Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
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landcruiser.
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Ich meine das Thema mit Taliban und Drogen hatten wir schonmal hier; kann mich aber auch täuschen.
Wem kann man glauben?
Objektiv hab ich dazu keine Antwort.
Ich versuche es immer mal mit cui bono.
Und meist finde ich auf dem Weg ein Haar in der Suppe und glaube dem-/denjeingen nicht.
Den bärtigen islamistischen Mordbuben glaube ich jedenfalls kein Wort.
Die haben klipp und klar erklärt wo sie hin wollen und haben bereits über Jahre bewiesen wie sie das anzustellen gedenken.
Dem Maas glaube ich genau so wenig wie Scheuer oder Guttemberg (schrieb der sich so?) oder dem geläuterten Schäuble (da finde ich zufällig 100.000 DM in meinem Schreibtisch ...)
Dam Maas merkte man heute bei seiner Erklärung schon am untypisch gesenkten Blick an, dass er log, dass sich die Balken bogen. Er muss wohl vorher erfahren haben, dass die Äußerungen des Botschaftrers öffentlich geworden sind, die belegen, dass er log wie ein Kesselflicker.
"Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit." hat mal jemand gesagt. Ein Abgeordneter soll das mal abgewandelt haben in "Der erste Opfer der Politik ist die Wahrheit."
Wem kann man glauben?
Objektiv hab ich dazu keine Antwort.
Ich versuche es immer mal mit cui bono.
Und meist finde ich auf dem Weg ein Haar in der Suppe und glaube dem-/denjeingen nicht.
Den bärtigen islamistischen Mordbuben glaube ich jedenfalls kein Wort.
Die haben klipp und klar erklärt wo sie hin wollen und haben bereits über Jahre bewiesen wie sie das anzustellen gedenken.
Dem Maas glaube ich genau so wenig wie Scheuer oder Guttemberg (schrieb der sich so?) oder dem geläuterten Schäuble (da finde ich zufällig 100.000 DM in meinem Schreibtisch ...)
Dam Maas merkte man heute bei seiner Erklärung schon am untypisch gesenkten Blick an, dass er log, dass sich die Balken bogen. Er muss wohl vorher erfahren haben, dass die Äußerungen des Botschaftrers öffentlich geworden sind, die belegen, dass er log wie ein Kesselflicker.
"Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit." hat mal jemand gesagt. Ein Abgeordneter soll das mal abgewandelt haben in "Der erste Opfer der Politik ist die Wahrheit."
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Ralf Kiefer
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Ein Problem.
Z.B. aus der Wiki:
"Afghanistan ist der größte Opiumproduzent der Welt. Im Juli 2000 wurde der Opiumanbau durch das Taliban-Regime verboten, worauf die Opiumproduktion völlig einbrach und im Jahre 2001 fast auf null sank."
Ganz abwegig scheint dieser Gedanke nicht zu sein. Äußerst interessant der Folgesatz:
"Nach dem US-geführten Krieg stieg die Produktion wieder an und ist seit 2004 höher als in den Jahren zuvor. 2006 betrug der Handel mit Opium 46 Prozent des Bruttoinlandsprodukts."
Schaunmermal, wovon sich die Afghanen in den kommenden Jahren ernähren werden. Mit ihrer auch heute noch enormen Reproduktionsrate schaffen sie es nicht mehr genügend Nahrungsmittel im eigenen Land anzubauen. Sie müssen importieren. Wer zahlt das, wenn sie keine Devisen aus dem Mohnanbau erwirtschaften?
Gruß, Ralf
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°Daniel
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Ja, das hatten wie hier, recht am Anfang dieses Threats. Aber auch da schon zeigte sich, dass das Thema Drogen sehr viele Gesichter hat und der erste Anschein nicht die echte Situation zeigt.landcruiser. hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 14:41Ich meine das Thema mit Taliban und Drogen hatten wir schonmal hier; kann mich aber auch täuschen.
Letztlich denke ich auch, dass die neuen Taliban erstmal Gutwetter machen wollen. Sie müssen sich staatsmännisch geben und politische Kompetenz und Verlässlichkeit beweisen, denn solange die Taliban auf der Liste der Terror-Organisationen steht, wird sie von keinem halbwegs seriösen Staat als legitime Regierung anerkannt.
Aber was dann im Hinterland inoffiziell geduldet oder „übersehen“ wird, steht auf einem anderen Blatt. Und das hat nicht allein mit den Taliban zu tun, das war vorher schon so und ist auch seitens der US-Besatzung nicht ernsthaft angegangen worden. — Es ist letztlich eine Einnahmequelle, die im Rahmen geheime diplomatischer Konsensfindung als Option im Raum steht.
Ich gebe auf diese Aussage erstmal keinen Pfifferling, ebenso auf den Wert der Amnestie. — Die reale Umsetzung über die gesamte Zukunft zählt. Denn was ist eine Amnestie wert, wenn Du als Amnestierter z.B. keinen Job bekommst und und ständig drangsaliert wirst? — Irgendwann verstößt Du aus der Not heraus gegen die Sharia und bist dann dran.
Ähnlich ist es mit den Rechten der Frauen. Immer die Betonung „im Rahmen der Sharia“. Wie die Sharia aber vor Ort praktiziert und ausgelegt wird, steht auf einem anderen Blatt. Die islamische Richtung der Tailban kommt von den Deobandi und haben damit auch einen kräftigen Blick zu den Wahhabiten geworfen. — Also, mal sehen, was die langfristige Umsetzung zeigen wird. In diesem Punkt hat ja schon der Koran selbst zwei Gesichter (Suren aus mekkanischer vs. messinischer Zeit)
Gruß,
°Daniel
Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Wobei die lokalen Kräfte und Gruppierungen massgeblich von der USA gefördert wurden - in meinen Augen war dies auch ein Stellvertreter Krieg..landcruiser. hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 10:45Die Russen habens in Afghanistan probiert und sind gescheitert.
Die USA / Nato haben diesmal ohne solchen Gegenwind verloren...
China / Russland wird diese Regierung anerkennen, auch die USA führte ja schon vor/während des Abzugs verhandlungen mit den Taliban.°Daniel hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 15:33Letztlich denke ich auch, dass die neuen Taliban erstmal Gutwetter machen wollen. Sie müssen sich staatsmännisch geben und politische Kompetenz und Verlässlichkeit beweisen, denn solange die Taliban auf der Liste der Terror-Organisationen steht, wird sie von keinem halbwegs s
Danke für die spannenden Links hier im Thread - da hab ich noch etwas Lesestoff für regnerische Tage ergattert!
Surfy
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
z.B. wir! — u.a. dafür schickte bislang Herr Heiko Maas regelmäßig Kohle rüber.Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 15:07Wer zahlt das, wenn sie keine Devisen aus dem Mohnanbau erwirtschaften?
Und darüber wird vielleicht auch die stille diplomatische Erpressung der Taliban laufen, denn Mr. Maas hat die Entwicklungshilfe erstmal eingestellt
Vielleicht kommt ja bald das Argument, dass ohne diese Unterstützung der Staat leider via Drogen finanziert werden muss.
Allerdings sollen doch die Araber die Finanzierung übernehmen. Sie haben schon immer die Taliban unterstützt und damit die heutige Situation maßgeblich mit gestaltet, sind also Nutznießer.
Gruß,
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Nein. Der Gegenwind war da, denn die Finanzierung/Unterstützung der Taliban aus dem arabischen Raum, Pakistan und IS hat ihren Teil beigetragen. (siehe meine früheren Wikipedia-Links im Threat)
Hmm, etwas differenzierter zu der russischen Perspektive setzt sich dieser Artikel der auseinander:
Afghanistan: Wird Moskau den Taliban die Hand reichen?
China hat mit „monolitischen Regierungs-Modellen“ sowieso kein Problem:
China zu „freundlichen Beziehungen“ mit Taliban bereit
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Hi Ralf,
Eine etwas klarere Darstellung dieser Entwicklung ist (auch auf Wikipedia) zu lesen, im Abschnitt Afghanistan nach der Unabhängigkeit.
Aber auch hier: Königreich Afghanistan

Gruß,
°Daniel
Ja, wenn man natürlich gleich eine perfekte Demokratie im Sinne der Antike/Athener erwartet, da hast Du recht. Mit der Demokratie war' s in Afghanistan nicht wirklich weit her. Aber es gab sie und sie wurde vom Monarchen als konstitutionelle Monarchie eingeführt. Auch hatte sie durchaus moderne westliche Werte parat. — Jeder fängt mal klein an. Ob man das kleinreden sollte?Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 12:51So arg viel Demokatie gab's dort nie, siehe auch
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Afghanistans
Es gab eine Monarchie bis zur Zeit des Hippie-Trail, danach eine sogenannte Diktatur. Dann kamen die Sowjets, im Anschluß der Islamische Staat Afghanistan. Laut Wiki traten die Taliban zum 1.Mal im Jahr 1994 in Erscheinung.
Eine etwas klarere Darstellung dieser Entwicklung ist (auch auf Wikipedia) zu lesen, im Abschnitt Afghanistan nach der Unabhängigkeit.
Aber auch hier: Königreich Afghanistan
Welcher Staat kann schon behaupten, dass dessen König Teile der Macht freiwillig an parlamentarische Strukuren abgibt?Wikipedia hat geschrieben:Seit 1933 bestand mit Mohammed Zahir Schah (Mohammedzai) an der Spitze ein konstitutionelles Königreich. Zahir Schah läutete jedoch eine demokratische Wende in Afghanistan ein. Unter seiner Herrschaft wurden unter anderem Wahlen, ein Zwei-Kammern-Parlament, die Emanzipation der Frauen bis hin zum Frauenwahlrecht, eine Modernisierung der Infrastruktur und Pressefreiheit etabliert. Schahs fortschrittliche und westliche Politik war jedoch nicht unumstritten unter der afghanischen Bevölkerung.[53] Seit 1946 ist Afghanistan Mitglied der Vereinten Nationen. 1973 stürzte der sich an die Sowjetunion anlehnende Mohammed Daoud Khan das Königshaus und rief die Republik aus. [Wikipedia, Stand 2021-08-18]
Ja, genau! Und das ist die Kunst: Mit parlamentarischen Strukturen kann man, statt die Interessen der Gruppen herrschaftlich von oben zu beschränken, die Interessenvertreter in das Geschehen mit einbeziehen. Besser man streitet sich mit Worten als mit Waffen. Außerdem (in der konstitutionellen Monarchie) ist dann der König weniger in der Schusslinie und hat doch Mitspracherecht. Nur wenn keine Diskussions- und Konsens-Kultur vorhanden ist, dann klappt das nicht. Auch wenn nicht alle Interessensgruppen im Parlament vertreten sind ist das suboptimal. – Beispiel dazu ist die sind die Ansichten der Taliban und deren Ausgrenzung im parlamentarischen Prozess nach deren Entmachtung.Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 12:51Die sind Paschtunen und mit rund 55% der aktuellen Bevölkerung die Mehrheit im Vielvölkerstaat, zudem sind sie Sunniten. Im Norden leben viele Minderheiten, u.a. schiitische mit 20% Bevölkerungsanteil. Dieses Konfliktpotential reicht andernorts für dauerhafte Konflikte.
Ja, sehe ich auch so. Und es gibt noch viel mehr negative Beispiele egoistischer Kolonialpolitik.Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 12:51Eines der wesentlichen, unheilbaren Probleme sehe ich in der künstlichen Grenzziehung früherer Kolonialmächte der Gegend, die keine Rücksicht auf Volksgruppen nahm, siehe Irak, Syrien. Das Siedlungsgebiet der Paschtunen umfaßt den zentralen und südlichen Teil des heutigen Afghanistan sowie große Gebiete im Nordwesten von Pakistan, aber nicht die nördliche Hälfte von Afghanistan.
Hmmm, wie wäre es mit einem globalen EMP-Impuls. Dann kommt keiner mehr auf die Idee, sich irgendwo einzumischen, wenn er nicht direkt betroffen ist. Denn in der Steinzeit hat keiner Zeit für globale Ränkespiele. Auch die Klimaziele würden wir damit wohl erreichen. Und das Artensterben würde auch zurückgehen — Eine echte win-win-win-SituationRalf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 12:51Mein Vorschlag zu Afghanistan: Mauer drumrum bauen und die Menschen dort in Ruhe lassen. Sie sollen sich selbst organisieren. Wir mischen uns nicht dort ein, auch nicht mit Geld, das sich Entwicklungshilfe nennt. Es gibt nach 20Jahren Brunnenbau genug davon, den wir finanziert haben.
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Hi Landcruiser,
ja, kann man im Großen und Ganzen so sagen.
Eigentlich glaube ich eher, dass ein paar bewaffnete Taliban kurzerhand in die Dörfer gefahren sind und erklärt haben, dass hier jetzt die Taliban offiziell das Sagen haben. Eventuell wurde der Anspruch noch mit dem einen oder anderen Exempel unterstrichen und bei Bedarf der Dorf-Chef gegen einen lokalen Taliban-Sympatisanten ausgetauscht.
Wenn ich bedenke, als ich meine Zeit bei dem Verein hatte, da war ich auf einem über 40 Jahre alten Panzer (umgerüstet auf modernere Bewaffnung) und die Uzzi war auch nicht viel jünger. Ein oder zwei dieser Panzer unserer Einheit waren immer irgendwie defekt.
Gruß,
°Daniel
ja, kann man im Großen und Ganzen so sagen.
Hier würde ich aber doch anmerken, dass die Taliban Teil der Bevölkerung sind. Die weit verbreitete Formulierung „Vormarsch der Taliban“ erweckt aus einer Sicht einen falschen Eindruck, der wohl auch in den Köpfen der Politik gewesen sein muss.landcruiser. hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 10:45Sie hatten lange vorher Informationen zum Vormarsch der Taliban
Eigentlich glaube ich eher, dass ein paar bewaffnete Taliban kurzerhand in die Dörfer gefahren sind und erklärt haben, dass hier jetzt die Taliban offiziell das Sagen haben. Eventuell wurde der Anspruch noch mit dem einen oder anderen Exempel unterstrichen und bei Bedarf der Dorf-Chef gegen einen lokalen Taliban-Sympatisanten ausgetauscht.
Gib der Bundewehr doch auch mal die Chance Erfahrung zu sammeln und zu zeigen, dass die Ausrüstung veraltet und marrode ist. Ohne öffentliche selbst-diskriminierende Demonstration wird die Politik nicht reagieren und den Etat aufstocken.landcruiser. hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 10:45Die Deutschen mussten dann noch ihre (damalige) Laienschauspielertruppe mit ungenügender Ausrüstung, Ausbildung und Erfahrung dahin schicken, um die deutsche Demokratie dort zu verteiligen.
Wenn ich bedenke, als ich meine Zeit bei dem Verein hatte, da war ich auf einem über 40 Jahre alten Panzer (umgerüstet auf modernere Bewaffnung) und die Uzzi war auch nicht viel jünger. Ein oder zwei dieser Panzer unserer Einheit waren immer irgendwie defekt.
Gruß,
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Ralf Kiefer
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Eher nicht. So was kennen nicht mal wir hier in .de. Und die globalen, selbst ernannten "Demokratiebringer" sowieso nicht.
Ich glaube, daß es im Laufe der Jahrhunderte durchaus welche gab. Zunächst denke ich an das Vereinigte Königreich, spontan vermute ich auch Spanien.
Eine sehr idealistische Vorstellung. Ich empfehle diesen Vortrag vom 33C3:
https://media.ccc.de/v/33c3-8021-eine_k ... schlagerei
Das funktioniert nicht mal hierzulande.°Daniel hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 16:29Nur wenn keine Diskussions- und Konsens-Kultur vorhanden ist, dann klappt das nicht. Auch wenn nicht alle Interessensgruppen im Parlament vertreten sind ist das suboptimal. – Beispiel dazu ist die sind die Ansichten der Taliban und deren Ausgrenzung im parlamentarischen Prozess nach deren Entmachtung.
Ich tendiere zur Ansicht aufgrund langjähriger Beobachtung: es gibt Kulturkreise, in denen Demokratie nicht funktioniert. Dazu gehören vorzugsweise Theokratien und das nicht nur islamische. Auch die USA haben einen (gewählten) "König" an der Spitze, der erstaunlich viele Freiheitsgrade hat, was uns erst so richtig mit Trump auffiel.
Wer sensibel hinschaut, erkennt auch die Unterschiede zwischen verschiedenen Bundesländern innerhalb von .de.
Es wird ein Artensterben geben: das des heutigen Menschen. Das läßt sich mit der heutigen Weltbevölkerung aus vielerlei Gründen sowieso nicht mehr verhindern. Alleine schon die Religionen sind ein relevanter Hinderungsgrund. Es geht jetzt eigentlich nur noch drum, wer die Ressourcen seines Landes besser verwalten und vor den Konkurrenten beschützen kann. Eine Maßnahme habe ich oben erwähnt. Weitere Mauern sind an anderen Stellen dieser Welt bereits überfällig.°Daniel hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 16:29Hmmm, wie wäre es mit einem globalen EMP-Impuls. Dann kommt keiner mehr auf die Idee, sich irgendwo einzumischen, wenn er nicht direkt betroffen ist. Denn in der Steinzeit hat keiner Zeit für globale Ränkespiele. Auch die Klimaziele würden wir damit wohl erreichen. Und das Artensterben würde auch zurückgehen — Eine echte win-win-win-SituationRalf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 12:51Mein Vorschlag zu Afghanistan: Mauer drumrum bauen und die Menschen dort in Ruhe lassen. Sie sollen sich selbst organisieren. Wir mischen uns nicht dort ein, auch nicht mit Geld, das sich Entwicklungshilfe nennt. Es gibt nach 20Jahren Brunnenbau genug davon, den wir finanziert haben.![]()
Zurück zu Afghanistan: diverse Jammernd*Innen hierzulande beklagen die dortigen Frauen. Ja, sie haben deutlich weniger Rechte als die dortigen Männer. Allerdings stellen sie rund 50% der Bevölkerung und könnten mitbestimmen. Das klappt nicht, aber sie sind es, die die Jungs auf- und erziehen. Das Ergebnis sieht man z.B. auf der Fotoflut der vergangenen Tage aus Kabul. Daß es bei gleicher Religion auch anders geht, sieht man z.B. bei der YPG in Syrisch-Kurdistan. Es liegt nicht an der Religion alleine, und wir können daran nichts ändern.
Und dann gibt es in Berlin noch eine maßgebliche Vertreterin der Linken, die einen "Ehrenmord" unter Afghanen als Femizid bezeichnet, womit sie den Bezug zum Kulturkreis unter den Teppich kehren wollte. So funktioniert das Zusammenleben hierzulande sicher nicht dauerhaft.
Gruß, Ralf
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Kein einfaches Thema und recht off topic. — Letztlich verweben sich Kultur und Religion. Daher stimme ich Dir zu, wenn Du sagst, die Religion ist nicht die einzige Ursache für die Frauen-Unterdrückung. Aber sie könnte mit ihrer Macht was dagegen tun. Genau wie eine Staatsführung sollte die geistige (religiöse) Führung für den einzelnen Menschen da sein, nicht umgekehrt.Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 17:42Zurück zu Afghanistan: diverse Jammernd*Innen hierzulande beklagen die dortigen Frauen. Ja, sie haben deutlich weniger Rechte als die dortigen Männer. Allerdings stellen sie rund 50% der Bevölkerung und könnten mitbestimmen. Das klappt nicht, aber sie sind es, die die Jungs auf- und erziehen. Das Ergebnis sieht man z.B. auf der Fotoflut der vergangenen Tage aus Kabul. Daß es bei gleicher Religion auch anders geht, sieht man z.B. bei der YPG in Syrisch-Kurdistan. Es liegt nicht an der Religion alleine, und wir können daran nichts ändern.
Es ist aber leicht davon zu reden, dass die Frauen selbst Schuld seien, sie hätten es über die Erziehung in der Hand. Aber um gegen die Gesellschaft anzugehen benötigt es mehr als das Problem zu sehen. Es benötigt das Selbstvertrauen es gegen die Gemeinschaft zu versuchen, ungeachtet der Konsequenzen. Keine einfache Sache, wenn man z.B. dies hier bedenkt: Wenn Unterdrückung als Tugend verkauft wird — Es ist letztlich auch ein geistiges Gefängnis.
Und selbst wenn sie es schaffen die Erziehung passend zu lenken. Aber wie lange wirkt das? Regelmäßige Respektlosigkeiten und häusliche Gewalt gegen die Mutter wirken über das Beispiel erzieherisch und schneller als Worte. Für einen pubertierenden Jungen, der seine Position in der Gesellschaft sucht, eine klare Ansage. Und auch für ein physisch und verbal herabgewürdigtes Mädchen ist das eine Ansage.
War die Tat in Deutschland? — Dann ist ein „Ehrenmord“ eine klare Konsequenz der mangelnden Integration. Ein Verstoß gegen die Menschenrechte ist kein „schützenswerts Kulturgut“.Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 17:42Und dann gibt es in Berlin noch eine maßgebliche Vertreterin der Linken, die einen "Ehrenmord" unter Afghanen als Femizid bezeichnet, womit sie den Bezug zum Kulturkreis unter den Teppich kehren wollte. So funktioniert das Zusammenleben hierzulande sicher nicht dauerhaft.
Ich bin der Ansicht, dass die Menschenrechte im Einzelnen eines der ersten Dinge sind, die ein Imigrant als „nicht-optionale Grundvoraussetzung“ ohne Toleranzwert zu akzeptieren hat. Ohne eine Akzeptanz und Verinnerlichung dieser Grundwerte ist jeglicher Ansatz der Integration zum Scheitern verurteilt, denn darauf baut sich unsere europäische Gesellschaft auf. — Individuelle Kultur kann nur innerhalb dieser Grundwerte existieren, wenn sie Akzeptanz und Toleranz erfahren will.
Gruß,
°Daniel
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Indien ist nochmal eine andere Nummer!
https://www.tagesspiegel.de/27494510.html
Die Beteiligten (Männer) lebten offensichtlich bereits geraume Zeit in Deutschland und lebten doch mit Werten und Moralvorstellungen aus ihrer Heimat, ohne zu bemerken, daß unsere "geringfügig"[tm] anders sind.
Ich denke an meine Reisen in islamische Länder zurück, und wie ich mein Handeln auf ganz anderer Ebene weit entfernt von Mord an das der Umgebung angepaßt hatte. Warum mach(t)e ich das? Warum hatte ich kein Dosenbier in der Hand beim Besuch von Abrahams Grotte in Urfa? Warum hatte ich trotz des sommerlichen Wetters keine kurze Hose an beim Spaziergang durch den heiligen Bezirk in Meshhed? Usw.
Gruß, Ralf
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Ralf Kiefer
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Re: Afghanistan | Fotos aus der "Westlichen Ära"
Die NZZ hat einen älteren Artikel aus aktuellen Gründen wiederaufgelegt:
https://www.nzz.ch/fotografie/afghanist ... ld.1640292
Das sind ein paar schöne Fotos aus den letzten Jahren der Monarchie.
Da sich die NZZ teils hinter einer Bezahlschranke versteckt: Javascript einschalten und vor dem Aufruf drei Sorten Cookies löschen, von nzz.ch, von prolitteris.ch und von adnz.co
Gruß, Ralf
https://www.nzz.ch/fotografie/afghanist ... ld.1640292
Das sind ein paar schöne Fotos aus den letzten Jahren der Monarchie.
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Gruß, Ralf
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Wirklich? — Ich sehe keinen Unterschied, ob die Frau indische, arabische, afrikanische, deutsche oder sonstige Wurzeln hat bzw. dort lebt. Die psychische Mechanik der Unterdrückung funktioniert überall, selbst bei einem Hund.
In der familiären Unterdrückung der Frau sehe ich eine frappierende Ähnlichkeit zum Stockholm-Syndrom (einfaches Erklähr-Video). Da wird verständlich, warum das Unterdrückungssystem System als Familienmodell überhaupt funktioniert.
Gruß
°Daniel
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Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Es ist Dein Respekt dem Gastland gegenüber. Der Respekt kann gezollt worden sein aus den Gründen (1) der Toleranz der anderen Kultur und Religion, (2) deiner manierlichen Gastrolle im anderen Land oder (3) den denkbaren Sanktionen bei Zuwiderhandlung.Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 22:47Ich denke an meine Reisen in islamische Länder zurück, und wie ich mein Handeln auf ganz anderer Ebene weit entfernt von Mord an das der Umgebung angepaßt hatte. Warum mach(t)e ich das? Warum hatte ich kein Dosenbier in der Hand beim Besuch von Abrahams Grotte in Urfa? Warum hatte ich trotz des sommerlichen Wetters keine kurze Hose an beim Spaziergang durch den heiligen Bezirk in Meshhed? Usw.
Ich würde nicht behaupten, dass die deutschen Werte- und Moralvorstellungen nicht bemerkt werden. Nur stehen sie aus deren Sicht unter den eigenen Werte- und Moralvorstellungen, quasi als Option, wenn die eigenen Werte- und Moralvorstellungen kein Veto einlegen.Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 22:47Ihttps://www.tagesspiegel.de/27494510.html
Die Beteiligten (Männer) lebten offensichtlich bereits geraume Zeit in Deutschland und lebten doch mit Werten und Moralvorstellungen aus ihrer Heimat, ohne zu bemerken, daß unsere "geringfügig"[tm] anders sind.
Die Challenge wäre also, das innere Veto-Recht umzukehren:
„Handle gerne nach Deinem inneren Wertesystem, wenn Du willst, aber das deutsche Wertesystem hat klare Veto-Gewalt, wenn das Werte-Minimum unterschritten wird (also Rechtsbruch stattfinden würde).“
Gute Integration würde zusätzlich noch obendrauf setzen:
„Bevorzuge das Wertesystem der hiesigen Gesellschaft, soweit es Dein Wertesystem zulässt.“
Eine strikte juristische Durchsetzung dessen befriedigt zwar das deutsche Recht, bringt aber präventiv wenig Effekt. Wenn im eigenen Land körperliche Verstümmelung und differenzierte Todesstrafen ausgesprochen werden und die Haftbedingungen erschreckend sind, was hat da unser Bestrafungssystem dem als Abschreckung entgegenzusetzen?
Gruß,
°Daniel
Re: Afghanistan | Ansichten über den Truppenabzug
Wem man glauben kann - dass ist eine grosse Frage, die vermutlich sogar den Thread hier sprengt.Ralf Kiefer hat geschrieben: ↑Mi 18. Aug 2021, 13:55P.S.: Ansonsten war mir das Finanzierungskonzept der Taliban durchaus bewußt. Auch Karsai lobte mal die Reduktion des afghanischen Mohnanbaus ( https://www.tagesspiegel.de/politik/kar ... 10646.html ). Das waren und sind Meldungen hierzulande in der "seriösen" Presse. Was soll man denn sonst glauben?![]()
Es geht ja nicht (nur) um das direktes verbreiten von Lügen/Falschaussagen oder fake news sondern um Facetten die man bewusst nicht heraushebt oder gar in der Kommunikation unterschlägt oder gezielt unter den Tisch fallen lässt.
Beispiel: Sturzflut Katastrophe Sommer 2021 in Deutschland. Dass da im öffentlich rechtlichen TV den Politikern Raum gegeben wurde, vom eigenen Versagen mit Klimawandel abzuenken, geschenkt. Aber es fehlte mir dann das kritische Hinterfragen seitens der Medien (nicht nur öffentlich rechtliche). Auch danach, dass augenscheinlich sehr viel private Leistungen erbracht werden musste, hätte man seitens Medien aufgreifen können. Die Medien sind in meinen Augen nicht ausreichend kritisch, sie geben einfach wieder
Einfach wiedergeben - hatte überhaupt jemand "seriös" zum Drogen export seiten Afghanistan recherchiert oder wurde eine Agentur Meldung oder ein Interview einfach "wieder gegeben"?
Medienmeldung zu Amok laufenden Opium/Heroinabhängigen auf "Entzug" gab es nicht, wozu es aber beim Ausfall eines Hauptprodzenten durchaus hätte kommen sollen?!
Ein anderer Exkurs? Wikipedia ist auch hier ein öfters zitiertes "Mittel" Ein Wikipedia Mit-Gründer sieht das eigene Werk inzwischen kritisch:
https://nypost.com/2021/07/16/wikipedia ... blishment/
Zurecht? Oder ein verbittertes Gründungsmitglied? Mir fehlt die Zeit um das tiefer anzuschauen. Aber es ist plausibel dass dies ein guter Hebel ist um der Geschichte eine gewisse Note zu geben.
Wem kann man glauben? Glauben in dem Sinne, dass man weiss das derjenige wirklich seriös recherchiert hat und den Ist-Zustand wirklich umfassend darstellen möchte? Das ein Budget da war, um seriösen kritischen Journalismus zu betreiben? Leute Vor-Ort das ganze geprüft haben? U.a. mit Anbauern gesprochen haben, versucht haben das gesagte kristisch zu hinterfragen? Trecking durchs Hinterland und mit anderen Bauern gesprochen haben?
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