Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Birgitt
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Kuba | Viva la Impfung

Beitrag von Birgitt »

Als einziges Land Lateinamerikas hat Kuba eigene Covid-Impfstoffe entwickelt – und diese sind hochwirksam. Jedoch ruckelt es bei der Produktion ...
Es sind schwere Zeiten in Kuba [...] Doch gleichzeitig bringt just die Covid-Bekämpfung auch die größte Hoffnung. Die auf der Insel selbst entwickelten Impfstoffe [...] „Abdala“ und „Soberana-2“ [...] verwenden die seit Jahrzehnten bei Polio, Tetanus & Co angewandte Methode proteinbasierter Impfstoffe. Im Gegensatz zu den neuartigen mRNA-Impfstoffen [...] ist dies „Old School“-Technologie. Aber sie hat den Vorteil, dass man die Covid-Impfstoffe in den vorhandenen Fabriken herstellen kann, die Nebenwirkungen gut einschätzbar sind, keine extreme Kühlung nötig und die Verabreichung unkompliziert ist. Und sie sind hoch wirksam [...] Dass Kubas Biotech-Sektor mit den sehr begrenzten Ressourcen des Landes die eigene Impfstoffentwicklung so überzeugend gelungen ist, ist nicht weniger als sensationell ...
Viva la Impfung
05.07.2021 - IPG-Journal der FES

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Kuba | Demonstrationen und Proteste

Beitrag von Birgitt »

Der 11. Juli 2021 wird das kubanische Selbstbild unweigerlich prägen. Die historischen Demonstrationen in Kuba zeigen: Die Regierung kann sich den Forderungen der Bevölkerung nicht länger verweigern ...

Taube Ohren
09.08.2021 - IPG-Journal der FES

Gruß
Birgitt
El_Jocho
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Re: Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Beitrag von El_Jocho »

Hallo Birgitt, vielen Dank für Deinen super Reisebericht, bin schwer gespannt, was mich in zwei Wochen erwartet. Komme in zwei Wochen ebenfalls in Holguin an und habe dann 4 Wochen Zeit mit dem Rad nach Havanna zu kommen. Wie habt ihr das gemacht, in Havanna einen Fahrradkarton für den Rückflug zu organisieren? Oder habe ich was überlesen? Bin für jeden Hinweis dankbar! Oder erledigt sich das in Havanna gegen ein paar CUC von selbst?

Vielen Dank und viele Grüße
Joachim
Birgitt
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Re: Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Beitrag von Birgitt »

Hallo Joachim,

Kartonagen waren damals Mangelware auf Kuba. Jede Pappe heiß begehrt. Beim Auspacken unserer Räder in Holguin im Hof von Senora Rosa wartete bereits jemand geduldig bis wir fertig waren, um dann freudestrahlend mit unseren Transportkartons abzuziehen.

Die Tage am Schluss in Havanna haben wir neben dem Sightseeing mit der Suche nach Pappendeckel verbracht. Jedes Stückchen Karton, das wir irgendwo auf der Straße entdeckten, haben wir aufgehoben und mitgenommen. Ich weiß nicht, ob Pappe heute immer noch so knapp ist.

Falls doch, kleiner Tipp:

Steck dir eine Rolle Panzertape und Kabelbinder in unterschiedlichen Größen ins Gepäck. So kannst du für den Rücktransport auch mit kleinen Pappstücken irgendetwas zum Schutz des Fahrrads basteln. Wir waren mit Hilfe des Tapes und der Kabelbinder in der Lage, den Rahmen mit den Kartonfetzen einigermaßen gut zu schützen. Condor hat den Transport damals auch sehr gut abgewickelt. Es war nichts am Rad dran. Vermutlich ist der Fahrradtransport für Condor normales doing.

Das Tape hat sich auch gut bewährt, um die Gepäcktaschen zum Schluss zu verstauen. Wir hatten einen alten Kopfkissenbezug dabei, der ist leicht und stört nicht auf der Radtour. Am Ende der Reise die gefüllten Gepäcktaschen in den Bezug, mit Panzertape den "Sack" gut umwickeln - so braucht man am Airport neben dem Rad nur ein Gepäckstück aufzugeben!

Vielleicht erzählst du uns hinterher mal, wie es war :wink:
Ich würde mich freuen.

Viel Spaß auf Kuba!
Wir fanden es klasse dort!!!

Gruß
Birgitt
El_Jocho
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Re: Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Beitrag von El_Jocho »

Hallo Birgitt, vielen Dank für Deine ausführliche Hilfe. Ich werde es so planen, dass ich 3 Tage vor dem Ablug schon in Havanna bin.Panzertape und Kabelbinder habe ich schon eingepackt. Eure notdürftig verpackten Räder hat Condor also auch mitgenommen, es musste also kein ganzer Karton sein. Ich bin gespannt und lass mich mal überraschen, aber das macht ja den Reiz auch einwenig aus.

Vielen Dank und
viele Grüße

Joachim
Birgitt
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Kuba | Gültigkeit Visum nun 90 Tage

Beitrag von Birgitt »

Joachim hat sich am Ende seiner Tour aus Havanna vom Casa "El Javem" von Emma und Enrique bei mir gemeldet. Er klang begeistert!

Und nun gute Nachrichten für Kuba-Fans:

Kuba stellt - wie touristik aktuell heute meldet - seit dem 1. November 2022 Touristenvisa für 90 Tage statt wie bislang für 30 Tage aus. Darüber hinaus können Besucher ihr Visum einmalig um weitere 90 Tage verlängern.

Gruß
Birgitt
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In Kuba geht das Licht aus ...

Beitrag von Birgitt »

In Kuba ist das veraltete Stromnetz kollabiert. Echte Reformbereitschaft zeigt die nervöse Führung dennoch nicht: Vier Szenarien für die Karibikinsel ...

Bankrott der Unbelehrbaren
25.10.2024 - IPG-Journal der FES

Gruß
Birgitt
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Kuba | Marktöffnung für fremdes Kapital

Beitrag von Birgitt »

Die Wirtschaft des karibischen Inselstaates steckt seit Jahren in der Krise. Auf Besserung hoffend öffnet sich Kuba nun in bisher nicht gekanntem Maße ausländischem Kapital. Die Reaktionen sind verhalten positiv ...

Kuba öffnet seine Märkte für fremdes Kapital
12.12.2025 - DW World


Aktueller Hinweis für Traveller
Kuba kann aktuell mehr als die Hälfte seines Energiebedarfs nicht decken und sieht sich einer akuten Energiekrise gegenüber. Mehrere Kraftwerke sind aufgrund von Schäden oder Renovierungsarbeiten für längere Zeit außer Betrieb; es herrscht chronischer Treibstoffmangel. In der Folge sind im gesamten Land mehrstündige, tägliche Stromabschaltungen die Regel. Quelle: AA, 12.12.2025

Gruß
Birgitt
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Kuba | Flucht nach vorne

Beitrag von Birgitt »

Unter dem Druck der USA öffnet Kuba seine Wirtschaft so weit wie nie. Kommt der Kurswechsel unter dem Damoklesschwert des Ölembargos und einer drohenden US-Intervention zu spät?

Flucht nach vorne
23.06.2026 - IPG-Journal der FES


Aktueller Hinweis für Traveller:
Seit Anfang Juni 2026 sind Zahlungen mit VISA oder Mastercard in Kuba nicht mehr möglich.

Bereits seit Anfang Februar 2026 können Flugzeuge aus dem Ausland in Kuba nicht mehr aufgetankt werden. Viele Airlines haben ihren Flugbetrieb reduziert oder ausgesetzt. Eine direkte Ausreisemöglichkeiten nach Europa (mit Tankstopp) besteht nur noch mit wenigen Anbietern. Hotels wurden geschlossen oder bieten nur noch eingeschränkten Service. Es muss jederzeit mit weiteren, auch kurzfristigen Einschränkungen gerechnet werden.

Im gesamten Land, auch in der Hauptstadt Havanna, gibt es seit Monaten täglich nur stundenweise Strom. Dadurch erfolgt auch die Versorgung mit Leitungswasser nur noch eingeschränkt. Die Lebensmittelversorgung, auch in Devisenläden, ist begrenzt. Öffentlicher Nahverkehr, Straßenbeleuchtung, Ampeln, Geldautomaten, Kommunikations- und Sicherheitssysteme sind bereits stark eingeschränkt oder fallen aus. In der Folge kommt es immer wieder zu vereinzelten Protestaktionen der Bevölkerung. Quelle: AA

Gruß
Birgitt
Ferdinand1
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Re: Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Beitrag von Ferdinand1 »

Hallo Birgitt,

komme gerade von eine 2 1/2 wöchigen "Reise" aus Cuba zurück, geplant waren 5. Soll ich meinen Bericht an Deinen anhängen? Ich fände es sinnvoller, als einen neuen anzufangen.
Kurz Cuba: Es gibt nix mehr, kein Leitungswasser, Strom, Transport, Ärzte, Lehrer oder Staat - oder was wir uns so von einem Staat/Land vorstellen. An Fidéls Grab in Santiago salutierte ein Armeetrüppchen noch alle halbe Stunde (bei Tageslicht).
Es war meine erste Reise, die ich frühzeitig abgebrochen habe und die 5. in Cuba.

Ferdi
Ferdinand1
Beiträge: 138
Registriert: Mi 25. Sep 2024, 17:58

Re: Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Beitrag von Ferdinand1 »

Ergänzung zu Birgitts Kuba-Bericht:

Aus geplanten 5 wurden 2 1/2 Wochen, und dies nur als Ersatz für eine Iranreise, zu bombig dort:-)

Ankunft mit dem einzigen Flieger der 5x die Woche von Europa aus noch direkt nach Kuba (Havanna) fliegt. Stromausfall in vielen Stadtteilen. Stromausfall? Besser, es gab noch Strom in manchen Ecken.

Gleich einen Bus (später habe ich erfahren, dass es der einzige ist) nach Santiago erwischt.

Da wollte ich hin, der (früheren) Musikkultur wegen (Buena Vista Social Club), die 24h Fahr- (besser, Steh-) zeit durch dunkle Städte, nicht geerntete Zuckerrohrfelder problemlos, motorisierten Gegenverkehr gab es nicht.

Mittagspause bei Ciego de Ávila.jpg

Santiago bei Nacht, dunkel, Unterkunft beim (Bus-)bahnhof gefunden.

Parque Cespedes am Morgen, etwas launische Musik.

ParqueCespedes.jpg
Erster Morgen in Santiago.jpg

Nach zwei Tagen Richtung ehem. Strand von Siboney aufgemacht (Hurrican Sandy hat den sandy beach und fast alle Palmen weggefegt). Haialarm am ersten bis zum dritten Tag.

Siboney.jpg

Zurück in Santiago, kein Leitungswasser mehr, Strom nur noch ein einziges Mal nachts für ein paar Stunden, Verbrennungsmotorverkehr nun null.

Der chinesische Reisfrachter liegt immer noch (als einziges Schiff, seit Wochen) im riesigen Hafen, beladen mit dem Monatsbedarf Kubas, der in handlichen Portionen entladen/beklaut wird.

Strand von BuenCabón, schön ruhig, sehr nette Menschen, die kennen seit 6 Jahren nichts anderes als keinen Strom und kein fließend Wasser, Telefon ab und zu mal (über Ami 3G-Netz-UMTS, LTE-4G ist abgeschaltet, weil es zuviel Strom braucht, der zu 99% auf Erdöl basierte - 1% früher, jetzt 100% aus PV mit Batterie - die Energie- und Verkehrswende hat Kuba dank "Trump" in nicht mal einem Jahr geschafft, da könnte sich Europa eine Scheibe der dort nicht mehr vorhandenen "Salami" abschneiden). Nach zwei Tagen zurück nach Santiago mit Pferdekutsche. Jetzt gibt es nichts mehr dort - außer Müllhaufen, Bettler und Schnorrer.

Gleich wieder weg nach LaCaleta, "Sandy"-zerstört, zurück zum "Traumstrand" BuenCabón, um ein paar Tage dem Elend entfliehen.

Schwein gehabt.jpg

"Moros y Cristianos", das Lieblingsgericht Kubas jetzt ohne Mohren - schwarze (oder anderstfarbige Bohnen) gibt es nicht mehr. Das komplette Lebensmittelkartensystem existiert nicht mehr, nur noch Schwarzmarkt mit meist geklauten Produkten. Krankenhäuser haben zwar noch Pflegepersonal, aber die Ärzte sind in Brasilien, USA, Europa.

Hummer_gips.jpg

Zurück in Santiago, Fluchtflug nach Santo Domingo und von dort nach FRA gebucht und zwei Tage später zu Fuß zum Flugplatz gelatscht.

Morgenspaziergang zum Flugplatz.jpg
Abflug.jpg

Das ursprüngliche Ziel, von Santiago aus mich langsam nach Havanna zu bewegen (800-1.000km je nach Route) habe ich aufgegeben, dank der ungenügenden Reichweite meiner Beine und der der Pferdefuhrwerke. Da haben es Birgitt mit dem Fahrrad vor 11 Jahren und ich vor 13 mit einem Mietwagen besser erwischt - welcome to the U.S.A.!

Gruß
Ferdi

Und bye-bye Fidél, Friedhof Santa Ifigenia in Santiago mit "Ehrenparade" alle halbe Stunde noch (bei Tageslicht)

Friedhof Santa Ifigenia.jpg

Links und Artikel (die erst während meines Aufenthaltes auf Kuba erschienen sind)

Die Donroe-Doktrin und der Weg zur Rekolonialisierung (Nachrichtenpool Lateinamerika, npla.de)
Karibikinsel in der Krise: USA verhängen neue Sanktionen gegen Kuba (taz.de)*
USA verschärfen Sanktionen gegen Kuba (Badische Zeitung, hinter Paywall)*


Kreisende (Truthahn-)Geier über Fidéls Grab - Hasta la Victoria - siempre!

Aufm Friedhof, wo auch Fidel liegt.jpg


ADMIN-NOTE:   *) Aus Lizenzgründen PDFs entfernt und durch Links auf ihre Quellen ersetzt.

Ferdinand1
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Re: Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Beitrag von Ferdinand1 »

Hallo Daniel,

die "links" funzen teilw. nur mit Zugang und die sind ja gar nicht da für Wüschis da. Die "Taz" -Artikel sind für alle umsonst zu lesen:

https://taz.de/Inselstaat-in-demografis ... 29&s=kuba/
https://taz.de/Karibikinsel-in-der-Kris ... 62&s=kuba/

Die sind mit "anklicken" "diesmal nicht" zu lesen.

LG Ferdi
°Daniel
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Re: Kuba - Mit dem Fahrrad ... Viva la revolución !

Beitrag von °Daniel »

Hi Ferdi,

daher habe ich die PDFs auch durch die Quellen-Links zu den Originalen ersetzt, statt einfach zu löschen:
  • Bei der taz kann nun jeder das Orignal lizenzrechtlich korrekt (und kostenfrei) nachlesen.
  • Bei der Badischen Zeitung kann sich jeder selbst überlegen, ob einem die Neugier den Kaufpreis wert ist.
Ich muss mir so jedenfalls keine Gedanken machen, ob eine Lizenz-Abmahnung kommt und wie ich die Kosten an DIch weiter leite.

Auch wenn ein Artikel frei verfügbar zu lesen ist, so ist die Lizenz der taz-Veröffentlichungen keine im Sinne der „freien Lizenzen“, die eine öffentliche Reproduktion erlauben und oft bewusst befürworten (Beispiel: die GFDL).
EIne private eigene Kopie kann Dir nach deutschem Recht natürlich keiner verwehren. Diese darf nur nicht öffentlich bereitgestellt werden.

Copyright der taz ist "© Alle Rechte vorbehalten"
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Ich denke, man sollte es respektieren, dass eine Zeitschrift sich traut, ihren kompletten Inhalt kostenfrei zum lesen zu geben und darauf vertraut, dass die Leser fair sind und freiwillig was zahlen. Je nach Abo bekommt man dann noch ein paar Goodies, was aber nichts mit einer Paywall gemein hat.

Aus meiner SIcht: Hut ab für die taz!

Gruß,
°Daniel
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