Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Kultur- und Politikgeschichte über die im Wüstenschiff behandelten Regionen.

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Arnold von Harff
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Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Beitrag von Arnold von Harff »

MODERATOR-NOTE:   Auf Wunsch des Threaderstellers Arnold von Harff wurde der nachstehende Austausch zum Thema Domestizierung des Dromedars ausgegliedert aus dem Thread BPfeilB Sind die Gewässer der Wernes mit dem Tschad See identisch ?, 23.10.2024


Hallo Ursula,

vor geraumer Zeit hatte Wolfgang Helck zu den antiken Karawanenwegen einmal das Diktum formuliert, dass die Ägypter erst in der Zeit seit Dareios I. einen Fernhandel durch die Rosetjau (Sahara) einrichteten, weil sie vorher nicht über die nötigen Kamele verfügten.

Nun stellte David Stanley 2015 in seinem Reisebericht der Öffentlichkeit eine neolithische Wandmalerei aus der Manda Guéli Höhle im Ennedi Gebirge vor, welche in die Zeit um 6.000 v. Chr. datiert. Auf dieser Höhlenmalerei sind auch Reiter auf Kamelen zu sehen, welche Stanley zufolge zwar dem neolithischen Stil entsprechen, aber erst nachträglich eingefügt wurden, als das Klima im Ennedi bereits zunehmend arider geworden war. Könnte diese nachträgliche Einfügung der Kamele vielleicht der frühen Kerma Zeit (ca. 2.500 BC) zuzurechnen sein ? Weißt du etwas näheres über die Datierung dieser nachträglichen Einfügung ?


Freundlich gewunken

Arni

David Stanley : Prehistoric Paintings, Reiter auf Kamelen, Manda Guéli Höhle at the Ennedi Mountains, 6.000 BC, Wikimedia 2015.
David Stanley : Prehistoric Paintings, Reiter auf Kamelen, Manda Guéli Höhle at the Ennedi Mountains, 6.000 BC, Wikimedia 2015.
Zuletzt geändert von Arnold von Harff am Fr 25. Jun 2021, 20:41, insgesamt 3-mal geändert.
ursula
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Re: Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Beitrag von ursula »

Manda Gueli ist sicher nicht 6000 BC...

über Kamele in der Rock Art
https://www.researchgate.net/publicatio ... d_abstract

Bailloud setzt die Kamelperiode im Ennedi auf das 1. Jahrtausend nach Christus an
Zuletzt geändert von ursula am Fr 25. Jun 2021, 19:43, insgesamt 2-mal geändert.
Birgitt
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Re: Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Beitrag von Birgitt »

Arnold von Harff hat geschrieben:
Fr 25. Jun 2021, 19:15
Gibt es hier im Board eine Obergrenze zum Hochladen von Bilddateien ?
Hi Arni,

super spannend zu lesen, eure Diskussion! Betr. Bilddatei schau bitte einmal hier

Bilder hochladen jetzt ganz einfach

Versuch es bitte mit einer Datei des Formats .jpg oder .png

Zurückgewunken ;-)
Birgitt
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Arnold von Harff
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Re: Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Beitrag von Arnold von Harff »

Grüß dich Birgitt,

diesmal hat es geklappt ! Besten Dank für die Hilfe, ich lese mir die Info gleich noch mal genauer durch

gewunken

Arni
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Arnold von Harff
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Re: Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Beitrag von Arnold von Harff »

Uiii ! Byzantinische Zeit also ? Was sagen diejenigen, welche eine frühere Datierung vertreten ? Wurden dort beiläufig erwähnt, aber nicht näher vorgestellt. Macht es keinen Unterschied, dass die Kamelreiter auf einigen Petroglyphen Mäntel und Pumphosen tragen, während sie auf anderen nur mit Lendenschutz, nackt die Kamele reiten ?

Gruß Arni
ursula
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Re: Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Beitrag von ursula »

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Arnold von Harff
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Re: Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Beitrag von Arnold von Harff »

Grüß dich Ursula !

In Hinblick auf die hier implizit ebenfalls diskutierten Grundlagen des Fernhandels der alten Ägypter mit den südwestlich ansässigen Völkern der Rosetjau (Sahara) scheint mir die Frage, wann und wo das Kamel (camelus dromedarius) erstmals in Nordafrika in den Hausstand überführt und somit also domestiziert wurde, sehr wichtig zu sein. Gleichzeitig schweifen wir damit inhaltlich von der Frage, ob die Wernes des Amduat mit dem Tschad See identisch ist, erheblich ab. Wollen wir die Erörterung dieses Problems trotzdem hier fortsetzen oder lieber einen gesonderten Thread dazu eröffnen ? :roll:

Lieben Gruß nach Zürich

Arni
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Arnold von Harff
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Zeitpunkt der ersten Haushaltung des Dromedars im Tibesti, Ennedi

Beitrag von Arnold von Harff »

Also dann,
über die verschiedenen Standpunkte zum Zeitpunkt der ersten Haushaltung des Dromedares des Tibesti, Ennedi und Fezzan und seine Bedeutung für den antiken Fernhandel unter den Völkern Nordafrikas, Teil 1: Die Fundlage in Ägypten und Nubien.

Die chronologische Schautafel von Tilmann Lenssen-Erz weist mit 1.000 n. Chr. tatsächlich einen sehr späten Zeitpunkt für die Domestizierung des Einhöckers (Camelus dromedarius) aus und geht dabei inhaltlich vermutlich auf seinen 1998 veröffentlichten Beitrag zurück ? (1) Ebensowie der von Gérard Bailloud (2) publizierte Beitrag dürfte auch Lenssen-Erz seine Ergebnisse letztlich auf die von Reinhard Walz (3) (4) vorgelegten Untersuchungen abgestellt haben. Walz vertrat offenbar als erster den Standpunkt, dass die Domestikation des Einhöckers (camelus dromedarius) erst um 1.100 n. Chr. in Arabien stattgefunden habe, während das zweihöckerige Kamel (camelus bactrianus) bereits um 3.000 v. Chr. in Asien stattgefunden habe. Dem widersprach zunächst Burchard Brentjes (5) (6), welcher aufgrund archäologischer Funde zu dem Ergebnis kam, dass das zweihöckerige Kamel (camelus bactrianus) im 3. Jahrtausend v. Chr. und das einhöckerige Dromedar (camelus dromedarius) bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. vom Menschen domestiziert und in die Haushaltung überführt worden sei. Bereits sehr früh war hierzu schon der Standpunkt vertreten worden, dass das Dromedar seit Alters her auch in Afrika heimisch war und in Ägypten seit dem 14. Jh. v. Chr. als Lasttier eingesetzt wurde. Im übrigen Nordafrika sei es jedoch erst im 3. oder 4. Jh. unserer Zeitrechnung als Nutztier in Erscheinung getreten. (7) (8) Wir haben hinsichtlich des Zeitpunktes der ersten Domestizierung und Nutzung des Dromedars durch die in Nordafrika lebenden Menschen also zwei chronologisch sehr weit auseinander liegende Standpunkte vorliegen, wie schon Konrad Schauenburg feststellte. (9)

Diesbezüglich werden hier in Bezug auf die Nutzung des Dromedars nun zunächst einmal einige archäologische Funde vorgestellt, welche in der jüngeren Vergangenheit in Ägypten gemacht wurden. Sie stützen den 1960 und 1965 von Brentjes vertretenen Standpunkt, wonach das auch in Nordafrika beheimatete Dromedar bereits sehr viel früher als 1.100 n. Chr. vom Menschen domestiziert worden sein wird.

Als in den 1960' er Jahren der Assuan Staudamm erbaut wurde, unternahmen verschiedene archäologische Teams eilig einige sehr bedeutende und teils sehr umfangreiche Ausgrabungen und Arbeiten zum Zwecke der Dokumentierung und mitunter auch Erhaltung alter ägyptischer und nubischer Denkmäler, nicht nur in Abu Simbel. Im Zuge dieser Arbeiten dokumentierte Anna Maria Roveri 1960 in Sabagura die in den Fels gesetzte Darstellung eines Dromedars, welche ohne genauere Datierung der altägyptischen Zeit zugerechnet wurde. (10) Nur 20 km nördlich von Sabagura befindet sich jedoch das Wadi Allaqi, durch welches ein Karawanenweg direkt zum Roten Meer hinüber führt, weshalb hier vermutlich nicht sicher von der Darstellung eines nordafrikanischen Dromedares gesprochen werden kann. Ungeachtet dessen liegt hier zweifellos die vorchristliche Darstellung eines domestizierten Dromedares vor. (11) Deutlich genauer fielen in Hinblick auf die frühe Nutzung der Dromedare die in Qasr Ibrim, dem in der Zeit des Pharao Taharqa befestigten Ort Pedeme, von Archäologen erzielten Ergebnisse aus. Hier in Unternubien hatte zunächst das Team von Walter Bryan Emery (12) die bronzene Statuette eines Dromedars gefunden. Nachdem man auf die besondere Vielfalt der dortigen Tiernutzung aufmerksam geworden war, achtete das Team um Peter Rowley-Conwy in späteren Untersuchungen auf botanische und zoologische Aspekte und fand neben Kameldung auch den Unterkiefer eines Dromedars, sowie anderes organisches Material, welches mittels der Radiokarbonanalyse dem späten 9. Jh. v. Chr. (22. Dyn.) zugeordnet werden konnte. (13) (14) (15) (16) Seit den 80'er Jahren ist also wissenschaftlich gesichert, dass das Königreich der Nubier spätestens im ausgehenden 9. Jh. v. Chr. zur Nutzung des Dromedars übergegangen war.
Ein weiteres wichtiges Zeugnis dafür, dass auch die alten Ägypter das Dromedar als Nutztier schon in der vorchristlicher Zeit domestiziert haben werden, legte etwa zur selben Zeit, im Jahre 1987, der Archäologe David Aston in Qantir vor. (17) Dort im Delta des Nil, in den Ruinen von Pi-Ramesse, der Ramsesstadt, fanden sich in der Umgebung der Bronzegießerei die Scherben einer flachen Schale aus lokal anstehendem Nilton. Die nahezu vollständige Schale, welche David Aston an Edgar Pusch übergab, zeigte zweifellos die zweidimensionale Darstellung eines Dromedars. (18) Da die Scherben in der Umgebung der Bronzegießerei des Fundortes Qantir (Pi-Ramesse) in das Ende der 18. bzw. den Anfang der 19. Dynastie datieren, dürfte das auf der dortigen Schale gezeigte Dromedar um 1.300 v. Chr. als Nutztier im Dienst gestanden haben. (19)
Reinhard Walz und Gérard Bailloud argumentierten vor dem Hintergrund derdamals gegebenen Fundlage, doch der von Tilmann Lenssen-Erz vertretene Standpunkt, wonach dasDromedar im Wadi Howar und Ennedi erst um 1.000 n. Chr. vom Menschen domestiziert worden sei, ist zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung offenbar bereits wissenschaftlich widerlegt und daher veraltet gewesen.

Gruß Arni





(1) Lenssen-Erz, Tilmann : Gemeinschaft - Gleichheit - Mobilität : Felsbilder in Brandenburg, Namibia und ihre Bedeutung. Grundlagen einer textuellen Felsbildarchäologie. In : Archäologisches Nachrichtenblatt, Bd. 3, Berlin 1998, S. 331 - 335.
(2) Bailloud, Gérard : Préhistoire de l' Ennedi (Tchad), Paris 1959.
(3) Walz, Reinhard : Zum Problem des Zeitpunktes der Domestikation der altweltlichen Cameliden. In : Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, Vol. 101, Wiesbaden 1951, S, 29 - 51.
(4) Walz, Reinhard : Neue Untersuchungen zum Domestikationsproblem der altweltlichen Cameliden. Beiträge zur ältesten Geschichte des zweihöckerigen Kamels. In : Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, Vol. 104, No. 1, Wiesbaden 1954, S. 45 - 87.
(5) Brentjes, Burchard : Das Kamel im Alten Orient. In : Klio 38, Berlin 1960, S. 23 - 52.
(6) Brentjes, Burchard : Die Haustierwerdung im Orient : Ein archäologischer Beitrag zur Zoologie, 2. Aufl. Hohenwarsleben 2011.
(7) Lehmann, Otto : Das Kamel, seine geographische Verbreitung und die Bedingungen seines Vorkommens, Weimar 1891.
(8) Leonhard, Arthur Glyn : The camel, its uses and management, London 1894.
(9) Schauenburg, Konrad : Neue antike Cameliden. In : Jahrbücher des Rheinischen Landesmuseums in Bonn, Bd. 162, Bonn 1962, S. 98 - 106.
(10) Roveri, Anna Maria : Sabagura 1960 : I graffiti rupestri. In : Oriens Antiquus, Vol. 1, Fasc. 1, Rom 1962, S. 99 - 128.
(11) Schauenburg, Konrad : Ebenda, S. 98.
(12) Mills, Anthony : The cemeteries of Qasr Ibrim : a report of the excavations conducted by W. B. Emery in 1961, London 1982.
(13) Helck, Wolfgang ; Otto, Eberhard : Kleines Lexikon der Ägyptologie, Wiesbaden 1999.
(14) Ägyptologie Forum, Lexikon, Artikel Kamel : https://www.ägyptologie.com/forum/cgi-b ... 1116121845
(15) Rowley-Conwy, Peter : The Camel in the NileValley : New Radiocarbon accelerator (AMS) Dates from Qasr Ibrim. In : The Journal of Egyptian Archaeology, Vol. 74, London 1988, S. 245 - 248.
(16) Torres, Jorge de : Sailors on sandy seas : Camelsin Saharan rock art. In : ARKEOS, No. 37, Mérida 2015, S. 1461 - 1468.
(17) Pusch, Edgar Bruno : Ein Dromedar aus der Ramsesstadt. In : Ägypten und Levante, Vol. 6, Wien 1996, S. 107 - 118.
(18) Pusch, Edgar Bruno : Ebenda, S. 107.
(19) Pusch, Edgar Bruno : Ebenda, S. 107 ff. Siehe dazu auch : https://www.jstor.org/stable/23788868
ursula
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Re: Zeitpunkt der ersten Haushaltung des Dromedars im Tibesti, Ennedi

Beitrag von ursula »

Guten Morgen Arni

Ging es denn um die Verbreitung oder Domestizierung in Nordafrika und Nahen Osten?
Du wolltest doch wissen, wann die Kamel-Malereien ( Petroglyphen sind was anderes) in
Manda Guili angefügt worden sein könnten, oder?

Sind dir bei deinen Recherchen Publikationen aufgefallen, welche den
Beginn der Kamelperiode (das ist eine Rock Art Stil Epoche) im Ennedi früher ansetzen als Bailloud?

Wenn sich die ausschliesslich und nur auf den Ennedi beziehen, würde mich das sehr interessieren!

Ciao,
ich melde mich vom Thema ab und investiere jetzt meine Zeit wieder in die Vorbereitung meiner
nächsten Tschad Expedition
Ursula
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Arnold von Harff
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Re: Zeitpunkt der ersten Haushaltung des Dromedars im Tibesti, Ennedi

Beitrag von Arnold von Harff »

Grüß dich Ursula,

auf die von dir aufgeworfenen Fragen wollte ich nun im 2. Teil inhaltlich näher eingehen. Ich vertrete die These, dass es im Ennedi, Hoggar und Tibesti zu einer eigenständigen, autochthon entstandenen Haushaltung des Dromedars gekommen ist.

Nimmst mich mit ? Müsste allerdings noch tüchtig ne runde sparen ... .

Gewunken :wink:

Arni
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Arnold von Harff
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Re: Wann kam es zur Domestizierung des Dromedars?

Beitrag von Arnold von Harff »

Hallo zusammen,

zunächst meinen besonderen Dank an Birgitt, dass sie dieses Thema auf meinem Wunsch hin aus einem bereits 2021 begonnenen Faden über die Wernes herausgelöst und es als eigenständiges Thema ins Wüstenschiff Forum eingestellt hat. :wink:

Hier einige Fotos und Abbildungen von Felsbildern und Keramiken, welche das domestizierte Dromedar zeigen. Einige Fundstücke sind in der Zeit der Hyksos als Importe nach Ägypten gekommen, andere wurden von den Ägyptern selbst erstellt. Ich selbst vertrete den Standpunkt, dass die Ägypter das Dromedar zusammen mit dem Pferd von den Hyksos übernahmen und in ihren eigenen Hausstand überführten. Dies entspricht der Zeit der Pharaonen Ahmose (1550-1525), Amenophis I. (1525-1504) und Thutmoses I. (1504-1492), also der des beginnenden Neuen Reiches. Um 1300 v. Chr. wird das Dromedar in Ägypten bereits weit verbreitet gewesen sein, wie der von Edgar Bruno Pusch (1996) und David Aston (1998) in Pi-Ramesse (Quantir) gemachte Keramikfund aus der Zeit Ramses I. zeigt. Bis dahin wurden seitens der Forschung die im Alten Testament gemachten Angaben, wonach sich in den Stallungen am Hofe Ramses I. zahlreiche Kamele befanden, zumeist als Irrtum und Übersetzungsfehler bezeichnet. Seither nicht mehr. :lach:

Vielen Dank an Michael Ripinski und Randall Younker für die Hinweise, sowie für die freundliche Überlassung der Abbildrechte zu den oberen beiden Darstellungen und der untersten. Die übrigen Bilder stammen aus Veröffentlichungen von Flinders Petrie (1896), Auguste Mariette (1880), Georg Möller (1906) und Georg Schweinfurth (1912) und sind Gemeinfrei. Ich hoffe die folgende Galerie gefällt euch :

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Ein von Wladimir Golenischtschew (1887) im Wadi Hammamat aufgenommenes Felsbild aus der Zeit der 12. Dynastie der konnte leider nicht besorgt werden.

Gruß Arni :)
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