Auswärtiges Amt hat geschrieben:Mali
Stand 20.08.2020
(Unverändert gültig seit: 20.08.2020)
Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Sicherheit: Teilreisewarnung, Terrorismus, Kriminalität
- Reiseinfos: Infrastruktur/Verkehr
Aktuelles
Am 18. August 2020 gab es in der Garnisonsstadt Kati eine Meuterei von Bewaffneten und Schusswechseln sowie Spannungen in der Hauptstadt Bamako. Ein Militärrat („Comité National pour le Salut du Peuple“) verkündete in der Nacht auf den 19. August 2020 die Machtübernahme. Er beschloss unter anderem die Schließung der Landesgrenzen sowie eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr.
- Unternehmen Sie in Bamako und Umgebung keine Fahrten, die nicht unbedingt erforderlich sind.
- Beachten Sie die Ausgangssperre: Bleiben Sie in den Abendstunden und nachts zuhause oder an einem anderen sicheren Ort.
- Verhalten Sie sich auch tagsüber besonders umsichtig und wachsam.
- Meiden Sie Menschenansammlungen.
- Halten Sie sich über lokale Medien informiert.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen
- in die Regionen Timbuktu, Kidal, Gao, Taoudenni, Ménaka, Mopti und Segou
- in die nördlichen Teile der Regionen Kayes und Koulikoro sowie den nordöstlichen Teil der Region Sikasso
wird gewarnt.
Von nicht dringend erforderlichen Reisen in die übrigen Landesteile von Mali einschließlich der Hauptstadt Bamako wird abgeraten.
Terrorismus
Anschläge sind überall in Mali jederzeit möglich. Insbesondere im Norden und im Zentrum Malis (Region Mopti) kommt es regelmäßig zu Anschlägen und militärischen Kampfhandlungen. In den nord-östlichen und zentralen Landesteilen sowie in Gebieten entlang der Grenzen zu Mauretanien, Burkina Faso und Côte d’Ivoire sind Terrorgruppen aktiv.
Für Angehörige westlicher Staaten besteht ein erhebliches Risiko, Opfer von Entführungen und gezielten Anschlägen, aber auch von Landminen bzw. Sprengfallen zu werden.
Auch im Südwesten des Landes und in der Hauptstadt Bamako kann eine Gefährdung durch terroristische Gruppen nicht ausgeschlossen werden. Bei Anschlägen in Bamako waren in den letzten Jahren auch Ausländer betroffen.
- Führen Sie Reisen und Aufenthalte nur unter zeitnaher vorheriger Abklärung der allgemeinen Sicherheitslage durch und planen Sie entsprechend.
- Seien Sie auch in der Hauptstadt Bamako besonders vorsichtig und meiden Sie nach Möglichkeit Orte und Ausflugsziele, die regelmäßig von Ausländern aufgesucht werden.
- Seien Sie an belebten Orten und bei besonderen Anlässen besonders aufmerksam.
- Meiden Sie Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Kriminalität
Gewaltkriminalität betrifft zunehmend auch Ausländer. Es kommt zu Autodiebstählen, teils mit Waffengewalt wie „Carjacking“, Kleinkriminalität wie Taschendiebstählen, Vorschussbetrügereien („Scams“) und Kreditkartenbetrügen.
- Vermeiden Sie unbedingt Fahrten in der Dunkelheit.
- Verzichten Sie möglichst auf alle vermeidbaren Überlandfahrten und fahren Sie nie allein.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, an Bahnhöfen und im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr
Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.
Öffentliche Verkehrsmittel sind in der Hauptstadt Bamako kaum vorhanden bzw. unzuverlässig. Taxis stehen zur Verfügung. Auf Grund häufig schlechter Verkehrssicherheit der Fahrzeuge sollten nur Fahrzeuge von seriösen Taxiunternehmen genutzt werden.
Reisen im Land sind nur sehr eingeschränkt möglich. Der Zustand der Straßen abseits von Hauptstrecken ist schlecht, insbesondere außerhalb der urbanen Zentren. Gefahren bestehen auch durch fehlende Verkehrszeichen, unbeleuchtete und auch überladene Fahrzeuge. In der Hauptregenzeit von Juni bis September können viele Strecken unpassierbar sein.
- Seien Sie bei Fahrten im Land extrem vorsichtig und vermeiden Sie Nachtfahrten.
- Planen Sie Fahrten unbedingt sorgfältig und treffen Sie Sicherheitsvorkehrungen, z.B. Fahren nur im Konvoi.
- Bei Fahrten mit dem Taxi vereinbaren Sie Preise vor Fahrtantritt.