Ein paar Gedanken zum Reisen mit Corona.
Viele Länder sind stark vom Tourismus abhängig. In Thailand zum Beispiel generiert der Tourismus 21% des BIP, in Spanien und Italien etwa 14%.Corona wird nicht einfach verschwinden und bis eine Impfung gefunden, getestet und ausgerollt ist, wird es dauern. Ich rechne mit mindestens 1.5 Jahren. Abschottung wird keine Lösung sein, Regierungen müssen lernen das Virus zu „managen“ und auch risikobasierte Lösungen für den Tourismus zu finden.
In Südafrika zum Beispiel redet man davon, dass der internationale Tourismus nicht vor 2021 wieder starten kann. Dies hätte überaus dramatische Folgen für das ganze Land, aber auch für den Naturschutz und die Wilderei in den Parks. Immerhin besuchten 2019 etwa 10 Millionen Touristen das Land.
Aber welches Risiko stellen Touristen aus Ländern mit tiefen Risiko überhaupt dar? Ich habe einmal ganz grob eine Risikoanalyse gemacht, keine wissenschaftliche Abhandlung, eher Vogelperspektive.
Man nehme ein Musterland etwa in der Grösse Deutschlands und etwa die gleichen Fallzahlen.
Einwohner 60 Mio / Momentan aktive (getestete) Fälle 10‘000 / geschätzte Dunkelziffer 20‘000 also 30‘000 aktive Fälle, sind 0,05% der Bevölkerung. Das macht auf 100‘000 Einwohner 50 aktive Fälle, wenn ich richtig gerechnet habe.
Nimmt man wieder das Beispiel Südafrika und geht davon aus, dass in einer ersten Phase wieder 3 Mio Touristen pro Jahr kommen werden, wieviele Fälle werden dann, bei gleichmässiger statistischer Verteilung importiert?
Ich gehe davon aus, dass Airlines / Zielländer anfangen, negative Corona Tests zu verlangen, die nicht älter als 3 Tage sind, ggf Airlines selbst Schnelltests und Fiebermessen beim Check In durchführen und somit das Restrisiko auf unter 30% oder sogar noch weiter minimieren können. Ich gehe weiter davon aus, dass auch auf dem Flug Regeln gelten werden (Maskenpflicht, Abstand halten, durch leere Sitze) und somit das Risiko andere anzustecken sehr minim ist.
Das bedeutet dann, dass auf 100‘000 Passagiere nur noch etwa 15 aktive Fälle reisen. Macht bei 3 Mio Touristen 450 Corona Träger. Da nicht alle gleichzeitig kommen sind dies, wenn man schön über das Jahr verteilt, etwa 37,5 importierte Fälle pro Monat.
Südafrika hat auch etwa 60 Mio Einwohner und wird, wenn die Ansteckungskurve einmal geglättet und der R-Wert unter 1 ist, voraussichtlich auch immer um die 30‘000 aktiven Fälle haben, nehme ich einmal an.
Ich glaube somit nicht, dass die wenigen von Touristen aus "Tiefrisiko"-Ländern importierten Fälle einen grossen Einfluss auf die Gesamtsituation haben werden...nicht in Südafrika und nicht in anderen Ländern auf der Welt, in denen die Situation unter Kontrolle ist.Oder mache ich einen Denkfehler / Rechenfehler...?
Null Corona wird es die nächste Zeit quasi nirgendwo auf der Welt mehr geben. Für die Verantwortlichen bleibt also nichts anderes übrig als sich mit dem Virus zu arrangieren, möglichst schnell risikobasierte Konzepte zu implementieren und nicht den ganzen Tourismus durch völlige Abschottung an die Wand zu fahren...
Lg Maputo
Corona COVID-19 | Reisen mit kalkuliertem Risiko ?
Moderator: Moderatoren
Re: Corona COVID-19 | Reisen mit kalkuliertem Risiko ?
Hallo Maputo
MM nach hast du schon recht, mach das mal den Hysterikern klar.
Schau mal hier, immer wieder wird übertriebene Hysterie geschürt, von den Medien und den Regierungen und natürlich von denen die davon profitieren.
Heute sind alle die nicht dem Mainstream folgen Verschwörungstheoretiker.
Waren sie in der vergangenen Zeit auch. Hinterher hat sich herausgestellt, dass die Meisten recht hatten.
Wenn das alles mal abgeflacht ist und man mittelfristig die Schäden begutachtet, wird man zum selben Schluss kommen, wie damals.
Die Menschheit nimmt sich zu wichtig.
Was hat ein bekannter englischer Virologe gesagt; Mit wenigen Ausnahmen sterben die Sterbenden.
Wie man heute schon sieht, ist Corona nicht nur auf die Lunge beschränkt.
Man wird Schwerstkranke künstlich am Leben erhalten müssen, die weder eine Zukunft noch Lebensqualität haben.
Ich von meiner Seite habe die Hysterie gar nie mitgemacht, obwohl ich mit Copd auch zur Risikogruppe gehöre.
Wenn es Zeit ist abzutreten, dann soll es so sein richten tun das nicht wir und die Medizin kann, in Bezug auf Corona, in den meisten Fällen, nur das Leiden verlängern.
Gruss Turi
MM nach hast du schon recht, mach das mal den Hysterikern klar.
Schau mal hier, immer wieder wird übertriebene Hysterie geschürt, von den Medien und den Regierungen und natürlich von denen die davon profitieren.
Heute sind alle die nicht dem Mainstream folgen Verschwörungstheoretiker.
Waren sie in der vergangenen Zeit auch. Hinterher hat sich herausgestellt, dass die Meisten recht hatten.
Wenn das alles mal abgeflacht ist und man mittelfristig die Schäden begutachtet, wird man zum selben Schluss kommen, wie damals.
Die Menschheit nimmt sich zu wichtig.
Was hat ein bekannter englischer Virologe gesagt; Mit wenigen Ausnahmen sterben die Sterbenden.
Wie man heute schon sieht, ist Corona nicht nur auf die Lunge beschränkt.
Man wird Schwerstkranke künstlich am Leben erhalten müssen, die weder eine Zukunft noch Lebensqualität haben.
Ich von meiner Seite habe die Hysterie gar nie mitgemacht, obwohl ich mit Copd auch zur Risikogruppe gehöre.
Wenn es Zeit ist abzutreten, dann soll es so sein richten tun das nicht wir und die Medizin kann, in Bezug auf Corona, in den meisten Fällen, nur das Leiden verlängern.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Corona COVID-19 | Reisen mit kalkuliertem Risiko ?
Sali Turi
Schön, dass es noch Menschen gibt, die das Ganze etwas relativieren.
Nicht, dass Corona zu unterschätzen ist und Massnahmen um die Verbreitung zu stoppen mussten / müssen sein, aber was in den letzen 3 Monaten in den Medien abgegangen ist, hatte immer weniger mit Corona, dafür umso mehr mit einer Presse-Pandemie zu tun. Gezielt wird den Leuten Angst gemacht und die meissten lassen sich Angst machen. Argumente und Relationen zu anderen Krankheiten (Tuberkolose, Malaria..), werden von den Mainstream Medien nicht zugelassen. In Indien sterben jedes Jahr 1.5 Mio Menschen an Tuberkolose. In Südafrika starben die letzen 3 Monate 213 Menschen jeden Tag an Tuberkolose, an Corona sind es momentan 10 pro Tag. Dies natürlich auch wegen dem drastischen Lockdown seit 11 Wochen, aber wo soll das hinführen? Die Menschen in den Township hungern, Zehntausende haben ihren Job verloren, der Tourismus liegt am Boden und die Wirtschaft kollabiert....wie weiter ?
lg Maputo
Schön, dass es noch Menschen gibt, die das Ganze etwas relativieren.
Nicht, dass Corona zu unterschätzen ist und Massnahmen um die Verbreitung zu stoppen mussten / müssen sein, aber was in den letzen 3 Monaten in den Medien abgegangen ist, hatte immer weniger mit Corona, dafür umso mehr mit einer Presse-Pandemie zu tun. Gezielt wird den Leuten Angst gemacht und die meissten lassen sich Angst machen. Argumente und Relationen zu anderen Krankheiten (Tuberkolose, Malaria..), werden von den Mainstream Medien nicht zugelassen. In Indien sterben jedes Jahr 1.5 Mio Menschen an Tuberkolose. In Südafrika starben die letzen 3 Monate 213 Menschen jeden Tag an Tuberkolose, an Corona sind es momentan 10 pro Tag. Dies natürlich auch wegen dem drastischen Lockdown seit 11 Wochen, aber wo soll das hinführen? Die Menschen in den Township hungern, Zehntausende haben ihren Job verloren, der Tourismus liegt am Boden und die Wirtschaft kollabiert....wie weiter ?
lg Maputo
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Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe
Re: Corona COVID-19 | Reisen mit kalkuliertem Risiko ?
"Mainstream-"Medien und gesunder Menschenverstand haben nicht unbedingt viel miteinander zu tun. Leider. Es macht allerdings Mühe selbst zuverlässiges Zahlenmaterial zu suchen und zu finden. Allerdings mußt Du bei Deinen Beispielen auch berücksichtigen, daß sich z.B. für Malaria aus naheliegenden Gründen nur relativ wenige Deutsche interessieren (müssen). Das war vor 150Jahren noch anders, allerdings ohne Massenmedien.
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Tuberkulose ist in allen relevanten Punkten seit Jahrzehnten eine bekannte Krankheit. Ausbreitung, Verlauf und Behandlung sind bekannt. Zu Sars-Cov-2 war vor fünf Monaten gar nichts bekannt. Heute gibt es allenfalls ein paar Mutmaßungen, aber bekanntlich weder Vorbeugendes, Gegenmittel noch was zur Behandlung. Was passiert, wenn sich Sars-Cov-2 sogar nur eingeschränkt verbreitet, konnte und kann man in diversen Ecken auf diesem Planet beobachten.
Antworten auf diese Fragen erwarte ich von "unseren" Experten insbesondere in der Politik. Ist allerdings Fehlanzeige, oder sogar bekannt eher katastrophal, siehe z.B. hier aus dem "Tagebuch eines Gesundheitsministers". Tourismus wie auch z.B. Kultur wird sehr stark leiden und teilweise untergehen, denn diese Branchen lebten von zahlendem Publikum. Letzteres wird es demnächst nur noch sehr eingeschränkt geben.
Gruß, Ralf
Re: Corona COVID-19 | Reisen mit kalkuliertem Risiko ?
Hallo Ralf
Tagebuch eines Gesundheitsministers. Interessant.
Dezember bis Februar war ich in Asien und habe hautnah mitbekommen, wie schnell und professionell dort reagiert wurde. Noch Anfang Januar war das BAG (Amt für Gesundheit) in der Schweiz überzeugt, dass Corona ein lokales Problem in China bleiben würde! Bis das Virus dann doch in Italien war und sich explosionsartig verbreitet hat. Bis anfang März sind aber trotzdem immer noch tausende Grenzgänger aus der Hochrisikogegend in Norditalien tagtäglich ins Tessin (Schweiz) gependelt, bis auch dort die Fallzahlen explodiert sind. Die Politik hat die Situation völlig verschlafen, wird aber heute für ihr entschiedenes Vorgehen in der Krise von den meissten Medien gelobt, auch von praktisch allen Leuten die Leserkommentare in Zeitungen schreiben...Hätte man früh genug Massnahmen wie Physical Distancing und andere einfache Regeln implementiert, wäre der lange Lockdown wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen..
lg Maputo
Tagebuch eines Gesundheitsministers. Interessant.
Dezember bis Februar war ich in Asien und habe hautnah mitbekommen, wie schnell und professionell dort reagiert wurde. Noch Anfang Januar war das BAG (Amt für Gesundheit) in der Schweiz überzeugt, dass Corona ein lokales Problem in China bleiben würde! Bis das Virus dann doch in Italien war und sich explosionsartig verbreitet hat. Bis anfang März sind aber trotzdem immer noch tausende Grenzgänger aus der Hochrisikogegend in Norditalien tagtäglich ins Tessin (Schweiz) gependelt, bis auch dort die Fallzahlen explodiert sind. Die Politik hat die Situation völlig verschlafen, wird aber heute für ihr entschiedenes Vorgehen in der Krise von den meissten Medien gelobt, auch von praktisch allen Leuten die Leserkommentare in Zeitungen schreiben...Hätte man früh genug Massnahmen wie Physical Distancing und andere einfache Regeln implementiert, wäre der lange Lockdown wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen..
lg Maputo
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Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe
Re: Corona COVID-19 | Reisen mit kalkuliertem Risiko ?
Bei mir stand Taiwan im Fokus, da ich Anfang März einen Freund dorthin verabschiedete, der dort beruflich unterwegs ist. Ende März aus Taipeh: jeder, der im Krankenversicherungssystem von Taiwan registriert ist, bekam schon damals pro Woche drei taugliche Mund-Nasen-Schutzmasken für umgerechnet 0,50 Euros. "Unser" Drosten seinerzeit: Masken nutzen nichts. Drosten 6 Wochen später: Masken nutzen nicht viel, aber selber nähen und aufsetzen muß sein. Bei unseren Politikern vermute ich eher den Einsatz von Augen-Ohren-Schutz.
Hätten unsere Politiker und Medien statt Denglisch mal besser korrekte Begriffe verwendet: "Social Distancing", tststs. Abstand halten! Aber das wäre zu einfach. Und der Babbelfisch (www.babelfish.de) übersetzt Lockdown zu Ausgangssperre. Da hätte sogar die Generation der Greta-Jünger merken können, daß das nicht gleichbedeutend mit Corona-Party sein kann.
Gruß, Ralf
Re: Corona COVID-19 | Reisen mit kalkuliertem Risiko ?
Ha ha, die Maskendiskussion, "copy paste" in der Schweiz.
Masken nutzen praktisch nichts wurde im März vom BAG kommuniziert. Dies auch vor dem Hintergrund, dass es praktisch keine Masken hatte... die hochbezahlten Beamten im BAG hatten die Lage schlicht unterschätzt und die Lager waren leer. Als dann ende April endlich genug Masken hier waren, gingen die Diskussionen los, ob im ÖV eine Maskenpflicht eingeführt werden soll. Da wollte aber dann komischerweise die Bevölkerung nicht mehr mitmachen, weil ja kommuniziert wurde, dass Masken praktisch nichts nutzen....
lg Maputo
Masken nutzen praktisch nichts wurde im März vom BAG kommuniziert. Dies auch vor dem Hintergrund, dass es praktisch keine Masken hatte... die hochbezahlten Beamten im BAG hatten die Lage schlicht unterschätzt und die Lager waren leer. Als dann ende April endlich genug Masken hier waren, gingen die Diskussionen los, ob im ÖV eine Maskenpflicht eingeführt werden soll. Da wollte aber dann komischerweise die Bevölkerung nicht mehr mitmachen, weil ja kommuniziert wurde, dass Masken praktisch nichts nutzen....
lg Maputo




