Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
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- Achim Vogt
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Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
1. Teil: die Vorgeschichte
Dies könnte auch eine Geschichte von Gabriel García Márquez sein: „Die Liebe in den Zeiten von Corona“. Aber sie ist viel mehr: neben der Liebe eine Geschichte vom Wüstenschiff und eine von Reisen in Zeiten von Corona.
Maria, meine libanesische Lebensgefährtin, und ich sind in den vergangenen Monaten durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Die geplante Hochzeit hat sich durch allerlei bürokratische Hindernisse weit verzögert. Geplant war sie für den Februar 2020, inzwischen haben wir den 18. Juni gebucht. Aber dazu kann es nicht mehr kommen, denn inzwischen hat Corona die Welt fest im Griff. Wir müssen zum Standesamt nach Larnaca auf Zypern, weil es im Libanon – übrigens ebenso wie im benachbarten Israel – keine Standesämter, sondern nur religiös geschlossene Ehen gibt. Und inzwischen sind die Flughäfen auf Zypern ebenso geschlossen wie im Libanon.
Aber ein Wechselbad ist es auch, weil dem euphorischen Beginn der Proteste gegen das korrupte Regime der politischen Oligarchen im Libanon das bittere Erwachen einer fulminanten Wirtschafts- und Bankenkrise gefolgt ist, die im März 2020 mit dem Staatsbankrott endet. Geld gibt es keines mehr – und gleichzeitig steigen die Preise ins Uferlose.
Im Juni beschließt die libanesische Regierung erste Lockerungen, sicher auch, um die immer frustriertere Bevölkerung zu beruhigen. Am 1. Juli öffnet der seit Mitte März geschlossene Flughafen wieder, genauso wie im benachbarten Zypern. Und dann geschieht das scheinbare Wunder: Zypern erlaubt die Einreise aus dem Libanon! Kurz entschlossen buchen wir Flüge und den Termin auf dem Standesamt für den 24. Juli. Im Englischen heißt das 24/7 oder übersetzt „ständig“ – viel passender könnte das Datum für uns nicht sein. Am 4. Juli feiern wir mit einem Freund und erfahren beim Abendessen, dass das kurze Glück schon wieder vorbei ist: Zypern hat sich dem Entschluss der EU gebeugt und die Grenzen für Reisende aus dem Libanon – wie zuvor schon Griechenland – wieder geschlossen.
In den kommenden Tagen überlegen wir, was wir tun können. Tunesien taucht als Möglichkeit auf. Als einziges arabisches Land ist es auf der deutschen Positivliste. Aber als wir erfahren, dass wir dafür eine knappe Woche in einem zweitklassigen, von der Regierung bestimmten Hotel auf dem Zimmer hocken müssen, wo kaltes Essen vor die Tür gestellt wird – so schildern es Betroffene – steht unsere Entscheidung schnell fest, dass wir uns darauf nicht einlassen wollen. Honeymoon sieht in unseren Träumen anders aus!
Also muss das Standesamt warten. Stattdessen sprechen wir mit dem jungen Pfarrer in Marias Heimatdorf und verabreden mit ihm für eben jenen 24. Juli zumindest eine kirchliche Zeremonie, wenn schon eine echte kirchliche Hochzeit zu kompliziert ist. Pfarrer Samer geht weit über seine traditionelle Rolle hinaus und beglückt uns mit einer de-facto-Trauung, die im maronitischen Ritus nicht vorgesehen ist. Der erste Schritt ist damit getan. Freunde überraschen uns mit einer spontanen Party. Wir alle haben das vergangene halbe Jahr in weitgehender Isolation und im Wesentlichen miteinander verbracht. Entsprechend ausgelassen ist die Stimmung.
Fortsetzung folgt ...
Viele Grüße
Achim
Dies könnte auch eine Geschichte von Gabriel García Márquez sein: „Die Liebe in den Zeiten von Corona“. Aber sie ist viel mehr: neben der Liebe eine Geschichte vom Wüstenschiff und eine von Reisen in Zeiten von Corona.
Maria, meine libanesische Lebensgefährtin, und ich sind in den vergangenen Monaten durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Die geplante Hochzeit hat sich durch allerlei bürokratische Hindernisse weit verzögert. Geplant war sie für den Februar 2020, inzwischen haben wir den 18. Juni gebucht. Aber dazu kann es nicht mehr kommen, denn inzwischen hat Corona die Welt fest im Griff. Wir müssen zum Standesamt nach Larnaca auf Zypern, weil es im Libanon – übrigens ebenso wie im benachbarten Israel – keine Standesämter, sondern nur religiös geschlossene Ehen gibt. Und inzwischen sind die Flughäfen auf Zypern ebenso geschlossen wie im Libanon.
Aber ein Wechselbad ist es auch, weil dem euphorischen Beginn der Proteste gegen das korrupte Regime der politischen Oligarchen im Libanon das bittere Erwachen einer fulminanten Wirtschafts- und Bankenkrise gefolgt ist, die im März 2020 mit dem Staatsbankrott endet. Geld gibt es keines mehr – und gleichzeitig steigen die Preise ins Uferlose.
Im Juni beschließt die libanesische Regierung erste Lockerungen, sicher auch, um die immer frustriertere Bevölkerung zu beruhigen. Am 1. Juli öffnet der seit Mitte März geschlossene Flughafen wieder, genauso wie im benachbarten Zypern. Und dann geschieht das scheinbare Wunder: Zypern erlaubt die Einreise aus dem Libanon! Kurz entschlossen buchen wir Flüge und den Termin auf dem Standesamt für den 24. Juli. Im Englischen heißt das 24/7 oder übersetzt „ständig“ – viel passender könnte das Datum für uns nicht sein. Am 4. Juli feiern wir mit einem Freund und erfahren beim Abendessen, dass das kurze Glück schon wieder vorbei ist: Zypern hat sich dem Entschluss der EU gebeugt und die Grenzen für Reisende aus dem Libanon – wie zuvor schon Griechenland – wieder geschlossen.
In den kommenden Tagen überlegen wir, was wir tun können. Tunesien taucht als Möglichkeit auf. Als einziges arabisches Land ist es auf der deutschen Positivliste. Aber als wir erfahren, dass wir dafür eine knappe Woche in einem zweitklassigen, von der Regierung bestimmten Hotel auf dem Zimmer hocken müssen, wo kaltes Essen vor die Tür gestellt wird – so schildern es Betroffene – steht unsere Entscheidung schnell fest, dass wir uns darauf nicht einlassen wollen. Honeymoon sieht in unseren Träumen anders aus!
Also muss das Standesamt warten. Stattdessen sprechen wir mit dem jungen Pfarrer in Marias Heimatdorf und verabreden mit ihm für eben jenen 24. Juli zumindest eine kirchliche Zeremonie, wenn schon eine echte kirchliche Hochzeit zu kompliziert ist. Pfarrer Samer geht weit über seine traditionelle Rolle hinaus und beglückt uns mit einer de-facto-Trauung, die im maronitischen Ritus nicht vorgesehen ist. Der erste Schritt ist damit getan. Freunde überraschen uns mit einer spontanen Party. Wir alle haben das vergangene halbe Jahr in weitgehender Isolation und im Wesentlichen miteinander verbracht. Entsprechend ausgelassen ist die Stimmung.
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martin1101
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
Herzliche Gratulation und ....
alles Gute
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
2. Teil: ein überraschender neuer Plan:
Nach zwei Wochenenden mit immer neuen Feiern ist der Alltag wieder eingekehrt. Zehn Tage nach der kirchlichen Zeremonie liege ich im Bett und lese im Wüstenschiff die Neuigkeiten von der Corona-Front. Wie immer freue ich mich unbändig darüber, dass Birgitt mit solcher Beharrlichkeit die Updates postet. Um 20.20 Uhr hat Birgitt ihre tägliche Übersicht ins Netz gestellt. In Beirut ist es Mitternacht. Die Übersicht beginnt mit Argentinien und ich muss an Emil und Liliana Schmid aus der Schweiz denken, die seit mehr als 35 Jahren auf Tour und jetzt seit Monaten in Argentinien im Lockdown sind.
Ich scrolle durch die Meldungen und bleibe eher zufällig bei Malta hängen. Und dann ereilt uns das zweite Wunder: zum ersten Mal, seit ich die Reisehinweise der deutschen Botschaften verfolge, hat die Vertretung in Valletta nicht nur die Deutschen erwähnt, sondern alle Länder aufgelistet, die nach Malta reisen dürfen. Ich traue meinen Augen nicht, als ich das Wort „Libanon“ lese! Es kann doch nicht sein, dass es ein EU-Land gibt, noch dazu eines aus dem Schengen-Raum, das Reisende aus dem Libanon einreisen lässt! Und doch ist es wahr, wie sich am nächsten Morgen bei einem Telefonat mit dem maltesischen Honorarkonsulat in Beirut herausstellt. Warum auch immer – die Entscheidungen in Corona-Zeiten sind nicht immer ergründbar.
Es ist 0.30 Uhr am 4. August und ich beginne sofort, nach Flugverbindungen zu suchen, kann es kaum erwarten, Maria die neueste Variante des Schicksals mitzuteilen. Morgens besprechen wir die Neuigkeiten und beschließen sofort, den Plan in die Tat umzusetzen. Kurz vor Mittag schicke ich Maria eine WhatsApp-Nachricht mit der Warnung, die neueste verrückte Idee nicht sofort an Familie und Freunde hinauszuposaunen: „Wir hatten es so oft, dass es am Ende nicht funktioniert hat“, warne ich vor allzu viel Euphorie. Das Reisebüro, das auf Hochzeiten in Zypern spezialisiert ist, mag es auch nicht glauben: Libanesen dürfen nicht in die EU, lautet ihre Warnung und ich muss die Webseite der maltesischen Regierung zum Beweis schicken.
Später verabreden wir uns zum Sport, treffen uns in unserer Wohnung. Gegen 17.45 Uhr sind wir mit einiger Verspätung auf dem Weg in das Einkaufszentrum, in dem das Fitness-Center eine Filiale hat. Ich beginne mit dem Lauftraining und gehe nach dem Aufwärmen zur Rezeption, um mich nach dem Stand meines Abos zu erkundigen. Es ist 18.08 Uhr, als eine Explosion das Center zum Wanken bringt. Bombe denke ich instinktiv – in Beirut nichts Ungewöhnliches – und gehe in Deckung. Dann erschüttert die zweite verheerende Detonation das Einkaufszentrum in seinen Grundfesten. Sie wird – das stellt sich später heraus – noch in Zypern, 240 Kilometer entfernt, zu hören und zu spüren sein. Die Minuten danach könnten Seiten füllen. Wir gelangen über die Notausgänge aus dem vierten Stock, am völlig verwüsteten Einkaufszentrum vorbei, ins Freie. Angesichts der Zerstörung bin ich sicher, dass es die Shopping Mall direkt erwischt hat. Die Aussage der Botschaft, es sei etwas am Hafen passiert, widerspricht dem nicht. Schließlich hatte es ja zwei Detonationen gegeben.
Es gäbe unendlich viel zu erzählen, aber es soll ja um Liebe und um Reisen gehen. Als wir in unserer verwüsteten Wohnung ankommen – im Wüstenschiff hatte ich dieses Foto bereits gepostet –, bin ich erstmal sprachlos. Dann sickert die Erkenntnis durch, dass die gerade gebuchten Flüge schon wieder Makulatur sind: nicht einmal die Wohnungstür lässt sich mehr abschließen, so zerstört ist alles. So jedenfalls können wir das alles nicht zurücklassen, das ist mir sofort klar.
Die nächsten Tage sind chaotisch. Wir fegen den Scherbenhaufen zuhause zusammen. Das Büro ist noch halbwegs glimpflich davon gekommen. Bei anderen sieht es viel schlimmer aus. Die Kolleginnen und Kollegen sind wohlauf, wenn auch teilweise traumatisiert von all dem Erlebten und Erlittenen. In all dem Chaos gebe ich elf Interviews. Die Wohnungstür kann zum Glück schnell repariert werden. Und damit steht die Entscheidung fest: wir werden reisen, denn auch wenn wir jetzt ein „Haus der offenen Tür sind“, können wir doch die Wohnung zumindest abschließen.
Fortsetzung folgt ...
Viele Grüße
Achim
Nach zwei Wochenenden mit immer neuen Feiern ist der Alltag wieder eingekehrt. Zehn Tage nach der kirchlichen Zeremonie liege ich im Bett und lese im Wüstenschiff die Neuigkeiten von der Corona-Front. Wie immer freue ich mich unbändig darüber, dass Birgitt mit solcher Beharrlichkeit die Updates postet. Um 20.20 Uhr hat Birgitt ihre tägliche Übersicht ins Netz gestellt. In Beirut ist es Mitternacht. Die Übersicht beginnt mit Argentinien und ich muss an Emil und Liliana Schmid aus der Schweiz denken, die seit mehr als 35 Jahren auf Tour und jetzt seit Monaten in Argentinien im Lockdown sind.
Ich scrolle durch die Meldungen und bleibe eher zufällig bei Malta hängen. Und dann ereilt uns das zweite Wunder: zum ersten Mal, seit ich die Reisehinweise der deutschen Botschaften verfolge, hat die Vertretung in Valletta nicht nur die Deutschen erwähnt, sondern alle Länder aufgelistet, die nach Malta reisen dürfen. Ich traue meinen Augen nicht, als ich das Wort „Libanon“ lese! Es kann doch nicht sein, dass es ein EU-Land gibt, noch dazu eines aus dem Schengen-Raum, das Reisende aus dem Libanon einreisen lässt! Und doch ist es wahr, wie sich am nächsten Morgen bei einem Telefonat mit dem maltesischen Honorarkonsulat in Beirut herausstellt. Warum auch immer – die Entscheidungen in Corona-Zeiten sind nicht immer ergründbar.
Es ist 0.30 Uhr am 4. August und ich beginne sofort, nach Flugverbindungen zu suchen, kann es kaum erwarten, Maria die neueste Variante des Schicksals mitzuteilen. Morgens besprechen wir die Neuigkeiten und beschließen sofort, den Plan in die Tat umzusetzen. Kurz vor Mittag schicke ich Maria eine WhatsApp-Nachricht mit der Warnung, die neueste verrückte Idee nicht sofort an Familie und Freunde hinauszuposaunen: „Wir hatten es so oft, dass es am Ende nicht funktioniert hat“, warne ich vor allzu viel Euphorie. Das Reisebüro, das auf Hochzeiten in Zypern spezialisiert ist, mag es auch nicht glauben: Libanesen dürfen nicht in die EU, lautet ihre Warnung und ich muss die Webseite der maltesischen Regierung zum Beweis schicken.
Später verabreden wir uns zum Sport, treffen uns in unserer Wohnung. Gegen 17.45 Uhr sind wir mit einiger Verspätung auf dem Weg in das Einkaufszentrum, in dem das Fitness-Center eine Filiale hat. Ich beginne mit dem Lauftraining und gehe nach dem Aufwärmen zur Rezeption, um mich nach dem Stand meines Abos zu erkundigen. Es ist 18.08 Uhr, als eine Explosion das Center zum Wanken bringt. Bombe denke ich instinktiv – in Beirut nichts Ungewöhnliches – und gehe in Deckung. Dann erschüttert die zweite verheerende Detonation das Einkaufszentrum in seinen Grundfesten. Sie wird – das stellt sich später heraus – noch in Zypern, 240 Kilometer entfernt, zu hören und zu spüren sein. Die Minuten danach könnten Seiten füllen. Wir gelangen über die Notausgänge aus dem vierten Stock, am völlig verwüsteten Einkaufszentrum vorbei, ins Freie. Angesichts der Zerstörung bin ich sicher, dass es die Shopping Mall direkt erwischt hat. Die Aussage der Botschaft, es sei etwas am Hafen passiert, widerspricht dem nicht. Schließlich hatte es ja zwei Detonationen gegeben.
Es gäbe unendlich viel zu erzählen, aber es soll ja um Liebe und um Reisen gehen. Als wir in unserer verwüsteten Wohnung ankommen – im Wüstenschiff hatte ich dieses Foto bereits gepostet –, bin ich erstmal sprachlos. Dann sickert die Erkenntnis durch, dass die gerade gebuchten Flüge schon wieder Makulatur sind: nicht einmal die Wohnungstür lässt sich mehr abschließen, so zerstört ist alles. So jedenfalls können wir das alles nicht zurücklassen, das ist mir sofort klar.
Die nächsten Tage sind chaotisch. Wir fegen den Scherbenhaufen zuhause zusammen. Das Büro ist noch halbwegs glimpflich davon gekommen. Bei anderen sieht es viel schlimmer aus. Die Kolleginnen und Kollegen sind wohlauf, wenn auch teilweise traumatisiert von all dem Erlebten und Erlittenen. In all dem Chaos gebe ich elf Interviews. Die Wohnungstür kann zum Glück schnell repariert werden. Und damit steht die Entscheidung fest: wir werden reisen, denn auch wenn wir jetzt ein „Haus der offenen Tür sind“, können wir doch die Wohnung zumindest abschließen.
Fortsetzung folgt ...
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Achim
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
3. Teil: ein Plan – und die Realität:
Also stehen wir an diesem Freitag am Eincheckschalter der Middle East Airlines und zunächst läuft alles nach Plan. Dann stutzt die Mitarbeiterin und konsultiert ihren Vorgesetzten. Der beratschlagt mit der Zentrale und erklärt uns dann, wir dürften nicht fliegen. Alles ist völlig konfus und erst viel später stellt sich heraus, was passiert ist: Die internationale Vereinigung der Flugreiseveranstalter und Airlines, IATA, hat aufgeschrieben, dass Reisende aus dem Libanon bis mindestens zum 31. August nicht in die EU reisen dürfen. Grundsätzlich ist das richtig, aber – aus welchen Gründen auch immer – das gilt eben nicht für Malta. Nach Birgitts Post im Wüstenschiff haben wir uns natürlich auf den einschlägigen Webseiten der maltesischen Regierung schlau gemacht und zeigen diese auch vor. Aber es hilft alles nichts – wir werden abgewiesen.
Ein paar Stunden später sitzen wir im Café im Stadtteil Badaro, der nicht zerstört ist, beratschlagen und recherchieren. Zum Glück habe ich eine maltesische Freundin, die den Kontakt zur maltesischen Botschaft in Ankara herstellt. Die stellvertretende Botschafterin ist außerordentlich freundlich und bestätigt, dass wir reisen dürfen. „Aber kommen Sie schnell, die Dinge ändern sich täglich!“ Wir buchen ein neues Ticket nach Istanbul, wohin wir auf jeden Fall reisen dürfen und dann ein zweites separates Ticket nach Malta, um wie im Thriller unsere Spuren zu verwischen.
Und es gelingt! Nach einem Zwischenstopp am Bosporus sind wir am Sonntagabend endlich auf Malta und damit einen großen Schritt weiter. Eigentlich müssen wir nun hier zwei Wochen verbringen, damit Maria als Libanesin dann legal nach Deutschland einreisen darf. Zwar hat sie ein Schengen-Visum, aber das zählt in Corona-Zeiten nichts. Unsere einzige Chance ist, zwei Wochen in einem Gebiet geringen Risikos zu verbringen.
Fortsetzung folgt ...
Viele Grüße
Achim
Also stehen wir an diesem Freitag am Eincheckschalter der Middle East Airlines und zunächst läuft alles nach Plan. Dann stutzt die Mitarbeiterin und konsultiert ihren Vorgesetzten. Der beratschlagt mit der Zentrale und erklärt uns dann, wir dürften nicht fliegen. Alles ist völlig konfus und erst viel später stellt sich heraus, was passiert ist: Die internationale Vereinigung der Flugreiseveranstalter und Airlines, IATA, hat aufgeschrieben, dass Reisende aus dem Libanon bis mindestens zum 31. August nicht in die EU reisen dürfen. Grundsätzlich ist das richtig, aber – aus welchen Gründen auch immer – das gilt eben nicht für Malta. Nach Birgitts Post im Wüstenschiff haben wir uns natürlich auf den einschlägigen Webseiten der maltesischen Regierung schlau gemacht und zeigen diese auch vor. Aber es hilft alles nichts – wir werden abgewiesen.
Ein paar Stunden später sitzen wir im Café im Stadtteil Badaro, der nicht zerstört ist, beratschlagen und recherchieren. Zum Glück habe ich eine maltesische Freundin, die den Kontakt zur maltesischen Botschaft in Ankara herstellt. Die stellvertretende Botschafterin ist außerordentlich freundlich und bestätigt, dass wir reisen dürfen. „Aber kommen Sie schnell, die Dinge ändern sich täglich!“ Wir buchen ein neues Ticket nach Istanbul, wohin wir auf jeden Fall reisen dürfen und dann ein zweites separates Ticket nach Malta, um wie im Thriller unsere Spuren zu verwischen.
Und es gelingt! Nach einem Zwischenstopp am Bosporus sind wir am Sonntagabend endlich auf Malta und damit einen großen Schritt weiter. Eigentlich müssen wir nun hier zwei Wochen verbringen, damit Maria als Libanesin dann legal nach Deutschland einreisen darf. Zwar hat sie ein Schengen-Visum, aber das zählt in Corona-Zeiten nichts. Unsere einzige Chance ist, zwei Wochen in einem Gebiet geringen Risikos zu verbringen.
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
4. Teil: Planänderung - wieder einmal
Doch ab jetzt beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Vor allem junge Menschen genießen Malta während ihres Sprachstudiums und feiern nachts. Entsprechend gehen die Zahlen in die Höhe. Die ersten Länder, darunter die Schweiz, stufen Malta als Hochrisiko-Land ein und schließen die Grenzen.
Da erreicht uns aus dem Libanon die Nachricht einer Freundin, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron aus Solidarität nach der Explosion in Beirut die Grenzen für Libanesen geöffnet hat. Kurz entschlossen stornieren wir unseren Flug nach Frankfurt und buchen nach Genf.
Nun ist das mit Genf so eine Sache. Der Flughafen ist ein Unikum, man kann nach Einreise den Schweizer oder den französischen Ausgang nehmen. Aber ganz genau genommen reist man zunächst in der Schweiz ein. Die Rücksprache mit meinem Nachbarn in Beirut, dem Schweizer Konsul im Libanon, ergibt, dass das in der Tat so ist. Es folgt eine längere Recherche im Netz. Ergebnis: der Transit von einem Schengen-Land (Malta) ins nächste (Frankreich) ist durch die Schweiz erlaubt. Wir telefonieren noch mit der französischen Botschaft, die lediglich darauf hinweist, dass wir einen Test machen müssen. Das ist bereits der zweite auf unserer Reise, denn weil wir nicht wussten, wohin uns unsere Reise führen würde, hatten wir bereits vor der Abreise in Beirut noch fix einen Corona-Test gemacht.
Fortsetzung folgt ...
Viele Grüße
Achim
Doch ab jetzt beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Vor allem junge Menschen genießen Malta während ihres Sprachstudiums und feiern nachts. Entsprechend gehen die Zahlen in die Höhe. Die ersten Länder, darunter die Schweiz, stufen Malta als Hochrisiko-Land ein und schließen die Grenzen.
Da erreicht uns aus dem Libanon die Nachricht einer Freundin, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron aus Solidarität nach der Explosion in Beirut die Grenzen für Libanesen geöffnet hat. Kurz entschlossen stornieren wir unseren Flug nach Frankfurt und buchen nach Genf.
Nun ist das mit Genf so eine Sache. Der Flughafen ist ein Unikum, man kann nach Einreise den Schweizer oder den französischen Ausgang nehmen. Aber ganz genau genommen reist man zunächst in der Schweiz ein. Die Rücksprache mit meinem Nachbarn in Beirut, dem Schweizer Konsul im Libanon, ergibt, dass das in der Tat so ist. Es folgt eine längere Recherche im Netz. Ergebnis: der Transit von einem Schengen-Land (Malta) ins nächste (Frankreich) ist durch die Schweiz erlaubt. Wir telefonieren noch mit der französischen Botschaft, die lediglich darauf hinweist, dass wir einen Test machen müssen. Das ist bereits der zweite auf unserer Reise, denn weil wir nicht wussten, wohin uns unsere Reise führen würde, hatten wir bereits vor der Abreise in Beirut noch fix einen Corona-Test gemacht.
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
5. Teil: Überraschend in Annecy, Genf und Straßburg
Nach der Landung in Genf verbringen wir ein paar entspannende Tage bei Freunden auf der französischen Seite. Vom Dörfchen Mornex öffnet sich morgens der Blick auf den Mont Blanc – bei Sonnenschein eine unglaublich schöne Perspektive! Wir genießen stille Tage, zwar nicht in Clichy, aber doch in Mornex und in der wunderschönen Altstadt von Annecy. Dann unternehmen wir den zweiten Transit durch die Schweiz, genießen die Aussicht auf den Genfer See bei einer Kaffeepause mit Freunden und kommen am Abend in Straßburg an.
Ursprünglich hatten wir für das Frühjahr eine Afrika-Reise geplant und unseren Pajero nach Kapstadt verschifft. Der aber geriet wie wir in den Corona-Strudel und wartet jetzt auf uns. Ein Jahr hat die Vorbereitung gedauert – und jetzt sitzen wir völlig ungeplant im Herzen Europas und genießen es, trotz aller Einschränkungen. Vor wenigen Tagen hatten wir überhaupt noch keine Ahnung, dass es uns nach Malta, nach Frankreich und zumindest im Transit in die Schweiz verschlagen würde. Alles ist spontan, zwei Flüge haben wir jetzt schon umbuchen müssen, neue Hotels reserviert und immer wieder die Route geändert.
Fortsetzung folgt ...
Viele Grüße
Achim
Nach der Landung in Genf verbringen wir ein paar entspannende Tage bei Freunden auf der französischen Seite. Vom Dörfchen Mornex öffnet sich morgens der Blick auf den Mont Blanc – bei Sonnenschein eine unglaublich schöne Perspektive! Wir genießen stille Tage, zwar nicht in Clichy, aber doch in Mornex und in der wunderschönen Altstadt von Annecy. Dann unternehmen wir den zweiten Transit durch die Schweiz, genießen die Aussicht auf den Genfer See bei einer Kaffeepause mit Freunden und kommen am Abend in Straßburg an.
Ursprünglich hatten wir für das Frühjahr eine Afrika-Reise geplant und unseren Pajero nach Kapstadt verschifft. Der aber geriet wie wir in den Corona-Strudel und wartet jetzt auf uns. Ein Jahr hat die Vorbereitung gedauert – und jetzt sitzen wir völlig ungeplant im Herzen Europas und genießen es, trotz aller Einschränkungen. Vor wenigen Tagen hatten wir überhaupt noch keine Ahnung, dass es uns nach Malta, nach Frankreich und zumindest im Transit in die Schweiz verschlagen würde. Alles ist spontan, zwei Flüge haben wir jetzt schon umbuchen müssen, neue Hotels reserviert und immer wieder die Route geändert.
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
6. Teil: Willkommen in Deutschland
Am nächsten Tag lasse ich Maria in Metz, da ich noch eine private Angelegenheit erledigen muss. Sonntagmittag bin ich wieder zurück und wir beschließen, wieder einmal alles umzuwerfen und sofort nach Saarbrücken weiterzureisen. Angesichts der rasant steigenden Zahlen in Frankreich habe ich große Sorge, dass das Land am Montagmorgen auf die Liste der Risikogebiete beim Robert-Koch-Institut kommen wird (am 7. September kommt Annecy, wo wir vor ein paar Tagen waren, in der Tat auf die Liste!). Das möchte ich nicht riskieren. Und ab jetzt kann Maria ganz legal in Deutschland einreisen, weil wir inzwischen 14 Tage außerhalb des Libanon verbracht haben. Vom Libanon aus darf sie das derzeit trotz eines mehrjährigen Schengen-Visums nicht.
Wir genießen die nächsten Tage in der deutschen Idylle, besuchen Verwandte und Freunde, treffen Uwe und Geli mit ihrem 2CV in der Nähe von Frankfurt und schließlich Birgitt zum Abendessen in Köln! Natürlich fachsimpeln wir übers Reisen in Corona-Zeiten, aber vor allem freuen wir uns über das unverhoffte Wiedersehen und dass wir überhaupt so weit gekommen sind.
Fortsetzung folgt ...
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Achim
Am nächsten Tag lasse ich Maria in Metz, da ich noch eine private Angelegenheit erledigen muss. Sonntagmittag bin ich wieder zurück und wir beschließen, wieder einmal alles umzuwerfen und sofort nach Saarbrücken weiterzureisen. Angesichts der rasant steigenden Zahlen in Frankreich habe ich große Sorge, dass das Land am Montagmorgen auf die Liste der Risikogebiete beim Robert-Koch-Institut kommen wird (am 7. September kommt Annecy, wo wir vor ein paar Tagen waren, in der Tat auf die Liste!). Das möchte ich nicht riskieren. Und ab jetzt kann Maria ganz legal in Deutschland einreisen, weil wir inzwischen 14 Tage außerhalb des Libanon verbracht haben. Vom Libanon aus darf sie das derzeit trotz eines mehrjährigen Schengen-Visums nicht.
Wir genießen die nächsten Tage in der deutschen Idylle, besuchen Verwandte und Freunde, treffen Uwe und Geli mit ihrem 2CV in der Nähe von Frankfurt und schließlich Birgitt zum Abendessen in Köln! Natürlich fachsimpeln wir übers Reisen in Corona-Zeiten, aber vor allem freuen wir uns über das unverhoffte Wiedersehen und dass wir überhaupt so weit gekommen sind.
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
7. Teil: Vom Schwielowsee nach Zypern!
Allerdings ist der Thriller unserer Corona-Odyssee noch lange nicht zu Ende! Easyjet hat den Flug nach Larnaca gestrichen und wir haben stattdessen mit der Ryanair (das ist mir wegen deren Umgang mit der Belegschaft besonders schwer gefallen) nach Paphos gebucht, weil es mir aus zwei Gründen auf einen Direktflug ankam: zum einen, um das Risiko zu minimieren, zum anderen, weil wir nie wissen, was wegen des Zwischenstopps noch alles an neuen Bedingungen auf uns zukommen kann. Aber nun stellt sich heraus, dass das größte Risiko der zypriotische Einreisebeamte sein könnte. Wir sind sonntags abends in Deutschland eingereist, der Ryanair-Flug geht sonntags morgens. Folglich sind die 14 Tage nicht wirklich voll. Und 14 Tage müssen wir in Deutschland verbringen, weil Frankreich und Malta bei Zypern schon wieder auf der Verbotsliste stehen, während Deutschland noch in der Kategorie A ist. Das bedeutet: kein Test und keine Quarantäne.
Am Ende bleibt uns zeitlich nur eine Option: wir müssen montags mit Aegean über Athen fliegen. Also heißt es wieder einmal zu recherchieren. Und es funktioniert! Wenn wir in Athen nicht übernachten, dürfen wir einreisen, als kämen wir direkt aus Deutschland (würden wir aus Griechenland kommen, müssten wir erneut einen Test machen). Wir buchen. Jetzt ist erstmal wieder Entspannung angesagt. Wir genießen das Berliner Umland mit seinen Seen und treffen liebe Freunde.
Und wieder stehen wir mit einer gewissen Nervosität an einem Eincheckschalter. Schließlich ist es die letzte Etappe vor dem großen Event. Prompt erklärt die Mitarbeiterin, wir bräuchten einen QR-Code für Griechenland. Erst nach langer Diskussion sind wir uns einig, dass wir den im Transit nicht benötigen. Den Cyprus Flight Pass haben wir beantragt und genehmigt bekommen. Es geht los. Der Beamte am Passschalter in Larnaca ist zwar einen Moment verdutzt, als Maria ihren libanesischen Pass vorzeigt, und fragt nach ihrer Aufenthaltserlaubnis. Aber eine Minute später hören wir den ersehnten Laut, als der Stempel aufs Papier knallt. Wir sind im sechsten Land unserer Odyssee angekommen, haben sechs Flüge hinter uns, vier davon ändern müssen, vier Mietwagen benutzt, drei COVID-Tests absolviert und sind seit einem Monat unterwegs. Der Flug von Beirut nach Larnaca dauert mit Rückenwind 20 Minuten …
Fortsetzung folgt ...
Viele Grüße
Achim
Allerdings ist der Thriller unserer Corona-Odyssee noch lange nicht zu Ende! Easyjet hat den Flug nach Larnaca gestrichen und wir haben stattdessen mit der Ryanair (das ist mir wegen deren Umgang mit der Belegschaft besonders schwer gefallen) nach Paphos gebucht, weil es mir aus zwei Gründen auf einen Direktflug ankam: zum einen, um das Risiko zu minimieren, zum anderen, weil wir nie wissen, was wegen des Zwischenstopps noch alles an neuen Bedingungen auf uns zukommen kann. Aber nun stellt sich heraus, dass das größte Risiko der zypriotische Einreisebeamte sein könnte. Wir sind sonntags abends in Deutschland eingereist, der Ryanair-Flug geht sonntags morgens. Folglich sind die 14 Tage nicht wirklich voll. Und 14 Tage müssen wir in Deutschland verbringen, weil Frankreich und Malta bei Zypern schon wieder auf der Verbotsliste stehen, während Deutschland noch in der Kategorie A ist. Das bedeutet: kein Test und keine Quarantäne.
Am Ende bleibt uns zeitlich nur eine Option: wir müssen montags mit Aegean über Athen fliegen. Also heißt es wieder einmal zu recherchieren. Und es funktioniert! Wenn wir in Athen nicht übernachten, dürfen wir einreisen, als kämen wir direkt aus Deutschland (würden wir aus Griechenland kommen, müssten wir erneut einen Test machen). Wir buchen. Jetzt ist erstmal wieder Entspannung angesagt. Wir genießen das Berliner Umland mit seinen Seen und treffen liebe Freunde.
Und wieder stehen wir mit einer gewissen Nervosität an einem Eincheckschalter. Schließlich ist es die letzte Etappe vor dem großen Event. Prompt erklärt die Mitarbeiterin, wir bräuchten einen QR-Code für Griechenland. Erst nach langer Diskussion sind wir uns einig, dass wir den im Transit nicht benötigen. Den Cyprus Flight Pass haben wir beantragt und genehmigt bekommen. Es geht los. Der Beamte am Passschalter in Larnaca ist zwar einen Moment verdutzt, als Maria ihren libanesischen Pass vorzeigt, und fragt nach ihrer Aufenthaltserlaubnis. Aber eine Minute später hören wir den ersehnten Laut, als der Stempel aufs Papier knallt. Wir sind im sechsten Land unserer Odyssee angekommen, haben sechs Flüge hinter uns, vier davon ändern müssen, vier Mietwagen benutzt, drei COVID-Tests absolviert und sind seit einem Monat unterwegs. Der Flug von Beirut nach Larnaca dauert mit Rückenwind 20 Minuten …
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
8. Teil: Am Ziel!
Zum Glück habe ich Freunde auf Zypern, die auch Zeit haben, bei unserer Hochzeit als Trauzeugen mit von der Partie zu sein. So sind wir bei unserem großen Moment nicht ganz alleine. 2.000 bis 3.000 Hochzeitspaare drängeln sich in normalen Jahren im Standesamt von Larnaca – jetzt sind wir die ersten aus dem Libanon seit einem halben Jahr! Die große Dankbarkeit über Birgitts Arbeit, die das alles erst möglich gemacht hat, über das Wüstenschiff, das eine gänzlich unerwartete wüste Reise begründet hat, und die Freude, dass wir wirklich hier sind, paaren sich mit dem Glücksgefühl, dass wir nun „Die Liebe in den Zeiten von Corona“ formal festklopfen können!
Am nächsten Tag sind wir zurück in Beirut, machen unseren vierten Test und fahren nach Hause, wo pünktlich zur Hochzeit die neuen Fenster eingesetzt worden sind.
Viele Grüße aus Beirut
Achim
Zum Glück habe ich Freunde auf Zypern, die auch Zeit haben, bei unserer Hochzeit als Trauzeugen mit von der Partie zu sein. So sind wir bei unserem großen Moment nicht ganz alleine. 2.000 bis 3.000 Hochzeitspaare drängeln sich in normalen Jahren im Standesamt von Larnaca – jetzt sind wir die ersten aus dem Libanon seit einem halben Jahr! Die große Dankbarkeit über Birgitts Arbeit, die das alles erst möglich gemacht hat, über das Wüstenschiff, das eine gänzlich unerwartete wüste Reise begründet hat, und die Freude, dass wir wirklich hier sind, paaren sich mit dem Glücksgefühl, dass wir nun „Die Liebe in den Zeiten von Corona“ formal festklopfen können!
Am nächsten Tag sind wir zurück in Beirut, machen unseren vierten Test und fahren nach Hause, wo pünktlich zur Hochzeit die neuen Fenster eingesetzt worden sind.
Viele Grüße aus Beirut
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botswanadreams
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
Wow, das muss LIEBE sein. Herzlichen Glückwunsch Euch beiden und eine super Zeit in trauter Zweisamkeit.
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Albrecht(Vorname...)
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Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
Achim!
Über‘s Forum vertraut, wenn auch unbekannt, hiermit die allerherzlichsten Glückwünsche für eine langes Eheleben! Der Anfang ist leider keine Garantie für das Ende, aber muy romantico! Sehr sehr cool!
Ich geh ma mit 25 Jahren in die Vorlage. Ist in jedem Falle eine abenteuerliche Reise!
Herzlich
Albrecht
Über‘s Forum vertraut, wenn auch unbekannt, hiermit die allerherzlichsten Glückwünsche für eine langes Eheleben! Der Anfang ist leider keine Garantie für das Ende, aber muy romantico! Sehr sehr cool!
Ich geh ma mit 25 Jahren in die Vorlage. Ist in jedem Falle eine abenteuerliche Reise!
Herzlich
Albrecht
Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
Also die Story ist echt Romanreif und gäbe eine gute Vorlage für eine Verfilmung ab: Roadmovie, Actionthriller und Liebesfilm in einem. Und dann auch noch mit Happy-End.
Alles Gute für Euer Eheleben, was hoffentlich nicht ganz so dramatisch verläuft (es sei denn, Ihr wollt das so)
LG
Rudi
Alles Gute für Euer Eheleben, was hoffentlich nicht ganz so dramatisch verläuft (es sei denn, Ihr wollt das so)
LG
Rudi
Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
Was für eine Geschichte! Herzlichen Glückwunsch!
Ich war der Ehegeschichte ja längere Zeit eher abgeneigt, aber wir haben es vor 2 Jahren (nach über 20 Jahren wilder Ehe) erledigt, natürlich mit unserer Ente
und es war glücklicherweise deutlich unproblematischer.
Und weil ich letzten Winter eher Bock auf Tauchen und Motorradfahren in Asien hatte, steht unser Pajero noch hier und nicht in Südafrika ... aber der Tag wird kommen, da gehts für meinen auch gen Süden, vielleicht trifft man sich ja.
Viele Grüße
abacus
Ich war der Ehegeschichte ja längere Zeit eher abgeneigt, aber wir haben es vor 2 Jahren (nach über 20 Jahren wilder Ehe) erledigt, natürlich mit unserer Ente
Und weil ich letzten Winter eher Bock auf Tauchen und Motorradfahren in Asien hatte, steht unser Pajero noch hier und nicht in Südafrika ... aber der Tag wird kommen, da gehts für meinen auch gen Süden, vielleicht trifft man sich ja.
Viele Grüße
abacus
Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
Eine aufregende Hochzeitsreise, herzlichen Glückwunsch.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Rolf
Re: Liebe, Reisen, Wüstenschiff - eine Corona-Odyssee
Verrueckt und schoen. Herzlichen Glueckwunsch!
Mathilda
Mathilda





