Der libanesische Ex Premier Hariri hat in einem Fernsehinterview angekündigt, wieder in den Libanon zurückzukehren. Einen Zeitpunkt gab er nicht an. Die Umstände um seinen Rücktritt bleiben immer noch rätselhaft.
In seinem ersten Interview seit seinem aufsehenerregenden Rücktritt vor gut einer Woche hat der ehemalige libanesische Ministerpräsident Saad Hariri beteuert, "sehr bald" in die Heimat zurückzukehren. Er sagte dem libanesischen TV-Sender "Future TV", der ihm gehört, aber nicht, wann dies geschehen werde. Er werde jedoch zurückkommen, um seinen Rücktritt zu bestätigen.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Hariri kann bzw. darf anscheinend aus Saudi Arabien ausreisen und bekommt eine Einladung von dem französischen Präsident Macron.
Es soll nur ein Besuch sein - und kein politisches Exil: Libanons Ministerpräsident Saad Hariri folgt der Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, nach Frankreich zu reisen. Das habe Außenminister Jean-Yves Le Drian bei einem Besuch in Riad angekündigt, bestätigte das französische Außenministerium in Paris. Frankreich hat als frühere Mandatsmacht besonders enge Beziehungen zum Libanon.
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Saudi Araben duldet keine Kritik. Das bekommt jetzt auch Deutschland zu spüren.
Saudi-Arabien hat seinen Botschafter aus Deutschland zu "Konsultationen" zurückgerufen. Der Grund dafür seien Aussagen von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) während einer Pressekonferenz mit seinem libanesischen Amtskollegen Gebran Bassil, teilte das Außenministerium des Königreiches mit. Der deutsche Botschafter in Riad werde eine Protestnote erhalten.
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Der libanesische Stabschef General Joseph Aoun hat die "volle Einsatzbereitschaft" der Armee an der israelischen Grenze erklärt. Anlässlich des libanesischen Unabhängigkeitstag soll die "Implementierung und Einhaltung der UN Resolution 1701 sichergestellt werden."
Etwas weniger Muskelspiele wären jetzt hilfreich in der eh schon angespannten Lage.
"I urge you to tackle all attempts to exploit the recent circumstances to create turmoil, divisions and chaos. At the same time, I urge you to continue to launch preventive action against terrorist cells until every perpetrator of crimes against the Lebanese army and people has been arrested," the general said. "I urge you to be fully prepared at the southern border in order to confront the Israeli enemy's threats and violations, as well as its hostile intentions against Lebanon, its people, and army," Aoun said. "You are called to remain vigilant to ensure the implementation of Resolution 1701 in close coordination and cooperation with the UNIFIL in order to preserve stability" on the Lebanese southern frontier, he concluded.
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Hariri ist in den Libanon zurückgekehrt und schiebt seinen Rücktritt erst mal auf.
Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri hat seinen Rücktritt nach eigenen Angaben zunächst aufgeschoben. Damit sei er einer Bitte des libanesischen Staatschefs Michel Aoun nachgekommen, erklärte Hariri am Mittwoch in einer kurzen Ansprache in der Hauptstadt Beirut.
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Aoun hatte den im saudischen Königreich angekündigten Rücktritt bisher als nicht verfassungskonform abgelehnt. In einer flammenden Rede vor Tausenden seiner jubelnden Anhänger kündigte Hariri an, er werde bleiben und quer durchs Land reisen, um für Freiheit, Stabilität und Souveränität zu kämpfen. Er rief die Bürger zur Einheit auf und skandierte unter tosendem Applaus: "Libanon first!"
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Was hat sich in Saudi Arabien erreignet und was hat wirklich zum Rücktritt Hariris geführt? Hariri gibt dazu eine kurze Stellungnahme ab: "Was sich in Saudi Arabien abgespielt hat, bleibt im Saudiland".
Lebanese Prime Minister Saad Hariri has said that the events that unfolded over the past three weeks of his time in Saudi Arabia will remain undisclosed, emphasising that he does not wish to discuss the details of what happened to him during that period.
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Der Rücktritt vom Rücktritt. Libanons Premier Hariri, der unter seltsamen Umständen in Saudi Arabien von seinem Amt zurückgetreten ist, oder zurückgetreten wurde, widerruft seinen Rücktritt und nimmt sein Amt als Premier wieder auf. Ob das den Saudis gefällt?
Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri hat seine Rücktrittserklärung widerrufen. Hariri kündigte nach der ersten Kabinettssitzung seit seiner Rückkehr ins Land an, an der Spitze der Regierung zu bleiben. Das Kabinett dankte Hariri dafür, dass er seine Rücktrittserklärung zurückgenommen habe, hieß es in einer von ihm selbst verlesenen Erklärung.
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Was genau ist vorgefallen bei Hariris letztem Besuch in Saudi-Arabien?
Mr. Hariri, long an ally of the Saudis, dressed that morning in jeans and a T-shirt, thinking he was going camping in the desert with the crown prince, Mohammed bin Salman. But instead he was stripped of his cellphones, separated from all but one of his usual cluster of bodyguards, and shoved and insulted by Saudi security officers. Then came the ultimate indignity: He was handed a prewritten resignation speech and forced to read it on Saudi television. This, it seemed, was the real reason he had been beckoned to the Saudi capital, Riyadh, a day earlier: to resign under pressure and publicly blame Iran, as if he were an employee and not a sovereign leader. Before going on TV, he was not even allowed to go to the house he owns there; he had to ask guards to bring him a suit.
As bizarre as the episode was, it was just one chapter in the story of Prince Mohammed, the ambitious young heir apparent determined to shake up the power structure not just of his own country but of the entire region. At home, he has jailed hundreds of fellow princes and businessmen in what he casts as an anticorruption drive. Abroad, he has waged war in Yemen and confronted Qatar. The day Mr. Hariri was ordered to report to Riyadh, he was just a pawn in the crown prince’s overall battle: to rein in the regional ambitions of Saudi Arabia’s longtime rival, Iran. This is the back story of Mr. Hariri’s long, strange sojourn in Saudi Arabia last month, as revealed in behind-the-scenes accounts from a dozen Western, Lebanese and regional officials and associates of Mr. Hariri.
Der französische Präsident Macron äußert sich nun zu dem "unfreiwilligen" Verbleib von Hariri in Saudi Arabien. Laut Macron wurde der libanesische Premier gegen seinen Willen in Saudi festgehalten. Das Eingreifen Macrons hätte einen Krieg im Libanon verhindert. Riad bestreitet diese Aussage allerdings.
Der französische Präsident gab mit einer Bemerkung allen Recht, die im Spätherbst 2017 bei den spektakulären Ereignissen in Saudi-Arabien davon ausgegangen waren, dass der libanesische Premierminister Hariri dort gegen seinen Willen festgehalten würde
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In Beirut gibt es Proteste gegen die Lebenshaltungskosten ...
Thousands of demonstrators gathered in Beirut to protest against the rising cost of life, growing socio-economic difficulties and a political and institutional impasse. The march was held yesterday and was organized by the Lebanese Communist party and some unions that have not sided with the main confessional parties.
Wirklich relevant sind die Proteste noch nicht, zumal die kommunistische Partei im Libanon und die ihr nahestehenden unabhängigen Gewerkschaftsverbände im traditionell entlang konfessioneller Linien orientierten Parteiensystem keine große Rolle spielt. Aber die Demonstration ist wie ein fernes Donnergrollen, das andeutet, dass ein heftigeres Gewitter bevorstehen könnte: Allein von Januar bis August haben im Libanon rund 2.500 vor allem kleinere Geschäfte schließen müssen - in einem Land mit gerade 4,5 Millionen Einwohnern eine besorgniserregende Zahl. Zahlreiche Freunde haben darüber hinaus ihren Job verloren oder wurden zu Gehaltseinbußen genötigt.
In einer solchen Situation ist die - zum wiederholten Mal erkennbare - Unfähigkeit der libanesischen Politiker, ein halbes Jahr nach den Parlamentswahlen eine neue Regierung zu bilden, ein wenig wie das Streichholz, das das Ölfaß zum Brennen bringen könnte. Seht her, Ihr bekommt ja gar nichts geregelt und uns geht es immer schlechter, lautet die Botschaft. Der Bericht der Nachrichtenagentur ist insofern irreführend, als in diesem Fall tatsächlich die Hizbullah zu einem guten Teil für die politische Blockade verantwortlich ist.
Der bisherige Ministerpräsident Saad al-Hariri führt eine neue Regierung. Die Schiitenmiliz Hisbollah bekommt das begehrte Gesundheitsministerium ...
Knapp neun Monate nach der Parlamentswahl hat der Libanon eine neue Regierung der nationalen Einheit, an der alle politischen Lager des Landes beteiligt sind. „Wir müssen uns bei allen Libanesen für die Verzögerung entschuldigen. Es gab einige Hindernisse“, sagte der alte und neue Regierungschef Saad al-Hariri nach einem Treffen mit Präsident Michel Aoun und Parlamentspräsident Nabih Berri am Donnerstagabend. Nach der Wahl am 6. Mai – der ersten seit neun Jahren – war Hariri von Aoun mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Was folgte, war ein monatelanger Streit um die Verteilung der Ministerposten. Gemäß der konfessionellen Parität im Libanon muss die Hälfte der 30 Kabinettsposten mit Christen besetzt werden, die andere Hälfte mit Muslimen.