Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 23.12.2015
Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten. In Burundi lebenden deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise empfohlen.
Die Sicherheitslage in Burundi ist unübersichtlich und sehr angespannt. Am 11.12.2015 haben bewaffnete Einheiten mehrere militärische Einrichtungen in Bujumbura angegriffen. Das gesamte öffentliche Leben in Bujumbura kam an diesem Tag zum Erliegen. Mit weiteren Übergriffen ist zu rechnen. In der Hauptstadt Bujumbura kommt es täglich zu gewalttätigen, politisch motivierten Auseinandersetzungen, bei denen zum Teil Kriegswaffen zum Einsatz kommen. Außerdem ist seit einigen Wochen die Gewaltkriminalität (Raubüberfälle durch schwer bewaffnete Kriminelle) stark angestiegen. Betroffen von den politisch motivierten Auseinandersetzungen sind insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, die Stadtteile Ngagara, Nyakabiga, Cibitoke, Buterere und Mutakura im Norden der Hauptstadt sowie der Bezirk Musaga, im Süden Bujumburas. In den betroffenen Stadtbezirken kommt das öffentliche Leben komplett zum Stillstand, im übrigen Bujumbura ist es erheblich beeinträchtigt.
Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 21.05.2026
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Alexander
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Ausreiseempfehlung Burundi 23.12.2015
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Alexander
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Ausreiseempfehlung Burundi 23.02.2016
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand 26.02.2016
Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Allgemeine Reiseinformationen
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten. In Burundi lebenden deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise empfohlen.
Menschenansammlungen, Märkte und Busbahnhöfe sollten gemieden werden. Es wird außerdem empfohlen, im gesamten Stadtgebiet von Bujumbura Fahrten nach 18:00 Uhr zu vermeiden.
Ebenso wird dringend davon abgeraten nach 18:00 Uhr folgende Stadtteile Bujumburas aufzusuchen: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura. Gleiches gilt für die Umgebung Bujumburas (Provinz Bujumbura-rural).
Die Sicherheitslage in Burundi ist unübersichtlich und sehr angespannt. In der Hauptstadt Bujumbura kann es jederzeit zu gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzungen kommen, bei denen zum Teil Kriegswaffen zum Einsatz kommen. Gezielte Angriffe auf Politiker und Aktivisten sowie Sicherheitskräfte, Schusswechsel und Angriffe mit Handgranaten gehören vor allem in den oben genannten Stadtteilen zum täglichen Geschehen. In den letzten Wochen kam es zu mehreren Anschlägen mit Handgranaten an belebten Orten im Zentrum Bujumburas. Außerdem ist die Gewaltkriminalität (Raubüberfälle durch schwer bewaffnete Kriminelle) stark angestiegen.
Spannungen werden auch aus anderen Landesteilen, insbesondere aus Ngozi, Kirundo, Ijenda/Mwaro und Matana gemeldet. Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land wurde deutlich erhöht. Es wird dringend geraten, sich von öffentlichen Demonstrationen wie von Parteiversammlungen und politischen Kundgebungen fernzuhalten und öffentliche politische Aussagen zu unterlassen.
Im Übrigen besteht in Burundi auch weiterhin die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohungen der somalischen Al-Shabab-Miliz mit Vergeltungsaktionen als Reaktion auf die Beteiligung des burundischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia sind ernst zu nehmen. Besondere Vorsicht und Wachsamkeit ist deshalb beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter geboten. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen (Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken.
Bei Reiseabsichten wird dringend der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft Bujumbura empfohlen.
Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es dreimal wöchentlich (Mittwoch, Freitag und Samstag), ansonsten existieren täglich Umsteigeverbindungen über Nairobi, Kigali und Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Verkehrsunfälle sind eine der häufigsten Todesursachen in Burundi. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
In ganz Burundi sollten Ausgänge und Überlandfahrten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Nach 17:30 Uhr und vor 07:00 Uhr wird dringend von solchen Fahrten abgeraten. Insbesondere in den ländlichen Gegenden werden die Straßen nach 18:00 Uhr regelmäßig nicht mehr von Polizei- und Sicherheitskräften kontrolliert.
Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung. Grundsätzlich sollte nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden.
In der Nähe zur Grenze mit der Demokratischen Republik Kongo sind in den Provinzen Bubanza und Cibitoke in der Vergangenheit – auch bereits mehrfach im Jahre 2015 – immer wieder bewaffnete Gruppen in Erscheinung getreten. Von nicht zwingend erforderlichen Fahrten in diesen Gebieten – insbesondere auf der RN 5 – sollte deshalb Abstand genommen werden.
Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Gleiches gilt generell für das Naturschutzgebiet Rukoko und den Kibira Nationalpark.
Westlich des Hotels Club du Lac Tanganyika sollte die Chaussée d’Uvira (RN 4), die von Bujumbura über Gatumba zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo führt, nach 17:30 Uhr unbedingt gemieden werden.
Bitte beachten Sie auch die Teilreisewarnung für angrenzende Regionen des Nachbarlands Demokratische Republik Kongo. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sollten die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros getauscht werden. Mit den Kreditkarten Visa und MasterCard können Beträge in Landeswährung und in Devisen bei verschiedenen Banken in Bujumbura abgehoben werden. Jedoch sind Zahlungen mit Kreditkarten in der Regel nicht möglich. Travellerchecks werden nicht akzeptiert. Die Bargeldversorgung per Western Union oder MoneyGram funktioniert innerhalb eines Tages.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIMlockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 04.04.2016
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 04.04.2016
(Unverändert gültig seit: 04.04.2016)
Letzte Änderung:
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Nein
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Impfpass muss mitgeführt werden.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.
Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin (www.burundi-embassy-berlin.com) erforderlich. Die Ausstellung eines Visums am Flughafen Bujumbura ist nicht mehr möglich. Die Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Einreisende sollten sich an die international üblichen Regeln halten.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
Gruß
Birgitt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 06.06.2016
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 06.06.2016
Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten. In Burundi lebenden deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise empfohlen.
Menschenansammlungen, Märkte und Busbahnhöfe sollten gemieden werden. Es wird außerdem empfohlen, im gesamten Stadtgebiet von Bujumbura Fahrten nach 18:00 Uhr zu vermeiden.
Ebenso wird dringend davon abgeraten nach 18:00 Uhr folgende Stadtteile Bujumburas aufzusuchen: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura. Gleiches gilt für die Umgebung Bujumburas (Provinz Bujumbura-rural).
Die Sicherheitslage in Burundi ist unübersichtlich und sehr angespannt. In der Hauptstadt Bujumbura kann es jederzeit zu gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzungen kommen, bei denen zum Teil Kriegswaffen zum Einsatz kommen. Gezielte Angriffe auf Politiker und Aktivisten sowie Sicherheitskräfte, Schusswechsel und Angriffe mit Handgranaten gehören vor allem in den oben genannten Stadtteilen zum täglichen Geschehen. Im Frühjahr 2016 kam es zu mehreren Anschlägen mit Handgranaten an belebten Orten im Zentrum Bujumburas. Außerdem ist die Gewaltkriminalität (Raubüberfälle durch schwer bewaffnete Kriminelle) stark angestiegen.
Spannungen werden auch aus anderen Landesteilen, insbesondere aus Ngozi, Kirundo, Ijenda/Mwaro und Matana gemeldet. Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land wurde deutlich erhöht.
Es wird dringend geraten, sich von öffentlichen Demonstrationen wie von Parteiversammlungen und politischen Kundgebungen fernzuhalten und öffentliche politische Aussagen zu unterlassen.
Im Übrigen besteht in Burundi auch weiterhin die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohungen der somalischen Al-Shabab-Miliz mit Vergeltungsaktionen als Reaktion auf die Beteiligung des burundischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia sind ernst zu nehmen. Besondere Vorsicht und Wachsamkeit ist deshalb beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter geboten. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen (Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken.
Bei Reiseabsichten wird dringend der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft Bujumbura empfohlen.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Nein
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Impfpass muss mitgeführt werden.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.
Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin (http://www.burundi-embassy-berlin.com) erforderlich. Die Ausstellung eines Visums am Flughafen Bujumbura ist nicht mehr möglich. Die Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Mit dem Visumantrag ist der Nachweis für eine Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 05.12.2016
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 05.12.2016
Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Allgemeine Reiseinformationen
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
- Medizinische Hinweise
Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten. In Burundi lebenden deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise empfohlen.
In Burundi besteht die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohungen der somalischen Al-Shabab-Miliz mit Vergeltungsaktionen als Reaktion auf die Beteiligung des burundischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia sind ernst zu nehmen. Besondere Vorsicht und Wachsamkeit ist deshalb beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter (z.B. Flughafen in Bujumbura) geboten. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen (Restaurants und Strandhotels am Tanganjikasee, Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken.
Es wird dringend geraten, sich von öffentlichen Demonstrationen wie von Parteiversammlungen und politischen Kundgebungen fernzuhalten und öffentliche politische Aussagen zu unterlassen. Menschenansammlungen, Märkte und Busbahnhöfe sollten gemieden werden. Es wird außerdem empfohlen, im gesamten Land Fahrten nach 18:00 Uhr zu vermeiden.
Besonders wird davon abgeraten nach 18:00 Uhr folgende Stadtteile Bujumburas aufzusuchen: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura.
Die Sicherheitslage in Burundi ist unübersichtlich und sehr angespannt. In der Hauptstadt Bujumbura kann es jederzeit zu gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzungen kommen. Gezielte Angriffe auf Politiker und Aktivisten sowie Sicherheitskräfte, Schusswechsel und Angriffe mit Handgranaten können vor allem in den oben genannten Stadtteilen ohne Vorwarnung jederzeit vorkommen. Im Frühjahr 2016 kam es zu mehreren Anschlägen mit Handgranaten an belebten Orten im Zentrum Bujumburas. Außerdem ist die Gewaltkriminalität (Raubüberfälle durch schwer bewaffnete Kriminelle) stark angestiegen.
Spannungen werden auch aus anderen Landesteilen, insbesondere aus Ngozi, Kirundo, Ijenda/Mwaro und Matana gemeldet. Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land wurde deutlich erhöht.
Vorübergehende Festnahmen von Ausländern (z.B. zur Identitätsfeststellung) kommen gelegentlich vor. In den letzten Monaten wurden schärfere Überwachungsmaßnahmen eingeführt. So haben auch die in Burundi lebenden Ausländer ein sog. cahier de ménage („Hausbuch“) zu führen, in dem alle Bewohner und Besucher lückenlos einzutragen sind. Bei Nichtbeachtung kann es zur vorübergehenden Festnahme durch Sicherheitskräfte kommen.
Bei Reiseabsichten wird dringend der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft Bujumbura empfohlen.
Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es einmal wöchentlich, ansonsten existieren täglich Umsteigeverbindungen über Nairobi, Kigali und Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Verkehrsunfälle sind eine der häufigsten Todesursachen in Burundi. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Reisen über Land
In ganz Burundi sollten Ausgänge und Überlandfahrten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Nach 17:30 Uhr und vor 07:00 Uhr wird dringend von solchen Fahrten abgeraten. Insbesondere in den ländlichen Gegenden werden die Straßen nach 18:00 Uhr regelmäßig nicht mehr von Polizei- und Sicherheitskräften kontrolliert.
Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hotels und Missionsstationen stehen im Landesinneren zur Verfügung. Grundsätzlich sollte nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden.
In der Nähe zur Grenze mit der Demokratischen Republik Kongo sind in den Provinzen Bubanza und Cibitoke in der Vergangenheit – auch bereits mehrfach im Jahre 2016 – immer wieder bewaffnete Gruppen in Erscheinung getreten. Von nicht zwingend erforderlichen Fahrten in diesen Gebieten – insbesondere auf der RN 5 – sollte deshalb Abstand genommen werden.
Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Gleiches gilt generell für das Naturschutzgebiet Rukoko und den Kibira Nationalpark.
Westlich des Hotels Club du Lac Tanganyika sollte die Chaussée d’Uvira (RN 4), die von Bujumbura über Gatumba zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo führt, nach 17:30 Uhr unbedingt gemieden werden.
Bitte beachten Sie auch die Teilreisewarnung für angrenzende Regionen des Nachbarlands Demokratische Republik Kongo. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sollten die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Geld /Kreditkarten
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros getauscht werden. Mit den Kreditkarten Visa und MasterCard können Beträge in Landeswährung bei verschiedenen Banken in Bujumbura abgehoben werden. Jedoch sind Zahlungen mit Kreditkarten in der Regel nicht möglich. Travellerchecks werden nicht akzeptiert. Die Bargeldversorgung per Western Union oder MoneyGram funktioniert innerhalb eines Tages.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIMlockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Nein
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Impfpass muss mitgeführt werden.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.
Visum
Grundsätzlich ist für die Einreise deutscher Staatsangehöriger die Beantragung eines Visum vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin (www.burundi-embassy-berlin.com) erforderlich. Mit einer Bearbeitungsdauer von mindestens drei Wochen ist zu rechnen. Die Ausstellung eines Visums am Flughafen Bujumbura ist nicht mehr möglich. Die Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Mit dem Visumantrag ist der Nachweis für eine Gelbfieberimpfung vorzulegen.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr gefordert. Dies gilt auch für Direkteinreisen aus Deutschland (siehe www.who.int ). Eine einzige Impfung, die ordnungsgemäß in einem international anerkannten Impfdokument eingetragen wurde, gilt dabei als lebenslanger Impfnachweis.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe auch www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie Keuchhusten (Pertussis) und ggf. gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY- Konjugatimpfstoff), Typhus und Tollwut (s. u.) empfohlen.
Malaria
Burundi ist ganzjährig malariagefährdet, besonders in den flach gelegenen Küstenarealen. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atoyaquon/Proguanil, Doxyxyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist gerade für Burundi zu empfehlen.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:HIV /AIDS
- körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- besonders in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
- unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen - auch können sporadisch und lokal begrenzte Choleraepidemien auftreten.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf (vgl. auch Merkblatt des Auswärtigen Amts unter www.diplo.de/reisemedizin).
Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf.
Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderen Expositionen (z.B. Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben. Darüber hinaus kann sie in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen infektionsepidemiologischen Lage bei Reisen im Land sinnvoll sein. Das hängt vom persönlichen Reiseprofil des Reisenden ab. Eine individuelle Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner dazu wird empfohlen.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor dem Essen bzw. vor der Essenszubereitung. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai bis September und Januar bis März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Konjugatimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu Schlafkrankheitsinfektionen kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden können. Das Vermeiden von Fliegenstichen durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit geöffneten Fenstern) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
In fast allen Süßwassergewässern ist die Bilharziose endemisch, das Baden in Seen (auch Lake Tanganjika) und Flüssen sollte vermieden werden. Bei entsprechender Exposition kann nach Rückkehr ein Test auf Bilharzia an deutschen Tropeninstituten durchgeführt werden (Stuhl, Urin, Blut).
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden inkl. Todesfolge bewirken kann. Dennoch sind Schlangenbisse ungewöhnlich und erfolgen selten unprovoziert! Der Mensch steht nicht auf dem Speisezettel der Giftschlangen. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch gibt es einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, u. a.). Wie in den Tropen allgemein bekannt sein sollte: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges Ausschüt teln entfernen.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Ebenso ist der Fachkräftemangel eklatant. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine Rückholmitgliedschaft bei der in Nairobi ansässigen Firma AMREF Flying Doctors kann abhängig vom Reisegrund und der Reisedauer sinnvoll sein (http://www.amrefgermany.de/flying-docto ... iedschaft/).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (s. z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de).
Gruß
Birgitt
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Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten. In Burundi lebenden deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise empfohlen.
In Burundi besteht die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohungen der somalischen Al-Shabab-Miliz mit Vergeltungsaktionen als Reaktion auf die Beteiligung des burundischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia sind ernst zu nehmen. Besondere Vorsicht und Wachsamkeit ist deshalb beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter (z.B. Flughafen in Bujumbura) geboten. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen (Restaurants und Strandhotels am Tanganjikasee, Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken.
Aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen werden Reisende gebeten, mindestens drei Stunden vor Abflug am Bujumbura International Airport zu sein.
Es wird dringend geraten, sich von öffentlichen Demonstrationen wie von Parteiversammlungen und politischen Kundgebungen fernzuhalten und öffentliche politische Aussagen zu unterlassen. Menschenansammlungen, Märkte und Busbahnhöfe sollten gemieden werden. Es wird außerdem empfohlen, im gesamten Land Fahrten nach 18:00 Uhr zu vermeiden.
Besonders wird davon abgeraten nach 18:00 Uhr folgende Stadtteile Bujumburas aufzusuchen: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura.
Die Sicherheitslage in Burundi ist unübersichtlich und sehr angespannt. In der Hauptstadt Bujumbura kann es jederzeit zu gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzungen kommen. Gezielte Angriffe auf Politiker und Aktivisten sowie Sicherheitskräfte, Schusswechsel und Angriffe mit Handgranaten können vor allem in den oben genannten Stadtteilen ohne Vorwarnung jederzeit vorkommen. Im Frühjahr 2016 kam es zu mehreren Anschlägen mit Handgranaten an belebten Orten im Zentrum Bujumburas. Außerdem ist die Gewaltkriminalität (Raubüberfälle durch schwer bewaffnete Kriminelle) stark angestiegen.
Spannungen werden auch aus anderen Landesteilen, insbesondere aus Ngozi, Kirundo, Ijenda/Mwaro und Matana gemeldet. Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land wurde deutlich erhöht.
Vorübergehende Festnahmen von Ausländern (z.B. zur Identitätsfeststellung) kommen gelegentlich vor. In den letzten Monaten wurden schärfere Überwachungsmaßnahmen eingeführt. So haben auch die in Burundi lebenden Ausländer ein sog. cahier de ménage („Hausbuch“) zu führen, in dem alle Bewohner und Besucher lückenlos einzutragen sind. Bei Nichtbeachtung kann es zur vorübergehenden Festnahme durch Sicherheitskräfte kommen.
Bei Reiseabsichten wird dringend der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft Bujumbura empfohlen.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 22.12.2016
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 22.12.2016
Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten. In Burundi lebenden deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise empfohlen.
In Burundi besteht die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohungen der somalischen Al-Shabab-Miliz mit Vergeltungsaktionen als Reaktion auf die Beteiligung des burundischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia sind ernst zu nehmen. Besondere Vorsicht und Wachsamkeit ist deshalb beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter (z.B. Flughafen in Bujumbura) geboten. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen (Restaurants und Strandhotels am Tanganjikasee, Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken.
Aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen werden Reisende gebeten, mindestens drei Stunden vor Abflug am Bujumbura International Airport zu sein.
Eingriffe in die Privatsphäre auch ausländischer Reisender durch Sicherheitskräfte sind nicht auszuschließen.
Es wird dringend geraten, sich von öffentlichen Demonstrationen wie von Parteiversammlungen und politischen Kundgebungen fernzuhalten und öffentliche politische Aussagen zu unterlassen. Menschenansammlungen, Märkte und Busbahnhöfe sollten gemieden werden. Es wird außerdem empfohlen, im gesamten Land Fahrten nach 18:00 Uhr zu vermeiden.
Besonders wird davon abgeraten nach 18:00 Uhr folgende Stadtteile Bujumburas aufzusuchen: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura.
Die Sicherheitslage in Burundi ist unübersichtlich und sehr angespannt. In der Hauptstadt Bujumbura kann es jederzeit zu gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzungen kommen. Gezielte Angriffe auf Politiker und Aktivisten sowie Sicherheitskräfte, Schusswechsel und Angriffe mit Handgranaten können vor allem in den oben genannten Stadtteilen ohne Vorwarnung jederzeit vorkommen. Im Frühjahr 2016 kam es zu mehreren Anschlägen mit Handgranaten an belebten Orten im Zentrum Bujumburas. Außerdem ist die Gewaltkriminalität (Raubüberfälle durch schwer bewaffnete Kriminelle) stark angestiegen.
Spannungen werden auch aus anderen Landesteilen, insbesondere aus Ngozi, Kirundo, Ijenda/Mwaro und Matana gemeldet. Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land wurde deutlich erhöht.
Vorübergehende Festnahmen von Ausländern (z.B. zur Identitätsfeststellung) kommen gelegentlich vor. In den letzten Monaten wurden schärfere Überwachungsmaßnahmen eingeführt. Dies führte wiederholt zu undifferenzierten Eingriffen in die Privatsphäre durch burundische Sicherheitskräfte, von denen auch Ausländer betroffen waren (Überwachung von Gästen in Privathäusern durch ein sog. ‚Cahier de ménage‘, Hausdurchsuchungen). Bei Nichtbeachtung oder Widerstand kann es zur vorübergehenden Festnahme durch Sicherheitskräfte kommen.
Bei Reiseabsichten wird dringend der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft Bujumbura empfohlen.
Deutsche, die sich - auch nur vorübergehend - in Burundi aufhalten, wird dringend empfohlen, sich online in der Krisenvorsorgeliste der deutschen Botschaft in Bujumbura zu registrieren.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 27.02.2017
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 27.02.2017
Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Burundi wird grundsätzlich dringend abgeraten. In Burundi lebenden deutschen Staatsangehörigen wird weiterhin empfohlen, das Land zu verlassen.
In Burundi besteht die Gefahr terroristischer Anschläge. Die Drohungen der somalischen Al-Shabab-Miliz mit Vergeltungsaktionen als Reaktion auf die Beteiligung des burundischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia sind ernst zu nehmen. Besondere Vorsicht und Wachsamkeit ist deshalb beim Besuch von öffentlichen Einrichtungen mit potentiellem Symbolcharakter (z.B. Flughafen in Bujumbura) geboten. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen (Restaurants und Strandhotels am Tanganjikasee, Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken.
Aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen werden Reisende gebeten, mindestens drei Stunden vor Abflug am Bujumbura International Airport zu sein.
Eingriffe in die Privatsphäre auch ausländischer Reisender durch Sicherheitskräfte sind nicht auszuschließen.
Es wird dringend geraten, sich von öffentlichen Demonstrationen wie von Parteiversammlungen und politischen Kundgebungen fernzuhalten und öffentliche politische Aussagen zu unterlassen. Menschenansammlungen, Märkte und Busbahnhöfe sollten gemieden werden. Es wird außerdem empfohlen, im gesamten Land Fahrten nach 18:00 Uhr zu vermeiden.
Besonders wird davon abgeraten nach 18:00 Uhr folgende Stadtteile Bujumburas aufzusuchen: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura.
Die Sicherheitslage in Burundi ist unübersichtlich und sehr angespannt. In der Hauptstadt Bujumbura kann es jederzeit zu gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzungen kommen. Gezielte Angriffe auf Politiker und Aktivisten sowie Sicherheitskräfte, Schusswechsel und Angriffe mit Handgranaten können vor allem in den oben genannten Stadtteilen ohne Vorwarnung jederzeit vorkommen. Im Frühjahr 2016 kam es zu mehreren Anschlägen mit Handgranaten an belebten Orten im Zentrum Bujumburas. Außerdem ist die Gewaltkriminalität (Raubüberfälle durch schwer bewaffnete Kriminelle) stark angestiegen.
Spannungen werden auch aus anderen Landesteilen, insbesondere aus Ngozi, Kirundo, Ijenda/Mwaro und Matana gemeldet. Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land wurde deutlich erhöht.
Vorübergehende Festnahmen von Ausländern (z.B. zur Identitätsfeststellung) kommen gelegentlich vor. In den letzten Monaten wurden schärfere Überwachungsmaßnahmen eingeführt. Dies führte wiederholt zu undifferenzierten Eingriffen in die Privatsphäre durch burundische Sicherheitskräfte, von denen auch Ausländer betroffen waren (Überwachung von Gästen in Privathäusern durch ein sog. ‚Cahier de ménage‘, Hausdurchsuchungen). Bei Nichtbeachtung oder Widerstand kann es zur vorübergehenden Festnahme durch Sicherheitskräfte kommen.
Bei Reiseabsichten wird dringend der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft Bujumbura empfohlen.
Deutsche, die sich - auch nur vorübergehend - in Burundi aufhalten, wird dringend empfohlen, sich online in der Krisenvorsorgeliste der deutschen Botschaft in Bujumbura zu registrieren.
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 19.05.2017
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 19.05.2017
Letzte Änderung:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Allgemeine Reiseinformationen
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten.
Die Sicherheitslage in Burundi ist aufgrund der instabilen innenpolitischen, wirtschaftlichen und kritischen menschenrechtlichen Lage unübersichtlich und angespannt. In der Hauptstadt Bujumbura kann es jederzeit zu gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzungen kommen. Gezielte Angriffe auf Angehörige des Regimes und der Sicherheitskräfte sowie Akteure der Zivilgesellschaft mit Schusswechseln und Angriffe unter Einsatz von Kriegswaffen können ohne Vorwarnung ausbrechen. So kam es zuletzt am 17. Mai 2017 zu einem Anschlag in Bujumbura, bei dem drei regierungsnahe Personen getötet wurden.
Aufgrund der sich rasant verschlechternden wirtschaftlichen und humanitären Lage der Bevölkerung sind Akte von Gewaltkriminalität (Raubüberfälle, Plünderungen) mit entsprechenden Gegenreaktionen der Sicherheitskräfte nicht auszuschließen.
Es wird geraten, sich von öffentlichen Demonstrationen, , Parteiversammlungen und politischen Kundgebungen fernzuhalten und öffentliche politische Aussagen allgemein zu unterlassen. Es wird außerdem empfohlen, im gesamten Land Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit (18:00 Uhr) zu vermeiden.
Besonders wird davon abgeraten nach 18:00 Uhr folgende Stadtteile Bujumburas aufzusuchen: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura.
Spannungen werden auch aus anderen Landesteilen, insbesondere aus Ngozi, Kirundo, Ijenda/Mwaro und Matana gemeldet. Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land ist deutlich erhöht.
Vorübergehende Festnahmen von Ausländern (z.B. zur Identitätsfeststellung) kommen gelegentlich vor. Eingriffe in die Privatsphäre auch ausländischer Reisender durch teilweise milizmäßig organisierte Sicherheitskräfte sind nicht auszuschließen.
Reisen über Land
In ganz Burundi sollten Ausgänge und Überlandfahrten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. In der Dunkelheit nach 18:00 Uhr und vor 07:00 Uhr wird von solchen Fahrten allgemein abgeraten.
Insbesondere in den ländlichen Gegenden werden die Straßen nach 18:00 Uhr regelmäßig nicht mehr von regulären Polizei- und Sicherheitskräften kontrolliert. Grundsätzlich sollte nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden.
In der Nähe zur Grenze mit der Demokratischen Republik Kongo in den Provinzen Bubanza und Cibitoketreten immer wieder bewaffnete Gruppen in Erscheinung. Von nicht zwingend erforderlichen Fahrten in diesen Gebieten – insbesondere auf der RN 5 – sollte deshalb Abstand genommen werden.
Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Gleiches gilt generell für das Naturschutzgebiet Rukoko und den Kibira Nationalpark
Westlich des Hotels Club du Lac Tanganyika sollte die Chaussée d’Uvira (RN 4), die von Bujumbura über Gatumba zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo führt, nach 17:30 Uhr gemieden werden.
Bitte beachten Sie auch die Teilreisewarnung für angrenzende Regionen des Nachbarlands Demokratische Republik Kongo.
Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sollten die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Bei Reiseabsichten nach Burundi wird die vorherige Kontaktaufnahme mit der deutschen Botschaft Bujumbura empfohlen.
Deutsche, die sich - auch nur vorübergehend - in Burundi aufhalten, wird geraten, sich online in der Krisenvorsorgeliste zu registrieren.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Botschaft Bujumbura nur um eine Kleinstvertretung handelt, so dass Unterstützungsleistungen im Notfall nur begrenzt möglich sind.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung, trotz merklicher Verbesserungen seit 2005, hoch. Die Gewaltkriminalität und die verbreitete Straflosigkeit stellen angesichts hoher Arbeitslosigkeit und vieler Waffen im Land zentrale Probleme dar. Der mit der aktuellen Krise einhergehende wirtschaftliche Verfall treibt die allgemeine Armut und Aussichtslosigkeit zusätzlich weiter an. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.
Auch in der Hauptstadt Bujumbura ist in den vergangenen Jahren ein Anstieg der Armutskriminalität, zum Teil mit Gewaltanwendung festzustellen. Die üblichen Vorsichtsregeln, z.B. Benutzung bewachter und/oder beleuchteter Parkplätze, kein zur Schau stellen von Schmuck oder Wertgegenständen, keine Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit, sollten eingehalten werden.
Terrorismus
In Burundi besteht eine gewisse Gefahr terroristischer Anschläge.
Die Drohungen der somalischen Al-Shabab-Miliz mit Vergeltungsaktionen als Reaktion auf die Beteiligung des burundischen Militärs an der AMISOM-Mission in Somalia sind ernst zu nehmen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Allgemeine Reiseinformationen
Flugverbindungen
Nationale und internationale Fluglinien bedienen den internationalen Flughafen von Bujumbura. Direktverbindungen nach Europa (Brüssel) gibt es einmal wöchentlich, ansonsten existieren täglich Umsteigeverbindungen über Nairobi, Kigali und Addis Abeba.
Straßenverkehr
Fahrten mit dem Pkw im Landesinneren Burundis sollten wegen der bestehenden Kriminalität in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden. Man sollte sich auf riskantes Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer einstellen. Verkehrsunfälle sind eine der häufigsten Todesursachen in Burundi. Bei Unfällen dürfen die beschädigten Fahrzeuge nicht vor dem Eintreffen der Polizei bewegt werden.
Die Treibstoffversorgung im Land ist zur Zeit stark reduziert bis völlig unterbrochen. t. Auf Engpässe und lange Wartezeiten an Tankstellen sollten sich Reisende einstellen.
Geld/Kreditkarten
Devisen und Bargeld im Land sind knapp bis kaum mehr vorhanden, es gibt immer wieder Engpässe in der
Bargeldversorgung.
Bargeld sollte nur in Banken, Hotels oder Foreign-Exchange-Büros getauscht werden. Mit den Kreditkarten Visa und MasterCard können Beträge in Landeswährung bei verschiedenen Banken in Bujumbura abgehoben werden. Jedoch sind Zahlungen mit Kreditkarten in der Regel nicht möglich. Die Bargeldversorgung per Western Union oder MoneyGram funktioniert innerhalb eines Tages.
Telekommunikation
Es existiert ein nationales Mobiltelefonnetz. Deutsche SIM-Karten sind nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten (pay as you go) können für SIM-lockfreie Handys beschafft werden, allerdings sind die angebotenen Handydienste sehr beschränkt. Internetcafés sind vorhanden, die Verbindungen sind allerdings sehr langsam.
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 29.09.2017
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Burundi:
Stand 29.09.2017
Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr gefordert. Dies gilt auch für Direkteinreisen aus Deutschland (siehe www.who.int ). Eine einzige Impfung, die ordnungsgemäß in einem international anerkannten Impfdokument eingetragen wurde, gilt dabei als lebenslanger Impfnachweis.
Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden, siehe auch www.rki.de
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie Keuchhusten (Pertussis) und ggf. gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY- Konjugatimpfstoff), Typhus und Tollwut (s. u.) empfohlen.
Malaria
Burundi ist ganzjährig malariagefährdet. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft, insbesondere die gefährliche Malaria tropica, bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) notwendig. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atoyaquon/Proguanil, Doxyxyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist gerade für Burundi zu empfehlen.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• besonders in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV /AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen - auch können sporadisch und lokal begrenzte Choleraepidemien auftreten.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden klinischen Verlauf (vgl. auch Merkblatt des Auswärtigen Amts unter www.diplo.de/reisemedizin).
Eine Cholera-Impfung steht zur Verfügung. Sie erfordert eine zweimalige Schluckimpfung mit einem mindestens zweiwöchigen Vorlauf.
Die Indikation für eine Choleraimpfung ist in der Regel nur bei besonderen Expositionen (z.B. Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten) gegeben. Eine individuelle Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner dazu wird empfohlen.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggfs. Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Meningitis
Die bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung) wird im gesamten Lande hauptsächlich in der Trockenzeit (Monate Mai bis September und Januar bis März) übertragen. Entsprechend der Reiseform und -zeit kann eine Impfung (Konjugatimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) indiziert sein.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Im gesamten Land kann es sporadisch zu Schlafkrankheitsinfektionen kommen, die durch große, tagaktive Tsetse-Fliegen mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden können. Das Vermeiden von Fliegenstichen durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahren mit geöffneten Fenstern) und entsprechende Kleidung ist hier besonders angeraten.
Bilharziose
In fast allen Süßwassergewässern ist die Bilharziose endemisch, das Baden in Seen (auch Lake Tanganjika) und Flüssen sollte vermieden werden. Bei entsprechender Exposition kann nach Rückkehr ein Test auf Bilharzia an deutschen Tropeninstituten durchgeführt werden (Stuhl, Urin, Blut).
Sonstige Gesundheitsgefahren
Gifttiere
In allen tropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden inkl. Todesfolge bewirken kann. Dennoch sind Schlangenbisse ungewöhnlich und erfolgen selten unprovoziert! Der Mensch steht nicht auf dem Speisezettel der Giftschlangen. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch gibt es einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßer, u. a.). Wie in den Tropen allgemein bekannt sein sollte: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt! Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige "Untermieter" durch sorgfältiges AusschÍ tteln entfernen.
Medizinische Infrastruktur
Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Ebenso ist der Fachkräftemangel eklatant. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine Rückholmitgliedschaft bei der in Nairobi ansässigen Firma AMREF Flying Doctors kann abhängig vom Reisegrund und der Reisedauer sinnvoll sein (http://www.amrefgermany.de/flying-docto ... iedschaft/).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (s. z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de).
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 19.11.2018
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben: Burundi:
Stand: 19.11.2018
Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Von Reisen nach Burundi wird abgeraten. Reisende vor Ort werden um besondere Vorsicht gebeten.
Die Sicherheitslage in Burundi ist aufgrund der instabilen innenpolitischen, wirtschaftlichen und kritischen menschenrechtlichen Lage angespannt. In der Hauptstadt Bujumbura kann es zu gewaltsamen, politisch motivierten Auseinandersetzungen unter Einsatz von Waffen kommen. So kam es zuletzt am 17. Mai 2017 zu einem Anschlag in Bujumbura, bei dem drei regierungsnahe Personen getötet wurden.
Aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen und humanitären Lage der Bevölkerung sind Akte von Gewaltkriminalität wie Raubüberfälle und Plünderungen mit entsprechenden Gegenreaktionen der Sicherheitskräfte nicht auszuschließen.
Reisende sollten öffentliche Demonstrationen, Parteiversammlungen und politische Kundgebungen meiden und öffentliche politische Aussagen allgemein unterlassen.
Spannungen werden auch aus anderen Landesteilen, insbesondere aus Ngozi, Kirundo, Ijenda/Mwaro und Matana gemeldet. Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land ist deutlich erhöht.
Vorübergehende Festnahmen von Ausländern (z.B. zur Identitätsfeststellung) kommen gelegentlich vor. Eingriffe in die Privatsphäre auch ausländischer Reisender durch teilweise milizmäßig organisierte Sicherheitskräfte sind nicht auszuschließen.
Reisen über Land
In ganz Burundi sollten Ausgänge und Überlandfahrten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. In der Dunkelheit wird von Fahrten abgeraten. Insbesondere in den ländlichen Gegenden werden die Straßen in der Dunkelheit kaum noch von regulären Polizei- und Sicherheitskräften kontrolliert. Grundsätzlich sollte nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden.
In der Nähe zur Grenze mit der Demokratischen Republik Kongo in den Provinzen Bubanza und Cibitoketreten immer wieder bewaffnete Gruppen in Erscheinung. Von nicht zwingend erforderlichen Fahrten in diesen Gebieten – insbesondere auf der RN 5 – sollte deshalb Abstand genommen werden.
Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Gleiches gilt generell für das Naturschutzgebiet Rukoko und den Kibira Nationalpark
Westlich des Hotels Club du Lac Tanganyika sollte die Chaussée d’Uvira (RN 4), die von Bujumbura über Gatumba zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo führt, nach 17:30 Uhr gemieden werden.
Auf die Teilreisewarnung für angrenzende Regionen des Nachbarlands Demokratische Republik Kongo wird hingewiesen.
Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sollten die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung, trotz merklicher Verbesserungen seit 2005, ausgeprägt. Die Gewaltkriminalität und die verbreitete Straflosigkeit stellen angesichts hoher Arbeitslosigkeit und vieler Waffen im Land zentrale Probleme dar. Der mit der aktuellen Krise einhergehende wirtschaftliche Niedergang treibt die allgemeine Armut zusätzlich weiter an. Zwar sind Ausländer bei weitem weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.
Auch in der Hauptstadt Bujumbura sind armutsbedingte Kriminalität, zum Teil mit Gewaltanwendung, festzustellen. Besonders wird von Besuchen folgender Stadtteile Bujumburas nach Einbruch der Dunkelheit abgeraten: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura.
Die üblichen Vorsichtsregeln, z.B. Benutzung bewachter und/oder beleuchteter Parkplätze, kein zur Schau stellen von Schmuck oder Wertgegenständen, keine Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit, sollten eingehalten werden.
Terrorismus
In Burundi sind terroristische Anschläge nicht auszuschließen. Wie in anderen Ländern der Region wird zu erhöhter Vorsicht geraten.
Krisenvorsorgeliste
Bei Reiseabsichten nach Burundi wird die vorherige Kontaktaufnahme mit der deutschen Botschaft in Bujumbura empfohlen.
Deutsche, die sich - auch nur vorübergehend - in Burundi aufhalten, wird geraten, sich online in der Krisenvorsorgeliste zu registrieren.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass es sich bei der Botschaft Bujumbura nur um eine Kleinstvertretung handelt, so dass Unterstützungsleistungen im Notfall nur begrenzt möglich sind.
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 27.11.2019
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Burundi
Stand 27.11.2019
Letzte Änderungen:
Sicherheit (Innenpolitische Lage)
Sicherheit
Von Reisen nach Burundi wird abgeraten.
Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Burundi ist aufgrund der instabilen innenpolitischen, wirtschaftlichen und kritischen menschenrechtlichen Lage angespannt. Demonstrationen und Protestaktionen können insbesondere in den Städten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen führen.
Aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen und humanitären Lage der Bevölkerung sind Akte von Gewaltkriminalität wie Raubüberfälle und Plünderungen mit entsprechenden Gegenreaktionen der Sicherheitskräfte nicht auszuschließen.
Internet und Mobiltelefonnetz sind teilweise unterbrochen. Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land ist hoch.
Es finden landesweit viele Kontrollen statt, nicht nur von staatlich legitimierten Sicherheitsbehörden. Dabei kommen auch vorübergehende Festnahmen von Ausländern z.B. zur Identitätsfeststellung gelegentlich vor.
In der Nähe zur Grenze mit der Demokratischen Republik Kongo in den Provinzen Bubanza und Cibitoke treten immer wieder bewaffnete Gruppen in Erscheinung. Fahrten auch auf den Nationalstraßen in der Region sind besonders gefährlich. Am 22. Oktober 2019 kam es in der Provinz Bubanza zu einem Überfall von Rebellengruppen, den die burundischen Sicherheitskräfte mit zahlreichen Todesopfern niederschlugen. Mitte November 2019 führten militärische Auseinandersetzungen im Gebiet des Kibira-Waldes zu Todesopfern. Für den Zeitraum bis Mitte Mai 2020 sind für die Grenzregionen zur Demokratischen Republik Kongo verstärkte militärische Operationen gegen Rebellengruppen der Anrainerstaaten angekündigt.
Auf die Teilreisewarnung für angrenzende Regionen des Nachbarlands Demokratische Republik Kongo wird hingewiesen.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen, Parteiversammlungen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Unterlassen Sie grundsätzlich öffentliche politische Aussagen.
- Meiden Sie unbedingt die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza, das Naturschutzgebiet Rukoko und den Kibira Nationalpark.
- Vermeiden Sie ab Einbruch der Dämmerung auch die westlich des Hotels Club du Lac Tanganyika verlaufende Chaussée d’Uvira (RN 4), die von Bujumbura über Gatumba zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo führt.
- Sehen Sie von nicht zwingend erforderlichen Fahrten in den Provinzen Bubanza und Cibitoke nahe der Grenze zur DR Kongo, insbesondere auf der RN 5, ab.
- Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Gruß
Birgitt
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 20.05.2021
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Burundi
Stand 20.05.2021
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Gesundheit (Impfschutz)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Burundi hat sich nach den weitgehend friedlich verlaufenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2020 weiter stabilisiert. Dennoch sind aufgrund der schlechten wirtschaftlichen und humanitären Lage der Bevölkerung sind Akte von Gewaltkriminalität wie Raubüberfälle und Plünderungen nicht auszuschließen, die sich aber bislang nicht gezielt gegen Ausländer gerichtet haben.
Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land ist hoch.
Es finden landesweit viele Kontrollen statt, nicht nur von staatlich legitimierten Sicherheitsbehörden. Dabei kommen auch vorübergehende Festnahmen von Ausländern z.B. zur Identitätsfeststellung gelegentlich vor.
In der Nähe zur Grenze mit der Demokratischen Republik Kongo in den Provinzen Bubanza und Cibitoke ist es 2020 zu mehreren nächtlichen Überfällen von Rebellengruppen gekommen. Diese nutzen häufig die Naturschutzgebiete (Kibira, Rukoko & Monge) auf burundischem Hoheitsgebiet für ihren Unterschlupf (Provinzen Kayanza, Rumonge und Bujumbura rurale). Auf die Teilreisewarnung für angrenzende Regionen des Nachbarlands Demokratische Republik Kongo wird hingewiesen.Gesundheit
- Von Reisen in das burundisch-kongolesisch–ruandische Grenzgebiet - westlich und östlich der Route Nationale (RN) 10 und nördlich der RN 6 (nördlich und westlich der Stadt Cibitoke und auch nördlich der Stadt Kayanza, besonders das Kibira-Waldgebiet) - wird dringend abgeraten. Von Reisen in die Provinz Bubanza wird abgeraten.
- Meiden Sie ab Einbruch der Dämmerung auch die westlich des Hotels Club du Lac Tanganyika verlaufende Chaussée d’Uvira (RN 4), die von Bujumbura über Gatumba zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo führt.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen, Parteiversammlungen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Unterlassen Sie grundsätzlich öffentliche politische Aussagen.
- Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Impfschutz
Alle Reisenden ≥ 9 Monaten müssen bei Einreise eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
- Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Tollwut, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen. Eine Cholera-Impfung ist für Reisende und im Land lebende Ausländer nur in Ausnahmefällen (s.u.) erforderlich.
- Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
- Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Hinweise zum Corona-Virus in Burundi siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 02.07.2021
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Burundi
Stand 02.07.2021
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Kriminalität)
Sicherheit
Kriminalität
Der seit Jahren andauernde wirtschaftliche Niedergang treibt die allgemeine Armut weiter an. Zwar sind Ausländer bei weitem weniger von Straftaten betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Gewaltkriminalität, Überfällen und Diebstahl. In Bujumbura sind besonders folgende Stadtteile, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit betroffen: Kanyosha, Bwiza, Jabe, Buyenzi, Nyakabiga, Musaga, Kamenge, Cibitoke, Ngagara und Mutakura. Zuletzt ist es nach Einbruch der Dunkelheit auch in der Provinz Muramvya auf der Route Nationale RN2 zu bisher nicht aufgeklärten Anschlägen bzw. Überfällen auf passierende Kleinbusse und Personenkraftfahrzeuge gekommen.
Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.
- Vermeiden Sie unbedingt Autofahrten in der Nacht.
- Verzichten Sie auf Spaziergänge bei Dunkelheit, insbesondere in den Aueßnbezirken, aber auch im Zentrum Bujumburas.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
- Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Hinweise zum Corona-Virus in Burundi siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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Reise-/Sicherheitshinweis Burundi 25.01.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Burundi
Stand 25.01.2022
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Einreise/Zoll (Visum)
Sicherheit
Innenpolitische Lage
Die Sicherheitslage in Burundi hat sich nach den weitgehend friedlich verlaufenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 2020 weiter stabilisiert. Dennoch kommt es vereinzelt immer wieder zu Attacken durch Rebellengruppen bzw. Anschläge (v.a. mit Handgranaten) auch in belebten, allerdings von Ausländern i.d.R. nicht frequentierten Zonen. Überdies sind aufgrund der schlechten wirtschaftlichen und humanitären Lage der Bevölkerung Akte von Gewaltkriminalität wie Raubüberfälle und Plünderungen nicht auszuschließen, die sich aber bislang nicht gezielt gegen Ausländer gerichtet haben.
Die Präsenz der Sicherheitskräfte im ganzen Land ist hoch.
Es finden landesweit viele Kontrollen statt, nicht nur von staatlich legitimierten Sicherheitsbehörden. Dabei kommen auch vorübergehende Festnahmen von Ausländern z.B. zur Identitätsfeststellung gelegentlich vor.
In der Nähe zur Grenze mit der Demokratischen Republik Kongo in den Provinzen Bubanza und Cibitoke ist es 2020 zu mehreren nächtlichen Überfällen von Rebellengruppen gekommen. Diese nutzen häufig die Naturschutzgebiete (Kibira, Rukoko & Monge) auf burundischem Hoheitsgebiet für ihren Unterschlupf (Provinzen Kayanza, Rumonge und Bujumbura rurale). Auf die Teilreisewarnung für angrenzende Regionen des Nachbarlands Demokratische Republik Kongo wird hingewiesen.Einreise/Zoll
- Meiden Sie ab Einbruch der Dämmerung auch die westlich des Hotels Club du Lac Tanganyika verlaufende Chaussée d’Uvira (RN 4), die von Bujumbura über Gatumba zur Grenze der Demokratischen Republik Kongo führt.
- Meiden Sie in den Städten größere lokale Märkte und Busbahnhöfe.
- Meiden Sie Demonstrationen, Parteiversammlungen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Unterlassen Sie grundsätzlich öffentliche politische Aussagen.
- Folgen Sie stets den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin beantragt werden kann.
Mit einer Bearbeitungsdauer von mindestens drei Wochen ist zu rechnen.
Die Ausstellung eines Visums bei Einreise am Flughafen Bujumbura ist ebenfalls möglich (Kosten 90,- USD, Zahlung auch per Kreditkarte möglich).
Die Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer eines Visums kann mit einer Geldbuße belegt werden und zu Verzögerungen bei der Ausreise führen.
Hinweise zum Corona-Virus in Burundi siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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