1993 bin ich mit einem ganz normalen Käfer (!) bei Siwa (ET) ein Stück in die Libysche Wüste gefahren. Das ging. Die Locals hatten erst gesagt: "nie im Leben", worauf ich meinte: vor drei Jahren seid ihr mit den Rucksacktouris auf einem Peugeot 404 pick-up (bekanntlich nur Heckantrieb) rausgefahren (ich war mit dabei). Also warum soll das nicht gehen? Ergo am Abend mit dem Guide eine Testfahrt gemacht und am nächsten Tag los. Die Touris wurden inzwischen mit einem schicken 4x4 Pick-up spektakulär durch die Dünen gekarrt, der Guide ist mit mir und dem Käfer eine andere Strecke (zum selben Ziel) gefahren - völlig problemlos. Klar: Luft abgelassen, aber die Locals können den Sand lesen und die Dünen vorhersagen.
Was ich damit sagen will: die Guides in Ksar Ghilane führen die Allrad-Touris mit Sicherheit nicht über die einfachste Strecken, denn die Touris wollen ja was erleben: einsanden, freischaufeln etc. Stell dir vor, du fährst die Strecke ohne dich 1x festzufahren. Was willst du dann zu Hause erzählen?
Wir wollten die Strecke im Mai umgekehrt fahren, haben aber wegen der beendeten Saison keine Tracks mehr gefunden. Zwei von uns (ein Landy und ein 1969er VW Bus) sind trotzdem durchgekommen. Nur der Landy hat sich festgefahren...
Was ich damit sagen will: grundsätzlich ist die Strecke bestimmt mit einem Duster zu fahren, insbesondere, wenn man einen Guide hat. Ohne wird es ein Glückspiel. In der Saison reichen vllt auch die Spuren.
VG
Kai




