Nord - Mauretanien
Choum - Brunnen Char - Chreirik - Tourine - Krater Tenoumer - Erg Makteir - Pass Itelefaten -
El Beyyed - Pass Thnaye
Teil 2 vom Brunnen Tourine nach El Beyyed
diese Reise verlief vom Krater Tenoumer direkt SW durch das Erg Makteir nach El Beyyed
(Strecke vom Krater Tenoumer über Bir Amrane, durchs östliche Erg Makteir nach Ghallaouiya
hier beschrieben)
vom ziemlich versteckten Brunnen Tourine aus sahen wir Spuren über den vor uns liegenden Berg
22° 30.636' - 11° 51.929'
Piste vom Brunnen Tourine über den Pass
hin zu kommen war enorm schwierig, denn das Gelände war sehr steinig, der Pass ebenso, eine schreckliche Rüttelschüttelpiste mit kopfgrossen Brocken. Auf der Südseite des Berges stiessen wir immer wieder auf alte Pisten, welche oft zu Nomadenzelten führten oder sich in Nichts auflösten
22 30.041 - 11 49.836
durch die östlichen Ausläufer des Erg Aftassa. Nachher Senken, Reibesteine und Reibeschalen.
Ebenen mit Grastuffs soweit das Auge reicht, darin Dünenzüge, Hasen und Fenneks
22 26 931 - 11 40.626
22 22.575 - 11 25.974
22 26.125 - 11 22.023
Barchane, Dünenhaufen, braune Ebenen mit Sandflächen, Gras oder Steinen
22 29.802 - 11 17.455
immer wieder Dünenketten und Grasbüschel
und sandige Ebenen mit Steinen, mal mehr - mal weniger
22 35.978 - 11 07.059
im El Khatt gab es wieder Pisten auf feinem braunen Kies, fuhr sich prima, leider nicht immer in der gewünschten Richtung.
In einem Wadi hielten wir bei sechs Brunnenlöchern mit sehr wenig Wasser
22 34.162 - 10 55.683
das Gelände zum Krater Tenoumer war hügelig, am Schluss übersät mit hellen Kieseln und von unzähligen Wasserrinnen durchzogen. Schon 24 km vorher tauchten die Umrisse des Kraters in der flimmernden Ebene auf, ein spannender Moment
die Einfahrt in den Krater ist im SW, eine Piste führt auf der anderen Seite NE wieder raus. Interessant sind die verschiedenen Felsbrocken auf dem Kraterrand und an den Abhängen
22 55 - 10 25
Abstecher zum Krater
Tmimichat Ghallane. In diesem Gebiet wurden schon Meteoriten gefunden, der
El Hammami wog ursprünglich über 200 kg!
nachher fuhren wir wieder zurück ins El Khatt, meistens harter Grund, man konnte zügig fahren

Tenoumer - El Khatt - Makteir
Sebkha, dann führten Spuren durch ein staubig sandiges Wadi zum Oglat Mkhaizira
22 40.679 -10.16.600
über Steine und Sandflecken. Seeböden, weisse, blaue, schwarze und graue Flächen, Sebkha. Später wurde es immer sandiger, ein Hauch von Gras. Erste Dünenzüge wechselten mit Sandflächen ohne Dünen ab, gut zu fahren
22 04.580 - 11 01.721
mehr Grastuffs, dann wieder mehr Sand, die Dünenzüge wurden höher
21 53 - 11 11
geplant war eine Nord-Süd-Querung, da auf dem Satbild bei Ghallaouiya nur wenig Akle beim Ausstieg aus dem Makteir zu erkennen war. Aber die Dünenketten verliefen so, dass wir immer westlicher abdrifteten
21 37 - 11 14
Camp in der Nähe von Nomaden, weisse Zelte, Kamele, Ziegen, bellende Hunde. Socken gegen Ziegenmilch. Eine Grille zirpte mich in den Schlaf
21 36.889 - 11 05.856
als langsam die Gebirgskette mit dem Tarf el Mohria hinter den Dünen sichtbar wurde, wussten wir, dass wir nicht mehr weit von der Piste entfernt waren, welche zwischen dem Makteir und dem Bergzug von Ghallaouiya nach El Beyyed verläuft. Auf dem Satellitenbild suchten wir die schmalste Stelle im Aklegürtel, denn auf die Karten ist auch nicht immer Verlass. Dort, bei 11° plus, wo keins eingezeichnet ist, sind wir durchgefahren und schaut euch mal die Fotos an!
Es hat aber trotzdem allen Spass gemacht, die kurze Dünchenstrecke runterzusurfen
21 34.375 - 11 00.297 Akle Anfang - erst vorlaufen und sondieren, dann probieren
21 34.126 - 11 00.089 Akle Ende - unten auf der Piste. Blick zurück nach Norden
Satbilder des Makteir-Südrandes mit drei Dünen-Beispielen
wenn man von Ghallaouiya kommt, fährt man über den Pass Itelefaten nach El Beyyed. Die alte Piste wird nicht mehr so oft befahren, in den sandigen Abschnitten muss man den Verlauf suchen. Erst ist sie sandig, dann steinig und am Schluss muss man sich wieder im Sand irgendwie nach unten finden. Ziemlich happig, wenn man diese als Aufstieg wählt, aber runter hats gewaltig Spass gemacht. Landschaftlich ist sie schöner, länger und abenteuerlicher
21 31.696 - 11 17.623 wpt unten
die neue Piste biegt auf der Höhe ziemlich unverhofft nach links ab, quert eine Fläche mit grossen Felsbrocken und fällt dann steil in den Cirque d'El Beyyed runter, siehe 4x4 oben rechts im Bild
21 31.963 - 11 17.515 wpt Cyril Ribas - sommet
21 31' 52" - 11 16' 22" wpt Sepia
21 31.867 - 11 16.367 wpt Sepia
der Cirque El Beyyed mit seinen tiefen Schluchten, Pässen, Gravuren - sieben Felsbildstellen, Gueltas, Quellen und Palmen bietet viele Möglichkeiten zum Erkunden. Der Hauptbrunnen hatte gutes Wasser, es gab Duschen in Strohhütten und ein "Museum" gleich nebenan. Im Nu waren auch die Frauen und Kinder mit den bunten Souvenirs da.
21 29.465 - 11 20.239
Theodore Monod konnte die Nomaden überzeugen, die gefundenen Artefakte, Faustkeile, nicht mehr an Touristen zu verkaufen, sondern in einem "Museum" auszustellen und dafür Eintritt zu verlangen. Robert Vernet hat hier jahrelang geforscht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Teil Mauretaniens schon im Paläolithikum vor 700 000 bis 2 Mio Jahren besiedelt war
von El Beyyed kann man über den steinigen
Thnaye Pass zum Guelb er Richat / Ouadane / Chinguetti
21 27.589 - 11 19.398

Guelb er Richat am Horizont
oder durch das sehr weichsandige Wadi bis nach Atar fahren. Beschreibungen dazu findet man in diversen Reisehandbüchern, auf
CD und
im Netz
Karten:
click für Tourine
Fderik
Tenoumer
El Ghallaouiya
Guelb er Richat
Übersicht mit allen Karten-Namen auf
http://stephan.lucas.over-blog.com/arti ... 544-6.html
weitere Bilder in der Fotogalerie Wüstenschiff
http://fotogalerie.wuestenschiff.de/MR13.html
eine schöne und problemlose Reise durch Nordmauretanien wünscht euch
Ursula