Teilreisewarnung Venezuela 10.07.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 16.08.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand 16.08.2017

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Nach Störungen des regulären Flugbetriebs durch die unruhige Lage der vergangenen Wochen in Venezuela haben die Fluggesellschaften nunmehr den Flugverkehr von bzw. nach Caracas wieder aufgenommen, jedoch teilweise ihre Routen und Flugzeiten verändert.

Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluglinie zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.
Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Bei politischen Protesten im Land kommt es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Angesichts dieser Lage und dem fortbestehenden wirtschaftlichen und medizinischen Versorgungsnotstand im Land wird von nicht dringenden Reisen nach Venezuela abgeraten.

Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt. Die medizinische Versorgungslage in Venezuela verschlechtert sich zunehmend. Die adäquate Behandlung insbesondere von Notfällen – etwa in Folge von Verkehrsunfällen - ist nicht mehr gewährleistet. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer zuverlässigen Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen, siehe Medizinische Hinweise.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 15.12.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand 15.12.2017

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Allgemeine Reiseinformationen (Geld/Kreditkarten)
- Medizinische Hinweise


Aktuelle Hinweise
Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Bei politischen Protesten im Land kann es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Angesichts dieser Lage und des fortbestehenden wirtschaftlichen und medizinischen Versorgungsnotstands im Land wird von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Venezuela abgeraten.

Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt. Die medizinische Versorgungslage in Venezuela verschlechtert sich zunehmend. Die adäquate Behandlung insbesondere von Notfällen – etwa in Folge von Verkehrsunfällen - ist nicht mehr gewährleistet. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer zuverlässigen Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Aufgrund einer Häufung von Diphterie-Fällen wird Reisenden dringend empfohlen, ihren Impfschutz zu überprüfen. Auch die Malaria-Fälle sind stark angestiegen, siehe auch Medizinische Hinweise.

Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen. Kurzfristige Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich. Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluglinie zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Krise ist es vor allem in den Städten auch spontan zu teils massiven Demonstrationen gekommen. Diese können sich jederzeit wiederholen. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten sind möglich.
Reisenden wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten und nachdrücklich empfohlen, sich von Demonstrationen und großen Menschenansammlungen fernzuhalten.
Im Hinblick auf die verbreitete, hohe Gewaltkriminalität, der immer wieder auch Ausländer zum Opfer fallen, ist besondere Vorsicht geboten.

Grenzgebiet zu Kolumbien
Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten. In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze insbesondere in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia besteht eine erhöhte Gefahr von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen.
Abgeraten wird auch von der Ausreise über den Landweg von und nach Kolumbien. Vorübergehende Schließungen der Grenze zu Kolumbien können jederzeit kurzfristig verfügt werden.

Piraterie
Segler sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie entlang der venezolanischen Küste sporadisch vorkommen und entsprechende Maßnahmen ergreifen (Vorsicht mit spontanen Gästen an Bord, Eigensicherung bei Nacht).

Kriminalität
Eine deutliche Gefährdung sowohl für Individual- als auch für Gruppenreisende stellt die hohe Kriminalitätsrate in Venezuela dar. Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. Auch Deutsche sind davon betroffen gewesen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas und Maracaíbo, ist unvermindert hoch. Auch außerhalb der Städte ist, z.B. auf Landstraßen, mit Gewaltkriminalität und Überfällen zu rechnen.
Bei Kontrollen durch Uniformierte (Polizei, Militär) im Stadtgebiet, bei Straßenkontrollen, und selbst am Flughafen sind in der Vergangenheit Reisende von den uniformierten Kontrolleuren beraubt oder zu Geldzahlungen bzw. Geldumtausch genötigt worden. Reisende sollten bei derartigen Kontrollen nach Möglichkeit nur eine Kopie des Passes und nicht das Originaldokument aushändigen.
Es wird dringend geraten, die folgenden Hinweise zu beachten:
  • Fahrten bei Dunkelheit sollten aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Besonders auf der Autobahn zwischen dem Flughafen und Caracas ist es während der Dunkelheit mehrfach zu Überfällen gekommen. Reisenden wird deshalb generell davon abgeraten, nachts diese Strecke zu nutzen.
  • Reisende sollten außerdem keine Reisen per Anhalter durchführen und nicht campen.
  • Bei Ausflügen ohne einheimische Reiseleiter sollten Reisende sich genauestens erkundigen, welche Orte unbedingt zu meiden sind (z.B. Armenviertel, die sogenannten „barrios“).
  • Bei der Ankunft auf dem Flughafen Caracas kam es in der Vergangenheit zu Überfällen unter Beteiligung von Uniformträgern und Taxifahrern. Reisende sollten in der Ankunftshalle des Flughafens deshalb insbesondere nicht auf Transportangebote von vorgeblichen Taxifahrern oder autorisiert wirkenden Personen eingehen, sondern ausschließlich die offiziellen Flughafen-Taxis benutzen, die unmittelbar vor der Ankunftshalle warten.
  • Reisende für internationale Abflüge müssen 4 Stunden vor Abflug am Flughafen Caracas (La Guaira) erscheinen, um ein rechtzeitiges Einchecken zu gewährleisten
  • Bei der Benutzung von Taxis und Bussen sollten nur Fahrzeuge in technisch gutem Zustand gewählt werden, die in Funkverkehr mit ihrer Firmenzentrale stehen. Es können auch Taxis oder Kleinbusse benutzt werden, die vom Hotel ausdrücklich empfohlen werden. Bei der Benutzung von vermeintlich preiswerteren Taxis und Bussen besteht ein hohes Risiko ausgeraubt zu werden.
  • Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommen, wird empfohlen, auf keinen Fall Widerstand zu leisten.
  • Geld sollte nur an den dafür ausgewiesenen Schaltern am Flughafen bzw. in offiziellen Wechselstuben getauscht werden.
  • Wertvolle Gegenstände oder größere Geldbeträge sollten nicht mitgeführt werden; dies gilt auch bei der Abreise für die Fahrt zum und den Aufenthalt am Flughafen.
Beim Einsatz von Kreditkarten/Bankkarten ist erhöhte Vorsicht angebracht, da es immer wieder Fälle von betrügerischen Abbuchungen gibt.

Naturkatastrophen
Venezuela ist ein erdbebengefährdetes Land, in dem mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer Aktivität gerechnet werden muss. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.
Die venezolanische Katastrophenschutzbehörde Funvisis bietet stets aktualisierte Informationen.
In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis Ende November Wirbelsturmsaison. Ausläufer können auch Venezuela erreichen. Reisende in dieser Zeit werden um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall und bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage erreichbar zu sein.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen
Grundkenntnisse im Spanischen sind empfehlenswert bis notwendig, Englischkenntnisse sind wenig verbreitet.

Naturkatastrophen
Venezuela ist ein erdbebengefährdetes Land, in dem mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer Aktivität gerechnet werden muss. Reisende sollten sich deshalb vorab mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut machen. Weitere Hinweise unter www.gfz-potsdam.de . Auf der Website der venezolanischen Katastrophenschutzbehörde Funvisis finden sich ständig aktualisierte Informationen unter www.funvisis.gob.ve.
In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis Ende November Wirbelsturmsaison. Ausläufer können auch Venezuela erreichen. Reisende in dieser Zeit werden um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten.

Reisen per Flugzeug
Einige internationale Fluggesellschaften haben in den letzten Monaten die Anzahl der Flüge und angebotenen Sitzplätze von bzw. nach Venezuela erheblich reduziert. Lufthansa hat die bisherige Flugverbindung nach Deutschland bis auf weiteres eingestellt. Es wird daher immer schwieriger, an Flugtickets für eine Reise von und nach Europa bzw. in die USA zu kommen. Die Fluggesellschaften verlangen, dass die Fluggäste mindestens 4 Stunden vor planmäßigem Abflug zum Check-in erscheinen. Wegen der angespannten Verkehrssituation, ist für die Anreise zum Flughafen Maiquetia/Caracas ausreichend Zeit einzuplanen. Flugverbindungen, die An- und Abfahrten zum Flughafen bei Dunkelheit erforderlich machen, sollten aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Es empfiehlt sich zusätzlich, schon am Vortag des Fluges online einzuchecken.
Es kommt gelegentlich vor, dass Auslandsflüge venezolanischer Fluggesellschaften wegen nicht beglichener Verbindlichkeiten kurzfristig gestrichen werden. Das Netz der Inlandsflüge ist ausgedünnt worden.
Bei venezolanischen Inlandsflügen und bei Flügen mit privaten Kleinflugzeugen, die u.a. zur Beförderung von Touristen eingesetzt werden, wird gelegentlich über technische Probleme berichtet. Beim eingesetzten Fluggerät handelt es sich oftmals um ältere Maschinen, deren Wartung sich aufgrund der Devisenknappheit schwierig gestaltet.
Auch Inlandsflüge sind häufig überbucht und es kann vorkommen, dass trotz Vorausbezahlung der gewünschte Flug nicht zur Verfügung steht.
Kontrollen an den venezolanischen Flughäfen gehen über das allgemein an internationalen Flughäfen übliche Maß hinaus:
Bei der Ausreise aus Venezuela sowie beim Flughafentransit kann es zu zeitaufwändigen Kontrollen kommen, da die venezolanischen Behörden zur Bekämpfung des internationalen Drogenhandels umfassende Kontrollen von Gepäck und Personen durchführen. Kontrollen von Reise- und Handgepäck an den Flughäfen sollten Sie vorsorglich mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen und hierbei persönliche Gegenstände, insbesondere Wertgegenstände, nicht aus den Augen lassen. Geben Sie Wertgegenstände oder elektronische Artikel (z.B. Laptops) nicht in Ihr Fluggepäck, sondern behalten Sie diese im Handgepäck bei sich und unter Ihrer ständigen Aufsicht.

Reisen über Land
Für Überlandfahrten in Venezuela wird geraten, sich vor Reiseantritt über die Sutation nicht nur am Ankunftsort, sondern auch auf der Strecke und den Orten auf dem Weg zu informieren. Auto- und Personaldokumente sowie Führerschein sollten unbedingt mitgeführt werden.
Individualtouristen sollten beachten, dass Venezuela über keine ausgeprägte touristische Infrastruktur verfügt.
In der Regenzeit ist regelmäßig mit der Unterbrechung von Straßenverbindungen durch Erdrutsche oder Unterspülungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die Straßenverbindungen über die Anden, wie z.B. die Landverbindung nach Kolumbien und die Passstrecken zu beliebten Feriengebieten wie Merida und Choroni.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Bolivar Fuerte. Aufgrund der hohen Inflationsraten herrscht eine Banknotenknappheit. Der Zahlungsverkehr erfolgt weitgehend elektronisch.
Der Kauf/Verkauf von Devisen ist staatlich reguliert. Der Tausch von ausländischer Währung auf einem Parallelmarkt ist gesetzlich verboten und darf daher nur in offiziellen Wechselstuben erfolgen. Vor der Annahme von Angeboten von inoffiziellen Händlern, schon direkt am Flughafen oder auf der Straße, wird dringend abgeraten.
Das Abheben von Geld mit ausländischen Bank- und Kreditkarten in Venezuela ist nicht möglich. Die Bezahlung mit Kreditkarten ist in größeren Geschäften, Restaurants und Hotels möglich, führt aber zu hohen Wechselkursverlusten.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber kann für alle Reisenden älter als 12 Monate bei Weiterreise in manche Drittländer (gem. www.who.int) gefordert werden. Bei der direkten Einreise aus Deutschland wird zwar kein Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt, aber die Impfung wird allen Reisenden dringend empfohlen, bevor sie in Venezuela in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt. Hierzu gehören nahezu alle Landesteile außer zentrale Abschnitte der Nordküste (gem. www.who.int). Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de ).
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit inkl. der Hauptstadt Caracas durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche (s. u.).

Chikungunya
Chikungunya ist eine Virusinfektion, die von Mücken der Gattung Aedes übertragen wird. Die Zahl landesweiter Erkrankungen ist in den letzten Monaten stark angestiegen und betrifft auch die Hauptstadt Caracas. Die Krankheit geht einher mit plötzlich auftretenden starken Gelenkschmerzen, begleitet von hohem Fieber und bisweilen einem Hautausschlag. Die Behandlung ist rein symptomatisch, da eine kausale Therapie nicht möglich ist und eine Impfung derzeit nicht existiert. Die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion besteht in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche (s.u.).

Zika-Virus-Infektion
In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: Schutzmaßnahmen Mückenstiche
Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf dem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Leishmaniasis
Die kutane und mukokutane Form kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Auch in dieser Hinsicht ist ein Schutz vor Mücken empfehlenswert (s. u.).

Malaria
Aktuell wird eine massive Zunahme sowohl der Krankheitsfälle als auch der Gebiete mit Übertragungsrisiko beobachtet, zu denen inzwischen nicht nur das Tiefland im Süden, sondern auch u.a. Küstengebiete im Norden des Landes gehören. Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Als malariafrei gilt weiterhin das Hochland (>1.500m) sowie das Stadtgebiet von Caracas.
Je nach Reiseprofil kann eine Standby-Medikation mit Chloroquin sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird daher allen Reisenden empfohlen
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue, Zika) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV/AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Durchfallerkrankungen bei Reisenden sind häufig, z.T. auch schwer. Sie können in vielen Fällen vermeidbar sein durch Beachtung einfacher Regeln:
Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z. B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes bzw. desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen oder Schälen. Halten Sie Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Toilettengang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Medizinische Versorgung
Das öffentliche Gesundheitssystem in Venezuela ist nicht mehr in der Lage, Kranke adäquat zu versorgen oder notwendige Operationen durchzuführen.
Etwas besser ausgestattet ist derzeit noch der private Sektor, wo allerdings auch schon massive Mangelerscheinungen beobachtet werden. Viele Medikamente und Medizinprodukte sind auch dort nicht mehr bzw. nur noch sehr eingeschränkt erhältlich. Reisenden wird daher nach Rücksprache mit ihrem Hausarzt dringend die Mitnahme einer Reiseapotheke empfohlen.
Eine adäquate medizinische Notfallversorgung ist in vielen Landesteilen nicht gewährleistet. Dies betrifft in zunehmendem Maße auch die Städte (inkl. Caracas!). Krankenhäuser und Kliniken sind ferner von Wasserrationierung und Stromausfällen betroffen. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen; ebenso wie vor einer Reise nach Venezuela eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner (Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org ).Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass regelmäßig vor der Aufnahme und Behandlung in Privatkliniken unabhängig einer bestehenden Auslandskrankenversicherung eine Vorauszahlung in bar oder per Kreditkarte zu leisten ist, sonst wird unter Umständen gar nicht erst mit der Diagnostik oder Behandlung angefangen. Im Erkrankungsfall können sich Reisende bei der Deutschen Botschaft in Caracas über Ärzte und Krankenhäuser in Venezuela informieren.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 26.04.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand 26.04.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Bei politischen Protesten im Land kann es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Angesichts dieser Lage und des fortbestehenden wirtschaftlichen und medizinischen Versorgungsnotstands im Land wird von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Venezuela abgeraten.
Im Zusammenhang mit den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen, die für den 20. Mai 2018 geplant sind, muss mit einer erneuten Zunahme der politischen Spannungen gerechnet werden.

Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt.

Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen, siehe Reisen per Flugzeug. Kurzfristige Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich. Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluglinie zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 30.08.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand: 30.08.2018

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise (Währungsumstellung)


Aktuelle Hinweise
Währungsumstellung

Seit dem 20. August 2018 hat Venezuela eine neue Währung, den Bolívar Soberano. De facto wurden fünf Nullen der vorherigen Währung, Bolívar Fuerte, gestrichen. Alte und neue Scheine sind parallel im Umlauf. Die Einführung der neuen Währung hat die Bargeldknappheit nicht behoben, die Hyperinflation zusätzlich angeheizt und die Lebensmittelknappheit verschärft.
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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 03.01.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand 03.01.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Allgemeine Reiseinformationen


Aktuelle Hinweise
Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Venezuela wird abgeraten.

Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Bei Protesten im Land kann es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Der wirtschaftliche und medizinische Versorgungsnotstand im Land besteht fort.
Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt.
Es herrscht zudem eine akute Knappheit an Banknoten.
Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen. Kurzfristige Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich.
Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Innenpolitische Lage
Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Krise ist es vor allem in den Städten auch spontan zu teils massiven Demonstrationen gekommen. Diese können sich jederzeit wiederholen. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten sind möglich.
Reisenden wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten und nachdrücklich empfohlen, sich von Demonstrationen und großen Menschenansammlungen fernzuhalten.
Auch bei Reisen in den Canaima Nationalpark und die Region Gran Sabana ist besondere Vorsicht geboten. Aufgrund von Demonstrationen kommt es zu Schließungen des Flughafens Canaima und zu Straßensperrungen, sowie zu Engpässen bei der Benzinversorgung.

Grenzgebiet zu Kolumbien
Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten. In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze insbesondere in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia besteht eine erhöhte Gefahr von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen.
Abgeraten wird auch von der Ausreise über den Landweg von und nach Kolumbien. Vorübergehende Schließungen der Grenze zu Kolumbien können jederzeit kurzfristig verfügt werden.

Kriminalität
Im Hinblick auf die verbreitete, hohe Gewaltkriminalität, der immer wieder auch Ausländer zum Opfer fallen, ist besondere Vorsicht geboten.
Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. Auch Deutsche sind davon betroffen gewesen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas und Maracaibo, ist unvermindert hoch. Auch außerhalb der Städte ist, z.B. auf Landstraßen, mit Gewaltkriminalität und Überfällen zu rechnen.
Bei Kontrollen durch Uniformierte (Polizei, Militär) im Stadtgebiet, bei Straßenkontrollen, und selbst am Flughafen sind in der Vergangenheit Reisende von den uniformierten Kontrolleuren beraubt oder zu Geldzahlungen bzw. Geldumtausch genötigt worden. Reisende sollten bei derartigen Kontrollen nach Möglichkeit nur eine Kopie des Passes und nicht das Originaldokument aushändigen.
Fahrten bei Dunkelheit sollten vermieden werden. Besonders auf der Autobahn zwischen dem Flughafen und Caracas ist es während der Dunkelheit mehrfach zu Überfällen gekommen. Reisende sollten außerdem keine Reisen per Anhalter durchführen und nicht campen.
Bei Ausflügen ohne einheimische Reiseleiter sollten Reisende sich genauestens erkundigen, welche Orte unbedingt zu meiden sind (z.B. Armenviertel, die sogenannten „barrios“).
Bei der Ankunft auf dem Flughafen Caracas kam es in der Vergangenheit zu Überfällen unter Beteiligung von Uniformträgern und Taxifahrern. Reisende sollten in der Ankunftshalle des Flughafens deshalb insbesondere nicht auf Transportangebote von vorgeblichen Taxifahrern oder autorisiert wirkenden Personen eingehen. Eine Abholung vom Flughafen sollte bereits vor Ankunft sichergestellt sein.
Im Fall eines bewaffneten Überfalls sollte auf keinen Fall Widerstand geleistet werden.
Wertvolle Gegenstände oder größere Geldbeträge sollten nicht mitgeführt werden; dies gilt auch bei der Abreise für die Fahrt zum und den Aufenthalt am Flughafen.

Piraterie
Segler sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie entlang der venezolanischen Küste sporadisch vorkommen und entsprechende Maßnahmen ergreifen (Vorsicht mit spontanen Gästen an Bord, Eigensicherung bei Nacht).

Naturkatastrophen
Venezuela liegt in einer seismisch aktiven Zone, in der mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer Aktivität gerechnet werden muss. Informationen zum Verhalten bei Erdbeben bietet das Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.
In Mexiko, in Zentralamerika, der Karibik und den südlichen Bundesstaaten der USA ist von Juni bis Ende November Wirbelsturmsaison. Ausläufer können auch Venezuela erreichen. Reisende werden in dieser Zeit um Beachtung der Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland gebeten.

Drogenkuriere
Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler„ missbraucht. Besondere Vorsicht gilt bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen, ebenso sollten Reisende kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren, siehe auch Besondere strafrechtliche Vorschriften.
Bei der Ausreise aus Venezuela sowie beim Flughafentransit kann es zu zeitaufwändigen Kontrollen kommen, da die venezolanischen Behörden zur Bekämpfung des internationalen Drogenhandels umfassende Kontrollen von Gepäck und Personen durchführen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall und bei einer Verschlechterung der Sicherheitslage erreichbar zu sein.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen
Sprache
Grundkenntnisse im Spanischen sind empfehlenswert bis notwendig, Englischkenntnisse sind wenig verbreitet.

Infrastruktur/Straßenverkehr
Einige internationale Fluggesellschaften haben in den letzten Monaten die Anzahl der Flüge und angebotenen Sitzplätze von bzw. nach Venezuela erheblich reduziert. Lufthansa hat die bisherige Flugverbindung nach Deutschland bis auf weiteres eingestellt. Es wird daher immer schwieriger, an Flugtickets für eine Reise von und nach Europa bzw. in die USA zu kommen. Die Fluggesellschaften verlangen, dass die Fluggäste mindestens 4 Stunden vor planmäßigem Abflug zum Check-in erscheinen. Wegen der angespannten Verkehrssituation, ist für die Anreise zum Flughafen Maiquetia/Caracas ausreichend Zeit einzuplanen. Flugverbindungen, die An- und Abfahrten zum Flughafen bei Dunkelheit erforderlich machen, sollten aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Es empfiehlt sich zusätzlich, schon am Vortag des Fluges online einzuchecken.
Reisende für internationale Abflüge müssen vier Stunden vor Abflug am Flughafen Caracas (La Guaira) erscheinen, um ein rechtzeitiges Einchecken zu gewährleisten.
Es kommt gelegentlich vor, dass Auslandsflüge venezolanischer Fluggesellschaften wegen nicht beglichener Verbindlichkeiten kurzfristig gestrichen werden. Das Netz der Inlandsflüge ist ausgedünnt worden.
Bei venezolanischen Inlandsflügen und bei Flügen mit privaten Kleinflugzeugen, die u.a. zur Beförderung von Touristen eingesetzt werden, wird gelegentlich über technische Probleme berichtet. Beim eingesetzten Fluggerät handelt es sich oftmals um ältere Maschinen, deren Wartung sich aufgrund der Devisenknappheit schwierig gestaltet.
Auch Inlandsflüge sind häufig überbucht und es kann vorkommen, dass trotz Vorausbezahlung der gewünschte Flug nicht zur Verfügung steht.
Für Überlandfahrten in Venezuela wird geraten, sich vor Reiseantritt über die Situation nicht nur am Ankunftsort, sondern auch auf der Strecke und den Orten auf dem Weg zu informieren. Auto- und Personaldokumente sowie Führerschein sollten unbedingt mitgeführt werden.
Reisende sollten beachten, dass Venezuela über keine ausgeprägte touristische Infrastruktur verfügt, der Straßenverkehr ist sehr gefährlich.
In der Regenzeit ist regelmäßig mit der Unterbrechung von Straßenverbindungen durch Erdrutsche oder Unterspülungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die Straßenverbindungen über die Anden, wie z.B. die Landverbindung nach Kolumbien und die Passstrecken zu beliebten Feriengebieten wie Merida und Choroni.
Bei der Benutzung von Taxis und Bussen sollten nur Fahrzeuge in technisch gutem Zustand gewählt werden, die in Funkverkehr mit ihrer Firmenzentrale stehen. Es können auch Taxis oder Kleinbusse benutzt werden, die vom Hotel ausdrücklich empfohlen werden. Bei der Benutzung von vermeintlich preiswerteren Taxis und Bussen besteht ein hohes Risiko, ausgeraubt zu werden.

Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Bolívar Soberano (Bs.S), der am im August 2018 eingeführt wurde. De facto wurden fünf Nullen der vorherigen Währung, Bolívar Fuerte, gestrichen. Alte und neue Scheine sind parallel im Umlauf. Die Einführung der neuen Währung hat die Bargeldknappheit nicht behoben, die Hyperinflation zusätzlich angeheizt und die Lebensmittelknappheit verschärft.
Aufgrund der hohen Inflationsraten herrscht eine Banknotenknappheit. Es kann deshalb in der Regel kein Geld getauscht werden. Der Zahlungsverkehr erfolgt weitgehend elektronisch. Der Kauf/Verkauf von Devisen ist staatlich reguliert und darf – wenn überhaupt möglich - nur in offiziellen Wechselstuben erfolgen. Vor der Annahme von Angeboten von inoffiziellen Händlern, schon direkt am Flughafen oder auf der Straße, wird dringend abgeraten.
Das Abheben von Geld mit ausländischen Bank- und Kreditkarten in Venezuela ist nicht möglich. Die Bezahlung mit internationalen Kreditkarten ist nur in größeren Geschäften, Restaurants und Hotels möglich, führt aber zu hohen Wechselkursverlusten.
Beim Einsatz von Kreditkarten ist erhöhte Vorsicht angebracht, da es immer wieder Fälle von betrügerischen Abbuchungen gibt.

Versorgung im Notfall
Reisende nach Venezuela sollten unbedingt auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.
Die medizinische Versorgungslage in Venezuela verschlechtert sich zunehmend. Die adäquate Behandlung insbesondere von Notfällen – etwa in Folge von Verkehrsunfällen - ist nicht mehr gewährleistet.
Aufgrund einer Häufung von Diphterie-Fällen wird Reisenden dringend empfohlen, ihren Impfschutz zu überprüfen. Auch die Zahl der Malaria-Fälle ist stark angestiegen, siehe auch Medizinische Hinweise.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
Administrator
Beiträge: 24253
Registriert: Sa 30. Jul 2005, 19:12
Wohnort: Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
Kontaktdaten:

Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 24.01.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand: 24.01.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Venezuela wird abgeraten.

Am 23. Januar 2019 kam es im gesamten Land zu Massendemonstrationen, bei denen sich der Präsident der Nationalversammlung Juan Guaidó zum Interimspräsidenten Venezuelas erklärt hat. Die aktuelle Lage ist unklar.
Reisenden wird dringend geraten, besonders vorsichtig zu sein, sich über die Medien informiert zu halten und von allen Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzubleiben. Anweisungen der Sicherheitskräfte ist stets Folge zu leisten
Viele der nachfolgend genannten Sicherheitsrisiken werden durch die aktuelle Krise verstärkt.

Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Bei Protesten im Land kann es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Der wirtschaftliche und medizinische Versorgungsnotstand im Land besteht fort.

Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt.

Es herrscht zudem eine akute Knappheit an Banknoten.

Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen. Kurzfristige Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich.

Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 25.01.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand: 25.01.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Aktuelle Medizinische Hinweise


Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Venezuela wird derzeit abgeraten.

Reisenden vor Ort wird dringend geraten, Bewegungen im öffentlichen Raum möglichst zu vermeiden und sich über die Medien informiert zu halten. Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, eine Ausreise aus Venezuela in Erwägung zu ziehen und ggf. mit kommerziellen Mitteln durchzuführen.

Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten unbedingt gemieden und Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge geleistet werden.

Am 23. Januar 2019 kam es im gesamten Land zu Massendemonstrationen und in deren Folge zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Der Präsident der Nationalversammlung Juan Guaidó hat sich zum Interimspräsidenten Venezuelas erklärt. Die weitere Entwicklung der Lage ist nicht absehbar.

Viele der nachfolgend genannten Sicherheitsrisiken werden durch die aktuelle Krise verstärkt.

Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Bei Protesten im Land kann es weiterhin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Der wirtschaftliche und medizinische Versorgungsnotstand im Land besteht fort.

Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt.

Es herrscht zudem eine akute Knappheit an Banknoten.

Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen. Kurzfristige Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich.

Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.

Aktuelle medizinische Hinweise
Die WHO hat im Januar 2019 einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Eine Überprüfung und ggf. Ergänzung des Impfschutzes gegen Masern für Erwachsene und Kinder wird daher spätestens in der Reisevorbereitung dringend empfohlen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 31.01.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand 31.01.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Venezuela wird derzeit abgeraten.

Reisenden vor Ort wird dringend geraten, Bewegungen im öffentlichen Raum möglichst zu vermeiden und sich über die Medien informiert zu halten. Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, eine Ausreise aus Venezuela in Erwägung zu ziehen und ggf. mit kommerziellen Mitteln durchzuführen.
Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten unbedingt gemieden und Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge geleistet werden.
Seit Anfang Januar 2019 kommt es im gesamten Land und insbesondere in der Hauptstadt Caracas zu Protesten und Demonstrationen mit teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mehrere ausländische Journalisten wurden festgenommen.
Der Präsident der Nationalversammlung Juan Guaidó hat sich zum Interimspräsidenten Venezuelas erklärt. Die weitere Entwicklung der Lage ist nicht absehbar.
Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten unbedingt gemieden und Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge geleistet werden.
Viele der nachfolgend genannten Sicherheitsrisiken werden durch die aktuelle Krise verstärkt.
Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Der wirtschaftliche und medizinische Versorgungsnotstand im Land besteht fort.
Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt.
Es herrscht zudem eine akute Knappheit an Banknoten.
Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen. Kurzfristige Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich.
Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 07.03.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela
Stand 07.03.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Venezuela wird derzeit abgeraten.

Reisenden vor Ort wird dringend geraten, Bewegungen im öffentlichen Raum möglichst zu vermeiden und sich über die Medien informiert zu halten. Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, eine Ausreise aus Venezuela in Erwägung zu ziehen und ggf. mit kommerziellen Mitteln durchzuführen.
Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten unbedingt gemieden und Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge geleistet werden.
Seit Anfang Januar 2019 kommt es im gesamten Land und insbesondere in der Hauptstadt Caracas zu Protesten und Demonstrationen mit teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mehrere ausländische Journalisten wurden festgenommen.
Der Präsident der Nationalversammlung Juan Guaidó hat sich am 23. Januar 2019 zum Interimspräsidenten Venezuelas erklärt.
Die See- und Luftgrenze zu den Niederländischen Überseegebieten (ABC-Inseln) und die Landgrenze nach Brasilien sind geschlossen.
Die weitere Entwicklung der Lage ist nicht absehbar. Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten unbedingt gemieden und Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge geleistet werden.
Viele der nachfolgend genannten Sicherheitsrisiken werden durch die aktuelle Krise verstärkt.
Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Der wirtschaftliche und medizinische Versorgungsnotstand im Land besteht fort.
Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt.
Es herrscht zudem eine akute Knappheit an Banknoten.
Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen. Kurzfristige Flugausfälle, Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich.
Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 11.03.2019

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand 11.03.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Von Reisen nach Venezuela wird derzeit dringend abgeraten.

Deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise aus Venezuela mit kommerziellen Mitteln, soweit möglich, empfohlen.

Reisenden vor Ort wird dringend geraten, Bewegungen im öffentlichen Raum möglichst zu vermeiden und sich informiert zu halten.
Seit Anfang Januar 2019 kommt es landesweit und insbesondere in der Hauptstadt Caracas zu Protesten und Demonstrationen mit teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mehrere ausländische Journalisten wurden festgenommen.

Seit dem 7. März 2019 gibt es fast im gesamten Land einschließlich von Caracas anhaltende Stromausfälle sowie Störungen der Mobilfunknetze und des Internets. Betroffen ist auch der Flughafen Caracas International. Einzelne Flüge finden dennoch weiterhin statt.
Die deutsche Botschaft in Caracas muss aufgrund des Stromausfalls geschlossen bleiben und kann nur eingeschränkt deutschen Staatsangehörigen Hilfe leisten.

Der Präsident der Nationalversammlung Juan Guaidó hat sich am 23. Januar 2019 zum Interimspräsidenten Venezuelas erklärt.

Die See- und Luftgrenze zu den Niederländischen Überseegebieten (ABC-Inseln) und die Landgrenze nach Brasilien sind geschlossen. Die weitere Entwicklung der Lage ist nicht absehbar.

Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten unbedingt gemieden und Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge geleistet werden.
Viele der nachfolgend genannten Sicherheitsrisiken werden durch die aktuelle Krise verstärkt.

Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Der wirtschaftliche und medizinische Versorgungsnotstand im Land besteht fort.

Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt.

Es herrscht zudem eine akute Knappheit an Banknoten.

Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen. Kurzfristige Flugausfälle, Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich.

Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Venezuela 05.08.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Venezuela:
Stand: 05.08.2019

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Von nicht erforderlichen Reisen nach Venezuela wird abgeraten.

Seit Anfang Januar 2019 kommt es landesweit und insbesondere in der Hauptstadt Caracas zu Protesten und Demonstrationen mit teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen. Mehrere ausländische Journalisten wurden festgenommen.

Seit dem 7. März 2019 gibt es fast im gesamten Land wiederkehrende Stromausfälle sowie Störungen der Mobilfunknetze und des Internets. Betroffen ist auch der Flughafen Caracas International. Einzelne Flüge finden dennoch weiterhin statt.
Die See- und Luftgrenze zu den Niederländischen Überseegebieten (ABC-Inseln) und ist weiterhin geschlossen. Die weitere Entwicklung der Lage ist nicht absehbar.

Reisenden wird empfohlen, sich informiert zu halten, Demonstrationen und Menschenansammlungen unbedingt zu meiden und Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten.

Viele der nachfolgend genannten Sicherheitsrisiken werden durch die aktuelle Krise verstärkt.

Der im Mai 2016 ausgerufene Ausnahmezustand über das gesamte Land gilt fort. Der wirtschaftliche und medizinische Versorgungsnotstand im Land besteht fort.

Im ganzen Land kommt es zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt.

Es herrscht zudem eine akute Knappheit an Banknoten.
Caracas wird nur noch von wenigen Fluggesellschaften angeflogen. Kurzfristige Flugausfälle, Änderungen der Flugzeiten und Routen sind möglich.

Reisenden wird dringend empfohlen, vor Reiseantritt ihre Fluggesellschaft zu kontaktieren und die gebuchten Flüge verbindlich bestätigen zu lassen.
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Teilreisewarnung Venezuela 01.02.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela
Stand 01.02.2021

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Ausnahmezustand, Versorgungsnotstand und Proteste)
- Sicherheit (Kriminalität)
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr, Geld/Kreditkarten; Rechtliche Besonderheiten)
- Gesundheit (Impfschutz)


Aktuelles
Ausnahmezustand, Versorgungsnotstand und Proteste

Der landesweite Ausnahmezustand gilt bereits seit Mai 2016, der wirtschaftliche und medizinische Versorgungsnotstand besteht fort. Die weitere Entwicklung der Lage ist nicht absehbar. Viele der unter Sicherheit genannten Risiken, u.a. die Gewaltkriminalität, werden durch die aktuelle Krise und die weitere Verarmung verstärkt.
Seit März 2019 gibt es fast im gesamten Land wiederkehrende Stromausfälle sowie Störungen der Mobilfunknetze und des Internets. Auch der Flughafen Caracas International kann zeitweilig betroffen sein. Die See- und Luftgrenze zu den Niederländischen Überseegebieten (ABC-Inseln) ist weiterhin geschlossen.
Soweit Wasser über öffentliche Versorgungsnetze verfügbar ist, wird dieses nicht in Trinkwasserqualität bereitgestellt. Die Versorgung der Haushalte mit Gas ist prekär. Mit Benzinknappheit muss jederzeit gerechnet werden, insbesondere außerhalb der Region um die Hauptstadt Caracas. Aufgrund der Notlage und der Versorgungsengpässe führen regelmäßige soziale Proteste auch immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.
  • Seien Sie besonders vorsichtig und halten Sie sich informiert.
  • Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig.
  • Lassen Sie sich Flüge vor Reiseantritt verbindlich bestätigen.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Sicherheit
Vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien wird gewarnt.
Von Reisen in die übrigen Landesteile wird dringend abgeraten.

Kriminalität

Gewaltkriminalität, die sich auch gegen Ausländer richtet, ist - trotz Meldungen über sinkende Zahlen bei Tötungsdelikten - weit verbreitet.

Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt erfolgen regelmäßig. Auch Deutsche waren schon davon betroffen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas und Maracaibo, ist unvermindert hoch. Auch außerhalb der Städte ist, z.B. auf Landstraßen, mit Gewaltkriminalität und Überfällen zu rechnen.

Im Grenzgebiet zu Kolumbien und Brasilien kommt es verstärkt zu Erpressungen, Entführungen und Gewalttaten durch Gruppen der organisierten Kriminalität, in die auch offizielle Sicherheitskräfte verwickelt sind.

Bei Kontrollen durch Uniformierte (Polizei, Militär) im Stadtgebiet, bei Straßenkontrollen, und selbst am Flughafen sind in der Vergangenheit Reisende von den uniformierten Kontrolleuren beraubt oder zu Geldzahlungen bzw. Geldumtausch genötigt worden.

Besonders bei Fahrten auf der Autobahn zwischen dem Flughafen und Caracas ist es bei Dunkelheit mehrfach zu Überfällen gekommen.
Bei der Ankunft auf dem Flughafen Caracas kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen unter Beteiligung von Uniformträgern und Taxifahrern.

Auch Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle und Handtaschenraub kommen insbesondere in den Großstädten vor. Fahrzeugdiebstähle und –aufbrüche sind insbesondere auf unbewachten Parkplätzen an der Tagesordnung.

Vereinzelt kommt es in Bars und Nachtclubs zu überhöhten Rechnungen und dem Einsatz von K.o.-Tropfen.

Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als Drogenkuriere missbraucht.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf, führen Sie nur eine Passkopie mit.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen, insbesondere Schmuck, Armbanduhren mit.
  • Vermeiden Sie auf der Straße Telefonate mit Ihrem Smartphone.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, an Bahnhöfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Vermeiden Sie Fahrten bei Dunkelheit.
  • Führen Sie keine Reisen per Anhalter durch und campen Sie nicht.
  • Erkundigen Sie sich bei Ausflügen ohne einheimische Reiseleiter genau, welche Orte unbedingt zu meiden sind, wie Armenviertel, die sogenannten „barrios“.
  • Gehen Sie in der Ankunftshalle des Flughafens nicht auf Transportangebote von vorgeblichen Taxifahrern oder autorisiert wirkenden Personen ein, sondern stellen Sie eine Abholung vom Flughafen bereits vor Ankunft sicher.
  • Leisten Sie im Fall eines Überfalls auf keinen Fall Widerstand.
  • Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt und prüfen Sie Preise vor Bestellungen.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt des eigenen Gepäcks.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Es gibt ein Inlandsflugnetz, Eisenbahn- und Busverbindungen. In den Städten existieren zudem U-Bahn-/Schnellbahnverbindungen.

Einige internationale Fluggesellschaften haben seit 2019 die Anzahl der Flüge und angebotenen Sitzplätze von bzw. nach Venezuela erheblich reduziert. Lufthansa hat bereits im Jahr 2016 die bisherige Flugverbindung nach Deutschland bis auf weiteres eingestellt. Die Fluggesellschaften verlangen, dass die Fluggäste mindestens vier Stunden vor planmäßigem Abflug zum Check-in erscheinen.

Es kommt gelegentlich vor, dass Auslandsflüge venezolanischer Fluggesellschaften wegen nicht beglichener Verbindlichkeiten kurzfristig gestrichen werden.
Das Netz der Inlandsflüge ist ausgedünnt worden. Bei venezolanischen Inlandsflügen und bei Flügen mit privaten Kleinflugzeugen, die u.a. zur Beförderung von Touristen eingesetzt werden, wird gelegentlich über technische Probleme berichtet. Beim eingesetzten Fluggerät handelt es sich oftmals um ältere Maschinen, deren Wartung sich schwierig gestaltet.

Venezuela verfügt über keine ausgeprägte touristische Infrastruktur, der Straßenverkehr ist sehr gefährlich. Eine adäquate Behandlung von Unfallopfern ist aufgrund des medizinischen Versorgungsnotstands nicht mehr gewährleistet.

In der Regenzeit ist regelmäßig mit der Unterbrechung von Straßenverbindungen durch Erdrutsche oder Unterspülungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die Straßenverbindungen über die Anden, wie z.B. die Landverbindung nach Kolumbien und die Passstrecken zu beliebten Feriengebieten wie Merida und Choroni.

Bei der Benutzung von vermeintlich preiswerten Taxis und Bussen besteht ein hohes Risiko, ausgeraubt zu werden.
  • Planen Sie aufgrund der angespannten Verkehrssituation bei Abflügen genügend Zeit für die Anreise zum Flughafen Maiquetia/Caracas ein.
  • Vermeiden Sie Flugverbindungen, die An- und Abfahrten zum Flughafen bei Dunkelheit erforderlich machen.
  • Checken Sie schon am Vortag des Fluges online ein.
  • Informieren Sie sich für Überlandfahrten vor Reiseantritt über die Situation nicht nur am Ankunftsort, sondern auch auf der Strecke.
  • Benutzen Sie nur Taxis und Busse in technisch gutem Zustand mit Funkverkehr zu ihrer Firmenzentrale oder von Hotels empfohlene bzw. gebuchte Fahrzeuge.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Bolívar Soberano (Bs.S), der am im August 2018 eingeführt wurde. De facto wurden fünf Nullen der vorherigen Währung, Bolívar Fuerte, gestrichen. Die Einführung der neuen Währung hat die Bargeldknappheit nicht behoben; Hyperinflation ist weiter ein Problem. Aufgrund der hohen Inflationsraten herrscht Banknotenknappheit. Es kann deshalb in der Regel kein Geld getauscht werden. Der Zahlungsverkehr erfolgt weitgehend elektronisch.
Der US-Dollar ist inzwischen als informelles Zahlungsmittel in vielen Geschäften, Hotels und Restaurants weitgehend etabliert und akzeptiert, allerdings ändert sich der Kurs gegenüber dem Bs.S nahezu täglich.

Das Abheben von Geld mit ausländischen Bank- und Kreditkarten in Venezuela ist nicht möglich. Die Bezahlung mit internationalen Kreditkarten ist in größeren Geschäften, Restaurants, Hotels und teilweise in Supermärkten möglich.

Beim Einsatz von Kreditkarten ist erhöhte Vorsicht angebracht, da es immer wieder Fälle von betrügerischen Abbuchungen gibt.

Rechtliche Besonderheiten
Venezolanische Sicherheitskräfte gehen in der Regel konsequent und gelegentlich mit großer Härte gegen Drogenhandel und -konsum vor. Bei Drogenkonsum drohen hohe Gefängnisstrafen.
Drogenkuriere müssen nach Verschärfung der Strafbestimmungen je nach gefundener Menge und Art mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 8 Jahren bis zu 18 Jahren rechnen. Drogenstraftätern werden keine Hafterleichterungen mehr gewährt.

Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, eine Gelbfieberimpfung wird jedoch dringend bei Reisen in nahezu alle Landesteile außer zentraler Abschnitte der Nordküste empfohlen. Bei Einreise aus Brasilien oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit in Brasilien müssen alle Personen ab einem Alter von 1 Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
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Hinweise zum Corona-Virus in Venezuela siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Venezuela 01.07.2021

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela
Stand 01.07.2021

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien)
- Reiseinfos (Infrastruktur / Verkehr)


Sicherheit
Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien

In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze insbesondere in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia, aber auch im Grenzgebiet zu Brasilien besteht eine hohe Gefahr durch organisierte Kriminalität mit Entführungen und anderen Gewaltverbrechen. Im Bundesstaat Apure ist es in den vergangenen Monaten zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Drogenbanden bzw. Mitgliedern ehemaliger Guerillagruppen (FARC) gekommen.
Vorübergehende Schließungen der Grenzen zu Kolumbien und Brasilien können jederzeit kurzfristig verfügt werden.
  • Meiden Sie unbedingt die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien.
  • Seien Sie besonders aufmerksam und informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Informieren Sie sich über mögliche Grenzschließungen vor Antritt von unvermeidlichen Reisen in die Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Es gibt ein Inlandsflugnetz, Eisenbahn- und Busverbindungen. In den Städten existieren zudem U-Bahn-/Schnellbahnverbindungen.

Einige internationale Fluggesellschaften haben seit 2019 die Anzahl der Flüge und angebotenen Sitzplätze von bzw. nach Venezuela erheblich reduziert. Lufthansa hat bereits im Jahr 2016 die bisherige Flugverbindung nach Deutschland bis auf weiteres eingestellt. Die Fluggesellschaften verlangen, dass die Fluggäste mindestens vier Stunden vor planmäßigem Abflug zum Check-in erscheinen.

Es kommt gelegentlich vor, dass Auslandsflüge venezolanischer Fluggesellschaften wegen nicht beglichener Verbindlichkeiten kurzfristig gestrichen werden.
Das Netz der Inlandsflüge ist ausgedünnt worden. Bei venezolanischen Inlandsflügen und bei Flügen mit privaten Kleinflugzeugen, die u.a. zur Beförderung von Touristen eingesetzt werden, wird gelegentlich über technische Probleme berichtet. Beim eingesetzten Fluggerät handelt es sich oftmals um ältere Maschinen, deren Wartung sich schwierig gestaltet.

Venezuela verfügt über keine ausgeprägte touristische Infrastruktur, der Straßenverkehr ist streckenweise gefährlich. Eine adäquate Behandlung von Unfallopfern ist aufgrund des medizinischen Versorgungsnotstands nicht mehr gewährleistet.

In der Regenzeit ist regelmäßig mit der Unterbrechung von Straßenverbindungen durch Erdrutsche oder Unterspülungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die Straßenverbindungen über die Anden, wie z.B. die Landverbindung nach Kolumbien und die Passstrecken zu beliebten Feriengebieten wie Merida und Choroni.

Bei der Benutzung von vermeintlich preiswerten Taxis und Bussen besteht ein hohes Risiko, ausgeraubt zu werden.
  • Planen Sie aufgrund der angespannten Verkehrssituation bei Abflügen genügend Zeit für die Anreise zum Flughafen Maiquetia/Caracas ein.
  • Vermeiden Sie Flugverbindungen, die An- und Abfahrten zum Flughafen bei Dunkelheit erforderlich machen.
  • Checken Sie schon am Vortag des Fluges online ein.
  • Informieren Sie sich für Überlandfahrten vor Reiseantritt über die Situation nicht nur am Ankunftsort, sondern auch auf der Strecke.
  • Benutzen Sie nur Taxis und Busse in technisch gutem Zustand mit Funkverkehr zu ihrer Firmenzentrale oder von Hotels empfohlene bzw. gebuchte Fahrzeuge.
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Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Venezuela 06.01.2022

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela
Stand 06.01.2022

Letzte Änderungen:
- Reiseinfos (Infrastruktur/Verkehr, Geld/Kreditkarten)


Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr

Es gibt ein Inlandsflugnetz, Eisenbahn- und Busverbindungen. In den Städten existieren zudem U-Bahn-/Schnellbahnverbindungen.

Internationale Fluggesellschaften haben seit 2019 die Anzahl der Flüge und angebotenen Sitzplätze von bzw. nach Venezuela erheblich reduziert. Lufthansa hat bereits im Jahr 2016 die bisherige Flugverbindung nach Deutschland bis auf weiteres eingestellt. Die Fluggesellschaften verlangen, dass die Fluggäste mindestens vier Stunden vor planmäßigem Abflug zum Check-in erscheinen.

Es kommt gelegentlich vor, dass Auslandsflüge venezolanischer Fluggesellschaften wegen nicht beglichener Verbindlichkeiten kurzfristig gestrichen werden.
Das Netz der Inlandsflüge ist ausgedünnt worden. Bei venezolanischen Inlandsflügen und bei Flügen mit privaten Kleinflugzeugen, die u.a. zur Beförderung von Touristen eingesetzt werden, wird gelegentlich über technische Probleme berichtet. Beim eingesetzten Fluggerät handelt es sich oftmals um ältere Maschinen, deren Wartung sich schwierig gestaltet. Die Flugzeuge der Gesellschaft Avior stehen derzeit auf der Verbotsliste der EU.

Venezuela verfügt über keine ausgeprägte touristische Infrastruktur, der Straßenverkehr ist streckenweise gefährlich. Eine adäquate Behandlung von Unfallopfern ist aufgrund des medizinischen Versorgungsnotstands nicht mehr gewährleistet.

In der Regenzeit ist regelmäßig mit der Unterbrechung von Straßenverbindungen durch Erdrutsche oder Unterspülungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die Straßenverbindungen über die Anden, wie z.B. die Landverbindung nach Kolumbien und die Passstrecken zu beliebten Feriengebieten wie Merida und Choroní.

Bei der Benutzung von vermeintlich preiswerten Taxis und Bussen besteht ein hohes Risiko, ausgeraubt zu werden.
  • Planen Sie aufgrund der angespannten Verkehrssituation bei Abflügen genügend Zeit für die Anreise zum Flughafen Maiquetia/Caracas ein.
  • Vermeiden Sie Flugverbindungen, die An- und Abfahrten zum Flughafen bei Dunkelheit erforderlich machen.
  • Checken Sie schon am Vortag des Fluges online ein.
  • Informieren Sie sich für Überlandfahrten vor Reiseantritt über die Situation nicht nur am Ankunftsort, sondern auch auf der Strecke.
  • Benutzen Sie nur Taxis und Busse in technisch gutem Zustand mit Funkverkehr zu ihrer Firmenzentrale oder von Hotels empfohlene bzw. gebuchte Fahrzeuge.
Geld/Kreditkarten
Die Landeswährung Bolívar Soberano (Bs.S) wurde im August 2018 eingeführt. De facto wurden fünf Nullen der vorherigen Währung, Bolívar Fuerte, gestrichen. Wegen der weiter anhaltenden Hyperinflation wurden im Oktober 2021 erneut sechs Nullen gestrichen und die Währung in Bolivar Digital umbenannt. Landeswährung ist kaum noch erhältlich, es kann deshalb in der Regel kein Geld getauscht werden und die Ausgabe an Geldautomaten wurde eingestellt. Der Zahlungsverkehr erfolgt weitgehend elektronisch und ist meist auch mit internationalen Kreditkarten möglich.
Der US-Dollar hat sich als Zahlungsmittel in vielen Geschäften, Hotels und Restaurants etabliert, weshalb ausreichend Bargeld in möglichst kleinen Scheinen (es gibt kein Wechselgeld) mitgeführt werden sollte, allerdings ändert sich der Kurs gegenüber dem Bolivíar nahezu täglich.

Beim Einsatz von Kreditkarten ist erhöhte Vorsicht angebracht, da es immer wieder Fälle von betrügerischen Abbuchungen gibt.
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Hinweise zum Corona-Virus in Venezuela siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus

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Teilreisewarnung Venezuela 20.01.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Venezuela
Stand 20.01.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (COVID-19)
- Einreise und Zoll (Ehemalige venezolanische Staatsangehörige)
- Gesundheit (Impfschutz, Malaria, Leishmaniasis, Trypanosomiasis)


Aktuelles: COVID-19
Einreise

Bestimmungen zur Einreise ändern sich mit der Pandemielage häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei offiziellen Stellen Venezuelas.

Die Einreise nach Venezuela ist mit dem Nachweis eines vollständigen Impfschutzes oder der Vorlage eines negativen PCR-Tests möglich, der bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein darf. Der Nachweis des Testergebnisses muss einen QR-Code zur Überprüfung der Echtheit enthalten.

Ein ausreichender Impfschutz kann durch die Vorlage eines digitalen Impfnachweises mit QR-Code oder des Impfpasses nachgewiesen werden. Als vollständig geimpft gilt, wer mindestens eine Dosis des Impfstoffes Johnson & Johnson oder zwei Dosen eines anderen Impfstoffes erhalten hat. Dabei muss die letzte Impfdosis mindestens 15 Tage vor Einreise verabreicht worden sein. Eine Einreiseerlaubnis auf Grundlage einer Genesung wird nach jetzigem Stand nicht erteilt.

Ausreise und Transit
Auch bei Ausreise kann eine Gesundheitsuntersuchung mit Messung der Körpertemperatur erfolgen. Bei COVID-19-Symptomen wird die Ausreise verweigert. Auch bei Reisen zwischen Bundesstaaten oder beim Verlassen der Margarita-Inseln können Behörden von Reisenden einen COVID-19-Test verlangen und die Weiterreise von einem negativen Ergebnis abhängig machen.

Beschränkungen im Land
Im öffentlichen Raum besteht Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Bei Verstößen gegen die Hygienevorschriften können Geldstrafen verhängt werden.

Empfehlungen
  • Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie die Hinweise lokaler Behörden.
Einreise und Zoll
Ehemalige venezolanische Staatsangehörige

Es sind in der letzten Zeit vermehrt Fälle aufgetreten, bei denen ehemalige venezolanische Staatsangehörige, die ihre venezolanische Staatsangehörigkeit für eine Einbürgerung in den deutschen Staatsverband aufgegeben haben, Schwierigkeiten bei der Ein – und Ausreise in Venezuela hatten, weil angeblich Zweifel an der Aufgabe der Staatsangehörigkeit bestünden.
  • Führen Sie Nachweise der zuständigen venezolanischen Behörde über die Entlassung aus der venezolanischen Staatsangehörigkeit mit sich.
Gesundheit
Impfschutz

Impfbestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, eine Gelbfieberimpfung wird jedoch dringend bei Reisen in nahezu alle Landesteile außer zentraler Abschnitte der Nordküste empfohlen. 2021 sind sieben Gelbfieberinfektionen bei Menschen südlich der Gemeinde Maturín im Nordosten Venezuelas (Staat Monagas) aufgetreten.

Bei Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet wie z.B. den Nachbarländern wird der Nachweis einer Gelbfieberimpfung von allen Personen ab einem Jahr verlangt. Das gilt auch bei einem Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit (z. B. in Brasilien).
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Merkblatt Malaria .
  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Malaria tropica kommt zu 23% vor, die übrigen Fälle sind überwiegend Malaria tertiana (77%). Ein hohes Risiko besteht in der Region südlich des Orinoko, sowie in einem Streifen nördlich des Orinoko, einschließlich Mündungsdelta und Delta Amacuro. Ein geringes Risiko besteht im Rest des Landes. Malariafrei ist Caracas. Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig in den Bundesstaaten Bolivar und Amazonas, Sucre und Delta Amacuro. In den übrigen Bundesstaaten liegt ein geringes bzw. in Caracas ein minimales Malariarisiko vor, siehe auch die aktuellen Verbreitungskarten des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG.

Die Notwendigkeit einer Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) hängt von Ihrem Reiseprofil ab. Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird ggfs. empfohlen.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Leishmaniasis
In den ländlichen Regionen kommt sowohl die Haut-/Schleimhaut-Leishmaniasis als auch selten die Organ-Leishmaniasis vor. Überträger der Parasiten sind dämmerungs- und nachtaktive kleine Sandmücken, die sich bevorzugt in feuchten und schattigen Habitaten aufhalten. Bei schlecht-heilende Insektenstichen oder z.B. anhaltendem unklaren Fieber sollte beide Erkrankungen ausgeschlossen werden.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung der Leishmaniasen im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere abends und nachts konsequent vor Mückenstichen.
Trypanosomiasis („Mal de Chagas“)
In den ländlichen Regionen kann es in sehr einfachen Unterkünften zur Übertragung der Chagas-Krankheit kommen. Das Risiko für Reisende ist sehr gering.

Die Übertragung erfolgt durch Raubwanzen, deren infizierter Kot in die Bisswunde gelangt oder selten auch durch die orale Aufnahme von verunreinigten Frucht- bzw. Zuckerrohrsäften. In der akuten Erkrankungsphase treten grippeähnliche Symptome und bis zu 50% eine Schwellung des Augenlides auf. Jahre nach der Infektion kann es zu gravierende Organveränderungen kommen.
  • Schützen Sie sich durch eine Expositionsprophylaxe insbesondere durch korrekt angebrachte Bettnetze vor nächtlichen Raubwanzenbissen in einfachen Unterkünften auf dem Land.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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