Hi,
unsere Erfahrungen der letzten beiden Wochen:
Die Karte mit der Einzeichnung der beiden Sperrgebiete ist bei den Behörden weitgehend unbekannt. Die gewünschten Reiserouten werden "einzeln" ausgehandelt. Für die Zufahrt zum "unerreichbaren See" ist ein Führer vorgeschrieben.
Bir Aouine selbst sollte man meiden, weil die Genehmigungsbehörden vermuten, dass die dort Stationierten mit den Algeriern "mauscheln".
Wenn man Bir Aouine direkt anfahren will, bekommt man für seine Route keine Genehmigung.
Die gewünschte Route darf nicht näher als 40 km an die algerische Grenze gehen, man muss angeben wann man wo übernachten will und wenn man ein Ziel an einem Tag nicht erreicht,
unbedingt per Sat-Phone Bescheid sagen, weil sonst am gleichen Abend noch ein Suchtrupp ausschwärmt. (Nummern bekommt man bei der Behörde)
Offensichtlich haben sich ein paar trotzdem ohne Führer auf den Weg zum See gemacht, was für uns alle aber wohl eher kontraproduktiv sein dürfte und die Behörden nur noch restrikitiver werden lassen dürfte.
Allerdings haben die meisten den See sowieso nicht erreicht, der Sand war wirklich schwer fahrbar. Nach bisherigen Infos hat ausser uns nur
eine weitere Gruppe den See erreicht, 10 andere haben auf dem Weg dorthin aufgegeben.
Eine Gruppe Mercedesfahrer hat ein Fahrzeug dort lassen müssen und vom Service-Unimog bergen, was dann wohl einem Totalschaden gleich kommen dürfte. Glücklicherweise hatte sie Genehmigung und Führer.
Ich kann also nur bitten und hoffen, nicht ohne Genehmigung und Führer zum See zu fahren, damit diese Möglichkeit nicht auch noch von den Behörden gestrichen wird.
Die Tunesier sind derzeit auf Eigenmächtigkeiten schlecht zu sprechen und man sollte nicht noch weiteres Provozieren.
Jetzt muss ich aber erst mal einige Kilo Sand aus dem Auto saugen.
Viele Grüße
Peter
P.S.: @RainerW: Viele Grüße in die Perge und viel Spaß im Sand! Ich wünsche gutes G-Lingen.
