Hier im Forum hatte ich schon viel über die Rub al Khali, dem "Leeren Viertel" gelesen. Die Wüstenbilder überzeugten mich dann vollkommen. Ich buchte einen Flug in den Oman. Und das ist die Geschichte dieser Reise...
The Sound of Silence: Wüstenwandern in der Rub al Khali
Die Rub al Khali, das leere Viertel. Schon der Name könnte am Anfang eines Gedichts stehen. Er verspricht Ruhe, Stille und Einsamkeit. Genau das, was ich suche. Eine kurze Zeit mit mir allein sein. Natürlich begleitet mich wieder meine Wüstenkarre, die mir in Ägypten schon hervorragende Dienste geleistet hatte. Kein Handy und kein MP3 Player werden mich stören. Ich werde mich 16 Tage nur mit der Wüste und mit mir beschäftigen, den Weg zum Ziel machen und die Eindrücke aufnehmen und genießen, welche die Stille in der Wüste ausmachen. Zumindest war das der Plan. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es dieses Mal Probleme geben würde die mich veranlassen würden, die Reißleine zu ziehen. Aber alles der Reihenfolge nach…
Am Samstag, um 2:30 Uhr stand ich immer noch an der Gepäckausgabe in der Arrival Hall am Muscat Airport. Irgendwann stand ich dort alleine, bis das Karussell aufhörte sich zu drehen. Mein Rucksack und meine Wüstenkarre waren nicht angekommen. Sie standen wohl noch irgendwo in Istanbul und hatten, im Gegensatz zu mir, den Anschluss verpasst.
Ich gebe kurz per Mobiltelefon Jochen bescheid, bevor ich mich frustriert ins Büro der Luggage Investigation begebe, um mich nach meinem Gepäck zu erkundigen. Jochen, der u.a. einige Wasserdepots für mich in der Rub angelegt hatte, stand wohl schon vor der Halle und wartete auf mich.
Wie schon vermutet stand mein Gepäck noch in Istanbul. In 24 Stunden sollte mein Equipment ankommen und ich würde eine SMS erhalten. Jochen und ich nutzen den Tag, um uns kennenzulernen. Jochen arbeitet im Oman als Tour Guide und ist bei uns im Wüstenschiff unter Sindbad bekannt. Er macht mich schon mal mit Muscat und den lokalen Gepflogenheiten vertraut und wir kaufen Verpflegung für Jochens nächste Tour ein. Dann heißt es abwarten.
Um 01:41 Uhr trifft von Worldtracker die ersehnte SMS ein: Please be advised that your luggage is ready for collection.
Am Morgen fährt mich Jochen zum Flughafen. Das Gepäck ist komplett und er übergibt mich seinem Fahrer Issam, der mich ins 1080 Kilometer entfernte Al Hashman fährt. Es geht endlich los.












































