Teilreisewarnung Kolumbien 09.07.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 17.05.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 17.05.2023

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Verstärkte seismische Aktivität; COVID-19)
- Sicherheit (Terrorismus; Kriminalität)
- Gesundheit (Impfschutz, Dengue-Fieber, Malaria)


Aktuelles
Verstärkte seismische Aktivität

Der Vulkan Nevado de Ruiz zeigt laut den kolumbianischen Behörden in den letzten Wochen verstärkte seismische Aktivität, sodass ein Ausbruch in den kommenden Tagen oder Wochen wahrscheinlich ist.

Die Katastrophenschutzbehörde empfiehlt, die im Umkreis von 15 km um den Hauptkrater des Vulkans liegenden Ortschaften zu evakuieren.
  • Von nicht notwendigen Reisen in die betroffenen Gebiete um den Krater des Vulkans Nevado de Ruiz wird abgeraten.
  • Tragen Sie sich, unabhängig von der Dauer Ihres Aufenthalts in Kolumbien, in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts ein.
  • Verfolgen Sie aktuelle Lage in den lokalen und Sozialen Medien.
  • Befolgen Sie die Anweisungen der örtlichen Behörden, einschließlich einer Evakuierungsanordnung,
  • Bereiten Sie sich auf eine möglicherweise bevorstehende Evakuierung rechtzeitig vor.
  • Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Hinweise bei der kolumbianischen Geologie-Behörde Servicio Geológico Colombiano.
COVID-19
Einreise

Bitte informieren Sie sich zusätzlich über die aktuellen Einreisebestimmungen auf der Webseite der Regierung Kolumbiens.
Seit dem 5. April 2023 besteht bei Einreise nach Kolumbien keine Impfnachweis- oder Testpflicht mehr.

Reisende müssen sich innerhalb von 72 Stunden vor der Einreise über das Formular Check-Mig der Migración Colombia online registrieren. Die Registrierungsbestätigung muss der Fluggesellschaft vor Abflug in Deutschland vorgelegt werden. Die übermittelten Daten werden an die kolumbianischen Gesundheitsbehörden weitergegeben. Eine Kontaktaufnahme durch die Gesundheitsbehörden nach Ankunft ist möglich.

Nähere Auskünfte erteilen das kolumbianische Außenministerium, die kolumbianischen Auslandsvertretungen oder die Migrationsbehörden.

Ausreise und Transit
Bei Ausreise ist das Formular Check-Mig der Migracion Colombia erneut auszufüllen.

Beschränkungen im Land
In medizinischen Einrichtungen sowie Pflegeheimen herrscht Maskenpflicht. Ein Mund-Nasen-Schutz und ein Mindestabstand von zwei Metern werden weiterhin empfohlen.

Empfehlungen
  • Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden.
  • Vergewissern Sie sich vor Einreise nach Kolumbien über die geltenden Einreisebestimmungen bei den kolumbianischen Behörden sowie über die aktuellen Beförderungsbedingungen bei der Fluggesellschaft, insbesondere auch hinsichtlich der vorzulegenden Registrierungsbestätigung.
  • Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Hinweise beim kolumbianischen Gesundheitsministerium.
Sicherheit
Terrorismus

Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren insgesamt wieder verschlechtert. Der Friedensprozess mit der FARC-Dissidenz und ELN wird trotz diverser Schwierigkeiten fortgesetzt. Guerillareste (ELN, EPL), FARC-Dissidenten sowie Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben aber weiter Gewalttaten und liefern sich Bandenkriege im Kampf um die Vorherrschaft in den Drogengebieten. Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenökonomie, illegaler Bergbau, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv und gehen aggressiv gegen Eindringlinge bzw. potentielle Opfer vor. Dies gilt insbesondere in den Grenzregionen Kolumbiens zu Venezuela und Ecuador und in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten. Dort ist die staatliche Kontrolle weiterhin nicht gewährleistet. Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden.
Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind mit Ausnahme eines Anschlags in einem Einkaufszentrum in Bogotá im Juni 2017 in den letzten Jahren nicht vorgekommen.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Kriminalität
In den Großstädten (Bogotá, Medellin, Barranquilla, Cali, Cartagena, Santa Marta usw.) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.
Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren.
Selbst tagsüber muss in belebten Straßen mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr für Gewaltanwendung. Ein Besuch von Vierteln, die als soziale Brennpunkte gelten, sollte auch tagsüber und in Großstädten, die ansonsten als einigermaßen sicher gelten, vermieden werden. In diesen Vierteln ist die Polizei wenig präsent und es bestehen oft wenig Hemmungen, Gewalt anzuwenden bis hin zu Tötungsdelikten.

Bei Taxifahrten besteht die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN abnötigen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. Orts- und sprachunkundigen Fahrgästen widerfährt dies bisweilen sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá. Über eine App gebuchte Fahrten, (z. B. bei Firmen wie Uber; CABIFY) gelten als sicherer, da der Fahrer bei der entsprechenden Firma registriert ist.

Es kommt auch zum Einsatz von K.O.-Tropfen und ähnlichen Mitteln in Getränken, Esswaren, Süßigkeiten und Zigaretten, insbesondere in Bogotá und in Überlandbussen. Einige Touristen berichteten von untergeschobenen Drogen bei Straßenkontrollen.
Reisende werden zudem gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht.
  • Meiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen in größeren Städten und seien Sie abseits der Touristenzentren nicht alleine unterwegs.
  • Leisten Sie bei einem Überfall auf keinen Fall Widerstand.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, in der U-Bahn, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Fahren Sie nicht per Anhalter und nehmen keine Anhalter mit.
  • Stellen Sie Fahrzeuge stets auf bewachten Parkplätzen ab und lassen Sie keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto
  • Halten Sie keine Taxis am Straßenrand an, sondern bestellen Sie sie per Telefon- oder Internetservice (z.B. die Taxi-App CABIFY ), nutzen Sie Taxis an den autorisierten Taxiständen oder nutzen Sie einen Limousinenservice.
  • Nehmen Sie keine Getränke oder Esswaren von Fremden an und lassen Sie diese auch im Restaurant nicht unbeaufsichtigt.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
  • Nehmen Sie flüchtige Bekanntschaften, z.B. aus einem Online-Dating nicht direkt nach Hause/in Ihre Unterkunft mit. Nach Kenntnis des Auswärtigen Amtes wurden in diesem Kontext bereits mehrere Raubüberfälle verübt.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren den Inhalt des eigenen Gepäcks.
Gesundheit
Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

Reisende, die aus Angola, Brasilien, der Demokratischen Republik Kongo oder Uganda einreisen oder dort länger als 24 Stunden im Transit verbracht haben, müssen bei Einreise eine Gelbfieberimpfung nachweisen, ohne die oft bereits die Beförderung an den Abflughäfen z.B. in Brasilien abgelehnt wird.

Eine Gelbfieberimpfung wird allen Reisenden ab dem neunten Lebensmonat dringend empfohlen, bevor sie in Kolumbien in Gebiete unterhalb von 2.300 Metern Höhe reisen. Nicht empfohlen wird die Impfung bei Reisen ausschließlich nach Bogotá und auf die Inseln San Andrès und Providencia. In den Städten Barranquilla, Cali, Cartagena und Medellín besteht nur ein sehr niedriges Risiko.
  • Beachten Sie bei Einreise aus/Transit über Brasilien die Zehn-Tage-Frist für die Wirksamkeit und damit Gültigkeit der Impfung.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B und Tollwut empfohlen. Bei längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten kann eine Typhusimpfung erwogen werden.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Dengue-Fieber
Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.
  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria .

In Kolumbien kommt Malaria tropica und Malaria tertiana in etwa gleichen Teilen vor.

Ein hohes Risiko besteht ganzjährig unter (<) 1.700 Metern in den Departements an der Pazifikküste, Teilgebiete der Departements Antioquia, Bolívar, Córdoba und in den Zuflussgebieten des Amazonas: Grenzdepartements zu Venezuela, Brasilien und Peru (Ausnahmen s.u.) sowie östliche Regionen der Departements Caquetá Guaviare und Meta.

Ein geringes Risiko unter (<) 1.700 Metern besteht ganzjährig in Teilgebieten des Departements Arauca und Putumayo und in den westlichen Regionen des Departements Caquetá sowie in Regionen, die an Hochrisiko-Gebiete angrenzen (s. o.). Minimales Risiko besteht im Rest des Landes unter (<) 1.700 Metern Höhe.

Malariafrei sind die Städte Bogotá, Cartagena, Medellín und Regionen über (>) 1.700 Metern Höhe. Siehe auch die aktuellen Verbreitungskarten des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG.

Die Notwendigkeit einer Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) hängt von Ihrem Reiseprofil ab.
  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird ggfs. empfohlen.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 13.07.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 13.07.2023

Letzte Änderungen:
- Einreise und Zoll (Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19; Minderjährige)


Einreise und Zoll
Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Reisende müssen sich innerhalb von 72 Stunden vor der Einreise (und erneut 72 Stunden vor der Ausreise) über das Formular Check-Mig der Migración Colombia online registrieren. Die Registrierungsbestätigung muss der Fluggesellschaft vor Abflug in Deutschland vorgelegt werden. Die übermittelten Daten werden an die kolumbianischen Gesundheitsbehörden weitergegeben. Eine Kontaktaufnahme durch die Gesundheitsbehörden nach Ankunft ist möglich.

Nähere Auskünfte erteilen das kolumbianische Außenministerium, die kolumbianischen Auslandsvertretungen oder die Migrationsbehörden.

Minderjährige
Für Minderjährige, die (auch) kolumbianische Staatsangehörige sind (z.B. deutsch-kolumbianische Doppelstaater) ist die Ausreise aus Kolumbien nur mit schriftlicher, notariell beglaubigter Einverständniserklärung der nicht mitreisenden Eltern bzw. des nicht mitreisenden Elternteils möglich. Das gilt selbst dann, wenn der betreffende Elternteil zum Flughafen begleitet und auch, wenn er/sie sich nicht in Kolumbien befindet. Darüber hinaus kann die Vorlage der Geburtsurkunde mit spanischer Übersetzung und Apostille auch bei Inlandsreisen verlangt werden.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 10.08.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 10.08.2023

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Terrorismus, Minengefahr)


Sicherheit
Terrorismus

Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren insgesamt wieder verschlechtert. Der Friedensprozess mit der FARC-Dissidenz und ELN wird trotz diverser Schwierigkeiten fortgesetzt. Verbleibende Guerillagruppierungen (ELN, EPL), FARC-Dissidenten sowie Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben aber weiter Gewalttaten und liefern sich Bandenkriege im Kampf um die Vorherrschaft in den Drogengebieten. Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenökonomie, illegaler Bergbau, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv und gehen aggressiv gegen Eindringlinge bzw. potentielle Opfer vor. Dies gilt insbesondere in den Grenzregionen Kolumbiens zu Venezuela und Ecuador und in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten. Dort ist die staatliche Kontrolle weiterhin nicht gewährleistet. Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden.

Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind mit Ausnahme eines Anschlags in einem Einkaufszentrum in Bogotá 2017 in den letzten Jahren nicht vorgekommen.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Minengefahr
Illegale Gruppierungen (Guerilla und organisierte Kriminalität im Bereich Drogen) haben in weiten Landstrichen Landminen gelegt. Schon wenige Schritte neben geteerten Straßen und festen Schotterpisten besteht die Gefahr, auf eine Mine zu treten. Informationen zur Verteilung der verminten Gebiete finden sich z.B. unter DescontaminaColombia.
Im Grenzgebiet zu Venezuela muss auch auf befestigten Straßen mit Sprengfallen gerechnet werden, die Militärpatrouillen gelten, aber auch von zivilen Fahrzeugen ausgelöst werden und letale Wirkung entfalten können.
  • Verlassen Sie Straßen außerhalb von Ortschaften möglichst nicht.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 01.09.2023

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 01.09.2023

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Kriminalität)
- Reiseinfos (Geld/Kredikarten)


Sicherheit
Kriminalität

In den Großstädten (Bogotá, Medellín, Barranquilla, Cali, Cartagena, Santa Marta usw.) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.
Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren.
Selbst tagsüber muss in belebten Straßen mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr für Gewaltanwendung. Ein Besuch von Vierteln, die als soziale Brennpunkte gelten, sollte auch tagsüber und in Großstädten, die ansonsten als einigermaßen sicher gelten, vermieden werden. In diesen Vierteln ist die Polizei wenig präsent und es bestehen oft wenig Hemmungen, Gewalt anzuwenden bis hin zu Tötungsdelikten.

Bei Taxifahrten besteht die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN abnötigen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. Orts- und sprachunkundigen Fahrgästen widerfährt dies bisweilen sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá. Über eine App gebuchte Fahrten, (z. B. bei Firmen wie Uber; CABIFY) gelten als sicherer, da der Fahrer bei der entsprechenden Firma registriert ist.

Es kommt auch zum Einsatz von K.-o.-Tropfen und ähnlichen Mitteln in Getränken, Esswaren, Süßigkeiten und Zigaretten, insbesondere in Bogotá und in Überlandbussen. Einige Touristen berichteten von untergeschobenen Drogen bei Straßenkontrollen.
Reisende werden zudem gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht.
  • Meiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen in größeren Städten und seien Sie abseits der Touristenzentren nicht alleine unterwegs.
  • Leisten Sie bei einem Überfall auf keinen Fall Widerstand.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Achten Sie vor Abhebungen an Geldautomaten auf Personen in Ihrer Umgebung. Sollten Sie eine ungewöhnliche Verhaltensweise wahrnehmen, verzichten Sie ggf. auf die Abhebung. Achten Sie nach dem Abhebevorgang auf ggf. vorhandene Verfolger und suchen Sie im Verdachtsfall sichere Bereiche auf (z.B. Polizeiwache, Sicherheitspersonal, o. Ä.).
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, in der U-Bahn, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Fahren Sie nicht per Anhalter und nehmen keine Anhalter mit.
  • Stellen Sie Fahrzeuge stets auf bewachten Parkplätzen ab und lassen Sie keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto
  • Halten Sie keine Taxis am Straßenrand an, sondern bestellen Sie sie per Telefon- oder Internetservice (z.B. die Taxi-App CABIFY ), nutzen Sie Taxis an den autorisierten Taxiständen oder nutzen Sie einen Limousinenservice.
  • Nehmen Sie keine Getränke oder Esswaren von Fremden an und lassen Sie diese auch im Restaurant nicht unbeaufsichtigt.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
  • Nehmen Sie flüchtige Bekanntschaften, z.B. aus einem Online-Dating nicht direkt nach Hause/in Ihre Unterkunft mit. In diesem Kontext sind bereits mehrere Raubüberfälle bekannt geworden.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren den Inhalt des eigenen Gepäcks.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der kolumbianische Peso (COP). EUR können in Wechselstuben in Landeswährung umgetauscht werden. Die Akzeptanz von Kreditkarten (Visa und Mastercard) ist weit verbreitet; auch das Abheben an Geldautomaten ist damit in der Regel möglich.
  • Bitte lesen Sie den Abschnitt Sicherheit – Kriminalität bei Abhebung am Geldautomaten.
  • Überprüfen Sie den Automaten auf mögliche Präparierungen zum illegalen Auslesen der Karte (ungewöhnlicher Karteneinschub/Kamera über PIN-Eingabefeld).
  • Nutzen Sie die Automaten nur tagsüber, in belebten Straßen, großen Banken oder Einkaufszentren.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 12.01.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 12.01.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles
- Einreise und Zoll (Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit)


Aktuelles
Seit dem 12. Januar 2024 ist für die Einreise nach Ecuador auf dem Landweg von Peru oder Kolumbien die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses mit Apostille und Übersetzung aus dem Wohnsitzstaat erforderlich. Weitere Informationen finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen für Ecuador.

Bitte beachten Sie, dass ein polizeiliches Führungszeugnis ggf. auch über die deutschen Auslandsvertretungen in der Region beantragt werden kann und erkundigen Sie sich vorab nach den Bearbeitungszeiten.

Einreise und Zoll
Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit

Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und zum Zeitpunkt der Einreise mindestens für die beabsichtige Aufenthaltsdauer gültig sein.

Es sind Fälle bekannt geworden, dass Reisenden mit Reisedokumenten, die nicht mehr als 6 Monate über das Datum der geplanten Ausreise hinaus gültig waren, die Einreise nicht gestattet wurde.
  • Erkundigen Sie sich in diesem Fall vorab bei Ihrem Reiseanbieter bzw. bei der Kolumbianischen Botschaft bzw. dem zuständigen Generalkonsulat, ob Ihr Reisedokument akzeptiert wird.
Beschädigte Reisedokumente (z.B. ausgefranster Außeneinband, gelockerte Bindung der Seiten) führen in der Regel zu Einreiseverweigerung.

Bei der Einreise kann die Vorlage eines Rück- bzw. Weiterflugtickets verlangt werden.

Reisende, die ihren aktuellen Pass jemals als verloren oder gestohlen gemeldet haben, sollten sich vor der Abreise vergewissern, dass die Meldung in der Interpol-Datei vollständig gelöscht ist. Andernfalls wird die Einreise in der Regel verweigert.

Bei Einreise an den Flughäfen wird das gesamte Gepäck per Scanner kontrolliert. Bisweilen finden außerdem verdachtsunabhängige körperliche Durchsuchungen auf Drogen statt.
Bei Gepäckdurchsuchungen wegen Drogenverdachts sollte unbedingt versucht werden, einen unabhängigen Zeugen hinzuzuziehen.

Deutsch-kolumbianische Doppelstaater müssen mit einem kolumbianischen Pass ein- und ausreisen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 28.01.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 28.01.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles


Aktuelles
In Zusammenhang mit dem Klimaphänomen El Niño herrschen in Kolumbien aktuell extreme Trockenheit und Hitze. Im gesamten Land ist die Waldbrandgefahr hoch.

Mitunter kann die Rauchentwicklung durch einzelne Waldbrände zu Einschränkungen im Flugverkehr führen. Seit dem 12. Januar 2024 ist für die Einreise nach Ecuador auf dem Landweg von Peru oder Kolumbien die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses mit Apostille und Übersetzung aus dem Wohnsitzstaat erforderlich. Weitere Informationen finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen für Ecuador.
  • Bitte beachten Sie, dass ein polizeiliches Führungszeugnis ggf. auch über die deutschen Auslandsvertretungen in der Region beantragt werden kann und erkundigen Sie sich vorab nach den Bearbeitungszeiten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 20.06.2024

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 20.06.2024

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Abschnitt entfernt)
- Sicherheit (Abschnitt Sicherheit)
- Reiseinfos (Einreise nach Ecuador auf dem Landweg)


Sicherheit
Von Reisen in folgende Departamentos bzw. Gebiete wird
– mit Ausnahme von Fahrten auf Hauptstraßen zwischen Großstädten bei Tageslicht - dringend abgeraten:
  • Norte de Santander
  • Arauca (mit Ausnahme der gleichnamigen Hauptstadt)
  • Vichada (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Carreño)
  • Guainía (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Inírida)
  • Guaviare (mit Ausnahme der Hauptstadt San José del Guaviare)
  • Caquetá (mit Ausnahme der Hauptstadt Florencia)
  • Östliche und südliche Teile von Meta (mit Ausnahme der Tourismusregion Caño Cristales)
  • Putumayo (mit Ausnahme der Hauptstadt Mocoa)
  • Nariño (außer der Hauptstadt Pasto und dem Grenzübergang Ipiales)
  • Cauca
  • Westliche Teile des Valle del Cauca (inklusive Buenaventura sowie Jamundí)
  • Chocó (außer dem Küstenstreifen zwischen Nationalpark Utría und Punta Arusi)
  • Ländliche Regionen im Norden von Antioquia
  • Süd-Córdoba und
  • Süd-Bolívar
Von Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Venezuela wird abgeraten.

Reiseinfos
Einreise nach Ecuador auf dem Landweg

Seit Januar 2024 ist für die Einreise nach Ecuador auf dem Landweg von Peru oder Kolumbien die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses mit Apostille und Übersetzung aus dem Wohnsitzstaat erforderlich. Weitere Informationen finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen für Ecuador.
  • Bitte beachten Sie, dass ein polizeiliches Führungszeugnis ggf. auch über die deutschen Auslandsvertretungen in der Region beantragt werden kann und erkundigen Sie sich vorab nach den Bearbeitungszeiten.
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Teilreisewarnung Kolumbien 28.01.2025

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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 28.01.2025

Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Teilreisewarnung; Terrorismus; Kriminalität)


Sicherheit
Vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Venezuela der Departamentos Norte de Santander und Cesar wird gewarnt.

Von Reisen in folgende Departamentos bzw. Gebiete wird
– mit Ausnahme von Fahrten auf Hauptstraßen zwischen Großstädten bei Tageslicht - dringend abgeraten:
  • Norte de Santander (inklusive der Hauptstraßen zwischen Cúcuta und Ocaña sowie Cúcuta und Tibú)
  • Arauca (mit Ausnahme der gleichnamigen Hauptstadt)
  • Vichada (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Carreño)
  • Guainía (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Inírida)
  • Guaviare (mit Ausnahme der Hauptstadt San José del Guaviare)
  • Caquetá (mit Ausnahme der Hauptstadt Florencia)
  • Östliche und südliche Teile von Meta (mit Ausnahme der Tourismusregion Caño Cristales)
  • Putumayo (mit Ausnahme der Hauptstadt Mocoa)
  • Nariño (außer der Hauptstadt Pasto und dem Grenzübergang Ipiales)
  • Cauca
  • Westliche Teile des Valle del Cauca (inklusive Buenaventura sowie Jamundí)
  • Chocó (außer dem Küstenstreifen zwischen Nationalpark Utría und Punta Arusi)
  • Ländliche Regionen im Norden von Antioquia
  • Süd-Córdoba und
  • Süd-Bolívar
Von Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Venezuela in anderen Departamentos bzw. Gebieten wird dringend abgeraten.

Terrorismus
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren insgesamt wieder verschlechtert. Der Friedensprozess mit der FARC-Dissidenz und ELN ist derzeit ausgesetzt. Seit dem 15. Januar 2025 sind Kampfhandlungen zwischen organisierten Gruppen in der nordöstlichen Provinz Norte de Santander (Grenzgebiet zu Venezuela) ausgebrochen; es kommt zu größeren Fluchtbewegungen unter der Zivilbevölkerung. Am 22. Januar 2025 begann ein Militäreinsatz in der Region, für die am 24. Januar 2025 von der kolumbianischen Regierung der Notstand ausgerufen wurde. Weitere Gruppen (ELN, EPL, FARC-Dissidenten sowie Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität) liefern sich seit Beginn der Kämpfe in Norte de Santander bewaffnete Auseinandersetzungen in anderen Teilen des Landes (Cesar, Bolívar, Cordoba und Guaviare). Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenhandel, illegaler Bergbau, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv und gehen aggressiv gegen Eindringlinge bzw. potentielle Opfer vor. Dies gilt insbesondere in den Grenzregionen Kolumbiens zu Venezuela und Ecuador und in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten. Dort ist die staatliche Kontrolle weiterhin nicht gewährleistet. Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden.

Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind in den letzten Jahren nicht vorgekommen.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Kriminalität
In den Großstädten (Bogotá, Medellín, Barranquilla, Cali, Cartagena, Santa Marta usw.) ist die Sicherheitslage mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar.
Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren.
Selbst tagsüber muss in belebten Straßen mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr für Gewaltanwendung. Ein Besuch von Vierteln, die als soziale Brennpunkte gelten, sollte auch tagsüber und in Großstädten, die ansonsten als einigermaßen sicher gelten, vermieden werden. In diesen Vierteln ist die Polizei wenig präsent und es bestehen oft wenig Hemmungen, Gewalt anzuwenden bis hin zu Tötungsdelikten.

Bei Taxifahrten besteht die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN abnötigen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben. Orts- und sprachunkundigen Fahrgästen widerfährt dies bisweilen sogar bei Benutzung der regulären gelben Taxis am Flughafen Bogotá. Über eine App gebuchte Fahrten, (z. B. bei Firmen wie Uber; CABIFY) gelten als sicherer, da der Fahrer bei der entsprechenden Firma registriert ist.

Es ist ein starker Anstieg von Scopolamin-Überfällen (K.-o.-Tropfen), insbesondere in Bogotá und Medellín, zu beobachten, welche oft in Verbindung mit Onlinebekanntschaften über Datingwebseiten und -Apps stehen. Diese Droge macht Opfer willenlos und beinflussbar. Kriminelle betäuben ihre Opfer, indem sie das Pulver in Getränke, Essen, Süßigkeiten oder Zigaretten geben oder in das Gesicht des Opfers pusten, um diese anschließend auszurauben. Eine zu hohe Dosis Scopolamin kann tödlich sein. Einige Touristen berichteten von untergeschobenen Drogen bei Straßenkontrollen.
Reisende werden zudem gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler“ missbraucht.
  • Meiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen in größeren Städten und seien Sie abseits der Touristenzentren nicht alleine unterwegs.
  • Leisten Sie bei einem Überfall auf keinen Fall Widerstand.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
  • Achten Sie vor Abhebungen an Geldautomaten auf Personen in Ihrer Umgebung. Sollten Sie eine ungewöhnliche Verhaltensweise wahrnehmen, verzichten Sie ggf. auf die Abhebung. Achten Sie nach dem Abhebevorgang auf ggf. vorhandene Verfolger und suchen Sie im Verdachtsfall sichere Bereiche auf (z.B. Polizeiwache, Sicherheitspersonal, o. Ä.).
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, in der U-Bahn, im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Fahren Sie nicht per Anhalter und nehmen keine Anhalter mit.
  • Stellen Sie Fahrzeuge stets auf bewachten Parkplätzen ab und lassen Sie keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto
  • Halten Sie keine Taxis am Straßenrand an, sondern bestellen Sie sie per Telefon- oder Internetservice (z.B. die Taxi-App CABIFY), nutzen Sie Taxis an den autorisierten Taxiständen oder nutzen Sie einen Limousinenservice.
  • Nehmen Sie keine Getränke oder Essen von Fremden an und lassen Sie Ihre Speisen und Getränke auch im Restaurant nicht unbeaufsichtigt.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
  • Nehmen Sie flüchtige Bekanntschaften, z.B. aus einem Online-Dating nicht direkt nach Hause/in Ihre Unterkunft mit. In diesem Kontext sind bereits mehrere Raubüberfälle bekannt geworden.
  • Seit 2023 kam es in größeren Städten wie Bogotá, Cartagena und vor allen Dingen in Medellín vermehrt zu Raubdelikten unter Gabe von Rauschdrogen. Aufgrund von Überdosierungen durch die Täter gab es auch einige Todesfälle zu verzeichnen. Insbesondere hatten die Opfer vorherigen Kontakt mit „Lockvögeln“ auf sogenannten Dating-Seiten im Internet. Lassen Sie auch bei flüchtigen Bekanntschaften entsprechende Vorsicht walten. Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
  • Nehmen Sie kein Gepäck oder Pakete für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt des eigenen Gepäcks.
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Teilreisewarnung Kolumbien 05.02.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 05.02.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Kurzzeitige Schließung der Landesgrenzen zwischen Kolumbien und Ecuador)


Aktuelles
Kurzzeitige Schließung der Landesgrenzen zwischen Kolumbien und Ecuador

Vom 8. bis 10. Februar 2025 werden im Zuge der anstehenden Präsidentschaftswahl in Ecuador die Landesgrenzen zwischen Kolumbien und Ecuador geschlossen, siehe auch Reise- und Sicherheitshinweise zu Ecuador und Peru.
  • Bitte informieren Sie sich in der lokalen Presse und über die sozialen Medien und halten Sie sich an die Vorgaben der lokalen Behörden.
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Teilreisewarnung Kolumbien 17.04.2025

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
Stand 17.04.2025

Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Gelbfieberausbruch)


Aktuelles
Gelbfieberausbruch

Am 17. April 2025 wurde aufgrund eines Gelbfieberausbruchs ein landesweiter Gesundheitsnotstand ausgerufen. Laut kolumbianischen Gesundheitsministerium sei insbesondere Tolima betroffen.
  • Eine Gelbfieberimpfung wird allen Reisenden ab dem neunten Lebensmonat dringend empfohlen, bevor sie in Kolumbien in Gebiete unterhalb von 2.300 m Höhe reisen. Nicht empfohlen wird die Impfung bisher bei Reisen ausschließlich nach Bogotá und auf die Inseln San Andrès und Providencia.
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    Teilreisewarnung Kolumbien 18.06.2025

    Beitrag von Birgitt »

    Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
    Stand 18.06.2025

    Letzte Änderungen:
    - Aktuelles (Sicherheitslage)
    - Sicherheit (Dringendes Abraten)


    Aktuelles
    Sicherheitslage

    Nach mehreren koordinierten Anschlägen am 10. Juni 2025 – unter anderem in Cali, Buenaventura und im Departamento Cauca – wird von Reisen in die betroffenen Gebiete dringend abgeraten, siehe Sicherheit.
    • Verfolgen Sie die Sicherheitslage in den kolumbianischen Medien, bleiben Sie wachsam und gehen Sie keine unnötigen Risiken ein.
    • Denken Sie auch daran, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.
    • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
    • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
    Sicherheit - Teilreisewarnung
    Vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Venezuela der Departamentos Norte de Santander und Cesar wird gewarnt.

    Von Reisen in folgende Departamentos bzw. Gebiete wird
    – mit Ausnahme von Fahrten auf Hauptstraßen zwischen Großstädten bei Tageslicht - dringend abgeraten:
    • Norte de Santander (inklusive der Hauptstraßen zwischen Cúcuta und Ocaña sowie Cúcuta und Tibú)
    • Arauca (mit Ausnahme der gleichnamigen Hauptstadt)
    • Vichada (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Carreño)
    • Guainía (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Inírida)
    • Guaviare (mit Ausnahme der Hauptstadt San José del Guaviare)
    • Caquetá (mit Ausnahme der Hauptstadt Florencia)
    • Östliche und südliche Teile von Meta (mit Ausnahme der Tourismusregion Caño Cristales)
    • Putumayo (mit Ausnahme der Hauptstadt Mocoa)
    • Nariño (außer der Hauptstadt Pasto und dem Grenzübergang Ipiales)
    • Cauca (besonders ländliche Gebiete und Überlandstraßen)
    • Westliches Valle del Cauca (inklusive Buenaventura sowie Jamundí)
    • Chocó (außer dem Küstenstreifen zwischen Nationalpark Utría und Punta Arusi)
    • Ländliche Regionen im Norden von Antioquia
    • Süd-Córdoba
    • Süd-Bolívar
    • Cali (Stadtgebiet und angrenzende Gemeinden)
    Von Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Venezuela in anderen Departamentos bzw. Gebieten wird dringend abgeraten.
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    Teilreisewarnung Kolumbien 23.08.2025

    Beitrag von Birgitt »

    Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
    Stand 23.08.2025

    Letzte Änderungen:
    - Aktuelles (Sicherheitslage)


    Aktuelles
    Sicherheitslage

    Nach mehreren koordinierten Anschlägen am 10. Juni 2025 sowie weiteren schweren Sicherheitsvorfällen am 21./22. August 2025 – u. a. in Cali (Valle del Cauca), Amalfi (Nord-Antioquia) und Florencia (Caquetá) – wird von Reisen in die betroffenen Gebiete dringend abgeraten, siehe Sicherheit.
    • Verfolgen Sie die Sicherheitslage in den kolumbianischen Medien, bleiben Sie wachsam und gehen Sie keine unnötigen Risiken ein.
    • Denken Sie auch daran, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.
    • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
    • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
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    Teilreisewarnung Kolumbien 01.12.2025

    Beitrag von Birgitt »

    Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
    Stand 01.12.2025

    Letzte Änderungen:
    - Aktuelles (Vulkanische Aktivitäten)
    - Gesundheit (Impfschutz)


    Aktuelles
    Vulkanische Aktivitäten in der Region Cauca

    Der Vulkan Puracé in der Region Cauca (ca. 50 km östlich der Regionalhauptstadt Popayán) zeigt seit Ende November vulkanische und seismische Aktivitäten. In einigen Ortschaften werden Ascheniederschläge registriert. Es wird dringend dazu geraten, die aktuellen Hinweise des nationalen geologischen Dienstes und der kolumbianischen Katastrophenschutzbehörde zu beachten.

    Gesundheit
    Impfschutz
    • Pflichtimpfungen
      Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Reisende ab dem Alter von einem Jahr, die aus Angola, Brasilien, der Demokratischen Republik Kongo oder Uganda einreisen oder dort länger als 12 Stunden im Transit verbracht haben, müssen bei Einreise eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Ohne diesen Nachweis kann die Beförderung insbesondere an den brasilianischen Abflughäfen abgelehnt werden. Zu beachten ist auch die Zehn-Tage-Frist für die Wirksamkeit und damit Gültigkeit der Impfung.
    • Reiseimpfungen
      Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Gelbfieber empfohlen. Zuletzt häuften sich Gelbfieber-Fälle u.a. in den Regionen Tolima, Huila, Cauca, Nariño, Putumayo, Caldas, Meta, Vaupés, Guaviare und Caquetá. Nicht empfohlen wird die Gelbfieberimpfung bei Reisen ausschließlich nach Bogotá, das Departamento San Andrés und Providencia sowie Gebiete oberhalb von 2.300 Höhenmetern. In den Städten Barranquilla, Cali, Cartagena und Medellín ist eine Gelbfieberimpfung nicht generell empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut angeraten. Bei längeren Aufenthalten in ländlichen Gebieten kann eine Typhusimpfung erwogen werden.
    • Standardimpfungen
      Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf dem aktuellen Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
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    Teilreisewarnung Kolumbien 16.02.2026

    Beitrag von Birgitt »

    Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
    Stand 16.02.2026

    Letzte Änderungen:
    - Gesundheit (Impfschutz: Streichung Typhus)


    Gesundheit
    Impfschutz
    • Pflichtimpfungen
      Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Reisende ab dem Alter von einem Jahr, die aus Angola, Brasilien, der Demokratischen Republik Kongo oder Uganda einreisen oder dort länger als 12 Stunden im Transit verbracht haben, müssen bei Einreise eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Ohne diesen Nachweis kann die Beförderung insbesondere an den brasilianischen Abflughäfen abgelehnt werden. Zu beachten ist auch die Zehn-Tage-Frist für die Wirksamkeit und damit Gültigkeit der Impfung.
    • Reiseimpfungen
      Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Gelbfieber empfohlen. Zuletzt häuften sich Gelbfieber-Fälle u.a. in den Regionen Tolima, Huila, Cauca, Nariño, Putumayo, Caldas, Meta, Vaupés, Guaviare und Caquetá. Nicht empfohlen wird die Gelbfieberimpfung bei Reisen ausschließlich nach Bogotá, das Departamento San Andrés und Providencia sowie Gebiete oberhalb von 2.300 Höhenmetern. In den Städten Barranquilla, Cali, Cartagena und Medellín ist eine Gelbfieberimpfung nicht generell empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut angeraten.
    • Standardimpfungen
      Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf dem aktuellen Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
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    Teilreisewarnung Kolumbien 20.02.2026

    Beitrag von Birgitt »

    Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien
    Stand 20.02.2026

    Letzte Änderungen:
    - Aktuelles
    - Sicherheit (Teilreisewarnung; Terrorismus)
    - Einreise und Zoll (Visum; Einreise nach Ecuador auf dem Landweg)


    Aktuelles
    Überschwemmungen an der Atlantikküste Kolumbiens

    Im Norden Kolumbiens haben heftige Regenfälle massive Überschwemmungen verursacht, insbesondere im Departamento Córdoba. Verkehrswege und die Stromversorgung sind teilweise unterbrochen; es muss mit weiteren erheblichen Einschränkungen der Infrastruktur gerechnet werden.
    • Beachten Sie die aktuellen Hinweise der kolumbianischen Katastrophenschutzbehörde.
    • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
    Sicherheit - Teilreisewarnung
    Vor Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Venezuela der Departamentos Norte de Santander und Cesar wird gewarnt.

    Von Reisen in folgende Departamentos bzw. Gebiete wird
    – mit Ausnahme von Fahrten auf Hauptstraßen zwischen Großstädten bei Tageslicht - dringend abgeraten:
    • Norte de Santander (inklusive der Hauptstraßen zwischen Cúcuta und Ocaña sowie Cúcuta und Tibú)
    • Arauca (mit Ausnahme der gleichnamigen Hauptstadt)
    • Vichada (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Carreño)
    • Guainía (mit Ausnahme der Hauptstadt Puerto Inírida)
    • Guaviare (mit Ausnahme der Hauptstadt San José del Guaviare)
    • Caquetá
    • Östliche und südliche Teile von Meta (mit Ausnahme der Tourismusregion Caño Cristales)
    • Putumayo (mit Ausnahme der Hauptstadt Mocoa)
    • Nariño (außer der Hauptstadt Pasto und dem Grenzübergang Ipiales)
    • Cauca (einschließlich der Panamericana; ausgenommen der Hauptstadt Popayán bei Anreise per Flugzeug)
    • Westliches Valle del Cauca (inklusive Buenaventura sowie Jamundí)
    • Chocó (außer dem Küstenstreifen zwischen Nationalpark Utría und Punta Arusi)
    • Ländliche Regionen im Norden von Antioquia
    • Süd-Córdoba
    • Süd-Bolívar
    • Cali (Stadtgebiet und angrenzende Gemeinden)
    Von Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Venezuela in anderen Departamentos bzw. Gebieten wird dringend abgeraten.

    Terrorismus

    Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich in den letzten Jahren insgesamt wieder verschlechtert. Der Friedensprozess mit der FARC-Dissidenz und ELN ist derzeit ausgesetzt. Anfang 2025 sind Kampfhandlungen zwischen organisierten Gruppen in der nordöstlichen Provinz Norte de Santander (Grenzgebiet zu Venezuela) ausgebrochen; es kommt zu größeren Fluchtbewegungen unter der Zivilbevölkerung. Am 22. Januar 2025 begann ein Militäreinsatz in der Region, für die am 24. Januar 2025 von der kolumbianischen Regierung der Notstand ausgerufen wurde. Weitere Gruppen (ELN, EPL, FARC-Dissidenten sowie Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität) liefern sich seit Beginn der Kämpfe in Norte de Santander bewaffnete Auseinandersetzungen in anderen Teilen des (Cesar, Bolívar, Córdoba, Guaviare, Norden von Antioquia und Caquetá). Die genannten Gruppierungen sind in vielfältigen Deliktsfeldern (Drogenhandel, illegaler Bergbau, Schmuggel, Erpressung, Entführung, Anschläge, Gewalt- und Tötungsdelikte usw.) aktiv und gehen aggressiv gegen Eindringlinge bzw. potentielle Opfer vor. Dies gilt insbesondere in den Grenzregionen Kolumbiens zu Venezuela und Ecuador und in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten. Dort ist die staatliche Kontrolle weiterhin nicht gewährleistet. Auch wenn Touristen in der Regel nicht Ziel von Anschlägen sind, besteht die Gefahr von Kollateralschäden.
    • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
    • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
    Einreise und Zoll
    Visum

    Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen rein touristischen Aufenthalt in Kolumbien kein Visum. Die Immigrationsbehörde „Migración Colombia“ legt an den Grenzübergangsstellen bzw. auf den internationalen Flughäfen per Stempel im Reisepass die Aufenthaltsdauer fest. Bei der Einreisekontrolle sollten die Grenzbeamten daher durch Vorlage von Einladungsschreiben, Flugtickets o. ä. um Genehmigung einer Aufenthaltsdauer gebeten werden, die den angestrebten Aufenthaltszeitraum abdeckt.
    Die zunächst maximal mögliche Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage, verlängerbar um weitere 90 Tage. Bei Einreise auf dem Landweg sollte unbedingt auf die Anbringung des Einreisestempels geachtet werden, da es andernfalls Probleme bei der Ausreise gibt und im Regelfall eine Geldstrafe gezahlt werden muss.
    Gerade an der Grenze von Ecuador nach Kolumbien lassen Überlandbusse sich gern „durchwinken“, ohne ihren Fahrgästen Zeit für die Einreiseformalitäten zu lassen.

    Wer über die genehmigte Aufenthaltsdauer hinaus im Land bleiben möchte, muss rechtzeitig vor Ablauf des bereits genehmigten Zeitraums bei der Migración Colombia eine (gebührenpflichtige) Verlängerung beantragen. Migración Colombia ist in allen größeren Städten des Landes vertreten. In der Regel wird eine einmalige Verlängerung um weitere 90 Tage gewährt, ein Anspruch darauf besteht jedoch nicht. Bei Überschreitung des genehmigten Zeitraums muss bei Ausreise mit der Zahlung einer hohen Geldstrafe gerechnet werden.
    • Sofern der Aufenthalt nicht ausschließlich touristischen Zwecken dient, kontaktieren Sie die Botschaft von Kolumbien in Berlin mit der Frage, ob ein Visum für den Aufenthalt in Kolumbien erforderlich ist.
    Einreise nach Ecuador auf dem Landweg
    Seit 2024 ist für die Einreise nach Ecuador auf dem Landweg von Peru oder Kolumbien die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses mit Apostille und Übersetzung aus dem Wohnsitzstaat erforderlich. Weitere Informationen finden Sie in den Reise- und Sicherheitshinweisen für Ecuador.
    • Beachten Sie, dass ein polizeiliches Führungszeugnis ggf. auch über die deutschen Auslandsvertretungen in der Region beantragt werden kann. Erkundigen Sie sich vorab nach den Bearbeitungszeiten.
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