"alte" Reisen
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Ferdinand1
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Re: "alte" Reisen
Hallo Jochen,
in die Tenéré habe ich es bisher nur 3x geschafft (aber nie über die Berliet-Piste von Djanet aus, da haben alle gewarnt davor. Ich sah auch die Ganoven gegenüber dem Zoll dort auf der Mauer sitzen).
Das erste Mal (ganz übel) von Agadez aus (2003, nur Dias), die lokalen Agenturmitarbeiter wollten mich fast steinigen (zumindest meinen Isuzu), denn die zwei Tramper (ein franz., eine schwed. mit Malaria), die ich mitgenommen habe (ein großer Fehler!), hatten das irgendwie abends zuvor wohl herum erzählt, dass ich via Gadafoua (o.ä., Dinos halt, Dank an Cyril Ribas für die Koord.!) zum Arbre de T. und weiter nach Iferouane fahren wollte.
Einzige Bedingung, sie nehmen genug leere Flaschen mit und Verpflegung für die Reise von ca. 3-5 Tagen. Am ersten Brunnen dann Halt gemacht, um die Flaschen aufzufüllen, keine da, Essen auch nicht. Mein nigr. Freund hatte Zucker, Tee, ich ein paar Datteln und eine Tafel Ritter Sport. Gut, Benzin in Tank, Kanister ausgespült, und Wasser rein. Das schmeckte dem Pärchen nicht so, nachdem sie das gute Wasser von mir ausgetrunken, die Datteln und Schokolade gefressen hatten. Aber zum Glück an der "Raststätte" nördl. des Baumes konnte ich sie an die LKWs Richtung Agadez übergeben und dann in Ruhe nach Iferouane fahren zur Familie des nigr. Freundes.
Das 2. im Transit Libyen (2004), wo auch der Fenek am Ende der Tenéré rennt.
Das 3. (2007) via Arlit, Iferouane, Arakaou und im Bogen nach Agadez.
Technisch gesehen locker, die Plattheit der Landschaft kreiert aber so ein "Einsamkeitsgefühl" auf Dauer, das ev. nicht so gut ist, wenn man/frau da ganz alleine unterwegs ist.
Fotos liefere ich noch.
Gruß
Ferdi
in die Tenéré habe ich es bisher nur 3x geschafft (aber nie über die Berliet-Piste von Djanet aus, da haben alle gewarnt davor. Ich sah auch die Ganoven gegenüber dem Zoll dort auf der Mauer sitzen).
Das erste Mal (ganz übel) von Agadez aus (2003, nur Dias), die lokalen Agenturmitarbeiter wollten mich fast steinigen (zumindest meinen Isuzu), denn die zwei Tramper (ein franz., eine schwed. mit Malaria), die ich mitgenommen habe (ein großer Fehler!), hatten das irgendwie abends zuvor wohl herum erzählt, dass ich via Gadafoua (o.ä., Dinos halt, Dank an Cyril Ribas für die Koord.!) zum Arbre de T. und weiter nach Iferouane fahren wollte.
Einzige Bedingung, sie nehmen genug leere Flaschen mit und Verpflegung für die Reise von ca. 3-5 Tagen. Am ersten Brunnen dann Halt gemacht, um die Flaschen aufzufüllen, keine da, Essen auch nicht. Mein nigr. Freund hatte Zucker, Tee, ich ein paar Datteln und eine Tafel Ritter Sport. Gut, Benzin in Tank, Kanister ausgespült, und Wasser rein. Das schmeckte dem Pärchen nicht so, nachdem sie das gute Wasser von mir ausgetrunken, die Datteln und Schokolade gefressen hatten. Aber zum Glück an der "Raststätte" nördl. des Baumes konnte ich sie an die LKWs Richtung Agadez übergeben und dann in Ruhe nach Iferouane fahren zur Familie des nigr. Freundes.
Das 2. im Transit Libyen (2004), wo auch der Fenek am Ende der Tenéré rennt.
Das 3. (2007) via Arlit, Iferouane, Arakaou und im Bogen nach Agadez.
Technisch gesehen locker, die Plattheit der Landschaft kreiert aber so ein "Einsamkeitsgefühl" auf Dauer, das ev. nicht so gut ist, wenn man/frau da ganz alleine unterwegs ist.
Fotos liefere ich noch.
Gruß
Ferdi
Re: "alte" Reisen
Ich denke, dass ein Reiseforum wie dieses allgemein eher auf materielle Fakten baut (hilfreiche Koordinaten, Reiserouten und Administratives usw.), als auf - doch sehr private - Erlebnisse. Die mögen vielleicht unterhaltsam sein, wecken aber gelegentlich auch Aversionen, die dann den sakrosankten Frieden stören könnten.
Reiseberichte mit umfassenderer Dimension finden sich ja nicht ohne Grund eher in der Belletristik.
Danke aber jedenfalls für Deine freundlichen Worte!
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Ferdinand1
- Beiträge: 133
- Registriert: Mi 25. Sep 2024, 17:58
Re: "alte" Reisen
Guten Morgen,
zu "pefra" 's (Peter aus Franken vielleicht?) Anmerkung:
"Ja, vielleicht ist mutig auch gar nicht die passende Beschreibung. Sorglos würde es vermutlich eher treffen."
GG setzt "unerschrocken" dagegen, das trifft es noch besser:
Gruß
Ferdi
zu "pefra" 's (Peter aus Franken vielleicht?) Anmerkung:
"Ja, vielleicht ist mutig auch gar nicht die passende Beschreibung. Sorglos würde es vermutlich eher treffen."
GG setzt "unerschrocken" dagegen, das trifft es noch besser:
Gruß
Ferdi
Re: "alte" Reisen
Hier ist, was Thesaurus als Synonyme vorschlägt für "unerschrocken":
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heldenhaft · heldenmütig · heroisch · kühn · mannhaft · mit Todesverachtung (auch ironisch) · mutig · tapfer · unerschrocken · heldisch (geh., emphatisch)
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Das sind die *Assoziationen* zu 'unerschrocken':
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angstfrei · furchtlos · mutig · nicht ängstlich · ohne Angst · unerschrocken · unverzagt · ohne mit der Wimper zu zucken
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Die scheinen mir insgesamt eher zuzutreffen als die Synonyme. Da kann sich jetzt jeder etwas aussuchen, was für ihn gilt
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heldenhaft · heldenmütig · heroisch · kühn · mannhaft · mit Todesverachtung (auch ironisch) · mutig · tapfer · unerschrocken · heldisch (geh., emphatisch)
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Das sind die *Assoziationen* zu 'unerschrocken':
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angstfrei · furchtlos · mutig · nicht ängstlich · ohne Angst · unerschrocken · unverzagt · ohne mit der Wimper zu zucken
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Die scheinen mir insgesamt eher zuzutreffen als die Synonyme. Da kann sich jetzt jeder etwas aussuchen, was für ihn gilt
Re: "alte" Reisen
Interessant, Deine Quellenforschung!pefra hat geschrieben: ↑Mo 1. Sep 2025, 15:51
Das sind die *Assoziationen* zu 'unerschrocken':
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angstfrei · furchtlos · mutig · nicht ängstlich · ohne Angst · unerschrocken · unverzagt · ohne mit der Wimper zu zucken
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Die scheinen mir insgesamt eher zuzutreffen als die Synonyme. Da kann sich jetzt jeder etwas aussuchen, was für ihn gilt![]()
"Aussuchen"?
Nein, das sicher nicht, denn die Charakteristik: “was für ihn gilt”, kann eigentlich nur dann treffen, wenn sie von “Aussen” kommt und also nicht eigenhändig festgelegt wird.
Die deutsche Sprache ist nicht nur sehr präzise, sondern eben deshalb auch unglaublich reich!
“Unerschrocken” hat so gelegentlich auch eine ironische Konnotation. Sie beschreibt dann unüberlegte Aktionen, die meist auf Unwissen beruhen. So mancher Simpel/Hitzkopf ist “unerschrocken”, weil er die Umstände falsch einschätzt.
G. Göttler, z.B.,würde sich sicher weder als "unerschrocken" charakteriert sehen wollen, noch - als einer der echten Saharafahrer - gar selbst so bezeichnen!
Mir fällt da das Zitat eines Rezensenten zu einem seiner Bücher ein: “Der Autor wählt die Worte mit Bedacht, er spielt auf der "Wörterwiese" der deutschen Sprache mit Hingabe und lässt den Leser ganz unvermittelt daran teilhaben.” Eben!
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Rockatanski
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Re: "alte" Reisen
Schön hier- wie immer!
Danke an alle fürs Teilen eurer alten Reisen, gerne mehr davon....
Danke an alle fürs Teilen eurer alten Reisen, gerne mehr davon....
Re: "alte" Reisen
Das Schild am Stadtrand von Reggane, von Ain Salah kommend , aufgenommen letztes Jahr:Ferdinand1 hat geschrieben: ↑Mo 21. Jul 2025, 06:56Und vor 15 Jahren schon zu 40% geteert, die Tanezrouft:
viewtopic.php?f=2&t=39383&p=69891
LG
P.S.: Wieso haben die alg. Behörden wohl speziell für spanisch lesen Könnende extra in ihrer Sprache das Schild mit roten Buchstaben bedruckt?
Kein Rätsel, leider bittere Erfahrung - die waren-/sind plem-plem (was reisen in die Sahara angeht).
Speziell an Spanierinnen.jpg
- Jochen Baumann
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Re: "alte" Reisen
Badetag südlich des Gara Khanfoussa / Algerien (Herbst 2000)
So viel Regen habe ich vorher und nachher nie wieder erlebt.
So viel Regen habe ich vorher und nachher nie wieder erlebt.
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Ferdinand1
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Re: "alte" Reisen
Hallo Ludwig,
die rote Farbe hat unter der Sonne seit 2010 gelitten:
die rote Farbe hat unter der Sonne seit 2010 gelitten:
Re: "alte" Reisen
Dunes de Laouni, Sommer 1987
Grüsse an alle Saharafreunde
Jürg S.
Grüsse an alle Saharafreunde
Jürg S.
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martin1101
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Re: "alte" Reisen
Ich bin sehr positiv überrascht über die rege Beteiligung an diesem Thread
weiter so
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Re: "alte" Reisen
Ja, eine recht erstaunliche Zahl der “Überlebenden"!
Die Wüste konserviert eben - so oder so….
Die Wüste konserviert eben - so oder so….
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martin1101
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Re: "alte" Reisen
...und solange die nicht aus zwei Meter Höhe aus dem Sattel - oder aus dem Sitz hinter dem Steuer - kippt und zudem beehren kann, was Ehre verdient, ist doch alles im grünen Bereich! 
- Jochen Baumann
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Re: "alte" Reisen
Im Sommer 1977 zwischen Reggane und In Salah


