martinaustirol hat geschrieben: ↑Sa 1. Jun 2024, 10:29Immer wieder schimpfen viele über den Müll in anderen Ländern, der die feinen Strände oder Picknickplätze verunstaltet. Was doch die anderen Leute für schlechte Erziehung hätten oder einfach Schw.... seien, einfach Müll wegzuschmeißen, den könne man doch mitnehmen, und so weiter. Ja, das sehe ich genau so. Plastikflaschen, Zigarettenkippen, Windeln und vieles Meer, das stört mich. Deswegen räume ich meinen Nachtplatz in meiner unmittelbaren Umgebung auf und nehme den Müll mit bis zur nächsten sinnvollen Entsorgungsmöglichkeit, auch wenn das im worst case ein paar Tage benötigt.
:eek:
Und nun freue mich wirklich, dass ich in den letzten Tagen endlich mal einen Gleichgesinnten getroffen habe, der in ähnlichen Lebensumständen ist wie ich und als langzeitreisender Mitteleuropäer mit 10 Tonnen unterwegs ist und der auch seinen Müll aufräumt. Und dies nicht nur am Strand, sondern auch hinterm Auspuff! Das was da rauskommt, ist ja schließlich auch nicht viel anderes als Müll, den keiner mehr braucht. Die Abgase sind halt unsichtbar und lassen gottseidank sich gut verteilen, aber sonst will die ganzen Verbrennungsrückstände und das CO2 niemand auf der Welt haben.
Jedenfalls hat er mich auf eine andere Möglichkeit der CO2 Kompensation aufmerksam gemacht, und zwar die compensators. Dieser Verein in Berlin kauft CO2 Zertifikate der EU und lagert diese ein. Somit stehen sie nicht mehr zur Verfügung. Da kostet die Tonne so um die 80 Euro aktuell.
Ich selbst kompensiere den CO2 Ausstoß meiner Firma, der sich nicht vermeiden lässt, seit etwa 10 Jahren über climateneutral.
Privat unterstützen wir atmosfair, die fokussieren auf CO2 Einsparungen kostengünstiger im globalen Süden, also z.B. mit effizienteren Heizöfen oder mit Biogasanlagen für Reisstroh statt am Acker sinnlos abbrennen.
Nun steht die Kompensationszahlung für unsere letzten 12 Reisemonate an, das waren hier verschiedene Flüge und etwa 4600 Liter Diesel, insgesamt war unsere 4 köpfige Familie in den letzten 12 Monaten für exorbitante 40 Tonnen CO2 Emissionen veranwortlich. Dabei werden wir sicherlich die eine oder andere Tonne übersehen haben, obwohl wir doch immer wieder großzügig aufgerundet haben. Somit sind wir eigentlich recht durchschnittlich unterwegs, die deutsche Pro Kopf Emission liegt ja bei 11 Tonnen pro Jahr.
Auf den Reisen haben wir immer wieder festgestellt, dass wir als durchschnittlicher Mitteleuropäer im weltweiten Vergleich schon sehr privilegiert sind. Das startet beim Reisepass, der problemlose Einreisen in viele Länder ermöglicht und geht bis hin zu unseren finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten. Das weiß ich sehr zu schätzen und daher möchte ich mich selbst in die Verantwortung nehmen und meinen Müll hinter meinem Auspuff zu mindestens aufräumen und kompensieren, wenn ich ihn schon nicht vermeiden kann.
Atmosfair verrechnet für die Kompensation von 40 Tonnen CO2 etwa 1.000 Euro. Das schmerzt zwar etwas, aber ich kann es mir leisten und ich will es mir leisten.
Nun würde mich interessieren, wie ihr kompensiert und was so Eure Gedankengänge dazu sind.
Dein Interesse wird nach dem du meinen Beitrag gelesen hast merklich abnehmen, sei dir sicher..
Ich fahr z.b. mit dem MTB in Südtunesien herum
reiseblogs-f43/hart-ueberm-limit-mtb-to ... 43935.html
in Wien trainier ich z.Z. 12500km/Jahr mit dem Rennrad und bin fit für 12-Wochen-MTB-Touren im südtunesischen Militärsperrgebiet..
Da wird mir kein Zwangsführer verpasst, ziehe meine Spur oberland allein im Sand... ich kann das dann eigenverantwortlich machen, es ist aber schon vorgekommen das die Garde National mir nachgefahren ist um zu schaun obs mir auch wirklich gut geht..kennen mich schon lange..
Seit 18 Jahren ohne Auto, zu den 12500 Trainingskilometern fahr ich auch sonst alles in der Stadt Wien mit dem Lastenrad.
Schnitt mit dem Rad in der Stadt 20km/h, mit dem Auto Schnitt 9km/h, es gibt kein valides Argument in der Stadt ein Auto zu bewegen..
Ich mach das mit meinen 72 Jahren...Alter ist keine Kategorie
Mein Ökosozialer Fußabdruck ist damit fürs ganze Jahr 100% gedeckt.
das wirst du mit deinem 10-Tonner nicht schaffen, für dich ist am 2.August Schluss mit lustig..
"Earth Overshoot Day 2023"
Ab dem 2. August schulden wir Menschen der Erde was! Danach ist die wiedererneuerbare Energie verbraucht.
Das restliche halbe Jahr lebst du bereits auf grausamen Ressorcenkredit, egal wieviel müll du hinter dir aufräumst..
So schauts aus..!
Wenn ich nach tunesien mit dem MTB fliege zahl ich an Atmosfair meinen Windradbeitrag ein. Das ist klar..
Das verhindert den blauen Planetexodus abe ganz sicher nicht.
Climaneutral kannst vergessen, da gibt es etliche Faktenfeste LInks die davon abraten..
es gibt nur die Atmosfair die wirklich was auf die Reihe bringen..
Die Faszination im einfachen finden und damit den Planeten retten, das geht mit einem 10-Tonnner der den ganzen Zivilisationsmüll an Bord mit sich schleppt wie Klotz am Bein ganz sicher nicht...
Gruß Peter
einer der wenigen die sich hier noch mit ihrem normalen Namen nennen...



