Äthiopien verbietet als erstes Land den Import von Verbrennern und setzt auf Elektroautos

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Sambezi1
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Re: Äthiopien verbietet als erstes Land den Import von Verbrennern und setzt auf Elektroautos

Beitrag von Sambezi1 »

Mag sein, dass meine Beobachtung und Meinung grundfalsch ist. Es ist außerdem immer erquickend, wenn andere Leute der Weißheit erhaben sind.
Meine Meinung bezog sich auf Südafrika, Namibia, Botswana und Mosambik und nicht auf ein Ballungszentrum in einem flächenmäßigen Ministaat.
Das.südluche Afrika hat keine oder kaum Motoradverkehr. Die Wambotaxis, Minibusse in Namibia fahren die Strecke Windhoek-Katima Mulilo )1226km) an einemTag durch. Vollbesetzt und mit Hänger. Andere Dimensionen wie in Uganda.
In den Autohäusern stehen keine E Autos als Neuwagen zum Verkauf. Selbst die Chinesen bieten Verbrenner an. Kapstadt mag die Ausnahme sein, da hab ich 2 E Porsche gesehen.
Hab mich auch mit einem befreundeten Reiseunterneher unterhalten. Der macht bei einer 21 Tage Tour ca.5 Tkm in Namibia. Mit 10 Personen im Cruiser und 3 Tonnen Hänger hinten dran. Dann in die entlegenen Gebiete Namibias. Also nicht nur 3 Stunden im Park auf Pirschfahrt, wie im Fernsehen bei uns gezeigt.
Also du siehst, was vor deinem Fenster toll funktioniert, fumktioniert kaum im Rest des Kontinents.
Aber ich wollte eigentlich nur meine Beobachtung auf meiner letzten Tour mitteilen. Übrigens wäre ich bei meiner Tour und einem.E Auto wahrscheinlich nur bedingt ans Ziel gekommen bzw. überhaupt nicht.
VG
todo
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Registriert: Mo 22. Dez 2008, 13:15

Re: Äthiopien verbietet als erstes Land den Import von Verbrennern und setzt auf Elektroautos

Beitrag von todo »

Aktueller Bericht dazu aus der TAZ von heute:
Zitat(Auszug)
...Samson Berhane, äthiopischer Wirtschaftsanalyst, hält den allgegenwärtigen Mangel an Devisen sogar für den ausschlaggebenden Grund für das Verbrenner-Aus. „Unsere Devisenreserven reichten nicht einmal aus, um einen Monat der Importe zu decken“, sagt Berhane. „Es war ein Alles-oder-nichts-Moment für Äthiopien....

https://taz.de/Verbrenner-Aus-in-Aethiopien/!6158003/
WolfgangA
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Re: Äthiopien verbietet als erstes Land den Import von Verbrennern und setzt auf Elektroautos

Beitrag von WolfgangA »

Ich hab mal spaßeshalber in die App PlugShare geschaut, worin Ladestationen per Schwarmintelligenz eingetragen werden. Für Namibia und Botswana scheint Sambezi1 recht zu haben. Südafrika sieht machbar aus. Kampala und Addis Abeba sehen auch leer aus, aber das mag auch an der mangelnden App-Verbreitung und -Nutzung liegen. Und, ja, Fernstrecken im Minibus oder Mammuttouristentouren sind bestimmt noch nicht e-tauglich.

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Auf dem Balkan hat das Laden jedenfalls gut funktioniert, entgegen der Befürchtungen vieler Bekannter - auch E-Autofahrer - und sogar bulgarischer Freunde. Somit bekräftige ich mein Statement, dass ich mich in Europa überallhin trauen würde, auch Türkei, Georgien,....
°Daniel
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Re: Äthiopien verbietet als erstes Land den Import von Verbrennern und setzt auf Elektroautos

Beitrag von °Daniel »

Wenn man etwas an seine Grenzen bringt, wird es daran wachsen.
Das war schon so, als das Internet in den Neunzigern z.B. durch Video-Telefonie-Anstrengungen an seine Grenzen kam, aber u.a. engagierte Journalisten es trotz Widernissen nutzten (kannte ein paar davon). — Und das wird jetzt auch mit der E-Mobilität so sein.

Nur weil die Lobby-Arbeit gegen die neuen Technologien in Deutschland so stark ist, wird das den Rest der Welt nicht aufhalten, Deutschland international aber ins Hintertreffen bringen.

Gut herauslesbar aus dem TAZ-Link von todo. Aber auch gut sichtbar, wenn man unseren Grad der Glasfaser-Vernetzung international vergleicht (Tipp: Die angezeigte Statistik ausklappen, um Deutschland zu finden :wink:). — „DSL statt Glasfaser“ war die damalige Fehlentscheidung.

Daher, WolfgangA, bin ich über Deinen „Selbstversuch“ sehr glücklich, stellt er doch einen Faktencheck der leider verbreiteten deutschen Voreingenommenheit entgegen.

Gruß
°Daniel
sysiphus
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Re: Äthiopien verbietet als erstes Land den Import von Verbrennern und setzt auf Elektroautos

Beitrag von sysiphus »

Sambezi1 hat geschrieben:
Mo 23. Mär 2026, 15:48
Hallo,
Nur nebenbei.
Gerade zurück von einer 9 wöchigen Tour durch Namibia, Südafrika, Mosambik und Botswana.
Fazit: Auf 10.000km gerade eine handvoll e Autos gesehen.
2 Ladesäulen in Capetown an der Waterfront entdeckt, Rest der Länder keine Ladeinfrastruktur.

Tja das kabelgebunde Netz bei Telekommunikation wurde zwar durch Mobilenetze übersprungen.
Bei der Ladeinfrastruktur ist das wohl nicht so einfach.......
Solar....wenn die Sonne scheint fahren in der Regel auch dort die Autos auf der Straße und auch in Afrika ist es nachts dunkel.
Millionen Afrikaner können sich nicht mal nen Fahrrad leisten und sind happy, wenn die Solarplatte die eine Glühlampe in der Hütte betreibt.
Das ist die Realität weiter Gebiete!

Natürlich steigt das riesige Afrika mit seinen 54 heterogenen Ländern nicht in den Anfang einer Entwicklung ein, sondern in deren aktuellen Stand. Zum Hinweis auf Kommunikationsmittel, wo das ja schnell und besonders deutlich war: der Aufbau für ein Handynetz ist erheblich leichter (siehe z.B. auch Satellitenkommunikation, GPS usw.) als der für ein landgestütztes, flächendeckendes stabiles (!) E-Netz.
Das ändert sich auch nicht durch Solar oder Windkraft. Abgesehen davon sind die Lebensbedingungen in afrikanischen Ländern sehr ungleich; die Sahelstaaten entsprechen wirtschaftlich z.B. nicht dem Süden des Kontinents!

Auch der Vergleich E-Auto vs Verbrenner (bezogen auf Europa - Afrika) ist schon dann unrealistisch, wenn man die rasante Entwicklung der E-Technik bedenkt. Beispiel: der einst so innovative Tesla (ein Blick auf die Lagerbestände ernüchtert) ist von einigen asiatischen Herstellern bereits heute abgehängt.
Der Europäer wechselt und kauft dann eben das Neueste, der Afrkaner will Wertbeständiges statt Wechsel denn das Auto ist bei der gegebenen Infrastruktur das wichtigste Transportmittel. Das garantiert ihm aber z.Z. weit eher der Verbrenner, den er lange Jahre fahren (und auch oft selbst reparieren) kann.

Aber schon bemerkenswert, wie kontrovers das Thema gelegentlich hochkommt. So als ginge es um Glaubensinhalte, statt um ein Industrieprodukt. Dort zählt eigentlich weltweit immer zuerst die Rentabilität, sprich der Profit.

Das ist gerade auch in Deutschland der Knackpunkt, denn man erkannte das Potential der E-Technik sehr spät. Man sollte also den temporären technischen Rückstand in D nicht angeblichen Ideologien (und nicht anderes wäre eine Lobby) in die Schuhe schieben, sondern wirtschaftlich/politischer Blindheit, die nun allerdings (siehe auch VW, BMW, Mercedes) ein Ende findet.
Birgitt
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Marokko | Rally für Elektrofahrzeuge

Beitrag von Birgitt »

Eben in Rudis Newsletter entdeckt:
Rally auf elektrisch :wink:

30.10.-06.11.2026 - Internationales Treffen und Rally für Elektrofahrzeuge in Marokko, veranstaltet und organisiert von deutschen und marokkanischen E-Mobilisten. Teilnehmen können alle zugelassenen E-Fahrzeuge mit einer mind. Reichweite von 180 km ...

https://rivemaroc.com/de/

Auch für solche Veranstaltungen wird die ein oder andere Ladesäule neu installiert. Und das werden mehr.

Gruß
Birgitt
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