Das Thema ist zu recht sehr emotional besetzt, sollte aber durchaus in einer sachlichen Form diskutiert werden.
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@Klaus:
Der Straftatbestand des Mordes nach § 211 Strafgesetzbuch ist dann erfüllt, wenn ein Mensch einen anderen aus besonders verwerflichem Grund oder auf besonders verwerfliche Art und Weise tötet.
Der Tatbestand des Totschlags ist gegeben, wenn keine Mordmerkmale zu erkennen sind § 212 StGB.
Zur Vorsätzlichkeit: Wenn dem Täter nachgewiesen wird, daß er die Möglichkeit einer gesetzwidrigen Tat gesehen hat, diese billigend in Kauf nimmt und seine Handlung fortführt, dann ist diese vorsätzlich.
Ich habe keinem Unternehmen oder Individuum diese Straftatbestände vorgeworfen, da mir dazu die entsprechenden Kenntnisse fehlen. Ich würde Dich bitten, meine Äußerungen nicht in einen von Dir konstruierten Zusammenhang zu setzen. Danke.
Entsprechend der Definition von Vorsätzlichkeit kann man aber durchaus festhalten: durch die Kenntnis der Akteure, daß Menschen durch die Spekulation mit Nahrungsmitteln keinen Zugang zu bezahlbarer Nahrung mehr haben und dadurch ihr Leben verlieren, wird die Handlung vorsätzlich. Der Hungertod ist hier eine indirekte Folge der Handlung.
Ob die Handlung den Straftatbeständen beispielsweise des deutschen StGB genügt, müssen Juristen klären. Die Legislative ist in der Verantwortung die Handlung zu beurteilen und ggf. Gesetze zu verändern. Die Petition ist der richtige Ansatz, da die etablierten Parteien nicht willens sind, die Meinung der meisten Menschen in den Gesetzgebungsprozess einzubringen.
Die Tatsache, daß die Deutsche Bank und andere Finanzmarkteilnehmer trotz anders lautender Bekenntnisse weiterhin mit Nahrungsmitteln spekulieren, ist der Öffentlichkeit bekannt und wird mehr und mehr beachtet. Ihre Argumentation, daß Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, und die Nachfrage aus verschiedenen Gründen gestiegen sei, ist nur ein Teil der Realität.
Aus unten zitiertem FAZ Artikel:
Investorenlegende Jim Rogers ist überzeugt, dass eine Wette auf Rohstoffe langfristig immer aufgeht: "Verbessert sich die Konjunktur, kommt es zu Knappheiten. Verschlechtert sich jedoch die Weltwirtschaft, werfen die Zentralbanken die Notenpresse an, und die Anleger gehen aus Angst vor Inflation in Sachwerte. Die Folge ist die gleiche: Die Rohstoffpreise steigen."
Grüße
Henrik
P.S. weiterführende Lektüre:
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti ... 37b84e58d5
http://www.attac.de/aktuell/neuigkeiten ... ache=1&L=2
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fin ... 29693.html