.
  • Machen Sie sich vor Ort mit den ausgewiesenen Evakuierungsrouten vertraut.
Natur und Klima
Erdbeben, Vulkane, Tsunamis

S. Aktuelles

Chile liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, in der immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden muss.
Schwerere Erdbeben haben mehrfach Todesopfer und Verletzte gefordert. Kleinere Beben sind an der Tagesordnung.
Aktivitäten zeigten zuletzt die Vulkane Villarrica (Region Aracaunía), Copahue (Region Biobio) und Nevados de Chillán (Region Ñuble), für die weiterhin Warnstufen gelten. Hierdurch sind auch Schmelzwasserabgänge möglich.
Tsunami-Warnungen mit weitreichenden Evakuierungen weg von Küsten können erforderlich werden.

Einreise und Zoll
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen Chiles sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 24.01.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 24.01.2024

Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Impfschutz, Dengue-Fieber, Milbenfleckfieber)


Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber (nur Osterinsel oder extremer Norden Chiles), Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden auf der Osterinsel sowie im extremen Norden Chiles durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft auch Reisende. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern, Älteren und Personen mit Vorerkrankungen zu einem schweren Verlauf und vereinzelten auch Todesfällen. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung bei Reisen auf die Osterinsel oder in den extremen Norden Chiles von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
Milbenfleckfieber (Scrub-Typhus, Buschtyphus)
Im Südsommer 2023 wurde eine hohe Anzahl von Milbenfleckfieberfällen aus der Region Los Lagos im Süden gemeldet. Bis Ende Februar 2023 wurden über 100 Fälle, davon ca. 40% bei Reisenden diagnostisch gesichert. Etwa die Hälfte der Fälle wurde auf der Insel Chiloé, aber auch bei Rückkehrern in der Hauptstadt diagnostiziert. Die erst vor kurzem entdeckte Erkrankung ist derzeit nur im Süden endemisch.

Die Symptome sind nach einer Inkubationszeit von 6 – 21 Tagen Fieber, starkes Krankheitsgefühl und Kopfschmerzen, ein generalisiertes Exanthem (Hautausschlag), Muskelschmerzen und eine Läsion an der Bissstelle.

Eine Infektionsgefahr besteht bei naturnahen beruflichen oder freizeitlichen Aktivitäten im Süden. Zur Verhinderung von Milbenlarvenstichen ist eine Expositionsprophylaxe empfohlen, siehe Expositionsprophylaxe.
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 04.02.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 04.02.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Waldbrände)


Aktuelles
Aufgrund der aktuell unkontrollierbaren Waldbrände und Buschfeuer wird von Reisen in den Großraum Valparaiso und Viña del Mar derzeit dringend abgeraten.
  • Meiden Sie die betroffene Region weiträumig.
  • Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der chilenischen Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien.
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 19.02.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 19.02.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Waldbrände)


Aktuelles
Aufgrund der aktuell unkontrollierbaren Waldbrände und Buschfeuer wird von Reisen in die von der chilenischen Katastrophenschutzbehörde SENAPRED rot markierten Regionen weiterhin dringend abgeraten.
  • Halten Sie sich über die Medien informiert und beachten Sie die Hinweise und Warnstufen der chilenischen Zivilschutzbehörde SENAPRED
  • Meiden Sie die betroffene Region weiträumig.
  • Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der chilenischen Behörden und Sicherheitskräfte.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und sozialen Medien.
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 01.03.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 01.03.2024

Letzte Änderungen:
- Einreise und Zoll (Visum; Reisen auf die Osterinsel/Rapa Nui)


Einreise und Zoll
Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum.

Bei der Einreise wird eine kostenlose „Tarjeta Única Migratoria“ als Einreisebeleg ausgestellt, die zu einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen berechtigt und das verpflichtende Ausreisedatum nennt. Diese muss bei Ausreise wieder abgegeben werden.
Bei Verlust oder Diebstahl ist vor Ausreise von der „Policía de Investigaciones (PDI)“ am Flughafen Santiago, Tel. +56 2 26901781, bei jeder PDI-Dienststelle in anderen Regionen oder über die Webseite der PDI online ein Ersatzbeleg zu beantragen.

Längerfristiger Aufenthalt
Chile wird voraussichtlich ein neues Migrationsgesetzes (Ley de Migración) einführen, das Regelungen an die europäischen Richtlinien angleichen wird. Schon heute müssen daher deutsche Staatsangehörige bei einem beabsichtigten Aufenthalt von mehr als 90 Tagen ein Visum vor der Einreise online über das Departamento de Extranjería beantragen, in anschließendem Zusammenwirken mit den örtlich zuständigen chilenischen Auslandsvertretungen.
Der Aufenthalt kann nach Einreise nicht mehr wie früher verlängert werden. Ein Wechsel des Aufenthaltsstatus nach Einreise ist ebenfalls nicht mehr möglich.
Weitere Informationen erteilt das Departamento de Extranjería in Santiago und dessen Filialen in anderen Regionen.

Reisen auf die Osterinsel/Rapa Nui
Für Reisen auf die als Sondergebiet erklärte Osterinsel/Rapa Nui ist vorab ein Einreiseformular auszufüllen. Der maximale Aufenthalt von Touristen oder Gästen darf 30 Tage nicht überschreiten.

Die von der chilenischen Regierung veröffentlichten Einreisebestimmungen finden Sie hier.
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Reise-/Sicherheitshinweis Chile 18.08.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Chile
Stand 18.08.2025

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage; Kriminalität)
- Natur und Klima
- Reiseinfos
- Einreise und Zoll (Visum; Längerfristiger Aufenthalt)
- Gesundheit (Impfschutz)


Sicherheit
Innenpolitische Lage

Chile ist ein demokratisch regiertes Land mit einer Präsidialrepublik und gilt grundsätzlich als eines der sichereren Länder in Südamerika. Dennoch ist Chile ein Land mit großen politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich großen Gegensätzen. Soziale Ungleichheiten führen dazu, dass sich die Unzufriedenheit der Bevölkerung auch in öffentlichen Protesten niederschlagen kann. So gewalttätige Massenprotesten wie 2019 („Estallido Social“) gab es seitdem nicht mehr, aber insbesondere an Tagen mit besonderer nationaler Bedeutung wie dem 29. März, dem 1. Mai, dem 11. September und dem 18. Oktober kann es durchaus zu Demonstrationen, Straßenblockaden und Störungen des öffentlichen Nahverkehrs kommen. Demonstrationen sind in der Regel friedlich, in der Vergangenheit kam es aber auch zu teils heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.

In der Umgebung von Temuco in der 9. Region (Araucanía) und in der 8. Region (Bio Bio) sowie Los Lagos und Los Rios (ca. 500 – 900 km südlich von Santiago), traditionelles Siedlungsgebiet der Mapuche-Gemeinschaften, ist die Sicherheitslage angespannter als im Rest des Landes. Radikale Aktivistengruppen verüben immer wieder Gewaltakte gegen die Holzindustrie, Grundbesitzer, Transportunternehmer, Regierungsvertretungen und Sicherheitskräfte sowie Brandanschläge auf Häuser, Kirchen und Schulen. In diesem Zusammenhang kann es zu Straßensperren und gewalttätigen Übergriffen kommen, bei denen auch Unbeteiligte zu Schaden kommen können.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Fernstraßen in der 9. und 8. Region und Umgebung bei Dunkelheit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, Rucksack- und Handtaschenraub kommt insbesondere in Santiago-Zentrum oder touristischen Hochburgen wie Valparaíso, Viña del Mar, Calama und San Pedro de Atacama vor; in letzter Zeit vermehrt auch unter Gewaltanwendung. Die Gefahr ist in Armenvierteln und bei Dunkelheit besonders hoch.
Der Einsatz von K.-o.-Tropfen und auch Tricks wie das Überschütten von potentiellen Opfern mit Flüssigkeiten zwecks Ablenkung und Raub finden des Öfteren Anwendung. Auch Betrugsversuche über das Telefon (Scams) und Kreditkartenbetrug sind verbreitet.

Einbrüche in Mietwagen sowie vorgetäuschte oder absichtlich herbeigeführte Schäden z.B. an Reifen und Überfälle auf wartende Fahrzeuge an Kreuzungen und Ampeln kommen ebenfalls vor.
  • Meiden Sie Spaziergänge bei Dunkelheit sowie den Besuch ärmerer Wohnviertel ohne ortskundige Begleitung.
  • Seien Sie in größeren Menschenansammlungen wie an Flughäfen, Busbahnhöfen, auf öffentlichen Plätzen am Strand, in Restaurants, Cafés, Supermärkten und Einkaufszentren ebenso wie bei U-Bahnfahrten besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen (in Chile kann fast überall bargeldlos gezahlt werden) und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Verteilen Sie mehrere Kopien Ihrer Reisedokumente auf Ihr gesamtes Gepäck und/oder sichern Sie eine elektronische Kopie Ihrer Reisedokumente.
  • Halten Sie Fahrzeuge stets verschlossen und lassen Sie keine Wertsachen oder Gegenstände sichtbar zurück.
  • Halten Sie möglichst nicht an, sondern fahren auch bei einer (angeblichen) Panne bis zu einer Tankstelle weiter oder rufen Sie direkt einen Abschleppdienst.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen nach einer Reifenpanne Hilfe beim Reifenwechsel angeboten wird. Oft sind dies Ablenkungsmanöver, um insbesondere Handgepäckstücke zu entwenden. Bewahren Sie Geld und Wertsachen stets getrennt von Ihren Ausweispapieren auf.
  • Legen Sie Ihren Tagesrucksack bei Fahrten mit Langstreckenbussen niemals in die Hutablage.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand.
Natur und Klima
Erdbeben, Vulkane, Tsunamis

Chile liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, in der immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden muss.
Schwerere Erdbeben in der Vergangenheit haben Chile insgesamt sehr gut auf den Ernstfall vorbereitet; Häuser und Hotels in den Innenstädten sind erdbebensicher gebaut. Kleinere Beben sind an der Tagesordnung. Die chilenische Behörde für Geologie und Bergbau beobachtet die vulkanischen Aktivitäten im Land und veröffentlicht auf ihrer Webseite aktuell geltende Warnstufen für einzelne Vulkane. Infolge vulkanischer Aktivitäten sind auch Schmelzwasserabgänge möglich.
Tsunami-Warnungen ist Folge zu leisten; es findet in der Regel eine frühzeitige Warnung mit Evakuierungen der Küstenregionen statt.
  • Halten Sie sich über die Medien informiert und beachten Sie die Hinweise und Warnstufen der chilenischen Zivilschutzbehörde SENAPRED.
  • Machen Sie sich vor Ort mit den ausgewiesenen Evakuierungsrouten und Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.
  • Verfolgen Sie regelmäßig Wetterberichte in den örtlichen Medien.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
Extremwetterlagen und Überschwemmungen
Das Klima reicht von Wüstenklima im Norden über mediterranes in der Mitte bis zu gemäßigt-feuchtkaltem Klima im Süden des Landes. In Chile gibt es extreme Wetterbedingungen unterschiedlicher Art und hohe Temperaturschwankungen, auch innerhalb eines Tages. Heftige Regenfälle können in ländlichen Regionen auf ausgetrocknetem Boden zu reißenden Flüssen, Überschwemmungen und Erdrutschen führen.

Insbesondere in den Sommermonaten kann es vielerorts zu zum Teil verheerenden, weitflächigen Busch- und Waldbränden und in Folge dessen zu Beeinträchtigungen im Verkehr, der Stromversorgung und der Kommunikation kommen.
  • Halten Sie sich über die Medien informiert und beachten Sie die Hinweise und Warnstufen der chilenischen Zivilschutzbehörde SENAPRED.
  • Machen Sie sich vor Ort mit den ausgewiesenen Evakuierungsrouten und Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.
  • Verfolgen Sie regelmäßig Wetterberichte in den örtlichen Medien.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Chile ist ein gut erschlossenes Reiseland. Mit Mietwagen, modernen Überlandbussen und per Flugzeug sind fast alle Teile des Landes erreichbar. Zugverbindungen gibt es von Santiago aus nur in Richtung Süden (bis Chillán). Zu Störungen kann es im Fall von Streiks kommen.
In den Städten gibt es Taxis, private Fahrvermittlungsdienste und in Santiago eine U-Bahn.

Auf den asphaltierten Überlandstraßen und Schotterpisten kommt es vor allem im Norden Chiles immer wieder zu teils schweren Auto- und Busunfällen. Grund sind in der Regel technische Defekte der Fahrzeuge, überhöhte Geschwindigkeit bzw. nicht angepasste Fahrweise und Übermüdung der Fahrer.

In den Wintermonaten von Juni bis August treten in Santiago und anderen größeren Städten im Süden Chiles Umweltprobleme in Verbindung mit erhöhter Schadstoffbelastung der Luft auf. Dabei werden auch regelmäßig Fahrverbote verhängt.

Die entstehenden Gefahren durch die weiten Entfernungen aufgrund der enormen geographischen Nord-Süd-Ausdehnung, das teilweise extreme Klima sowie plötzliche Wetterumschwünge werden häufig unterschätzt.

Grenzgebiete zu den Nachbarstaaten Peru, Bolivien und Argentinien, verschiedene kleinere Inseln in der 12. Region sowie in der 5. Region (Sector San Antonio – Tejas Verdes) sind selbst in der Nähe von Touristenorten und in Naturschutzgebieten zum Teil noch vermint. Auf öffentlichen Straßen und Wegen wurden die Landminen geräumt; Minenfelder abseits sind in der Regel markiert. Die Kennzeichnung der Minenfelder ist allerdings nicht flächendeckend sichergestellt bzw. in unwegsamem Gelände nicht (mehr) vorhanden.

Reisen auf die Osterinsel/Rapa Nui unterliegen besonderen Einreisebestimmungen. Siehe Einreise und Zoll – Visum – Reisen auf die Osterinsel/Rapa Nui.
  • Achten Sie bei Mietwagen und organisierten Touren auf den technischen Zustand der Fahrzeuge und passen Sie Ihre Fahrweise an die klimatischen und Straßenverhältnisse an.
  • Planen Sie Reiserouten möglichst detailliert und vorausschauend und teilen Sie sich lange Strecken ein.
  • Beachten Sie unbedingt Warnschilder in Grenzgebieten.
  • Bewegen Sie sich insbesondere in abgelegenen Gegenden nur auf befestigten Straßen und Wegen oder mit ortskundigen Führern.
Führerschein
Für kurzfristige Besuchsaufenthalte von bis zu 90 Tagen wird der deutsche nationale Führerschein anerkannt.
  • Für eventuelle Polizeikontrollen und Kfz-Anmietungen empfiehlt es sich, eine spanische Übersetzung oder den deutschen mehrsprachigen internationalen Führerschein mitzuführen.
Wanderungen/Trekking-Touren
Es gibt zahlreiche Wander- und Trekking- Möglichkeiten. Berg- und Vulkanbesteigungen und Trekking können aber, gerade für unerfahrene Bergsteiger, erhebliche Gefahren bergen; es kommt immer wieder zu Unglücken und auch Todesfällen. Die Vulkane Villarica und Osorno sind für ihre gefährlichen Spalten bekannt.
Örtliche Carabiñeros oder Nationalparkverwaltungen erfragen bei Eintritt in die jeweiligen Parks die ungefähre Route sowie die Dauer der Wanderung, um eventuelle Suchaktionen zu erleichtern.

Der Lago Chungará an der chilenisch-bolivianischen Grenze liegt auf 4.500 m. Von der auf Meereshöhe liegenden Stadt Arica werden Tagesausflüge mit dem Bus angeboten. Der Höhenunterschied, verbunden mit den Anstrengungen der Fahrt, verursacht bei vielen Touristen, v.a. bei älteren Menschen, Höhenkrankheit, die bereits zu Todesfällen geführt hat.

Insgesamt sollte die Höhe, aber auch die Hitze in der Atacama-Wüste nicht unterschätzt werden. Langsame Gewöhnungsphasen und ausreichend Flüssigkeit und Sonnenschutz sind zwingend erforderlich.

In den Bergen können sich zudem die Witterungsverhältnisse sehr rasch ändern.
In den trockenen Wüstengebieten in Nordchile wird es trotz der hohen Tagestemperaturen nachts empfindlich kalt (z. B. bei Ausflügen zum Hochplateau El Tatio bei San Pedro de Atacama).
  • Unternehmen Sie Wanderungen und Bergtouren nicht allein, sondern nur in Begleitung anerkannter örtlicher Führer.
  • Achten Sie auf eine gute Ausstattung und eine ausreichende Reiseversicherung, die eine Bergrettung per Helikopter und medizinische Evakuierung mit abdeckt.
  • Informieren Sie sich vor Touren genau, auch über die Wetterlage.
  • Hinterlassen Sie Informationen über die geplante Route und Ankunftszeiten auch bei Veranstaltern oder Angehörigen.
  • Beachten Sie unbedingt Anweisungen und Beschränkungen der örtlichen Behörden und Nationalparkverwaltungen.
  • Achten Sie wegen der drohenden Höhenkrankheit auf eine langsame Akklimatisation, z. B. durch Übernachtung in dem auf 3.400 m Höhe gelegenen Ort Putre.
  • Benutzen Sie nur bewachte Campingplätze.
  • Achten Sie vor allem aber nicht ausschließlich in Wüstengebieten auf das Mitführen von ausreichend Wasser und warmer Kleidung.
LGBTIQ
  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Rechtliche Besonderheiten
Drogenkonsum und Drogenhandel werden auch bei kleinen Mengen mit hohen Haftstrafen geahndet.

Bei Unfällen mit Personenschäden ist mit Untersuchungshaft für alle Beteiligten zu rechnen.
  • Nehmen Sie keine (verpackten) Gegenstände oder Gepäckstücke für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts mit; lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt.
  • Bestehen Sie auf die sofortige Unterrichtung der deutschen Botschaft, falls Sie - insbesondere bei Unfällen mit Personenschaden – verhaftet werden sollten.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Chilenische Peso (CLP). Kreditkarten können grundsätzlich verwendet werden; Einschränkungen für deren Benutzung sind lediglich in kleineren Orten gegeben. Bargeld kann mit Kreditkarte oder Debitkarte (Girocard, nicht V-Pay) an den meisten Geldautomaten abgehoben werden. Daneben kann nahezu flächendeckend bargeldlos bezahlt werden, außer in Regionen mit Funklöchern. Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten daher ausreichend Reisemittel eingeplant werden.
  • Geldautomaten sollten aus Sicherheitsgründen nur während der Geschäftszeiten benutzt werden. Es wird empfohlen, grundsätzlich keine größeren Bargeldmengen bei sich zu tragen.
  • Das Preisniveau in Chile ist im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern relativ hoch; es sollten daher ausreichend Reisemittel eingeplant werden.
Einreise und Zoll
Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum.

Bei der Einreise wird eine kostenlose „Tarjeta Única Migratoria“ als Einreisebeleg ausgestellt, die zu einem Aufenthalt von maximal 90 Tagen berechtigt und das verpflichtende Ausreisedatum nennt. Reisende sollten diesen Einreisebeleg gut aufheben, da er bei Ausreise wieder abgegeben werden muss.

Bei Verlust oder Diebstahl ist vor Ausreise von der „Policía de Investigaciones (PDI)“ am Flughafen Santiago, Tel. +56 2 26901781, bei jeder PDI-Dienststelle in anderen Regionen oder über die Webseite der PDI online ein Ersatzbeleg zu beantragen.

Längerfristiger Aufenthalt
Seit 2021 ist in Chile ein neues Migrationsgesetz (Ley 21.325) in Kraft. Bei einem beabsichtigten Aufenthalt von mehr als 90 Tagen muss ein Visum vor der Einreise online über die Plattform des Servicio Nacional de Migraciones (SERMIG)beantragt werden. Die örtlich zuständigen chilenischen Auslandsvertretungen sind am Visumsverfahren nicht mehr beteiligt.

Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber (nur Osterinsel oder extremer Norden Chiles), Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Auswärtiges Amt

Gruß
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