Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Oman
Stand 11.03.2025
Letzte Änderungen:
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr; Führerschein)
- Einreise und Zoll (Visum)
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr
Der Zustand der Straßen ist meist gut. Gemessen an der geringen Bevölkerungsdichte und der Weitläufigkeit des Landes ist die Verkehrsunfallrate auch mit tödlichem Ausgang allerdings relativ hoch.
Fahrten über längere Entfernungen, insbesondere auf der 1000 km langen Strecke zwischen Maskat und Salalah, die über weite Strecken durch monotone Wüstenlandschaften führt, werden häufig unterschätzt. Geschwindigkeitsübertretungen sind vor allem außerhalb der Städte an der Tagesordnung. Fernstraßen verlaufen wegen der Gefahr von Überschwemmungen mitunter auf erhöhten Dämmen. Durch Überflutungen können sonstige Straßen schnell unpassierbar werden.
Bei Fahrten außerhalb des Großraums Maskat besteht insbesondere bei Dunkelheit eine erhöhte Unfallgefahr, auch aufgrund freilaufender Kamele. In abgelegenen Regionen kann es mehrere Stunden bis zum Eintreffen eines Unfallrettungsdienstes dauern.
Bei Überlandfahrten ist im ganzen Sultanat Oman mit verstärkten Straßenkontrollen durch Polizei/Militär zu rechnen, siehe Sicherheit – Innenpolitische Lage.
Mietwagen sind, insbesondere beim Insassenschutz, nicht immer hinreichend versichert. Bei Ausflügen in die Vereinigten Arabischen Emirate muss die Versicherung auch dort gültig sein.
Es gibt strenge Verkehrskontrollen. Verkehrsverstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, Nutzung eines Mobiltelefons und Fahren in Gefahrenzonen (etwa in Trockenflüssen bei Hochwassergefahr) können harte Strafen – auch Haftstrafen – nach sich ziehen.
Wanderwege sowohl im Gebirge als auch in den Wadis sind weitgehend ungesichert und können sich als überaus gefährlich erweisen. Auch Wanderungen an beliebten Touristenzielen (Wadi Shab, Wadi Bani Khalid u.a.) können mitunter durch so steiles oder abschüssiges Gelände führen, dass selbst eine kleine Unachtsamkeit an der falschen Stelle tödlich enden kann.Führerschein
- Meiden Sie die unmittelbare Grenzregion zu Jemen und beachten Sie die Reisewarnung für Jemen.
- Fahren Sie im Straßenverkehr stets defensiv und vorausschauend.
- Achten Sie bei Mietwagen auf Versicherungsbedingungen.
- Achten Sie bei langen Wüstentouren auf die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, machen Sie regelmäßig Pausen und planen Sie rechtzeitig Übernachtungen ein.
- Vermeiden Sie Fahrten außerhalb Maskats bei Dunkelheit.
- Unternehmen Sie Fahrten in die Wüste, Wadis und Berge möglichst mit einem Reiseveranstalter, stets zu mehreren Personen mit mindestens einem weiteren geländegängigen Fahrzeug sowie unter Mitnahme eines reichlich bemessenen Vorrats an Benzin und Trinkwasser. Nehmen Sie eine angemessene Notfallausrüstung (Erste Hilfe, Mobiltelefon, Seilwinde, Proviant) und Ortungsmittel (möglichst GPS) mit.
- Für Off-Road Touren sollten Sie Reiseroute und den voraussichtlichen Zeitpunkt der Rückkehr im Hotel bzw. beim Gastgeber hinterlegen.
- Seien Sie bei Wanderungen in Wadis besonders vorsichtig.
Es wird empfohlen, neben dem deutschen Führerschein auch den internationalen Führerschein mitzuführen, um Probleme bei der Anmietung eines Mietwagens zu vermeiden. Der internationale Führerschein ist nur in Verbindung mit dem deutschen Führerschein gültig; bei Aufenthalten über drei Monaten ist ein omanischer Führerschein erforderlich.
Einreise und Zoll
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Oman ein Visum. Dieses soll gemäß Homepage der für die Einreise zuständigen Royal Oman Police (ROP) grundsätzlich vor Einreise als E-Visum bei der Royal Oman Police beantragt werden. Die Botschaft des Sultanats Oman in Berlin und das omanische Außenministerium weisen allerdings auf ihrer Webseite darauf hin, dass deutsche Staatsangehörige für einen touristischen Aufenthalt bis zu 14 Tagen ein kostenloses Visum bei Einreise erhalten können, wenn sie eine gültige Hotelbuchung und einen Rück- oder Weiterflug vorweisen können. Diese Praxis hat sich anscheinend verfestigt; es sind keine Probleme in diesem Zusammenhang bekannt.
Visa vor der Einreise (eVisa)Visa bei Einreise („on arrival“)
- Achten Sie bei der online Beantragung des E-Visums darauf, die offizielle Webseite der omanischen Polizei zu nutzen.
Die Erteilung eines Visums bei Einreise für Touristen und Geschäftsreisende ist gemäß der Webseite des omanischen Außenministeriums am Flughafen am Einreiseschalter kostenlos für einen Aufenthalt bis zu 14 Tagen oder gegen Zahlung von omanischen Rial (OMR) oder Devisen für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen möglich. Mit gelegentlichen Wartezeiten ist zu rechnen.Sollte die beabsichtigte Aufenthaltsdauer mehr als 14 Tage betragen, können Visa für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen gegen Zahlung einer Gebühr bei Einreise sowie bis zu einem Jahr, jeweils für mehrfache Einreisen, vor Einreise beantragt werden.
- Vorlage eines Rückflugtickets und einer Hotelreservierung sowie Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für die Aufenthaltsdauer ist erforderlich.
- Eine Verlängerung des Aufenthalts über 14 Tage hinaus ist bei Visumerteilung bei Einreise nicht möglich. Bei einer verspäteten Ausreise wird eine Strafgebühr in Höhe von 10 OMR pro Tag erhoben.
- Eine Arbeitsaufnahme ist bei visafreier Einreise nicht möglich.
- Eine Zurückweisung an der Grenze ist möglich.
Passagiere und Besatzungsmitglieder von Kreuzfahrtschiffen sind im Rahmen eines Landganges für Aufenthalte von max. 48 Stunden von der Visumspflicht befreit.
Weitere Informationen erteilt die Botschaft des Oman in Berlin und die omanische Polizei sowie Oman Airports.
Transit
Für den Transit am internationalen Flughafen Maskat ist kein Visum erforderlich, wenn ein durchgebuchtes Ticket für den Weiterflug vorliegt und der internationale Transitbereich nicht verlassen wird.
Transit-Flugreisende, die den internationalen Flughafen Maskat verlassen möchten, benötigen ein Visum zur einmaligen Einreise.
Gruß
Birgitt




