Wüstenschiff • Thema anzeigen - Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

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Uganda - Albert Nil - Laropi Ferry - Wasser Hyazinthe

Beitragvon Birgitt » 09.10.2011 22:22

An der Anlegestelle ist ein italienischer Schulbus geparkt,
der irgendwann im Zuge eines Spendenprojekts seinen Weg nach Afrika gefunden hat

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Kühe weiden am Ufer des Nils

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Waschtag

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Fischer bei der Arbeit

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Ich hatte in meinem :arrow: Uganda-Reisebericht von Januar 2010 das Thema :arrow: Lake Victoria vor dem Öko-Kollaps aufgegriffen, und zwar wegen der Ausbreitung der Wasserhyazinthe. Auch hier auf dem Albert-Nil treiben hunderte solcher kleiner Hyazinthen-Inseln und gelangen so mit dem Fluß weiter stromabwärts ...

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Das "einschiffen" ;-) geht schnell und problemlos

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Fast geschafft, wir sehen schon die Anlegestelle des anderen Ufers.

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Rückwärts fahren wir runter von der kleinen Fähre

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Re: Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

Beitragvon Achim Vogt » 10.10.2011 12:00

Liebe Birgitt,

wie immer tolle Fotos, präzise Infos - klasse und macht Laune! Aber jetzt musst Du Dich mit der Fortsetzung schon fast ein wenig beeilen, sonst kommt schon die nächste Reise, bevor Du mit dem Bericht hier fertig bist :-)

Viele Grüße
Achim
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Re: Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

Beitragvon Birgitt » 10.10.2011 22:08

Achim Vogt hat geschrieben:Aber jetzt musst Du Dich mit der Fortsetzung schon fast ein wenig beeilen, sonst kommt schon die nächste Reise, bevor Du mit dem Bericht hier fertig bist :-)


Ertappt :oops:
Das ist wie früher in der Schule, alles auf den letzten Drücker ...

Gruß ;-)
Birgitt
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Uganda - Laropi Ferry - Nil - Arra Fishing Lodge

Beitragvon Birgitt » 10.10.2011 22:33

Weiter geht es durch eine traumhafte Landschaft

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Wir wissen, dass es von der Fähre nur wenige km bis zur :arrow: Arra Fishing Lodge sind,
unserem Etappenziel für heute

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Da ist der Wegweiser, wir biegen ab ...

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... und folgen dem Weg zur Lodge

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Wir sind die einzigen Gäste und dürfen - auch wenn es unüblich ist - im großen Garten campieren (Camping 10.000 USh p.P. ohne Poolbenutzung, für die Benutzung des kleinen Pools werden 7.000 Ush p.P. extra berechnet). Duschmöglichkeit und Toilette gibt es in einer der Bandas, die gerade renoviert werden.

Obwohl der Plot sehr schön am Ufer des Nils gelegen ist, und auch das Haupthaus der Lodge gemütlich eingerichtet ist, liegt über dem ganzen doch eine Art "Endzeitstimmung". Vielleicht deshalb, weil Horst, der Besitzer der Lodge, sehr krank ist.

Wir ordern einen Drink, lassen uns einen leckeren Fisch braten und versuchen, den Sonnenuntergang zu genießen. Es gelingt nur schwer, denn während wir den Fisch verspeisen fallen die Mücken über uns her :mrgreen:

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Re: Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

Beitragvon Jürgen Kempe » 11.10.2011 08:01

Ist schon gut,

liebe Birgitt,

das sich der Bericht über längere Zeit hinzieht, ich hätte ihn sonst möglicherweise wegen meiner ständigen Rumreiserei (in weitaus weniger spannende Gegenden) verpasst :roll: .

Vielen Dank für all die schönen Bilder 8) ! Liebe Grüsse: Jürgen
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Uganda - Laropi - Zaiti - Adjumani - Atiak - Kitgum

Beitragvon Birgitt » 22.10.2011 19:29

Hallo Jürgen,

freut mich, dass dir die Bilder gefallen.
Steig ein - es geht weiter ;-)


Am nächsten Morgen starten wir in Richtung Adjumani

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Mit Wahlpropaganda werden wir empfangen -
Museveni verspricht für die Zukunft Wohlstand, gute Straßen und ein Stromnetz ...

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... ein paar Flecken Teer hat er dem Ort bereits vor den Wahlen spendiert ;-)

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In der Regel ist das Straßennetz hier - wie im gesamten Norden - eher "naturbelassen " ;-)

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In Adjumani gibt es eine funktionierende Tankstelle -
wir tanken voll und setzen unsere Fahrt fort, in Richtung Atiak

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Schöne Rundhüttendörfer am Wegesrand ...

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... ansonsten eher monotone Buschlandschaft ...

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... und die auch oft verbrannt :cry:
Ich hatte es weiter oben ja bereits erwähnt, dass die wenigen Bäume, die noch übrig sind, zu Holzkohle verarbeitet werden. Holzkohle ist die Energie, die Hitze zum kochen liefert - für alle!
Für die Menschen in den kleinen Dörfern genauso wie für die Massen in Kampala und Entebbe.
Millionen Menschen ... und nur noch wenige Bäume ...

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Atiak - ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Norden an der A104, der Hauptachse Süd-Nord von Kampala nach Nimule und weiter nach Juba, Südsudan sowie West-Ost von Moyo nach Kitgum und weiter zum Kidepo Nationalpark

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Wir befinden uns nicht etwa in einer Seitenstraße, sondern direkt an der "Hauptverkehrsader" ;-)
der Durchgangsstraße Kampala - Juba

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Traditionelle Hütten prägen das Ortsbild

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In Atiak erfahren wir, dass die wichtige Brücke über den Unyama eingestürzt ist und wir nicht den direkten Weg nach Kitgum fahren können sondern einen Umweg über Gulu in Kauf nehmen müssen

Und tatsächlich - wir sehen das Hinweisschild "Bridge has colapsed - Road closed"

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Uganda - Atiak - Kitgum - Brücke über den Unyama

Beitragvon Birgitt » 22.10.2011 21:25

Umweg über Gulu?
Auf gar keinen Fall ... wir entscheiden uns für die "Flucht nach vorne" ;-)
in Afrika geht immer irgendetwas ...

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Es sind wenige km nur,
wir nähern uns dem Unyama-Tal

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Und tatsächlich -
die Brücke ist weg, die Pfeiler stehen noch

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Etwas weiter flussabwärts finden wir die restliche Brücke, die Auflage ...

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Wir checken, ob es möglich ist, den Fluss hier zu queren ...

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Einheimische zeigen uns die Furt, die bisher jedoch ausschließlich von Fahrrädern und Mopeds genutzt wird. Der Wasserstand an dieser Stelle des Flusses ist niedrig, das sollte also kein Problem sein - die Frage ist nur, ob der Wagen zwischen den Felsbrocken hindurchpasst

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Vorsichtig bahnen wir uns den Weg, die Lokals dirigieren

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Es ist Zentimeterarbeit und der G hätte nicht breiter sein dürfen

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Geschafft!

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Uganda - Atiak - Palaro - Patiko - Bakers Fort - Gulu

Beitragvon Birgitt » 24.10.2011 22:57

Da sind wir nun, auf der anderen Seite des Flusses

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Zwischen Atiak und Paludar - wenige Hütten und ein Schild

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"Do not step on or touch any unknown objects"

Sprengkörper und Landminen!
Auch wenn schon viele Kampfmittel beseitigt sind, das Problem ist nicht zu übersehen ...

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Genau an dieser Stelle zweigt eine schmale, aber gute Piste nach Süden ab - in keiner unserer Karten verzeichnet - die über Palaro und Patiko durch schöne Buschlandschaft nach Gulu führt

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Nach Gulu wollen wir nicht, aber wir beschließen spontan bis Patiko zu fahren -
auch in Patiko die Hinweisschilder auf Landminen ...

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Patiko interessiert uns, weil in unserer Landkarte westlich von Patiko das Baker's Fort eingezeichnet ist.
Gleich am Ortseingang von Patiko führt eine unscheinbare Piste zwischen Wellblechhütten hindurch zum wenige hundert m entfernt und inmitten von Palmen liegenden Fort bzw. seinen Überresten

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Fort Patiko - :arrow: Baker's Fort - 1872 von :arrow: Samuel Baker errichtet und später von :arrow: Emin Pascha genutzt

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Strategisch gut gelegen, auf einer leichten Anhöhe mit gutem Blick in die Ferne

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Auf und um diese Granitblöcke ist das Fort errichtet

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Ein Guide ist sofort zur Stelle, ganz offiziell, mit dem Guest-Book des Government in der Hand.
Eintrittspreis 5.000 USh p.P. gegen Quittung - einschl. privater Führung ;-)

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Einige Mauerreste sind Zeugen der Vergangenheit

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Uganda - Patiko - Paludar - Palabek - Pajimu - Kitgum

Beitragvon Birgitt » 25.10.2011 22:53

Unsere Idee, eventuell an den Ruinen zu übernachten, haben wir schnell verworfen -
es ist uns hier doch etwas zu unruhig ...

Kitgum heißt unser nächstes Ziel!
Der Weg führt zurück über Palaro und dann weiter nach Paludar, Palabek, Gem und Pajimu .

Die Piste ist ausgesprochen gut

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Kleine Ortschaften, die aus kaum mehr als ein paar Hütten bestehen

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Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Brücken in bestem Zustand

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Die Landschaft zeigt sich nun etwas hügeliger
und es eröffnen sich uns immer wieder schöne Ausblicke

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Gemütlich rollen wir in Richtung Kitgum

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Uganda - Kitgum - Fuglys - Bed & Breakfast - Camping

Beitragvon Birgitt » 30.10.2011 15:37

Kitgum -
von Sonja und Marc hatten wir einen guten Tipp zum übernachten - Fuglys! Danke dafür!

Der Südafrikaner Patrick Devy bietet in seinem :arrow: "Fuglys" Bed & Breakfast einige wenige Einzel/Doppelzimmer, außerdem gibt es ein Dormitory. Camping ist unüblich, aber möglich - Duschen/Toiletten des Dormitory können genutzt werden. Preis Camping 10.000 USh p.P. - Bar und Restaurant sind auch zu empfehlen ;-)

Telefon: +256 772065035 / +256 754500555 / +256 757760760
email: fuglyskitgum@gmail.com und fuglys.limited@gmail.com
Koordinaten: 03°17.261'N / 032°52.897'E

Im Ort ist Fuglys besser bekannt unter "Afrimax" - wer also ohne GPS unterwegs ist fragt nach Afrimax ...

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Restaurant und Bar

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Winziger Pool

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Garten mit Camping-Möglichkeit

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Uganda - Kitgum - Downtown - Markt - Moschee - NGO

Beitragvon Birgitt » 30.10.2011 19:09

Kitgum - einige der Lokals nennen den Ort auch "Shitgum" ;-) hat außer der Tankstelle nichts, was auch nur annähernd von touristischem Interesse wäre. Kitgum war neben Gulu Hauptschauplatz des Flüchtlingsdramas, das mit der :arrow: LRA - Lord's Resistance Army verbunden ist.

In Kitgum Downtown gibt es einige wenige Geschäftsstraßen für Hardware und "Luxusartikel"

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Obst und Gemüse findet man auf dem kleinen Markt,
plattgetretene Ratten liegen zwischen den Verkaufsständen auf dem Boden ...

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Das eindrucksvollste Gebäude der kleinen Stadt ist die Moschee

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Ugandas Nachwuchs in Kitgum ;-)

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Wie in Arua, so wimmelt es auch in Kitgum von NGOs -
den Kampfmittelräumdienst von :arrow: Mine Action sieht man genauso ...

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... wie die Fahrzeuge des :arrow: Guinea Worm Eradication Programme

Mein "Seuchentick" hat sich ja so langsam herumgesprochen ;-) wer mehr wissen möchte
zum Guineawurm, der schaut hier :arrow: Guineawurm-Krankheit (Drakunkulose)

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Kitgum und Gulu sind immer wieder in den Schlagzeilen, was Krankheiten betrifft -
scheinbar ist die Region ein Pool für alle Viren dieser Welt ;-)
Anfang 2000 gab es in Gulu den bisher größten Ebola-Ausbruch,
seit Dezember 2010 grassiert in Kitgum nach Jahren wieder das Gelbfieber.

Vor dem Krankenhaus Hinweistafeln für Kranke und Schwangere in Landes- und Bildsprache -
verständlich für jedermann ...

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Man kümmert sich um die ehemaligen Kindersoldaten genauso ...

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... wie um die Einhaltung für uns simpler Hygieneregeln beim Toilettengang

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Kitgum - Matidi - Naam Okoro - Orom - Karenga - Kidepo

Beitragvon Birgitt » 31.10.2011 19:20

Wo wir doch gerade beim Thema sind 8)

Den Lokals die Nutzung einer Toilette näher zu bringen, scheint sich jemand auf die Fahne geschrieben zu haben, denn es gibt eine neue Errungenschaft in den Dörfern! Zumindest im Norden Ugandas - ich habe das in diesem Jahr zum ersten Mal in Afrika gesehen:

TOI TOI

Irgendwer muss den Dörfern Dixi-Klos spendiert haben, man sieht sie in jedem Dorf dort!
Manchmal stehen 6-8 in einer Reihe, manchmal nur 2 (so wie auf dem Bild)

Es sieht zugegebermaßen etwas schräg aus, diese Plastikboxen zwischen den traditionellen Hütten ;-)

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Weiter gehts!
zum Kidepo Valley National Park sind es 134 km ab Kitgum

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Die anfänglich etwas dichtere Besiedlung wird Richtung Osten dünner

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Baumwollfelder prägen die Landschaft

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Nur wenige Orte liegen auf dem Weg, Tankstellen gibt es keine mehr

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Die Piste ist durchweg gut und nur in wenigen Teilbereichen etwas ausgewaschen

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Vor uns das über 2000 m hohe Bergmassiv der Nangeya Mountains

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Wir fahren hinein in die Berge

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Das Bergmassiv lassen wir schnell hinter uns
und schauen nun zum ersten Mal hinab in das Kidepo Valley

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Nur noch 24 km bis zum Ziel

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Wir haben nun die entscheidende "Straßen"-Kreuzung erreicht, hier gabelt sich die Piste.
Es sind 22 km bis zum Kidepo NP, d.h. bis zum Apoka HQ -
und 73 km sind es bis Kaabong, dem ersten größeren Ort im Karamoja-Gebiet.

Richtung Kaabong liegt auch das im Bau befindliche Nga'Moru Wilderness Camp von Patrick Devy (dem Besitzer des Fuglys in Kitgum) - ein luxuriöses Camp direkt am Rande des Kidepo Nationalpark mit einem umwerfenden Weitblick. Camping ist hier in Zukunft leider nicht vorgesehen.

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Re: Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

Beitragvon Bodensee » 05.11.2011 18:37

Vielen Dank für die tollen Fotos, machen Laune und erhöhen das Reisefieber. Im Augenblick muss es in Uganda ziemlich nass sein, denn Regenfälle "biblischen Ausmasses" haben die Hauptstadt innert einer Woche gleich zweimal überschwemmt und gewaltige Schäden angerichtet. Da ich nicht glaube, dass der Regen nur lokal aufgetreten ist, müssten etliche Strassen und Pisten ausserhalb arg gelitten haben.
http://in2eastafrica.net/second-major-f ... s-kampala/

Der Kommentar lässt auch hausgemachte Probleme nicht aussen vor!
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Uganda - Kidepo Valley - Nga'Moru Wilderness Camp

Beitragvon Birgitt » 06.11.2011 19:15

Hallo Bodensee,

ja im Augenblick ist es dort überall nasser als üblich, nicht nur in Norduganda, auch der Norden Kenias und der Süden Äthiopiens sind betroffen. Bevor man sich auf den Weg in diese abgelegenen Gebiete macht, sollte man die Wetterkarte ganz genau studieren ;-) Naglwitz erfährt ja gerade am eigenen Leib wie Schlamm sich anfühlt 8)


Wir fahren zum Nga'Moru Wilderness Camp - GPS 03°37.700'N 33°44.598'E

Schnell ist klar, dass wir die Nacht bei ihnen auf der Wiese verbringen dürfen -
solange der offizielle Luxus-Camp-Betrieb noch nicht aufgenommen geht das problemlos - sehr schön :-)

Und wir werden auch gleich eingeladen auf eine kleine spätnachmittagliche Spritztour.
Los geht es mit dem alten Landy - das ist einmal ein ganz neues Offroad-Gefühl für mich ;-)

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Unser ganz privater Platz für den Sundowner -
wir machen es uns auf dem Dach des Landys mit einem kalten Bier gemütlich ...

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... und lassen die grandiose Weite der Landschaft mit den Bergen des Südsudan im Hintergrund auf uns wirken

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Unter dem Leberwurstbaum eine Löwin -
wir beobachten sie, und sie uns ...

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... als sie langsam immer näher auf uns zu kommt schaltet sich mein Kopfkino ein und ich verliere die Nerven. Langsam seile ich mich vom Dach ab. Ins rettende Auto. Erst als ich im Wagen sitze, bemerke ich, dass der alte Landy gar keine schützenden Scheiben mehr besitzt :mrgreen:

Es wird langsam dunkel, wir fahren zurück zum nur wenige km entfernten Camp,
genießen das gemeinsame Lagerfeuer und hören uns die Geschichten aus der Region an

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Uganda - Kidepo Valley National Park - Landkarte - Map

Beitragvon Birgitt » 06.11.2011 20:13

Eintritt Kidepo Valley NP:
30 US$ pro Person je angefangene 24 Stunden
50 US$ für ein Fahrzeug mit ausländischem Nummernschild (15.000 USh für ein in Uganda registriertes Fahrzeug)
15.000 Ush p.P. Camping auf der wirklich superschön gelegenen Public Campsite (GPS 03°43.744'N 33°41.374'E)
(kein Wasser, dafür aber Feuerholz reichlich vorhanden!)

Derzeit aktuelle Preise siehe :arrow: hier

Da wir kein Kartenmaterial vom Kidepo hatten, und beim Gate auch nichts zu bekommen war, habe ich die nachfolgende Karte in der Rangerstation in der Nähe des Apoka HQ einfach abfotografiert ;-)

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Der Nordteil des Parks im Detail

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Die Mitte des Parks im Detail

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Details vom Südteil des Parks

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Erläuterung meiner farbigen Markierungen:

türkiser eckiger Balken = Katurum Gate - das von uns benutzte südliche Park-Entrance-Gate
violetter eckiger Balken = weitere Gates im Südosten sowie Nordosten des Parks
grüner Kringel = Katurum - die Ruinen der ehemalige Lodge zu Zeiten von Idi Amin
gelber kleiner Kringel = Public Campsite (GPS 03°43.744'N 33°41.374'E)
roter Kringel = Apoka Lodge mit Park HQ
hellblauer Kringel = Kananarok Hot Springs und Militärposten an Grenze Südsudan (Nordteil des Parks)
graues Dreieck = Nga'Moru Wilderness Camp
royalblauer abgerundeter eckiger Balken = Elektrozaun, der Nord- und Südteil trennt. Für den Nordteil bei Fahrt über Apoka bewaffneter Guide ab "electric fence" notwendig

Die breiten schwarzen Linien sind die Pisten -
man sieht sehr schön die Pisten für Game Drives um Apoka herum.
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Uganda - Kidepo Valley - Apoka - Narus - Kananarok Springs

Beitragvon Birgitt » 06.11.2011 22:58

Wir starten am Katurum Gate, dem südlichen Parkeingang

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Katurum Lodge - um die Ruinen ranken sich haarsträubende Legenden -
zu Idi Amins Zeiten sollen Menschen von den Felsen hinuntergestoßen worden sein, ihre Gebeine - so heißt es - liegen auch heute noch am Fuße der Felsen. Bewacht von hunderten Schlangen.

Wir haben den Toten (und den Schlangen) ihren Frieden gelassen und die Ruinen nur aus der Ferne betrachtet

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Der Kidepo Valley Nationalpark umfasst zwei Flusstäler:

- im Norden das Tal des Kidepo, der zeitweise völlig austrocknet und sich nur in der Regenzeit in einen Fluß verwandelt
- im Süden das Tal des Narus, der ganzjährig Wasser führt

Nun ist der Narus allerdings kein Fluss im herkömmlichen Sinn, sondern eher ein Wasserlauf - mal ober- und mal unterirdisch. Man erkennt seinen unterirdischen Verlauf sehr leicht an dem zarten Grün der Oberfläche, wo sich die Tiere tummeln - an einigen Stellen jedoch hat der Narus die Erde aufgebrochen und sein Rinnsal sucht sich den Weg

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Das "Leben" spielt sich daher im Narus Tal ab, das dominiert wird von riesigen Büffelherden. Schätzungsweise 6000 Tiere leben im Park, die sich auf wenigen Kilometern hin und her bewegen. Die Sichtung der Herden ist deshalb zu 100 % garantiert ;-)

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Die Reste eines Kills am Wegesrand -
Geier lungern in der Nähe

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Ganz gemächlich cruisen wir über die Pisten im Narus-Tal -
auf der Suche nach weiteren Tieren ...

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... die gegenüber den Büffeln aber deutlich in der Unterzahl sind ;-)

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Eine der zahlreichen Windhosen

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Das Herzstück des Narus Tal ist die leicht erhöht gelegene Apoka Lodge mit dem Apoka HQ. Die Lichter des kleinen Villages sind nachts deutlich zu sehen - und (leider) auch die Suchscheinwerfer der Safari-Fahrzeuge, mit der die Fly-In-Touristen auf dem nächtlichen Gamedrive auf "ihren" Leopard hoffen ;-)

Die Campsite ...

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... sehr schön gelegen auf einem kleinen Granithügel.
Die Granitfelsen sind perfekte Sitzmöbel für den Wein am Abend, denn von hier hat man einen wunderbaren Blick über das Narus-Tal bis hin zum Apoka HQ

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Klippschliefer wohnen hier -
ungemein neugierige und putzige Kerlchen

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Die Sonne versinkt hinter dem Horizont

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Am nächsten Morgen - wir sind auf dem Weg in den Nordteil des Parks - versperrt uns kurz hinter Apoka ein Elektrozaun den Weg

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Ab hier soll uns ein bewaffneter und gesondert zu zahlender Guide begleiten -
wir drehen um und studieren in der Rangerstation die Karte.

Von unserer Campsite führt eine Piste entlang der Parkgrenze zunächst in westliche Richtung, um später nach Norden abzuzweigen. Wir sind richtig. Die Piste scheint nicht sehr stark frequentiert

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Elefanten unterwegs

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Kidepo River

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Borassus-Palmen säumen die Piste

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Piste entlang der park- und gleichzeitig südsudanesischen Grenze -
auf unserer Suche nach den Kananarok Springs

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Sattes Grün weist uns den Weg ...

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... zu den Quellen

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Die erhofften Tiermassen bleiben aus, das Wasser riecht unangenehm nach Schwefel -
lediglich einige Affen treiben sich hier rum

Nur wenige Meter hinter den Quellen ein Militärposten

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Wir sind etwas verunsichert, wie sie reagieren, da wir den Elektrozaun ja einfach umfahren haben. Aber sie erklären uns ganz freundlich, dass sie hier stationiert sind, um den Grenzbereich zu sichern, denn gleich hinter dem Posten beginnt der Südsudan.

Auf dem Rückweg wählen wir - ganz bewusst - die Hauptpiste Richtung Apoka. Die Rückseite des Elektrozauns interessiert uns, und auch, ob man uns durchlässt. Ja - man lässt uns ohne Diskussion passieren. Lachend öffnen sie das Tor und wünschen uns eine gute Fahrt.

So ganz verstanden haben wir den Sinn des Zauns nicht. Würde er der Sicherheit dienen, dann wären alle Pisten nach Norden nicht passierbar. Eine zusätzliche Einnahmequelle, um Ranger als Guides den Touristen zu verkaufen, schließen wir auch aus. Hier ist viel zu wenig Individualtourismus, als dass sich das lohnen würde.

Egal - wir verlassen ein schönes aber leider auch viel zu kleines Stückchen Paradies

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Noch ein Hinweis:
Der kpl. Park ist teilweise extrem TseTse-verseucht, insbesondere in den etwas "bewaldeteren" Regionen. Glücklicherweise ist die Campsite nicht davon betroffen. Übrigens, TseTse verschmähen mit LSF 20 eingecremte Haut - Personen ohne Sonnenschutz hingegen scheinen ziemlich schmackhaft ;-)
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Uganda - Karamoja - Magos - Ethno Veterinary Project

Beitragvon Birgitt » 08.11.2011 23:04

Karamoja -
der (wilde) Nord-Osten Ugandas.

Wir haben viel gelesen, noch mehr gehört und daher einen gehörigen Respekt vor der nun vor uns liegenden Strecke. Nicht wegen der Schwierigkeit der Piste, sondern wegen der Sicherheit. Wer die Nachrichten zu Uganda etwas verfolgt, weiß um die immer wieder aufflackernden Cattle-Fights, oft begleitet von etlichen Toten. Wer sich etwas für die Hintergründe interessiert, schaut bitte in den nachfolgenden Link

:arrow: Uganda - Karamoja - Kampf ums letzte Stück Vieh

In den Wochen vor unserer Abreise wurde es ruhiger in der Region, das Entwaffnungsprogramm und die (möglicherweise aufgrund der gerade stattgefundenen Wahlen verstärkte) Präsenz des Militärs zeigt Früchte. Unterwegs in den Dörfern erkundigen wir uns dennoch immer wieder nach der Sicherheitslage für den jeweils folgenden Streckenabschnitt.

Wie mit dem Lineal gezogen führt die Piste kilometerlang geradeaus Richtung nach Magos,
im Hintergrund sieht man bereits den knapp 2500 m hohen Lwala, einer der Berge des an Kenia grenzenden Gebirgszugs

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Wir erreichen Magos, das erste Dorf im Karamoja-Gebiet

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Im Ort treffen wir Tom Reed mit seinem extravaganten Bullbar ;-)

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Tom betreut das Ethno Veterinary Project der :arrow: Christian Veterinary Mission USA
welches neben dem christlichen Auftrag ;-) das traditionelle Wissen um die Karamoja Rinder bewahren soll.

Hier zwei Videos des CVM zu diesem Projekt:




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Uganda - Karamoja - Magos - Kaabong - Kalebasse

Beitragvon Birgitt » 11.11.2011 22:37

Die Kids aus Magos

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Wir sehen eine rauhe und trockene Landschaft, die in ihrer Kargheit fasziniert.
Der Abschnitt zwischen Magos und Kaabong zählt für mich zu den landschaftlich schönsten Strecken im Norden Ugandas.

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Wir rollen Richtung Kaabong

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Zwischen Magos und Kaabong ist Kürbis-Land,
wer eine schöne Kalebasse sucht, sollte sie hier besorgen

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Kaabong ...

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... ein kleiner, staubiger Ort

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Kein Tropfen Wasser im Fluss

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Karamoja - Karimojong - Aloe - Koputh - Loyoro - Rengen

Beitragvon Birgitt » 11.11.2011 23:57

Je weiter sich die Piste von dem an Kenia grenzenden Bergmassiv entfernt,
desto "langweiliger", d.h. flacher wird auch die Landschaft.
Den einzigen "Farbkleks" malen einige Inselberge und große Sukkulenten.

Die Strecke von Kaabong nach Koputh

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Von Koputh durch sanfte Hügellandschaft nach Osten, in Richtung Loyoro

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Christliche Mission am Wegesrand

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Gabelung, der Weg über die Brücke führt weiter nach Loyoro

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Wir biegen hier ab nach Kotido -
der Streckenabschnitt Koputh - Kotido war auf der ganzen Reise der am wenigsten dicht besiedelte

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Das erste Drittel dieser Strecke wird geprägt von Aloe-Pflanzen

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im weiteren Verlauf folgt Dornbuschlandschaft

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Bei Rengen - kurz vor Kotido - wird es wieder etwas lebhafter

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Typische Ansiedlung der Karimojong -
die strohgedeckten Rundhütten werden mit Dornbuschhecken umfriedet,
sie selber suchen den Schatten, den wenige Bäume spenden

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Uganda - Karamoja - Karimojong - Koputh - Kotido

Beitragvon Birgitt » 12.11.2011 20:53

Kotido ...

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... neben Moroto die wichtigste Versorgungsstation in Karamoja -
es gibt kleine Geschäfte, einen Markt, einfache Restaurants mit traditioneller Küche und auch einfache Übernachtungsmöglichkeiten in kleinen Hotels. Wir haben das uns empfohlene Restaurant des "Paradise Hotel" getestet - Posho, Chicken, Beef und Soße ... das übliche halt ;-) aber lecker!

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Der kleine Ort besitzt auch zwei Tankstellen, die jedoch nach Auskunft der Lokals nicht durchgängig Sprit haben.
Es ist also besser, sich nicht darauf zu verlassen und genügend Reserven dabei zu haben.
Bei unserem Besuch in Kotido waren beide Tankstellen in Betrieb!

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Die Stanbic Bank hat eine Filiale in Kotido -
keine Bange, die Bank hat einen modernen gut klimatisierten Raum in dem festen Gebäude linkerhand.
Das Zelt ist nur Herberge für den Watchman und den Beratungsschalter ;-)

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Musevenis Wahlpropaganda macht auch hier nicht halt -
der Präsident als Rambo auf dem Wandkalender in der Tankstelle :lol:

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Birgitt
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Karamoja Kotido Bokora Matheniko Reserve Lokichar Moroto

Beitragvon Birgitt » 12.11.2011 23:08

Die Rinder der Karimojong

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Die schon viel zu lange andauernde Dürre wird zunehmend problematisch für Hirten und Herden

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Mt. Toror - 1.950 m ü.M.

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Die Passage von Kotido bis Moroto gibt ab Mt. Toror landschaftlich nicht sehr viel her.
Insbesondere der Transit durch die Dornbuschsavanne der beiden Wildgehege - Bokoro Game Reserve westlich und Matheniko Game Reserve östlich der Piste - zieht sich ....

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Kurz vor Lokichar dann in regelmäßigen Abständen säuberlich aufgeschüttete Erdhügel auf der Piste

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Lokichar - Holzkohle am Straßenrand, und immer noch Erdhügel ...
wir befürchten, dass das nun bis Moroto so weitergeht

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Und tatsächlich, die restlichen 70 km bis Moroto sind eine einzige Baustelle -
d.h. gebaut wird nicht, lediglich die Erdhügel nehmen einen Teil der Piste in Anspruch,
wodurch die ohnehin ausgefahrene Piste jetzt noch holperiger ist.

Der über 3.000 m hohe Mt. Moroto ist nun genau vor uns

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Re: Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

Beitragvon dietmar.peter » 13.11.2011 12:00

Hallo Birgitt,
ich bin weiterhin begeistert von Eurem Trip, Deinem Bericht und den Bildern.
Danke nocheinmal dafür
lb. Grüsse
dietmar
Zuletzt geändert von dietmar.peter am 13.11.2011 19:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

Beitragvon erren » 13.11.2011 18:20

Wunderschöne Bilder, Gratulation!
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Uganda - Karamoja - Mt. Moroto Hotel - Camping - GIZ - UN

Beitragvon Birgitt » 13.11.2011 18:39

Hallo Dietmar,
hallo erren,

eure Begeisterung freut mich -
es geht weiter, schaut euch mit uns Moroto an ;-)


Moroto -
ein großes Transparent heißt uns willkommen in der Stadt

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"return the gun, embrace education"

Bildung statt Waffen ...

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Moroto ist - wie auch Kotido - eine wichtige Versorgungsstation (mit Tankstelle) in der Region

Moroto Downtown -
die Hauptstraße ist geteert

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Camping ist unüblich aber möglich im rückwärtigen Bereich des am Fuße des gleichnamigen Bergs gelegenen "Mt. Moroto Hotel" - Toiletten/Waschbecken des Restaurants können genutzt werden, wer Dusche und mehr Privatsphäre braucht, sollte sich ein Zimmer mieten. Preis Camping 10.000 USh p.P. - Das einfache Restaurant mit traditioneller Küche und Bar mit TV (Aljazeera!) im - für Moroto-Verhältnisse - recht gemütlichen Innenhof sind angenehme "Begleiterscheinungen" ;-)

Telefon: +256 (0) 41 423 4003
mobil: +256 (0) 772 502 421
Koordinaten: 02°31.355'N / 034°40.255'E

Die "Campingarea" -
auf der einen Seite die neu errichteten Zimmer des Hotels ...

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... und auf der anderen Seite ein spektakulärer unverbauter Blick auf den Mt. Moroto

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Weit über die Region kann man das Auge schweifen lassen von dem oberhalb des Ortes gelegenen Hotel -
im vorderen Bereich sieht man die Ziegeleien, dahinter leuchten die blauen Dächer der UN-Gebäude im Abendlicht

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In Moroto wimmelt es wieder von NGOs, so ziemlich alles ist vertreten -
wir sehen die Fahrzeuge der Oxfam, der italienischen Coopi, unserer GIZ,
aber mit überwältigender Mehrheit die Toyotas der UN ;-)

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Spaziergang durch den Ort

Die Karimojong-Frauen tragen wunderschöne traditionelle weitschwingende knielange Faltenröcke,
die sie aus karierten und gestreiften Stoffbahnen (ähnlich der Massai-Stoffe) selber schneidern

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Sehr beliebt sind auch die gelben "Wahl-Propaganda-Shirts",
mit denen Präsident Museveni das Land überflutet hat

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Wasser gibt es am Brunnen ...

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Der Markt

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Kohlehändler

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"Bisimilah - New Umoja Butcher"

die Metzgerei ;-)

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Frischgeflügel gibts gleich um die Ecke

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Der Vogel wird dann fachgerecht verpackt ...

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... seinem Bestimmungsort zugeführt ...

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... dem Kochtopf 8)

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Die Wände des kleinen Restaurants gleichen den Wänden in einem Krankenhaus!
Es gibt Aufklärung zu Cholera ...

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und Syphilis :shock:
Da schmeckt einem das Essen gleich nochmal so gut 8)

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Diese Plakate - nämlich Verhaltenshinweise bei Seuchen und sexuellem Missbrauch - zusammen mit den Entwaffnungstransparenten am Ortseingang machen die Probleme in der Region nur allzu deutlich.

"Respect the Rights of children"

Mit dem Hinweis "Respektiert die Rechte der Kinder" verabschiedet uns Moroto

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Re: Uganda - Der Norden - Von Kampala nach Karamoja

Beitragvon Jürgen Kempe » 13.11.2011 19:59

Ach, liebe Birgitt :!:

Sicher ist's nicht Sinn dieses Forums, dass ich mich nuran Euren Bildern berausche, ohne selbst aktuelle Beiträge zu posten :oops: . Es ist sozusagen die "Erotik des Alters", was ich hier betreibe :mrgreen: .

Ganz hezlichen Dank für die Teilhabe! Liebe Grüsse: Jürgen
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