Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Eindrücke aus Malawi, das Leben an der Straße:
Noch ein letztes Bier aus Mozambique (wer kein Flaschenpfand mitbringt, erhält keine neuen Flaschen!
Noch ein letztes Bier aus Mozambique (wer kein Flaschenpfand mitbringt, erhält keine neuen Flaschen!
Verkehr bei kleinen Ortsdurchfahrten
Verkehr bei kleinen Ortsdurchfahrten
Tomaten- und Getränkeverkäuferin
Tomaten- und Getränkeverkäuferin
Auch Wassermelonen gibt's gerade in Massen.
Auch Wassermelonen gibt's gerade in Massen.
Mangos, Kartoffeln, Zwiebeln und natürlich Tomaten sind im Angebot.
Mangos, Kartoffeln, Zwiebeln und natürlich Tomaten sind im Angebot.
Kleidermarkt
Kleidermarkt
Eimerweise Kartoffeln, nur Kartoffeln
Eimerweise Kartoffeln, nur Kartoffeln
Frauen unterwegs zum Sonntags-Gottesdienst
Frauen unterwegs zum Sonntags-Gottesdienst
Pause in der Primary School
Pause in der Primary School
ungelöstes Müllproblem am Ortsrand
ungelöstes Müllproblem am Ortsrand
Holzkohletransport mit dem Fahrrad...
Holzkohletransport mit dem Fahrrad...
... oder eine Türe, quer auf dem Moped transportiert ...
... oder eine Türe, quer auf dem Moped transportiert ...
... oder große Bretter, quer auf dem Rad und quer durch die Stadt!
... oder große Bretter, quer auf dem Rad und quer durch die Stadt!
Der Sprit ist unbezahlbar teuer, so wird eben fast alles zu Fuß, mit Rad oder Moped transportiert.
An den Ortsrändern entdecken wir die unterschiedlichsten Hersteller und Handwerker.
Grabgestaltung zu verkaufen!
Grabgestaltung zu verkaufen!
Regale, Tische, Bettgestelle beim Schreiner
Regale, Tische, Bettgestelle beim Schreiner
schicke Sitzgruppen oder gebrauchte Reifen
schicke Sitzgruppen oder gebrauchte Reifen
Steineklopfer, Schotter und Split werden hier noch von Hand hergestellt.
Steineklopfer, Schotter und Split werden hier noch von Hand hergestellt.
Bei großen Baustellen mischen oft die Chinesen mit.
Bei großen Baustellen mischen oft die Chinesen mit.
.
Fortsetzung folgt!
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Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

In Malawi eingereist fahren wir über Blantyre - eine Übernachtung und Nachschub kaufen in der Chipiriri-Mall - an den Liwonde Nationalpark und dort zum Liwonde Safari Camp. Die Campsite hat schön gestaltete Sanitärhäuschen und Aufenthalts-Lapas, und von den Lookout Viewpoints kann man gut das Leben am Fluss beobachten.
Sanitärhäuschen im Liwonde Safari Camp
Sanitärhäuschen im Liwonde Safari Camp
Aufenthalts-Lapa
Aufenthalts-Lapa
Die jungen Leute fotografieren nur noch mit ihren Handys, ...
Die jungen Leute fotografieren nur noch mit ihren Handys, ...
... auch Elefanten beim Sunset
... auch Elefanten beim Sunset
Ein Lookout Viewpoint im Abendlicht
Ein Lookout Viewpoint im Abendlicht
Den nächsten Tag verbringen wir teilweise auf den Lookout Viewpoints, in der Bar oder im Schatten eines Baobab am Auto, gerade zur rechten Zeit, denn Besuch beim Auto bahnt sich an.
Ein Elefant kommt auf der Campsite.
Ein Elefant kommt auf der Campsite.
07-P1070759.jpg
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Bienenfresser-Silhouetten ...
Bienenfresser-Silhouetten ...
... und im schönen Abendlicht.
... und im schönen Abendlicht.
Fischer bei ihrer Arbeit
Fischer bei ihrer Arbeit
Es ist im Tiefland Malawis (nur ca.500 m über dem Meeresspiegel) sehr heiß, so fahren wir nochmals ein Stück zurück nach Zomba und auf das Zomba-Plateau (ca.1500 Meter hoch). Auf kurviger Straße geht's steil hinauf. Das Gebiet ist eine Forest Reserve, doch der Blick über die Berghänge lässt anderes erkennen. Das dichtbesiedelte, aber arme Malawi braucht Holz zum Kochen und Bauen, und uns begegnen immer wieder Menschen, die illegal Holz vom Plateau in die Stadt herunter tragen.
Straße auf das Zombaplateau und Blick auf abgeholzte Hänge
Straße auf das Zombaplateau und Blick auf abgeholzte Hänge
Frauen tragen Holz vom Plateau nach Zomba
Frauen tragen Holz vom Plateau nach Zomba
Auf halber Strecke hoch liegt ein Staudamm, an dem eine Recreation Area angelegt wurde, mit Eintrittsgebühr, doch niemand ist da. Oben an der Plateaukante liegt das Sunbird Ku Chawe Inn, ein altehrwürdiges Hotel, wir erlauben uns einen Drink, bewundern die tolle Lage von Hotel und Pool und fahren auf kleinsten Pisten ein wenig durch den tropischen Wald.
unbenutzte Recreation Area am Stausee
unbenutzte Recreation Area am Stausee
Blick von der Terrasse des Ku Chawe Inn in die Tiefe des Landes.
Blick von der Terrasse des Ku Chawe Inn in die Tiefe des Landes.
Piste auf dem Zomba-Plateau
Piste auf dem Zomba-Plateau
Tropischer Wald auf dem Zomba-Plateau
Tropischer Wald auf dem Zomba-Plateau
Blütenpracht
Blütenpracht
Wiederaufforstung der abgeholzten Fläche
Wiederaufforstung der abgeholzten Fläche
Kühl ist es in der Höhe und Nebel zieht auf.
Kühl ist es in der Höhe und Nebel zieht auf.
Fantastischer Blick auf die tausend Meter tiefer liegende Ebene bei Zomba
Fantastischer Blick auf die tausend Meter tiefer liegende Ebene bei Zomba
Auch mit Fahrrädern wird illegal Holz abtransportiert, ein harter Job!
Auch mit Fahrrädern wird illegal Holz abtransportiert, ein harter Job!
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Fortsetzung folgt!
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Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Jetzt mal endlich richtig Urlaub am See machen:
Über Mangochi fahren wir erst zur Nanchengwa Lodge, campieren für eine Nacht in deren Garten und erleben einen wilden Sturm mit anschliessendem Gewitter, ja, die Regenzeit naht. Am nächsten M;orgen geht's durchs flache Küstenland auf guten Straßen durch Fieberbaum-Alleen nach Cape McLear, genauer nach Chembe Village ins Eagles Nest. Wir sind die einzigen Camper, haben den Stellplatz direkt am Seeufer und (außer am Wochenende) Bar und Restaurant fast für uns alleine. So vergeht eine schöne Zeit mit fotografieren, Beschäftigungen am Laptop, mal wieder Wäsche waschen und einer Katamarantour zur nahegelegenen Insel, um verschiedene Tiere zu beobachten.
Fieberbaum-Allee Richtung Cape McLear
Fieberbaum-Allee Richtung Cape McLear
Eagles Nest Camping direkt am See
Eagles Nest Camping direkt am See
Weiter Blick auf unsere Bucht
Weiter Blick auf unsere Bucht
Hamerkop
Hamerkop
Kormorane
Kormorane
Chembe Village Bootanlegestelle
Chembe Village Bootanlegestelle
Ausfahrt mit dem Katamaran
Ausfahrt mit dem Katamaran
viele kleine Aquarienfische im Malawisee
viele kleine Aquarienfische im Malawisee
Schreiseeadler (African Fish Eagle) im Anflug
Schreiseeadler (African Fish Eagle) im Anflug
Beute in Sicht ...
Beute in Sicht ...
... und Beute erwischt!
... und Beute erwischt!
Ich hab' zwar viele Millimeter Tele im Gepäck, doch diese Aufnahmen gelangen so nah nur, weil der Kapitän ein paar trockene Fische zum Anlocken mithatte, und der Adler spielte mit!
Granitfelsen nahe beim Otter Point
Granitfelsen nahe beim Otter Point
Die Sonne verschwindet milchig hinter den Wolken, kein Sunset heute.
Die Sonne verschwindet milchig hinter den Wolken, kein Sunset heute.
Abendstimmung am Otter Point Felsen
Abendstimmung am Otter Point Felsen
.
Am Abend fahren die Fischer raus zum Fischen
Am Abend fahren die Fischer raus zum Fischen
Auf der Campsite tummeln sich Meerkatzen (Velvet Monkeys)
Auf der Campsite tummeln sich Meerkatzen (Velvet Monkeys)
17-PD002648.jpg
Magpie Mannikin Vogelpärchen
Magpie Mannikin Vogelpärchen
Schmetterlinge saugen Spritzwasser von den Felsen
Schmetterlinge saugen Spritzwasser von den Felsen
20-PC010905-TOPAZ.jpg
21-PD002632.jpg
Die Fischer fahren raus auf den See, und wir fahren weiter durch Malawi.
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Letzte Eindrücke aus Malawi:
Wir wollten in Malawi nicht nur Strandurlaub machen, sondern auch ein bischen das Bergland erkunden und einige Sehenswürdigkeiten aufsuchen. Dazu fahren wir nach Dedza in die Berge. Dort liegt die Weltkulturerbe-Stätte Mphunzi. Sie soll die größte Felsbilddichte im zentralen Afrika sein, wir sind gespannt. Die Felsmalereien stammen aus 2 verschiedenen Perioden, einmal die mit roter Farbe gemalten aus der späten Steinzeit (vor ca. 10.000 Jahren), die mit weißer Farbe gemalten entstanden zur späten Eisenzeit (vor 3-4000 Jahren ?). Nun ja, wer die Felsmalereien in der Sahara oder in Namibia kennt, der wird nicht übermäßig begeistert sein, doch sollte der Betrachter bedenken, dass diese Bilder sich nicht in wüstenartiger Gegend befinden, sondern im tropisch-feuchten Bereich, da ist der Erhaltungszustand schon erstaunlich. Aber schaut selbst:
Es wird aufgerüstet: Das Empfangshäuschen an der Mphunzi Rock Art Site
Es wird aufgerüstet: Das Empfangshäuschen an der Mphunzi Rock Art Site
Malereien der späten Steinzeit
Malereien der späten Steinzeit
Eine ganze Wand voll mit Bildern
Eine ganze Wand voll mit Bildern
Weiße Bilder aus der späten Eisenzeit
Weiße Bilder aus der späten Eisenzeit
Wenn Mzungus (Weisse) einkaufen, schauen alle zu.
Wenn Mzungus (Weisse) einkaufen, schauen alle zu.
Nahe der Felsbildstätte liegt die alte Missionskirche von Mphunzi. Das christentum ist seit der Kolonialzeit in Malawi weit verbreitet, doch der Islam holt schwer auf und missioniert fleißig, nirgendwo auf unserem Weg nach Ostafrika haben wir so viele neue Moscheen gesehen (die Emirates und Saudi-Arabien unterstützen unter anderen).
Nun geht es wieder runter aus dem Bergland an den See, fast tausend Meter Höhenunterschied ...
Alte Missionskirche von Mphunzi
Alte Missionskirche von Mphunzi
Eine der vielen neuen Moscheen am Straßenrand
Eine der vielen neuen Moscheen am Straßenrand
Die steile Straße runter vom Bergland an den Malawisee
Die steile Straße runter vom Bergland an den Malawisee
Jetzt noch eine Zusammenfassung unserer Strandtage.
Traumstrände am Süßwassersee
Traumstrände am Süßwassersee
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Unterwasser gibts die weltweit größte Fischvielfalt.
Unterwasser gibts die weltweit größte Fischvielfalt.
Viele Fischer nutzen noch den traditionellen Einbaum zur Arbeit.
Viele Fischer nutzen noch den traditionellen Einbaum zur Arbeit.
Die Einheimischen leben und arbeiten direkt am See.
Die Einheimischen leben und arbeiten direkt am See.
Wunderschön gelegene Lodges am Strand
Wunderschön gelegene Lodges am Strand
Goodbye Beautiful Malawi
Goodbye Beautiful Malawi
.
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
Chrigu
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Chrigu »

Wunderbar, danke viielmals für die schönen Eindrücke!
Mir gefallen die gut gestalteten Bilder sehr! Vielmals mit Situations-Humor dabei...
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Doch noch nicht Good bye Malawi. Weitere Bildchen von einem, dessen Leidenschaft (neben dem Reisen) das Fotografieren ist ...
Malawi ist so schön am Strand, da könnte man noch länger bleiben, doch wir haben noch viel vor.
Die Sonne geht auf, von aus dem Dachzelt gesehen.
Die Sonne geht auf, von aus dem Dachzelt gesehen.
Herrliche Tage am Strand des Malawisees
Herrliche Tage am Strand des Malawisees
Bananen, viel leckerer als zu Hause
Bananen, viel leckerer als zu Hause
Papayafrüchte ...
Papayafrüchte ...
... und Blüten
... und Blüten
Ungewöhnlich und selten zu bekommen: Auberginen
Ungewöhnlich und selten zu bekommen: Auberginen
Unbekannte Blüten ohne Ende
Unbekannte Blüten ohne Ende
08-PD002742.jpg
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11-PC011179.jpg
12-PC011188.jpg
Und noch ein paar Tierchen in Strandnähe:
Bienchen
Bienchen
Sunbird
Sunbird
Pied Kingfisher
Pied Kingfisher
Tree Squirrel (Baumhörnchen)
Tree Squirrel (Baumhörnchen)
.
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uw
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Hallo liebe Tierfreunde,
ich springe für euch aus aktuellem Anlass raus aus der chronologischen Reihenfolge, denn:
We tracked Gorillas in Uganda im Bwindi Impenetrable Forest NP, und hier folgen erste Bildchen ...
Überall im Land wird auf das große Weltnaturerbe im Süden des Landes hingewiesen, auf die letzten Berg-Gorillas. Die wollen wir - nach langer Überlegung - nun auch besuchen.
Gorillas everywhere
Gorillas everywhere
Der Eingang in den Bwindi NP bei Rushaga
Der Eingang in den Bwindi NP bei Rushaga
Es geht um 700 US-Dollar (pro Person). Haben wir soviel Geld dafür übrig, ist es uns das wert? Und: Können wir kurzfristig 2 Plätze ergattern? Es gibt an der südlichen Zugangsstelle, dem Rangerposten Rushaga, 7 Gorillagruppen, die täglich mit maximal 8 Personen besucht werden dürfen, und nur für genau eine Stunde. Vernunft siegt über Sparsamkeit, wenn wir schon in der Region sind, sollten wir diese einmalige Chance auch wahrnehmen. Reservierung und Ticketkauf sind nur noch über die UWA (Ugandan Wildlife Authority) in Kampala möglich, so muss zB. ein Reisebüro eingeschaltet werden, welches für Ausländer die Organisation dessen übernimmt. Wir mussten dazu nicht nach Kampala, sondern erhielten die Tickets per email und die Originale per Public Bus Transport nach Kabale ins Busdepot geschickt. Da gerade noch Nebensaison ist, haben wir das Glück, dass an unserem Wunschtermin tatsächlich noch 2 Plätze frei sind. Jetzt noch schnell über booking.com für 2 Nächte ein Zimmerchen in einer naheliegenden Lodge (Nshongi Camp) reserviert, denn auf 1900 Metern Höhe und möglicherweise Regen wollen wir nicht auf unser Dachzellt angewiesen sein. Am nächsten Morgen 7 Uhr Frühstück, 8 Uhr Briefing, dann geht's rein in den Urwald. Unsere Gruppe besteht aus 8 Touristen, je einem Guide mit Gewehr vor und hinter der Gruppe, der Rangerin und 3 Trägern (diese sind, wenn gewünscht, persönlich anzuheuern und mit 20 USD zu entlohnen).
Guide vorneweg auf schmalen und rutschigen Wegen ...
Guide vorneweg auf schmalen und rutschigen Wegen ...
... und die Gruppe hinterher.
... und die Gruppe hinterher.
Nach anderthalb Stunden verlassen wir die Pfade, und es geht quer durchs Gebüsch steil den Hang hinauf.
Nach anderthalb Stunden verlassen wir die Pfade, und es geht quer durchs Gebüsch steil den Hang hinauf.
Der erste Gorilla in Sicht, leider noch von Ästen und Blättern verdeckt
Der erste Gorilla in Sicht, leider noch von Ästen und Blättern verdeckt
Auch viele Fliegen verhindern die Entstehung einwandfreier Fotos.
Auch viele Fliegen verhindern die Entstehung einwandfreier Fotos.
Abstand zu den friedlichen schwarzen Riesen 5 - 10 Meter
Abstand zu den friedlichen schwarzen Riesen 5 - 10 Meter
09-PD003770-TOPAZ.jpg
10-PD003783-TOPAZ.jpg
11-PD003762-TOPAZ.jpg
Dichtes Unterholz erschwert das Fotografieren (Während des Gorillabesuchs müssen Masken getragen werden)
Dichtes Unterholz erschwert das Fotografieren (Während des Gorillabesuchs müssen Masken getragen werden)
Es geht auch ein bischen näher.
Es geht auch ein bischen näher.
Detail
Detail
Und noch etwas näher (ca. 2 Meter)
Und noch etwas näher (ca. 2 Meter)
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Und doch sind immer wieder Äste und Blattwerk im Weg.
Und doch sind immer wieder Äste und Blattwerk im Weg.
.
hier ein link mit weiteren guten Infos zum Bwindi NP:
https://www.africanmeccasafaris.com/tra ... a-families
.
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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Cheldon
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Cheldon »

Danke für deine schönen Fotos. An unsere Reise an den Malawi See erinnern uns noch die Massen an Mücken/Fliegen in unserer Unterkunft, die von der einheimischen Bevölkerung in Mehlklumpen? gegessen werden.
Die Berggorillas haben wir dann in Ruanda auf zwei Touren besucht. Das erste mal sehr anstrengend, durch hohe Brennnesseln, bei der zweiten Tour schon nach kurzem „Spaziergang“…
Mit freundlichen Grüßen
Rolf
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Weiter in der zeitlichen Reihenfolge:
Wir reisen problemlos aus Malawi aus, erhalten für 50 USD p.P ein Dreimonatsvisum für Tansania, welches mehrere Wiedereinreisen ermöglicht, und brauchen viel Zeit, bis das TIP (Temporary Import Permit) für Tanzania ausgestellt ist.
Kauf einer SIM-karte während des Wartens auf Ausstellung des TIP
Kauf einer SIM-karte während des Wartens auf Ausstellung des TIP
Der Malawisee liegt auf ca.550 Metern Höhe, wir fahren auf unserem Weg nach Mbeya über einen 2300 Meter hohen Gebirgsrücken, wodurch die Temperatur sehr angenehm auf fast 20 Grad absinkt, aber die Wolken sich an den Berghängen beginnen auszuregnen. Daher beschliessen wir, in Mbeya die Karibuni Mission aufzusuchen und dort trocken im Zimmer zu übernachten
Vor unserem Zimmer im Karibuni Center in Mbeya
Vor unserem Zimmer im Karibuni Center in Mbeya
Von Mbeya folgen wir am nächsten Morgen dem vielbefahrenen TAN-ZAM-Highway bis vor die Grenze nach Zambia in Tunduma, dort biegen wir wieder Richtung Norden ab. Die Straße ist in hervorragendem Zustand, von Chinesen erbaut, und nur wenig benutzt, das erfreut uns sehr und bringt uns schnell nach Sumbawanga, der einzigen größeren Stadt an dieser Strecke.
Auf der guten Straße von Tunduma nach Sumbawanga
Auf der guten Straße von Tunduma nach Sumbawanga
Viele Moped-Taxis (Tuktuks) auf den Straßen in Sumbawanga
Viele Moped-Taxis (Tuktuks) auf den Straßen in Sumbawanga
Gute Straße mit Mittelstreifen, Beschilderung und Leitplanken durch den einsamen Westen Tanzanias
Gute Straße mit Mittelstreifen, Beschilderung und Leitplanken durch den einsamen Westen Tanzanias
Am Ufer des Tanganyika-Sees gibt es eine einzige richtig feine Lodge mit Campsite, die Lakeshore Lodge bei Kilipi. Dazu fahren wir eine gute Piste 55 Kilometer runter an den See und machen mal wieder eine Reisepause.
Kipili-Piste zur Lakeshore Lodge am Lake Tanganyika
Kipili-Piste zur Lakeshore Lodge am Lake Tanganyika
Lakeshore Lodge am Lake Tanganyika
Lakeshore Lodge am Lake Tanganyika
Bar und Restaurant direkt am Ufer des Lake Tanganyika
Bar und Restaurant direkt am Ufer des Lake Tanganyika
'Nen knappen Kilometer neben der Lodge liegen die Ruinen der Kilipi Missionsstation mit Kirche, ein ideales Ziel für eine kleine Wanderung. Sie wurde zwischen 1890 und 1895 von den White Fathers und kongolesischen Sklaven errichtet. In den 1940ern noch aktiv in Benutzung, wurde sie nach Ende der Kolonialzeit verlassen und zerfiel in den letzten Jahrzehnten zum heutigen Zustand.
Die Kipili Mission von der Zufahrtstraße aus gesehen
Die Kipili Mission von der Zufahrtstraße aus gesehen
Im Innern der Kirchenruine
Im Innern der Kirchenruine
Zustand der Kirche in den 1970ern/1980ern
Zustand der Kirche in den 1970ern/1980ern
Missionsstation in den 1940ern noch in Benutzung
Missionsstation in den 1940ern noch in Benutzung
Innenhof der Missionsstation-Ruinen
Innenhof der Missionsstation-Ruinen
noch einige Eindrücke der Ruinen
noch einige Eindrücke der Ruinen
15-PC011545.jpg
16-PC011546.jpg
Ausblick von der Missionsstation auf den Lake Tanganyika
Ausblick von der Missionsstation auf den Lake Tanganyika
Quer über den Tanjanyika-See sehen wir die Berge des Kongo im Abendlicht.
Quer über den Tanjanyika-See sehen wir die Berge des Kongo im Abendlicht.
Wieder zurück auf der guten Asphaltstraße nach Norden
Wieder zurück auf der guten Asphaltstraße nach Norden
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20-PC011510.jpg
Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
Olaf.L
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Olaf.L »

Hallo Uwe,

vielen Dank,dass wir mitreisen dürfen, sehr schöne Fotos und Berichte.
Die wecken viele Erinnerungen und zukünftiges Reisefieber.

Gruß Olaf
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Ab dem Ort Kizi ist Schluss mit Asphaltstraße, doch die Gravelroad ist gutbefahrbar, recht steinig und damit auch regenzeitstabil. Nach etwa 40 Kilometern erreichen wir den Katavi Nationalpark, nur ein Schild am Pistenrand weist darauf hin, die Durchfahrt ist gebührenfrei. Wir biegen mal kurz auf eine kleine Piste ab, um einen Blick auf den tierreichen Katavisee zu erhaschen. Doch weder auf dem Weg dorthin noch am See selbst entdecken wir viele Tiere, Warzenschweine und ein Wasserbock laufen vor uns davon, ansonsten ist es ruhig und einsam am See. Also zurück zur Gravelroad und zum Ort Sitalike am Ausgang des Parks, hier wollen wir auf einer Campsite am Fluss übernachten.
Kleine Piste im Katavi NP an den gleichnamigen See
Kleine Piste im Katavi NP an den gleichnamigen See
Am stillen und fast tierfreien Katavisee
Am stillen und fast tierfreien Katavisee
Blick von der heutigen Campsite auf den Fluss Katuma
Blick von der heutigen Campsite auf den Fluss Katuma
Die Campsite nennt sich Hippo Garden Lodge und macht ihrem Namen alle Ehre. Wir sehen wohl zwischen 70 und 100 der dicken Kerle, die sich statt im Park lieber im Wasser vor unserem Nachtplatz aufhalten und uns mit ihrem Anblick unterhalten .
&quot;Ich hab' das größte Maul!&quot;
"Ich hab' das größte Maul!"
&quot;Meines ist noch größer!&quot;
"Meines ist noch größer!"
Auch die Kleinen üben schon fleißig das Maul aufreißen.
Auch die Kleinen üben schon fleißig das Maul aufreißen.
Es regnet heftig, da tauchen die Hippos ab, damit sie nicht nass werden
Es regnet heftig, da tauchen die Hippos ab, damit sie nicht nass werden
Beim Dunkelwerden verlassen die Hippos eines nach dem anderen das Wasser, um grasen zu gehen.
Beim Dunkelwerden verlassen die Hippos eines nach dem anderen das Wasser, um grasen zu gehen.
Am nächsten Morgen ist große Unruhe bei den wieder ins Wasser zurückgekehrten Flusspferden. Es geht wohl um die Vorherschaft in der Gruppe. Zwei Bullen liefern sich einen heftigen Kampf.
Aufruhr im Hippopool
Aufruhr im Hippopool
Kampf zweier Bullen
Kampf zweier Bullen
11-PD003591.jpg
12-PD003595.jpg
13-PD003596.jpg
Es endete nach Stunden damit, dass der stärkere der Bullen den unterlegenen den Fluss weit stromaufwärts vertrieb.
Auf der Campsite laufen plötzlich auch 2 Hippos herum, die lautstark miteinander &quot;diskutieren&quot;.
Auf der Campsite laufen plötzlich auch 2 Hippos herum, die lautstark miteinander "diskutieren".
Ab Sitalike ist die Straße wieder für etwa 70 Kilometer asphaltiert, später nochmals etwa 10 Kilometer, kurz danach zweigt ein kleiner Weg ab zu den Nkondwe Wasserfällen, die schauen wir uns an.
Gute Piste zwischen den schon asphaltierten Straßenabschnitten
Gute Piste zwischen den schon asphaltierten Straßenabschnitten
Die Nkondwe Wasserfälle sind schon von der Straße aus zu sehen.
Die Nkondwe Wasserfälle sind schon von der Straße aus zu sehen.
Der kleine Fahrweg zu den Wasserfällen
Der kleine Fahrweg zu den Wasserfällen
zu Fuß zu den Wasserfällen
zu Fuß zu den Wasserfällen
Nkondwe Wasserfälle
Nkondwe Wasserfälle
20-PC011727.jpg
21-PC011745.jpg

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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Weiter geht es - immer Richtung Norden - auf steiniger und recht guter Lateritpiste. Zwischendurch ist zu unserer Freude wieder mal ein Abschnitt asphaltiert, leider nur 30 Kilometer. Wir kreuzen den Malagarasi River, einen der größten Zuflüsse des Lake Tanganjika, später erreichen wir die befestigte Straße von Tabora nach Kigoma, der wir für 5 Kilometer folgen können, bevor es wieder auf Lateritpiste weitergeht. Es wird fleißig an der neuen Asphaltstraße gebaut, so fahren wir auf der guten Behelfspiste parallel zur Straßenbaustelle. Durch die Stadt Kasulu führt eine Asphaltstraße, die kurz danach wieder als Baustellenstraße weitergeht. Wir suchen uns an ruhiger Stelle einen versteckten Nachtplatz etwas abseits der Straße. Nachts beginnt es heftig zu regnen.
Auf Lateritpiste immer Richtung Norden
Auf Lateritpiste immer Richtung Norden
Wir kreuzen den Malagarasi River.
Wir kreuzen den Malagarasi River.
Behelfspiste neben der Straßenbaustelle
Behelfspiste neben der Straßenbaustelle
Unser Nachtplatz im Busch abseits der Piste
Unser Nachtplatz im Busch abseits der Piste
Durch den nächtlichen Regen klebt der Laterit wie Pattex an den Schuhen.
Durch den nächtlichen Regen klebt der Laterit wie Pattex an den Schuhen.
Weiterfahrt im Regen auf rutschiger Baustellenumgehung
Weiterfahrt im Regen auf rutschiger Baustellenumgehung
07-PC011782.jpg
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Der Regen der Nacht ist uns leider über das Solarpanel ins Dachzelt gelaufen und hat u.a. die Matratze gewässert. So wollen wir jetzt in die nächste Stadt, ein Zimmer nehmen und dort versuchen, alle nassen Sachen zu trocknen.
Endlich erreichen wir wieder fertige Straße, nur Fahrbahnmarkierung und Randbefestigungen fehlen noch, so kommen wir zügig voran. Dabei bleibt Zeit, ein bischen das Leben am Rand der Straße zu betrachten.
Die neue Asphaltstraße ist fertig!
Die neue Asphaltstraße ist fertig!
Besiedlung und Leben am Rand der Straße
Besiedlung und Leben am Rand der Straße
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12-PC011807.jpg
13-PC011808.jpg
Prestige-Objekt Spitzdach für wohlhabendere Leute
Prestige-Objekt Spitzdach für wohlhabendere Leute
Es beginnt wieder zu regnen, zum Glück fahren wir weiterhin auf Asphalt.
Wilde Wolkenformationen und Regen voraus
Wilde Wolkenformationen und Regen voraus
&quot;Da, schau links!&quot;
"Da, schau links!"
Ein Regenbogen, das Wetter wechselt schnell
Ein Regenbogen, das Wetter wechselt schnell
Spiegelungen in Reisfeldern
Spiegelungen in Reisfeldern
Kurz vor Kibondo endet plötzlich das Asphaltband wieder.
Kurz vor Kibondo endet plötzlich das Asphaltband wieder.
Die alte Brücke über einen der zahlreichen und gut gefüllten Flüsse
Die alte Brücke über einen der zahlreichen und gut gefüllten Flüsse
Nur noch wenige Kilometer bis zur Stadt Kibondo, hier wählen wir das Swidish Modern Hotel am Stadtrand. Das Dachzelt wird zum Trocknen aufgeklappt, ein Berg nasser und verschmutzter Wäsche wird zum Laundry Service gegeben, andere Sachen zum Trocknen ins Zimmer geschafft. Hier verbringen wir den Rest des Tages mit Bilder für das Wüstenschiff auswählen und aufbereiten, Tagebuch nachschreiben und den nächsten Reiseabschnitt planen. Abends gehen wir ins Restaurant essen, wir sind die einzigen Gäste, und Mzungus (Weiße) ist man hier noch gar nicht gewohnt (Doppelzimmer mit Frühstück 70.000TSh ~ 26 Euro).
Unser Auto im Hof des Hotels zum Trocknen abgestellt
Unser Auto im Hof des Hotels zum Trocknen abgestellt
Unser Hotelzimmer
Unser Hotelzimmer
.
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Hinter Kibondo ist endlich wieder Asphaltstraße und bleibt es auch. Doch auch das Wetter bleibt regenzeit-typisch, immer wieder gibt's längere Schauer. Die Landschaft erinnert bisweilen an nördliches Europa, und überall sind die kleinen Mopeds zu finden.
Kiefernwald, sind wir wirklich in Tanzania?
Kiefernwald, sind wir wirklich in Tanzania?
Mopedpflege am Bachufer
Mopedpflege am Bachufer
Moped mit Regenschirm und Spritzschutz
Moped mit Regenschirm und Spritzschutz
Moped-Haltestelle
Moped-Haltestelle
Blechdächer in sehr steil oder recht flach, Wohlstandsgefälle
Blechdächer in sehr steil oder recht flach, Wohlstandsgefälle
kleine Familie vor ihrem Haus
kleine Familie vor ihrem Haus
Bukabo liegt vor uns.
Bukabo liegt vor uns.

Wir erreichen am Nachmittag Bukabo, die nördlichste Stadt im Westen Tanzanias, direkt am Viktoriasee liegend. Vorher biegen wir kurz noch nach Osten ab, auf einer Klippe oberhalb des Victoriasees liegen die Ruinen des Bukoba Palace Hotels, zerstört während der Schreckenszeit von Idi Amin und Milton Obote in den 80ern des letzten Jahrhunderts. Von hier haben wir einen ersten guten Ausblick über den großen See im Herzen Ostafrikas.
Ruinen des Bukoba Palace Hotels
Ruinen des Bukoba Palace Hotels
Der Victoriasee
Der Victoriasee
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Bei den Ruinen wäre ein wunderschöner und ruhiger Übernachtungsplatz, doch Wetterbericht und Himmel versprechen keinen trockenen Abend, und so fahren wir nach Bukoba und wählen das Hilltop Hotel mit gten Ausblick vom Balkon auf die Stadtmitte und den See.
Blick von unserem Balkon auf Bukoba und den Victoriasee
Blick von unserem Balkon auf Bukoba und den Victoriasee
Am nächsten Morgen überqueren wir den Kagera, dieser Fluss ist der größte Zufluss zum Victoriasee und wird damit als einer der Quellflüsse des Nils angesehen.
Der Kagera, einer der Quellflüsse des Nils
Der Kagera, einer der Quellflüsse des Nils
Kiefern im Nebel
Kiefern im Nebel
Es folgt unser nächster Grenzübertritt von Tanzania nach Uganda.
Es ist ein One Stop Border Post, d.h. alle Stellen beider Länder sind in einem Gebäude. Erst wird nach vorhandener Gelbfieberimpfung gefragt, dann schnelles Ausstempeln aus Tanzania, gleich Nachbarschalter legen wir unser ausgedrucktes e-Visa für Uganda vor, es wird ein Foto mit Webcam gemacht, in den Visumaufkleber eingefügt, und schon haben wir das Visum für 3 Monate im Pass! Zum Austragen und neuen Ausstellen des TIP müssen wir zwischen mehreren Buden hin- und herrennen, 75 USD in Uganda-Shilling wechseln und gleich an einer Bankstelle einzahlen. Währenddessen beginnt es mal wieder zu regnen. Mit dem Einzahlungsbeleg erhalten wir das TIP für Uganda zwar geschrieben, aber noch nicht ausgehändigt, denn wir müssen noch in eine große Halle fahren, in der unser Auto gescannt wird. Wir stehen derweil im Regen ...
Danach will noch jemand vom Zoll eine Handkontrolle machen, doch nach zeigen unseres Kühlschranks und der Küchen- und Vorratskisten dürfen wir - vielleicht auch dank der sehr feuchten Luft - endlich mit dem ausgehändigten TIP nach Uganda einfahren.
Hier wartet auf uns eine fürchterlich zerstörte Straße mit vielen tiefen und wassergefüllten Löchern (fast schon Kratern) und viel Schwerlastverkehr, der um die größten Löcher rumfährt und uns behindert.
Ich glaube, für die etwa 80 Kilometer bis zur ersten ugandischen Stadt Masaka brauchen wir fast 3 Stunden. Hier fahren wir gleich zur Villa Katwe und entscheiden uns für Camping im Garten, es gibt hier Aufenthaltsräume und eine überdachte Bar, dort können wir uns bei Regen gut aufhalten. Am nächsten Morgen gehen wir bei gutem Wetter ins Zentrum Masakas zum Bummeln, Einkaufen ...
Camping im Garten der Villa Katwe
Camping im Garten der Villa Katwe
Hochhauszeilen in der City von Masaka
Hochhauszeilen in der City von Masaka
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Gummistiefel scheinen sehr gefragt.
Gummistiefel scheinen sehr gefragt.
Kleider und Hosen an weißen Schaufensterpuppen
Kleider und Hosen an weißen Schaufensterpuppen
Hoppla, wohl mal aufs Gesicht gefallen!  ;)
Hoppla, wohl mal aufs Gesicht gefallen! ;)

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Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Bevor wir in den äußersten Südwesten Ugandas fahren, heben wir mit Kreditkarte noch etwas Bargeld ab ... und sind Millionär!
Eine Million Uganda-Shilling!
Eine Million Uganda-Shilling!
Nun geht die Fahrt auf gutem Teer über Mbarara und Kabale an den Bunjonyi-See, er liegt auf etwa 1900 Meter über Meeresspiegel und ist mit auch 1900 Metern der zweittiefste See Afrikas. Die ganze Region gehört zu den ärmsten in Uganda, ab Kabale erreichen wir den See auf kleinen schlechten Pisten vorbei an Steinbrüchen, in denen Steine noch von Hand gebrochen und zerklopft werden.
Piste an den Bunjonyi-See
Piste an den Bunjonyi-See
Steinbruch mit Handarbeitern
Steinbruch mit Handarbeitern
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Holzhütten in den Siedlungen am Bunjonyi-See
Holzhütten in den Siedlungen am Bunjonyi-See
Wir quartieren uns im Overlander Resort ein, einer der touristischen Inseln des Wohlstands. Sollte es regnen, dürfen wir das Überdach eines Tented Camps benutzen. Bootsstege ermöglichen das Baden im kalten Seewasser oder Bootsausflüge.
Unser Standplatz am Bunjonyi-See
Unser Standplatz am Bunjonyi-See
Touristische Infrastruktur am See
Touristische Infrastruktur am See
Abendstimmung
Abendstimmung
Am nächsten Morgen hängen Wolken in den Bergen, sie ziehen als Nebelschwaden über den See. Es beginnt zu regnen, und es will nicht mehr aufhören ...
Wolken in den Bergen
Wolken in den Bergen
Nebelwände ziehen auf.
Nebelwände ziehen auf.
Wir sitzen unter einem großen Dach, Wäsche ist zum Trocknen aufgehängt.
Wir sitzen unter einem großen Dach, Wäsche ist zum Trocknen aufgehängt.
Regen ...
Regen ...
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Kurze Regenpausen nutzen wir zu kleinen Spaziergängen über das riesige Resort-Gelände und Festhalten einiger stimmungshebender Eindrücke.
Regenblumen
Regenblumen
Schlinggewächse
Schlinggewächse
Bartmeisen-Pärchen
Bartmeisen-Pärchen
Hadada-Ibis
Hadada-Ibis
Kronenkraniche, die Wappentiere Ugandas
Kronenkraniche, die Wappentiere Ugandas
Nach zwei Tagen an diesem regnerischen See dürfen wir weiterreisen, denn ein besonderer Termin wartet auf uns ...
Nebel steigt über Eukalyptuswäldern auf, und überall wird Landwirtschft betrieben.
Nebel steigt über Eukalyptuswäldern auf, und überall wird Landwirtschft betrieben.
Überall Nebel ...
Überall Nebel ...
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Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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p.s.: Ich hoffe, dass ich den hohen Maßstab von Axel, Helga, Wolfgang und Heike bisher erfüllen konnte ... :lach:
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Uwe Schmitz
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Re: Von der Mondlandschaft zu den Mondbergen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Der besondere Termin, der uns erwartet, ist das Gorilla-Tracking im Bwindi Impenetrable NP.
So umrunden wir den halben Bunjonyi-See und biegen hinter Muko auf eine kleine steile Piste ab, die uns nach Rushaga bringt. Hier wird uns am nächsten Morgen ein traditioneller Tanz vorgeführt, dann werden die 24 Touristen auf 3 Gorillagruppen aufgeteilt, und wir folgen dem Guide in den Dschungel.
Bunjonyi-See von oben
Bunjonyi-See von oben
Traditionelle Tanzvorführung
Traditionelle Tanzvorführung
Die Rangerin unserer Gorillagruppe Kutu
Die Rangerin unserer Gorillagruppe Kutu
Dem Guide durch den Dschungel folgen
Dem Guide durch den Dschungel folgen
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Gleich zu Beginn haben wir großes Glück: Wir sichten Waldelefanten! Es gibt im Bwindi NP noch etwa 200 dieser Tiere, damit sind sie hier noch seltener als die Gorillas.
Waldelefanten in Sicht ...
Waldelefanten in Sicht ...
... und schon wieder im dichten Wald verschwunden.
... und schon wieder im dichten Wald verschwunden.
Dann finden wir die Gorillafamilie Kutu, leider - wie weiter vorne schon beschrieben - immer im Unterholz durch Blätter und Äste verdeckt.
Bergland-Gorilla im Bwindi NP
Bergland-Gorilla im Bwindi NP
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Detailaufnahme
Detailaufnahme
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Nach exakt einer Stunde ist wieder Aufbruch
Nach exakt einer Stunde ist wieder Aufbruch
Und noch einmal haben wir großes Glück: Auf unserem Rückweg hat sich die Gorillafamilie Michaya niedergelassen. So haben wir weitere 10 Minuten die Gelegenheit, diese großen nahen Verwandten zu beobachten und abzulichten.
Mutter mit Kind auf unserem Rückweg
Mutter mit Kind auf unserem Rückweg
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Der Silverback mit seiner Braut
Der Silverback mit seiner Braut
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Wieder im Ranger-Camp zurück erhalten wir die Urkunde für bestandenes Gorilla-Tracking, danach geht zurück zu unserer kleinen Dschungel-Lodge, auf der wir den Rest des Tages verbringen, uns reinigen und erholen.
Übergabe der Urkunden
Übergabe der Urkunden
riesige Farne auf unserer Lodge
riesige Farne auf unserer Lodge
Der Weg zu unserem Zimmer
Der Weg zu unserem Zimmer
Aussichtsterrasse in den Nationalpark
Aussichtsterrasse in den Nationalpark
Am Abend zieht der Nebel auf.
Am Abend zieht der Nebel auf.
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Fortsetzung folgt!
Viele Grüße
Uwe
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