Polen | Ohne Plan und Ziel ... Ein Roadtrip durch den Süden
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Birgitt
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Polen | Kleinpolen - Übernachtung in Oswiecim
Weiter geht es Richtung Osten, in die Woiwodschaft Kleinpolen. Am späten Nachmittag erreichen wir Oświęcim. Eigentlich eine hübsche kleine Stadt ... eigentlich ...
... wenn der Ort nicht so einen unsäglich bitteren Beigeschmack hätte. Wir sind in Auschwitz.
Hier übernachten wir. So haben wir morgen ausreichend Zeit, die Gedenkstätte zu besichtigen. Im Hotel Dąbrowski am östlichen Stadtrand finden wir ein ruhiges Zimmer, und leckeres Essen gibt es hier auch: Hotel Dąbrowski - booking.com / Hotel Dąbrowski - Website
"Antysemityzm jest grzechem przeciwko Bogu i ludzkości".
Antisemitismus ist eine Sünde gegen Gott und die Menschheit, mahnt Papst Johannes Paul II. von einer Hauswand.
... wenn der Ort nicht so einen unsäglich bitteren Beigeschmack hätte. Wir sind in Auschwitz.
Hier übernachten wir. So haben wir morgen ausreichend Zeit, die Gedenkstätte zu besichtigen. Im Hotel Dąbrowski am östlichen Stadtrand finden wir ein ruhiges Zimmer, und leckeres Essen gibt es hier auch: Hotel Dąbrowski - booking.com / Hotel Dąbrowski - Website
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Birgitt
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Polen | Kleinpolen - Besuch des Museums Auschwitz - Birkenau
Für den Besuch des Museums Auschwitz und Birkenau sollte ein halber Tag eingeplant werden. Geführte Touren mit einer Gruppenstärke bis 20 Personen werden in verschiedenen Sprachen angeboten. Tickets sind mindestens einen Monat im voraus online zu buchen unter: Memorial and Museum Auschwitz-Birkenau. Wir hatten Glück und haben uns gestern noch eine deutsche Führung für den Vormittag sichern können.
Im Eingangsbereich herrscht ein Andrang wie auf einem Airport. Mit vergleichbaren Sicherheits-Kontrollen. Wir fragen uns, wieviel hier erst an normalen Tagen los sein mag, wenn es keine pandemiebedingten Reisebeschränkungen gibt ...
Nach der Sicherheitsschleuse erhält jeder gut sichtbar einen Sticker mit seiner gewählten Sprache auf die Brust, wird mit Headset ausgerüstet und seiner Gruppe zugewiesen
Es regnet. Das Wetter heute passt zu diesem traurigen Ort
Unsere Begleiterin versucht uns das Unfassbare nahe zu bringen
Es ist nicht zu begreifen, wozu Menschen fähig sind
Zum Mahnmal aufgetürmt liegen in den Baracken bergeweise abgeschnittene Haare, Schuhe
Taschen und Koffer. Einer gehörte Waisenkind Nr. 615 ...
Wir verlassen Lager Auschwitz I
Ein Shuttlebus bringt uns nach Auschwitz II, Birkenau
Endstation
Für die meisten Inhaftierten gab es kein Zurück. Ihre Reise endete hier
Rund 1,5 Millionen Menschen haben in Auschwitz - Birkenau ihr Leben verloren
Im Eingangsbereich herrscht ein Andrang wie auf einem Airport. Mit vergleichbaren Sicherheits-Kontrollen. Wir fragen uns, wieviel hier erst an normalen Tagen los sein mag, wenn es keine pandemiebedingten Reisebeschränkungen gibt ...
Nach der Sicherheitsschleuse erhält jeder gut sichtbar einen Sticker mit seiner gewählten Sprache auf die Brust, wird mit Headset ausgerüstet und seiner Gruppe zugewiesen
Es regnet. Das Wetter heute passt zu diesem traurigen Ort
Unsere Begleiterin versucht uns das Unfassbare nahe zu bringen
Es ist nicht zu begreifen, wozu Menschen fähig sind
Zum Mahnmal aufgetürmt liegen in den Baracken bergeweise abgeschnittene Haare, Schuhe
Taschen und Koffer. Einer gehörte Waisenkind Nr. 615 ...
Wir verlassen Lager Auschwitz I
Ein Shuttlebus bringt uns nach Auschwitz II, Birkenau
Endstation
Für die meisten Inhaftierten gab es kein Zurück. Ihre Reise endete hier
Rund 1,5 Millionen Menschen haben in Auschwitz - Birkenau ihr Leben verloren
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Birgitt
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Polen | Kleinpolen - Besuch der Schindler Factory in Krakau
Nächster Stop: Krakau. Im Stadtteil Podgórze sind auf der ul. Lwowska gerade stylische Apartments im Angebot. Mit Tiefgaragenplatz
Lwowska 1 - booking.com / Lwowska 1 - Website
Podgórze ist die ideale Base für uns. Abseits vom Trubel, aber zentral genug, um alles zu Fuß zu erkunden. Und eine Straßenbahnhaltestelle gibt es auch in unmittelbarer Nähe.
Hier in Podgórze, gleich am Rand der ul. Lwowska, befand sich von 1941 bis 1943 das Jüdische Ghetto. Und hier in Podgórze steht auch die ehemalige Emaille-Fabrik von Oskar Schindler. Viele werden die Geschichte dazu aus Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" kennen. Der Film wurde allerdings nicht auf dem Gelände des Ghettos, sondern im unmittelbar nördlich angrenzenden Stadtteil Kazimierz gedreht.
Auch wenn der Deutschlandfunk meint: "Zu viel Inszenierung?" wollen wir uns unser eigenes Urteil bilden. Wir besichtigen ganz unvoreingenommen Fabryka Schindlera, The Schindler Factory, das Oskar-Schindler-Museum
Auf mehreren Etagen werden wir mit Hilfe von Dokufilmen, Archivfotos und O-Tönen in die Zeit des besetzten Krakaus katapultiert
Das Museum zeigt eindrücklich den Alltag der Juden und das Schicksal der Bewohner. Viele von ihnen arbeiteten als billige Zwangsarbeiter in der Fabrik von Oskar Schindler
Verordnungen, Anordnungen ... das Leben wird für die jüdische Bevölkerung härter und schwieriger
Durchsuchungen, Deportationen ...
Das Symbol der Vernichtung überall
Obwohl NSDAP-Mitglied, setzte Oskar Schindler alles daran, "seinen" 1.200 Juden das Leben zu retten. Er konnte ihren "kriegsnotwendigen" Arbeitseinsatz begründen und ließ sie zuletzt ins ebenfalls deutschbesetzte Mähren bringen, wo er eine weitere Fabrik besaß (Text: DuMont)
Die Geretteten sorgten 1945 dafür, dass Schindler ein normales Leben führen konnte. Erst in Argentinien, später in Deutschland. Nach seinem Tod wurde er 1974 in Jerusalem begraben (Text: DuMont)
Zu viel Inszenierung? Wir finden nicht. Wir sind nachhaltig beeindruckt.
Podgórze ist die ideale Base für uns. Abseits vom Trubel, aber zentral genug, um alles zu Fuß zu erkunden. Und eine Straßenbahnhaltestelle gibt es auch in unmittelbarer Nähe.
Hier in Podgórze, gleich am Rand der ul. Lwowska, befand sich von 1941 bis 1943 das Jüdische Ghetto. Und hier in Podgórze steht auch die ehemalige Emaille-Fabrik von Oskar Schindler. Viele werden die Geschichte dazu aus Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" kennen. Der Film wurde allerdings nicht auf dem Gelände des Ghettos, sondern im unmittelbar nördlich angrenzenden Stadtteil Kazimierz gedreht.
Auch wenn der Deutschlandfunk meint: "Zu viel Inszenierung?" wollen wir uns unser eigenes Urteil bilden. Wir besichtigen ganz unvoreingenommen Fabryka Schindlera, The Schindler Factory, das Oskar-Schindler-Museum
Auf mehreren Etagen werden wir mit Hilfe von Dokufilmen, Archivfotos und O-Tönen in die Zeit des besetzten Krakaus katapultiert
Das Museum zeigt eindrücklich den Alltag der Juden und das Schicksal der Bewohner. Viele von ihnen arbeiteten als billige Zwangsarbeiter in der Fabrik von Oskar Schindler
Verordnungen, Anordnungen ... das Leben wird für die jüdische Bevölkerung härter und schwieriger
Durchsuchungen, Deportationen ...
Das Symbol der Vernichtung überall
Obwohl NSDAP-Mitglied, setzte Oskar Schindler alles daran, "seinen" 1.200 Juden das Leben zu retten. Er konnte ihren "kriegsnotwendigen" Arbeitseinsatz begründen und ließ sie zuletzt ins ebenfalls deutschbesetzte Mähren bringen, wo er eine weitere Fabrik besaß (Text: DuMont)
Die Geretteten sorgten 1945 dafür, dass Schindler ein normales Leben führen konnte. Erst in Argentinien, später in Deutschland. Nach seinem Tod wurde er 1974 in Jerusalem begraben (Text: DuMont)
Zu viel Inszenierung? Wir finden nicht. Wir sind nachhaltig beeindruckt.
Re: Polen | Ohne Plan und Ziel ... Ein Roadtrip durch den Süden
Danke Birgitt fürs Mitnehmen ins Nachbarland. Man muss nicht immer weit reisen, um die Welt zu sehen ...
Ciao, Carlo
Ciao, Carlo
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Birgitt
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Polen | Kleinpolen - Die Altstadt von Krakau
Raus aus dem besetzten Krakau von damals und hinein in das lebendige Krakau von heute.
Wir starten unseren Spaziergang am Barbakane im Norden der Altstadt, dem Herzstück der Befestigungsanlagen, die vor 200 Jahren die gesamte Altstadt umfassten. In den Parkanlagen des Barbakane versucht Jan Alojzy Matejko, der bedeutendste Historienmaler Polens, möglichst nicht aus dem Rahmen zu fallen
Krakau hatte das Glück, im zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört zu bleiben. Die architektonische Fülle mit den prächtigen Renaissance-, Gotik- und Barockbauwerken war Grund genug, dass Kraków als eine der ersten Städte Europas 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Das monumentale Theater von Juliusz Słowacki
davor auf dem Parkplatz schön arrangiert die Weltzeit
Der Rynek mit dem Krakauer Rathausturm und den Tuchhallen
Die Krakauer Tuchhallen wurden im Mittelalter auf Veranlassung von König Kasimir dem Großen errichtet. Die überdeckten Gebäude mit ihren Tunnelgewölben dienten dem Handel mit englischen und flämischen Tuchen, wonach die Hallen ihren Namen erhielten. Nachts lieferten Pferdefuhrwerke neue Waren in die enge Passage zwischen den Krämerläden; die Seiteneingänge waren zum Schutz vor Dieben mit Metallgittern versperrt ... mehr bei Wiki .
Die Zeit, dass hier edle Tuchwaren gehandelt wurde, ist lange vorbei. Heute wird hier alles angeboten, was Polen an Souvenirs auf Lager hat. Vom Bernsteinschmuck über Trachtenaccessoires, Spitzen, Keramik und dem überflüssigsten Kitsch
Schnell wieder raus hier
Unter den Tuchhallen befindet sich Rynek Underground. Das unterirdische Zentralmuseum hat großartige Kritiken und soll auf spektakuläre Weise Krakaus Geschichte inszenieren. Flache Plexiglas-Pyramiden sorgen vom Marktplatz für den nötigen Lichteinfall. Wir verzichten auf das Erlebnis unter Tage. Uns ist es hier in Pandemiezeiten etwas zu trubelig.
Der Marktplatz vor der Marienkirche ist fast so taubenlastig wie der Markusplatz in Venedig
Die Tiere werden von den Krakauern liebevoll umsorgt und versorgt, denn sie wissen um ihre wahre Identität. Es sind ihre verzauberten Ritter! Als im 13. Jahrhundert Heinrich der Gerechte den Herzogsthron bestieg, beschloss er, alle Gebiete des Herzogtums unter seinem Zepter zu vereinigen und sich zum König krönen zu lassen. Da er jedoch nicht über entsprechende Geldmittel verfügte, half ihm eine Hexe, die seine Ritter als Pfand in Tauben verzauberte. Diese flogen zur Marienkirche und begannen, aus der Kirchenmauer Steine zu picken. Bevor die Steine zu Boden fielen, verwandelten sie sich in Goldmünzen. Der Herzog nahm das Gold und begab sich nach Rom, um sich der Unterstützung des Papstes für seine Krönung zu versichern. Doch auf dem Weg dorthin verprasste der Herzog sein gesamtes neugewonnenes Vermögen und erreichte weder Rom, noch kehrte er je wieder nach Krakau zurück. (Quelle: Kraków Travel und DuMont)
Was wäre eine Altstadt ohne Kutschfahrt? Die reich geschmückten Fiaker sind fester Bestand der Krakauer Altstadt. Gleich neben der Marienkirche starten die Stadtrundfahrten
Kreuzweg im versteckten kirchlichen Hinterhof
Mitgliederschwund scheint in Polens christlicher Gemeinschaft kein Thema zu sein. Corona unter Gottes Obhut vermutlich auch nicht, denn die Gesänge sind weithin zu hören
Verträumter Innenhof eines der zahlreichen Paläste
Eines der unzähligen hübschen Restaurants auf dem Weg
Stylische Passagen teils unter Tage
Street Music mit Andy Grabowski, Krakaus wohl berühmtestem Straßenmusiker. Zu finden sind er und sein Cello meist auf dem Platz vor der St.-Peter-und-Paul-Kirche
Bei YouTube findet sich einiges von ihm
"Aufstieg" zum Wawelplateau
mit der Wawelburg (übrigens das erste UNESCO-Weltkulturerbe der Welt!), dem Königsschloss und der Stanislaus-Wenzel-Kathedrale
Wir starten unseren Spaziergang am Barbakane im Norden der Altstadt, dem Herzstück der Befestigungsanlagen, die vor 200 Jahren die gesamte Altstadt umfassten. In den Parkanlagen des Barbakane versucht Jan Alojzy Matejko, der bedeutendste Historienmaler Polens, möglichst nicht aus dem Rahmen zu fallen
Krakau hatte das Glück, im zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört zu bleiben. Die architektonische Fülle mit den prächtigen Renaissance-, Gotik- und Barockbauwerken war Grund genug, dass Kraków als eine der ersten Städte Europas 1978 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Das monumentale Theater von Juliusz Słowacki
davor auf dem Parkplatz schön arrangiert die Weltzeit
Der Rynek mit dem Krakauer Rathausturm und den Tuchhallen
Die Krakauer Tuchhallen wurden im Mittelalter auf Veranlassung von König Kasimir dem Großen errichtet. Die überdeckten Gebäude mit ihren Tunnelgewölben dienten dem Handel mit englischen und flämischen Tuchen, wonach die Hallen ihren Namen erhielten. Nachts lieferten Pferdefuhrwerke neue Waren in die enge Passage zwischen den Krämerläden; die Seiteneingänge waren zum Schutz vor Dieben mit Metallgittern versperrt ... mehr bei Wiki .
Die Zeit, dass hier edle Tuchwaren gehandelt wurde, ist lange vorbei. Heute wird hier alles angeboten, was Polen an Souvenirs auf Lager hat. Vom Bernsteinschmuck über Trachtenaccessoires, Spitzen, Keramik und dem überflüssigsten Kitsch
Schnell wieder raus hier
Unter den Tuchhallen befindet sich Rynek Underground. Das unterirdische Zentralmuseum hat großartige Kritiken und soll auf spektakuläre Weise Krakaus Geschichte inszenieren. Flache Plexiglas-Pyramiden sorgen vom Marktplatz für den nötigen Lichteinfall. Wir verzichten auf das Erlebnis unter Tage. Uns ist es hier in Pandemiezeiten etwas zu trubelig.
Der Marktplatz vor der Marienkirche ist fast so taubenlastig wie der Markusplatz in Venedig
Was wäre eine Altstadt ohne Kutschfahrt? Die reich geschmückten Fiaker sind fester Bestand der Krakauer Altstadt. Gleich neben der Marienkirche starten die Stadtrundfahrten
Kreuzweg im versteckten kirchlichen Hinterhof
Mitgliederschwund scheint in Polens christlicher Gemeinschaft kein Thema zu sein. Corona unter Gottes Obhut vermutlich auch nicht, denn die Gesänge sind weithin zu hören
Verträumter Innenhof eines der zahlreichen Paläste
Eines der unzähligen hübschen Restaurants auf dem Weg
Stylische Passagen teils unter Tage
Street Music mit Andy Grabowski, Krakaus wohl berühmtestem Straßenmusiker. Zu finden sind er und sein Cello meist auf dem Platz vor der St.-Peter-und-Paul-Kirche
Bei YouTube findet sich einiges von ihm
"Aufstieg" zum Wawelplateau
mit der Wawelburg (übrigens das erste UNESCO-Weltkulturerbe der Welt!), dem Königsschloss und der Stanislaus-Wenzel-Kathedrale
Re: Polen | Kleinpolen - Die Altstadt von Krakau
Hallo Birgitt,

Ciao, Carlo
Wir waren 2019 vor Corona im Rynek Underground, war ganz interessant, besonders die Geschichte der Gräber. Bilder habe ich keine gemacht, es war dort einfach zu dunkelBirgitt hat geschrieben: ↑Sa 6. Mär 2021, 18:45Unter den Tuchhallen befindet sich Rynek Underground. Das unterirdische Zentralmuseum hat großartige Kritiken und soll auf spektakuläre Weise Krakaus Geschichte inszenieren. Flache Plexiglas-Pyramiden sorgen vom Marktplatz für den nötigen Lichteinfall. Wir verzichten auf das Erlebnis unter Tage. Uns ist es hier in Pandemiezeiten etwas zu trubelig.
Ciao, Carlo
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Birgitt
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Polen | Krakau - Das jüdische Viertel Kazimierz
Hallo Carlo,
Rynek Underground hat uns auch sehr gereizt. Wir müssen nach Corona unbedingt nochmal hin
Nun gehts südlich des Wawel nach Kazimierz, Krakaus ehemaligem jüdischen Viertel. Heute ist Kazimierz ein angesagter, hipper und kreativer Stadtteil mit schön restaurierten Synagogen
coolen Murals
ausgefallenen Geschäften, Galerien und Vintage-Modeläden.
Wir laufen vorbei an trendigen Cocktailbars und schrägen Kneipen
an Cafés mit verführerischen Torten und quietschebunten Eisdielen. Ohne Lody - d.h. Eiscreme - läuft sowieso gar nichts in Polen
Für den kleinen (und großen) Hunger zwischendurch gibts leckere Zapiekanki. Zapiekanka ist ein polnischer Kult-Snack, vergleichbar mit dem französischen Croque. Das Zapiekanki-Mekka in Krakau ist der Plac Nowy in Kazimierz, an dem sich Imbissbude an Imbissbude reiht. Ganz besonders beliebt ist der Stand von Endzior
Die ul. Mostowa mit ihren vielen kleinen Restaurants
führt geradewegs zur Wisła, wie die Weichsel auf polnisch heißt. Die 2010 erbaute zweigeteilte Vater-Ojca-Bernatka-Brücke - eine Seite für Fußgänger, die andere für Radfahrer - führt von Kazimierz in "unseren" Stadtteil Podgorze und ist ein absolutes must-see in Krakau!
Und das nicht wegen den Massen an Liebesschlössern, die es ja mittlerweile inflationär an nahezu allen Brücken der Welt gibt, sondern wegen der akrobatischen und beweglichen Kunstaustellung, die frei über unseren Köpfen zu schweben scheint
Ganz besonders schön anzusehen bei Nacht
Rynek Underground hat uns auch sehr gereizt. Wir müssen nach Corona unbedingt nochmal hin
Nun gehts südlich des Wawel nach Kazimierz, Krakaus ehemaligem jüdischen Viertel. Heute ist Kazimierz ein angesagter, hipper und kreativer Stadtteil mit schön restaurierten Synagogen
coolen Murals
ausgefallenen Geschäften, Galerien und Vintage-Modeläden.
Wir laufen vorbei an trendigen Cocktailbars und schrägen Kneipen
an Cafés mit verführerischen Torten und quietschebunten Eisdielen. Ohne Lody - d.h. Eiscreme - läuft sowieso gar nichts in Polen
Für den kleinen (und großen) Hunger zwischendurch gibts leckere Zapiekanki. Zapiekanka ist ein polnischer Kult-Snack, vergleichbar mit dem französischen Croque. Das Zapiekanki-Mekka in Krakau ist der Plac Nowy in Kazimierz, an dem sich Imbissbude an Imbissbude reiht. Ganz besonders beliebt ist der Stand von Endzior
Die ul. Mostowa mit ihren vielen kleinen Restaurants
führt geradewegs zur Wisła, wie die Weichsel auf polnisch heißt. Die 2010 erbaute zweigeteilte Vater-Ojca-Bernatka-Brücke - eine Seite für Fußgänger, die andere für Radfahrer - führt von Kazimierz in "unseren" Stadtteil Podgorze und ist ein absolutes must-see in Krakau!
Und das nicht wegen den Massen an Liebesschlössern, die es ja mittlerweile inflationär an nahezu allen Brücken der Welt gibt, sondern wegen der akrobatischen und beweglichen Kunstaustellung, die frei über unseren Köpfen zu schweben scheint
Ganz besonders schön anzusehen bei Nacht
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Polen | Ohne Plan und Ziel ... Korony, Korona, Corona ...
Zurück in Podgorze. Das aktuelle Dauerbrennerthema holt uns wieder ein
und verfolgt uns auch hier - mehr oder weniger
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Polen | Kleinpolen - UNESCO-Kreuzweg in Kalwaria Zebrzydowska
Corona ... Wir werfen einen Blick auf die Corona-Ampel
und in die Landkarte. Zu gerne würden wir noch die Salzmine "Wieliczka" besuchen. Das Salzbergwerk liegt nur 11 km entfernt von Krakau. Aber das Pandemiegeschehen hält uns davon ab. Die Zahlen steigen auch hier in Polen langsam aber stetig, und alles, was unter Tage ist, verkneifen wir uns. Superschade, denn das Bergwerk zählt seit 1978 zum Weltkulturerbe der UNESCO und beherbergt eine der unterirdischen Salzkathedralen der Welt: die Kapelle der Seligen Kinga. Das Pendant dazu hatten wir uns damals in Kolumbien angesehen: die spektakuläre Catedral de Sal in Zipaquirá.
Alternative? Die ist schnell gefunden
denn Polen hat so einige UNESCO-Schmuckstücke auf Lager. Krakau lassen wir im leichten Nieselregen hinter uns, sämtliches Gepäck ist an Bord, und eine halbe Autostunde später parken wir vor dem Bernhardinerkloster in Kalwaria Zebrzydowska
Ein UNESCO-Hinweis begrüßt uns auf dem "Kalvarienberg des Herrn Zebrzydowska"
Der hier startende Kreuzweg zählt seit 1999 zum Weltkulturerbe. Der Kalvarienberg ist einer der wichtigsten Marienwallfahrtsorte Polens, über 1 Mio. Pilger kommen jedes Jahr hierhin
Über mehrere Kilometer führt der Kreuzweg durch einen hügeligen Wald voller Kapellen - insgesamt 42 Stück!
Manche sind als "walk through" gestaltet, der Weg führt mitten hindurch
Wie schön! Der Himmel reißt auf, die Sonne strahlt, so macht unsere Kapellen-Entdeckungstour nochmals mehr Spaß
Jetzt wirds kompliziert. Welchen Weg nehmen wir denn nun? Den Pathway of Our Lord Jesus, oder den Pathway of Our Lady? Wir entscheiden uns für den himmelblauen Marienweg, der ist vielleicht etwas weniger steil
Ein weiteres Schmuckstück
und 'mal eine offene Variante
Manche Kapellen stehen einzeln im Wald, andere als Ensemble auf der Wiese
Ein Blick durch die trübe Scheibe
Ecce-Homo-Kapelle aus dem Jahr 1605
Weiter gehts, das nächste Kirchlein schon vor Augen
Ein zur Kapelle ummauerter Brunnen! So langsam zieht sich der Himmel wieder zu
und als die Glockentürme des Bernhardinerklosters wieder vor uns auftauchen, hat sich die Sonne endgültig verabschiedet. Wir freuen uns jetzt auf unsere Belohnung: Kaffee und leckeren Kuchen im Klostercafé
Alternative? Die ist schnell gefunden
Ein UNESCO-Hinweis begrüßt uns auf dem "Kalvarienberg des Herrn Zebrzydowska"
Der hier startende Kreuzweg zählt seit 1999 zum Weltkulturerbe. Der Kalvarienberg ist einer der wichtigsten Marienwallfahrtsorte Polens, über 1 Mio. Pilger kommen jedes Jahr hierhin
Über mehrere Kilometer führt der Kreuzweg durch einen hügeligen Wald voller Kapellen - insgesamt 42 Stück!
Manche sind als "walk through" gestaltet, der Weg führt mitten hindurch
Wie schön! Der Himmel reißt auf, die Sonne strahlt, so macht unsere Kapellen-Entdeckungstour nochmals mehr Spaß
Jetzt wirds kompliziert. Welchen Weg nehmen wir denn nun? Den Pathway of Our Lord Jesus, oder den Pathway of Our Lady? Wir entscheiden uns für den himmelblauen Marienweg, der ist vielleicht etwas weniger steil
Ein weiteres Schmuckstück
und 'mal eine offene Variante
Manche Kapellen stehen einzeln im Wald, andere als Ensemble auf der Wiese
Ein Blick durch die trübe Scheibe
Ecce-Homo-Kapelle aus dem Jahr 1605
Weiter gehts, das nächste Kirchlein schon vor Augen
Ein zur Kapelle ummauerter Brunnen! So langsam zieht sich der Himmel wieder zu
und als die Glockentürme des Bernhardinerklosters wieder vor uns auftauchen, hat sich die Sonne endgültig verabschiedet. Wir freuen uns jetzt auf unsere Belohnung: Kaffee und leckeren Kuchen im Klostercafé
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Polen | Kleinpolen - Zwischenstopp in Tarnow
Weiter hineinfahren in die niesligen Berge macht jetzt am Nachmittag keinen Sinn. Zurück nach Krakau möchten wir auch nicht, lieber noch ein Stück gen Osten. Nochmal die Landkarte raus, dann haben wirs: wir fahren nach Tarnów. Eine schöne Unterkunft finden wir auf Anhieb, diesmal mitten im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz, und dennoch ganz ruhig und mit eigenem Parkplatz vor der Türe - Aparthotel Zakątna B&B - booking.com / Aparthotel Zakątna - Website
Der Marktplatz von Tarnow mit seinen pastellfarbenen Bürgerhäusern und Laubengängen wirkt wie aus einem Bilderbuch
Tarnów war einst Privatbesitz der reichen Tarnowski-Familie und überwiegend von Juden bewohnt. Ein Relikt aus jüdischer Zeit ist die überdachte Bimah am Fischmarkt, das einzige Überbleibsel der Synagoge
Gleich halb sieben, es beginnt wieder ganz leicht zu nieseln, genau die richtige Zeit fürs Abendessen
Stimmungvoll beleuchtete Altstadt im Regen
Der Marktplatz von Tarnow mit seinen pastellfarbenen Bürgerhäusern und Laubengängen wirkt wie aus einem Bilderbuch
Tarnów war einst Privatbesitz der reichen Tarnowski-Familie und überwiegend von Juden bewohnt. Ein Relikt aus jüdischer Zeit ist die überdachte Bimah am Fischmarkt, das einzige Überbleibsel der Synagoge
Gleich halb sieben, es beginnt wieder ganz leicht zu nieseln, genau die richtige Zeit fürs Abendessen
Stimmungvoll beleuchtete Altstadt im Regen
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Birgitt
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Polen | Kleinpolen - Zalipie: Das bemalte Dorf
Was hilft besser gegen den Regenwetter-Blues, als ein Strauß bunter Blumen? Ein ganzes Dorf voller Blumen! Und das liegt 35 km nördlich von Tarnów. In Zalipie ist alles blumenverziert. Vom Kochlöffel über den Kaminsims, von der Hauswand über die Hundehütte, vom Futtertrog über den Blumenkübel bis zum Essteller, restlos alles
Kirche, Feuerwehr, Schule, Kindergarten - alles ist kunterbunt bemalt.
Ok, die Hühner und Enten noch nicht
Dafür aber die Wegekreuze
Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Bäuerinnen hier auf die Idee, ihre Häuser zu verschönern. Zalipie, das bemalte Dorf, wurde bekannt in ganz Polen und damit zum Trendsetter einer neuen selbstbewussten Volkskunst
Kirche, Feuerwehr, Schule, Kindergarten - alles ist kunterbunt bemalt.
Ok, die Hühner und Enten noch nicht
Dafür aber die Wegekreuze
Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Bäuerinnen hier auf die Idee, ihre Häuser zu verschönern. Zalipie, das bemalte Dorf, wurde bekannt in ganz Polen und damit zum Trendsetter einer neuen selbstbewussten Volkskunst
- Uwe Schmitz
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Re: Polen | Ohne Plan und Ziel ... Ein Roadtrip durch den Süden
hallo birgitt,
ihr habt ja richtig viel interessantes auf eurem roadtrip gefunden.
sicherlich haben die anfangs erwähnten reiseführer euch dabei viel geholfen.
doch dann vor ort, wie hier im blumendorf, ist doch nichts lesbar, alle erklärtafeln scheinen nur auf polnisch geschrieben zu sein ...
erscheint das nur auf den bildern (auch vorher schon) so, oder gibts möglichkeiten für nicht des polnischen mächtige leute, dort ein paar infos in uns vertrauten sprachen zu erhalten? Gilt ja auch für speisekarten, museen, hinweis-, richtungs- oder verbotsschilder überall ...
ich muss immer wieder die reisenden bewundern, die ohne jegliche sprach- und schriftkenntnis der bereisten region recht unbekümmert zurecht kommen; wenn ich hier die ortsnamen oder sonstige beschriftung sehe (noch nichtmal lese oder ausspreche!), fühle ich mich ganz hilflos (so müssen sich reisende ende des letzten jahrtausends in libyen gefühlt haben, meist wohl des arabischen in schrift und sprache nicht mächtig)
weiter so durch diese interessante ecke mitteleuropas!
vielen dank und viele grüße
uwe
ihr habt ja richtig viel interessantes auf eurem roadtrip gefunden.
sicherlich haben die anfangs erwähnten reiseführer euch dabei viel geholfen.
doch dann vor ort, wie hier im blumendorf, ist doch nichts lesbar, alle erklärtafeln scheinen nur auf polnisch geschrieben zu sein ...
erscheint das nur auf den bildern (auch vorher schon) so, oder gibts möglichkeiten für nicht des polnischen mächtige leute, dort ein paar infos in uns vertrauten sprachen zu erhalten? Gilt ja auch für speisekarten, museen, hinweis-, richtungs- oder verbotsschilder überall ...
ich muss immer wieder die reisenden bewundern, die ohne jegliche sprach- und schriftkenntnis der bereisten region recht unbekümmert zurecht kommen; wenn ich hier die ortsnamen oder sonstige beschriftung sehe (noch nichtmal lese oder ausspreche!), fühle ich mich ganz hilflos (so müssen sich reisende ende des letzten jahrtausends in libyen gefühlt haben, meist wohl des arabischen in schrift und sprache nicht mächtig)
weiter so durch diese interessante ecke mitteleuropas!
vielen dank und viele grüße
uwe
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Bäärti
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Re: Polen | Ohne Plan und Ziel ... Ein Roadtrip durch den Süden
Ich finde es unglaublich, wie sich Polen in den letzten Jahren verändert hat. Als ich das erste Mal in Krakau war, brauchte ich noch ein Visum! Polen hatte einen Papst und „Schindlers Liste“ war noch nicht im Kino, Deshalb gab es damals so gut wie keine westlichen Touristen. Und schon gar keine, die individuell und mit dem Camper unterwegs waren.
Damals war Polen etwa so, wie heute Weissrussland und Transnistrien sind. Etwas angejahrt und abgeschabt, aber sooo gemütlich.
Ich freue mich jetzt schon die Fortsetzung von Birgitts Reisebericht.
Gruss Bäärti
Damals war Polen etwa so, wie heute Weissrussland und Transnistrien sind. Etwas angejahrt und abgeschabt, aber sooo gemütlich.
Ich freue mich jetzt schon die Fortsetzung von Birgitts Reisebericht.
Gruss Bäärti
der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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Birgitt
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Re: Polen | Ohne Plan und Ziel ... Ein Roadtrip durch den Süden
Hallo Uwe,Uwe Schmitz hat geschrieben: ↑Do 18. Mär 2021, 13:52doch dann vor ort, wie hier im blumendorf, ist doch nichts lesbar, alle erklärtafeln scheinen nur auf polnisch geschrieben zu sein ...
erscheint das nur auf den bildern (auch vorher schon) so, oder gibts möglichkeiten für nicht des polnischen mächtige leute, dort ein paar infos in uns vertrauten sprachen zu erhalten? Gilt ja auch für speisekarten, museen, hinweis-, richtungs- oder verbotsschilder überall ...
ich muss immer wieder die reisenden bewundern, die ohne jegliche sprach- und schriftkenntnis der bereisten region recht unbekümmert zurecht kommen; wenn ich hier die ortsnamen oder sonstige beschriftung sehe (noch nichtmal lese oder ausspreche!), fühle ich mich ganz hilflos
Sprachbarrieren sind (in der heutigen Zeit) halb so wild. Bleiben wir bei deinem Beispiel "Blumendorf". Mach bitte mal den Doppelklick auf das letzte Foto dort, so dass es schön vergrößert und gut lesbar ist. Zunächst alles in polnisch
Die von uns besuchten Museen waren in der Regel zweisprachig polnisch/englisch. Die jungen Polen sprechen fast alle englisch. Die älteren Menschen zucken, wenn man sie auf englisch anspricht, oft verschreckt zusammen - weil sie die Sprache nicht gut können. Alternative ist in dem Fall: deutsch!
Speisekarten gibt es in den touristischen Gebieten Polens auch meist zusätzlich in deutsch oder englisch. Richtung Osten und Ukraine-Grenze wird die Luft allerdings ein wenig dünner, da bleiben dann aber immer noch Hände und Füße. Das klappt bestens. Die wichtigsten Vokabeln neben "Guten Tag" und "Danke" hatten wir schnell auf dem Schirm: Piwo (Bier), Piwo lane (Bier vom Fass), Szarlotka (gesprochen scharlottka, d.h. Apfelkuchen) und - viel wichtiger - Szarlotka z kremem (ganz einfach: scharlottka schkremmem) - nämlich Apfelkuchen mit Sahne
Klar hatten wir unterwegs auch witzige Situationen, wo wir nicht Herr über die Buchstaben wurden. Das fing an mit unserem Navi. Ich hatte an meinem Garmin Nüvi ganz stolz alle Polenkarten aktualisiert. Das ging bis Görlitz auch super. Und dann gings los. Um die polnischen Orts- und Straßennamen korrekt und fürs Garmin findbar einzutippen, müsste man auf polnisches Keyboard wechseln
maps.me ist oft eine gute Unterstützung, interessante Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Unser DuMont, den wir dabei hatten, hat zwar prima geholfen, kann aber nicht jedes Detail abdecken. Mit einer gesunden Mischung aus Reiseführer, Landkarte, maps.me und etwas googeln finden sich schöne Ziele unterwegs, hinreichend bekannte und auch die etwas unbekannteren.
Hilfreich war auch unsere Übersetzungsapp polnisch/deutsch offline. Die hat uns bei einem Waldspaziergang gerettet, als vor uns große Schilder mit einem für uns nicht verständlichen Hinweis auftauchten. Nachdem wir mühevoll die dort angeschlagenen Buchstaben durch die Übersetzungsapp gejagt hatten, lautete die Warnung "Vorsicht Treibjagd!"
Dann schnall dich schon mal an
Liebe Grüße
Birgitt
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Birgitt
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Polen | Kleinpolen - Auf der Holzarchitekturroute in die Beskiden
Ein Blick aus dem Fenster morgens. Es regnet immer noch. Schade. Aber wir wollen weiter. Die Regenjacke griffbereit auf der Rückbank folgen wir dem Lauf des Dunajec, einem nicht schiffbaren Nebenfluss der Weichsel durch die Westkarpaten, flussaufwärts in die Beskiden. Ab jetzt ist der Weg unser Ziel auf der Holzarchitekturroute.
Diese Route umfasst über 250 altertümliche Holzarchitekturobjekte: malerische orthodoxe Kirchen, altpolnische Gutshöfe, Holzvillen und Skansen. Manche dieser Holzkirchen haben so hohen kunsthistorischen Wert, dass sie im Jahr 2003 auf die UNESCO-Welterbeliste gesetzt wurden. Eine davon ist die St.-Leonhard-Kirche in Lipnica Murowana
Es regnet nicht mehr, es schüttet als wir in Lipnica Murowana ankommen
Wir hüpfen unter das holzschindelgedeckte Vordach, in der Hoffnung, einen Blick in die im 12. Jahrhundert erbaute Holzkirche werfen zu können. Doch leider ist alles verrammelt und verriegelt
Also wieder rein ins Auto. Über Rajbrot (Reichenbrot) und Wojakowa sind wir schnell wieder am Dunajec. Bei Tropsztyn folgen wir dem Hinweisschild "Prom" mit dem Piktogramm einer Fähre. Kein anderes Auto weit und breit. Wir warten keine 2 Minuten, da ist bereits der Fährmeister zur Stelle und befördert uns ans andere Ufer - völlig kostenfrei
Die Strecke ist trotz Regen wunderschön und muss bei Sonnenschein traumhaft sein! Nach einem kurzen Kaffee- und Kuchenstopp (Apfelkuchen !!! selbstverständlich "z kremem"
) in Nowy Sąc (Neu Sandez) wechseln wir hinter Stary Sąc (Alt Sandez) wieder auf die andere Seite des Dunajec und fahren durch bis Szczawnica, einem bekannten Ski- und Kurort. Wegen des dort wachsende alkalischen Sauerampfers (Rumex acetosa, polnisch Szczaw zwyczajny - namengebend für den Ort) und der günstigen klimatischen Bedingungen werden hier viele Atemwegs- und Verdauungstrakterkrankungen behandelt ... mehr bei Wiki.
Uns ist hier etwas zu viel los. In Szlachtowa, nur ein Dorf weiter, ist es deutlich ruhiger. Und im Hotel Jan, am Ende des Dorfes, sind zum Glück ausreichend Zimmer frei: Hotel Jan - booking.com / Hotel Jan - Website
Das hoteleigene Restaurant hat leider Ruhetag. Gefahren sind wir heute auch schon genug. Also machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins nur 1,5 km entfernte nächste - und letzte - Dorf auf der Straße. Der Ort ist eine Sackgasse. Ab hier führen nur noch Wanderwege hinauf in die Berge. Es ist fast dunkel, als wir in Jaworki ankommen. Die Pilzsaison hat begonnen und die resolute Wirtin des Restauracja Bacówka lässt keine andere Wahl außer ihrer frisch gekochten Pilzsuppe zu. Eine gute "Wahl"!
Wir ordern gleich noch einmal nach.
Diese Route umfasst über 250 altertümliche Holzarchitekturobjekte: malerische orthodoxe Kirchen, altpolnische Gutshöfe, Holzvillen und Skansen. Manche dieser Holzkirchen haben so hohen kunsthistorischen Wert, dass sie im Jahr 2003 auf die UNESCO-Welterbeliste gesetzt wurden. Eine davon ist die St.-Leonhard-Kirche in Lipnica Murowana
Es regnet nicht mehr, es schüttet als wir in Lipnica Murowana ankommen
Wir hüpfen unter das holzschindelgedeckte Vordach, in der Hoffnung, einen Blick in die im 12. Jahrhundert erbaute Holzkirche werfen zu können. Doch leider ist alles verrammelt und verriegelt
Also wieder rein ins Auto. Über Rajbrot (Reichenbrot) und Wojakowa sind wir schnell wieder am Dunajec. Bei Tropsztyn folgen wir dem Hinweisschild "Prom" mit dem Piktogramm einer Fähre. Kein anderes Auto weit und breit. Wir warten keine 2 Minuten, da ist bereits der Fährmeister zur Stelle und befördert uns ans andere Ufer - völlig kostenfrei
Die Strecke ist trotz Regen wunderschön und muss bei Sonnenschein traumhaft sein! Nach einem kurzen Kaffee- und Kuchenstopp (Apfelkuchen !!! selbstverständlich "z kremem"
Uns ist hier etwas zu viel los. In Szlachtowa, nur ein Dorf weiter, ist es deutlich ruhiger. Und im Hotel Jan, am Ende des Dorfes, sind zum Glück ausreichend Zimmer frei: Hotel Jan - booking.com / Hotel Jan - Website
Das hoteleigene Restaurant hat leider Ruhetag. Gefahren sind wir heute auch schon genug. Also machen wir uns zu Fuß auf den Weg ins nur 1,5 km entfernte nächste - und letzte - Dorf auf der Straße. Der Ort ist eine Sackgasse. Ab hier führen nur noch Wanderwege hinauf in die Berge. Es ist fast dunkel, als wir in Jaworki ankommen. Die Pilzsaison hat begonnen und die resolute Wirtin des Restauracja Bacówka lässt keine andere Wahl außer ihrer frisch gekochten Pilzsuppe zu. Eine gute "Wahl"!




