Ölwechsel überflüssig?
Moderator: Moderatoren
Ölwechsel überflüssig?
was ist denn eure meinung zu diesem thema lifetime-öl?
hat schon jemand erfahrung gesammelt?
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,187 ... 66,00.html
hat schon jemand erfahrung gesammelt?
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,187 ... 66,00.html
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Roger-Tecumseh
- Beiträge: 2066
- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Ölwechsel überflüssig?
Das Thema ist in der Ölindustrie seit langem bekannt. Sicher ist es auch von geschäftlichen Überlegungen beeinflußt, aber:
Im Artikel wird das Beispiel des Vielfahrers angeführt. Auf einer so langen, regelmäßigen Distanz läuft der Motor unter idealen Bedingungen. Ablagerungen, Wasser- Treibstoffreste werden weitgehend eliminiert oder verbrannt, Arbeitsdruck, Öltemperatur und Kühlung stimmen. Die SAE-Klasse bleibt fast unverändert und der natürliche Abrieb kann der Schmierung durchaus dienlich sein. Das verbrauchte Öl wird durch Nachgießen neuen Öl's ergänzt.
Bei häufigem Kurzstreckenverkehr unter wechselnden Arbeitsbedingungen würde ich aber nicht die Nerven haben, 100 000Km ohne Ölwechsel zu fahren.
Im Artikel wird das Beispiel des Vielfahrers angeführt. Auf einer so langen, regelmäßigen Distanz läuft der Motor unter idealen Bedingungen. Ablagerungen, Wasser- Treibstoffreste werden weitgehend eliminiert oder verbrannt, Arbeitsdruck, Öltemperatur und Kühlung stimmen. Die SAE-Klasse bleibt fast unverändert und der natürliche Abrieb kann der Schmierung durchaus dienlich sein. Das verbrauchte Öl wird durch Nachgießen neuen Öl's ergänzt.
Bei häufigem Kurzstreckenverkehr unter wechselnden Arbeitsbedingungen würde ich aber nicht die Nerven haben, 100 000Km ohne Ölwechsel zu fahren.
Re: Ölwechsel überflüssig?
Besser nicht bei den von uns favorisierten bedingungen. Ausserdem: Wohin mit der ganzen Freizeit? 
Re: Ölwechsel überflüssig?
In dem Fernsehbeitrag wurde u.a. auch ein Pistenbully gezeigt, bei dem früher wohl mehrfach pro Winter ein Ölwechsel stattfand. Schein also wohl auch unter stark erschwerten Bedingungen zu funktionieren.
Aber weil wir alle (ich auch) ordentlich auf häufige Ölwechsel konditioniert wurden, dürfen sich Werkstätten und Ölmultis weiterhin auf unsere Kosten die Kassen füllen
Gruss
Christine
Aber weil wir alle (ich auch) ordentlich auf häufige Ölwechsel konditioniert wurden, dürfen sich Werkstätten und Ölmultis weiterhin auf unsere Kosten die Kassen füllen
Gruss
Christine
Re: Ölwechsel überflüssig?
Hallo aus Kiel, ich bin noch neu im Forum, suche eigentlich hauptsächlich nach nützlichen Tipps für Nordafrika mit 4x4 LKW, aber dieses Öl-Thema ist natürlich was, wo ich auch mal ein bischen Ahnung habe:
Dass man Ölwechselintervalle DEUTLICH überziehen kann im Langstreckenbetrieb ist bekannt, auch in Werkstätten.
Bei den meisten älteren Autos gilt das sowieso, weil die Öle beim entwickeln der Service-Leitfäden noch lange nicht so gut waren wie heute.
Die Frage bleibt aber gerade bei Dieselmotoren: Wie kommt der vom Öl abtransportierte Dreck aus dem Öl wieder raus?
Der Ölfilter reicht dazu nicht, jedenfalls nicht so, wie er normalerweise verkauft wird. Ein Longlife Öl für Diesel müßte sich also irgendwie selbst reinigen können. Über synthetische Öle kann man sicherlich die Viskosität über viele Jahre auf einem Level halten, aber der Dreck im Öl bleibt.
Beispiel VW-Bus: teilsynthetisches Öl bei viel Gas auf Autobahn macht 10W 40 nach ca. 15tkm bereits etwas klumpig, sowas will ich nicht im Motor haben.
Wenn jetzt diese Öl-Tests tatsächlich langfristig gut gehen, muss ich dann davon ausgehen, dass im Öl aus dem Zubehörhandel Zusätze drin sind, die es vorzeitig altern lassen?
Gruß aus Kiel.
Dass man Ölwechselintervalle DEUTLICH überziehen kann im Langstreckenbetrieb ist bekannt, auch in Werkstätten.
Bei den meisten älteren Autos gilt das sowieso, weil die Öle beim entwickeln der Service-Leitfäden noch lange nicht so gut waren wie heute.
Die Frage bleibt aber gerade bei Dieselmotoren: Wie kommt der vom Öl abtransportierte Dreck aus dem Öl wieder raus?
Der Ölfilter reicht dazu nicht, jedenfalls nicht so, wie er normalerweise verkauft wird. Ein Longlife Öl für Diesel müßte sich also irgendwie selbst reinigen können. Über synthetische Öle kann man sicherlich die Viskosität über viele Jahre auf einem Level halten, aber der Dreck im Öl bleibt.
Beispiel VW-Bus: teilsynthetisches Öl bei viel Gas auf Autobahn macht 10W 40 nach ca. 15tkm bereits etwas klumpig, sowas will ich nicht im Motor haben.
Wenn jetzt diese Öl-Tests tatsächlich langfristig gut gehen, muss ich dann davon ausgehen, dass im Öl aus dem Zubehörhandel Zusätze drin sind, die es vorzeitig altern lassen?
Gruß aus Kiel.
"Und steckt...."
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Roger-Tecumseh
- Beiträge: 2066
- Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37
Re: Ölwechsel überflüssig?
Boje hat geschrieben:Beispiel VW-Bus: teilsynthetisches Öl bei viel Gas auf Autobahn macht 10W 40 nach ca. 15tkm bereits etwas klumpig, sowas will ich nicht im Motor haben.
Wenn jetzt diese Öl-Tests tatsächlich langfristig gut gehen, muss ich dann davon ausgehen, dass im Öl aus dem Zubehörhandel Zusätze drin sind, die es vorzeitig altern lassen?
Wenn es so ist, wie Du hier vom VW schreibst, solltest Du Dir den Motor genau ansehen - am Öl liegt es garantiert nicht, egal ob teil- oder vollsynthetisch!
Ölzusätze, die ein Markenöl vorzeitig altern lassen, gibt es nicht.
Re: Ölwechsel überflüssig?
Ich kenn den Motor, 15 W40 im KY-Motor vom Bulli klumpt nach 15tkm, wenn man dauerhaft viel Gas gibt und die Kopfdichtung allmählich flöten geht.
Jedenfalls hab ich ne neue Kopfdichtung eingebaut, und alle Einstellungen nochmal neu gemacht. das ist jetzt 150tkm her, nun klumpt nichts mehr, Öl ist 10 W40, Wechselintervall 10tkm, jeweils immer mit Filterwechsel.
Blöd ist nur, dass mich solche Sachen von meinem eigenen Auto abhalten.
(Hab hier noch nen Oldie, nen anderen Bulli und nen Golf 3 zu reparieren, alles nicht meins :-( ))
Aber es ging ja eigentlich um das Öl, dass sich selbst reinigt, damit der Dieselmotor auch ohne Ölwechsel sauber bleibt.
Jedenfalls hab ich ne neue Kopfdichtung eingebaut, und alle Einstellungen nochmal neu gemacht. das ist jetzt 150tkm her, nun klumpt nichts mehr, Öl ist 10 W40, Wechselintervall 10tkm, jeweils immer mit Filterwechsel.
Blöd ist nur, dass mich solche Sachen von meinem eigenen Auto abhalten.
(Hab hier noch nen Oldie, nen anderen Bulli und nen Golf 3 zu reparieren, alles nicht meins :-( ))
Aber es ging ja eigentlich um das Öl, dass sich selbst reinigt, damit der Dieselmotor auch ohne Ölwechsel sauber bleibt.
"Und steckt...."
Kein Ölwechsel?
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Ahnung haben ist gut - Wissen haben ist besser!
*
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Re: Ölwechsel überflüssig?
Es gibt auch noch tolle Nebenstromfilter, die den Dreck raus holen sollen.
Ein Problem bleibt in Nordafrika erhalten: Wohin mit dem Schwefel, der dort noch reichlich im Treibstoff steckt?
Man erhält dort nicht umsonst SAE CF-4 Öl, das von den Japanern auch vorgeschrieben ist (Toyota, Nissan auch für moderne DI Motoren). Dies Öl gleicht hohe Schwefelanteile aus.
Ein Wechsel nach einer Reise schützt auch das Motorinnere vor unnötiger Korrosion. Wenn man vor Ort einkauft, sind 15€ für 5 Liter an den Tankstellen nicht unmöglich. Öl und Sprit passen in einem Land meist zusammen.
Einen Ölwechsel vor Ort mit Entsorgung hinter dem Haus oder auf der Landstrasse sind nicht so mein Fall.
Die Öle für Mitteleuropa sind für hohe Drücke in den Lagern und Gleitflächen entworfen, z.B. in Pumpe-Düse-Motoren und aschearm, damit der Partikelfilter nicht so schnell unrettbar verstopft. Der Treibstoff sollte schwefelarm sein.
Wer sich schlau machen möchte: http://www.calsci.com/motorcycleinfo/API.html zeigt eine Übersicht der SAE Normen, mit denen man in Ländern ausserhalb EU leben kann.
Gruß
Peter
Ein Problem bleibt in Nordafrika erhalten: Wohin mit dem Schwefel, der dort noch reichlich im Treibstoff steckt?
Man erhält dort nicht umsonst SAE CF-4 Öl, das von den Japanern auch vorgeschrieben ist (Toyota, Nissan auch für moderne DI Motoren). Dies Öl gleicht hohe Schwefelanteile aus.
Ein Wechsel nach einer Reise schützt auch das Motorinnere vor unnötiger Korrosion. Wenn man vor Ort einkauft, sind 15€ für 5 Liter an den Tankstellen nicht unmöglich. Öl und Sprit passen in einem Land meist zusammen.
Einen Ölwechsel vor Ort mit Entsorgung hinter dem Haus oder auf der Landstrasse sind nicht so mein Fall.
Die Öle für Mitteleuropa sind für hohe Drücke in den Lagern und Gleitflächen entworfen, z.B. in Pumpe-Düse-Motoren und aschearm, damit der Partikelfilter nicht so schnell unrettbar verstopft. Der Treibstoff sollte schwefelarm sein.
Wer sich schlau machen möchte: http://www.calsci.com/motorcycleinfo/API.html zeigt eine Übersicht der SAE Normen, mit denen man in Ländern ausserhalb EU leben kann.
Gruß
Peter
Die schnellste Verbindung zwischen 2 Punkten ist nicht zwingend eine Gerade
Re: Ölwechsel überflüssig?
Hallo Boje,Boje hat geschrieben:Hallo aus Kiel, ich bin noch neu im Forum, suche eigentlich hauptsächlich nach nützlichen Tipps für Nordafrika mit 4x4 LKW, aber dieses Öl-Thema ist natürlich was, wo ich auch mal ein bischen Ahnung habe:
Dass man Ölwechselintervalle DEUTLICH überziehen kann im Langstreckenbetrieb ist bekannt, auch in Werkstätten.
Bei den meisten älteren Autos gilt das sowieso, weil die Öle beim entwickeln der Service-Leitfäden noch lange nicht so gut waren wie heute.
Die Frage bleibt aber gerade bei Dieselmotoren: Wie kommt der vom Öl abtransportierte Dreck aus dem Öl wieder raus?
Der Ölfilter reicht dazu nicht, jedenfalls nicht so, wie er normalerweise verkauft wird. Ein Longlife Öl für Diesel müßte sich also irgendwie selbst reinigen können. Über synthetische Öle kann man sicherlich die Viskosität über viele Jahre auf einem Level halten, aber der Dreck im Öl bleibt.
Beispiel VW-Bus: teilsynthetisches Öl bei viel Gas auf Autobahn macht 10W 40 nach ca. 15tkm bereits etwas klumpig, sowas will ich nicht im Motor haben.
Wenn jetzt diese Öl-Tests tatsächlich langfristig gut gehen, muss ich dann davon ausgehen, dass im Öl aus dem Zubehörhandel Zusätze drin sind, die es vorzeitig altern lassen?
Gruß aus Kiel.
also Dreck usw. im Öl ....
Dann schau mal hier rein :
www.ntz-deutschland.de/faq/index.html - 11k -
Also ich fahre schon seit Jahren den NTZ Filter - Feinstfilter ... und kenne einige die diesen Filter auch drin haben ... Und bei einem habe ich mal nach über 100000 Km den Motor ( Diesel ) aufgemacht bzw. auch die Ölwanne ausgebaut. Und dort nichts gefunden der Ölwannenboden war sauber.
Fazit ist, bei Verwendung vom Feinstfilter brauchst Du den Serienmäßigen Filter nicht mehr ersetzen es sei den er rostet ... Nur die Filterpatrone vom Feinstfilter alle 10000 Km ersetzen und die kannste durch den Schraubdeckel einfach austauschen. Und der Feinstfilter filtert Ölzusätze nicht raus. Er hat übrigens umgerechnet 8 qm Filterfläche ...
Ich hoffe das bringt dich weiter ...
LG Klaus
Und jetzt ganz aktuell 24-06-09 !
Ich musste leider meinen Motor ausbauen und habe dabei gleich so einiges mehr machen müssen.
Überraschung ...
So hab ich meinen LR Motor eine neue UND abgeänderte Kurbelwelle eingebaut eine, die wesentlich länger hält als die Werksseitig eingebauten.
Und so musste ich ja auch dazu die Ölwanne ausbauen nach über 200 000 Km.
Fazit:
Sie sah von innen so aus als wenn sie noch nie benutzt wurde.
Nicht mal eine winzige kleinigkeit an Dreck oder sonstiges zu sehen !!!
Und ich denke mal, dass spricht doch nur für sich ...........
Also für den Filter ....
LG Klaus




