Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

Moderator: Moderatoren

Panatronics
Beiträge: 67
Registriert: Mi 1. Jan 2020, 12:46
Wohnort: Graz

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von Panatronics »

Ich würde nach Berlin fahren und mich dort melden. In der Zeit vor Ort das Fahrzeug anmelden. Dann gehts eigentlich gleich wieder zurück nach Österreich. In Ö müsste ich theoretisch das Fahrzeug dann ummelden, was ich aber nicht mache, weil ich das Land sowieso mit dem Mobil verlasse. Und die Behörden interessiert es ja nur, wenn man auf österreichischen Straßen das Fahrzeug bewegt.
zuckermaenner
Beiträge: 26
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 11:03

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von zuckermaenner »

....Aha, interessant.... Versicherung??? Oder willst Du es an- und gleich wieder abmelden? Carnet ???

An DIE Lösung glaube ich nicht wirklich.

Grüße
Panatronics
Beiträge: 67
Registriert: Mi 1. Jan 2020, 12:46
Wohnort: Graz

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von Panatronics »

Ich melde es in Deutschland an. Es bleibt auch in Deutschland angemeldet. Bis vor ein paar Jahren sind tausende Autos mit schweizer oder deutschen Kennzeichen durch Österreuch gerast, weil es steuerliche Vorteile gab. Danach gab es von österreichischen Behörden eine "Aktion scharf". Aber da wir eben nicht auf österreichischen Straßen rollen werden, kann uns die Exekutive auch nicht abstrafen.

Ich sehe eigentlich in diesem Vorhaben überhaupt kein Problem. Ich habe das deutsche Kennzeichen, zahle deutsche Versicherung und fahre damit durch Afrika, Amerika, wo auch immer...
picco
Beiträge: 238
Registriert: Di 3. Jul 2012, 09:42
Wohnort: Rorschacherberg / Ostschweiz
Kontaktdaten:

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von picco »

Hoi zämä

Versteh ich das richtig, Du gehst also kurz nach Berlin, meldest Dich an (und vorher in Österreich natürlich ab, sonst wirds wohl schwirig mit der Anmeldung, nehm ich mal an, wär zumindest in der Schweiz so), suchst, findest und kaufst ein Reisemobil, machst es reisetrauglich, löst es ein, versicherst es und gehst auf Reisen bevor Du irgendwann wieder nach Österreich zurückkehrst und davor natürlich das Fahrzeug abmeldest und verkaufst?
Oder bist Du der Meinung dass Du ein Fahrzeug in D eingelöst haben kannst wenn Du nicht offiziell in D wohnst?
Wär zumindest bei uns in der CH kaum möglich.

Du merkst wohl selbst dass ich Deinen Plan für unrealistisch halte...drum komm ich nochmals aufs Thema 'Eigenbau' zurück.
Wäre ein Pritschen-LKW mit einem Wohnwagen drauf eventuell was?
Ist auch in Österreich einfach zu realisieren, sieht halt nicht so Expeditionsmässig aus...schwiriger wirds wenns eine Doppelkabine sein muss, aber auch von denen gibts mehr Pritschenfahrzeuge als Expeditionsfahrzeuge.
Wenn Du einen Dreiseitenkipper findest kannst Du sogar schräg parkieren und den Wohnwagen trotzdem waagerecht ausrichten 8) :wink:
Panatronics
Beiträge: 67
Registriert: Mi 1. Jan 2020, 12:46
Wohnort: Graz

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von Panatronics »

Ich kaufe ein Mobil, welches in Deutschland zugelassen ist.
Melde mich in Deutschland und melde das Fahrzeug an. Dann hab ich Haftpflichtversicherung und Nunmernschilder. Dann melde ich mich wieder in Österreich (hier werde ich auch unsere Krankenversicherung für die Reise beantragen). Eigentlich müsste ich nach der Rückkehr nach Österreich innerhalb eines Monats das Fahrzeug in Österreich melden, da ich sonst wegen Hinterziehung angezeigt werden kann (Nova etc). Da ich das Mobil aber nicht auf österreichischen Straßen bewege, sondern damit das Land verlasse, können und werden mir die Behörden nichts anhaben.
botswanadreams
Beiträge: 45
Registriert: Do 11. Jan 2018, 21:28
Wohnort: Leipzig

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von botswanadreams »

Als erstes würde ich mich an Deiner Stelle mit dem ADAC zum Carnet de Passages auseinandersetzen. Die Frage ist doch, bekommst Du als Österreicher für ein in Deutschland gemeldetes Auto diese Zolldokument überhaupt.
Panatronics
Beiträge: 67
Registriert: Mi 1. Jan 2020, 12:46
Wohnort: Graz

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von Panatronics »

botswanadreams hat geschrieben:
Do 30. Jul 2020, 10:36
Als erstes würde ich mich an Deiner Stelle mit dem ADAC zum Carnet de Passages auseinandersetzen. Die Frage ist doch, bekommst Du als Österreicher für ein in Deutschland gemeldetes Auto diese Zolldokument überhaupt.
Danke für die Info!
zuckermaenner
Beiträge: 26
Registriert: Sa 24. Okt 2015, 11:03

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von zuckermaenner »

Meldest Du Dich dann in D wieder ab? Ich frag nur so wegen der Kfz-Steuer.... Das wird Dir auf die Füße fallen, garantiert.

Carnet dürfte kein Problem sein. Ich würde sogar eines für ein in Ungarn zuhelassenes Fahrzeug bekommen. Info aus 2019.

Grüße
Panatronics
Beiträge: 67
Registriert: Mi 1. Jan 2020, 12:46
Wohnort: Graz

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von Panatronics »

zuckermaenner hat geschrieben:
Do 30. Jul 2020, 11:41
Meldest Du Dich dann in D wieder ab? Ich frag nur so wegen der Kfz-Steuer.... Das wird Dir auf die Füße fallen, garantiert.

Carnet dürfte kein Problem sein. Ich würde sogar eines für ein in Ungarn zuhelassenes Fahrzeug bekommen. Info aus 2019.

Grüße
Warum glaubst würde mir das auf die Füße fallen?
Ist keine provokante Frage, sondern eine informative. Wer kontrolliert das, wo ich gemeldet bin? Die KFZ Steuer zahl ich eh brav weiterhin.
landcruiser.
Beiträge: 874
Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
Kontaktdaten:

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von landcruiser. »

Panatronics hat geschrieben:
Mi 29. Jul 2020, 11:23
Warum ich mich in einem EU Land nicht melden kann ist für mich nicht nachvollziehbar...
Aufgrund der grundsätzlichen Freizügigkeit in der EU kannst du dich in D anmelden, wenn du die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllst.

D ist da im Gegensatz zu einigen anderen Ländern sehr großzügig gegenüber EU-Bürgern. Nur ist Voraussetzung eben, dass du dort wo du dich anmeldest auch dein Lebensmittelpunkt ist.

Das ist bei dir offensichtlich nicht der Fall.

Du suchst dir die Rosinen in jedem Land heraus und willst sie nutzen.

Die jeweiligen Nachteile willst du nicht, die können dann andere für dich bezahlen.

Ich denke das wird nichts.

Das Zusammenleben in der EU ist auf gegenseitiges Geben und Nehmen ausgelegt und nicht auf einseitiges Ausschöpfen der jeweiligen Möglichkeiten.

Daher hängen an der melderechtlichen Anmeldung auch solche Dinge wie Wahlrecht, Einkommenssteuer, örtliche Abgaben. Kfz-Steuer, Schulpflicht, etc. pp..

by the way: Hast du in Berlin schonmal ein Kfz angemeldet?

Inzwischen auch in anderen Großstädten: Plan mal einen mehrwöchigen Urlaub ein bis du eine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt incl. Meldebescheinigung und einen Termin bei der Zulassung hast. Ein deutsches Bankkonto hast du? Ohne Einzugsermächtigung (SEPA Lastschrift) für ein deutsche Konto bekommst du überhaupt keine Zulassung.
landcruiser.
Beiträge: 874
Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
Kontaktdaten:

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von landcruiser. »

Panatronics hat geschrieben:
Do 30. Jul 2020, 11:47
zuckermaenner hat geschrieben:
Do 30. Jul 2020, 11:41
Meldest Du Dich dann in D wieder ab? Ich frag nur so wegen der Kfz-Steuer.... Das wird Dir auf die Füße fallen, garantiert.

Grüße
Warum glaubst würde mir das auf die Füße fallen?
Ist keine provokante Frage, sondern eine informative. Wer kontrolliert das, wo ich gemeldet bin? Die KFZ Steuer zahl ich eh brav weiterhin.
Weil du in D deine Kfz grundsätzlich an deinem Hauptwohnsitz anmelden musst.

Und die Zulassungsbescheinigung muss die aktuell gültige Anschrift haben. Wenn man umzieht, muss man auch seine Kfz-Papiere ändern lassen bzw. die Kfz ummelden.

Gibts es aus irgendwelchen Gründen eine Aufenthaltsermittlung hast du ein bußgeldbewehrtes Problem.

Und dein Vermieter auch.

Übrigens zahlt dein Vermieter u.U. auch Abgaben anhand der Anzahl seiner Mieter (Müll zum Beispiel).

Früher wurde das nicht so verbissen gesehen, aber seit den Terroranschlägen der letzten Jahre wird da gern mal "nachgeschaut".
Panatronics
Beiträge: 67
Registriert: Mi 1. Jan 2020, 12:46
Wohnort: Graz

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von Panatronics »

MannoMann...
Ich habe verstanden. Vereintes Europa für Unternehmen und Konzerne, aber wohl weniger für das Proletarium.

Danke für die Infos...

Aber manche Kommentare als "nur die Rosinen" rauspicken finde ich vor allem in einen Reiseforum, in dem man Querdenker erwartet, sehr beeindruckend. Aber das Politikum dieses Jahrtausends scheint zu funktionieren...

So on... trotzdem vielen Dank für den konstruktiven Input.
abacus
Beiträge: 684
Registriert: Fr 5. Mai 2006, 10:03
Wohnort: B-W
Kontaktdaten:

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von abacus »

Ach ja, du brauchst dann noch ein deutches Bankkonto, da die Zulassungsbehörde die Steuer von dort einzieht.
Und dein Vermieter hat dann noch jahrelang die GEZ am Hals. Wir haben unsere Adresse vor ein paar Jahren einem australischen Pärchen zur Verfügung gestellt damit die ein Auto zulassen können. Als erstes standen die Müllfuzies da, die GEZ sachreibt uns immer noch.
landcruiser.
Beiträge: 874
Registriert: Mi 9. Okt 2013, 13:08
Kontaktdaten:

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von landcruiser. »

Panatronics hat geschrieben:
Do 30. Jul 2020, 14:40
MannoMann...
Ich habe verstanden. Vereintes Europa für Unternehmen und Konzerne, aber wohl weniger für das Proletarium.

Danke für die Infos...

Aber manche Kommentare als "nur die Rosinen" rauspicken finde ich vor allem in einen Reiseforum, in dem man Querdenker erwartet, sehr beeindruckend. Aber das Politikum dieses Jahrtausends scheint zu funktionieren...

So on... trotzdem vielen Dank für den konstruktiven Input.
Das die EU für die Wirtschaft mehr bringt als für den Einzelnen hab ich als bekannt vorausgesetzt.

Die einen nennen es "Rosinen picken", die anderen bezeichnen auf diese Art zu "Reisen" auch als asozial, weil einzelne Aufwand verursachen, den die Gemeinschaft zu tragen hat.

Du versuchst eben genau das was du der Wirtschaft anscheinend vorwirfst und bist dann sauer, dass es dir nicht gelingt.

Preisfrage: Warum hat der wirecard-Beschiß funktioniert und warum bekommt die Lusthansa massig Steuergeld obwohl sie in D eher nicht als Steuerzahler bekannt sind?

Und wenn einem was nicht in seine persönlichen wirtschaftlichen Ziele passt beruft man sich auf die angeblich querdenkenden Weltreisenden und vermeintliche politische Beeinflussung.

Ein wenig schlicht gestrickt ... finde ich persönlich.

Aber wenn du Reisen willst, wirst du einen Weg finden deine Ziele zu verwirklichen.
Panatronics
Beiträge: 67
Registriert: Mi 1. Jan 2020, 12:46
Wohnort: Graz

Re: Bürokratie beim Kauf eines Mobils zermürbt :-(

Beitrag von Panatronics »

Lassen wir es gut sein.
Danke für deine Tipps bzgl. unseres Problems.
Antworten