Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 09.07.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 21.05.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 21.05.2015

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Allgemeine Reiseinformationen
- Besondere Zollvorschriften
- Medizinische Hinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
In den letzten Jahren hat sich die politische Lage zwar entspannt, dennoch wird empfohlen, die aktuellen Entwicklungen in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen jeder Art zu meiden.

Bei Individualreisen durch das Land wird zu erhöhter Vorsicht geraten, da es immer wieder zu Überfällen auf Touristen kommt. Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten sich Reisende außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit besonderer Vorsicht.

Kriminalität
Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb der Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und nach Möglichkeit die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.
Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Center unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.mschoa.org dringend empfohlen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
www.auswaertiges-amt.de

Allgemeine Reiseinformationen
Sprache

Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse unerlässlich, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.

Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist zwar relativ dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar immer wieder zu Annullierungen und, teilweise massiven, Verspätungen.
Zudem ist der Betrieb der Fluggesellschaft Air Madagascar in der Europäischen Union seit Jahren wegen Sicherheitsmängeln Beschränkungen unterworfen. Näheres dazu unter:
http://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_en.htm

Reisenden wird empfohlen, bei ihrer betreffenden (Reise-)Kranken- und Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar-Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.

Die Hauptverkehrsachsen zwischen der Hauptstadt und den wichtigsten Küstenstädten sind zwar asphaltiert, ihr Zustand verschlechtert sich allerdings wegen mangelnder Wartung stetig.

Viele Straßen sind nicht befestigte Erdpisten, die in der Regenzeit (Dezember bis April) nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind. Oftmals bleiben Regionen völlig von der Außenwelt abgeschnitten.
Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.

Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen) heimgesucht.

Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarten(Visa, Master, Maestro etc.) Geld bis zu einem relativ geringen Gegenwert abgehoben werden kann.

Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros, Fluggesellschaften und Supermärkte akzeptieren Kreditkarten.

Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen und wirtschaftlichen Krise ist der Tourismus in Madagaskar stark zurückgegangen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und einige ländliche Regionen erreichbar. Roaming aus dem deutschen Handynetz funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch unproblematisch, bei Einreise am Flughafen, eine lokale SIM-Karte (prepaid) zu erwerben.

Besondere Zollvorschriften
Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen und Drogen aller Art ist strikt verboten. Devisen können in unbegrenzter Höhe ein- und ausgeführt werden, müssen aber ab einem Gegenwert von 7.500 Euro bei Einfuhr deklariert werden.
Aus Madagaskar dürfen Edelmetalle und bestimmte Edel- und Halbedelsteine, Versteinerungen und Fossilien nicht bzw. nicht ohne entsprechende Begleitpapiere ausgeführt werden.

Personen mit Wohnsitz außerhalb Madagaskars dürfen bis zu 1 kg Schmuck ausführen, wenn sie Nachweise über den Tausch von Devisen mindestens im Wert des Schmucks oder Kaufquittungen vorweisen können.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. afrikanisches Festland, Äthiopien) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe www.rki.de. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps-Masern-Röteln (MMR) und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.

Malaria
Das Malariarisiko ist im Hochland (Antananarivo) eher gering (Höhenlage), nimmt aber deutlich zu. Es gibt ein erhöhtes Infektionsrisiko an der Küste. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt in den Risikogebieten wird eine Malariaprophylaxe empfohlen.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (siehe auch Chikungunya, Dengue) und nachts körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Pest
Die Pest ist eine durch den Rattenfloh übertragene Erkrankung. In seltenen Fällen können Lungenpestfälle auftreten, die sehr gefährlich sind. Die Pest ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die Beulenpest tritt regelmäßig in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina auf. Sie beginnt mit dem Beginn der Regenzeit (ab Oktober), wenn sich Ratten in Menschennähe aufhalten und Rattenflöhe auf den Menschen übergehen.

HIV/AIDS
ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes, Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine sorgfältige Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
In den letzten Jahren sind Choleraerkrankungen nicht mehr aufgetreten, andere Durchfallerkrankungen kommen durchaus vor. Diese werden häufig durch unsauberes Trinkwasser ausgelöst.

Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen, selber Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber und Rift-Valley

sind von Mücken auf Menschen übertragbare Erkrankungen. In den letzten Monaten sind wieder Dengue-Erkrankungen – insbesondere in den Küstenregionen – aufgetreten. Schutzimpfungen gegen diese Krankheiten gibt es nicht, allein der Schutz vor Mückenstichen (s. o.) kann die Erkrankung verhindern.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht für Toruisten beim Baden in Süßwassergewässern, für die Bevölkerung besonders bei Reisanbau im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden. Nach einer möglichen Exposition sollte zu Hause ein Bilharziosetest erfolgen (tropenmedizinische Institute, niedergelassene Tropenärzte).

Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete und Englisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 20.10.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 20.10.2015

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Allgemeine Reiseinformationen


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die politische Lage hat sich seit den demokratischen Wahlen Ende 2013 zwar insgesamt entspannt, dennoch wird empfohlen, die aktuellen Entwicklungen in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen jeder Art zu meiden.

Bei Individualreisen durch das Land wird zu erhöhter Vorsicht geraten, da es immer wieder zu Überfällen auf Touristen kommt. Die Gewaltbereitschaft und der Einsatz von Waffen jeglicher Art haben insgesamt zugenommen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten sich Reisende außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit besonderer Vorsicht.

Kriminalität
Taschendiebstähle und bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb der Hotels - verwendet werden.
Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht vermehrt Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und nach Möglichkeit die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Center unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.mschoa.org dringend empfohlen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
www.auswaertiges-amt.de

Allgemeine Reiseinformationen
Sprache

Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse unerlässlich, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.

Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist zwar relativ dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen und technischen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar regelmäßig zu Annullierungen oder massiven Verspätungen.
Zudem ist der Betrieb der Fluggesellschaft Air Madagascar in der Europäischen Union seit Jahren wegen Sicherheitsmängeln Beschränkungen unterworfen. Näheres dazu unter:
http://ec.europa.eu/transport/air-ban/list_en.htm

Reisenden wird empfohlen, bei ihrer betreffenden (Reise-)Kranken- und Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar-Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.

Die Hauptverkehrsachsen zwischen der Hauptstadt und den wichtigsten Küstenstädten sind zwar asphaltiert, ihr Zustand verschlechtert sich allerdings wegen mangelnder Wartung stetig.
Viele Straßen sind nicht befestigte Erdpisten, die in der Regenzeit (Dezember bis April) nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind. Oftmals bleiben Regionen völlig von der Außenwelt abgeschnitten.
Auf den Hauptverbindungsstraßen zwischen der Hauptstadt und den anderen größeren Städten der Insel kommt es immer wieder zu kleineren Überfällen. Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.

Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen) heimgesucht.

Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarten(Visa, Master, Maestro etc.) Geld bis zu einem relativ geringen Gegenwert abgehoben werden kann.

Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros, Fluggesellschaften und Supermärkte akzeptieren Kreditkarten.

Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.
Als Folge der politischen und wirtschaftlichen Krise ist der Tourismus in Madagaskar stark zurückgegangen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.
Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und einige ländliche Regionen erreichbar. Roaming aus dem deutschen Handynetz funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch unproblematisch, bei Einreise am Flughafen, eine lokale SIM-Karte (prepaid) zu erwerben.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 10.10.2016

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Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 10.10.2016

Letzte Änderung:
- Allgemeine Reiseinformationen


Allgemeine Reiseinformationen
Die Botschaft in Antananarivo hat keine Konsularabteilung. In Notfällen, wie z. B. bei Passverlust, bei Unfall oder Todesfall erreichen Sie den Bereitschaftsdienst der konsularisch für Madagaskar zuständigen Botschaft Daressalam außerhalb der Öffnungszeiten und an Feiertagen von 06.00 Uhr bis 24.00 Uhr unter folgender Telefonnummer - auch per SMS - : +255 786 971 692

Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse unerlässlich, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.

Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist zwar relativ dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen und technischen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar regelmäßig zu Annullierungen oder massiven Verspätungen. Das Netz des neuen Anbieters, Madagasikara Airways, ist noch nicht so dicht, wie das des staatlichen Konkurrenten. Passagiere müssen auch hier mit Verschiebungen und Annullierungen rechnen.

Reisenden wird empfohlen, bei ihrer (Reise-)Kranken- bzw. Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar- oder Madagasikara Airways- Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.

Die Hauptverkehrsachsen zwischen der Hauptstadt und den wichtigsten Küstenstädten sind zwar asphaltiert, ihr Zustand verschlechtert sich allerdings wegen mangelnder Wartung stetig.
Viele Straßen sind nicht befestigte Erdpisten, die in der Regenzeit (Dezember bis April) nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind. Oftmals bleiben Regionen völlig von der Außenwelt abgeschnitten.
Auf den Hauptverbindungsstraßen zwischen der Hauptstadt und den anderen größeren Städten der Insel kommt es immer wieder zu kleineren Überfällen. Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.

Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen) heimgesucht.

Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarten (vornehmlich Visa, vereinzelt auch Master, Maestro etc.) Geld bis zu einem relativ geringen Gegenwert abgehoben werden kann.

Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros, Fluggesellschaften und Supermärkte akzeptieren Kreditkarten.

Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.

Als Folge der politischen und wirtschaftlichen Krise ist der Tourismus in Madagaskar stark zurückgegangen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen. Individualreisenden wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.

Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und einige ländliche Regionen erreichbar. Roaming aus dem deutschen Handynetz funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch unproblematisch, bei Einreise am Flughafen, eine lokale SIM-Karte (prepaid) zu erwerben.
In den meisten Hotels und Unterkünften wird inzwischen Wifi angeboten. Das Signal ist allerdings meist sehr schwach.
Auswärtiges Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 12.01.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 12.01.2017

Letzte Änderung:
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- Allgemeine Reiseinformationen


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die politische Lage ist momentan insgesamt stabil, dennoch wird empfohlen, die aktuellen Entwicklungen in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen jeder Art zu meiden.

Bei Individualreisen durch das Land wird zu erhöhter Vorsicht geraten, da es immer wieder zu Überfällen, auch auf Touristen kommt. Die Gewaltbereitschaft und der Gebrauch von Waffen haben insgesamt zugenommen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten sich Reisende außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit besonderer Vorsicht.

Kriminalität
Taschendiebstähle passieren häufig, bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).
Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb der Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und nach Möglichkeit die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Deutsche Staatsangehörigen, die sich (auch kurzfristig) in Madagaskar aufhalten, sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND eintragen http://service.diplo.de/registrierungav

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.

Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch. Ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Center unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen
Die Botschaft in Antananarivo hat keine Konsularabteilung. In Notfällen, wie z. B. bei Passverlust, bei Unfall oder Todesfall erreichen Sie den Bereitschaftsdienst der konsularisch für Madagaskar zuständigen Botschaft Daressalam außerhalb der Öffnungszeiten und an Feiertagen von 06.00 Uhr bis 24.00 Uhr unter folgender Telefonnummer - auch per SMS - : +255 786 971 692

Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse unerlässlich, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.

Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist zwar relativ dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen und technischen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar regelmäßig zu Annullierungen oder massiven Verspätungen. Das Netz des neuen Anbieters, Madagasikara Airways, ist noch nicht so dicht, wie das des staatlichen Konkurrenten. Passagiere müssen auch hier mit Verschiebungen und Annullierungen rechnen.

Reisenden wird empfohlen, bei ihrer (Reise-)Kranken- bzw. Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar- oder Madagasikara Airways- Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.

Die Hauptverkehrsachsen zwischen der Hauptstadt und den wichtigsten Küstenstädten sind zwar weitestgehend asphaltiert, ihr Zustand verschlechtert sich allerdings wegen mangelnder Wartung stetig.
Viele Straßen sind nicht befestigte Erdpisten, die in der Regenzeit (Dezember bis April) nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind. Oftmals bleiben Regionen über Monate völlig von der Außenwelt abgeschnitten.
Auf den Hauptverbindungsstraßen zwischen der Hauptstadt und den anderen größeren Städten der Insel kommt es immer wieder zu kleineren Überfällen. Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.

Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen) heimgesucht.

Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarten (vornehmlich Visa, vereinzelt auch Master, Maestro etc.) Geld bis zu einem relativ geringen Gegenwert abgehoben werden kann.

Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros, Fluggesellschaften und Supermärkte akzeptieren Kreditkarten.

Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.

Da auch in touristisch erschlossenen Gegenden die Bettenkapazität begrenzt ist, wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.

Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und einige ländliche Regionen erreichbar. Roaming aus dem deutschen Handynetz funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch unproblematisch, bei Einreise am Flughafen, eine lokale SIM-Karte (prepaid) zu erwerben.
In den meisten Hotels und Unterkünften wird inzwischen Wifi angeboten. Das Signal ist oft eher sehr schwach.
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Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 19.01.2017

Letzte Änderung:
- Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind keine verpflichtenden Impfungen erforderlich. Bei der Einreise aus dem Gelbfieberendemiegebiet (www.who.int) ist der Nachweis einer einmaligen Gelbfieberimpfung gefordert.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de)
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.). Näheres finden Sie in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes.

Chikungunya-Fieber und andere von Mücken übertragene seltene Erkrankungen
Mit gelegentlichen, zumeist regional begrenzten Ausbrüchen von Chikungunya-Fieber, Rift-Valley-Fieber und West Nile-Fieber muß gerechnet werden. Allen genannten Erkrankungen ist die Übertragung durch Mücken gemein. Eine spezifische Therapie der unterschiedlich schwer verlaufenen Erkrankungen gibt es nicht. Es gilt konsequenten Mückenschutz einzuhalten (s.u.).

Malaria
Das Malariarisiko ist im Hochland (Antananarivo) sehr gering (Höhenlage), nimmt im tiefer gelegenen Landesinneren aber deutlich zu. Es gibt ein hohes Infektionsrisiko an der Küste. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) empfohlen.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.
Näheres finden Sie in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (Chikungunya, Dengue) und nachts (Malaria) körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem imgrägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Allgemeingültige Daten zur Epidemiologie von HIV/AIDS in Madagaskar sind nicht sicher verfügbar. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko einer HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen – nach Möglichkeit - Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.

Weitere Infektionskrankheiten
Pest

Die Pest ist eine durch den Rattenfloh übertragene bakterielle Erkrankung, die bei rechtzeitiger Diagnosestellung zumeist unproblematisch behandelt werden kann. Die Pest ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die mit Abstand häufigste Form, die Beulenpest, tritt regelmäßig in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina auf. Sie beginnt mit dem Beginn der Regenzeit (Oktober bis März), wenn sich Ratten in Menschennähe aufhalten und Rattenflöhe auf den Menschen, die unter einfachsten Bedingungen leben, übergehen.
Eine Gefahr für Touristen besteht regelmäßig nicht, wenn grundsätzliche hygienische Regeln bedacht werden und kein direkter Kontakt zu den Überträgern besteht.

Abstand zu Ratten, Straßenhunden und Katzen, alle potentielle Überträger von Flöhen, wird in Madagaskar immer empfohlen.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht für Touristen beim Baden in Süßwassergewässern, für die Bevölkerung besonders bei Reisanbau im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden. Nach einer möglichen Exposition sollte zu Hause ein Bilharziosetest erfolgen (tropenmedizinische Institute, niedergelassene Tropenärzte). Baden im Salzwasser ist hinsichtlich der Schistosomiasis unproblematisch.

Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch gut ausgebildete und englischsprachige Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de)
Auswärtiges Amt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 04.08.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 04.08.2017

Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise;
- Allgemeine Reiseinformationen


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die politische Lage ist momentan insgesamt stabil, dennoch wird empfohlen, die aktuellen Entwicklungen in den Medien zu verfolgen und Menschenansammlungen jeder Art zu meiden.

Bei Individualreisen durch das Land wird zu erhöhter Vorsicht geraten, da es immer wieder zu Überfällen, auch auf Touristen kommt. Die Gewaltbereitschaft und der Gebrauch von Waffen haben insgesamt zugenommen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten sich Reisende außerhalb von Wohngebieten möglichst nicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Motorrad fortbewegen, innerhalb der Wohngebiete mit besonderer Vorsicht.

Kriminalität
Taschendiebstähle passieren häufig, bewaffnete Raubüberfälle - auch am Tag - haben stark zugenommen. Betroffen ist vor allem die Hauptstadt Antananarivo, dort das Stadtzentrum um Analakely und die Avenue de l'Indépendance sowie die Umgebung der Hotels, der von Ausländern bevorzugten Restaurants und die Stationen der Überlandtaxis (taxis brousse).

Im Allgemeinen, aber insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit wird in allen städtischen Gebieten von Spaziergängen, ob allein oder zu mehreren, aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten. Es wird eindringlich empfohlen, abends und nachts auf Einzeltaxis zurückzugreifen. Besondere Vorsicht sollte auf den Umgang mit Wertsachen und Ausweisen - auch innerhalb der Hotels - verwendet werden.

Vor allem im Stadtgebiet von Antananarivo, zunehmend aber auch in den touristisch frequentierten Küstenstädten, finden am Abend und in der Nacht Polizeikontrollen statt. Es wird dringend geraten, stets den Reisepass mit sich zu führen. Eine beglaubigte Ausweiskopie reicht nicht aus.

Bei Autofahrten in Ballungsgebieten (vor allem in Antananarivo ist die Verkehrsdichte sehr hoch und die Straßen eng) wird empfohlen, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Türen von innen zu verriegeln und nach Möglichkeit die Fenster geschlossen zu halten. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall von außen sichtbar im Wagen liegen.

Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen.
Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch. Ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Center unter www.mschoa.org dringend empfohlen.

Naturkatastrophen
Madagaskar wird zwischen Januar und April regelmäßig von zum Teil schweren tropischen Wirbelstürmen (Zyklonen) heimgesucht. Reisende in dieser Zeit werden um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Allgemeine Reiseinformationen
Die Botschaft in Antananarivo hat keine Konsularabteilung. In Notfällen, wie z.B. bei Passverlust, bei Unfall oder Todesfall, können sich Hilfesuchende an die deutsche Botschaft in Daressalam, Tansania wenden.

Sprache
Für Individualreisende sind französische oder idealerweise madagassische Sprachkenntnisse unerlässlich, da - vor allem in ländlichen Gebieten - nicht damit zu rechnen ist, dass die Bewohner Englisch oder Deutsch sprechen.

Reisen über Land/ Straßenverkehr
Das innermadagassische Flugnetz ist zwar relativ dicht, allerdings kommt es aufgrund von wirtschaftlichen und technischen Problemen der nationalen Fluggesellschaft Air Madagascar regelmäßig zu Annullierungen oder massiven Verspätungen. Das Netz des neuen Anbieters, Madagasikara Airways, ist noch nicht so dicht, wie das des staatlichen Konkurrenten. Passagiere müssen auch hier mit Verschiebungen und Annullierungen rechnen.

Reisenden wird empfohlen, bei ihrer (Reise-)Kranken- bzw. Rückholversicherung zu erfragen, ob sich bei Benutzung von Air Madagascar- oder Madagasikara Airways- Flügen für innermadagassische Verbindungen versicherungstechnische Einschränkungen ergeben.

Die Hauptverkehrsachsen zwischen der Hauptstadt und den wichtigsten Küstenstädten sind zwar weitestgehend asphaltiert, ihr Zustand verschlechtert sich allerdings wegen mangelnder Wartung stetig.

Viele Straßen sind nicht befestigte Erdpisten, die in der Regenzeit (Dezember bis April) nur bedingt oder gar nicht befahrbar sind. Oftmals bleiben Regionen über Monate völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Auf den Hauptverbindungsstraßen zwischen der Hauptstadt und den anderen größeren Städten der Insel kommt es immer häufiger zu Überfällen, vorwiegend nach Einbruch der Dunkelheit. Es wird zur besonderen Vorsicht geraten. Nachtfahrten sollten unbedingt vermieden werden.

Geldversorgung
In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) und Travellerschecks bei Banken und Wechselstuben. Die Banken verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit Kreditkarten (vornehmlich Visa, vereinzelt auch Master, Maestro etc.) Geld bis zu einem relativ geringen Gegenwert abgehoben werden kann. Weltweit operierende Bargeldtransferunternehmen (z.B. Western Union) haben in allen größeren Städten Auszahlungsstellen.

Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros, Fluggesellschaften und Supermärkte akzeptieren Kreditkarten.

Hotels und Kommunikation
In Antananarivo, den größeren Provinzstädten und in den Touristenregionen gibt es akzeptable Hotels und kleinere korrekte Unterkünfte.

Da auch in touristisch erschlossenen Gegenden die Bettenkapazität begrenzt ist, wird empfohlen, vorab mit den ins Auge gefassten Unterkünften Kontakt aufzunehmen.

Das Mobilfunknetz ist relativ gut ausgebaut. Über die Anbieter Orange, Airtel und den madagassischen Anbieter Telma sind alle großen Städte und einige ländliche Regionen erreichbar. Roaming aus dem deutschen Handynetz funktioniert grundsätzlich. Es ist aber auch unproblematisch, bei Einreise am Flughafen, eine lokale SIM-Karte (prepaid) zu erwerben.

In den meisten Hotels und Unterkünften wird inzwischen Wifi angeboten. Außerhalb urbaner Gebiete ist das Signal wie auch das Telefon- und Datennetz meist sehr schwach.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 25.09.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 25.09.2017

Letzte Änderung:
- Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Impfschutz

Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind keine verpflichtenden Impfungen erforderlich. Bei der Einreise aus dem Gelbfieberendemiegebiet (www.who.int) ist für alle Personen älter als 9 Monate der Nachweis einer einmaligen Gelbfieberimpfung gefordert. Auch bei Transitreisen über die Flughäfen Addis Abeba oder Nairobi kann unabhängig von der Dauer des dortigen Aufenthalts der Gelbfieberimpfnachweis gefordert werden.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de)
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue kann landesweit durch tagaktive Mücken übertragen werden. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.

In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange bedeckende Kleidung und auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien. Näheres finden Sie in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes

Chikungunya-Fieber und andere von Mücken übertragene seltene Erkrankungen
Mit gelegentlichen, zumeist regional begrenzten Ausbrüchen von Chikungunya-Fieber, Rift-Valley-Fieber und West Nile-Fieber muß gerechnet werden. Allen genannten Erkrankungen ist die Übertragung durch Mücken gemein. Eine spezifische Therapie der unterschiedlich schwer verlaufenen Erkrankungen gibt es nicht. Es gilt konsequenten Mückenschutz einzuhalten (s.u.).

Malaria
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Das Malariarisiko ist im Hochland (Antananarivo) sehr gering (Höhenlage), nimmt im tiefer gelegenen Landesinneren aber deutlich zu. Es gibt ein hohes Infektionsrisiko an der Küste.

Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) empfohlen.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist empfohlen. Näheres finden Sie in den Merkblättern des Gesundheitsdienstes.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • ganztägig (Chikungunya, Dengue) und nachts (Malaria) körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig und nachts Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem imgrägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Allgemeingültige Daten zur Epidemiologie von HIV/AIDS in Madagaskar sind nicht sicher verfügbar. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko einer HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen – nach Möglichkeit - Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.

Cholera
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf. (siehe Merkblatt des AA unter www.diplo.de/reisemedizin).

Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderen Expositionen (z.B. Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben.

Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land sinnvoll sein. Das hängt vom persönlichen Reiseprofil des Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropenmediziner dazu wird empfohlen.

Weitere Infektionskrankheiten
Pest

Die Pest ist eine durch den Rattenfloh übertragene bakterielle Erkrankung, die bei rechtzeitiger Diagnosestellung zumeist unproblematisch behandelt werden kann. Die Pest ist im zentralen Hochland von Madagaskar seit 1921 endemisch. Die mit Abstand häufigste Form, die Beulenpest, tritt regelmäßig in den Provinzen Antananarivo, Antsiranana, Fianarantsoa, Mahajanga, Toamasina auf. Sie beginnt mit dem Beginn der Regenzeit (Oktober bis März), wenn sich Ratten in Menschennähe aufhalten und Rattenflöhe auf den Menschen, die unter einfachsten Bedingungen leben, übergehen.

Erste Pestfälle, auch tödliche Verläufe, traten in der zweiten Jahreshälfte 2017 bereits frühzeitig im September auf. Darunter waren auch einige hoch ansteckende Fälle mit Lungenpest in der Region zwischen der Hafenstadt Tamatave und Antananarivo.

Für Touristen besteht regelmäßig keine Gefahr, wenn grundsätzliche hygienische Regeln bedacht werden und kein direkter Kontakt zu den Überträgern besteht. Erhöhte Vorsicht bei Menschenansammlungen ist daher geboten. Abstand zu Ratten, Straßenhunden und Katzen, alle potentielle Überträger von Flöhen, wird in Madagaskar immer empfohlen.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht für Touristen beim Baden in Süßwassergewässern, für die Bevölkerung besonders bei Reisanbau im gesamten Land, insbesondere aber im westlichen Tiefland mit den Provinzen Toliara und Mahajanga. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden. Nach einer möglichen Exposition sollte zu Hause ein Bilharziosetest erfolgen (tropenmedizinische Institute, niedergelassene Tropenärzte). Baden im Salzwasser ist hinsichtlich der Schistosomiasis unproblematisch.

Gifttiere
In Madagaskar gibt es keine Giftschlangen. Dagegen kommen einige giftige Spinnen- und Skorpionarten und andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, Frösche u.a.) vor. Wie allgemein in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach personell, technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Englischsprachiges medizinisches Fachpersonal ist außerhalb der Hauptstadt kaum zu finden. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe beispielsweise www.dtg.org oder www.frm-web.de)
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 04.10.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 04.10.2017

Letzte Änderung:
- Aktueller Hinweis (Pest)


Medizinische Hinweise
Aktueller Hinweis

Seit August 2017 steigt die Zahl der Fälle von Beulen- und Lungenpest in Madagaskar an. Die mit der Regenzeit assoziierten Ausbrüche mit bis zu jährlich 500 Fällen treten sonst eher in den ländlichen Gebieten auf. Jetzt sind auch die Hauptstadt Antananarivo sowie die Hafenstadt Toamasina und der Distrikt Faratsiho betroffen, wo auch mehrere Fälle der hoch ansteckenden Lungenpest aufgetreten sind. Die Regierungsstellen haben mit Hilfe der WHO verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen und Fallsuchen eingeleitet. Für Reisende besteht keine direkte Gefährdung, sofern Grundregeln der Prävention eingehalten werden (siehe Merkblatt des Gesundheitsdienstes). Öffentliche Hinweise zur aktuellen Situation vor Ort und daraus folgende Handlungsempfehl ungen sollten beachtet werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 20.04.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand: 20.04.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Für Samstag, den 21. April 2018, sind Demonstrationen im Innenstadtbereich der Hauptstadt Antananarivo angekündigt, mit denen Oppositionsgruppen gegen das Wahlgesetz protestieren werden. Die Spitzen der Sicherheitskräfte haben bereits verkündet, hart gegen die nicht genehmigte Demonstration vorgehen zu werden.

Reisenden wird dringend empfohlen, den Innenstadtbereich an diesem Tag vorsorglich zu meiden, die aktuelle Entwicklung in den Medien zu verfolgen und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 21.04.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand: 21.04.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Im Nachgang zu den Demonstrationen vom 21. April 2018 und auf Grund der weiterhin unübersichtlichen Lage wird dringend empfohlen, den Innenstadtbereich von Antananarivo vorsorglich zu meiden, die aktuelle Entwicklung in den Medien zu verfolgen und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 26.04.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 26.04.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Auf Grund von zur Zeit täglich stattfindenden Demonstrationen und der weiterhin unübersichtlichen Lage wird Reisenden dringend empfohlen, den Innenstadtbereich der Hauptstadt Antananarivo und Menschenansammlungen auch in anderen Großstädten vorsorglich zu meiden, die aktuelle Entwicklung in den Medien zu verfolgen und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 04.05.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 04.05.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Auf Grund von zur Zeit täglich stattfindenden Demonstrationen, Streiks in Teilen der öffentlichen Verwaltung und der weiterhin unübersichtlichen Lage wird Reisenden dringend empfohlen, Menschenansammlungen in der Hauptstadt Antananarivo und anderen Großstädten zu meiden, die aktuelle Entwicklung in den Medien zu verfolgen und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 31.05.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand: 31.05.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Auf Grund von zur Zeit fast täglich stattfindenden Demonstrationen und der weiterhin unübersichtlichen Lage wird Reisenden empfohlen, die aktuelle Entwicklung in den Medien zu verfolgen, Menschenansammlungen in der Hauptstadt Antananarivo und anderen Großstädten zu meiden und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 14.06.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand 14.06.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Seit Ende April kommt es in der Hauptstadt Antananarivo und anderen Großstädten immer wieder zu Kundgebungen und Protesten. Die politische Lage ist insgesamt instabil. Im Hinblick auf die für Ende 2018 geplanten Präsidentschaftswahlen können die politischen Spannungen steigen und sich Proteste und Unruhen mehren.

Reisenden wird empfohlen, die aktuelle Entwicklung in den Medien aufmerksam zu verfolgen, Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Madagaskar 11.12.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Madagaskar:
Stand: 11.12.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Seit Ende April 2018 kommt es in der Hauptstadt Antananarivo und anderen Großstädten immer wieder zu Kundgebungen und Protesten. Die politische Lage ist insgesamt instabil. Im Hinblick auf den für den 19. Dezember 2018 vorgesehenen zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen und damit steigenden politischen Spannungen können sich Proteste und Unruhen mehren.

Reisenden wird empfohlen, die aktuelle Entwicklung in den Medien aufmerksam zu verfolgen, Menschenansammlungen zu meiden und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
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