Teilreisewarnung Tschad 26.05.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

Moderator: Moderatoren

Birgitt
Moderator
Beiträge: 35240
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 31.03.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 31.03.2017
(Unverändert gültig seit: 31.03.2017)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)


Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Vor Reisen in die Hauptstadt N'Djamena, in die Region des Tschadsees, in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun sowie in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird gewarnt.

Am 11.07.2015 kam es in N’Djamena erneut zu einem Selbstmordanschlag, bei dem mindestens 15 Menschen getötet und 74 Menschen verletzt wurden. Bereits am 15.06.2015 ereigneten sich in N´Djamena zwei Sprengstoffanschläge; neben den vier Selbstmordattentätern starben dabei 23 Menschen. Am 29.06.2015 sprengten sich im Verlauf einer Operation gegen eine „Boko Haram“ - Terrorzelle vier Verdächtige in die Luft, elf Menschen wurden getötet.
Es ist nicht auszuschließen, dass es vor allem in N´Djamena, aber auch in den anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommen kann. Öffentliche Plätze, Restaurants und größere Menschenansammlungen gelten als besonders gefährdet. Zudem ist mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen. Reisenden wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung der Terrororganisation „Boko Haram“; deren Anführer hat dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Seit Februar 2015 werden immer wieder tschadische Gemeinden in der Tschadseeregion von „Boko Haram“ angegriffen. Die Regierung hat über die an den Tschadsee angrenzende Provinz „Lac“ den Ausnahmezustand verhängt.
Auch in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde am 13. Mai 2014 für den normalen Grenzverkehr vollständig geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin schwierigen Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone, dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Registrierung bei der Deutschen Botschaft/Nothilfe
Das Auswärtige Amt empfiehlt allen deutschen Staatsangehörigen, sich in die Deutschenliste („Krisenvorsorgeliste“) einzuschreiben (http://elefand.diplo.de) und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren.
Die deutsche Botschaft in N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden. Daneben besteht landesweit ein erhebliches Unfallrisiko, auch in der Hauptstadt N´Djamena. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35240
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 14.08.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 14.08.2017
(Unverändert gültig seit: 14.08.2017)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)


Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung
Vor Reisen in die Hauptstadt N'Djamena, in die Region des Tschadsees, in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun sowie in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird gewarnt.
Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone dringend abgeraten.
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Im Juni, Juli und Oktober 2015 hatte Boko Haram in der Hauptstadt N’Djamena und der kleinen Stadt Baga Sola am Tschadsee insgesamt sieben Sprengstoffanschläge verübt, bei denen 80 Menschen starben und zahlreiche verletzt wurden
Es ist trotz des zeitlichen Abstands nicht auszuschließen, dass es in N´Djamena und in anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommen kann. Öffentliche Plätze, Restaurants und größere Menschenansammlungen gelten noch immer als gefährdet. Zudem ist immer wieder mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen. Reisenden wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung der Terrororganisation Boko Haram; deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Aufgrund der zahlreichen Angriffe auf Gemeinden in der Tschadseeregion seit Februar 2015 hat die Regierung über die an den Tschadsee angrenzende Provinz „Lac“ den Ausnahmezustand verhängt.
Auch in den an Kamerun und Nordost-Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik Ende 2013 rund 150.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik wurde 2014 für den normalen Grenzverkehr vollständig geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin schwierigen Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind daneben mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende.
Es besteht landesweit, insbesondere auf Überlandfahrten, aber inzwischen auch in der Hauptstadt N‘Djamena ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. Straßenräubern) zu werden.
Zudem besteht ein erhebliches Unfallrisiko. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollte Anweisungen der tschadischen Sicherheitskräfte unbedingt Folge geleistet werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Medizinische Versorgung ist nicht bzw. nur in unzureichendem Maße gegeben. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet. Es wird dringend zum Abschluss einer Reise-Rückhol-Versicherung („Luftrettung“) geraten. Bei Besuchen in den nördlichen Regionen wird die Mitnahme eines Satelliten-Telefons empfohlen, welches aber nur mit Genehmigung der zuständigen tschadischen Behörden mitgeführt werden darf.
Fotografieren benötigt eine besondere schriftliche Erlaubnis (s. u.), stößt jedoch selbst bei Vorliegen dieser Erlaubnis im gesamten Land auf erhebliche kulturelle und Sicherheits-Vorbehalte. Das Fotografieren von militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden, Flughäfen und anderen „strategischen Einrichtungen“ sollte unbedingt unterlassen werden. Privat-Personen reagieren häufig aggressiv, wenn sie ohne vorherige Einwilligung fotografiert werden.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen und dabei auch die Wahlmöglichkeit „Erhalt von Sicherheitshinweisen“ zu aktivieren, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Die deutsche Botschaft in N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 26.01.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:

Stand: 26.01.2018 (Unverändert gültig seit: 26.01.2018)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Teilreisewarnung

Vor Reisen in die Hauptstadt N'Djamena, in die Region des Tschadsees, in das Grenzgebiet zwischen Tschad und Kamerun sowie in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird gewarnt.

Darüber hinaus wird von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone dringend abgeraten.

Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Terrorismus
2015 hatte Boko Haram in der Hauptstadt N’Djamena und der kleinen Stadt Baga Sola am Tschadsee insgesamt sieben Sprengstoffanschläge verübt, bei denen 80 Menschen starben und zahlreiche verletzt wurden.

Trotz des zeitlichen Abstands ist nicht auszuschließen, dass es in N´Djamena und in anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommen kann. Öffentliche Plätze, Restaurants und größere Menschenansammlungen gelten noch immer als gefährdet. Zudem ist immer wieder mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen.

Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung der Terrororganisation Boko Haram; deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Aufgrund der zahlreichen Angriffe auf Gemeinden in der Tschadseeregion seit Februar 2015 hat die Regierung über die an den Tschadsee angrenzende Provinz „Lac“ den Ausnahmezustand verhängt.

Auch in den an Kamerun und Nordost- Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.

Innenpolitische Lage
Aufgrund der schlechten Haushaltslage und der Notwendigkeit, Maßnahmen zur Ausgabenkürzung zu ergreifen, ist die sozio-politische Lage angespannt. Allgemeine soziale Unruhen, Demonstrationen sowie Ausschreitungen vor allem in der Hauptstadt N´Djamena sind nicht auszuschließen.

Reisenden wird daher empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen und touristische Attraktionen zu meiden.

Grenzgebiete zu Nachbarstaaten
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.

Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik über 100.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik ist seit 2014 für den normalen Grenzverkehr vollständig geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin schwierigen Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.

Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende.
Es besteht landesweit, insbesondere auf Überlandfahrten, aber inzwischen auch in der Hauptstadt N‘Djamena ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität, insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. motorisierten und häufig bewaffneten Straßenräubern zu werden, die auch jederzeit bereit sind, von Messern oder Schusswaffen Gebrauch zu machen. Am 15. Dezember 2017 wurde ein Projektfahrzeug einer deutschen NGO und Gewalt- und Waffenanwendung entwendet.

Zudem besteht ein erhebliches Unfallrisiko. Nächtliche Überlandfahrten sollten unbedingt vermieden werden.
Eine ausreichende Gesundheitsversorgung ist in den nördlichen Landesteilen nicht gegeben; Evakuierungsmöglichkeiten bestehen nur vom Flughafen Faya Largeau.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Die deutsche Botschaft in N’Djamena kann Nothilfe für Deutsche nur in eingeschränktem Umfang leisten. Sie nimmt darüber hinaus keine weiteren Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa: Für beides ist die deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengen-Visa können jedoch bei der französischen Botschaft in N`Djamena beantragt werden.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 25.09.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:

Stand: 25.09.2018 (Unverändert gültig seit: 25.09.2018)

Landesspezifische Sicherheitshinweise/Teilreisewarnung

Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Gebiete wird gewarnt:
- in die Region des Tschadsees,
- in das Grenzgebiet zu Kamerun,
- in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik sowie
- in das Grenzgebiet zu Libyen.

Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad
einschließlich der Hauptstadt N’Djamena, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone wird dringend abgeraten.
Reisende vor Ort werden gebeten, besonders vorsichtig zu sein.

Terrorismus/Entführungen
2015 hatte Boko Haram in der Hauptstadt N’Djamena und der kleinen Stadt Baga Sola am Tschadsee insgesamt sieben Sprengstoffanschläge verübt, bei denen 80 Menschen starben und zahlreiche verletzt wurden.
Trotz des zeitlichen Abstands ist nicht auszuschließen, dass es in N´Djamena und in anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommt. Öffentliche Plätze, Restaurants und größere Menschenansammlungen gelten noch immer als gefährdet. Zudem ist immer wieder mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen. Bewegungen zu Fuß sowie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in der Hauptstadt sollten unter erhöhter Vorsicht geschehen.
Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung der Terrororganisation Boko Haram; deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Aufgrund der zahlreichen Angriffe auf Gemeinden in der Tschadseeregion seit Februar 2015 hat die Regierung über die an den Tschadsee angrenzende Provinz „Lac“ den Ausnahmezustand verhängt.

Auch in den an Kamerun und Nordost- Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.

Innenpolitische Lage
Aufgrund der schlechten Haushaltslage und der Notwendigkeit, Maßnahmen zur Ausgabenkürzung zu ergreifen, ist die sozio-politische Lage angespannt. Allgemeine soziale Unruhen, Demonstrationen sowie Ausschreitungen vor allem in der Hauptstadt N´Djamena sind nicht auszuschließen.
Reisenden wird daher empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen und touristische Attraktionen zu meiden.

Grenzgebiete zu Nachbarstaaten
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik über 100.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf. Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik ist seit 2014 für den normalen Grenzverkehr vollständig geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin schwierigen Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und / oder mit der angestammten Bevölkerung führen.

Reisen im Land
Reisen im Land sind mit erheblichen Risiken verbunden. Im Norden und Osten des Landes gibt es ausgedehnte, z.T. unmarkierte Minenfelder. Touren durch die Sahara (Tibesti, Ennedi, Borkou) sind mit erheblichen Verkehrs- und Gesundheitsrisiken verbunden; auch hier gilt ein erhöhtes Anschlags- oder Entführungsrisiko für westliche Reisende.
Es besteht landesweit, insbesondere auf Überlandfahrten, aber inzwischen auch in der Hauptstadt N‘Djamena ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität, insbesondere von sog. „coupeurs de routes“, d.h. motorisierten und häufig bewaffneten Straßenräubern zu werden, die auch jederzeit bereit sind, von Messern oder Schusswaffen Gebrauch zu machen. Bewaffnete Überfälle auf Fahrzeuge der Entwicklungszusammenarbeit haben zugenommen, insbesondere auf Hauptstraßen nahe der Hauptstadt N´Djamena.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 05.03.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:

Stand: 05.03.2019 (Unverändert gültig seit: 05.03.2019)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise (Grenzgebiete zu Nachbarstaaten)

Die Grenze zu Libyen wurde Anfang März 2019 nach dem Übertritt von Rebellen und aufgrund anhaltender Konflikte im Grenzgebiet geschlossen. Die Region dient Schmugglern und Rebellen als Rückzugsraum.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik über 100.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf.
Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik ist seit 2014 für den normalen Grenzverkehr vollständig geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin schwierigen Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und/oder mit der angestammten Bevölkerung führen.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35240
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 20.05.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad:
Stand 20.05.2019
(Unverändert gültig seit: 20.05.2019)

Letzte Änderungen:
Besondere strafrechtliche Vorschriften


Besondere strafrechtliche Vorschriften
Fotografieren ist nur mit einer beim Tourismusministerium zu beantragenden Fotografiererlaubnis gestattet. Die Durchsetzung dieser Vorschrift ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Im Einzelfall kann Fotografieren oder Filmen ohne Erlaubnis zur Festnahme und Beschlagnahmung des Fotoapparats oder der Kamera führen.

Artikel 354 des Strafgesetzbuchs sieht vor, dass gleichgeschlechtliche Handlungen mit Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und zwei Jahren und Geldstrafe geahndet werden können.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
botswanadreams
Beiträge: 45
Registriert: Do 11. Jan 2018, 21:28
Wohnort: Leipzig

Re: Teilreisewarnung Tschad 20.05.2019

Beitrag von botswanadreams »

Fotografieren ist nur mit einer beim Tourismusministerium zu beantragenden Fotografiererlaubnis gestattet.
Gibt es dazu eine Quelle direkt von der Regierung des Tschad?
Seit wann ist das denn gültig?
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35240
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Re: Teilreisewarnung Tschad 20.05.2019

Beitrag von Birgitt »

Hallo Christa,

es ist eine alte Regelung. Der Hinweis auf das Fotografierverbot steht mind. seit 2011 in den AA-Meldungen (hochscrollen).

Gruß
Birgitt
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Re: Teilreisewarnung Tschad 20.05.2019

Beitrag von Alexander »

Wenn ich diesen 10 Jahre alten Beitrag im LP lese, dann scheint diese Fotografiererlaubnis schon länger notwendig zu sein
I just got back from Chad and for photography Chad is a nightmare (actually for almost anything Chad is a nightmare!). I'm shooting with pro level gear and was there on a job. I didn't bother to get the photo permits as it was going to take forever, involve endless forms, questions and plenty of bribes... if you're only there for a short time then i wouldn't bother either. Shooting in n'djamena is basically a no-go; at least in public, if you can get your subjects into a private building then it's not a problem. Do not walk around openly with a camera whatever you do!

Outside the city things are a little easier, but only a little. Whenever you arrive in a town or village the military will track you down and basically follow you around preventing much in the way of photography. Sometimes in out of the way villages the police and military are alright about photography as long as they are watching what you're shooting (I even got a soldier holding up my flash units in one village!) but this is very much the exception and they will of course expect some cash from you.
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
botswanadreams
Beiträge: 45
Registriert: Do 11. Jan 2018, 21:28
Wohnort: Leipzig

Re: Teilreisewarnung Tschad 20.05.2019

Beitrag von botswanadreams »

Verstehe ich nicht, deshalb meine Frage. Ich hatte keine Genehmigung als normaler Tourist zum Fotografieren im Tschad. Armee, Polizei, Regierung, Flughafen oder ähnliches sind tabu, das ist aber überall so in Afrika. Personen zu fotografieren, da muss man halt nach gewisser Zeit fragen, ob man darf, aber zu 99,9% gab es ein ja. Ich wurden nie von irgendwelchen Polizisten oder Armee beobachtet.

Das sind meine persönlichen Erfahrungen von März 2019. Wenn es nicht so wäre, gäbe es sicher viele der Fotos in meinem Reisebericht auf unserer Homepage nicht. Bezahlt haben wir für keines der Fotos, wo Menschen drauf sind, aber ein herzliches Dankeschön gab es immer von mir.
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 21.08.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:

Stand: 21.08.2019 (Unverändert gültig seit: 21.08.2019)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise-Teilreisewarnung[

Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Gebiete wird gewarnt:
- in die Region des Tschadsees,
- in das Grenzgebiet zu Kamerun,
- in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik sowie
- in das Grenzgebiet zu Libyen.

Ab 20. August gilt in den Regionen Quaddai und Sila im Osten des Tschad an der Grenze zu Sudan sowie in der Region Tibesti im Norden des Landes der Ausnahmezustand. Von Reisen in diese Regionen wird dringend abgeraten.

Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad
einschließlich der Hauptstadt N’Djamena, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone wird dringend abgeraten.
Reisende vor Ort werden gebeten, besonders vorsichtig zu sein.

Terrorismus/Entführungen
2015 hatte Boko Haram in der Hauptstadt N’Djamena und der kleinen Stadt Baga Sola am Tschadsee insgesamt sieben Sprengstoffanschläge verübt, bei denen 80 Menschen starben und zahlreiche verletzt wurden.
Trotz des zeitlichen Abstands ist nicht auszuschließen, dass es in N´Djamena und in anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommt. Öffentliche Plätze und größere Menschenansammlungen gelten noch immer als gefährdet und sollten gemieden werden. Zudem ist immer wieder mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen.
Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung der Terrororganisation Boko Haram; deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Aufgrund der zahlreichen Angriffe auf Gemeinden in der Tschadseeregion seit Februar 2015 hat die Regierung über die an den Tschadsee angrenzende Provinz „Lac“ den Ausnahmezustand verhängt.

Auch in den an Kamerun und Nordost- Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.

Innenpolitische Lage
Aufgrund der schlechten Haushaltslage und der Notwendigkeit, Maßnahmen zur Ausgabenkürzung zu ergreifen, ist die sozio-politische Lage angespannt. Allgemeine soziale Unruhen, Demonstrationen sowie Ausschreitungen vor allem in der Hauptstadt N´Djamena sind nicht auszuschließen.

Reisenden wird daher empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen und touristische Attraktionen zu meiden.

Grenzgebiete zu Nachbarstaaten
Die Grenze zu Libyen wurde Anfang März 2019 nach dem Übertritt von Rebellen und aufgrund anhaltender Konflikte im Grenzgebiet geschlossen. Die Region dient Schmugglern und Rebellen als Rückzugsraum.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.

Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik über 100.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf.

Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik ist seit 2014 für den normalen Grenzverkehr vollständig geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin schwierigen Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und/oder mit der angestammten Bevölkerung führen.

Kriminalität
Es besteht landesweit einschließlich der Hauptstadt N‘Djamena ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität zu werden. Generell und insbesondere in N’Djamena sollten Bewegungen zu Fuß sowie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unter erhöhter Vorsicht geschehen. Insbesondere bei Überlandfahrten besteht Gefahr von sog. „coupeurs de routes“, d.h. motorisierte und häufig bewaffnete Straßenräuber, die auch jederzeit bereit sind, von Messern oder Schusswaffen Gebrauch zu machen.

Bewaffnete Überfälle auf Fahrzeuge der Entwicklungszusammenarbeit haben zugenommen, insbesondere auf Hauptstraßen nahe der Hauptstadt N´Djamena.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 26.08.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:

Stand: 26.08.2019 (Unverändert gültig seit: 26.08.2019)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise

Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Gebiete wird gewarnt:
- in die Region des Tschadsees,
- in das Grenzgebiet zu Kamerun,
- in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik sowie
- in das Grenzgebiet zu Libyen.

Seit 20.08. gilt in den Regionen Quaddai und Sila im Osten des Tschad an der Grenze zu Sudan sowie in der Region Tibesti im Norden des Landes der Ausnahmezustand. Die Grenzübergänge zu Libyen, Sudan und der Zentralafrikanischen Republik in den genannten Regionen sind geschlossen. Von Reisen in diese Landesteile wird dringend abgeraten.

Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad
einschließlich der Hauptstadt N’Djamena, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone wird dringend abgeraten.
Reisende vor Ort werden gebeten, besonders vorsichtig zu sein.

Terrorismus/Entführungen
2015 hatte Boko Haram in der Hauptstadt N’Djamena und der kleinen Stadt Baga Sola am Tschadsee insgesamt sieben Sprengstoffanschläge verübt, bei denen 80 Menschen starben und zahlreiche verletzt wurden.
Trotz des zeitlichen Abstands ist nicht auszuschließen, dass es in N´Djamena und in anderen Landesteilen zu weiteren Anschlägen kommt. Öffentliche Plätze und größere Menschenansammlungen gelten noch immer als gefährdet und sollten gemieden werden. Zudem ist immer wieder mit verschärften Sicherheitskontrollen zu rechnen.
Tschadische Truppen engagieren sich bei der Bekämpfung der Terrororganisation Boko Haram; deren Anführer haben dafür Vergeltungsschläge gegen tschadische Ziele angedroht. Aufgrund der zahlreichen Angriffe auf Gemeinden in der Tschadseeregion seit Februar 2015 hat die Regierung über die an den Tschadsee angrenzende Provinz „Lac“ den Ausnahmezustand verhängt.
Auch in den an Kamerun und Nordost- Nigeria angrenzenden Landesteilen des Tschad besteht ein erhöhtes Anschlags- bzw. Entführungsrisiko.

Innenpolitische Lage
Aufgrund der schlechten Haushaltslage und der Notwendigkeit, Maßnahmen zur Ausgabenkürzung zu ergreifen, ist die sozio-politische Lage angespannt. Allgemeine soziale Unruhen, Demonstrationen sowie Ausschreitungen vor allem in der Hauptstadt N´Djamena sind nicht auszuschließen.
Reisenden wird daher empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die aktuelle Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen und Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen und touristische Attraktionen zu meiden.

Grenzgebiete zu Nachbarstaaten
Die Grenze zu Libyen wurde Anfang März 2019 nach dem Übertritt von Rebellen und aufgrund anhaltender Konflikte im Grenzgebiet geschlossen. Die Region dient Schmugglern und Rebellen als Rückzugsraum.
Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Anweisungen der Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden, da vereinzelt mit Überreaktionen gerechnet werden muss.
Im Süden des Tschad, insbesondere im Grenzbereich zur Zentralafrikanischen Republik und zum Sudan halten sich seit Ausbruch der Krise in der Zentralafrikanischen Republik über 100.000 Flüchtlinge und Rückkehrer auf.
Die Grenze zwischen Tschad und der Zentralafrikanischen Republik ist seit 2014 für den normalen Grenzverkehr vollständig geschlossen. Tschadische Truppen sichern zwar das Grenzgebiet, die hohe Zahl von Flüchtlingen verbunden mit einer ohnehin schwierigen Versorgungslage kann jedoch zu Spannungen unter Flüchtlingen und/oder mit der angestammten Bevölkerung führen.

Kriminalität
Es besteht landesweit einschließlich der Hauptstadt N‘Djamena ein hohes Risiko, Opfer von Gewaltkriminalität zu werden. Generell und insbesondere in N’Djamena sollten Bewegungen zu Fuß sowie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unter erhöhter Vorsicht geschehen. Insbesondere bei Überlandfahrten besteht Gefahr von sog. „coupeurs de routes“, d.h. motorisierte und häufig bewaffnete Straßenräuber, die auch jederzeit bereit sind, von Messern oder Schusswaffen Gebrauch zu machen.
Bewaffnete Überfälle auf Fahrzeuge der Entwicklungszusammenarbeit haben zugenommen, insbesondere auf Hauptstraßen nahe der Hauptstadt N´Djamena.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 20.09.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Tschad:

Stand: 20.09.2019 (Unverändert gültig seit: 20.09.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelles

Seit dem 20. August 2019 gilt in den Regionen Quaddai und Sila im Osten des Tschad an der Grenze zu Sudan sowie in der Region Tibesti im Norden des Landes der Ausnahmezustand. Die Grenzübergänge zu Libyen, Sudan und der Zentralafrikanischen Republik in den genannten Regionen sind geschlossen.

• Meiden Sie die genannten Gebiete und beachten Sie die Teilreisewarnung.
• Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

· · · Wüstenschiff-Veranstaltungsübersicht 2026 —> Alle Reise-Events auf einen Blick - Check it out !!!
· · · · · Werde Wüstenschiff-Werbepartner —> Firmen, die Wüstenschiff-Aktionen in Afrika unterstützen
· · · · · · · Geschlossene Gruppen —> Die neue Wüstenschiff-Funktion
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35240
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 16.01.2020

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 16.01.2020
(Unverändert gültig seit: 16.01.2020)

Letzte Änderungen:
Sicherheit (Innenpolitische Lage))


Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in folgende Regionen bzw. Gebiete wird gewarnt:

  • in die Region des Tschadsees,
  • in das Grenzgebiet zu Kamerun,
  • in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik sowie
  • in das Grenzgebiet zu Libyen.
Von nicht zwingend erforderlichen Reisen in alle anderen Regionen der Republik Tschad einschließlich der Hauptstadt N’Djamena, insbesondere der Gebiete der Sahara, ihrer Randgebiete und der Sahelzone wird dringend abgeraten.

Innenpolitische Lage
Aufgrund der schlechten Haushaltslage und der Notwendigkeit, Maßnahmen zur Ausgabenkürzung zu ergreifen, ist die sozio-politische Lage angespannt. Allgemeine soziale Unruhen, Demonstrationen sowie Ausschreitungen vor allem in der Hauptstadt N´Djamena sind nicht auszuschließen.

Die Grenze zu Libyen ist aufgrund anhaltender Konflikte im Grenzgebiet geschlossen; seit dem 20.08.2019 gilt der Ausnahmezustand in der Region Tibesti. Dieses Gebiet dient Schmugglern und Rebellen als Rückzugsraum.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zum Niger. Zufahrtswege nach Nigeria sind aufgrund der Terrorbedrohung durch Boko Haram im Tschadseegebiet geschlossen. In letzter Zeit ist es regelmäßig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln in der Tschadseeregion gekommen. Die Grenzen zur Zentralafrikanischen Republik sowie Sudan sind in den Regionen Ouaddaï und Sila aufgrund eines am 20.08.2019 verhängten Ausnahmezustandes geschlossen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Vermeiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Birgitt
Moderator
Beiträge: 35240
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
Kontaktdaten:

Teilreisewarnung Tschad 03.02.2020

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Tschad
Stand 03.02.2020
(Unverändert gültig seit: 03.02.2020)

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)


Aktuelles
Der seit August 2019 geltende Ausnahmezustand in den Regionen Ouaddaï und Sila im Osten des Tschad an der Grenze zu Sudan sowie in der Region Tibesti im Norden des Landes wurde am 10. Januar 2020 aufgehoben. Die Grenzübergänge zu Libyen und der Zentralafrikanischen Republik sowie die Grenzen zu den Anrainerstaaten in der Tschadsee- Region bleiben weiter geschlossen. Der Grenzübergang zu Sudan ist wieder offen, wird aber militärisch gesichert. Die Grenzübergänge südlich von N’Djamena zu Kamerun sind passierbar.
  • Beachten Sie die Teilreisewarnung.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Innenpolitische Lage

Aufgrund der schlechten Haushaltslage und der Notwendigkeit, Maßnahmen zur Ausgabenkürzung zu ergreifen, ist die sozio-politische Lage angespannt. Allgemeine soziale Unruhen, Demonstrationen sowie Ausschreitungen vor allem in der Hauptstadt N´Djamena sind nicht auszuschließen.

Die Grenze zu Libyen ist aufgrund anhaltender Konflikte im Grenzgebiet geschlossen. Dieses Gebiet dient Schmugglern und Rebellen als Rückzugsraum.

Die Grenzübergänge zwischen Tschad und Kamerun sowie das gemeinsame Grenzgebiet werden stark kontrolliert. Dasselbe gilt im Grenzgebiet zum Niger. Zufahrtswege nach Nigeria sind aufgrund der Terrorbedrohung durch Boko Haram im Tschadseegebiet geschlossen. In letzter Zeit ist es regelmäßig zu Überfällen, Tötungsdelikten und Entführungen in den Dörfern, auf den Straßen und den Inseln in der Tschadseeregion gekommen. Die Grenze zur Zentralafrikanischen Republik ist geschlossen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Vermeiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Antworten