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Afghanistan von innen

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Afghanistan von innen

Beitragvon Birgitt » 28.08.2011 21:23

Schauspielerinnen in Afghanistan
Fernsehen als tödliche Gefahr

28.08.2011 - tagesschau

Eine Seifenoper über das verborgene Innenleben der Großfamilien ist für viele Afghanen neu. Die Serie erreicht einen Marktanteil von bis zu 30 Prozent. Doch die Schauspielerinnen stehen unter Druck. Viele werden von den eigenen Familien bedroht und müssen um ihr Leben fürchten ... mehr mit Video

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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon schu achbar ? » 31.12.2011 09:44

So Familien sind doch was tolles

http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... GIxdT_zBrs

""A video given to the BBC shows the extent of the injuries suffered by a 15 year-old Afghan child bride who was locked up and tortured by her husband.""
Sahar Gul, 15: "My mother-in-law pulled out my nails"
schu achbar ?
 

Re: Afghanistan von innen

Beitragvon Alexander » 01.01.2012 15:45

Pressetext in Deutsch:

Von Familie gefolterte 15-Jährige schildert Qualen

Sie wollten sie zur Prostitution zwingen - als sie sich weigerte, sperrten die Schwiegereltern eine 15-jährige Afghanin in eine Toilette, folterten sie, ließen sie fast verhungern. In einem Video spricht sie nun erstmals über die Marter. Eine zuständige Ministerin zeigte sich erschüttert. mehr...

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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon schu achbar ? » 04.01.2012 14:06

DIe USA haben al Qaradaui als Vermittler mit den Taliban...
""New Delhi watches warily as Doha-based Islamist scholar-activist Yusuf al-Qaradawi emerges as peace broker...
The west's embrace of Mr. al-Qaradawi for its Afghan negotiations marks the restoration of an old, but little-known, relationship. Key Brotherhood leaders like Said Ramadan, the historian Ian Johnson has shown, were cultivated by the United States' Central Intelligence Agency for anti-communist operations —along with several central and west Asian Islamists who fought with German fascist forces against the Soviet Union in 1941-1945. ""

http://www.thehindu.com/news/article2755817.ece
schu achbar ?
 

Afghanin verklagt Ehemann und Familie - und bekommt Recht

Beitragvon Birgitt » 10.05.2012 22:00

Eine Afghanin hat ihren Ehemann und dessen Eltern wegen häuslicher Gewalt verklagt und Recht bekommen. Ein ungewöhnliches Urteil, das vielen Frauen Hoffnung geben kann. - Sechs Monate war sie in ihren eigenen vier Wänden eingesperrt. Die 15-jährige Sahar Gul wurde von ihrem Bruder zwangsverheiratet. Als sie sich anschließend weigerte, sich zu prostituieren, wurde sie von ihrem Ehemann, ihren Schwiegereltern und deren Familienangehörigen misshandelt. Sie hatte Brandnarben, Wunden und ausgerissene Fingernägel, als die Polizei der nordafghanischen Provinz Baghlan Sahar Gul im Dezember vergangenen Jahres befreite.

Seltene Gerechtigkeit für junge Afghanin
09.05.2012 - DW World

Massouda Jalal, Afghanistans frühere Frauenministerin, spricht im DW-Interview über die schwierigen Lebensbedingungen vieler Frauen in Afghanistan und über ihre Pläne, eine Frauenpartei zu gründen.

"Afghanische Frauen brauchen Hilfe"
09.05.2012 - DW World

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Afghanistan - Frauenfahrschule in Kabul

Beitragvon Birgitt » 23.06.2012 22:56

Ungläubige Blicke der Männer gehören dazu: Eine Frau hinter dem Steuer eines Autos ist in Afghanistan immer noch eine Ausnahme. Und die einzige Fahrlehrerin Kabuls bringt ihren Schülerinnen nicht nur das Autofahren bei. Es geht um mehr: um Selbstbewusstsein und Gleichberechtigung.

Afghanistans Frauen geben Gas
23.06.2012 - tagesschau

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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon Kuno » 24.06.2012 09:41

Mir ist jeweils nicht klar, wie ich solche Meldungen werten soll. Sind es Anzeichen fuer eine Besserung (und das waere es auf jeden Fal, wenn in Afghanistan die Frauen mehr Rechte bekaemen) oder sind es sehr gesuchte kleinste Einzelbeispiele, die suggerieren sollen, dass es eine leichte Besserung gibt?
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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon Alexander » 24.06.2012 09:49

Ob es sich tatsächlich um eine nachhaltige Verbesserung handelt, wird die Zukunft zeigen. Es gibt m.E. zu viele Unwägbarkeiten, die eine finale Beurteilung zulassen. Wenn es aber eine Frauenfahrschule schafft, sich zu etablieren, dann ist das zumindest ein positiver Trend.

Zweifelsohne handelt es sich dabei um Einzelbeispiele, da es so viele Beispiele ja noch nicht gibt. Die Entwicklung hat erst begonnen. Wir können nur hoffen, dass nicht wieder irgendein Mullah auf die Bühne tritt und den Frauen mit Sharia droht.

Mich begeistert auf jeden Fall der Mut der Frauen.

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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon Kuno » 24.06.2012 10:05

Alexander hat geschrieben:Mich begeistert auf jeden Fall der Mut der Frauen.


Das auf jeden Fall.
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documenta-Filiale in Afghanistan

Beitragvon Birgitt » 03.07.2012 22:48

Der Dreiklang Kunst-Kassel-Kabul ist nicht gerade naheliegend. Aber die documenta ist ja bekannt für Ungewöhnliches. Und so eröffnete die Leitung eine Filiale in Afghanistan. Ein passender Ort - schließlich heißt ein diesjähriges Motto ja "Zusammenbruch und Wiederaufbau". Und die Kabuler sind begeistert.

Kasseler Konzept, Kabuler Künstler
03.07.2012 - tagesschau / mit Video

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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon Kuno » 08.07.2012 12:05

Optimismus im Zusammenhang mit Afghanistan ist leider nicht angebracht:

In einem Dorf nahe Kabul wird eine junge Frau erschossen, weil sie Ehebruch begangen haben soll. Männer beobachten die Exekution, manche jubeln. Nun schieben sich Taliban und Bewohner gegenseitig die Schuld zu.

Der ganze Artikel erschien eben hier: http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 43229.html
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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon Alexander » 08.07.2012 12:11

Was ist der Grund für diese rohe Gewalt? Ist es tatsächlich Religion bezogen, oder ist die Hemmschwelle für Gewalt aufgrund des Krieges in Afghanistan auf so einem niedrigem Niveau?

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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon Kuno » 08.07.2012 12:27

Religion genuegt.
Aktuell ist es vor allem die Religion, wo jeder bei jedem Exzess behauptet, dass es nichts mit der Religion zu tun habe...
Da braucht es keine zusaetzliche Verrohung durch den Krieg mehr.

Mein persoenlicher Eindruck zu Afghanistan ist, dass es hier in unseren Medien jedesmal gemeldet wird, wenn eine Frau fuer 15 Minuten mit einer Burkha mit leicht vergroesserten Abstaenden in den "Gitterstaeben" des Sichtfensters der Burkha auf die Strasse geht - dass aber der Alltag nach wie vor sehr duester aussieht.

Ich habe kuerzlich ein Buch ueber Afghanistan gelesen, es wird da auch auf das Regime vor dem Einmarsch der Russen eingegangen - was die dort innert kurzer Zeit erreicht hatten, von dem ist man heute mM. weit entfernt. Wahrscheinlich war diese kurze Zeit die beste, die die Afghanischen Frauen je hatten.

Leider hat man damals die "Mudjaheddin" unterstuetzt - aus dem einfachen Grund, weil sie gegen die Sowjets kaempften. Das haette man -aus dem Nachhinein gesehen- besser nicht gemacht.
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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon Kuno » 08.07.2012 13:32

Meldung von heute: "Blutiger Sonntag in Afghanistan: Bei Gefechten und einer Reihe von Anschlägen sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten befinden sich 14 Zivilisten, die einem Doppelanschlag zum Opfer fielen."

Gleichzeitig hat man Karsai 16 Milliarden Euro zugesagt, wenn er denn eine ganze Reihe von Verbesserungen in den naechsten Jahren sauber durchzieht.

Westerwelle hat gemeldet, dass man das auch ganz genau ueberpruefen wuerde.

Wetten, dass man bei der zweiten Ueberpruefung zum Schluss kommt, dass Karsai dem Programm hinterherhinkt?
Danach gibt es dann allen Grund, dass man Afghaistan alleine laesst und auch kein Geld mehr hinschickt.
Sie sind schon schlau, unsere Politiker 8)
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Re: Afghanistan von innen

Beitragvon weiland alex » 08.07.2012 21:46

Unter dem Deckmantel - Religion - wurden die langanhaltensten und schrecklichsten Verbrechen gegen Mitmenschen über-
haupt verübt - siehe Christenverfolgung, Inquisition, heiliger Krieg u.s.w.
Was mir schon lange fehlt, wäre eine Entschuldigung der Kirche wegen des jahrhundertelangen Hexenwahns aber auch eine sehr deutliche Anklage hoher muslimischer Amts- oder Würdenträger bezüglich der allerorts in Mode gekommenen Selbst-
mordattentate!
Meine Ansicht ist immer noch: Wir deutsche haben in Afghanistan nicht das geringste verloren.Hätte uns ein deutscher Verteidigungsminister zu Zeiten des Vietnamkrieges erzählt, Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt,wäre das wohl sein letzter Tag im Amt gewesen - heute aber, nehmen wir solch absoluten Schwachsinn einfach hin und bringen es auch noch fertig, gegen den Bahnhof Stuttgard 21 - welcher absolut Sinn macht - 20-30 tausend Leute auf die Strasse zu bringen - wenn aber - wie inzwischen geschehen ,der 43ste deutsche Soldat im Sarg nach Hause kam, bringt keiner seinen Arsch in die Höhe!!Und wer hat uns den ganzen Mist wiedereinmal eingebrockt? die Scheiß Amis
Nach nun zehn Jahren sollten wir doch endlich einmal realistisch sehen, dass wir - erstes da nichts und noch nie was verloren hatten- und - dass sich trotz der immensen Investitionen an Mensch, Geld und Material nicht wirklich viel geändert hat.Die ganz weltfremden werden es erst sehen, wenn wir uns endlich von dort - hoffentlich für immer!! - verabschiedet haben.
Wenn sich dieses Volk ernsthaft helfen lassen hätte wollen, wären nicht - wie geschehen - hunderte der Helfer inzwischen ermordet worden Alex
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