Zimbabwe | Jenseits der Schönheit? Mana Pools!

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Sigurd
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Zimbabwe | Jenseits der Schönheit? Mana Pools!

Beitrag von Sigurd »

Unser Geländewagen ist Fortbewegungsmittel für schwierigstes Terrain. Küche, Wohn,- und Schlafzimmer. Die aufklappbaren Zelte sind oben auf dem Fahrzeug.<br />Mit rund 200 Litern Benzin an Bord haben wir einen Radius von knapp 1.000 Kilometern. Für gut eine Woche sind wir völlig autark.
Unser Geländewagen ist Fortbewegungsmittel für schwierigstes Terrain. Küche, Wohn,- und Schlafzimmer. Die aufklappbaren Zelte sind oben auf dem Fahrzeug.
Mit rund 200 Litern Benzin an Bord haben wir einen Radius von knapp 1.000 Kilometern. Für gut eine Woche sind wir völlig autark.
Die Sonne ist vor wenigen Minuten aufgegangen. Noch ist es kühl am Long Pool. Der Pool ist drei bis vier Kilometer lang und ungefähr zweihundert Meter breit.<br />Vor hunderten von Jahren floß hier der Zambezi. Der Fluß hat irgendwann seinen Lauf geändert und ist jetzt ein paar Kilometer entfernt. Obwohl keine Verbindung zum Zambezi besteht, trocknet der Long Pool niemals aus.<br />Uli und ich pirschen zu Fuß am Pool entlang. In der Trockenzeit kommen viele Tiere aus den Mopanewäldern zum trinken.
Die Sonne ist vor wenigen Minuten aufgegangen. Noch ist es kühl am Long Pool. Der Pool ist drei bis vier Kilometer lang und ungefähr zweihundert Meter breit.
Vor hunderten von Jahren floß hier der Zambezi. Der Fluß hat irgendwann seinen Lauf geändert und ist jetzt ein paar Kilometer entfernt. Obwohl keine Verbindung zum Zambezi besteht, trocknet der Long Pool niemals aus.
Uli und ich pirschen zu Fuß am Pool entlang. In der Trockenzeit kommen viele Tiere aus den Mopanewäldern zum trinken.
Im Pool leben zwei Flußpferdgruppen mit ungefähr je zehn Tieren.<br />Diesen Flußpferdbullen scheint unsere Anwesenheit zu stören. Er hat sich, für uns unbemerkt, unter Wasser genähert und taucht knapp fünf Meter vor uns auf.<br />Er ist sichtbar wütend. Wenn er jetzt mit großer Bugwelle aus dem Wasser schießt ist für uns Holland in Not. Hippos (Flußpferde) sind an Land schneller als Menschen. Jetzt weglaufen wäre die genau falsche Reaktion. Auch bei Nichfleischfressern löst die Flucht des “Störenden” häufig den Angriff aus. Stehenbleiben und abwarten. In 99 Prozent der Fälle passiert nichts. In Afrika ereignen sich die meisten tödlichen Unfälle mit den Hippos. Meist sind es Einheimische die bei Dunkelheit herumlaufen und mit grasenden Flußpferden zusammenstossen.
Im Pool leben zwei Flußpferdgruppen mit ungefähr je zehn Tieren.
Diesen Flußpferdbullen scheint unsere Anwesenheit zu stören. Er hat sich, für uns unbemerkt, unter Wasser genähert und taucht knapp fünf Meter vor uns auf.
Er ist sichtbar wütend. Wenn er jetzt mit großer Bugwelle aus dem Wasser schießt ist für uns Holland in Not. Hippos (Flußpferde) sind an Land schneller als Menschen. Jetzt weglaufen wäre die genau falsche Reaktion. Auch bei Nichfleischfressern löst die Flucht des “Störenden” häufig den Angriff aus. Stehenbleiben und abwarten. In 99 Prozent der Fälle passiert nichts. In Afrika ereignen sich die meisten tödlichen Unfälle mit den Hippos. Meist sind es Einheimische die bei Dunkelheit herumlaufen und mit grasenden Flußpferden zusammenstossen.
Uli und Sigi suchen das Südufer ab. Keine Elefanten, Büffel, Löwen oder Antilopen. Wir begegnen einem Warzenschwein das uns erstaunt anschaut.<br />Knapp vier Meter entfernt sucht es den Boden nach Essbarem ab.
Uli und Sigi suchen das Südufer ab. Keine Elefanten, Büffel, Löwen oder Antilopen. Wir begegnen einem Warzenschwein das uns erstaunt anschaut.
Knapp vier Meter entfernt sucht es den Boden nach Essbarem ab.
Warzenschweine sieht man überwiegend in Familiengruppen. Es sind sehr wehrhafte Tiere. So mancher Leopard, dem beim Anblick eines Warzenschweines das Wasser im Maul zusammenlief, hat schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Am Mount Kenya konnte ich das Zusammentreffen filmen:
Warzenschweine sieht man überwiegend in Familiengruppen. Es sind sehr wehrhafte Tiere. So mancher Leopard, dem beim Anblick eines Warzenschweines das Wasser im Maul zusammenlief, hat schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Am Mount Kenya konnte ich das Zusammentreffen filmen:



Man könnte sagen das Warzenschwein ist so häßlich, dass es fast schon wieder schön ist. Warzenschweine fressen häufig kniend.
Man könnte sagen das Warzenschwein ist so häßlich, dass es fast schon wieder schön ist. Warzenschweine fressen häufig kniend.
pic-4-1024.jpg
Warzenschweine können sehr zutraulich werden. Im Sweetwaters Reservat am Mount Kenya lebt Miss Piggy. Sie wurde allein als Jungtier von den Rangern gefunden. Sie ist bis in das Rangercamp mitgelaufen und geblieben. Damit sie nach Meinung der Ranger ein artgerechtes Leben führen soll, wurde sie zweimal weit entfernt im Busch ausgesetzt. Nach zwei Tagen war sie wieder da. Hat eben ein anderes Verständnis von artgerechter Lebensweise. Das Camp ist völlig offen. Es gibt keinen Zaun. Sie kann kommen und gehen, wann immer sie will. Manchmal ist sie tagelang weg. Sie ist handzahm und lässt sich streicheln. Sie hat nur eine Untugend. Sie knabbert an Wildlederschuhen. Nach längerer Abwesenheit, die Ranger meinten sie wäre von Löwen gerissen worden, kam sie mit fünf halbwüchsigen Ferkeln in das Camp. Erstaunlicherweise ließen sich auch die Ferkel anfassen, obwohl sie nie Kontakt zu Menschen hatten.
Warzenschweine können sehr zutraulich werden. Im Sweetwaters Reservat am Mount Kenya lebt Miss Piggy. Sie wurde allein als Jungtier von den Rangern gefunden. Sie ist bis in das Rangercamp mitgelaufen und geblieben. Damit sie nach Meinung der Ranger ein artgerechtes Leben führen soll, wurde sie zweimal weit entfernt im Busch ausgesetzt. Nach zwei Tagen war sie wieder da. Hat eben ein anderes Verständnis von artgerechter Lebensweise. Das Camp ist völlig offen. Es gibt keinen Zaun. Sie kann kommen und gehen, wann immer sie will. Manchmal ist sie tagelang weg. Sie ist handzahm und lässt sich streicheln. Sie hat nur eine Untugend. Sie knabbert an Wildlederschuhen. Nach längerer Abwesenheit, die Ranger meinten sie wäre von Löwen gerissen worden, kam sie mit fünf halbwüchsigen Ferkeln in das Camp. Erstaunlicherweise ließen sich auch die Ferkel anfassen, obwohl sie nie Kontakt zu Menschen hatten.

Hinweis:
Mehr Fotos in höherer Auflösung unter:http://www.privatsafaris.de/html/long_pool.html
Durch die Verkleinerung im Forum auf 600x450 Pixel leidet die Qualität der Fotos erheblich.
Sigi
Menschen für Afrika begeistern
http://www.afrika-individuell.de
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