Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
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martinaustirol
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Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Immer wieder schimpfen viele über den Müll in anderen Ländern, der die feinen Strände oder Picknickplätze verunstaltet. Was doch die anderen Leute für schlechte Erziehung hätten oder einfach Schw.... seien, einfach Müll wegzuschmeißen, den könne man doch mitnehmen, und so weiter. Ja, das sehe ich genau so. Plastikflaschen, Zigarettenkippen, Windeln und vieles Meer, das stört mich. Deswegen räume ich meinen Nachtplatz in meiner unmittelbaren Umgebung auf und nehme den Müll mit bis zur nächsten sinnvollen Entsorgungsmöglichkeit, auch wenn das im worst case ein paar Tage benötigt.
:eek:
Und nun freue mich wirklich, dass ich in den letzten Tagen endlich mal einen Gleichgesinnten getroffen habe, der in ähnlichen Lebensumständen ist wie ich und als langzeitreisender Mitteleuropäer mit 10 Tonnen unterwegs ist und der auch seinen Müll aufräumt. Und dies nicht nur am Strand, sondern auch hinterm Auspuff! Das was da rauskommt, ist ja schließlich auch nicht viel anderes als Müll, den keiner mehr braucht. Die Abgase sind halt unsichtbar und lassen gottseidank sich gut verteilen, aber sonst will die ganzen Verbrennungsrückstände und das CO2 niemand auf der Welt haben.
Jedenfalls hat er mich auf eine andere Möglichkeit der CO2 Kompensation aufmerksam gemacht, und zwar die compensators. Dieser Verein in Berlin kauft CO2 Zertifikate der EU und lagert diese ein. Somit stehen sie nicht mehr zur Verfügung. Da kostet die Tonne so um die 80 Euro aktuell.
Ich selbst kompensiere den CO2 Ausstoß meiner Firma, der sich nicht vermeiden lässt, seit etwa 10 Jahren über climateneutral.
Privat unterstützen wir atmosfair, die fokussieren auf CO2 Einsparungen kostengünstiger im globalen Süden, also z.B. mit effizienteren Heizöfen oder mit Biogasanlagen für Reisstroh statt am Acker sinnlos abbrennen.
Nun steht die Kompensationszahlung für unsere letzten 12 Reisemonate an, das waren hier verschiedene Flüge und etwa 4600 Liter Diesel, insgesamt war unsere 4 köpfige Familie in den letzten 12 Monaten für exorbitante 40 Tonnen CO2 Emissionen veranwortlich. Dabei werden wir sicherlich die eine oder andere Tonne übersehen haben, obwohl wir doch immer wieder großzügig aufgerundet haben. Somit sind wir eigentlich recht durchschnittlich unterwegs, die deutsche Pro Kopf Emission liegt ja bei 11 Tonnen pro Jahr.
Auf den Reisen haben wir immer wieder festgestellt, dass wir als durchschnittlicher Mitteleuropäer im weltweiten Vergleich schon sehr privilegiert sind. Das startet beim Reisepass, der problemlose Einreisen in viele Länder ermöglicht und geht bis hin zu unseren finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten. Das weiß ich sehr zu schätzen und daher möchte ich mich selbst in die Verantwortung nehmen und meinen Müll hinter meinem Auspuff zu mindestens aufräumen und kompensieren, wenn ich ihn schon nicht vermeiden kann.
Atmosfair verrechnet für die Kompensation von 40 Tonnen CO2 etwa 1.000 Euro. Das schmerzt zwar etwas, aber ich kann es mir leisten und ich will es mir leisten.
Nun würde mich interessieren, wie ihr kompensiert und was so Eure Gedankengänge dazu sind.
:eek:
Und nun freue mich wirklich, dass ich in den letzten Tagen endlich mal einen Gleichgesinnten getroffen habe, der in ähnlichen Lebensumständen ist wie ich und als langzeitreisender Mitteleuropäer mit 10 Tonnen unterwegs ist und der auch seinen Müll aufräumt. Und dies nicht nur am Strand, sondern auch hinterm Auspuff! Das was da rauskommt, ist ja schließlich auch nicht viel anderes als Müll, den keiner mehr braucht. Die Abgase sind halt unsichtbar und lassen gottseidank sich gut verteilen, aber sonst will die ganzen Verbrennungsrückstände und das CO2 niemand auf der Welt haben.
Jedenfalls hat er mich auf eine andere Möglichkeit der CO2 Kompensation aufmerksam gemacht, und zwar die compensators. Dieser Verein in Berlin kauft CO2 Zertifikate der EU und lagert diese ein. Somit stehen sie nicht mehr zur Verfügung. Da kostet die Tonne so um die 80 Euro aktuell.
Ich selbst kompensiere den CO2 Ausstoß meiner Firma, der sich nicht vermeiden lässt, seit etwa 10 Jahren über climateneutral.
Privat unterstützen wir atmosfair, die fokussieren auf CO2 Einsparungen kostengünstiger im globalen Süden, also z.B. mit effizienteren Heizöfen oder mit Biogasanlagen für Reisstroh statt am Acker sinnlos abbrennen.
Nun steht die Kompensationszahlung für unsere letzten 12 Reisemonate an, das waren hier verschiedene Flüge und etwa 4600 Liter Diesel, insgesamt war unsere 4 köpfige Familie in den letzten 12 Monaten für exorbitante 40 Tonnen CO2 Emissionen veranwortlich. Dabei werden wir sicherlich die eine oder andere Tonne übersehen haben, obwohl wir doch immer wieder großzügig aufgerundet haben. Somit sind wir eigentlich recht durchschnittlich unterwegs, die deutsche Pro Kopf Emission liegt ja bei 11 Tonnen pro Jahr.
Auf den Reisen haben wir immer wieder festgestellt, dass wir als durchschnittlicher Mitteleuropäer im weltweiten Vergleich schon sehr privilegiert sind. Das startet beim Reisepass, der problemlose Einreisen in viele Länder ermöglicht und geht bis hin zu unseren finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten. Das weiß ich sehr zu schätzen und daher möchte ich mich selbst in die Verantwortung nehmen und meinen Müll hinter meinem Auspuff zu mindestens aufräumen und kompensieren, wenn ich ihn schon nicht vermeiden kann.
Atmosfair verrechnet für die Kompensation von 40 Tonnen CO2 etwa 1.000 Euro. Das schmerzt zwar etwas, aber ich kann es mir leisten und ich will es mir leisten.
Nun würde mich interessieren, wie ihr kompensiert und was so Eure Gedankengänge dazu sind.
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
1'000€
Sysiphus, sag was! Schnell!
Sysiphus, sag was! Schnell!
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Hallo, nur eine Rückfrage....
Bei deinen 40 Tonnen sagst du 1000 Euro.
Dein beworbener 'Compensators" Verein verlangt 80 Euro pro Tonne. Macht für dich doch 3200 Euro .
Ich an deiner Stelle würde die teuerste Kompensation bezahlen wenn es dich beruhigt schlafen lässt.Und die nächste und kommenden Reisen einfach nicht mehr durchführen.
Oder eben die Reise mit Lastenrad und Zug durchführen. Da hat man das beste Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.
Grüße
Bei deinen 40 Tonnen sagst du 1000 Euro.
Dein beworbener 'Compensators" Verein verlangt 80 Euro pro Tonne. Macht für dich doch 3200 Euro .
Ich an deiner Stelle würde die teuerste Kompensation bezahlen wenn es dich beruhigt schlafen lässt.Und die nächste und kommenden Reisen einfach nicht mehr durchführen.
Oder eben die Reise mit Lastenrad und Zug durchführen. Da hat man das beste Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.
Grüße
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Seinen Müll wegzuräumen, mitzunehmen sollte eine Selbstverständlichkeit sein.
Tja ... und der Ablasshandel mag ein gutes Gefühl vermitteln - aber nur für die Gläubigen. Die Welt wird davon nicht besser.
Aber jeder wie er mag.
Tja ... und der Ablasshandel mag ein gutes Gefühl vermitteln - aber nur für die Gläubigen. Die Welt wird davon nicht besser.
Aber jeder wie er mag.
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middeldorfklaus3
- Beiträge: 423
- Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Hats des net auch scho mal in der katholischen Kirche gegeben
Wenn ehrlich - dann Reisen mit dem Radel
Wenn ehrlich - dann Reisen mit dem Radel
- Wolfgang131
- Beiträge: 345
- Registriert: Mi 2. Sep 2009, 13:17
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Guten Tag,
wie wäre es denn mit Zahlen?
Der CO2 Gehalt der Luft beträgt: 0,04 %
Um 1850 Betrug der CO2 Gehalt: 0,038%
Zur Eiszeit: 0,028%
Wahrscheinlich gab es die Eiszeit nur weil zu wenig Autos fuhren.
Und die Eiszeit war kein Klimawandel, die Sahara war mal grün...
Jetzt muss nur noch geklärt werden warum das CO2 die Wärmestrahlen der Sonne reflektiert.
Mein Bulli hat übrigens von Hamburg nach Montevideo anteilsmäßig 48 l (Schwer)-Öl gebraucht.
Viele Grüße
Wolfgang
PS: der beste Umweltschutz ist weniger Menschen
wie wäre es denn mit Zahlen?
Der CO2 Gehalt der Luft beträgt: 0,04 %
Um 1850 Betrug der CO2 Gehalt: 0,038%
Zur Eiszeit: 0,028%
Wahrscheinlich gab es die Eiszeit nur weil zu wenig Autos fuhren.
Und die Eiszeit war kein Klimawandel, die Sahara war mal grün...
Jetzt muss nur noch geklärt werden warum das CO2 die Wärmestrahlen der Sonne reflektiert.
Mein Bulli hat übrigens von Hamburg nach Montevideo anteilsmäßig 48 l (Schwer)-Öl gebraucht.
Viele Grüße
Wolfgang
PS: der beste Umweltschutz ist weniger Menschen
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LarryFisherman
- Beiträge: 35
- Registriert: Mo 14. Aug 2023, 12:07
- Wohnort: Hamburg
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Hallo Martin,
vielen Dank für diesen tollen Denkanstoß. Ehrlicherweise hast du mich da ziemlich ertappt. Ich reise, wahrscheinlich wie hier im Forum die Meisten, viel und gerne. Natürlich wird immer der Abfall mitgenommen und versucht in der Natur so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen. Über meinen überdurchschnittlich hohen Beitrag am anthropogenen Treibhauseffekt und denen eventuell auszugleichen, habe ich mir allerdings noch gar keine Gedanken gemacht. Finde es aber total wichtig sich dadrüber im Klaren zu sein, was unser Privileg eventuell für Menschen aus dem Globalen Süden für Folgen haben kann. Und natürlich vor alle nachfolgenden Generationen…
Auf der anderen Seite muss ich gerade als Student für meine Reisen noch jeden Euro doppelt umdrehen, um überhaupt in der Lage zu sein so ausgiebig zu Reisen. Ein Stück weit ziemlich egoistisch…
Dennoch finde ich die Konsumkritik an dem einzelnen Menschen auch nicht immer richtig, BP hat es ja Anfang der 2000er sehr schön vorgemacht wie man die Verantwortung von einem multinationalem Ölunternehmen auf die „einfachen“ Leute abschieben kann.
Sehr schwieriges Thema und ein wirklich guter Denkanstoß, freue mich über noch weitere qualifizierte Post zu dem Thema. Bisher war die Qualität ja eher überschaubar und meine Vorredner haben die Problematik scheinbar noch nicht alle verstanden, für die meisten wird es wohl auch kein großes Thema mehr sein. Als weißer Europäer ist die aktuellen Gefahr vom Klimawandel auch überschaubar, noch.
Nachdenkliche Grüße aus der DR Kongo,
Larry
vielen Dank für diesen tollen Denkanstoß. Ehrlicherweise hast du mich da ziemlich ertappt. Ich reise, wahrscheinlich wie hier im Forum die Meisten, viel und gerne. Natürlich wird immer der Abfall mitgenommen und versucht in der Natur so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen. Über meinen überdurchschnittlich hohen Beitrag am anthropogenen Treibhauseffekt und denen eventuell auszugleichen, habe ich mir allerdings noch gar keine Gedanken gemacht. Finde es aber total wichtig sich dadrüber im Klaren zu sein, was unser Privileg eventuell für Menschen aus dem Globalen Süden für Folgen haben kann. Und natürlich vor alle nachfolgenden Generationen…
Auf der anderen Seite muss ich gerade als Student für meine Reisen noch jeden Euro doppelt umdrehen, um überhaupt in der Lage zu sein so ausgiebig zu Reisen. Ein Stück weit ziemlich egoistisch…
Dennoch finde ich die Konsumkritik an dem einzelnen Menschen auch nicht immer richtig, BP hat es ja Anfang der 2000er sehr schön vorgemacht wie man die Verantwortung von einem multinationalem Ölunternehmen auf die „einfachen“ Leute abschieben kann.
Sehr schwieriges Thema und ein wirklich guter Denkanstoß, freue mich über noch weitere qualifizierte Post zu dem Thema. Bisher war die Qualität ja eher überschaubar und meine Vorredner haben die Problematik scheinbar noch nicht alle verstanden, für die meisten wird es wohl auch kein großes Thema mehr sein. Als weißer Europäer ist die aktuellen Gefahr vom Klimawandel auch überschaubar, noch.
Nachdenkliche Grüße aus der DR Kongo,
Larry
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martinaustirol
- Beiträge: 64
- Registriert: Fr 11. Dez 2009, 18:42
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Danke Sambezi, ja, daran hatte ich auch gedacht, aber mich dann dagegen entschieden. Solange ich im globalen Süden kosteneffizienter CO2 entnehmen kann, werde ich das tun. Der Erde ist dies ja egal. Und ja klar, am besten wäre Reisen mit dem Fahrrad oder mit Öffis, aber da spielt meine Frau nicht mit und ohne die kann und will ich nicht. Wir sind km mäßig recht langsam unterwegs und nutzen den LKW als Basisstation, von der wir in alle Richtungen auf unterschiedliche Art erkunden und einige Male so lang zu Fuß, mit den Bikes oder dem Paddelboot UNTERWEGS sind wie mit dem LKW.Sambezi1 hat geschrieben: ↑Sa 1. Jun 2024, 20:46Hallo, nur eine Rückfrage....
Bei deinen 40 Tonnen sagst du 1000 Euro.
Dein beworbener 'Compensators" Verein verlangt 80 Euro pro Tonne. Macht für dich doch 3200 Euro .
Ich an deiner Stelle würde die teuerste Kompensation bezahlen wenn es dich beruhigt schlafen lässt.Und die nächste und kommenden Reisen einfach nicht mehr durchführen.
Oder eben die Reise mit Lastenrad und Zug durchführen. Da hat man das beste Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.
Grüße
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martinaustirol
- Beiträge: 64
- Registriert: Fr 11. Dez 2009, 18:42
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
@ Wolfgang, meines Erachtens ist das Vorhandensein menschengemachten Klimawandels nichts mehr, was sich diskutierten ließe. Diskutiert werden aktuell die Schwere der Auswirkungen in welchem Zeitraum und auch was, jeder dagegen tun kann.
Anteilsmäßige 48 Liter für eine soooo viele km sind schon sehr effizient, konntest Du da noch auf dem Schiff mitfahren?
@Larry, danke für Deine tolle Stellungnahme, die mich echt freut!
Jüngere Reisende haben ja in der Regel ein knapperes Budget wie ältere und sicher ist Dir auch bewusst, das jeder Flugkilometer mit etwa 3,5 Liter pro Person zu Buche schlägt. Und beim Fliegen kommen ganz schnell viele Kilometer zusammen.... ich versuche, einen Ort möglichst in der Tiefe zu erkunden und dann wieder vielleicht 50km weiterzuziehen und dort dann wieder auch ein paar Tage zu verweilen. Mein Ziel ist es nicht, möglichst viele Länder oder Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern lokale Details auf vielfältige Art und Weise zu erleben. So eine Art slow travel sozusagen.
Die Menschen der reichen Industrienationen haben in den letzten Jahrzehnten den CO2 die ihnen eigentlich (unter einem fairen Gesichtspunkt) zustehende Menge an Emissionen um ein Vielfaches überschritten und tun dies immer noch. Daraus abgeleitet hätten wir eigentlich die Verantwortung, etwas gutzumachen oder zumindestens nicht weiter zu verschlimmern, denke ich.
Über die Folgen des Klimawandels können wir eh schon zuverlässig täglich in den Zeitungen lesen, wahlweise von sich monatlich wiederholenden Jahrhunderthochwassern oder von Menschen, die vor Wetterextremen flüchten und in sicherere, aber fremde Territorien eindringen oder .....
Ja, eine Ursache ist die menschliche Überbevölkerung. Hier geht es aber nicht um den Menschen, der ökologisch vertretbar lebt, sondern eigentlich um die reichen Menschen, die gedankenlos Ressourcen verschwenden, solange welche da sind und solange sie leistbar sind, ganz so, als gäbe es kein Morgen.....
Anteilsmäßige 48 Liter für eine soooo viele km sind schon sehr effizient, konntest Du da noch auf dem Schiff mitfahren?
@Larry, danke für Deine tolle Stellungnahme, die mich echt freut!
Jüngere Reisende haben ja in der Regel ein knapperes Budget wie ältere und sicher ist Dir auch bewusst, das jeder Flugkilometer mit etwa 3,5 Liter pro Person zu Buche schlägt. Und beim Fliegen kommen ganz schnell viele Kilometer zusammen.... ich versuche, einen Ort möglichst in der Tiefe zu erkunden und dann wieder vielleicht 50km weiterzuziehen und dort dann wieder auch ein paar Tage zu verweilen. Mein Ziel ist es nicht, möglichst viele Länder oder Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern lokale Details auf vielfältige Art und Weise zu erleben. So eine Art slow travel sozusagen.
Die Menschen der reichen Industrienationen haben in den letzten Jahrzehnten den CO2 die ihnen eigentlich (unter einem fairen Gesichtspunkt) zustehende Menge an Emissionen um ein Vielfaches überschritten und tun dies immer noch. Daraus abgeleitet hätten wir eigentlich die Verantwortung, etwas gutzumachen oder zumindestens nicht weiter zu verschlimmern, denke ich.
Über die Folgen des Klimawandels können wir eh schon zuverlässig täglich in den Zeitungen lesen, wahlweise von sich monatlich wiederholenden Jahrhunderthochwassern oder von Menschen, die vor Wetterextremen flüchten und in sicherere, aber fremde Territorien eindringen oder .....
Ja, eine Ursache ist die menschliche Überbevölkerung. Hier geht es aber nicht um den Menschen, der ökologisch vertretbar lebt, sondern eigentlich um die reichen Menschen, die gedankenlos Ressourcen verschwenden, solange welche da sind und solange sie leistbar sind, ganz so, als gäbe es kein Morgen.....
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Osiris Amanpour
- Beiträge: 19
- Registriert: Di 25. Sep 2012, 16:34
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Spannende Diskussion - das ist ein Thema, das mich auch umtreibt, aber zu mehr als sporadischer Kompensationen via Atmosfair reicht es bei mir noch nicht.
Einen Punkt wollte ich aber noch anmerken: Flugreisen "kosten" ungefähr 3,5 Liter pro 100 km und sind damit im Vergleich zu meinem Toyota vergleichsweise sparsam... (die Thematik, dass man mit dem Auto selten interkontinentale Reisen in kürzester Zeit veranstaltet, mal außen vor, ebenso wie die Tatsache, dass Emissionen wie CO2, Ruß, diesdas "da oben" wohl mehr Schaden anrichten als hier unten)
lg
Thomas
Einen Punkt wollte ich aber noch anmerken: Flugreisen "kosten" ungefähr 3,5 Liter pro 100 km und sind damit im Vergleich zu meinem Toyota vergleichsweise sparsam... (die Thematik, dass man mit dem Auto selten interkontinentale Reisen in kürzester Zeit veranstaltet, mal außen vor, ebenso wie die Tatsache, dass Emissionen wie CO2, Ruß, diesdas "da oben" wohl mehr Schaden anrichten als hier unten)
lg
Thomas
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
martinaustirol hat geschrieben: ↑Mo 3. Jun 2024, 09:21
Die Menschen der reichen Industrienationen haben in den letzten Jahrzehnten den CO2 die ihnen eigentlich (unter einem fairen Gesichtspunkt) zustehende Menge an Emissionen um ein Vielfaches überschritten und tun dies immer noch. Daraus abgeleitet hätten wir eigentlich die Verantwortung, etwas gutzumachen oder zumindestens nicht weiter zu verschlimmern, denke ich.
..... ganz so, als gäbe es kein Morgen.....
Zunächst: Deine Reaktion auf eines der wahrhaftig dringendsten globalen Probleme beeindruckt - chapeau bas!!
Dass man einen Biwakplatz sauber hinterlässt, sollte in einem individuellen Reiseforum eigentlich keine Diskussionen mehr erfordern.
(Anders die demoralisierenden Erfahrungen ganz allgemein, wenn man z.B. in Wald und Flur nicht “nur” auf privaten Müll eines Rastplatzes trifft, sondern auf den von Firmen.)
Bei der Effektivität des Emissionshandels der Industrie gibt es ja erhebliche Probleme, die Du sicher besser kennst, als ich. Die Basis Marktwirtschaft (Angebot und Nachfrage = Preis) kann wohl doch nicht die beste Lösung sein.
Kritikpunkte sind da z.B. der aktuell irrational niedrige Preis der Zertifikate, der ja so manche Unternehmen verführt, statt technische Änderungen durchzuführen, eben billige Zertifikate zu horten.
Reisen hat ja sehr direkt etwas mit dem individuellen Daseinsgefühl zu tun - ist aber zugleich ein enormer sozialer Faktor - auch mit sichtbar zerstörender Wirkung (siehe Barcelona, Venedig, Mallorca usw.).
Und der Aspekt bleibt auch so, wenn man wirtschaftliche Betrachtung: Tourismus als gewaltige globale Industrie (zu der auch wir “Individuellen” eindeutig gehören!) bedenkt.
Gerade werden realistische Schätzungen genannt: 5 Milliarden Passagiere für 2024; Gesamtumsatz 1 Billion Euro! (IATA) Und das ist ja nur der Flugverkehr!
(Ich stoße bei der Begegnung mit “ferner” Not und Armut immer wieder - und zu Recht! - auf eine Logik: “Du sagst, dass Du nicht reich bist. Aber allein die Tatsache, dass Du hier bist, beweist das Gegenteil!” Und so stehe ich dann dort - meine CO²-und andere Schulden im Gepäck.)
Kompensieren: ergo Reise-Verzicht für jenen, der nicht kompensieren kann? Diese Form der “Güterabwägung” ist sicher auch nicht erfreulich, denn sie führt zu Frustrationen, die wiederum soziale Probleme verstärken.
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middeldorfklaus3
- Beiträge: 423
- Registriert: So 11. Sep 2022, 19:29
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Warum eigentlich ein 10 tonner - Ablasszahlung weil man nicht mit kleinerem zu Frieden ist und Gewissensberuhigung deswegen braucht ?
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°Daniel
- Administrator
- Beiträge: 1028
- Registriert: Di 7. Jul 2020, 19:42
- Wohnort: München
- Kontaktdaten:
Nur mit Quellen-Angaben können blanke Behauptungen zu Fakten werden !
Hi Zusammen,
schönes oder wohl eher „gutes“ Thema. Aber spätestens mit dem hier
Bitte liefert zu euren (angeblichen?) Fakten entsprechende Quellen-Nachweise.
Irgendwelche Aussagen rauszuhauen ist ein leichtes. — Ich denke es ist unfair, dem Leser für bereits Recherchiertes eine eigene Suche aufzubürden. Denn es betrifft jeden einzelnen Leser auf's Neue!
(... was für eine potenzierte Verschwendung von Google-CO₂
)
Ich bitte entsprechend diese und auch die anderen obigen Beiträge um Quellenangaben zu ergänzen, gerne auch im Original-Beitrag mit Hilfe von uns Moderatoren.
Gruß,
°Daniel
schönes oder wohl eher „gutes“ Thema. Aber spätestens mit dem hier
martinaustirol hat geschrieben: ↑Mo 3. Jun 2024, 09:21jeder Flugkilometer mit etwa 3,5 Liter pro Person zu Buche schlägt
sollte jedem klar sein, dass eine Quellenangabe diesen offenen und immernoch ungeklärten Widerspruch verhindert hätte.Osiris Amanpour hat geschrieben: ↑Mo 3. Jun 2024, 09:56Flugreisen "kosten" ungefähr 3,5 Liter pro 100 km
Bitte liefert zu euren (angeblichen?) Fakten entsprechende Quellen-Nachweise.
Irgendwelche Aussagen rauszuhauen ist ein leichtes. — Ich denke es ist unfair, dem Leser für bereits Recherchiertes eine eigene Suche aufzubürden. Denn es betrifft jeden einzelnen Leser auf's Neue!
(... was für eine potenzierte Verschwendung von Google-CO₂
Ich bitte entsprechend diese und auch die anderen obigen Beiträge um Quellenangaben zu ergänzen, gerne auch im Original-Beitrag mit Hilfe von uns Moderatoren.
Gruß,
°Daniel
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martinaustirol
- Beiträge: 64
- Registriert: Fr 11. Dez 2009, 18:42
Re: Wie räumt ihr hinter Euch auf oder wie kompensiert ihr?
Danke Daniel, da hatte ich mich wohl verschrieben, es sind natürlich etwa 3,5 Liter pro Passagier pro 100 km...
- ist ja auch fast schon ein bisschen Allgemeinwissen....
Quelle: Statista
Durchschnittlicher Kerosinverbrauch der deutschen Flugzeugflotte in den Jahren 1990 bis 2023
Hoi Klaus, in den letzten 24 Monaten sind wir recht viel gefahren, die arabische Halbinsel ist einfach recht groß und die warme Jahreshälfte verbrachten wir im Kaukasus... so kommen ungefähr 200 Liter Verbrauch im Monat zusammen..... unsere große Kiste wollen wir uns aktuell noch gönnen und schätzen wir sehr.... ein Bus/ Lieferwagen würde es vom Volumen her auch tun, aber aktuell leben wir gerade unseren Traum.... und der Weg ist das Ziel.... mit einem Sprinter wäre vielleicht das Ziel das Ziel, weil dieses eben so schnell erreichbar sein wird, komfortabler, leiser, schneller und vielleicht gar mit AC... das geht dann FAST schon ein bisschen in Richtung fliegen, einfach mal schnell ein paar 100km/ 1000km in ein paar Stunden fahren/ fliegen.... beim Reisen überlegen wir bei jedem Abschnitt, ob wir das Ziel nicht auch mit dem Fahrrad/ zu Fuß/ öffentlich erreichen wollen. Das sind oft auch nette Herausforderungen, die unsere Reisen für uns auch spannend machen.
Quelle: Statista
Durchschnittlicher Kerosinverbrauch der deutschen Flugzeugflotte in den Jahren 1990 bis 2023
MODERATOR-NOTE: Ursprüngliche Google-Suche durch den ersten Statista-Link der Suche ersetzt.
Suchergebnisse können sich im Laufe der Zeit verändern und werden durch Zielgruppen-Profile individuell zusammengestellt. Daher ist ein Such-Link nicht zweckmäßig.
Hoi Klaus, in den letzten 24 Monaten sind wir recht viel gefahren, die arabische Halbinsel ist einfach recht groß und die warme Jahreshälfte verbrachten wir im Kaukasus... so kommen ungefähr 200 Liter Verbrauch im Monat zusammen..... unsere große Kiste wollen wir uns aktuell noch gönnen und schätzen wir sehr.... ein Bus/ Lieferwagen würde es vom Volumen her auch tun, aber aktuell leben wir gerade unseren Traum.... und der Weg ist das Ziel.... mit einem Sprinter wäre vielleicht das Ziel das Ziel, weil dieses eben so schnell erreichbar sein wird, komfortabler, leiser, schneller und vielleicht gar mit AC... das geht dann FAST schon ein bisschen in Richtung fliegen, einfach mal schnell ein paar 100km/ 1000km in ein paar Stunden fahren/ fliegen.... beim Reisen überlegen wir bei jedem Abschnitt, ob wir das Ziel nicht auch mit dem Fahrrad/ zu Fuß/ öffentlich erreichen wollen. Das sind oft auch nette Herausforderungen, die unsere Reisen für uns auch spannend machen.




