Teilreisewarnung Ägypten 21.04.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 14.07.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Ägypten:
Stand 06.05.2013 (Unverändert gültig seit: 06.05.2013)
Letzte Änderung: Besondere strafrechtliche Vorschriften - Filmen und Fotografieren
Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit harten Strafen (Gefängnis bis hin zur Todesstrafe in besonders schweren Fällen) geahndet.
Anders als in Deutschland sind in Ägypten Prostitution und Ehebruch strafbar. Darüber hinaus bestehen weit gefasste Tatbestände zum Schutz der Moral oder Religion, nach denen auch Homosexualität geahndet werden kann, zumal wenn sie offen gezeigt wird. Allerdings ist bisher kein Fall bekannt geworden, in dem ein ausländischer Tourist tatsächlich aufgrund dieser allgemeinen Bestimmungen strafrechtlich verfolgt wurde.
Das Fotografieren und Filmen von Einrichtungen, Fahrzeugen und Personal des Militärs und der Polizei ohne entsprechende Genehmigung ist nicht gestattet; dasselbe gilt für Gefängnisse bzw. Gebäude der Gefängnisverwaltung. Bei Verstoß droht Beschlagnahme des Foto-/Filmapparates und Festnahme.
Weitere Hinweise und Empfehlungen sind auf der Homepage der Botschaft Kairo unter http://www.kairo.diplo.de zu finden.
Auswärtige Amt
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 17.06.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ägypten:
Stand 17.06.2013
(Unverändert gültig seit: 17.06.2013)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise – Großdemonstrationen


Aktuelle Hinweise
Reisen nach Ägypten sollten bis auf weiteres auf den Großraum Kairo, Alexandria, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden.
Von Reisen in die übrigen Landesteile wird aufgrund der nach wie vor unübersichtlichen und unsteten Sicherheitslage weiterhin abgeraten, dies gilt insbesondere für den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet. Von Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird dringend abgeraten. Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sollten vermieden werden – es sollte wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell abgeraten.
Für den 30. Juni ist eine Großdemonstration der Opposition und ein Marsch zum Präsidentenpalast im Kairoer Stadtteil Heliopolis angekündigt. Bereits für den 23. Juni ist eine Demonstration der islamistischen Parteien und Bewegungen zur Unterstützung Präsident Mursis vorgesehen. Es wird nachdrücklich empfohlen im Vorfeld, während und nach diesen angekündigten Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den Einzugsbereich der Demonstrationen in der Innenstadt und in Heliopolis zu meiden.
Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
Die landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort.
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Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 18.06.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ägypten:
Stand 18.06.2013
(Unverändert gültig seit: 18.06.2013)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise - Großdemonstrationen - Korrektur Datum


Aktuelle Hinweise
Reisen nach Ägypten sollten bis auf weiteres auf den Großraum Kairo, Alexandria, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden.
Von Reisen in die übrigen Landesteile wird aufgrund der nach wie vor unübersichtlichen und unsteten Sicherheitslage weiterhin abgeraten, dies gilt insbesondere für den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet. Von Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird dringend abgeraten. Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sollten vermieden werden – es sollte wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell abgeraten.
Für den 30. Juni ist eine Großdemonstration der Opposition und ein Marsch zum Präsidentenpalast im Kairoer Stadtteil Heliopolis angekündigt. Bereits für den 21. Juni ist eine Demonstration der islamistischen Parteien und Bewegungen zur Unterstützung Präsident Mursis vorgesehen. Es wird nachdrücklich empfohlen im Vorfeld, während und nach diesen angekündigten Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den Einzugsbereich der Demonstrationen in der Innenstadt und in Heliopolis zu meiden.
Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
Die landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort.
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Re: Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 18.06.2013

Beitrag von Kuno »

Hier ein Hinweis einer im Lande aktiven Firma für Reisen nach Aegypten:

"Ahead of the 30 June anniversary of President Morsi taking office, political activism is likely to increase as rival groups of supporters plan major demonstrations. These demonstrations will be taking place in Cairo and in most of main cities.

Consequently, [Firmenname] Security Department strongly recommends to avoid any business trip to Egypt between 25 June and 3 July 2013.In-country [Firmenname] staff is requested to closely monitor the situation and to strictly apply the security instructions accordingly implemented."


Ok, Firmen sind immer etwas vorsichtiger... aber das Argument leuchtet ein.
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Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 25.06.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ägypten:
Stand 25.06.2013
(Unverändert gültig seit: 25.06.2013)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise – Großdemonstrationen


Aktuelle Hinweise
Reisen nach Ägypten sollten bis auf weiteres auf den Großraum Kairo, Alexandria, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden.
Von Reisen in die übrigen Landesteile wird aufgrund der nach wie vor unübersichtlichen und unsteten Sicherheitslage weiterhin abgeraten, dies gilt insbesondere für den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet. Von Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird dringend abgeraten. Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sollten vermieden werden – es sollte wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell abgeraten.
Für den 30. Juni ist eine Großdemonstration der Opposition und ein Marsch zum Präsidentenpalast im Kairoer Stadtteil Heliopolis angekündigt. Bereits im Vorfeld, insbesondere am Freitag, den 28. Juni, soll es verschiedene Aktionen (Demonstrationen, Unterschriftensammlungen, Sitzstreiks, etc.) beider Seiten geben. Auch in vielen anderen Städten in Ägypten (Alexandria, Assyut, Luxor, Tanta, Minya, u. a.) werden Demonstrationen erwartet. Es wird nachdrücklich empfohlen im Vorfeld, während und nach diesen angekündigten Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt und Heliopolis) weiträumig zu meiden.
Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 29.06.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Ägypten:

Stand 29.06.2013 (Unverändert gültig seit: 29.06.2013)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise - Großdemonstrationen
Reisen nach Ägypten sollten bis auf weiteres auf den Großraum Kairo, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden. Von Reisen in die übrigen Landesteile wird aufgrund der sich derzeit verschärfenden Sicherheitslage dringend abgeraten, dies gilt insbesondere für das Nildelta, den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet. Von Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird auch weiterhin dringend abgeraten. Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Für den 30. Juni ist eine Großdemonstration der Opposition und ein Marsch zum Präsidentenpalast im Kairoer Stadtteil Heliopolis angekündigt. Bereits im Vorfeld hat es in den vergangenen Tagen in vielen Städten Ägyptens Demonstrationen und Aktionen der Unterstützer und Gegner von Präsident Mursi gegeben. Dabei kam es auch zu gewalttätigen Ausschreitungen mit einigen Toten (u.a. ein US-Amerikaner) und vielen Verletzten. Schwerpunkte waren Alexandria und Städte im Nildelta (Mansoura, Dakhalia, Beheira, Gharbiya, etc.); es ist mit weiteren Demonstrationen zu rechnen. Es wird nachdrücklich empfohlen im Vorfeld, während und nach diesen angekündigten Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt und Heliopolis) weiträumig zu meiden.
Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 01.07.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ägypten:
Stand 01.07.2013
(Unverändert gültig seit: 01.07.2013)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise - Großdemonstrationen
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Reisen nach Ägypten sollten bis auf weiteres auf den Großraum Kairo, die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden. Von Reisen in die übrigen Landesteile wird aufgrund der sich derzeit verschärfenden Sicherheitslage dringend abgeraten, dies gilt insbesondere für das Nildelta, den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet. Von Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird auch weiterhin dringend abgeraten. Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Am 30. Juni fanden im ganzen Land Großdemonstrationen statt, an denen in Kairo nach Schätzungen über eine Millionen Menschen teilnahmen. Die Demonstrationen blieben weitgehend friedlich, vereinzelt kam es aber zu Ausschreitungen mit einigen Toten und Verletzten. Für die nächsten Tage hat die Opposition weitere Demonstrationen und andere Maßnahmen (ziviler Ungehorsam) angekündigt. Da auch die Unterstützer von Präsident Mursi zu weiteren Demonstrationen aufrufen, ist stellenweise mit weiteren Gewaltausbrüchen zu rechnen.
Es wird nachdrücklich empfohlen im Vorfeld, während und nach diesen angekündigten Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt und Heliopolis) weiträumig zu meiden.
Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
Die nachfolgenden landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort:

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Jährlich verbringen ca. eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in Ägypten. Das Land verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Für die ganz überwiegende Mehrheit der deutschen Reisenden verlaufen die Aufenthalte im Land ohne Probleme. Gleichwohl sollten bei einer Reise nach Ägypten die nachfolgenden Hinweise unbedingt beachtet werden:
Terrorismus, Entführungsrisiken (insbes. Wüstengegenden / Sinai)
Anschläge auf Hotels und Touristenziele gab es zuletzt im Februar 2009. Anschlags- und Entführungsrisiken u. a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, können aber nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt aktuell insbesondere vor dem Hintergrund des deutschen Engagements in Mali. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt.
Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Dies gilt insbesondere für die Grenzregion zu Libyen und zum Sudan.
Dieser Sicherheitshinweis gilt nicht für besser gesicherte Reiseziele wie Abu Simbel, Assuan oder die zwischen Luxor und Siwah gelegenen Oasen.
Auf dem gesamten Sinai ist die Sicherheitslage weiterhin angespannt. Es ist ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar, das auch für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, nicht ausgeschlossen werden kann. Es gab wiederholt kurzfristige Entführungen von Touristen durch Beduinenstämme. Von Reisen auf den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) wird daher derzeit abgeraten. Nächtliche Transfers zwischen dem Flughafen Sharm-El-Sheikh und den Orten auf dem Küstenstreifen bis Nuweiba sollten vermieden werden. Eine besonders hohe Gefährdung besteht im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage von Teilen der Bevölkerung kommt es im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen immer wieder zu ge walttätigen Ausschreitungen und Straßenblockaden. Von Reisen in den Nord-Sinai und in das Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen wird daher dringend abgeraten.
Vor Reisen in den Gazastreifen wird nach wie vor dringend gewarnt.

Regulär ist der Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Es kann allerdings jederzeit zu einer vollständigenSchließung des Grenzübergangs Rafah kommen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können in solchen Fällen keine konsularische Hilfe leisten.
Demonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen
Zum Jahrestag des Amtsantritts von Präsident Mursi fanden am 30. Juni 2013 fanden im ganzen Land große Demonstrationen der Opposition und der Unterstützer von Präsident Mursi statt. Ein Schwerpunkt war Kairo, wo sich mehrere hunderttausend Gegner von Präsident Mursi am Tahrir-Platz und am Präsidentenpalast in Heliopolis versammelten. Die Demonstrationen blieben weitgehend friedlich, bei einigen Ausschreitungen (gegen Einrichtungen Muslimbruderschaft im Kairoer Stadtteil Moqattam sowie in Alexandria, Assiyut, Beni Suef) kam es aber auch zu Toten und Verletzten. Bereits im Vorfeld hatte es in den vorangegangenen Tagen in vielen Städten Ägyptens Demonstrationen und Aktionen der Unterstützer und Gegner von Präsident Mursi gegeben. Dabei war es auch zu gewalttätigen Ausschreitungen mit einigen Toten (u.a. ein US-Amerikaner) und vielen Verletzten gekommen. Schwerpunkte waren Alexandria und Städte im Nildelta (Mansoura, Dakhalia, Beheira, Gharbiya, etc.).
Zum zweiten Jahrestag der Revolution am 25. Januar 2013 und anlässlich der Verkündung des Urteils im sog. Port-Said-Verfahren (Todesfälle im Fußballstadion von Port-Said) am 26. Januar 2013 ist es in Kairo und zahlreichen anderen Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Brennpunkte waren insbesondere Suez und Port Said, aber auch Kairo und Alexandria. Im zeitlichen Umfeld der Verkündung des zweiten Urteils im sog. Port-Said Verfahren am 9. März 2013 kam es erneut zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Generell kommt es über das gesamte Land verteilt immer wieder zu Demonstrationen, die teilweise auch einen gewalttätigen Verlauf mit Toten und Verletzten nehmen.
In Kairo konzentrieren sich Demonstrationen und Ausschreitungen in der Regel auf das Gebiet um den Tahrir-Platz, das Fernsehgebäude Maspero, die Brücke des 6. Oktober, die Zentrale der Muslimbrüder in Moqqattam und den Präsidentenpalast in Heliopolis. Seit dem 30.6. gehört auch der Stadtteil Nasr City dazu. Bei der Fahrt zum bzw. vom Internationalen Flughafen Kairo sollten diese Bereiche gemieden werden; es sollte ausreichend Zeitpuffer eingeplant werden, weil es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Hotels in unmittelbarer Nähe des Tahrir-Platzes (wie bspw. Ramses Hilton, Semiramis Intercontinental, Shepheard-Hotel) können nicht mehr uneingeschränkt als sicher betrachtet werden, da es zu wiederholten Übergriffen durch gewalttätige Demonstranten gekommen ist. Von einem Besuch des Ägyptischen Museums, das am Tahrir-Platz gelegen ist, wird derzeit abgeraten.
Der Zeitpunkt der Wahlen zum Parlament ist nach wie vor unklar; der ursprünglich vorgesehene Wahlkalender ist nicht mehr gültig. Nach den Erfahrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im zeitlichen und räumlichen (Wahllokale) Umfeld der Wahlen zu Demonstrationen kommt, die auch einen gewalttätigen Verlauf nehmen können.

Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Straßen-, Schiffs-, Bahn- und Luftverkehr
Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer stark erhöhte Unfallgefahr. Dies gilt vor allem bei der Benutzung von Reise- und Minibussen. Von nächtlichen Überlandfahrten wird auch deshalb dringend abgeraten. Das ägyptische Schienennetz ist größtenteils veraltet. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen mit Toten. Die Sicherheitsstandards auf den Fährschiffen, wie sie etwa zur Passage über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards. Auch vor diesem Hintergrund sollten Überlandfahrten auf der Straße oder der Schiene so weit wie möglich vermieden und wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden.
Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen sind teilweise unzureichend. In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Beschwerden von Reisenden, deren Gepäckstücke am Internationalen Flughafen Kairo geplündert wurden bzw. ganz abhandenkamen.
Allgemeine Informationen finden Sie auf der Website der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo unter www.kairo.diplo.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 02.07.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ägypten:
Stand 02.07.2013
(Unverändert gültig seit: 02.07.2013)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Reisen nach Ägypten sollten in der aktuellen Situation auf die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden.
Gegen Reisen in diese Gebiete im Transit über den Internationalen Flughafen Kairo bestehen keine Bedenken; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert.
Nicht notwendige Reisen nach Kairo und Alexandria sollten vor dem Hintergrund des innenpolitischen Machtkampfes (Ultimaten) und der volatilen Sicherheitslage aber vermieden werden. Von Reisen in die übrigen Landesteile wird dringend abgeraten; dies gilt insbesondere für das Nildelta, den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet. Von Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird auch weiterhin dringend abgeraten. Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Seit dem 30. Juni finden im ganzen Land Großdemonstrationen statt, an denen in Kairo nach Schätzungen am 30. Juni über eine Millionen Menschen teilnahmen. Die Demonstrationen blieben weitgehend friedlich, vereinzelt kam es aber zu Ausschreitungen mit einigen Toten und Verletzten. Für die nächsten Tage hat die Opposition weitere Demonstrationen und andere Maßnahmen (ziviler Ungehorsam) angekündigt. Da auch die Unterstützer von Präsident Mursi zu weiteren Demonstrationen aufrufen, ist stellenweise mit weiteren Gewaltausbrüchen zu rechnen.
Das Militär hat den politischen Parteien am 1. Juli 2013 ein Ultimatum von 48 Stunden für die Verständigung auf eine Lösung gestellt und mitgeteilt, dass es andernfalls selbst handeln werde.
Es wird nachdrücklich empfohlen im Vorfeld, während und nach diesen angekündigten Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt und Heliopolis) weiträumig zu meiden. Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
Die nachfolgenden landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort:

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Jährlich verbringen ca. eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in Ägypten. Das Land verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Für die ganz überwiegende Mehrheit der deutschen Reisenden verlaufen die Aufenthalte im Land ohne Probleme. Gleichwohl sollten bei einer Reise nach Ägypten die nachfolgenden Hinweise unbedingt beachtet werden:
Terrorismus, Entführungsrisiken (insbes. Wüstengegenden / Sinai)
Anschläge auf Hotels und Touristenziele gab es zuletzt im Februar 2009. Anschlags- und Entführungsrisiken u. a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, können aber nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt aktuell insbesondere vor dem Hintergrund des deutschen Engagements in Mali. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt.
Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Dies gilt insbesondere für die Grenzregion zu Libyen und zum Sudan.
Dieser Sicherheitshinweis gilt nicht für besser gesicherte Reiseziele wie Abu Simbel, Assuan oder die zwischen Luxor und Siwah gelegenen Oasen.
Auf dem gesamten Sinai ist die Sicherheitslage weiterhin angespannt. Es ist ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar, das auch für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, nicht ausgeschlossen werden kann. Es gab wiederholt kurzfristige Entführungen von Touristen durch Beduinenstämme. Von Reisen auf den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) wird daher derzeit abgeraten. Nächtliche Transfers zwischen dem Flughafen Sharm-El-Sheikh und den Orten auf dem Küstenstreifen bis Nuweiba sollten vermieden werden. Eine besonders hohe Gefährdung besteht im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage von Teilen der Bevölkerung kommt es im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen immer wieder zu ge walttätigen Ausschreitungen und Straßenblockaden. Von Reisen in den Nord-Sinai und in das Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen wird daher dringend abgeraten.
Vor Reisen in den Gazastreifen wird nach wie vor dringend gewarnt.

Regulär ist der Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Es kann allerdings jederzeit zu einer vollständigenSchließung des Grenzübergangs Rafah kommen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können in solchen Fällen keine konsularische Hilfe leisten.
Demonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen
Zum Jahrestag des Amtsantritts von Präsident Mursi finden seit dem 30. Juni 2013 im ganzen Land große Demonstrationen der Opposition und der Unterstützer von Präsident Mursi statt. Ein Schwerpunkt ist Kairo, wo sich am 30. Juni 2013 mehr als eine Million Gegner von Präsident Mursi am Tahrir-Platz und am Präsidentenpalast in Heliopolis versammelten. Auch am 1. Juli 2013 gab es landesweit Demonstrationen von Gegnern und Unterstützern von Präsident Mursi. Die Opposition hat Präsident Mursi ein Ultimatum bis 2. Juli, 17.00 Uhr, gestellt und droht mit zivilem Ungehorsam. Die Armee hat den politischen Kräften am 1. Juli 2013 ein Ultimatum von 48 Stunden gestellt, um eine Lösung zu finden; ansonsten werde das Militär handeln. Die Demonstrationen blieben weitgehend friedlich, bei einigen Ausschreitungen (gegen Einrichtungen Muslimbruderschaft in verschiedenen Städten, u.a. im Kairoer Stadtteil Moqattam sowie in Alexandria, Assiyut, Beni Suef u nd Suez) kam es aber auch zu Toten und Verletzten. Bereits im Vorfeld hatte es in den vorangegangenen Tagen in vielen Städten Ägyptens Demonstrationen und Aktionen der Unterstützer und Gegner von Präsident Mursi gegeben. Dabei war es auch zu gewalttätigen Ausschreitungen mit einigen Toten (u.a. ein US-Amerikaner) und vielen Verletzten gekommen. Schwerpunkte waren Alexandria und Städte im Nildelta (Mansoura, Dakhalia, Beheira, Gharbiya, etc.) und am Suez-Kanal (Port Said und Suez).
Zum zweiten Jahrestag der Revolution am 25. Januar 2013 und anlässlich der Verkündung des Urteils im sog. Port-Said-Verfahren (Todesfälle im Fußballstadion von Port-Said) am 26. Januar 2013 ist es in Kairo und zahlreichen anderen Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Brennpunkte waren insbesondere Suez und Port Said, aber auch Kairo und Alexandria. Im zeitlichen Umfeld der Verkündung des zweiten Urteils im sog. Port-Said Verfahren am 9. März 2013 kam es erneut zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Generell kommt es über das gesamte Land verteilt immer wieder zu Demonstrationen, die teilweise auch einen gewalttätigen Verlauf mit Toten und Verletzten nehmen.
In Kairo konzentrieren sich Demonstrationen und Ausschreitungen in der Regel auf das Gebiet um den Tahrir-Platz, das Fernsehgebäude Maspero, die Brücke des 6. Oktober, die Zentrale der Muslimbrüder in Moqqattam und den Präsidentenpalast in Heliopolis. Seit dem 30.6. gehört auch der Stadtteil Nasr City dazu. Bei der Fahrt zum bzw. vom Internationalen Flughafen Kairo sollten diese Bereiche gemieden werden; es sollte ausreichend Zeitpuffer eingeplant werden, weil es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Hotels in unmittelbarer Nähe des Tahrir-Platzes (wie bspw. Ramses Hilton, Semiramis Intercontinental, Shepheard-Hotel) können nicht mehr uneingeschränkt als sicher betrachtet werden, da es zu wiederholten Übergriffen durch gewalttätige Demonstranten gekommen ist. Von einem Besuch des Ägyptischen Museums, das am Tahrir-Platz gelegen ist, wird derzeit abgeraten.
Der Zeitpunkt der Wahlen zum Parlament ist nach wie vor unklar; der ursprünglich vorgesehene Wahlkalender ist nicht mehr gültig. Nach den Erfahrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im zeitlichen und räumlichen (Wahllokale) Umfeld der Wahlen zu Demonstrationen kommt, die auch einen gewalttätigen Verlauf nehmen können.
Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Straßen-, Schiffs-, Bahn- und Luftverkehr
Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer stark erhöhte Unfallgefahr. Dies gilt vor allem bei der Benutzung von Reise- und Minibussen. Von nächtlichen Überlandfahrten wird auch deshalb dringend abgeraten. Das ägyptische Schienennetz ist größtenteils veraltet. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen mit Toten. Die Sicherheitsstandards auf den Fährschiffen, wie sie etwa zur Passage über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards. Auch vor diesem Hintergrund sollten Überlandfahrten auf der Straße oder der Schiene so weit wie möglich vermieden und wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden.
Aus den Urlaubsgebieten (u. a. Hurghada) gibt es vermehrt Meldungen über betrügerische bzw. erpresserische Verhaltensweisen bei Taxifahrern. Es sollten daher nur Taxis mit eingeschaltetem Taxameter benutzt werden. Fahrgäste sollten sich vorher, bspw. in ihrem Hotel, über das Fahrtziel und den ungefähren Fahrtpreis informieren. Die Bezahlung sollte nach dem Aussteigen durch das Fenster erfolgen.
Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen sind teilweise unzureichend. In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Beschwerden von Reisenden, deren Gepäckstücke am Internationalen Flughafen Kairo geplündert wurden bzw. ganz abhandenkamen.
Allgemeine Informationen finden Sie auf der Website der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo unter www.kairo.diplo.de
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Re: Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 02.07.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Ägypten:
Stand 03.07.2013 (Unverändert gültig seit: 03.07.2013)
Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise/Landesspezifische Sicherheitshinweise
Aktuelle Hinweise
Reisen nach Ägypten sollten in der aktuellen Situation auf die Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten (insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden. Gegen Reisen in diese Gebiete im Transit über den Internationalen Flughafen Kairo bestehen keine Bedenken; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert.
Nicht notwendige Reisen nach Kairo und Alexandria sollten vor dem Hintergrund des innenpolitischen Machtkampfes (Ultimaten) und der volatilen Sicherheitslage aber vermieden werden. Deutsche Staatsangehörige, die sich in Kairo oder Alexandria aufhalten, sollten prüfen, ob ein Verbleib dort derzeit erforderlich ist. Von Reisen in die übrigen Landesteile wird dringend abgeraten; dies gilt insbesondere für das Nildelta, den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet. Von Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird auch weiterhin dringend abgeraten. Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Seit dem 30. Juni finden im ganzen Land Großdemonstrationen statt. Die Demonstrationen verlaufen weitgehend friedlich, es kam aber auch zu gewalttätigen Ausschreitungen mit Toten und Verletzten, insbesondere in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli. Für die nächsten Tage hat die Opposition weitere Demonstrationen und andere Maßnahmen (ziviler Ungehorsam) angekündigt. Da auch die Unterstützer von Präsident Mursi zu weiteren Demonstrationen aufrufen, ist stellenweise mit weiteren Gewaltausbrüchen zu rechnen.
Das Militär hat den politischen Parteien am 1. Juli 2013 ein Ultimatum von 48 Stunden für die Verständigung auf eine Lösung gestellt und mitgeteilt, dass es andernfalls selbst handeln werde. Die Lage bleibt unübersichtlich.
Es wird nachdrücklich empfohlen im Vorfeld, während und nach diesen angekündigten Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt und Heliopolis) weiträumig zu meiden. In den Nachmittags- und Abendstunden sollten Fahrten in den größeren Städten soweit wie möglich vermieden werden. Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
Die nachfolgenden landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort:

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Jährlich verbringen ca. eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in Ägypten. Das Land verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Für die ganz überwiegende Mehrheit der deutschen Reisenden verlaufen die Aufenthalte im Land ohne Probleme. Gleichwohl sollten bei einer Reise nach Ägypten die nachfolgenden Hinweise unbedingt beachtet werden:
Terrorismus, Entführungsrisiken (insbes. Wüstengegenden / Sinai)
Anschläge auf Hotels und Touristenziele gab es zuletzt im Februar 2009. Anschlags- und Entführungsrisiken u. a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, können aber nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt aktuell insbesondere vor dem Hintergrund des deutschen Engagements in Mali. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt.
Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Dies gilt insbesondere für die Grenzregion zu Libyen und zum Sudan.
Dieser Sicherheitshinweis gilt nicht für besser gesicherte Reiseziele wie Abu Simbel, Assuan oder die zwischen Luxor und Siwah gelegenen Oasen.
Auf dem gesamten Sinai ist die Sicherheitslage weiterhin angespannt. Es ist ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar, das auch für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, nicht ausgeschlossen werden kann. Es gab wiederholt kurzfristige Entführungen von Touristen durch Beduinenstämme. Von Reisen auf den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) wird daher derzeit abgeraten. Nächtliche Transfers zwischen dem Flughafen Sharm-El-Sheikh und den Orten auf dem Küstenstreifen bis Nuweiba sollten vermieden werden.Eine besonders hohe Gefährdung besteht im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage von Teilen der Bevölkerung kommt es im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen immer wieder zu ge walttätigen Ausschreitungen und Straßenblockaden. Von Reisen in den Nord-Sinai und in das Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen wird daher dringend abgeraten.
Vor Reisen in den Gazastreifen wird nach wie vor dringend gewarnt.

Regulär ist der Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Es kann allerdings jederzeit zu einer vollständigenSchließung des Grenzübergangs Rafah kommen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können in solchen Fällen keine konsularische Hilfe leisten.
Demonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen
Zum Jahrestag des Amtsantritts von Präsident Mursi finden seit dem 30. Juni 2013 im ganzen Land große Demonstrationen der Opposition und der Unterstützer von Präsident Mursi statt. Ein Schwerpunkt ist Kairo, wo sich am 30. Juni 2013 mehr als eine Million Gegner von Präsident Mursi am Tahrir-Platz und am Präsidentenpalast in Heliopolis versammelten. Auch am 1. und 2. Juli 2013 gab es landesweit Demonstrationen von Gegnern und Unterstützern von Präsident Mursi. Die Armee hat den politischen Kräften am 1. Juli 2013 ein Ultimatum von 48 Stunden gestellt, um eine Lösung zu finden; ansonsten werde das Militär handeln. Die Demonstrationen blieben zunächst weitgehend friedlich, bei einigen Ausschreitungen, insbesondere in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli, kam es aber auch zu zahlreichen Toten und Verletzten. Bereits im Vorfeld des 30. Juni hatte es in vielen Städten Ägyptens Demonstrationen und Aktionen der Unterstützer und Gegner v on Präsident Mursi gegeben. Dabei war es auch zu gewalttätigen Ausschreitungen mit einigen Toten (u.a. ein US-Amerikaner) und vielen Verletzten gekommen. Schwerpunkte waren Alexandria und Städte im Nildelta (Mansoura, Dakhalia, Beheira, Gharbiya etc.) und am Suez-Kanal (Port Said und Suez).
Zum zweiten Jahrestag der Revolution am 25. Januar 2013 und anlässlich der Verkündung des Urteils im sog. Port-Said-Verfahren (Todesfälle im Fußballstadion von Port-Said) am 26. Januar 2013 ist es in Kairo und zahlreichen anderen Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Brennpunkte waren insbesondere Suez und Port Said, aber auch Kairo und Alexandria. Im zeitlichen Umfeld der Verkündung des zweiten Urteils im sog. Port-Said Verfahren am 9. März 2013 kam es erneut zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Generell kommt es über das gesamte Land verteilt immer wieder zu Demonstrationen, die teilweise auch einen gewalttätigen Verlauf mit Toten und Verletzten nehmen.
In Kairo konzentrieren sich Demonstrationen und Ausschreitungen in der Regel auf das Gebiet um den Tahrir-Platz, das Fernsehgebäude Maspero, die Brücke des 6. Oktober, die Zentrale der Muslimbrüder in Moqqattam und den Präsidentenpalast in Heliopolis. Seit dem 30.6. gehört auch der Stadtteil Nasr City dazu. Bei der Fahrt zum bzw. vom Internationalen Flughafen Kairo sollten diese Bereiche gemieden werden; es sollte ausreichend Zeitpuffer eingeplant werden, weil es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Hotels in unmittelbarer Nähe des Tahrir-Platzes (wie bspw. Ramses Hilton, Semiramis Intercontinental, Shepheard-Hotel) können nicht mehr uneingeschränkt als sicher betrachtet werden, da es zu wiederholten Übergriffen durch gewalttätige Demonstranten gekommen ist. Von einem Besuch des Ägyptischen Museums, das am Tahrir-Platz gelegen ist, wird derzeit abgeraten.
Der Zeitpunkt der Wahlen zum Parlament ist nach wie vor unklar; der ursprünglich vorgesehene Wahlkalender ist nicht mehr gültig. Nach den Erfahrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im zeitlichen und räumlichen (Wahllokale) Umfeld der Wahlen zu Demonstrationen kommt, die auch einen gewalttätigen Verlauf nehmen können.
Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Straßen-, Schiffs-, Bahn- und Luftverkehr
Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer stark erhöhte Unfallgefahr. Dies gilt vor allem bei der Benutzung von Reise- und Minibussen. Von nächtlichen Überlandfahrten wird auch deshalb dringend abgeraten. Das ägyptische Schienennetz ist größtenteils veraltet. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen mit Toten. Die Sicherheitsstandards auf den Fährschiffen, wie sie etwa zur Passage über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards. Auch vor diesem Hintergrund sollten Überlandfahrten auf der Straße oder der Schiene so weit wie möglich vermieden und wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden.
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Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen sind teilweise unzureichend. In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Beschwerden von Reisenden, deren Gepäckstücke am Internationalen Flughafen Kairo geplündert wurden bzw. ganz abhandenkamen.
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Re: Reise-/Sicherheitshinweis Ägypten 03.07.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Ägypten:

Stand 05.07.2013 (Unverändert gültig seit: 05.07.2013)

Aktuelle Hinweise / Teilreisewarnung

Von Reisen nach Ägypten wird in der aktuellen Lage vor dem Hintergrund der sehr volatilen Sicherheitslage dringend abgeraten. Dies gilt nicht für Reisen in die Touristengebiete am Roten Meer und die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten). Der Transit über den Internationalen Flughafen Kairo ist möglich; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert. Auch deutsche Staatsangehörige, die sich in den Urlaubsgebieten in Oberägypten aufhalten, sollten angesichts der aktuellen Entwicklung besondere Vorsicht walten lassen.
Von Reisen in das Nildelta, auf den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet wird auch weiterhin dringend abgeraten.
Vor Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird aktuell gewarnt.
Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte ausschließlich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Seit dem 30. Juni fanden im ganzen Land Großdemonstrationen statt. Die Demonstrationen verlaufen weitgehend friedlich, es kam aber in verschiedenen Städten auch zu gewalttätigen Ausschreitungen mit Toten und Verletzten. Am 3. Juli 2013 hat das Militär den ägyptischen Präsidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als Übergangspräsidenten eingesetzt; in der Folge kam es in einigen Städten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Am 5. Juli 2013 kam es u.a. in Kairo und Alexandria zu sehr gewalttätigen Ausschreitungen mit Toten und Verletzten. Die Lage bleibt auch weiterhin unübersichtlich.
Es wird nachdrücklich empfohlen, im Kontext dieser Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt, Heliopolis und Nasr City) weiträumig zu meiden. In den Nachmittags- und Abendstunden sollten Fahrten in den größeren Städten soweit wie möglich vermieden werden. Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
Auswärtige Amt
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Teilreisewarnung Ägypten 07.07.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Ägypten:

Stand 07.07.2013 (Unverändert gültig seit: 07.07.2013)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise (Teilreisewarnung)

Von Reisen nach Ägypten wird in der aktuellen Lage vor dem Hintergrund der sehr volatilen Sicherheitslage dringend abgeraten. Dies gilt nicht für Reisen in die Touristengebiete am Roten Meer. Der Transit über den Internationalen Flughafen Kairo ist möglich; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert.
Von Reisen in das Nildelta, auf den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte am Roten Meer im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) sowie das ägyptisch-libysche Grenzgebiet wird auch weiterhin dringend abgeraten.
Vor Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird aktuell gewarnt.
Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte ausschließlich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Seit dem 30. Juni fanden im ganzen Land Großdemonstrationen statt. Am 3. Juli 2013 hat das Militär den ägyptischen Präsidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als Übergangspräsidenten eingesetzt; in der Folge kam es in einigen Städten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Am 5. Juli 2013 kam es u.a. in Kairo und Alexandria zu sehr gewalttätigen Ausschreitungen mit Toten und Verletzten. Für den 7. Juli 2013 haben beide Seiten erneut zu Großdemonstrationen aufgerufen. Die Lage bleibt auch weiterhin unübersichtlich.
Es wird nachdrücklich empfohlen, im Kontext dieser Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt, das Gebiet um die Kairo Universität, Heliopolis und Nasr City) weiträumig zu meiden. In den Nachmittags- und Abendstunden sollten Fahrten in den größeren Städten soweit wie möglich vermieden werden. Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
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Teilreisewarnung Ägypten 08.07.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ägypten:
Stand 08.07.2013
(Unverändert gültig seit: 08.07.2013)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise (Teilreisewarnung)
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise / Teilreisewarnung
Von Reisen nach Ägypten, insbesondere in das Nildelta, auf den Sinai sowie in das ägyptisch-libysche Grenzgebiet, wird in der aktuellen Lage vor dem Hintergrund der sehr unbeständigen Sicherheitslage dringend abgeraten. Dies gilt auch für die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten). Es gilt nicht für Reisen in die Touristengebiete am Roten Meer auf der Festlandseite Ägyptens und auf dem Sinai im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba. Der Transit über den Internationalen Flughafen Kairo ist möglich; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert.
Vor Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird aktuell gewarnt.
Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte ausschließlich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Seit dem 30. Juni fanden im ganzen Land Großdemonstrationen statt. Am 3. Juli 2013 hat das Militär den ägyptischen Präsidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als Übergangspräsidenten eingesetzt. Am 5. Juli 2013 kam es u.a. in Kairo und Alexandria zu sehr gewalttätigen Ausschreitungen mit Toten und Verletzten. Am 7. Juli 2013 haben beide Seiten erneut Großdemonstrationen abgehalten. Die Lage bleibt auch weiterhin sehr unübersichtlich, eine weitere Eskalation der Gewalt ist nicht auszuschließen.
Es wird nachdrücklich empfohlen, im Kontext dieser Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt, das Gebiet um die Kairo Universität, Heliopolis und Nasr City) weiträumig zu meiden. In den Nachmittags- und Abendstunden sollten Fahrten in den größeren Städten soweit wie möglich vermieden werden. Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.

Die nachfolgenden landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort:

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Jährlich verbringen ca. eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in Ägypten. Das Land verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Für die ganz überwiegende Mehrheit der deutschen Reisenden verlaufen die Aufenthalte im Land ohne Probleme. Gleichwohl sollten bei einer Reise nach Ägypten die nachfolgenden Hinweise unbedingt beachtet werden:
Terrorismus, Entführungsrisiken (insbes. Wüstengegenden / Sinai)
Anschläge auf Hotels und Touristenziele gab es zuletzt im Februar 2009. Anschlags- und Entführungsrisiken u. a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, können aber nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt aktuell insbesondere vor dem Hintergrund des deutschen Engagements in Mali. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt.
Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Dies gilt insbesondere für die Grenzregion zu Libyen und zum Sudan.
Dieser Sicherheitshinweis gilt nicht für besser gesicherte Reiseziele wie Abu Simbel, Assuan oder die zwischen Luxor und Siwah gelegenen Oasen.
Auf dem gesamten Sinai ist die Sicherheitslage weiterhin sehr angespannt. Es ist ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar, das auch für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, nicht ausgeschlossen werden kann. Es gab wiederholt kurzfristige Entführungen von Touristen durch Beduinenstämme. Von Reisen auf den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) wird daher derzeit dringend abgeraten. Nächtliche Transfers zwischen dem Flughafen Sharm-El-Sheikh und den Orten auf dem Küstenstreifen bis Nuweiba sollten vermieden werden. Eine besonders hohe Gefährdung besteht im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage von Teilen der Bevölkerung kommt es im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen imm er wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen und Straßenblockaden. Nach der Absetzung von Präsident Mursi kam es zu Anschlägen auf Militärposten in der Nähe der Grenzstadt Rafah und den Flughafen von El-Arish. Vor Reisen in den Nord-Sinai und in das Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen wird daher aktuell gewarnt.
Vor Reisen in den Gazastreifen wird nach wie vor dringend gewarnt.

Regulär ist der Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Es kann allerdings jederzeit zu einer vollständigen Schließung des Grenzübergangs Rafah kommen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können in solchen Fällen keine konsularische Hilfe leisten.
Demonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen
Zum Jahrestag des Amtsantritts von Präsident Mursi finden seit dem 30. Juni 2013 im ganzen Land große Demonstrationen der Opposition und der Unterstützer von Präsident Mursi statt. Am 3. Juli 2013 hat das Militär den ägyptischen Präsidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als Übergangspräsidenten eingesetzt. Führende Mitglieder der Muslimbruderschaft wurden verhaftet oder befinden sich unter Hausarrest. Am 5. Juli 2013 kam es in Kairo, Alexandria und anderen Städten insbesondere im Nildelta erneut zu sehr gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten. Am 7. Juli 2013 haben beide Seiten erneut Großdemonstrationen abgehalten. Die Demonstrationen blieben weitgehend friedlich; in den frühen Morgenstunden des 8. Juli 2013 kam es in Nasr City zu Schießereien mit vielen Toten und Verletzten. Die Lage bleibt auch weiterhin sehr unübersichtlich.
Zum zweiten Jahrestag der Revolution am 25. Januar 2013 und anlässlich der Verkündung des Urteils im sog. Port-Said-Verfahren (Todesfälle im Fußballstadion von Port-Said) am 26. Januar 2013 ist es in Kairo und zahlreichen anderen Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Brennpunkte waren insbesondere Suez und Port Said, aber auch Kairo und Alexandria. Im zeitlichen Umfeld der Verkündung des zweiten Urteils im sog. Port-Said Verfahren am 9. März 2013 kam es erneut zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Generell kommt es über das gesamte Land verteilt immer wieder zu Demonstrationen, die teilweise auch einen gewalttätigen Verlauf mit Toten und Verletzten nehmen.
In Kairo konzentrieren sich Demonstrationen und Ausschreitungen in der Regel auf das Gebiet um den Tahrir-Platz, das Fernsehgebäude Maspero, die Brücke des 6. Oktober, das Gebiet um die Universität Kairo in Giza, die Zentrale der Muslimbrüder in Moqqattam und den Präsidentenpalast in Heliopolis. Seit dem 30.6. gehört auch der Stadtteil Nasr City dazu. Bei der Fahrt zum bzw. vom Internationalen Flughafen Kairo sollten diese Bereiche gemieden werden; es sollte ausreichend Zeitpuffer eingeplant werden, weil es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Hotels in unmittelbarer Nähe des Tahrir-Platzes (wie bspw. Ramses Hilton, Semiramis Intercontinental, Shepheard-Hotel) können nicht mehr uneingeschränkt als sicher betrachtet werden, da es zu wiederholten Übergriffen durch gewalttätige Demonstranten gekommen ist. Von einem Besuch des Ägyptischen Museums, das am Tahrir-Platz gelegen ist, wird derzeit abgeraten.
Der Zeitpunkt der Neu-Wahlen zum Präsidenten und zum Parlament ist noch unklar. Nach den Erfahrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im zeitlichen und räumlichen (Wahllokale) Umfeld der Wahlen zu Demonstrationen kommt, die auch einen gewalttätigen Verlauf nehmen können.
Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Straßen-, Schiffs-, Bahn- und Luftverkehr
Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer stark erhöhte Unfallgefahr. Dies gilt vor allem bei der Benutzung von Reise- und Minibussen. Von nächtlichen Überlandfahrten wird auch deshalb dringend abgeraten. Das ägyptische Schienennetz ist größtenteils veraltet. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen mit Toten. Die Sicherheitsstandards auf den Fährschiffen, wie sie etwa zur Passage über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards. Auch vor diesem Hintergrund sollten Überlandfahrten auf der Straße oder der Schiene so weit wie möglich vermieden und wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden.
Aus den Urlaubsgebieten (u. a. Hurghada) gibt es vermehrt Meldungen über betrügerische bzw. erpresserische Verhaltensweisen bei Taxifahrern. Es sollten daher nur Taxis mit eingeschaltetem Taxameter benutzt werden. Fahrgäste sollten sich vorher, bspw. in ihrem Hotel, über das Fahrtziel und den ungefähren Fahrtpreis informieren. Die Bezahlung sollte nach dem Aussteigen durch das Fenster erfolgen.
Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen sind teilweise unzureichend. In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Beschwerden von Reisenden, deren Gepäckstücke am Internationalen Flughafen Kairo geplündert wurden bzw. ganz abhandenkamen.
Allgemeine Informationen finden Sie auf der Website der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo unter www.kairo.diplo.de
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Teilreisewarnung Ägypten 09.07.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ägypten:
Stand 09.07.2013
(Unverändert gültig seit: 09.07.2013)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise (Teilreisewarnung)


Aktuelle Hinweise / Teilreisewarnung
Von Reisen nach Ägypten, insbesondere in das Nildelta, auf den Sinai sowie in das ägyptisch-libysche Grenzgebiet, wird in der aktuellen Lage vor dem Hintergrund der sehr unbeständigen Sicherheitslage dringend abgeraten. Dies gilt auch für die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten).
Das gilt derzeit nicht für Reisen in die Touristengebiete am Roten Meer auf der Festlandseite Ägyptens und auf dem Sinai im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba, die Auswirkungen der Sicherheitslage im restlichen Ägypten auf die Touristengebiete sind jedoch nicht absehbar. Reisende werden daher gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Der Transit über den Internationalen Flughafen Kairo ist möglich; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert.
Vor Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird aktuell gewarnt.
Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte ausschließlich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Seit dem 30. Juni fanden im ganzen Land Großdemonstrationen statt. Am 3. Juli 2013 hat das Militär den ägyptischen Präsidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als Übergangspräsidenten eingesetzt. Am 5. Juli 2013 kam es u.a. in Kairo und Alexandria zu sehr gewalttätigen Ausschreitungen mit Toten und Verletzten. Am 7. Juli 2013 haben beide Seiten erneut Großdemonstrationen abgehalten. Die Lage bleibt auch weiterhin sehr unübersichtlich, eine weitere Eskalation der Gewalt ist nicht auszuschließen.
Es wird nachdrücklich empfohlen, im Kontext dieser Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt, das Gebiet um die Kairo Universität, Heliopolis und Nasr City) weiträumig zu meiden. In den Nachmittags- und Abendstunden sollten Fahrten in den größeren Städten soweit wie möglich vermieden werden. Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.

Die landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort..
Auswärtiges Amt

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Teilreisewarnung Ägypten 11.07.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Ägypten:
Stand 11.07.2013
(Unverändert gültig seit: 11.07.2013)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise (Teilreisewarnung)
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise / Teilreisewarnung
Von Reisen nach Ägypten, insbesondere in das Nildelta, auf den Sinai sowie in das ägyptisch-libysche Grenzgebiet, wird in der aktuellen Lage vor dem Hintergrund der sehr unbeständigen Sicherheitslage dringend abgeraten. Dies gilt auch für die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten). Das gilt derzeit nicht für Reisen in die Touristengebiete am Roten Meer auf der Festlandseite Ägyptens und auf dem Sinai im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba, die Auswirkungen der Sicherheitslage im restlichen Ägypten auf die Touristengebiete sind jedoch nicht absehbar. Reisende werden daher gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Der Transit über den Internationalen Flughafen Kairo ist möglich; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert.
Vor Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird aktuell gewarnt.
Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte ausschließlich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Seit dem 30. Juni fanden im ganzen Land Großdemonstrationen statt. Am 3. Juli 2013 hat das Militär den ägyptischen Präsidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als Übergangspräsidenten eingesetzt. Am 5. Juli 2013 kam es u.a. in Kairo und Alexandria zu sehr gewalttätigen Ausschreitungen mit Toten und Verletzten. Am 7. Juli 2013 haben beide Seiten erneut Großdemonstrationen abgehalten. Für Freitag, den 12. Juli 2013, wird erneut zu landesweiten Großdemonstrationen aufgerufen. Die Lage bleibt auch weiterhin sehr unübersichtlich, eine weitere Eskalation der Gewalt ist nicht auszuschließen.
Es wird nachdrücklich empfohlen, im Kontext dieser Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt, das Gebiet um die Kairo Universität, Heliopolis und Nasr City) weiträumig zu meiden. In den Nachmittags- und Abendstunden sollten Fahrten in den größeren Städten soweit wie möglich vermieden werden. Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.

Die nachfolgenden landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort:

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Jährlich verbringen ca. eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in Ägypten. Das Land verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Für die ganz überwiegende Mehrheit der deutschen Reisenden verlaufen die Aufenthalte im Land ohne Probleme. Gleichwohl sollten bei einer Reise nach Ägypten die nachfolgenden Hinweise unbedingt beachtet werden:

Terrorismus, Entführungsrisiken (insbes. Wüstengegenden / Sinai)
Anschläge auf Hotels und Touristenziele gab es zuletzt im Februar 2009. Anschlags- und Entführungsrisiken u. a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, können aber nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt aktuell insbesondere vor dem Hintergrund des deutschen Engagements in Mali. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt.
Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Dies gilt insbesondere für die Grenzregion zu Libyen und zum Sudan.
Auf dem gesamten Sinai ist die Sicherheitslage weiterhin sehr angespannt. Es ist ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar, das auch für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, nicht ausgeschlossen werden kann. Es gab wiederholt kurzfristige Entführungen von Touristen durch Beduinenstämme. Von Reisen auf den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) wird daher derzeit dringend abgeraten. Nächtliche Transfers zwischen dem Flughafen Sharm-El-Sheikh und den Orten auf dem Küstenstreifen bis Nuweiba sollten vermieden werden. Eine besonders hohe Gefährdung besteht im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage von Teilen der Bevölkerung kommt es im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen imm er wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen und Straßenblockaden. Nach der Absetzung von Präsident Mursi kam es zu Anschlägen auf Militärposten in der Nähe der Grenzstadt Rafah und den Flughafen von El-Arish. Vor Reisen in den Nord-Sinai und in das Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen wird daher aktuell gewarnt.
Vor Reisen in den Gazastreifen wird nach wie vor dringend gewarnt.

Regulär ist der Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Es kann allerdings jederzeit zu einer vollständigen Schließung des Grenzübergangs Rafah kommen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können in solchen Fällen keine konsularische Hilfe leisten.
Demonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen
Zum Jahrestag des Amtsantritts von Präsident Mursi finden seit dem 30. Juni 2013 im ganzen Land große Demonstrationen der Opposition und der Unterstützer von Präsident Mursi statt. Am 3. Juli 2013 hat das Militär den ägyptischen Präsidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als Übergangspräsidenten eingesetzt. Führende Mitglieder der Muslimbruderschaft wurden verhaftet oder befinden sich unter Hausarrest. Am 5. Juli 2013 kam es in Kairo, Alexandria und anderen Städten insbesondere im Nildelta erneut zu sehr gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten. Am 7. Juli 2013 haben beide Seiten erneut Großdemonstrationen abgehalten. Die Demonstrationen blieben weitgehend friedlich; in den frühen Morgenstunden des 8. Juli 2013 kam es in Nasr City zu Schießereien mit vielen Toten und Verletzten. Für Freitag, den 12. Juli 2013, wird erneut zu landesweiten Großdemonstrationen, insbesondere durch die Anhänger von Ex-Präsident Mursi, aufgerufen. Die Lage bleibt auch weiterhin sehr unübersichtlich.
Zum zweiten Jahrestag der Revolution am 25. Januar 2013 und anlässlich der Verkündung des Urteils im sog. Port-Said-Verfahren (Todesfälle im Fußballstadion von Port-Said) am 26. Januar 2013 ist es in Kairo und zahlreichen anderen Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Brennpunkte waren insbesondere Suez und Port Said, aber auch Kairo und Alexandria. Im zeitlichen Umfeld der Verkündung des zweiten Urteils im sog. Port-Said Verfahren am 9. März 2013 kam es erneut zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Generell kommt es über das gesamte Land verteilt immer wieder zu Demonstrationen, die teilweise auch einen gewalttätigen Verlauf mit Toten und Verletzten nehmen.
In Kairo konzentrieren sich Demonstrationen und Ausschreitungen in der Regel auf das Gebiet um den Tahrir-Platz, das Fernsehgebäude Maspero, die Brücke des 6. Oktober, das Gebiet um die Universität Kairo in Giza, die Zentrale der Muslimbrüder in Moqqattam und den Präsidentenpalast in Heliopolis. Seit dem 30.6. gehört auch der Stadtteil Nasr City dazu. Bei der Fahrt zum bzw. vom Internationalen Flughafen Kairo sollten diese Bereiche gemieden werden; es sollte ausreichend Zeitpuffer eingeplant werden, weil es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Hotels in unmittelbarer Nähe des Tahrir-Platzes (wie bspw. Ramses Hilton, Semiramis Intercontinental, Shepheard-Hotel) können nicht mehr uneingeschränkt als sicher betrachtet werden, da es zu wiederholten Übergriffen durch gewalttätige Demonstranten gekommen ist. Von einem Besuch des Ägyptischen Museums, das am Tahrir-Platz gelegen ist, wird derzeit abgeraten.
Der Zeitpunkt der Neu-Wahlen zum Präsidenten und zum Parlament ist noch unklar. Nach der Verfassungserklärung vom 08. Juli 2013 sollen zunächst ein Referendum über die neue Verfassung (die innerhalb von vier Monaten erarbeitet werden soll), dann Parlaments- und dann Präsidentschaftswahlen stattfinden. Nach den Erfahrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im zeitlichen und räumlichen (Wahllokale) Umfeld des Referendums bzw. der Wahlen zu Demonstrationen kommt, die auch einen gewalttätigen Verlauf nehmen können.

Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Straßen-, Schiffs-, Bahn- und Luftverkehr
Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer stark erhöhte Unfallgefahr. Dies gilt vor allem bei der Benutzung von Reise- und Minibussen. Von nächtlichen Überlandfahrten wird auch deshalb dringend abgeraten. Das ägyptische Schienennetz ist größtenteils veraltet. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen mit Toten. Die Sicherheitsstandards auf den Fährschiffen, wie sie etwa zur Passage über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards. Auch vor diesem Hintergrund sollten Überlandfahrten auf der Straße oder der Schiene so weit wie möglich vermieden und wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden.
Aus den Urlaubsgebieten (u. a. Hurghada) gibt es vermehrt Meldungen über betrügerische bzw. erpresserische Verhaltensweisen bei Taxifahrern. Es sollten daher nur Taxis mit eingeschaltetem Taxameter benutzt werden. Fahrgäste sollten sich vorher, bspw. in ihrem Hotel, über das Fahrtziel und den ungefähren Fahrtpreis informieren. Die Bezahlung sollte nach dem Aussteigen durch das Fenster erfolgen.
Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen sind teilweise unzureichend. In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Beschwerden von Reisenden, deren Gepäckstücke am Internationalen Flughafen Kairo geplündert wurden bzw. ganz abhandenkamen.
Allgemeine Informationen finden Sie auf der Website der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo unter www.kairo.diplo.de .
Auswärtiges Amt

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Re: Teilreisewarnung Ägypten 11.07.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Ägypten:

Stand 14.07.2013 (Unverändert gültig seit: 14.07.2013)

Letzte Änderung:

Aktuelle Hinweise / Teilreisewarnung
Von Reisen nach Ägypten, insbesondere in das Nildelta, auf den Sinai sowie in das ägyptisch-libysche Grenzgebiet, wird in der aktuellen Lage vor dem Hintergrund der sehr unbeständigen Sicherheitslage dringend abgeraten. Dies gilt auch für die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten). Das gilt derzeit nicht für Reisen in die Touristengebiete am Roten Meer auf der Festlandseite Ägyptens und auf dem Sinai im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba, die Auswirkungen der Sicherheitslage im restlichen Ägypten auf die Touristengebiete sind jedoch nicht absehbar. Reisende werden daher gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen und die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Der Transit über den Internationalen Flughafen Kairo ist möglich; der Flughafen funktioniert normal und ist gut gesichert.
Vor Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird aktuell gewarnt.
Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw. Landesteilen sind zu vermeiden – es sollte ausschließlich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird generell dringend abgeraten.
Seit dem 30. Juni fanden im ganzen Land Großdemonstrationen statt. Für die nächsten Tage ist mit weiteren Demonstrationen zu rechnen, die auch einen gewalttätigen Verlauf nehmen können. Die Lage bleibt sehr unübersichtlich.
Es wird nachdrücklich empfohlen, im Kontext dieser Großdemonstrationen besondere Vorsicht walten zu lassen und den jeweiligen Einzugsbereich der Demonstrationen (für Kairo insbesondere die Innenstadt, das Gebiet um die Kairo Universität, Heliopolis und Nasr City) weiträumig zu meiden. In den Nachmittags- und Abendstunden sollten Fahrten in den größeren Städten soweit wie möglich vermieden werden. Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen (insbesondere im zeitlichen Umfeld zum Freitagsgebet) weiträumig zu meiden und die Medienberichterstattung sehr aufmerksam und regelmäßig zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekären wirtschaftlichen und sozialen Situation weiter Teile der Bevölkerung ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub; vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.


Die nachfolgenden landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten im Licht der aktuellen Hinweise fort:

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Jährlich verbringen ca. eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in Ägypten. Das Land verfügt über eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur. Für die ganz überwiegende Mehrheit der deutschen Reisenden verlaufen die Aufenthalte im Land ohne Probleme. Gleichwohl sollten bei einer Reise nach Ägypten die nachfolgenden Hinweise unbedingt beachtet werden:
Terrorismus, Entführungsrisiken (insbes. Wüstengegenden / Sinai)
Anschläge auf Hotels und Touristenziele gab es zuletzt im Februar 2009. Anschlags- und Entführungsrisiken u. a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, können aber nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt aktuell insbesondere vor dem Hintergrund des deutschen Engagements in Mali. In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida im Maghreb (AQM) suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt.
Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Dies gilt insbesondere für die Grenzregion zu Libyen und zum Sudan.
Auf dem gesamten Sinai ist die Sicherheitslage weiterhin sehr angespannt. Es ist ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar, das auch für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren, nicht ausgeschlossen werden kann. Es gab wiederholt kurzfristige Entführungen von Touristen durch Beduinenstämme. Von Reisen auf den Sinai (mit Ausnahme der Touristenorte im Küstenstreifen zwischen Sharm-El-Sheikh und Nuweiba) wird daher derzeit dringend abgeraten. Nächtliche Transfers zwischen dem Flughafen Sharm-El-Sheikh und den Orten auf dem Küstenstreifen bis Nuweiba sollten vermieden werden. Eine besonders hohe Gefährdung besteht im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen. Wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage von Teilen der Bevölkerung kommt es im Nord-Sinai und im Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen imm er wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen und Straßenblockaden. Nach der Absetzung von Präsident Mursi kam es zu Anschlägen auf Militärposten in der Nähe der Grenzstadt Rafah und den Flughafen von El-Arish. Vor Reisen in den Nord-Sinai und in das Grenzgebiet zwischen Ägypten und Israel bzw. dem Gaza-Streifen wird daher aktuell gewarnt.
Vor Reisen in den Gazastreifen wird nach wie vor dringend gewarnt.

Regulär ist der Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in Rafah an sechs Tagen pro Woche (außer freitags) geöffnet. Es kann allerdings jederzeit zu einer vollständigen Schließung des Grenzübergangs Rafah kommen. Die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen können in solchen Fällen keine konsularische Hilfe leisten.
Demonstrationen und gewalttätige Ausschreitungen
Zum Jahrestag des Amtsantritts von Präsident Mursi finden seit dem 30. Juni 2013 im ganzen Land große Demonstrationen der Opposition und der Unterstützer von Präsident Mursi statt. Am 3. Juli 2013 hat das Militär den ägyptischen Präsidenten Mursi abgesetzt und den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts als Übergangspräsidenten eingesetzt. Führende Mitglieder der Muslimbruderschaft wurden verhaftet oder befinden sich unter Hausarrest. Die Demonstrationen beider Seiten dauern an. Die Lage bleibt auch weiterhin sehr unübersichtlich.
Zum zweiten Jahrestag der Revolution am 25. Januar 2013 und anlässlich der Verkündung des Urteils im sog. Port-Said-Verfahren (Todesfälle im Fußballstadion von Port-Said) am 26. Januar 2013 ist es in Kairo und zahlreichen anderen Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Brennpunkte waren insbesondere Suez und Port Said, aber auch Kairo und Alexandria. Im zeitlichen Umfeld der Verkündung des zweiten Urteils im sog. Port-Said Verfahren am 9. März 2013 kam es erneut zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Tote und Verletzte. Generell kommt es über das gesamte Land verteilt immer wieder zu Demonstrationen, die teilweise auch einen gewalttätigen Verlauf mit Toten und Verletzten nehmen.
In Kairo konzentrieren sich Demonstrationen und Ausschreitungen in der Regel auf das Gebiet um den Tahrir-Platz, das Fernsehgebäude Maspero, die Brücke des 6. Oktober, das Gebiet um die Universität Kairo in Giza, die Zentrale der Muslimbrüder in Moqqattam und den Präsidentenpalast in Heliopolis. Seit dem 30.6. gehört auch der Stadtteil Nasr City dazu. Bei der Fahrt zum bzw. vom Internationalen Flughafen Kairo sollten diese Bereiche gemieden werden; es sollte ausreichend Zeitpuffer eingeplant werden, weil es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Hotels in unmittelbarer Nähe des Tahrir-Platzes (wie bspw. Ramses Hilton, Semiramis Intercontinental, Shepheard-Hotel) können nicht mehr uneingeschränkt als sicher betrachtet werden, da es zu wiederholten Übergriffen durch gewalttätige Demonstranten gekommen ist. Von einem Besuch des Ägyptischen Museums, das am Tahrir-Platz gelegen ist, wird derzeit abgeraten.
Der Zeitpunkt der Neu-Wahlen zum Präsidenten und zum Parlament ist noch unklar. Nach der Verfassungserklärung vom 08. Juli 2013 sollen zunächst ein Referendum über die neue Verfassung (die innerhalb von vier Monaten erarbeitet werden soll), dann Parlaments- und dann Präsidentschaftswahlen stattfinden. Nach den Erfahrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im zeitlichen und räumlichen (Wahllokale) Umfeld des Referendums bzw. der Wahlen zu Demonstrationen kommt, die auch einen gewalttätigen Verlauf nehmen können.

Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.

Straßen-, Schiffs-, Bahn- und Luftverkehr
Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer stark erhöhte Unfallgefahr. Dies gilt vor allem bei der Benutzung von Reise- und Minibussen. Von nächtlichen Überlandfahrten wird auch deshalb dringend abgeraten. Das ägyptische Schienennetz ist größtenteils veraltet. Es kommt immer wieder zu schweren Unfällen mit Toten. Die Sicherheitsstandards auf den Fährschiffen, wie sie etwa zur Passage über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards. Auch vor diesem Hintergrund sollten Überlandfahrten auf der Straße oder der Schiene so weit wie möglich vermieden und wo möglich auf Flugverbindungen zurückgegriffen werden.
Aus den Urlaubsgebieten (u. a. Hurghada) gibt es vermehrt Meldungen über betrügerische bzw. erpresserische Verhaltensweisen bei Taxifahrern. Es sollten daher nur Taxis mit eingeschaltetem Taxameter benutzt werden. Fahrgäste sollten sich vorher, bspw. in ihrem Hotel, über das Fahrtziel und den ungefähren Fahrtpreis informieren. Die Bezahlung sollte nach dem Aussteigen durch das Fenster erfolgen.
Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen sind teilweise unzureichend. In den letzten Monaten kam es vermehrt zu Beschwerden von Reisenden, deren Gepäckstücke am Internationalen Flughafen Kairo geplündert wurden bzw. ganz abhandenkamen.

Allgemeine Informationen finden Sie auf der Website der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo unter http://www.kairo.diplo.de
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The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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