TV Tipp - Verschwörung in der Wüste

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Alexander
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TV Tipp - Verschwörung in der Wüste

Beitrag von Alexander »

Verschwörung in der Wüste

Ein Film von Susanne Sterzenbach, gesendet am 20. August auf Phoenix, 21 Uhr (beginn lt. phoenix nun 20:15 Uhr, wird übrigens am 21.08. und am 31.08. wiederholt, siehe weiter unten, gruss birgitt)

Am 11. April 2007 detonieren Autobomben in Algier - es gibt 30 Tote und über 200 Verletzte. Die Attentäter nennen sich "Al Kaida des islamischen Maghreb". Vier Jahre zuvor, im Frühjahr 2003, hatten algerische Islamisten 32 deutsche, österreichische und schweizer Sahara-Touristen als Geiseln genommen. 15 von ihnen mussten ein halbes Jahr im heißen Wüsten-Sommer ausharren, bis sie in Mali gegen Lösegeld befreit werden konnten. Eine Frau war unterwegs an einem Hitzschlag gestorben. Die Geisel-Affäre gilt bei Sicherheitsexperten als Vorbereitung und Einstieg der algerischen Terroristen in eine Al-Kaida-Strategie. Gleichzeitig hat sie aber auch die Begründung geliefert für die These der USA, Terroristen der Al Kaida suchten Zuflucht in der Sahara-Sahel-Zone. Experten wie der britische Professor Jeremy Keenan bezweifeln dieses Szenario. Keenan hat 2003 für Angehörige von Geiseln in Algerien recherchiert. In seinen Augen wurde die Geisel-Affäre dazu benutzt, die US-These zu beweisen und die Länder der Sahara-Sahel-Zone in eine enge militärische Zusammenarbeit im Krieg gegen den Terror einzubinden. Auch die Identität des Anführers der Geiselnehmer, El Para, stellt er in Frage.

Ein Kamerateam konnte El Para Ende 2004 interviewen, als er in die Hände von tchadischen Rebellen gefallen war. Was geschah hinter den Kulissen der Entführung von 2003? Warum brodelt es seitdem im Norden Malis? Von der Geiselnahme in der Sahara zu den Bomben in Algier - eine Spurensuche mit den Ex-Geiseln Ingo und Andreas Bleckmann, mit Jürgen Chrobog, damals Staatssekretär im Auswärtigen Amt und Chef-Unterhändler für die Bundesregierung, und mit seinen Partnern auf Seiten der Tuareg in Normali.

Quelle: Algeria Watch

Grüsse
Alexander
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Jürgen Kempe
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Re: TV Tipp - Verschwörung in der Wüste

Beitrag von Jürgen Kempe »

EDIT
Zuletzt geändert von Jürgen Kempe am So 12. Aug 2007, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
Birgitt
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Re: TV Tipp - Verschwörung in der Wüste

Beitrag von Birgitt »

hallo zusammen,

lt. phoenix ist der sendetermin nun um 20:15 uhr !
mit wiederholung am darauf folgenden morgen

siehe :arrow: hier

gruß :)
birgitt
DionysMoser
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Da ist noch mehr dahinter...

Beitrag von DionysMoser »

leider nennt die Jounalistin nicht den wahren Animator der Entführungen...
man kann allerdings leicht ausmachen, dass nicht Araber oder Afrikaner hinter dem Komplott stecken, sondern wieder mal die GIs...
da in Niger kein Handel mit Uran und Material für Kernwaffenherstellung nachgewiesen werden konnte, musste etwas anderes her...Verseuchung mit Terroristen... leider sind die Medien sogleich auf den Zug aufgesprungen und nun bringt man das nicht mehr aus den Köpfen raus!

Der franz. Geheimdinst kam allderdings in der Planungsphase dahinter... und darum waren auch keine Franzosen entführt... wird leider auch nicht gesagt im Film...
Das Angebot der Deutschen mit der GSG 9 wurde dann von Amerika wieder gestoppt.... die waren ja dann so lieb und haben sogleich Basen und Militärberater nach Niger, Mali und Algerien geschickt....
das war ja auch das Ziel der ganzen Geschichte...
Politk der übelsten Art!
Dionys
Birgitt
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Re: TV Tipp - Verschwörung in der Wüste

Beitrag von Birgitt »

Erinnerung

Sendetermin heute 20:15 Uhr,
Wiederholung morgen 07:30 Uhr sowie
FR 31.08.2007 um 14:00 Uhr
ingolf
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Re: TV Tipp - Verschwörung in der Wüste

Beitrag von ingolf »

Hallo,
die Theorie, von der der Film handelt, ist interessant und erschreckend zugleich. Unsereiner als Komparse der weltpolitik :evil: :kotz:
Das grenzenlos inkompetente, ineffiziente und später noch die Geiseln diffamierende Verhalten der damaligen Regierung erscheint nun im angeren, keinesfalls besseren Licht.
Ein Detail wurde nur kurz erwähnt und ich bin mir micht sicher, ob ich es richtig verstanden habe: zumindest die deutsche Regierung wusste einen Monat lang von der Entführung, hat nichts gesagt und so war es möglich, daß weitere Touristen verschleppt werden konnten?? Ich hoffe inständig, da was falsch verstanden zu haben.
Ein Gesichtspunkt fehlte leider in dem Film ganz: warum haben die ortsansässigen Einheimischen, die ohne Frage von den umfangreichen Vorbereitungen gewusst haben, nichts gesagt, die Touris nicht gewarnt? Spätestens nach der ersten Entführung war denen klar, das Verbrechen geschehen und doch wurden die Österreicher nicht gewarnt. Dieser Umstand hat mich bewogen auf wenigstens 10 Jahre auf einen Besuch in Algerien zu verzichten. Wenn die Viehhirten aus welchen Gründen auch immer schon nichts mehr sagen, sind wir nicht sicher.
Schade eigentlich.
Grüße, Ingolf
Angelika Baumann
Beiträge: 404
Registriert: So 31. Jul 2005, 21:48
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Re: TV Tipp - Verschwörung in der Wüste

Beitrag von Angelika Baumann »

Hallo zusammen,

ich mag kaum glauben, dass irgendjemand aus der aktiven Sahara-Szene damals nur ansatzweise das geglaubt hat, was da z. T. in Presse verbreitet wurde…Mit „Die Entführer sind mit ihren Geiseln im Sandsturm unaufspürbar verschwunden, um Tage später überraschend in Nord-Mali wieder aufzutauchen“ und ähnlichen Meldungen versuchte man damals der Bevölkerung weis zu machen, dass man ja sooo hilflos sei. Und überhaupt wisse man ja gar nicht, wo die Gruppe genau stecke… Aber man ist sehr bemüht und versucht alles, die Geiseln zu retten. Die Suchaktionen beschränkten sich indes immer auf das selbe Gebiet. Wieso fliegt man morgens in Illizin los, um dann jeden Tag am Dünenriegel des Oued Samene wieder kehrt zu machen und direkt nach Illizi zurückzufliegen? Wohl nur dann, wenn man woanders nicht suchen kann/will/soll/braucht… In Wahrheit wurden die Vorbereitungen für die Entführungen, wie später zu erfahren war, bereits Ende 2002 von Einheimischen beobachtet. Warum die nichts gesagt haben? Ich denke, jeder will von so einer Sache profitieren. Da gab es sicher eine Menge Leute, die daran mitverdient haben. Insgesamt: Eine Inszenierung auf der ganzen Linie! Und alles auf Kosten der Individualtouristen!

Wie immer geht es nur um Ressourcen, von deren Besitz die eigene Macht abhängig ist. Schade um diese wunderschöne Reiseregion.

Es wurde Zeit, dass die Dinge mal öffentlich im Fernsehen angesprochen beim Namen genannt wurden.

Viele Grüße

Angelika
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