"alte" Reisen

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Birgitt
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Birgitt »

sysiphus hat geschrieben:
Sa 30. Aug 2025, 11:50
... Manche vertrauten beim Verlassen der Piste auf alte Karten, in denen Brunnen eingezeichnet waren, die sie jedoch nicht fanden. Gefunden wurden dann von algerischen Suchtrupps ihre Leichen. Kurz: das waren keine Nachrichten, die ein Land sich wünscht! ...
Zu euren Fotos und Geschichten fällt mir spontan das Buch von Birger Sechtig ein BPfeilB Manche freilich müssen drunten sterben ...

Gruß
Birgitt
sysiphus
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von sysiphus »

Richtig, nur mit dem Unterschied, dass es dort zu viel Wasser (wenngleich salzig) gab! :wink:
Birgitt
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Birgitt »

Stimmt, für Teil 2 des Buchs :wink: Hingegen Teil 1 (In Atei) beschreibt die Passage entlang der Grenze zwischen Algerien und Niger in Ost-West-Richtung.

Gruß
Birgitt
sysiphus
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von sysiphus »

Ah, danke für die Erinnerung!
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Achim Vogt
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Achim Vogt »

Tilemsine hat geschrieben:
Sa 30. Aug 2025, 11:44
Hallo Achim,

ich war damals mit dem Motorrad allein unterwegs. Jung und blauäugig. Ich habe in der algerischen Botschaft angerufen und nachgefragt, ob die Reise möglich ist....und die haben ja gesagt. Also bin ich los. Ging auch alles gut bis ich auf dem Rückweg von Tam nach In Eker bei einer "falschen" Kontrollstelle von der Strasse geholt wurde. Ich hatte sehr viel Glück, daß der "Verantwortliche" damals sehr die Gastfreundschaft respektierte und ich den "richtigen Reisepass" hatte...

Grüße Hans
Puh - al hamdulillah kann man da nur sagen! Gut, dass Du noch da bist und darüber berichten kannst!

LG
Achim
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Achim Vogt
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Achim Vogt »

Birgitt hat geschrieben:
Sa 30. Aug 2025, 12:06
Zu euren Fotos und Geschichten fällt mir spontan das Buch von Birger Sechtig ein BPfeilB Manche freilich müssen drunten sterben ...
Das werde ich mir auch mal anschaffen, wenn ich es denn noch finden sollte ...

Es erinnert mich an vier junge Leute aus Kaiserslautern (wenn denn eben jene Erinnerungen nicht trügen), die damals - natürlich, möchte man sagen, ohne 4x4 - mit ihrem Wagen auf einer Nebenpiste, war es südwestlich von Tam?, liegen blieben und elend verdurstet sind. In dem Buch ist nur von zwei Toten die Rede, insofern fürchte ich, dass es sich beim dort Beschriebenen um eine andere tragische Geschichte handelt.

Viele Grüße
Achim
Monika Lorenz
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Monika Lorenz »

Da kann dir geholfen werden. Es gibt noch 2 Exemplare bei

https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/A ... er+sechtig

Viel Spaß beim Lesen.
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat verloren.
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Uwe Schmitz
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Achim Vogt hat geschrieben:
Sa 30. Aug 2025, 12:47
Das werde ich mir auch mal anschaffen, wenn ich es denn noch finden sollte ...
Dieses Buch ist vom Sahara-Club nachgedruckt worden, dort evtl. anfragen
viele Grüße
Uwe
horst.k
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von horst.k »

Unbeschwert unterwegs in Algerien 1983, zum schlafen haben wir uns 4 Wochen einfach neben das Auto gelegt.
Würde ich heute auch nicht mehr machen :shake:

image067.jpg

Viele Grüße
Horst
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Uwe Schmitz
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Uwe Schmitz »

Achim Vogt hat geschrieben:
Sa 30. Aug 2025, 12:47
Es erinnert mich an vier junge Leute aus Kaiserslautern (wenn denn eben jene Erinnerungen nicht trügen), die damals - natürlich, möchte man sagen, ohne 4x4 - mit ihrem Wagen auf einer Nebenpiste, war es südwestlich von Tam?, liegen blieben und elend verdurstet sind.

Hier 2 alte zeitungsartikel von 1990, als das alles geschah.

Sternartikel Mitte 1989, erste beiden Berichtseiten (Auszug)
Sternartikel Mitte 1989, erste beiden Berichtseiten (Auszug)

Zeitungsausschnitt, Ausgabe und Datum unbekannt
Zeitungsausschnitt, Ausgabe und Datum unbekannt

Viele Grüße
Uwe
middeldorfklaus3
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von middeldorfklaus3 »

horst.k hat geschrieben:
Sa 30. Aug 2025, 14:56
Unbeschwert unterwegs in Algerien 1983, zum schlafen haben wir uns 4 Wochen einfach neben das Auto gelegt.
Würde ich heute auch nicht mehr machen :shake:
Warum nicht ????
pefra
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von pefra »

2003 trafen wir in Djanet auf dem Campingplatz Leute, die wollten mit 2 Autos in die Tenere. Die hatten keine Karten dabei und keine Navigationsmittel irgendwelcher Art. Der Plan war, "den Spuren der anderen einfach nachzufahren". Wir haben uns die Kerle mal so richtig zur Brust genommen, die sind am nächsten Tag abgehauen. Wohin ist nicht bekannt.

Zwei andere Nissan Patrol sind los Richtung Süden, die hat man nach 2 Wochen später kurz vor dem Verdursten gefunden. Die beiden hatten sich verloren (wie auch immer man das anstellt) und waren quasi nebeneinander im Abstand von wenigen Kilometern weiter gefahren.

Das Ladegut hatten sie so aufgeteilt, dass der eine das Kartenmaterial hatte, der andere die 20 Liter Wasser, die sie dabei hatten.

Insgesamt glaube ich, dass zu der Zeit damals sehr viel mehr dummes Zeug da unten passiert ist, als uns klar ist.
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Achim Vogt
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Achim Vogt »

Danke Uwe - auch wenn es wirklich traurig war! Und wie hat sich das damals in mein Bewusstsein eingebrannt, dass es mir auch 35 Jahre später noch mit den meisten Details so präsent ist.

Danke auch an Monika - entweder dort oder beim Sahara-Club werde ich es hoffentlich finden.

Viele Grüße
Achim
sysiphus
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von sysiphus »

Achim Vogt hat geschrieben:
Sa 30. Aug 2025, 12:42
Puh - al hamdulillah kann man da nur sagen!
Das gilt sicher für viele Situationen und in der Sahara wahrhaftig ganz besonders! 8)

Trotzdem muss man sich einige spezielle Fakten deutlich machen, wenn man das algerische “Schwarze Jahrzehnt” richtig verstehen möchte.

Das Land ist mehr als 6 x so groß wie Deutschland und hatte damals knapp unter 30 Millionen Einwohner; nicht überall wurde also gekämpft. (Es gibt nur Schätzungen zur Zahl der Toten: 150 000 bis 200 000.) Der weitaus größte Teil der Kämpfe fand im Norden statt und dort besonders auch in den gebirgigen Regionen z.B. Kabylie/Aures.

Sehr gefährlich waren die großen nationalen Verbindungsrouten, denn dort errichtete die GIA (der bewaffnete Arm der FIS) "fliegende" Sperren. Dabei wurden unzählige Zivilisten ermordet, manchmal alle Passagiere von Bussen. Nicht immer konnte man die Islamisten von der Armee unterscheiden, denn beide trugen bei solchen Sperren oft Zivil!

Das - und die manchmal unvermeidlichen Durchfahrten von Siedlungen - waren unkalkulierbare Situationen. So z.B. in Zaouia el Kahla, wo es ein Gefängnis für Islamisten gab; keine gute Atmosphäre!

Ich bin während dieser Jahre dort viel gereist - es war ein langes Jahrzehnt! Bin dort offenem Hass begegnet (von Menschen, deren Herkunft eindeutig nicht algerisch war) und hatte wohl auch einige Male Glück. Aber ich hatte dort auch meine besten Begegnungen mit diesem wunderbaren Land.
Und sie sind es, deren Echo noch in mir lebt! :wink:
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Jochen Baumann
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Re: "alte" Reisen

Beitrag von Jochen Baumann »

Achim Vogt hat geschrieben:
Sa 30. Aug 2025, 11:27
Hoggar 1995! Das ist irgendwie beeindruckend, aber ich bin nicht ganz sicher, ob es nicht auch leichtsinnig war: von 1992 bis 2000 herrschte in Algerien ein blutiger Bürgerkrieg, auch Ausländer waren unter den Opfern. Wäre spannend, mehr darüber zu erfahren, wie Ihr das damals hinbekommen habt.
Hallo Achim

Ich war von 1991 bis 2002 jedes Jahr in der algerischen Sahara, allerdings nie auf der Hoggar "Piste" und Tamanrasset, immer nur im Süd-Osten.
Von den Unruhen haben wir dort nie etwas mitbekommen.

017 Sif Fatima.jpg
Sif Fatima 2002

Jochen
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