Kampf dem Muell

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Stefanie
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Kampf dem Muell

Beitrag von Stefanie »

Liebe Wueschis!
Alle, die sich in der kommenden Woche zufaellig in der Oase Baharia aufhalten, sind herzlich eingeladen, mit uns den Muell der Zivilisation zu beseitigen.
Diese Aktion gibt es nun schon seit einigen Jahren, doch haben wir uns ab diesem Jahr dem EARTH DAY angeschlossen.
Das Programm findet ihr auf unserer Homepage, zusammen mit allgemeinen Informationen ueber die Arbeit der NGO Bahariya Desertlovers.

http://www.bahariyaoasis-ngo.org/Starts ... _2010.html

Bild
Gruesse aus Baharia
Stefanie

Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
PeterCordes
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Re: Kampf dem Muell in der Wueste

Beitrag von PeterCordes »

Hi Stefanie,

wo wird der gesammelte Müll denn dann hingeschafft ?

Existiert in Ägypten schon ein geregeltes Müllbeseitigungssystem das verhindert, dass der Müll hinterher einfach wieder in die Wüste hinausgekarrt wird ?

Viele Grüße
Peter
Stefanie
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Muellentsorgung

Beitrag von Stefanie »

Hi Peter,
wir haben hier ausserhalb des Ortes eine Deponie. Dort wird der Muell im Moment noch verbrannt. Der neue Buergermeister arbeitet aber an anderen Wegen... In Kairo gibt es Recycling-Anlagen, doch hat sich bisher noch niemand bereiterklaert, den Muell zu sortieren.

Leider bilden sich immer wieder illegale Deponien vor den Toren - der Weg zue legalen Verbrennung ist anscheinend zu weit...
Bei den Wuestentouren nehmen verantwortungsbewusste Fahrer Muellsaecke mit, die sie dann im Ort entsorgen. Es gibtaber immer noch jede Menge Toilettenartikel, -papier, Plastikflaschen, Blechdosen...
Die Sammelaktion ist als Teil eines gesamten Bewusstmachens zu sehen. Das entscheidende ist das, was wir mit den Kindern machen koennen...
Viele Gruesse
Gruesse aus Baharia
Stefanie

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Tom09
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von Tom09 »

:lach:

Bei allem Verständnis und Respekt vor -fast-jeder Form des Idealismus...

Ich liege unter dem Tisch....

"Bei den Arabern den Müll wegräumen"

ist jetzt wirklich gleich nach dem Beitrag
"Widerstand der Schweiz gegen das Nationalsozialistische Deutschland"

das beste, was ich bisher hier gelesen habe.

:lach:

Viel Spass dabei
Stefanie
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Danke!

Beitrag von Stefanie »

Hi Tom,
danke fuer die guten Wuensche! Spass hatten wir!!!
...uebrigens geht es nicht darum "bei den Arabern Muell weg zu raeumen". es handelt sich auch um den Muell der Touristen, die auch ihren Muell in die Wueste werfen!
Nicht zuletzt ihr Individualreisenden wollt nicht ueber die Spuren von euern Vorgaengern stolpern, oder?
Gruesse aus Baharia
Stefanie

Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
Kuno
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von Kuno »

Guten Morgen, Tom09.

Du scheinst es ja lustig zu haben. Um dein Thema aufzugreifen: Ich seh's mit dem Muell in der Wueste auch irgendwie aehnlich wie mit dem Nationalsozialisumus. Ich finde es voellig daneben, dass Leute wie du nur ueber die Lachen, die etwas gegen den Muell in der Wueste unternehmen wollen. Mir sind die Leute lieber, die mit der guten Intention an etwas herangehen, was vielleicht auf den ersten Blick sinnlos ist, als die bloeden Grinser, die nach dem Motto "Bringt ja eh nichts." daneben stehen.

Und wenn wir schon dabei sind: "Widerstand der Schweiz gegen das Nationalsozialistische Deutschland". Auch das scheint fuer dich ein Lacher zu sein. Ich kenne (und kannte) genug Leute, die dieses Thema damas sehr ernst genommen haben. Und ohne nun die Deutschen als Deutsche angreifen zu wollen - die Schweizer haben sich damals sehr wohl gegen eine Uebernahme durch die Nationalsozialisen wehren wollen. Anders als ein paar Jehre davor die Deutschen. Da gab's wohl auch zu viele, die nur bloed gelacht haben, bis es dann zu spaet war.

Lach du weiter und hab' einen schoenen Tag - steh einfach denen nicht im Weg, die zum Beispile den Muell in der Wueste wegraeumen wollen.
ingolf
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von ingolf »

Hallo,
den Müll in der Wüste fand ich noch nie zum Lachen.
Erst recht nicht den Müll in und am Rand der Siedlungen. Genau genommen ist es die Sache, die mich am meisten dort stört.
Ich habe aber immer den Eindruck gehabt, daß es die Einheimischen nicht stört und halte deshalb Bemühungen in dieser Richtung für sinnlos: Wenn sie es selbst nicht als Problem ansehen, warum sollten sie etwas dafür tun?
Bestes Beispiel ist die unsägliche Plastiktüte. Viel zu dünn um wirklich etwas tragen zu können, beherrscht sie jeden Markt und hinterher das ganze Land. Ausgerechnet dort, wo es eher an allem fehlt, feiert ein Wegwerfartikel täglich neue Rekorde.
Ganz habe ich die Hoffnung auf Besserung noch nicht aufgegeben: erinnern wir uns mal, wie lange es her ist, als hier an jedem Dorf eine Kippe qualmte und der Weg nach Süden in Italien und Franreich hinter jeder Kurve etwas anders aber oft nach brennemden Müll stank.
Und noch heute gilt südlich der Alpen: blicke niemals hinter ein Mäuerchen.
Grüße, Ingolf
Stefanie
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von Stefanie »

Hallo zusammen,
Ingolf, du hast voellg recht! Solange die Einheimischen den Sinn nicht sehen, umweltbewusster zu leben, ist die blosse Muell-Sammel-Aktion ein Tropfen auf den heissen Stein. Es ist aber ein Anfang, und wenn Auslaender daran teilnehmen, koennen sie als eine Art Vorbild aggieren. Das Entscheidende ist allerdings, dass wir bei den Kindern anfangen und sie sensibilisieren. Die Erwachsenen koennen wir schwer aendern (auch wenn hier gerade ein neuer Buergermeister sein Bestes gibt!).
Das Problem mit den Plastiktueten ist ein besonderes: solange sie billiger sind als Papiertueten ist es schwer die Menschen zum Umdenken zu bringen. Wir haben fuer die NGO sogar Leinenbeutel herstellen lassen. Sie kosten uns im Einkauf LE 5,50 - mehr als 1 Liter Milch. Ich verwende sie nur noch, unsere Kinder auch, doch "Otto-Normal" kauft lieber die Milch - die Plastiktueten gibt es umsonst!
Einmal habe ich im Laden eine Kiste mit Einkaufszettel hinterlassen. Als ich die Einkaeufe abends abholte, waren die Waren fein saeuberlich in Tueten in die Kiste gepackt... Ich habe darauf hingewiesen...jetzt klappt es auch ohne!
Also - irgendwo muessen wir einfach anfangen und deshalb wird eben auch seit Jahren ein Mal im Jahr in der Wueste und im Ort (demonstrativ) der Muell aufgesammelt.

Gruesse aus Baharia

Ach ja - nicht jeder Wuestenbesucher verhaelt sich vorbildlich. Schon alleine das Toilettenpapier, das man an stark frequentierten Lagerplaetzen finden ist eklig genug! :kotz:
Gruesse aus Baharia
Stefanie

Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
Birgitt
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von Birgitt »

Namibia
Nachahmen empfohlen

23.09.2010 - AZ online

Kaufen, verbrauchen, wegschmeißen. Das sind die drei Verben, die bisher unseren Alltag zumindest zum Teil mitbestimmt haben. Nach dem Wegschmeißen kommt die Müllabfuhr, die Mülltonne wird geleert und das Thema Abfall ist erledigt. Diese ignorante Denkweise sollte eigentlich schon längst der Vergangenheit angehören [...] Mehr als 2650 Kilogramm Müll seien im vergangenen Jahr an einem Tag am Strand entlang eingesammelt worden [...] Das ist eine katastrophale Menge. Wenn wir so weitermachen, dann ist irgendwann ein Strandbesuch nicht mehr möglich. Nicht etwa, weil dann ein Verbot herrscht, sondern weil sich der Besucher mit seinem achtlos zurückgelassenen Müll selbst einen Riegel vorgeschoben hat ... mehr

Gruß
Birgitt
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von Birgitt »

Umwelt:
Aufräumen am Berg

Ausgabe Oktober 2010 - National Geographic

Seit beinahe 60 Jahren besteigen die Menschen den Mount Everest bereits - und lassen ihren Müll dort zurück. Oft in der sauerstoffarmen „Todeszone“ in über 8000 Metern Höhe, wo es auf jedes Pfund ankommt. Das schmelzende Eis offenbart nun das Ausmaß der ökologischen Belastung: unzählige Sauerstofftanks und anderen tiefgefrorenen Ballast. Aus den Basislagern werden jedes Jahr große Mengen Müll zu Tal geschafft ... mehr

Gruß
Birgitt
Tölzer
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von Tölzer »

Hallo Forum!
Leider ist die "Denkweise" von TomO9 kein Einzelfall!
In unserem ach so sauberen Mitteleuropa gibt es genügend Ferckel, die von Umweltschutz noch nichts gehört haben und auch noch nicht sensibilisiert sind!
Ich heiße jede Art von Initiative gut, die versucht den Leuten bewußt zu machen, das sie Ihren Dreck selbst umweltbewußt beseitigen sollen.
Egal, ob es die Touris in der Wüste sind oder die Bergsteiger am Mt. Everest!

Nur ein kleines Beispiel: ich bin Hüttenwirt auf der Zugspitze. Meine Hüttenver- und Ensorgung muß außschließlich mit dem Helikopter erfolgen. Ich muß nach einer 4- Monatssaison nicht nur meinen eigenen Müll ins Tal fliegen, sondern auch den Müll, den tausende von Gästen hier zurück lassen und muß ihn auf meine Kosten entsorgen.
Jedes Jahr kommen 150 Gebirgsjäger aus Mittenwald auf die Zugspitze um den Müll einzusammeln, den die Bergsteiger und die Touris im Zugspitzgebiet hinterlassen!

Ich habe viele Jahre im "verdreckten" Indien gearbeitet. Auch dort bewegt sich einiges: seit 3 Jahren gibt es Plakate in Hyderabad "Keep your city clean and green!" Und seit einigen Jahren fahren keine stinkenden 2-Takt TUKTUK mehr durch Delhi, sie haben alle auf Gasantrieb umstellen müssen!

Lieber TomO9, vielleicht kannst auch Du einen Beitrag dazu leisten, in dem Du beginnst nachzudenken: auch Araber können lernfähig sein!

Gruß Jörg
www.joerg-on-tour.de
Wolfgang16
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von Wolfgang16 »

Lieber Jörg,

man wird hierzulande von allen Seiten mit "Umweltschutz" traktiert. Die Leute schleppen ihren Müll wie wild in die Mülltrennung (die den dann wieder zusammenkippt), man muß um eine grüne Plakette fürs Auto kämpfen, auf meinem Stellplatz darf ich maximal 1 Satz Autoreifen lagern usw usw ... und dann muß man sich so Sätze anhören wie "In unserem ach so sauberen Mitteleuropa gibt es genügend Ferckel, die von Umweltschutz noch nichts gehört haben..." Tut mit leid, so machts keinen Spaß mehr. Bild
liphpip
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von liphpip »

mmhh.stimmt wohl aber ich wohn hier auf dem dorf weit ab von allem und nach jedem wochenende haben die lieben hausentrümpler ihre keller und garagen aufgeräumt und was liegt da näher als den ganzen kram einfach zu uns in den wald zu fahren....
da kommt einem dann schon die wut hoch zumal man hier für einen ganzen hänger voll dreck mit 2-3m3 muell im schnitt 5-8€ zahlt.

wenn nicht jeden tag bei uns am strand zwischen 5 und 6 uhr ne putztruppe den strand säubern würde wäre der erholsame strandtag nach ein paar tagen ein bad im müll.

in deutschland ist es nur so sauber weil den deutschen ständig jemand hinterher läuft und ihnen den hintern abwischt.
das zumindest ist mein eindruck....
Birgitt
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Re: Kampf dem Muell

Beitrag von Birgitt »

Namibia - Umweltschützer appellieren ans Gewissen
28.10.2010 - AZ online

Namibia erstickt im Müll. Immer mehr Wegwerfprodukte geraten in die Hände des Verbrauchers, der es aber dann mit der Entsorgung nicht so genau nimmt. Das kürzlich in Walvis Bay gegründete Umweltschutz-Forum will jetzt nach Lösungsvorschlägen für den Erhalt der Umwelt suchen ... mehr

Gruß
Birgitt
Stefanie
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NGO-Club

Beitrag von Stefanie »

Liebe Wuestenschiffler,
wir haben einen riesen Schritt getan: Dank eines aegyptischen Unterstuetzers koennen wir wohl noch in diesem Jahr mit dem Bau unseres Kids-Clubs beginnen. Hier wird zum einen das Thema Umweltschutz ein ganz wichtiges sein, zum anderen sollen die Kinder der Oase einen Ort zum Spielen und lernen bekommen. Ist der Club erst einmal gebaut, ist er ausbaufaehig! Wir haben sooooo viele Menschen, die uns unterstuetzen wollen - bisher fehlte uns die Oertlichkeit.
Schon in diesem Jahr bekamen wir 2 groessere Spenden von Stiftungen, doch reichte das leider nicht aus. Nun kann es losgehen! Nach der Wahl, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, koennen wir mit dem Bau beginnen - Inshallah.
Im Gebaeude des Clubs wird dann auch unser NGO-Laden einen Platz bekommen und es wird eine zentrale Anlaufstelle fuer Touristen der Oase und der Wueste geben. Es soll dort Infomaterial ueber die Hotels, Guides und Reiseagenturen angeboten werden. Damit wird dann hoffentlich auch der Run auf die mit dem Bus anreisenden Touristen wegfallen. Weiterhin soll ein kleines Museum ueber die Geschichte der Oase entstehen, wo auch Funde aus der Wueste ausgestellt werden sollen...
Viele Plaene, die hoffentlich umgesetzt werden koennen.
Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten!
Gruesse aus Baharia
Stefanie

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