Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

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Alexander
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Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Alexander »

Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Nahrungsmittelspekulationen, die von den reichen Ländern ausgehen, führen zu immer mehr Hunger und Tod für arme Menschen. Die Fakten sind eindeutig, mehrere Studien belegen unabhängig voneinander die Zusammenhänge zwischen, explosionsartig steigenden Nahrungsmittelpreisen und dem Kapital, das in diese Finanzmärkte fliesst.

Daher hat eine Gruppe aus dem Occupy Umfeld eine Petition an den Deutschen Bundestag auf den Weg gebracht.

Wir, das Wüstenschiff Forum, unterstützen diese Petition und möchte euch bitten, das Gleiche zu tun.

An verschiedenen Stellen des Forums findet ihr einen Banner, der ähnlich diesem aussieht

openpetition_banner.jpg
[/url]

Bitte klickt auf diesen Banner und gebt eure Stimme ab.

Mehr Informationen gibt es unter http://occupy-occupy.de/

Hier geht es ebenfalls zur :arrow: Petition

Vielen Dank im Voraus

Grüsse
Alexander
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Ricca
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Ricca »

Erledigt.

Herzliche Grüße
Ricca
Henrik
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Henrik »

Dank an die Initiatoren.

Die Petition ist sicherlich ein hervorragender Ansatz die Legislative aufzufordern entsprechende Regelungen zu schaffen. Hoffentlich dann auch ohne Hintertüren.

Jeder Mensch kann jedoch sehr viel mehr individuell leisten indem den Spekulanten das Geld entzogen wird. Einfach die Bank wechseln und sich mehr dafür interessieren wo das angelegte Geld investiert wird. Nicht bei Unternehmen kaufen oder Geschäfte tätigen, die von der Spekulation profitieren. Wenn Millionen Menschen beispielsweise der Deutschen Bank die Guthaben entziehen, wird sich das Management sehr schnell überlegen, ob ihre Gewinne weiterhin auf derartigen Praktiken beruhen sollen.
Wer billigend in Kauf nimmt, daß andere Menschen durch eigenes Handeln ums Leben kommen, erfüllt den Straftatbestand des Totschlags. Trotz Kenntnis der Konsequenz des Todes von Menschen, wird mit Lebensmitteln spekuliert, was den direkten Vorsatz bestätigt.

Henrik
Kuno
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Kuno »

Henrik hat geschrieben:Wenn Millionen Menschen beispielsweise der Deutschen Bank die Guthaben entziehen, wird sich das Management sehr schnell überlegen, ob ihre Gewinne weiterhin auf derartigen Praktiken beruhen sollen.
So eine Aktion hat doch vor ein paar Jahren ein Franzose mal zu initieren versucht. Ist aber soweit ich mich erinnere klaeglich gescheitert; oder nicht?
Alexander
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:So eine Aktion hat doch vor ein paar Jahren ein Franzose mal zu initieren versucht. Ist aber soweit ich mich erinnere klaeglich gescheitert; oder nicht?
Wenn jemand kläglich scheitert, ist es kein Grund, es nicht wieder zu versuchen. Stetes Tropfen höhlt den Stein.
Man muß nur hartnäckig daran arbeiten.

Ein gutes Beispiel für Hartnäckigkeit ist der römischen Staatsmann Cato Censorius, der das Ziel hatte, Kartago zu vernichten. Jede Rede im Senat beendete er mit den Worten: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam (Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss).

Eines Tages sprach er diesen Satz zum letzten mal. Die römischen Legionen machten sich auf den Weg und begannen den dritten punischen Krieg. Kartago wurde zerstört.....

Ein Rückschlag sollte nicht der Anlaß für die Aufgabe einer Idee sein. Es sollte viel mehr ein neuer Ansporn sein.

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Kuno »

...die Details zum dritten Punischen Krieg sind mir gerade nicht praesent. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das ewige wiederholen desselben Satzes zum Roemischen Sieg gefuehrt hat. Wenn ich mich recht erinnere, dann hatte die Niederlage Karthagos auch noch andere Ursachen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Punischer_Krieg
Kuno
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Kuno »

Aber nochmal zurueck zum Thema "Geldabziehen". Es ist ja mittlerweile ziemlich bekannt, dass es bei weitem nicht so viel Geld in den Banken hat, wie dort angeblich angelegt ist. Ein Abzug von Millionen von Bankguthaben wuere dann doch zu nichts anderem fuehren als zu einem schnellen Kollaps unseres Geldsystems. Das wuerde sicher die Spekulanten und die reichen Leute auch treffen - aber in erster Linie doch den Kleinsparer.... ich bin da nicht soooo fit aber ich moechte mein bisschen Angespartes nicht verdampfen sehen.
Alexander
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Wenn ich mich recht erinnere, dann hatte die Niederlage Karthagos auch noch andere Ursachen:
Das ist richtig Kuno. Durch das permanente Penetrieren im Senat, beeinflusste Cato Censorius allerdings erheblich den Zeitpunkt des Kriegsbeginns

Grüsse
Alexander
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Frank J.
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Frank J. »

Danke, Alexander! :-)

Und die Bitte an alle Forenmitglieder: Helft uns, 50.000 Unterzeichner zu erreichen. Verbreitet die Petition bitte weiter. Wir sind zirka 10.000 Unterschriften, im Rückstand, die Medien ignorieren uns bisher leider noch. Wir brauchen also jede andere Hilfe.

-Frank
Kuno
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Kuno »

Kuno hat geschrieben:Aber nochmal zurueck zum Thema "Geldabziehen". Es ist ja mittlerweile ziemlich bekannt, dass es bei weitem nicht so viel Geld in den Banken hat, wie dort angeblich angelegt ist. Ein Abzug von Millionen von Bankguthaben wuere dann doch zu nichts anderem fuehren als zu einem schnellen Kollaps unseres Geldsystems. Das wuerde sicher die Spekulanten und die reichen Leute auch treffen - aber in erster Linie doch den Kleinsparer.... ich bin da nicht soooo fit aber ich moechte mein bisschen Angespartes nicht verdampfen sehen.
Bevor ich jetzt unterschreibe, Frank - was passiert mit meinem bischen Geld, wenn schon alles, was auf der Bak vorhanden war durch dich und die vielen Mitinitianten abgehoben wurde? Die Bank hat mit Garantie nicht alles in 'Cash' in der Kiste, was wir bei ihr ein- oder angelegt haben...
Klaus
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Klaus »

Wer billigend in Kauf nimmt, daß andere Menschen durch eigenes Handeln ums Leben kommen, erfüllt den Straftatbestand des Totschlags. Trotz Kenntnis der Konsequenz des Todes von Menschen, wird mit Lebensmitteln spekuliert, was den direkten Vorsatz bestätigt.
Das ist harter Tobak,in diesem Zusammenhang gelesen köntest du Mord meinen (Vorsatz).
Eine schwere Anschuldigung.
Möglicherweise mit Reaktionen der in diesem Zusammenhang genannten Bank.
Ich denke du hast dich sicher in der Wortwahl vergriffen.
Frank J.
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Frank J. »

Kuno hat geschrieben:Bevor ich jetzt unterschreibe, Frank - was passiert mit meinem bischen Geld, wenn schon alles, was auf der Bak vorhanden war durch dich und die vielen Mitinitianten abgehoben wurde? Die Bank hat mit Garantie nicht alles in 'Cash' in der Kiste, was wir bei ihr ein- oder angelegt haben...
Hmm, da werden zwei Themen vermengt:

1. Uns geht es darum, die Spekulation mit Nahrungsmitteln zu unterbinden. Wir rufen zu nichts weiterem auf.
2. Ob man sein Geld bei einer Bank A oder B anlegt, ist ein anderes Thema.

Wer sich zum Punkt 2, also zum Geldsystem informieren mag, dem empfehle ich diesen Thread im Forum von occupyfrankfurt.de. Ein komplexes, aber wichtiges — und wie ich finde überraschendes Thema.

-Frank
Frank J.
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Frank J. »

Klaus hat geschrieben:Das ist harter Tobak,in diesem Zusammenhang gelesen köntest du Mord meinen (Vorsatz).
Eine schwere Anschuldigung.
Möglicherweise mit Reaktionen der in diesem Zusammenhang genannten Bank.
Ich denke du hast dich sicher in der Wortwahl vergriffen.
Dass bei diesem Thema — wenn man denn begriffen hat , worum es dabei in der Konsequenz geht — die Emotionen hoch schwappen können, wird hier deutlich. Ich mahne zum einen zur Besonnenheit: Vorschnelle Anschuldigungen sind sicher nicht hilfreich — und von Mord hat Henrik hier weder geschrieben, noch hat er jemanden direkt beschuldigt.

Wenn man allerdings die Studien zu diesen Thema liest (wir haben einiges dazu auf occupy-occupy.de zusammengestellt), dann ist die Aussage, dass der Tod von Menschen billigend in Kauf genommen wird, sicher nicht frei erfunden.

Spätestens seit der foodwatch-Kampagne im Oktober 2011 musste jeder Interessierte die Folgen der Spekulation mit Nahrungsmitteln kennen.

Ich betone: Stand heute ist die Spekulation mit Nahrungsmitteln in unserem grundsätzlich Land legal. Dagegen gehen wir vor. Der Finanzmarkt benötigt hier dringend wieder eine Regulierung.

Mögliche strafrechtliche Dinge entziehen sich meiner Beurteilung — und vermutlich auch derer der meisten anderen hier. Deshalb sollten wir diesbezüglich den Ball flach halten: Es führt zu nichts.

Viel empörender empfinde ich, dass der Deutsche Bundestag und die Regierung es irgendwie ignorieren, dass 84 % der Bundesbürger diese Art der Spekulation ablehnen (Quelle: Forsa, November 2011). Deshalb haben wir diese Petition ins Leben gerufen. Unterstützt uns Bitte mit der Unterzeichnung und der Weiterverbreitung unseres Anliegens. Und bitte: Bleibt moderat in den Äusserungen. Nur dann werden wir Menschen für diese Sache gewinnen.

Vielen Dank, Frank
Alexander
Administrator
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Alexander »

Am 1. April startete die Petition im Wüstenschiff und war gleich der erfolgreichste Tag seit die Umfrage initiert wurde. Und das ist kein Aprilscherz :-)

Vielen Dank. Bitte stimmt weiter ab, damit die ganze Aktion ein Erfolg wird
trend.jpg
Grüsse
Alexander
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Henrik
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Re: Keine Macht den Nahrungsmittelspekulanten

Beitrag von Henrik »

Das Thema ist zu recht sehr emotional besetzt, sollte aber durchaus in einer sachlichen Form diskutiert werden.
------------------------
@Klaus:
Der Straftatbestand des Mordes nach § 211 Strafgesetzbuch ist dann erfüllt, wenn ein Mensch einen anderen aus besonders verwerflichem Grund oder auf besonders verwerfliche Art und Weise tötet.

Der Tatbestand des Totschlags ist gegeben, wenn keine Mordmerkmale zu erkennen sind § 212 StGB.

Zur Vorsätzlichkeit: Wenn dem Täter nachgewiesen wird, daß er die Möglichkeit einer gesetzwidrigen Tat gesehen hat, diese billigend in Kauf nimmt und seine Handlung fortführt, dann ist diese vorsätzlich.

Ich habe keinem Unternehmen oder Individuum diese Straftatbestände vorgeworfen, da mir dazu die entsprechenden Kenntnisse fehlen. Ich würde Dich bitten, meine Äußerungen nicht in einen von Dir konstruierten Zusammenhang zu setzen. Danke.

Entsprechend der Definition von Vorsätzlichkeit kann man aber durchaus festhalten: durch die Kenntnis der Akteure, daß Menschen durch die Spekulation mit Nahrungsmitteln keinen Zugang zu bezahlbarer Nahrung mehr haben und dadurch ihr Leben verlieren, wird die Handlung vorsätzlich. Der Hungertod ist hier eine indirekte Folge der Handlung.

Ob die Handlung den Straftatbeständen beispielsweise des deutschen StGB genügt, müssen Juristen klären. Die Legislative ist in der Verantwortung die Handlung zu beurteilen und ggf. Gesetze zu verändern. Die Petition ist der richtige Ansatz, da die etablierten Parteien nicht willens sind, die Meinung der meisten Menschen in den Gesetzgebungsprozess einzubringen.

Die Tatsache, daß die Deutsche Bank und andere Finanzmarkteilnehmer trotz anders lautender Bekenntnisse weiterhin mit Nahrungsmitteln spekulieren, ist der Öffentlichkeit bekannt und wird mehr und mehr beachtet. Ihre Argumentation, daß Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, und die Nachfrage aus verschiedenen Gründen gestiegen sei, ist nur ein Teil der Realität.

Aus unten zitiertem FAZ Artikel:
Investorenlegende Jim Rogers ist überzeugt, dass eine Wette auf Rohstoffe langfristig immer aufgeht: "Verbessert sich die Konjunktur, kommt es zu Knappheiten. Verschlechtert sich jedoch die Weltwirtschaft, werfen die Zentralbanken die Notenpresse an, und die Anleger gehen aus Angst vor Inflation in Sachwerte. Die Folge ist die gleiche: Die Rohstoffpreise steigen."
Grüße
Henrik

P.S. weiterführende Lektüre:
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti ... 37b84e58d5

http://www.attac.de/aktuell/neuigkeiten ... ache=1&L=2

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fin ... 29693.html
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