Hier eine Zusammenfassung der Informationen im französichsprachigen Youtube Video:
Der mauretanische Präsident Mohamed Sheikh Ol-Ghazani hat die Forderung der Polisario nach der Schließung der Grenzregion Ibrugat entschieden zurückgewiesen. Diese wichtige Entwicklung wurde der Polisario-Delegation während ihres Besuchs in Nouakchott mitgeteilt.
Die im Rahmen eines von Algerien initiierten Vermittlungsprozesses entsandte Polisario-Delegation setzte ihre diplomatischen Bemühungen fort und traf sich mit Sid Ahmed Hu Mohamed, dem Generalsekretär der Insof-Partei, der enge Beziehungen zum mauretanischen Präsidenten pflegt.
Die Spannungen eskalierten, als sahrauische Bewohner der Tindouf-Lager in Audiobotschaften ihre Skepsis gegenüber Mauretaniens Grenzsicherheitsfähigkeiten äußerten. Einige Botschaften enthielten sogar Drohungen gegen mauretanische Wirtschaftsinteressen.
Mit der Aufrechterhaltung der Schließung der Ibrugat-Region demonstriert Nouakchott sein Bekenntnis zur Souveränität über regionale Einflüsse und stellt insbesondere die algerische Agenda in Frage. Diese Entscheidung scheint Mauretanien stärker mit Marokkos Vision von regionaler Stabilität und Entwicklung in Einklang zu bringen.
Seit 1974 in Afrika mit 2x1, 4x2, Cessna 210, 6x6, 4x4, 2x0 und 4x0 unterwegs. Ab 2016 Sprinter 4x4.
Dieser Konflikt hat folgenden Hintergrund: die Sahraouis haben einen eigenen Grenzposten, ca 5 kM nördlich von Ben Boulaid. Es sind hier keinerlei Grenzformalitäten vorgesehen, was Mauretanien nicht länger dulden will. Die Sahraouis sollen wie alle anderen den offiziellen Grenzposten benutzen und entsprechende Einreiseformalitäten beachten, wie z.B. die Visumpflicht wenn sie mit einem spanischen Pass einreisen. (haben viele)
Auch sind große Mengen Dieselkraftstoff einem Einfuhrzoll unterworfen, Kriegswaffen dürfen überhaupt nicht mehr mitgeführt werden.
Der Grenzposten Ben Boulaid ist nach meiner Einschätzung nicht betroffen, ich werde voraussichtlich im November zu Zaida nach Ouadane fahren und wieder zurück und werde dann berichten.
Grüße
Nach meinen Informationen betrifft das nur die Grenze Lebrika. Im Internet gibt es hierüber zahlreiche Artikel von mauretanischen Nachrichtenportalen. Lebrika war auch nie ein offizieller Grenzübergang, sondern wurde von den Bewohnern der Camps mit stillschweigender Duldung des maur. Militärs genutzt. Damit ist jetzt Schluss.
Objektiv kann ich da Mauretanien gut verstehen. Ringen um Touristeneinnahmen, Ringen um Sicherheit.
Die Saharouis sind spezielle Charaktere. Ich kenne persönlich einige recht gut. Starke Persönlichkeiten, oftmals sogar etwas resolut. Wieder andere sanft.
Natürlich, das Volk ist geprägt durch ständigen Kampf und getrübt durch Misserfolg, gedemütigt durch moderne Waffentechnologie. Und wenn denen jetzt fast nur noch Algerien ein Gehör schenkt, stehen die ärmlich da. Ich denke nicht, dass sie sich kriminalisieren wollen. Doch der Einfluss des M6 auf Mauretanien ist derzeit so gross, dass Der Mauret. Präsident viele Werte aufgibt, um der Infrastruktur willen. Bankensystem, Mobilfunk, Gemüseimport und nicht zu unterschätzen die vielen Marokkaner, die in Nouakchott keben.
Diese Bindung gibt den Saharouis schlechte Karten und es werden, Achtung Spekulation, wohl entsprechende Abkommen gemacht worden sein, dass das Militär die Polisario dort nicht mehr dulden soll.
Alles wegen Macht, Geld, Fortschritt. Darum: In der Politik gibt es keine Freunde. Es gibt nur Interessen.
Vor noch wenigen Jahren hat die Mauretanische Bevölkerung (!) die Marokkaner tendenziell nicht gemocht. Doch die Saharouis und Algerier mochten sie und mögen sie noch immer. Durch die Medien kann man nun also diese Zuneigung beliebig verschieben, wobei die Mauretanier in vielen Dingen eher langsam im Annehmen sind.
>>>Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden!<<<
meiner Kenntnis nach ist PK75 noch offen, zumindest habe ich in den algerischen (französischsprachigen) Veröffentlichungen nichts Gegenteiliges gelesen oder gehört (aber auch nichts "Positives"). Aber wie Du ja auch weisst, ist nichts beständiger, als die Veränderung.
von algerischer Seite könnte die Grenze ja offen sein, aber was sagen die Mauretanier, besonders das Militär?
Es einfach mal zu probieren ist mir zu aufwändig wenn dann doch geschlossen. Das würde heißen zurück übers Mittelmeer nach Europa und dann wieder übers Mittelmeer und über Marokko nach Mauretanien einreisen.
Mali und Niger wären auch noch Optionen - wie früher sozusagen. Ich würde dafür aber ein Visum im Vorfeld beantragen - Ich meine nicht, dass es das in TAM noch so einfach zu bekommen ist (in Algier/Tunis vielleicht).
Oder via TN u. LY in den Tschad oder Sudan? Oder über ET nach Arabien? Alles machbar, wenn man/frau es will
Von Mus Hafiz ( acaciaaventure) habe ich auf konkrete Anfrage die Antwort erhalten, dass Ben Boulaid nach seinen Informationen geöffnet ist. Seine Angaben halte ich für verlässlich, er hat hervorragende Kontakte zur Obrigkeit. Er hat als erster TO eine große Sahara Rundreise organisiert, Algerien-Mauretanien- Marokko.Weitere Informationen direkt von ihm über contact@acaciaaventure.com