Chris1 (Ex„anonimous“) hat geschrieben: ↑Do 6. Mai 2021, 19:15
landcruiser. hat geschrieben: ↑Do 6. Mai 2021, 18:36
Warum die Deutsche Regierung nun meinte quasi u.a. nach den Russen und Amerikanern dort, zwar nicht so ganz allein, etwas bewirken zu können, wäre eine "interessante" Frage.
weil man vor Überfremdung keine Angst hat und mehr Flüchtlinge in Europa braucht, die Europäer produzieren zu wenig Kinder, sind langsam am Aussterben…
Naja, ich glaube, nach dem Jugoslawien-Krieg war der Ansturm noch gut genug, dass man nicht noch neue Flüchtlinge produzieren musste. Zudem hätten schon damals etliche Länder im nahen Osten sicherlich gerne Flüchtlinge abgegeben.
Chris1 (Ex„anonimous“) hat geschrieben: ↑Do 6. Mai 2021, 19:15
Ausserdem Kriegsgebiete sind die besten Schauplätze, um moderne Waffen scharf zu testen. Solche Waffen lassen sich weltweit sehr gut verkaufen.
Ich tippe mal, dass die Waffen-Lobby eher an dem Verbrauch der Waffen und Munition interessiert war. Testmöglichkeiten haben sie ja zu genüge in anderen Kriesengebieten.
Chris1 (Ex„anonimous“) hat geschrieben: ↑Do 6. Mai 2021, 19:15
Btw die Bush Familie hat mit den Kriegen sehr viel Geld verdient,.... man spricht nur nicht davon, weil Amerika in unserer Propaganda fehlerfrei sein sollte.
Nur die Bushs? — Das ist dann doch ein recht einseitig verzerrtes Bild. Da solltest Du schon deutlich globaler denken. Die
Verstrickungen des Bush-Clans können nur als Beispiel herhalten und müssen als Teil eines Gesamt-Netzwerks gesehen werden.
Ansonsten gilt wie immer:
"Der Sieger schreibt die Geschichte über die Geschichte."
Chris1 (Ex„anonimous“) hat geschrieben: ↑Do 6. Mai 2021, 19:15
Frieden mit den Waffen zu erzwingen hat mehr mit Terror als guten Absichten zu tun.
Deine Behauptung über den Bush-Clan erübrigt die Idee, ein unter deren Einfluss initiierter Einsatz hätte ernsthaft was mit Frieden zu tun, wenn das nicht die eigenen Interessen fördert.
Nicht "Frieden stiften" war die amerikanische Mission nach 9/11 in Afghanistan, sondern der von Präsident Bush erklärte
War on Terror. Damit wurde der Anschlag als Erstangriff deklariert und der NATO-Verteidigungsfall ist damit eingetreten.
Aber nach der amerikanischen Invasion im Rahmen des "War on Terror" war ab 12/2001 der offizielle Zweck der Militärpräsenz ein anderer:
"[...] Weiterhin wurde ab Dezember 2001 mit der International Security Assistance Force eine von den UN mandatierte und der NATO geführten Sicherheits- und Wiederaufbaumission eingerichtet, an der sich u.a. auch Deutschland beteiligte. Diese blieb bis 2014 im Land und sollte Sicherheit und Stabilität gewährleisten, die Ausbildung afghanischer Polizei- und Sicherheitskräfte sowie den Wiederaufbau wichtiger Infrastruktur und die Verteilung humanitärer Güter unterstützen und bewaffnete Gruppen entwaffnen. Auf diese folgte – erneut mit deutscher Unterstützung – ab 2015 die Mission Resolut Support, die die Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Polizei- und Sicherheitskräfte zum Ziel hat."
[Quelle:
Der Konflikt in Afghanistan und die UN (DGNV)]
Ich würde die Mission mit deutscher Beteiligung in Afghanistan also eher mal als "Scherbenhaufen zusammenkehren und zusammenflicken" deklarierern. Das zum Erfolg zu führen ist allerdings schwierig, wenn es anderen nicht gefällt. Mögliche Kandidaten mit Interessen könnten
hier zur finden sein.
Im übrigen können die "guten Absichten" auch mit Naivität und/oder Idealismus gepaart sein. Mit der heutigen Perspektive bekommt die für den Afghanistan-Einsatz entscheidende
Bundestagsdebatte 14/210 (PDF) einen ganz neuen Blickwinkel auf die damalige deutsche Realität.
Chris1 (Ex„anonimous“) hat geschrieben: ↑Do 6. Mai 2021, 19:15
Wenn man ein Problem mit einem Nachbar hat, geht man doch nicht zu ihm voll bewaffnet, mit Messer, Kalaschnikow und Granaten, um das zu regeln. Hingegen eine Flasche Vodka könnte das Problem viel besser und schneller lösen, aber nur wenn ein Nachbar nicht gerade ein gläubiger Muslim ist.
Naja, manche Dinge lassen sich nicht mit einem Schluck Vodka erledigen, so dass die Wahrung der eigenen Interessen doch überzeugendere Argumente benötigt.
Aber es sind typischerweise nicht die Nachbarländer, die nach der Flüchtlingswelle kriegerisch eingreifen. Diese werden eher humanitär aktiv und geraten dadurch oft selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten (mir genügt's schon, wenn ich an die Langzeit-Flüchtlinge in Jordanien denke). Das wiederum wirkt sich nicht gut auf die Qualität der Versorgung und den Umgang mit den Flüchtlingen aus. — Ganz nach dem Motto: Wem es nicht gefällt, der wird auch wieder gehen.
Gruß,
°Daniel