Dieselqualität Senegal/Gambia

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Süd-Sudan, Äthiopien, Somalia, Senegal, Gambia, Bissau, Guinea, Sierre Leone, Liberia, Cote d' Ivoire, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zentralafrika, Eritrea, Djibouti

Moderator: Moderatoren

Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von Turi »

Wo Du recht hast, hast du recht, oder es gehört Dir recht :wink:

Passt schon

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
landcruiser.
Beiträge: 874
Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
Kontaktdaten:

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von landcruiser. »

@Turi

Ich schreib da etwas aus eigener laienhafter "Erfahrung".

Mit Dieseln beschäftige ich mich erst so ab ca. 1997.

Da gabs die ersten Eindrücke als ich mal auf Anraten eines alten Mercedes-Kfz-Meisters "Obenöl" verwendet habe. (beim Kammermotor mit Turbo).

"Wir kippen immer etwas Öl oben auf den Diesel. Tut den Motoren gut. Ham wa immer schon gemacht. Mach mal und schau was passiert."

Also hab ich gemacht und war erstaunt als er auf einmal viel ruhiger lief.

Fand ich gut und habs nicht hinterfragt.

Gegen 1999 hab ich angefangen Pflanzenöl zu fahren.

Erst immer mehr zugemischt, dann 100% Frischpöl und schließlich zur "hohen Kunst" der 100%-Altpölerei.

Effekt schon bei 1 Liter auf 90 Liter Diesel -> Motor läuft ruhiger.

Warum?

Ein richtig eingestellter Diesel nagelt, besonders wenn er kalt ist. Beim DI richtig unangenehm.

Bei der Zugabe von Öl ändert sich die "Zündwilligkeit", er zündet "schlechter" und läuft dadurch nach Gehör ruhiger.

Legt man den Förderbeginn früher, nagelt er auch mit Öl genau wie vorher.

Soweit der Versuch zu erklären, dass der nach Gehör ruhigere Motorlauf allein nichts zu bedeuten hat.

Das Zweitaktöl hat aber durchaus einen Sinn. Es schmiert die ev. vorhandenen Förderpumpe, die Einspritzpumpe und vielleicht auch die Düsen.

Bei den Düsen/Injectoren von modernen Dieseln mit Drücken jenseits von 1.500 bar hab ich da allerdings meine Bedenken bei 1:200 - 1:300 Öl:Diesel ...

Die Schmierung bewirkt aber nicht den gehörten ruhigeren Motorlauf.

Ob das nun durch die "Biodiesel"-Zumischung zum Diesel oder durch die Entschwefelung des Diesels sinnvoll oder nötig ist, sei dahin gestellt.

Ich mische (soweit kein PÖL im Tank ist!) seit Jahren bei jedem Tanken ca. 1/3 l einfachstes Zweitaktöl (1,50 €/l bei 20l) auf den 90 l Tank zu.

Und das obwohl es ein 23 Jahre alter Kammerdiesel ist.

Der Motor läuft noch wie am ersten Tag - gedanklich auf Holz klopf pok pok pok.

Obs am Zweitaktöl liegt oder am vollsynthetischen Motoröl 0W40 oder weil ich manchmal liebevoll mit ihm rede, kann ich allerdings nicht sagen. :wink:

Bekannter fährt den gleichen, macht nix und der läuft genauso (nicht ganz so ruhig :lach: ).

Also muss es auch etwas mit "daran glauben" zu tun haben, womit ich meine Theorie belegt habe und sich der Kreis schließt. :h: (nicht so ernst nehmen!)
Rocky
Beiträge: 156
Registriert: So 16. Mär 2008, 17:34
Wohnort: www.4x4club-leipzig.de

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von Rocky »

...soviel Halbwissen tut weh!
landcruiser.
Beiträge: 874
Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
Kontaktdaten:

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von landcruiser. »

Rocky hat geschrieben:...soviel Halbwissen tut weh!
du darfst meine laienhaften Ausführungen gern berichtigen
Ralf Kiefer
Beiträge: 1575
Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
Wohnort: nahe Karlsruhe

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von Ralf Kiefer »

Links in die Wikipedia:
HFRR: Meßwert für die Schmierfähigkeit von Dieselkraftstoffen
Dieselkraftstoff
Pflanzenöl-Kraftstoff

Gruß, Ralf
landcruiser.
Beiträge: 874
Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
Kontaktdaten:

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von landcruiser. »

Warten wir mal ab was Rocky noch fachlich zum Thema beizutragen hat.

Ich bin gespannt.
skrewdriver
Beiträge: 751
Registriert: Fr 9. Mär 2012, 08:24
Wohnort: grossraum stuttgart

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von skrewdriver »

Hallo dschirr
Ich würde mich mal mit der fa. Seikel,h.Seikel in Verbindung setzen.
Er ist der offroadspezialist für t5 ,und ist selbst die Strecke auch schon gefahren.
In meinem t5,Bj. 2006,hat er damals einen Dieselfilter mit wasserabscheider von Bosch eingebaut.
Mein Motor.2,5,Liter,5Zylinder hat jedoch die Tour nicht überlebt.
Auf dem Rückweg von Ghana über Elfenbein Küste ging der Motor in Marokko hoch.dank ADAC aber in Marokko kein Problem.die welle des turbos war gebrochen.der ADAC brachte mich und das Auto kostenlos nach Hause.
Und die anschlussversicherung von Vw zahlte nach längeren Verhandlungen einen neuen Motor.
Das Fahrzeug war damals 6 Jahre alt und hatte 70 Tausend auf dem Tacho.
Aber das Problem das der Motor hochging hatte nichts mit Diesel und Afrika zu tun.
Matthias
Michael K.
Beiträge: 434
Registriert: So 30. Dez 2007, 15:06

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von Michael K. »

Hallo,

moderne Dieselmotoren bekommen in erster Linie Probleme,wenn der Schwefelanteil im Diesel hoch ist.Dardurch verrußen der Partikelfilter und das AGR -Ventil.Um das zu verhindern, kann man diese Bauteile ausbauen.Dazu muss auch die Motorsteuerung neu progammiert werden.Die Kosten für diesen Umbau belaufen sich auch ca.1500 Euro.Man verliert allerdings die Betriebserlaubniss,weshalb der Umbau nur bei langen Touren Sinn macht.

Grüsse

Michael
dschirr
Beiträge: 71
Registriert: Fr 14. Mai 2010, 12:54

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von dschirr »

Hallo zusammen,

besten Dank für die Antworten. Das mit dem Ausbau ist ne ganz schöne Hausnummer für 3 Wochen im Senegal. In Mauri und Marokko ist es nicht das Problem, bzw. dort hatten wir noch nie Probleme.
Muss jetzt wohl entscheiden Ausbau für drei Wochen oder Risiko.

Gruß

Dirk
marylin
Beiträge: 870
Registriert: Do 29. Nov 2012, 10:56

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von marylin »

Ich kann aus Erfahrung sagen: Der Krafstoff ist selten da probelm. Hochgegangen sind Motoren bisher immer dann, wenn nicht genügend europäische MotorÖL mitgenommen wirde.
Gerade Turbomotoren sind eher ÖL- denn Dieselempfindlich.
CG sollte mindestens rein kommen, und selbst WENN so ein Öl in Afrika erhältlich ist, ist es mit Sicherheit gepanscht.
Wenn nicht genug Öl mitgenommen wirde, lieber den Ölwechsel rausschieben aufs Europaland.
Auch die Öle "made in EC" sind sehr häufig Fälschungen.
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von Turi »

Ich kaufte von Marokko bis Südafrika und über Kenia, Ägypten zurück, überall 5W40 Long live von den bekannten Herstellern.
Wir konnten es bei jedem Ölwechsel in allen Ländern zu finden.
Man muss es nur suchen und dann auch kaufen, ist teurer als bei uns.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
marylin
Beiträge: 870
Registriert: Do 29. Nov 2012, 10:56

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von marylin »

Glück gehabt- in Afrika weiss jeder, ob der gefakten Qualität....
Mir tut es nicht weh, 15 Liter Öl mitzunehmen
Da ich eigentlich nur abgebrannte Turbomotoren (gerne T4 VW Busse) kenne
Kann jeder machen wie er will- aber sich GEdanken über den DIESEL zu machen, und dann ÖLE in Afrika zu kaufen ist schon ein bisserl komisch
landcruiser.
Beiträge: 874
Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
Kontaktdaten:

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von landcruiser. »

landcruiser. hat geschrieben:
Rocky hat geschrieben:...soviel Halbwissen tut weh!
du darfst meine laienhaften Ausführungen gern berichtigen
Was ist nun mit deinem Fachwissen?

Oder wolltest du nur rumstrunzen?
JoachimS
Beiträge: 110
Registriert: Fr 30. Apr 2010, 10:39
Wohnort: Karlsruhe

Re: Dieselqualität Senegal/Gambia

Beitrag von JoachimS »

Sag ich mal was, wenn der Experte sich schon nicht rührt.

Das sind die Ratschläge von Mercedes Benz:

1. längere Fahrten in Höhen ab 2500 meiden. In diesen Höhen setzt sich der Partikelfilter sehr schnell zu.
2. So oft es geht das Fahrzeug mit hohen Drehzahlen fahren. Bei hohen Temperaturen wird weniger Ruß produziert
3. Kurzstreckenbetrieb sollte man logischerweise meiden.
4. Ölwechselintervalle halbieren
5. Additive haben keine Wirkung auf den sich zusetzenden Partikelfilter mit Ruß. Doch, die eigene Kasse wird leerer
6. 2-Takt-Öl für Gemischschmierung hilft nicht bei der Schwefelproblematik, verbessert aber die Schmierfähigkeit. Dieselpumpen und eine eventuele Standheizung freuen sich über die nette Beigabe. Mischungsverhältnis etwa 1:250.

Joachim
Der Versuch der Natur sich ein denkendes Wesen zu leisten, muß als gescheitert angesehen werden.
Antworten