Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Kuno
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von Kuno »

Turi hat geschrieben:Der Westen ist, meiner Meinung nach, zu den Afrikanern um einiges fairer als die Afrikaner untereinander.
Turi. Deine nuechterne Betrachtungsweise in Ehren - aber wenn das so publik wuerde, dann muesste doch unsere ganze Betroffenheits- Empoerungs- Hilfs- NGO-Industrie bald am Hungertuch nagen... :|
Turi
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von Turi »

Hoi Kuno
Wer aber auch nur einmal für längere Zeit in Afrika war, der weiss um die Solidarität untereinander.
Die gilt für die Familie und bis zur Haustüre, schon hinter dem Haus ist fertig mit Solidarität.
Man darf mich auch nicht missverstehen.
Ich bin gerne hier unten und helfe auch manchem.....gratis, was den Marokkanern hier unten selten in den Sinn kommt.
Auf die Frage nach dem Weg folgt ganz sicher eine nach Dirham, Ziggi, Schuhen, welche ich dann im Souk wiederfinde , die Schuhe, nicht die Dirham oder Ziggi :wink: .
Aber wem sage ich das !!!!
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Birgitt
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Afrika braucht Perspektiven, kein Mitleid

Beitrag von Birgitt »

Westliche Entwicklungshilfe wird in Afrika inzwischen kritisch beäugt. Viele Intellektuelle lehnen die klassischen Formen ab - statt Almosen fordern sie Perspektiven. Dazu gehören freier Marktzugang und Wettbewerbsfähigkeit. "Die Leute sind daran gewöhnt, dass Hilfsorganisationen in ihren Büros sitzen und dort entscheiden: Wir bauen euch einen Brunnen. Aber keiner fragt: Braucht ihr überhaupt einen?", sagt die Menschenrechtlerin Fatuma Abdulkadir Adan, die aus dem Norden Kenias stammt. Es ist eine trockene Wüstengegend, in der die Menschen oft sehnsüchtig auf den Regen warten. "Die Dürre kommt immer wieder. Und mit ihr die Lebensmittellieferungen." Die Leute würden von der Hilfe abhängig und fragten sich, warum sie überhaupt noch selbst etwas anbauen sollten, kritisiert Adan. Die junge Anwältin gehört zu denen, die Entwicklungshilfe kritisieren ...

http://www.tagesschau.de/ausland/entwic ... ka100.html
20.10.2013 - tagesschau

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Birgitt
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Deutsche Afrikapolitik braucht einen Paradigmenwechsel

Beitrag von Birgitt »

Raus aus dem Helfermodus! Deutsche Afrikapolitik braucht dringend einen Paradigmenwechsel ...
Zu sehr wird der gegenwärtige öffentliche Diskurs zur Afrikakooperation von Flucht und Migration bestimmt. Dabei brauchten wir dringend einen Paradigmenwechsel in unserer Afrikapolitik. Wir sollten unsere Lektion lernen und umsteuern. Wir sollten Afrikas Agenden zur Industrialisierung, zur Modernisierung und zur Entwicklung ernst nehmen und uns vom Denken in den Kategorien „Krisen, Kriege und Kinder“ aber auch von den Leerhülsen „Zukunfts- und Chancenkontinent“ lösen. Dieses Dichotomiedenken verkleistert den Blick auf die höchst unterschiedlichen Realitäten der 56 Länder Afrikas. Wir sollten lernen zu antizipieren, wohin die große Transformation in Afrika geht. Wir sollten Afrika ernst nehmen und uns selbst anders aufstellen, als Zivilmacht und als fairer Akteur gegenüber Afrika.
Raus aus dem Helfermodus!
29.08.2018 - IPG-Journal der FES

Gruß
Birgitt
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Wie Hilfe Migration begünstigt

Beitrag von Birgitt »

Die EU trägt mit ihren Maßnahmenpaketen zur verstärkten Auswanderung aus Afrika bei ...
Bemühungen, in ganz Afrika durch Berufsausbildung, eine Senkung der Geburtenrate oder eine Verbesserung der staatlichen Strukturen ein faires Wirtschaftswachstum zu erreichen, können die Zukunft der Region positiv beeinflussen. Doch der Erfolg des gesamten Kontinents wird letztendlich davon abhängen, dass Länder mit dauerhaft stagnierender Wirtschaft und krassem Missmanagement Reformen durchführen. Dafür braucht es wiederum nicht etwa stärkere Grenzkontrollen auf dem gesamten Kontinent, sondern das Gegenteil: offene Grenzen für Menschen und Waren, den Ausbau komparativer Vorteile, integrierte Märkte und weniger Zölle. So könnten auch Menschen, die unter autoritärer Herrschaft leben, „mit den Füßen abstimmen“, indem sie woanders hingehen. In all diesen Fällen werden die Wanderungsbewegungen – insbesondere südlich der Sahara – innerhalb der Region bleiben [...] Wenn die EU mit unverantwortlichen autoritären Regierungen mit miserabler Menschenrechtsbilanz kooperiert, riskiert sie die Zunahme politischer Spannungen südlich des Mittelmeers und zerstört letztendlich jeden Fortschritt, den ihre Hilfsprojekte bewirken könnten.

Wie Hilfe Migration begünstigt
25.09.2018 - IPG-Journal der FES

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marylin
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von marylin »

Als Erstes könnte man mal für Rohstoffe den Weltmarktpreis bezahlen, danch dann das kolonialistische Bild von Afrika als Naturzoo und Selbstversorgerkontinent verschwinden lassen. Wenn man mal nicht mehr trommelnde Halbnackte zu sehen bekäme, würde es schon helfen einen Kontinent als das wahrzunehmen was er ist. Solange wir aber davon ausgehen, daß es nur bei "uns" super ist, und man jeden Kaugummi als Bestechungsforderung sieht wird das nix. Besonders da im eigenen Land die Politik u.a. vom BDI gemacht wird, wie wir vor ein paar Tagen hören durften.
Birgitt
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Deutschlands neuer Plan für Afrika

Beitrag von Birgitt »

Seit Jahren will Deutschland enger mit Afrika zusammenarbeiten. Eine Konzeptflut aus verschiedenen Ministerien war die Folge. Kompetenzwirrwarr, schimpften Kritiker. Nun liegen neue Afrika-Leitlinien auf dem Tisch ...
"Die Leitlinien spiegeln die gewachsene Bedeutung Afrikas und das gestiegene Engagement Deutschlands", sagt Bundesaußenminister Heiko Maas. Ein Jahr haben die Verhandlungen zwischen den Ministerien gedauert. Nun hat das Kabinett den neuen Afrikaplan gebilligt, der das bisherige Durcheinander beenden sein soll. Denn in den vergangenen Jahren entwickelten die Ressorts die deutsche Afrikapolitik nicht mit-, sondern nebeneinander: Das Finanzministerium den "Compact with Africa", das Entwicklungsministerium den "Marshallplan mit Afrika", das Wirtschaftsministerium "Pro!Afrika" [...] Das aktuelle Dokument macht deutlich, dass die Bundesregierung den Kontinent nicht mehr länger als einen reinen Hilfsempfänger sieht. Die Bedeutung einer Partnerschaft wird immer wieder betont [...] Zum ersten Mal bekennt sich die Bundesregierung dazu, die deutsche Kolonialvergangenheit in Afrika aufarbeiten zu wollen, ohne allerdings weitere Details zu nennen.
Afrikapolitische Leitlinien - Deutschlands neuer Plan für Afrika
27.03.2019 - DW World

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Jenseits von Afrika: Wie Unternehmen Steuern umgehen

Beitrag von Birgitt »

Afrikanischen Ländern gehen jährlich 50 Milliarden US-Dollar an Steuern verloren - mehr als die Summe der Entwicklungshilfen für den Kontinent. Auch vor Korruption schrecken multinationale Unternehmen dabei nicht zurück ...
Immer wieder schlagen Nichtregierungsorganisationen Alarm: Afrikanische Länder würden um Milliarden an Steuereinnahmen geprellt - vor allem von großen ausländischen Unternehmen aus dem Energie- und Rohstoffsektor, aber immer öfter auch von kleinen und mittleren Unternehmen, etwa Veranstaltern von Safaris in Ländern wie Kenia, Tansania, Südafrika oder Ägypten. Die jährlichen Verluste überstiegen mit 50 Milliarden US-Dollar sogar die Summe Entwicklungshilfszahlungen an Afrika, stellte die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vergangenes Jahr fest. 100 Milliarden waren es bei der UN-Wirtschaftskommission für Afrika, andere Schätzungen sind um ein Vielfaches höher.
Jenseits von Afrika: Wie Unternehmen Steuern umgehen
16.04.2019 - DW World

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Birgitt
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Entwicklungshilfe | Weg von der Gießkanne

Beitrag von Birgitt »

Mit tausenden Projekten rund um die Welt will Deutschland bislang die Entwicklung in ärmeren Ländern vorantreiben. Minister Müller will sich nun auf weniger Länder konzentrieren. Doch der Plan ist umstritten ...

Entwicklungshilfe: Weg von der Gießkanne
07.05.2020 - DW World

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Birgitt
Alexander
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von Alexander »

Hallo marylin,

ich musste eine Tabelle reparieren und konnte deinen Beitrag nur auf diese Weise retten:
marylin hat geschrieben:
Sa 9. Mai 2020, 11:08
Dieser, als Hilfe getarnter, Erpressungsversuch ist nichts anderes als einne neue Bezeichnung für alte Verträge a la TTIP (hab den Namen für die afrik. grad nicht parat)
https://www.handelsblatt.com/politik/in ... RfzgBG-ap2

Es ist eine Frechheit, wie D mit dem Kontinent umgeht. DA leisten die Chinesen noch mehr- denn die MACHEN wenigstens was, und haben bisher niemanden umgebracht.....
Grüsse
Alexander
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marylin
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von marylin »

Danke, alles gut
Joburg
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von Joburg »

Seit bestehen der UNO sind in den afrikanischen Kontinent aber Billionen an Dollar geflossen nochmal zum Verständnis aber Billionen Dollar!!!
Ergebnis faktisch null.Bei einem gemütlichen Grillabend in Nairobis Headquarter der UNO für den gesamten Kontinent Afrika sind mir zu vor gerückter Stunde und reichlich Alkohol bald die Ohren abgefallen wie sich die Weißen Mitarbeiter zu Afrika geäußert haben. Das harmloseste war das Wort - Hoffnungslos - Egal wie viel Hilfe von außen in den Kontinent kommt das Problem sind ihre eigenen schwarzen Regierungen.Beste Beispiele sind in jüngster Geschichte Südafrika/ Namibia - die Schwarzen haben faktisch Mitte der Neunziger Jahre komplett funktionierende Länder in die Hände bekommen.Nach mehr als 25 Jahren Ende der Apartheid ist Südafrika Afrika in vielen Bereichen abgewirtschaftet - die einfachste Ausrede ist die - die Apartheid ist schuld - ich glaube das wird man auch noch in hundert Jahren sagen.Afrikas exorbitante Bevölkerungsexplosion wird das Hauptproblem des kommenden Jahre sein und die damit massiven Schwierigkeiten für den gesamten Kontinent.Die Auswirkungen werden weltweit gewaltig sein und nicht nur die Problematik Afrika denken wir an den arabischen Raum oder Lateinamerika.
picco
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von picco »

Hoi zämä
Joburg hat geschrieben:
Mi 18. Nov 2020, 10:11
...das Problem sind ihre eigenen schwarzen Regierungen.Beste Beispiele sind in jüngster Geschichte Südafrika/ Namibia - die Schwarzen haben faktisch Mitte der Neunziger Jahre komplett funktionierende Länder in die Hände bekommen.Nach mehr als 25 Jahren Ende der Apartheid ist Südafrika Afrika in vielen Bereichen abgewirtschaftet...
Auf die Gefahr hin dass mich bald einige von Euch steinigen wollen...
Die 'Schwarzen' bringen also keine Regierung zusammen, soso....dann schauen wir doch mal nach Europa, zum Beispiel Deutschland.
1918 wurde die Weimarer Republik als Nachfolger des Kaiserreiches gegründet, also schauen wir doch mal wie viel besser Deutschland 25 Jahre später dastand...1918 plus 25 ergibt bei mir 1943...hmmm...war das von 'Weissen' regierte Deutschland da wirklich besser aufgestellt als es heute Namibia oder Südafrika sind?
Ich wage es zu bezweifeln...
Joburg
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von Joburg »

Was sind denn das für hinkende Vergleiche,

Die Unfähigkeit der meisten Regierungen in Afrika ist die exorbitante Korruption jeder Staatschef in Afrika ist sagenhaft reich minimum im mittleren dreistelligen Millionenbereich und darüber hinaus auch Milliardäre sind Unter Afrikas Regierungschefs zu finden.
UNO Gremien und viele Staaten die Entwicklungshilfe seit Jahrzehnten leisten wissen wissen um das verschwinden großer Hilfsgelder Summen. Die UNO Organisationen und Staaten die Entwicklungshilfe Gelder geben - Argument: was sollen wir machen, wir können den demokratisch gewählten Regierungen in Afrika nicht vorschreiben was diese mit den Hilfsgelder tun sollen. Irre diese O Töne dazu - auch die Rassismus Totschlag Argumente werden bei Kritik meistens angeführt.
Es gibt eine größere Anzahl an afrikanischen Ländern die bräuchten nicht einen einzigen Cent Entwicklungshilfe von außen.
Vielleicht ist das auch gewollt von der westlichen Welt nicht groß Rabatz in punkto Verschwendung von Entwicklungshilfegeldern in Afrika öffentlich zu thematisieren ?
Circa 40.000 in Worten vierzigtausend NGOs tummeln sich in Afrika derzeit auf dem afrikanischen Kontinent mit der Zielsetzung gutes zu tun. Es ist ein Milliarden schwerer Business heutzutage. Dazu kommen noch tausende verkorkste Hilfsprojekte die von vielen Ländern außerhalb Afrikas dilettantisch gemanagt wurden. Auch Deutschland nimmt sich damit nicht aus - 200 Millionen verpulvert mit dem Wassertreppen Projekt - Wasser von einer wassereichen Gegend in ein dürres Gebiet zu leiten um den dortigen Bewohnern Landwirtschaft zu ermöglichen - Ende vom Lied letztendlich hatte das einst fruchtbare Gebiet auch kein Wasser und das abgeleitete Wasser hat sich seinen Weg nach Umleitung eine neuen Weg gesucht - Millionen saßen auf dem trockenen. Deutsche Wasser Bauingenieure betreuen das Projekt für das deutsche Entwicklungshilfe Ministerium - nochmal Deutschland ist keine Ausnahme - das faktische gesamte Versagen bei der internationalen Entwicklungshilfe ist Programm gut gemeint und gedacht aber in der Sache versagt.
Das Gießkannen Prinzip gigantische Hilfsgelder in Afrika zu verteilen ist regelrecht kontraproduktiv - Afrika kann sich nur selber helfen.
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Achim Vogt
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Re: Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt

Beitrag von Achim Vogt »

Lieber Joburg,

ich bin mir sicher, dass jede Antwort Dich nur mehr motivieren wird.

Dennoch ist es nötig, Dir zu widersprechen. Einen Kontinent mit 54 Staaten (plus Westsahara) und 1,3 Milliarden Menschen so zu pauschalisieren, halte ich für unseriös. Selbst wenn Du es nur auf die Regierenden beziehst, stimmt es so nicht. Botswana und Mauritius sind zwei Beispiele - auch wenn sie nicht die wichtigsten Staaten Afrikas darstellen -, in denen es durchaus eine gute Politik gibt. Andere Staaten, die vielleicht heute in der Krise stecken, haben zu anderen Zeiten wichtige Impulse für Afrika gegeben: Benin ist so ein Fall, Burkina Faso unter Thomas Sankara war einer in den 1980-er Jahren, Jerry Rawlings in Ghana schaffte es, als Diktator zur Demokratie zurückzukehren und einen demokratischen Übergang zu schaffen. Nicht jeder Regent in Afrika heißt Mobutu.

Deine Beispiele sind durchaus spannend, aber sie sind durchaus nicht typisch für die deutsche oder internationale Entwicklungshilfe. Es gibt zahllose andere Beispiele und es gibt tausende von Entwicklungshelfern, die mit großer Expertise und viel Enthusiasmus am Werk sind. Ich will die Entwicklungshilfe nicht schönreden, aber sie agiert eben auch in einem globalen System, das Erfolge schwierig macht. Das gilt übrigens auch für die Handlungsfähigkeit afrikanischer Regierungen im weltweiten Wirtschafts- und Finanzsystem! Interessant, dass Du das überhaupt nicht erwähnst. Ich wage zu bezweifeln, dass sich Afrika selber helfen kann, ohne dass all die von Dir Gescholtenen dabei mithelfen.

Der Thread heißt "Entwicklungshilfe einstellen - fairen Handel anstatt". Zu fairem Handel finde ich in Deinen Beiträgen kein Wort. Auch das ist bezeichnend.

Mich würde interessieren, wie Du auf die Zahl von 40.000 NGOs kommst. Bitte nenne mal die Quelle. Ich würde mal annehmen, dass darunter auch all die vielen afrikanischen NGOs sind, die absolut beeindruckende Arbeit - oft gegen die Windmühlenflügel des internationalen Systems - leisten. Und das gilt auch für viele Internationale. Kritik an der Entwicklungshilfe ist berechtigt, aber sie darf nicht so völlig aus dem Kontext gerissen werden.

Viele Grüße
Achim
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